Die Unterstützung der nicht sozialen Netzwerke für Hofer-FPÖ

Unterstützung von nicht sozialen Netzwerken für Hofer-FPÖ

Es könnte, wenn so eine Frage je noch gestellt werden will und kann, bei der Frage nach dem typischen Österreichischen die Antwort gegeben werden: Das Typische für das Österreichische ist: Alles zu vernebeln, stets ist es irgendwer, namenlos, ja nie konkret sein und werden, immer alles umdrehen, vom Opfer verlangen, Stellung zu beziehen, Verantwortung zu übernehmen, aber nicht von Tätern und Täterinnen.

Und es kann für solch eine Antwort als aktuelles Beispiel gebracht werden: die „wilden Gerüchte“ um Alexander van der Bellen:

Eine Tageszeitung schreibt am 3. Juli 2016 am späten Nachmittag, wie in der Collage gelesen werden kann:

„In sozialen Netzwerken tobt der Kampf bereits: Es werden wilde Gerüchte über den Gesundheitszustand Van der Bellens verbreitet. In einem „Kurier“ Interview dementiert der ehemalige Grünen- Chef:“

„Die Meldung wurde auf Facebook mehrere Hunderte Mal geteilt und erfreut sich besonders in rechtsextremen Netzwerken großer Beliebtheit. Wer der Urheber des offenbar gefälschten Dokuments ist, ist unklar.“

Wo die Verbreitung ihren Ausgang nahm, ist klar, aber zur Unterstützung der Hofer-FPÖ reichen sich gutter press und quality press die Hände, wie bereits geschrieben wurde: Es ist die FPÖ unzensuriert, und nicht das Facebook …

Die Verbreitung nahm am 27. Juni 2017 ihren Ausgang von Politically Incorrekt und FPÖ unzensuriert, also vor einer Woche, und heute, am 4. Juli 2016 um 5.30 Uhr ist es auf FPÖ unzensuriert zur Verbreitung immer noch veröffentlicht.

Aber es wird Alexander van der Bellen befragt, wie es um seinen Gesundheitszustand bestellt sei. Es wird nicht FPÖ unzensuriert befragt. Es wird nicht von FPÖ unzensuriert eingefordert eine Klarstellung, daß sei eine haltlose Diffamierung. Es wird nicht von FPÖ unzensuriert verlangt, Beweise vorzulegen.

Es wird nicht Norbert Hofer befragt, wie er zu solchen Verbreitungen auf der Website seiner Partei stehe. Es wird nicht von Norbert Hofer gefordert, er möge dringlich darauf einwirken, daß solche Infamien augenblicklich gelöscht werden, daß derart schamlose und übelste Kommentare auf der Website seiner Partei gelöscht werden. Dabei müßte er im österreichischen Parlament wohl nur über den Gang gehen, um Verantwortliche der FPÖ unzensuriert darauf aufmerksam zu machen …

Vielleicht, es soll auch einem Norbert Hofer etwas Gutes unterstellt werden, hat er sogar getan, aber sein Wort zählt nicht einmal etwas in seiner Partei, deren erster Gesinnungshersteller er ist: Bei Diffamierungen wird Norbert Hofer auch nicht tätig …

Wenn, für eine Sekunde es angenommen werden will, das hoferische Wort zähle nichts in seiner Partei, was kann dann sein Wort außerhalb seiner Partei zählen, ob als kleiner Präsident oder gar – Wähler und Wählerinnen behüte! – als großer Präsident? Es wäre wohl eine klassische Fehlinvestition, auf einen solchen Kandidaten zu setzen.

In der Umsonst ist am 4. Juli 2016 zu lesen:

„Gerüchte wurden über England aus Deutschland importiert“ – Damit sind strafrechtliche Ermittlungen für die heimische Justiz und Polizei schwierig.“

Ach, wie gut, daß es ein Ausland gibt, so muß im Inland nicht und so kann im Inland, vielleicht auch etwas Typisches für das Österreichische, geklagt werden, dieses Ausland … Und das wird vor allem dem derzeitigen Justizminister freuen: so kann er weiter Facebook strenge Augen machen …

PS Es kann auch sein, daß die sogenannten klassischen Medien es nicht um der Unterstützung der Hofer-FPÖ willen tun, sondern einfach, um zu zeigen, um wie viel besser sie seien als die „sozialen Netzwerke“, unter deren Konkurrenz sie massiv zu leiden haben. Aber auf diese Art, wie das aktuelle Beispiel zeigt, werden sie keinen Boden zurückgewinnen, im Gegenteil, auf diese Art werden sie sich selbst den Boden unter ihren Füßen weiter …

PPS Es kann auch sein, die sogenannten klassischem Medien ganz erfüllt von einem vorauseilenden Gehorsam. Es ist menschgemäß leichter, alle Menschen, die sich sozialer Netzwerke bedienen, alle Menschen, die beispielsweise die Plattform des Konzerns Facebook nutzen, generell zu verdächtigen, als konkret zu benennen,  … und vor allem ist es auch ganz und gar gefahrlos, denn es kann ja nicht gewußt werden, wer der nächste Bundespräsident, der nächste Bundeskanzler, und wenn niemand aus dieser Partei aufsteigt, die Partei keine Regierungspartei wird, wer möchte einer identitären Parlamentspartei schon als ungehörig erscheinen …

PPS Es könnte auch, um dem Ganzen eine positive Wendung zu geben, gesagt werden. Was für ein Fortschritt es in Österreich doch gab und gibt. Wie lange hieß es einfach, für Jahrzehnte: es wurde ja nichts gewußt … Aber jetzt kann gesagt werden, ganz konkret: Es wird gewußt: es ist das Internet.

5 Gedanken zu „Die Unterstützung der nicht sozialen Netzwerke für Hofer-FPÖ

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