Stefan George wäre über Robert Misik wohl mehr als erstaunt

„Politisiert Euch!“ … Eine Überschrift, die dazu verleitet, den Artikel zu lesen, auch dann, wenn er von Robert Misik ist. Bereits aber beim zweiten Satz, beim Lesen des Namens Stefan George kann es nur eine Reaktion geben, mit dem Weiterlesen aufzuhören, Robert Misik zu empfehlen, mindestens einhundertmal sich selber vorzusagen, wegen der Merkbarkeit noch besser, gleich tausendmal für sich aufzuschreiben: „Ich muß mich informieren.“ Vielleicht ist sein gesamter Artikel bloß ein versteckter Hilferuf, aber um ihm helfen zu können, hätte er wenigstens die richtige Schlagzeile schreiben müssen: „Informiert mich“.

Stefan George als Typus für einen „vollends unpolitischen Autor“ … Es ist Gabenzeit, vielleicht findet sich ein Mensch aus seinem Kreis, der Robert Misik beispielsweise schenkt: „Stefan George und die Nachwelt. Dokumente zur Wirkungsgeschichte, Band 2, herausgegeben von Ralph-Rainer Wuthenow, Klett-Cotta.“

Ein Zitat aus diesem Buch zeigt bereits wie Robert Misik „vollends“ …

„[B]ei einem Manne, der allein nicht auch politische Verse geschrieben hat, sondern, zielgerichtet, auch „Zeitgedichte“, der dazu nach seinem Verstummen als Lyriker dezidiert in seinen überlieferten Gesprächen politisch-pädagogisch zu wirken bemüht war …“

Robert Misik - Ein InformationsdilemmaHätte er, Robert Misik, die große weite Welt außen vorgelassen, nicht Schriftsteller aus Deutschland, Frankreich genannt – na ja, viel größer ist die Welt ihm ohnehin nicht -, sondern das „Dilemma“ in dem wienerischen Grätzel, wo er aufgewachsen ist, erkundet, wäre es erspart geblieben, hierzu sich äußern zu müssen. Für sein Grätzel wird es wohl stimmen, was er erkundet hat, in der Welt draußen, sieht es freilich anders aus, werden etwa allein nur die führenden politischen Rollen von zumeist männlichen Schriftstellern bedacht, gerade in gesellschaftlichen Umbrüchen.

Dabei ist sogar fraglich, ob er sich in Wien so richtig auskennt.

Es hat aber auch sein Gutes, daß Robert Misik diesen Artikel geschrieben hat. Denn es kann gleich die Gelegenheit genutzt werden, eine Information nachzureichen, die vor Monaten direkt von der Polizei übermittelt wurde, um genau zu sein, am 26. Juni 2014 per E-Mail erhalten wurde. Hiermit kann auch gleich ein Übungsvorschlag an Robert Misik verbunden werden, Informationen einzuholen, nämlich darüber, ob es wegen des unten angesprochenen Folders noch Ermittlungen gab oder nicht.

Presseaussendung 15-6-2014Robert Misik war so freundlich einen Ratschlag als wissender Journalist und beeindruckender Denker, wie in der Collage gelesen werden kann, zu zwitschern. Wie aus der Antwort der Polizei hervorgeht, ebenfalls in der Collage zu lesen, werden „Nachtragsaussendungen“ an „verschiedene Redaktionen und Journalisten“ versandt. Womit klar ist, daß der Ratschlag … Wesentlich an der Sache aber ist einzig, ob es noch Ermittlungen gab, vor allem, wenn ja, mit welchen Ergebnissen:

Polizeibegleitschutzmarsch für die Austragung eines Folders mit „nationalsozialistischem Inhalt“

Ein Gedanke zu „Stefan George wäre über Robert Misik wohl mehr als erstaunt

  1. Pingback: Pipboy Misik und die Arbeitsprogrammscherze im österreichischen Kulturraum | Prono ever

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