Leopold-Kunschak-Preise sind nicht umzubenennen

In einem Roman, auch wenn dieser nur von der Wirklichkeit erzählt, können dennoch Ideen vorkommen, um auf die Wirklichkeit einwirken zu wollen. Eine solche Idee war es wohl, den Leopold-Kunschak-Preis umzubenennen, beispielsweise in Manush-Preis.

Das war vor langer Zeit. Das ist Jahre her. Als der Roman noch kein Versprechen gab, zu einem mit Tausenden von Seiten je werden zu wollen.

Nun, Jahre später, viele Jahre später, zu spät, wird aus einer in diesem Roman erzählten Idee Wirklichkeit, geht es vor allem nach dem Nationalratspräsidenten

Wolfgang Sobotka, der für die christschwarz-identitäre Regierung in Österreich Leopold Kunschak auf dem Margarinealtar des Scheins opfern möchte

Wer dieses Kapitel liest, wird sofort wissen, weshalb es viele Jahre zu spät ist, daß ein Nationalratspräsident auf die Idee kommt, den Leopold-Kunschak-Preis umbenennen zu wollen. Es ist von ihm bloß eine Idee in seinem ungeschriebenen Roman, ohne Wirkung auf die Wirklichkeit.

Der Roman aber, in dem so oft vom Umbenennen des Leopold-Kunschak-Preises erzählt wurde, wird davon nicht mehr erzählen. Denn. Es hatte keine Wirkung, es wirkte nicht zurück auf die Wirklichkeit. Ganz im Gegenteil. Es lieferte höchstens der Partei, die mit einer identitären Partei in einer Regierung die Stühle teilt, eine Möglichkeit, so zu tun, als ob … Die Umbenennung des Leopold-Kunschak-Preises heißt in diesem zurzeitigen Österreich nur, die Wirklichkeit als eine zu verkaufen, die sie nicht ist, vor allem ist sie nicht: korrekt, harmlos, aber von Harm zerfressen, den andere zu erleiden …

Die Wirklichkeit zur Zeit ist aber nicht so, die von dem Präsidenten des österreichischen Parlaments in Aussicht gestellte Umbenennung des Leopold-Kunschak-Preises gar freudig begrüßen zu können. Möge er allein mit der Umbenennung das Plakat „Zur schönen Aussicht“ malen und es vor die harte und brutale Wirklichkeit hängen wollen … Nebenher. Es wird Horváth nur in Österreich der Titel „Zur schönen Aussicht“ für sein Stück eingefallen sein können, in dem Menschen mit zweifelhaften Vergangenheiten in einem heruntergekommenen Hotel, dem er den Stücknamen gibt – wie passend wäre es gewesen hätte er sein Stück „Zur schönen Aussicht“ in einer windigen Pension Österreich

Leopold Kunschak Preis

Möge er, Sobotka, allein mit der Umbenennung des Leopold-Kunschak-Preises das Plakat „Zur schönen Aussicht“ malen und es vor die harte und brutale Wirklichkeit hängen wollen … es kann auf sein Plakat immer noch ein weiteres Plakat geklebt werden, eines mit einer Namenserweiterung des Leopold-Kunschak-Preises, womit der Roman das bleibt, was dieser stets war, einer der von der Wirklichkeit erzählt, gerade klug genug, um zu wissen, aus einem Roman ersteht je keine Wirklichkeit, wenn die Wirklichkeit nicht bereit ist, eine andere Wirklichkeit zuzulassen …

So also könnte in die Urkunde für die Leopold-Kunschak-Preise geschrieben werden:

Leopold-Kunschak-Preis

In dankbarer Erinnerung und  zum ewigen Gedenken
an den großen lehrreichen Kartoffel-und-Kraut-Menschenversorger Leopold Kunschak, an den österreichischen Streicher, kurz, an den Radau-Antisemiten beehren sich seine Wiedergänger in Kristo die Preise in seinem Namen zu vergeben.

Ein Gedanke zu „Leopold-Kunschak-Preise sind nicht umzubenennen

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