Zum friedlichen Weihnachtsfeste in der FPÖ-ZZ ein recht christliches Gedenken an „Kongo-Müller“

„‚Man macht normalerweise keine Gefangenen. Und wenn es doch vorkommt, dann wird stückchenweise abgeschnitten. Zuerst das linke Bein, dann das rechte‘, sagt Siegfried Müller im Tarnanzug mit einem Lächeln im Gesicht (siehe Video im Kasten). Die Szene stammt aus einem DDR-Dokumentarfilm von 1966 mit dem Titel ‚Der lachende Mann – Bekenntnisse eines Mörders‘. Die beiden Propaganda-Filmemacher Walter Heynowski und Gerhard Scheuman interviewten im selben Jahr den Söldner mit dem kurzgeschorenen Haar. Unverdrossen erzählte er ihnen, was er mit kongolesischen Rebellen während des Bürgerkrieges machte – zum Beispiel mit ihren Köpfen: Er liess die Schädel blank putzen und verzierte mit den Totenköpfen seinen Jeep.“

FPÖ-ZZ 51-52 2014 - Kongo-Müller - EK LDas ist kein Zitat aus der Nummer 51-52 vom 19. Dezember 2014 bis 8. Jänner 2015 der „Zur Zeit“. E. K. L. fällt gesinnungsgemäß anderes zu Siegfried Müller ein: „Der Wehrmachtsrecke (EK I)“ und „Die Legende“. Und: „Kongo-Müller, dessen voller Name Siegfried Müller lautet, lehrt mit seinen weißen Söldnern den eingeborenen Aufständischen das Fürchten. Die Weißen sind ihnen haushoch überlegen, da sich die Kongolesen aus Angst vor bösen Geistern in der Nacht nicht kämpfen trauen. So schlagen die Söldner um Kongo-Müller im Schutz der Dunkelheit zu, richten ihre FN-Sturmgewehre auf einen Gegner, der wie gelähmt erscheint.“

Weiße Söldner schießen nicht, sie richten bloß ihre Sturmgewehre auf einen Gegner, und schon erscheint er wie gelähmt, und ist in Wirklichkeit tot, bloß durch das Richten ihrer Sturmgewehre …

Die Weihnachtszeit ist ja eine Zeit der fokussierten Legendenbildung, wird sich E. K. L. gar nicht dumm gedacht haben, weshalb also nicht wie ein Evangelist eine weitere Legende herbeischreiben? Und es ist auch die Zeit des fokussierten Friedens, wie stumpfdumm wäre es von einem EK L von das Fest der Liebe mit abgeschnittenen Beinen

Und weil es die friedlichste Zeit im Jahr, will hier EK L gar nicht unterstellt werden, er stelle sich dumm, also unwissend über Siegfried Müller. Dabei wäre es auch in diesem Fall leicht nachzuweisen, wie wissend EK L ist und für wie dumm er die Leser und Leserinnen der ZZ, also auch die vielen gewählten Mandatare der identitären Gemein-Schaft, die für dieses Magazin Beiträge gießen, und zugleich auch seiner Leser und Leserinnen sein werden. Menschgemäß sind auch diese gewählten Mandatarinnen nicht dumm, viel mehr benötigen sie gesinnungsgemäß die von EK L gelieferten Expertisen für ihr Herumsitzen in den Gremien auf allen politischen Ebenen in diesem Land. Und EK L liefert recht reichlich. Zu vielen Themen, auch in der Nummer 51-52 wieder, wie bereits ein weiteres Mal ausführlich dargelegt in: „So a Congo-Neger frißt s‘ z’samm“.

FPÖ-ZZ 51-52 2014 - Kongo-Müller zeichnet wahnsinnig gerne

„Kongo-Müller“ – Eine Mediengeschichte.

EK L wird sehr viel über Siegfried Müller wissen, auch den Dokumentarfilm „Der Lachende Mann – Bekenntnisse eines Mörders“ kennen, das darf allein schon daraus geschlossen werden, daß er sein Gedenken mit einem Bild illustriert, das aus diesem Film ist, und als Fotoquelle wird angegeben: „hfhr.org.pl“. Und auf dieser Website wird genau mit diesem Foto über den Dokumentarfilm berichtet. Wie unchristlich wäre es also, EK L gerade zur friedlichsten Zeit im Jahr vorzuwerfen, er betreibe – im harmlosesten Fall – Desinformation … Sollte EK L nicht viel mehr dafür gelobt werden, wie recht schön er über „Kongo-Müller“ schreibt, wie großzügig er überhört, was „die Legende mit dem Eisernen Kreuz I“ spricht? Wie EK L nur das Gute hört, das Müller sagt? Das also, was Müller etwa über den Kampf in Afrika für Europa und dessen „freiheitliche“ und „christliche“ …

Aber, genug von EK L …

Aber auch genug von „Kongo-Müller“, der weithin bekannt und unbekannt ist als „Kongo-Otto“, aus einem Film von Didi Hallervorden: „Didi und die Rache der Enterbten“.

Interessant an der Geschichte von Siegfried Müller ist  – gerade vor dem aktuellen Hintergrund, daß wieder Söldner aus Europa – tatsächlich die Mediengeschichte, die auch aufzeigt, wie weiterhin mit großer Vorsicht und vor allem mit kritischer Analyse Medienberichte zu behandeln sind, und das bezieht sich in der Gegenwart nicht nur auf die Medienberichte über die jungen Menschen, die sich für die Wüstenmordgottbande anwerben lassen … Es lohnt durchaus, diese Mediengeschichte nachzulesen, auch sie erzählt einiges über das Funktionieren der Medien nicht nur in der Vergangenheit, sondern weiter unverdrossen in der Gegenwart.

PS Zu dem oben genannten Dokumentarfilm muß nichts Kritisches angemerkt werden, denn, wie in der Collage zu lesen, gibt es bereits genügend Kritisches über diesem Dokumentarfilm. Ein brutaler Söldner hat sich aus Geltungsdrang eingelassen mit Dokumentarfilmern aus einer brutalen Diktatur – Mitleid kann für ihn deshalb nicht aufgebracht werden, ebensowenig kann ein Lob für die Filmer ausgesprochen werden, die für eine kommunistische Diktatur ihre schmutzige Pflicht erfüllten. Aber „Bekenntnisse eines Mörders“ dennoch ist anzusehen, ist empfehlenswert, denn es gibt Aufschluß darüber, welche Art von Menschen für die ZZ der FPÖ „Recken“ und „Legenden“ sind – wohl wert also ihrer recht schön zu gedenken, als sie noch gewählt wurden und in Gremien herumsaßen …

FPÖ-ZZ macht Soziologie verständlich: „So a Congo-Neger frißt s‘ z’samm“

Wie lange wird es noch dauern, bis Erich Körner Lakatos von der identitären Gemein-Schaft angeboten wird bekommen, Funktionär zu werden, für die FPÖ als Mandatar in das österreichische Parlament einzuziehen? Denn. Was für ein Mann. Ein Experte für recht besondere Geschichtsbetrachtungen. Dazu ein Satiriker mit dem Talent, Satire verbergen zu können. Und, als ob das nicht schon genug wäre, nun darüber hinaus ein Soziologe, der „auch komplizierte Materien dem Leser verständlich zu vermitteln“ weiß, wie in der Nummer 51-52 vom 19. Dezember 2014  der „Zur Zeit“ gelesen werden darf.

FPÖ ZZ 51-52 Körner Lakatos SoziologiecoupletNoch nie war es einem Soziologen gegeben, derart „verständlich komplizierte Materien zu vermitteln“. Für die komplizierte Materie „Wertewandel“ findet Erich Körner-Lakatos die höchste und einfachste und also verständlichste soziologische Ausdrucksform, er braucht dazu nicht einmal selbst etwas zu formulieren. Denn. Alles was soziologisch zu sagen ist, kann mit einem Couplet gesagt werden, aus 1887:

„Wir armen Europäer,
Nach der Mode-Geher,
Wir hab’n Sorgen, die uns ’s Herz beschwer’n.

Wie wir bei Taufen, Leichen,
Hochzeit und dergleichen;
einen schwarzen Anzug kaufen werd’n;
jedoch die Afrikaner
krieg’n schon alser klaner,
so an‘ Anzug glei bei der Geburt,
Und rennen dann Winter und Summer
Alser schwarzer uma.
So a Congo-Nger der hat ’s guat.
Und auch mit ’n Ehestand, san s‘
drin im Congo-Land
so ziemlich aus’m Wasser, de
schwarzen Herzen,
die heute Auserwählte is morg’n
schon die G’fehlte,
wenn er haben möcht‘ a And’re
gern.
Und wann’s ihm grantig macht,
so frißt er s‘ z’samm auf d‘ Nacht:
Ja, so a Congo-Neger hat’s halt
guat!“

Das ist Soziologie von recht verständlicher Art. Erich Körner Lakatos bedauert, daß der von ihm aus soziologischen Gründen zitierte Wilhelm Wiesberg nicht mehr gekannt wird, „diesen Mann niemand kennt.“ Aber Erich Körner Lakatos setzt seine Hoffnungen auf einen Mann, der in der Gegenwart die Frauen nicht in der  

„Mit Andreas Gabalier und seinen couragierten Ansichten tut sich da ein Lichtblick auf. Gabalier könnte, auf Wiener Verhältnisse umgelegt, der Wilhelm Wiesberg unserer Tage werden.“

Heinz Zednik - Erich Körner LakatosDas ist natürlich nicht wahr, daß Wilhelm Wiesberg „niemand kennt“. Aber schließlich ist die „Zur Zeit“ kein Magazin zur Informationseinholung, sondern zur Gesinnungsverfestigung. Kammersänger Heinz Zednik und weitere in diesem Land Hochgeehrte haben sogar im 21. Jahrhundert noch von ihm Lieder aufgenommen, auch das über den „Congo-Neger“.

Aber auch geographisch ist Erich Körner-Lakatos höchst gebildet, wie ebenfalls in seiner soziologisch recht verständlichen Studie gelesen werden darf:

„Dann das Abenteuer nach dem Umbruch im 1938, als in Österreich – dem Piemont des wahren Deutschtums – alles anders wird. Da Herr Richard, durchaus mit Recht, davon ausgeht, von den neuen Herren inkommodiert zu werden, nimmt er schweren Herzens Abschied von Wien[.] Und flieht in das – Deutsche Reich. Eine derartige Route hätte sich nicht einmal Schutzstaffel-Reichsführer Heinrich Himmler in seinen ärgsten Alpträumen vorstellen können.“

So leicht eine „88“ in eine freiheitliche Presseaussendung kommen kann, so schwer fällt es Erich Körner-Lakatos, „SS“ zu schreiben; „Schutzstaffel“ klingt auch viel beruhigender, heimeliger, vertrauenswürdiger, gibt Sicherheit

Mit „Der Zeitgeist wider unsere Werte – oder doch nicht? legt Erich Körner alle seine Talente in Soziologie, Geschichte, Geographie gebündelt vor … Möglicherweise wird in der identätiren Gemein-Schaft gedacht, es ist besser, Erich Körner-Lakatos bleibt an seinem Platz und liefert die Grundlagen, mit denen ihre gewählten Mandatare und Mandatarinnen dann …

In nazistischer Schreibart in der FPÖ-ZZ eine Auszeichnung für Günter Grass

Über einen Artikel in der „Zur Zeit“, in der über das „Wiederbeleben des Faschismus“ bereits öffentlich nachgedacht wird, darf oder muß in dieser Deutlichkeit geschrieben werden, daß er also in der Nummer 50 vom 12. Dezember 2014 einer ist in nazistischer Schreibart …

fpö zz 50-2014 georg immanuel nagel schreibt nicht über günter grass - 2Der gesamte Artikel klingt zwar wie eine Beleidigung von Günter Grass, ist aber im Grunde eine Auszeichnung. Denn Günter Grass wird als „SS-Mann“ bezeichnet. Und vor allem ranghohe SS-Männer genießen in der identitären Gemein-Schaft recht hohes Ansehen, sind diese darüber hinaus auch noch Schriftsteller und Mörder, wie beispielsweise Verbelen, gibt es kein Halten mehr, wird ihnen eine Legende erschrieben, die sie sogar zu Helden in Österreich nach der gestoppten Verheerung durch die nationalistische Massenmorddiktatur des deutschen reiches macht. Eine derartige Auszeichnung durch das freiheitliche Werbe-, Quell, Schreib- und Denkorgan wird Günter Grass nicht einmal wahrnehmen, und vor allem ist es keine, auf die er stolz wäre. Die Größe von Günter Grass, selbst noch zu Lebzeiten einbekannt zu haben, mit siebzehn Jahren zur „Waffen-SS eingezogen“ worden zu sein, ist eine nazistischen Massenverbrechern und Massenmördern, wie beispielsweise dem zurzeitlich geehrten Priebke, gänzlich fremde und fehlende Größe.

fpö zz 50-2014 georg immanuel nagel schreibt nicht über günter grassNun, was bringt Georg Immanuel Nagel derart gegen Günter Grass auf? Es ist die Überlegung von Günter Grass, daß zur Not auch die Zwangseinquartierung von Flüchtlingen eine Option wäre, sollte es bei der Unterbringung von Asylwerbern Notfälle geben. Dieses Gedankenspiel findet Georg Immanuel Nagel derart ungeheuerlich, daß er ein ganzes Magazin ganz im Geiste dieses freiheitlichen Magazins verbaler Beleidigungen gegen Günter Grass stellvertretend gegen alle, die um menschliche Lösungen bemüht sind, abfeuern muß. Auf den Inhalt dieses nagelschen Artikels muß nicht eingegangen werden, denn erstens enthält er konkret keine einzige Überlegung, die zu einer menschenwürdigen Lösung etwas beitragen könnte, zweitens ist generell zu sagen, ist die identitäre Gemein-Schaft keine redliche Organisation, mit der über diese Thematik seriös und konstruktiv debattiert werden kann. Und dafür ist der nagelsche Artikel wieder einmal ein prototpyisches Beispiel der Nutzlosigkeit und der vergeudeten wichtigen Zeit, je mit dieser Gemein-Schaft eine Debatte auch über diese Thematik zu führen. Denn die Zeit ist dringend notwendig, um zu menschenachtenden Lösungen konstruktiv zu kommen.

Nun, warum kann von nazistischer Schreibart gesprochen werden? Wenn im Dezember 2014 in einem Artikel beispielsweise von „Volksdeutschen“, von Volksgenossen“ bei Berücksichtigung des gesamten Duktus dieses Artikels geschrieben wird, dann …

Allerdings stellt sich bei Georg Immanuel Nagel die Frage, schreibt das der Georg Immanuel Nagel, dem amtlich bescheinigt wird, weit nach 1945 geboren worden zu sein, oder schreibt in Georg Immanuel Nagel ein Georg Immanuel Nagel, der weit vor 1945 geboren wurde, wird bedacht, wie selbstverständlich geläufig ihm das Vokabular und die Phrasen aus den madigen zwölf Jahren …

„Schon während des Krieges gab es solche Regelungen auch für Ausgebombte. Es ist verständlich, daß in solch großer Not ein Volk zusammenhalten muß.“

Das ist selbstverständlich eine Dummheit, aber es ist erträglicher, sich vorzustellen, daß ein Mann weit vor 1945 geboren wurde und auf dem Entwicklungsstand eines beispielsweise Siebzehnjährigen stehengeblieben ist, als sich vorzustellen, ein junger Mann im Jahr 2014 ist auf dem Entwicklungsstand von 1945, wobei gar nicht von Entwicklung gesprochen werden kann, sondern richtiger davon, daß ein junger Mann im Jahr 2014 ein Repetiermund aus 1945 ist, also nur das wiedergibt, was ihm eingetrichtert wurde. Es ist erträglicher deshalb, weil nicht jedem Menschen es gegeben ist, sich zu entwickeln. Solchen Menschen ist mit Nachsicht zu begegnen, sie bedürfen der Zuwendung, aber nicht die Organisationen, für die sie arbeiten, das heißt im konkreten Fall der identitären Gemein-Schaft: keine Stimme in jedweder Wahl.

Woher nimmt Georg Immanuel Nagel das sein Vokabular? Wer die Empfehlungen zur Wiederlesung in diesem Magazin verfolgt, kann sich vorstellen woher …

Es ist auch zum Erbarmen, wie Georg Immanuel Nagel – prototypischer Vertreter dieses identitären Geschwefels – Günter Grass u.v.a.m. vorhält: „Aneinanderreihung von wirren Sentenzen“, „machen einen noch lange keinen großen politischen Denker“, „moralinsaures Gefasel“, „alte Tattergreis“, „eigentümliche Äußerungen“ … Wer spricht so von Günter Grass, und spricht doch nur von sich selbst? Georg Immanuel Nagel ist es. Aber er spricht auch für seine Gesinnungsgemein-Schaft stellvertretend aus, was von deren „Konzepten“ zu halten ist:

„Der ehemalige SS-Mann Grass ist ein typischer Ewiggestriger, der versucht, die aktuellen Probleme mit Konzepten aus ‚der guten alten Zeit‘ zu lösen.“

Nur nebenbei bemerkt, wäre Günter Grass „ein typischer Ewiggestriger“ und schriebe er zusätzlich noch wie die von der „Zur Zeit“ recht  Verehrten, beispielsweise wie Springenschmid, er wäre dieser Gemein-Schaft ein Gott

„Mit Konzepten aus der ‚guten alten Zeit'“ … Es gibt auch einen recht vielsagenden Rechtschreibfehler:

„Hinzu kommt der Kinderreichtum dieses Menschenschlagen, welcher […]“

„Dieses Menschenschlagen“ – Menschen schlagen … Darum geht es. Beinahe könnte von einer Erleichterung gesprochen werden, nicht wieder, wie in dieser Woche, lesen zu müssen: „Sofort erschießen diese Dreckschweine!“ … Oder von „Massenvergewaltigung von Frauen“, ebenfalls in dieser Woche …

Und ein Letztes.

Weiß er, Nagel, noch, von welchem Land er redet? Er schreibt, wie ausgeführt, nicht über Günter Grass, also auch nicht für Leser und Leserinnen in Deutschland, denn er schreibt in einem Magazin einer Partei in Österreich, die in Österreich zu Wahlen antritt.

„Nun freilich ist ein Zuzug von Deutschen in ein deutsches Land kein Problem, denn das heißt, es kommen Personen der gleichen Kultur, die zudem gebildet und fleißig sind. Bei den bildungsfernen, mitunter radikalislamischen Asylanten aus den rückständigsten Weltgegenden sieht das schon anders aus. Von anderen Dingen wie dem wachsenden Terrorismus und den alltäglichen Gewaltverbrechen an Deutschen rede ich erst gar nicht.“

„Fleißig“ – wahrlich fleißig, ein Blick in die Kriminalitätsstatistik …

Schluß jetzt, genug. Nein, etwas Heiteres doch noch. Wenn es darum geht, einen Menschen zu diffamieren, wird plötzlich die Abkürzung „SS“ gekannt, geht es aber darum, die nationalistische Massenmorddiktatur in einem freundlichen Licht darzustellen, das Deutsche Reich wie die USA als Präsidialsystem mit einem Staatsoberhaupt Adolf Hitler zu präsentieren, werden die Abkürzungen „SS“ und „SA“ nicht verwendet, sondern ausgeschrieben: „Schutzstaffel“ und „Sturmabteilung“ … Ausgeschrieben klingt das harmloser … Ist das nicht rührend gedacht? Oder einfach lächerlich …

PS Auch diese Nummer kommt nicht ohne Beiträge von gewählten Mandataren aus. Diesmal Wendelin Mölzer und Manfred Haimbuchner. Und zusätzlich ein großes Interview mit NR Gerhard Deimek. Der, wie von ihm recht bekannt, klug zu reden weiß, wie hier inhaltlich passend nachgelesen werden kann: „Zum Kotzen …“

Formel der FPÖ – Rechtsextremismus ist gleich Patriotismus

FPÖ-ZZ 49-2014 Großer Patriotenkopf - Verteidiger von Mördern

„Wo Maitre Jean-Louis Tixier-Vignancour steht, ist immer rechts, ganz weit rechts, mögen auch die Vorzeichen wechseln. Der 54jährige Pariser Advokat, ehemaliger Abgeordneter der Nationalversammlung und einer der prominentesten Strafverteidiger Frankreichs, war nacheinander Monarchist, Faschist, Pétainist, Antisemit und Poujadist. Er diente dem Weltkrieg-II-Kapitulanten Péain in Vichy als Vize-Propagandachef und säuberte Frankreichs Film-Industrie von jüdischem Einfluß.“

Es liegt wieder eine Nummer der „Zur Zeit“ vor, die 49 vom 5. bis 11. Dezember 2014. Diesmal sind gleich drei NRs, also auch Abgeordnete im österreichischen Parlament, mit Beiträgen vertreten: der die ZZ führende Wendelin Mölzer, Wehrmachtsexperte Harald Stefan und Walter Rosenkranz. Es fehlt wieder nicht die ganzseitige Werbung des freiheitlichen Parlamentsklubs; was nach wie vor fehlt, ist die Antwort, ob die FPÖ mit Steuergeld dieses Medium finanziert.

FPÖ ZZ 49-2014 Große PatriotenköpfeDieses Medium, das auch in der Nummer 49 nach der Formel Rechtsextremismus ist gleich Patriotismus seine Artikel schreibt. Eine Formel, nach der in der identitären Gemein-Schaft insgesamt gerechnet zu werden scheint. Es scheint auch die einzige Formel zu sein, die in dieser Gemein-Schaft ausgerechnet werden kann.

Diesmal schreibt Erich Körner Lakatos über Jean-Louis Tixier-Vignancour, der in diesem Medium der freiheitlichen Gemein-Schaft vorgestellt wird als „einer der großen Köpfe im Frankreich des 20. Jahrhunderts. Und an seiner Seite war Jean-Marie Le Pen, wie heute gewählte Mandatare der Freiheitlichen, von He-Chr. Strache aufwärts, an der Seite seiner Tochter …

Freiheitlicher Code Patriotismus - Jean-Louis Tixier-VignancourEs muß auf den Inhalt dieser Feier eines „Patrioten“ nicht eingegangen werden. Es ist der Inhalt, wie er, um den in diesen Kreisen recht angesehenen Udo Ulfkotte zu paraphrasieren, eben in einer Bude der Desinformation gemanscht wird.

Großer Kopf für Freiheitliche - Jean-Louis Trixier VignancourFestzuhalten ist bloß, besonders, nein, ausschließlich für Wähler und Wählerinnen: Rechtsextremismus ist gleich Patriotismus, das ist die freiheitliche Formel. Es kann auch gesagt werden, Patriotismus ist ein weiterer Code für Rechtsextremismus. Wie beispielsweise Südtirol ein Code ist, ein Code, der „Startsymbol“ genannt wird. „Startsymbol“ für was? Für einen „Eurofaschismus“.

PS Was für ein „großer Kopf“ dieser Mann war, kann auch in einem Protokoll einer Kabinettssitzung in Deutschland aus 1967 nachgelesen werden. Er war ein derart „großer Kopf“, daß für ihn nur eine Huldigung angemessen war: „Distanzierung“.

Inseratenaffäre der FPÖ mit der Zur Zeit – Immer noch ein Land des „Faschismus“

Die FPÖ hat mit der Zur Zeit mannigfache Affären. Affäre im Sinne von Beziehung. Gewählte freiheitliche Mandatare und Mandatarinnen von mehr oder weniger allen politischen Ebenen in Österreich haben mit der Zur Zeit etwa zu tun, eine Schreib-Beziehung, sie liefern der Zur Zeit Beiträge, geben ihr also Gewicht und Renommee.

Inseratenaffäre FPÖ - Zur ZeitDie FPÖ hat mit der Zur Zeit aber auch eine Inseratenaffäre. Die FPÖ veröffentlicht ganzseitige Inserate. Auch darüber wurde hier schon geschrieben. Wie nachgelesen werden kann. Und im Zusammenhang mit den letzten Nummern der Zur Zeit aus November, Oktober und September 2014 immer auch die Frage gestellt, mit welchem Geld werden diese Inserate finanziert? Ist es Steuergeld? Werden Inserate mit Steuergeld finanziert in einem Magazin, das durch seine Inhalte Steuerzahlerinnen und Steuerzahler in Österreich in Verruf bringen, Ansichten zu finanzieren, vor allem in der Welt in den Verruf bringen, immer noch ein Land des „Faschismus“ zu sein, oder – um einen Begriff zu verwenden, der in Österreich geläufiger ist – des „Nationalsozialismus“.

Der Begriff „Faschismus“ darf im Zusammenhang mit der Zur Zeit verwendet werden, denn es ist kein Vorwurf, sondern es ist ein Zitat aus ebendiesem Magazin. Vorwürfe, Faschisten und Faschistinnen zu sein, erheben allenthalben Mitglieder der FPÖ gegen Menschen, die nicht ihre Gesinnung teilen, die Anschauungen der FPÖ kritisieren. Also gegen Menschen, die nicht darüber nachdenken, welcher Kooperationen es bedarf, um den „Faschismus wirklich wiederbeleben“ zu können. Ganz im Gegenteil. Funktionäre der FPÖ unterstellen Menschen eine faschistische Gesinnung, die diese nicht nur ablehnen, sondern deren Parole Nie wieder! gegen jedwede Art des Faschismus hinlänglich bekannt ist.

Zur Zeit Inseratenaffäre FPÖWas aber können Leserinnen oder Leser irgendwo in der Welt über Österreich denken, wenn sie beispielsweise in der Nummer 38 vom 19. bis 28. September 2014 zum einen über das Nachdenken des „Wiederbelebens des Faschismus“ lesen und gleichzeitig das ganzseitige Inserat eines offenen Briefes des Obmannes der drittstärksten Partei im österreichischen Parlament an Bundeskanzler, Vizekanzler und Bundespräsidenten sehen?

Wie die FPÖ mit der Zur Zeit eine Inseratenaffäre hat, hat die Zur Zeit auch eine Inseratenaffäre mit dem Hohenrain-Verlag.

Was aber können Leserinnen und Leser irgendwo in der Welt über Österreich denken, wenn sie beispielsweise in der Nummer 44 vom 31. Oktober bis 6. November 2014 in einem ganzseitigen Inserat des Hohenrain-Verlages den „großen Wendig“ beworben sehen und in ebendieser Ausgabe ein Entlastungslied für „Nationalsozialistin“ Agnes Miegel vorgesetzt bekommen? Was der „große Wendig“ für ein Buch ist? Auf jeden Fall keines, das eine redliche Geschichtswissenschaft für ihre Forschungen heranziehen würde. Es ist eines aus der Rubrik: einschlägig amtbekannt. Eines werden Leserinnen, jedenfalls im Zusammenhang mit diesen Inseratenaffären, nicht denken, die Zur Zeit sei käuflich, also nach dem Motto Wessen Inserat geschaltet, dessen Lied gesungenMag auch die extrem recht hohe Würdigung von Rolf Kosiek, von einem Mitschreiber des „großen Wendig“, in der Nummer 46 vom 14. bis 20. November 2014 danach klingen, über den eine Festschrift in ebendiesem Hohenrain-Verlag eben erst erschienen ist, so kann das nicht auf Käuflichkeit zurückgeführt werden. Es ist eine Gesinnungssymbiose zwischen Inseratenauftraggeber und Inseratenauftragnehmer. Was im redaktionell Beitrag steht, spiegelt das Inserat wider.

Was aber können Leserinnen und Leser irgendwo in der Welt über Österreich denken, wenn sie beispielsweise in der Nummer 47 vom 21. bis 27. November 2014 über das „Präsidialsystem wie in den USA“ des „Deutschen Reiches“ von „Adolf Hitler“ und die Alliierten, die die Massenmorddiktatur beendeten, als „Junta der vier Militärdiktatoren“ bezeichnet werden? Und in ebendieser Nummer wieder ein ganzseitiges Inserat der FPÖ mit dem zurzeitigen Obmann, abgebildet mit drei Frauen, als wäre es sein Traum, ein Moslem zu sein, verheiratet mit drei Frauen

Was aber können Leser und Leserinnen irgendwo in der Welt über Österreich denken, wenn sie, ebenfalls in der Nummer 47 vom 21. bis 27. November 2014, über eine Vizepräsidentin des Europäischen Parlaments lesen, sie sei „eine an Krätze leidende hirnamputierte Idiotin“?

Affäre wird heutzutage zumeist als Synonym für Skandal verwendet. Diese Inseratenaffären sind kein Skandale. Jedenfalls beispielsweise für Gerhard Deimek, der ein freiheitlicher NR ist, für ihn ist es Mobbing, gefragt zu werden, ob es skandalös ist –

Diese Affären werden Leserinnen und Leser irgendwo in der Welt nichts zum Denken aufgeben, denn die „Zur Zeit“ wird außerhalb von Österreich wohl kaum bis gar nicht gelesen werden, aber es sollte endlich die vielen vielen, allzu vielen Wähler und Wählerinnen in Österreich zu denken geben, wen sie tatsächlich wählen, wenn sie diese Partei wählen. Freilich wäre es sehr unterstützend, erführen sie mehr darüber auch in den sogenannten Massenmedien in Österreich

PS Dermaßen also wird „freundschaftliche Distanz“ zur ZZ, zu der ein freiheitlicher gewählter Mandatar einem gewählten freiheitlichen NR rät, in der FPÖ umgesetzt: ganzseitige Inserate … Aber der Rat erfolgte rund um die EU-Wahl im Mai 2014. In Zeiten von Wahlen fällt sogar einem freiheitlichen Mandatar auf, daß eine Affäre mit der ZZ nicht unbedingt das Ansehen fördert, etwas Schmuddeliges ist; kaum aber ist eine Wahl vorüber, ist das wieder vergessen. Nur eines der Beispiele, was vom freiheitlichen Sprechen zu halten ist, von Versprechen kann nicht einmal gesprochen werden. In Wahlkampfzeiten sind es höchstens Versprecher, wenn einmal nicht die Gesinnung gesprochen wird, die jede Nummer der ZZ widerspiegelt … Eine Affäre kann die Beziehung zwischen FPÖ und ZZ im Grunde nicht genannt werden. Gewöhnlich dauert eine Affäre nur kurze Zeit. Es ist eine unter dem Kreuz Christi geschlossene Massenehe von Gleichgesinnten und – aufgrund des männlichen Überhangs – von Gleichgeschlechtlichen …

Erich Körner-Lakatos, fleißigster Schollengesinnungsmann der FPÖ-ZZ über Banda, Hitler, Lunacek und Eva

Es muß zugegeben werden, nichts ist leichter, als sich über das Geschwefel von Erich Körner-Lakatos lustig zu machen. Es muß auch zugegeben werden, nichts kann für einen Menschen herabwürdigender sein, als sich über das Geschwefel von Erich Körner-Lakatos lustig machen zu müssen. Und dafür ist Erich Körner-Lakatos weder die Ursache, noch ist er dafür verantwortlich. Er selbst wäre wohl ein ganzes Leben lang vollkommen unbekannt geblieben, würde er nicht für die „Zur Zeit“ schreiben. Aber auch die „Zur Zeit“ wäre wohl ein ganzes Leben lang vollkommen unbekannt geblieben, wäre es nicht das Quell-, Schreib- und Werbeorgan einer Partei, die in Österreich gewählt werden kann. Aber diese Partei wäre wohl ein ganzes Leben lang vollkommen unbeachtet geblieben, wäre es eine Partei, die in jedweder Wahl nicht mehr als 0,88 Prozent erhielte. Von diesem Traumergebnis für eine derartige Partei ist die identitäre Gemein-Schaft jedoch weit entfernt, wie mit einem Blick auf vergangene Wahlergebnisse und auch auf aktuelle Meinungsumfragen nachgeprüft werden kann.

Vor längerer Zeit wurde schon einmal die einzige Schwierigkeit angesprochen, die es mit Texten von dem fleißigsten Schollenmann der freiheitlichen ZZ je geben kann: wenn seine als Satiren ausgewiesenen Texte keine Satiren sind, was sind dann seine geschichtlichen Betrachtungen und gesellschaftspolitischen Analysen? Satiren von höchster Finesse? Nämlich dadurch, daß diese Beiträge nicht als Satiren ausgewiesen sind?

FPÖ-ZZ 47-2014 Banda - Bereicherer auf Kosten der MenschenUnd in der von einem NR, also von einem Abgeordneten des österreichischen Parlaments, geführten „Zur Zeit“ kann Erich Körner-Lakatos genannt werden, als einer der fleißigsten Schollenmänner dieses Magazins. Allein in der aktuellen Ausgabe 47 vom 21. bis 27. November 2014 ist er mit sechs namentlich gekennzeichneten Beiträgen vertreten. Ob das bereits alle Beiträge sind, kann nicht verifiziert werden, denn auch in der Ausgabe gibt es Beiträge, deren Verfasser oder Verfasserinnen mit einem Pseudonym genannt werden.

Es hätte für diese Nummer der „Zur Zeit“ im Grunde ausgereicht, lediglich über „Das Schicksal der Preußen“ zu berichten, wie bereits geschrieben wurde, in der u.v.a.m. Adolf Hitler vorgestellt wird als „Staatsoberhaupt, gleichzeitig Regierungschef (Präsidialsystem wie in den USA), zudem Vorsitzender der Einheitspartei NSDAP.“ Hinzu kommt noch die Reaktion von NR Gerhard Deimek, der nicht mit Fragen, ob er das skandalös fände, gemobbt werden möchte.

Es sollen doch auch die anderen Beiträge von diesem fleißigsten Schollenmann der ZZler, nicht alle, aus dieser Nummer herangezogen werden, denn sie machen, wenn auch nur wieder einmal, deutlich, wie es um die Gesinnung, um die Begehren, um die Verehrungen dieser identitären Gemein-Schaft bestellt ist. Alles Gründe, die die Wähler und Wählerinnen in diesem Land endlich dazu veranlassen sollten und müssen, dieser Partei ihr Traumergebnis in jedweder Wahl zu bescheren: 0,88 Prozent.

Aber es ist nicht nur der Massenverbrecher und Massenmorddiktator Adolf Hitler, der in dem von einem Abgeordneten des österreichischen Parlaments geführten Magazin mit einer für ihn geschichtsfreundlichen Darstellung rechnen darf, sondern auch Hastings Banda – „Premierminister, gläubiger Christ“ … Gewisse Diktatoren werden in der von einem NR geführten ZZ nicht Diktatoren genannt. Was diese beiden freundlich besprochenen Diktatoren verbindet? Während die sogenannten eigenen Völker von ihnen in Elend, Not und Tod gestürzt wurden, wurden sie selbst sehr reich dabei, sehr reich. Und derart reichgewordene Diktatoren von Ländern, in denen die Menschen aufgrund ihrer Regentschaften darben, werden in dem Quell-, Schreib- und Werbeorgan einer Partei, die vorgibt für das Wohl der Menschen, für das Wohl des sogenannten Volkes zu sein, mit recht freundlichen Worten obendrein beschenkt. Der geschichtliche Beitrag über „Malawi“ ist nicht als Satire ausgewiesen, und es kann doch nur eine Satire sein, vor allem wegen des letzten Satzes: „Während Banda im Alter von 100 Jahren stirbt, wird Palme schon mit 59 vom Qui-Qui geholt.“

Abgesehen davon, daß es nicht gesichert ist, wie alt Hastings Banda tatsächlich wurde, ist die Formulierung „wird Palme schon mit 59 vom Qui-Qui geholt“ eine, die in einer Satire durchaus stehen könnte, nicht aber in einem geschichtlichen Beitrag. Olof Palme wurde ermordet. Olof Palme war kein Diktator, Olof Palme war ein Demokrat. Mit Olof Palme kann weder Not und Elend des sogenannten eigenen Volkes in Verbindung gebracht werden, noch Mißbrauch seiner Position als schwedischer Ministerpräsident zur enorm hohen persönlichen Bereicherung zulasten des sogenannten eigenen Volkes. Dafür wird er in einem von einem Abgeordneten des österreichischen Parlaments geführten Magazin mit Häme beschoßen, weil: „Premier Banda ist daher, obwohl Schwarzer, ein rotes Tuch für alle Linken, an der Spitze Schwedens Ministerpräsident Olof Palme.“ Es war wohl Gottes Gerechtigkeit, Olof Palma schon mit 59 Jahren ermorden zu lasssen, weil für ihn Banda ein „rotes Tuch“ war, und Diktator Banda 90, 91 oder 100 Jahre alt werden zu lassen, der für vier Morde nicht mehr vor Gericht mußte.

FPÖ-ZZ 47-2014 Tatenlos durch die NachtWenn das über den Diktator Banda die Satire war, ist zu fragen, was ist dann die ausgewiesene Satire „Pech-Vögelin, Lunacek, Teil II“? Ein Gegenwartsbeitrag? In diesem ist u.a.m. zu lesen:

„Ulrike Lunacek […] als eine von knapp zwei Dutzend Witzepräsidentinnen des Europa-Parlaments […], die schon den Hausmärchen der Gebrüder Grimm als Randfigur vorkommt (Spieglein, Spieglein an der Wand, wer ist die Schönste im ganzen?), bei einer Kundgebung von einem minder charmanten Herrn mit Wasser plus Buttersäure besprüht worden ist.

So etwas kommt vor.

Andere besprühen Hauswände. Für die Grünen ist das mitnichten Sachbeschädigung, sondern Oberflächenveränderung, die unter das Grund künstlerischer Freiheit fällt. Doch im eigenen Fall forderte Anstandsdame L. die überaus strenge Bestrafung des Übeltäters. Der hochlöbliche Staatsanwalt legte die Causa ad acta.

Aber was ist, wenn ihr der Unzurechnungsfähige genau das sagt, was L. in Budapest mitgeteilt worden ist. Sie sei nämlich, so die sinngemäße Übersetzung aus dem magyarischen Idiom, eine an Krätze  leidende hirnamputierte Idiotin. Was freilich ein Widerspruch ist, weil man ohne Hirn ja nicht einmal geistesschwach sein kann.“

Eine Satire ist das tatsächlich, wieder einmal, nicht. Denn eine Satire macht die Beschriebenen kenntlich. Ulrike Lunacek wird in diesem Beitrag aber nicht satirisch kenntlich gemacht, sondern der Schreiber selbst, er malt von sich auf jede Hauswand dieses Landes sein Portrait, das besagt, eine Partei, die einen solchen Beiträger hat, auch deswegen, verdient das Traumergebnis in jedweder Wahl von 0,88 Prozent.

FPÖ-ZZ 47-2014 Langbartanalyse Erich Körner LakatosUnd dann gibt es noch eine nicht ausgewiesene Satire. Nämlich „Anbaggern durch Eva. Wird Adam zum Lustobjekt? – Betrachtungen über Feminismus und seine Auswirkungen auf die Beziehungen zwischen den Geschlechtern“. Diesen Beitrag, der von seinem Titel her wie eine Analyse gesellschaftlichr Gegebenheiten sich anhören sollte, könnte nicht einmal Erich Körner-Lakatos selbst als Satire bezeichnen. Allerdings ist es bei dem Beitrag leicht, diesen einer Kategorie zuzuordnen: „Langbartwitze – irgendwann und irgendwo gehört und nachgeschrieben“. Der Kern seiner profunden Denke über dieses Thema ist schnell erzählt. Es ist von einem derart hohen Niveau, daß dafür zuerst auch ein angemessener Platz gefunden werden muß. Und kein Ort ist dafür geeigneter und angemessener als eine Hochgebirgsalmhütte zur mitternächtlichen Faschingszeit:

„Da erzählt mir ein Schulfreund folgende Begebenheit: ‚Unlängst schlendere ich gedankenversunken durch die Innenstadt. Da kommen mir zwei junge Damen entgegen. Knapp nach dem Vorübergehen höre ich die eine zur anderen flüstern: Der Typ schaut unglaublich gut aus. Natürlich fühle ich mich angesprochen, drehe mich um, verbeuge mich knapp. Weißt Du, was ich da zur Antwort gekriegt hab? Aber geh‘, Vaterl, ich hab doch nicht Dich gemeint!

Ich sitze nichtsahnend bei Zeitung, Kaffee und Butterstriezel, als sich von einem der Plätze an der Fensterfront des Kaffeehauses eine Dame erhebt und lächelnd auf mich zusteuert. Madame ist durchaus attraktiv, sogar recht bakschierlich. Bevor ich mich erheben kann, flötet sie mir ins Ohr: Sie sehen meinem dritten Mann unglaublich ähnlich. Leicht verwirrt höre ich mich fragen: Bitte höflichst die Indiskretion verzeihen zu wollen, aber wie oft waren Gnädigste schon vermählt? Dann vernehme ich die schmachtende Antwort: Zweimal.

Auch damit rechtfertigt Erich Körner-Lakatos ein weiteres Mal eindringlich, weshalb ein Buch von ihm nur in diesem Magazin eines NR der identitären Gemein-Schaft empfohlen werden kann, wie in der Nummer 45 vom 7. November 2014 veröffentlicht: „Ob der verbotene Hitlergruß im Alltag sich überhaupt vermeiden ließe?“

FPÖ-ZZ 47-2014 Nagel Bereicherer BandaZum Schluß soll noch einmal zum in der ZZ freundlichen besprochenen Diktator Banda zurückgekehrt werden, als eine Empfehlung für Wählerinnen und Wähler in Österreich, sich einmal beispielsweise in Malawi umzusehen, in dem Hasting Banda jahrzehntelang regierte und sich persönlich bereicherte, sich vorzustellen, wie Wien heute nach einem jahrzehntelangen diktatorischen Regieren beispielsweise durch einen Bande aussähe, um zu verstehen, was von solchen Vorwürfen tatsächlich zu halten ist, die ebenfalls in der Nummer 47 von Georg Immanuel Nagel unter „Zweifelhaftes Jubiläum. 20 Jahre Wiener Bürgermeister Michael Häupl“ abgedruckt sind:

„Häupl Vision von Wien liegt irgendwo zwischen Chicago, Istanbul und einem afrikanischen Slum.“

„Zerstörungswerk [muß] aufgehalten werden,“ schreibt Georg Immanuel Nagel weiter, „bevor es zu spät ist.“ Damit hat Georg Immanuel Nagel vollkommen recht, das Zerstörungwerk muß aufgehalten werden, ehe es begonnen hat. Und dafür braucht es so wenig. Bloß ein Traumergebnis von 0,88 Prozent für die identitäre Gemein-Schaft in jedweder zukünftigen Wahl, sollen diese auch Wahlen für eine gedeihliche Zukunft für alle Menschen und nicht nur für einen kleinen Kreis sein.

FPÖ-ZZ 47 Martin Pfeiffer Protest jetztPS Leichter ist die Beurteilung der Beiträge von Martin Pfeiffer. Er schreibt nie Satiren. Diesmal, also in der Nummer 47, schreibt er „streunende Afrikaner und Asiaten“ unter dem Aufruf „Protest jetzt!“ Abgewandelt könnte dieser sein Aufruf durchaus verwendet werden: „Aufklärung jetzt!“ Breiteste Aufklärung, auch und endlich durch die Massenmedien in Österreich, zum Beispiel darüber, mit welch einem verklärenden Blick Bereicherer auf Kosten der Menschen von dieser identären Gemein-Schaft gesehen werden. Diese Gemein-Schaft hat sich in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft nur eines wahrlich verdient: das Wahltraumergebnis von achtundachtzig Stimmen.

 

 

Code Südtirol – FPÖ schreibt für Zur Zeit, Zur Zeit schreibt für FPÖ

Wie das genau abläuft, wer kann das schon sagen, bei derart rechter Übereinstimmung, bei einem derartigen Gleichdenken …

fPÖ-ZZ 47-2014 Code Südtirol - Freiheitlicher ParlamentsklubEin anschauliches und also prototypisches Beispiel dafür wird in dieser Woche abgeliefert. Die Presseaussendung „FPÖ: Strache, Hofer, Neubauer: Danke, Eva Klotz, für 31 Jahre Einsatz für Südtirol!“ des freiheitlichen Parlamentsklubs vom 17. November 2014 findet sich am 21. November 2014 als Artikel „Kämpferin für die Freiheit“ in der „Zur Zeit“ wieder, verfaßt von „RED.“. Wie die Collage zum Vergleich zeigt, ist der Artikel in der ZZ länger geworden, aber große Teile der Presseaussendung eingearbeitet, jedoch nicht als Zitate …

Nun, wie das genau abläuft, wer kann das schon sagen, ob die „Redaktion“ der „Zur Zeit“ für die FPÖ die Presseaussendung schreibt, der freiheitliche Parlamentsklub für die … „Ein verfilztes Netzwerk“, wie Udo Ulfkotte kürzlich im Gespräch in „Fabriken der Desinformation“ recht treffend

Und, was soll zum Inhalt gesagt werden, noch gesagt werden? Südtirol. Ein Code. Attentäter, Terroristen (und wie sie nahezu liebevoll auch genannt wurden: „Bumser“) werden von He.-Chr. Strache aufwärts ein weiteres Mal und wieder gewürdigt, gelobt für ihren „Freiheitskampf“. Diesmal recht Georg Klotz. Es mag nichts zu Georg Klotz ausgeführt werden. Es ist ohnehin leicht und schnell herauszufinden, wer Georg Klotz war, den die Spitze der FPÖ diesmal … Nur eines. In dieser freiheitlichen Presseaussendung-und-Artikel-Würdigung wird Georg Klotz als „Jörg“ angesprochen. Echo des Titels von Karl Springenschmid: „Der Jörg. Aus dem Leben des Südtirolers Freiheitskämpfers“ … Karl Springenschmid – gesinnunggemäß kann FPÖ und ihre ZZ kein anderes Echo …

Weshalb immer Südtirol? Weshalb dieser freiheitliche Fetisch Südtirol. Ein Code. Wofür? Eine beunruhigende Antwort wurde in der „Zur Zeit“ im September 2014 in Form einer Frage gegeben:

„Ein neuer Eurofaschismus mit Südtirol als symbolischem Startpunkt. Wäre das nichts?“

FP-ZZ 47--2014 Inserat freiheitlicher ParlamentsklubPS Ob dem Hohenrain-Verlag das Geld knapp wurde? Denn. Diesmal kein ganzseitiges Inserat in der Ausgabe 47 vom 21. November 2014. Das wäre allzu verständlich, der Verlag erhält ja auch keine aus Steuergeld gespeiste Parteienförderung … Der freiheitliche Parlamentsklub kann wieder ein ganzseitiges Inserat schalten …

PPS Wer nicht im Internet suchen will, kann sich über den Code Südtirol auch hier schon ein wenig informieren. Es wird nicht verwundern, wie könnte das auch bei der FPÖ verwundern, daß es zwischen dem zurzeitigen III. Präsidenten NR Norbert Hofer und dem seinerzeitigen III. Präsidenten NR Martin Graf nicht nur in bezug auf den Code Südtirol …

Gehört Südtirol zu Italien oder zu Deutschland?

„Wiederbeleben des Faschismus“

Die ZZ des identitären NR Wendelin Mölzer

„Vorbild für Österreich – Alles, was einmal deutsch und echt war“

Gesinnungsleben für die „Braunen“ von Südtirol“

Dr. Martin Graf fährt nach Südtirol, um einem verurteilten Attentäter zu gedenken

Norbert Hofer

Karl Springenschmid – Bücherverbrenner