Zum Parlamentarischen Blindheitstag, 29. Oktober 2013 und 28. Oktober 2008: Erste Nationalratspräsidentin warnt vor Unbelehrbaren, also …

Im Angesicht des Gegenwärtigen sind Erinnerungsreden so wahr, wie eben Festreden je wahr sind …

Im Angesicht des Gegenwärtigen ist das Schweigen von der Vergangenheit die einzige wahre Gedenkrede …

Im Angesicht des Gegenwärtigen ist das Handeln im Gegenwärtigen das einzig wahre Gedenken, beispielsweise auch an den Novemberpogrom in Österreich in 1938 …

Erste Nationalratspräsidentin warnt vor UnbelehrbarenIm Angesicht des Gegenwärtigen zu appellieren, wie es Barbara Prammer zum Anlaß einer der zu Gewissensberuhigungsübungen verkommenen Gedenkveranstaltungen aktuell tat, „jedes Wort auf die Goldwaage zu legen“, zeugt von einem völligen willentlichen Unkenntnisvorgeben des Gegenwärtigen … Die Goldwaage ist längst unter der Last all der unentwegt auf sie geschmissenen Wörter zusammengebrochen und also seit langem schon unbrauchbar geworden für das, was tatsächlich zu wägen ist: das Handeln, die Wahlstimme … Daß die Goldwaage längst irreparabel geworden ist, ist bloß aber nicht nur Barbara Prammer noch nicht aufgefallen – wie denn auch? Ihre Wahstimme hat sie nicht auf die Waage gelegt, ehe sie schon im März 2013 verkündete, Norbert Hofer bekomme ihre Stimme … Daß die Goldwaage … ist bloß aber nicht nur Barbara Prammer noch nicht aufgefallen – wie denn auch? Ihr Handeln hat sie beispielsweise am 28. Oktober 2013 nicht auf die Waage gelegt. Denn hätte sie es getan, wäre sie an diesem Tag ebenfalls auf dem Viktor-Adler-Platz gestanden, um gegen die rechte Gewalt, gegen den Überfall auf Menschen in Wien am 27. Oktober 2013 ihre Stimme zu erheben … aber in einer Demokratie hat ein jeder Mensch nur eine Stimme, und ihre Stimme mußte Barbara Prammer sich für den 29. Oktober 2013 aufsparen, ward ihre Stimme doch Norbert Hofer schon seit Monaten versprochen …

Einst, wenn es einen Bedarf an weiteren respektive neuen Gewissensberuhigungsübungen geben sollte, wird in Österreich sich der 29. Oktober 2013 dafür anbieten, unter dem Gedenkveranstaltungstitel „Parlamentarischer Blindheitstag“ … Der Parlamentarische Blindheitstag wäre auch ein dankbarer Gedenktag: könnte dieser doch gleich an zwei Tagen begangen werden: für den 29. Oktober 2013 und für den 28. Oktober 2008 … Aber bis dahin ist das Land mit den gegenwärtigen Gewissensberuhigungsübungen ja noch gut versorgt … Was mit einer kaputten Waage auch nicht mehr zu wiegen ist, ist der Inhalt … Barbara Prammer spricht mit dem Hinweis auf das Bauernhaus im Oberösterreichischen von den „Unbelehrbaren“ und, es müsse aufgepasst werden, daß es nicht noch mehr werden … Im Parlament im Wienerischen ist das Aufpassen eine leichte weil überschaubare Aufgabe. Denn, nur mehr 20 Prozent von 183 Wählerinnen und Wählern sind noch keine „Unbelehrbaren“, bereits achtzig Prozent hielten diesmal unbelehrbar daran fest, ein Hauptgesinnungsschreiber dieser Gemein-Schaft ist ein Wählbarer für eines der höchsten Staatsämter … Gegenüber vor fünf Jahren eine Steigerung um etwas knapp über zehn Prozent … Wie wird die Steigerung in fünf Jahren aussehen? Wird es dann im Parlament neunzig und mehr Prozent „Unbelehrbare“ …?

Mit dem Schmeißen der Wörter auf die kaputte Waage jedenfalls wird das „Aufpassen“ nicht funktionieren …

5 Gedanken zu „Zum Parlamentarischen Blindheitstag, 29. Oktober 2013 und 28. Oktober 2008: Erste Nationalratspräsidentin warnt vor Unbelehrbaren, also …

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