Österreich im 21. Jahrhundert mit 1960er Bundesregierung

Nun haben die drei Parteien der Farben Rot, Schwarz und Blau mit einem Bundespräsidenten das geschafft, was vor der Nationalratswahl im Herbst 17 zwar versucht, aber vergeblich versucht wurde, ein parteipolitisch auf drei Parteien reduziertes Österreich herbeizuschreiben, also das letzte Jahrhundert mit seiner parteipolitischen Dreifaltigkeit in Österreich wieder auf den Thron zu setzen, das 21. Jahrhundert aus dem österreichischen Kalender zu streichen.

Es ist nicht ganz gelungen. Um genau zu sein. Die Wählenden haben verweigert, ein auf drei Parteien reduziertes Parlament haben zu wollen.

Gelungen aber ist, nun eine Bundesregierung zu etablieren, die kein Abbild der gesellschaftspolitischen Gegebenheiten des 21. Jahrhunderts ist, die nicht einmal ein Abbild der derzeitigen parlamentarischen Zusammensetzung in Österreich ist.

Gelungen ist das aber nur, mit einem Bundespräsidenten, von dem gedacht wurde, er wird einer des 21. Jahrhunderts sein, aber der, wie sich nun täglich mehr und mehr herausstellt, einer ist, der zu meinen scheint, um ein Beispieljahrzehnt aus dem letzten Jahrhundert zu nehmen, in den 1960er oder in den frühen 1970er Jahren zum Bundespräsidenten gewählt worden zu sein, in denen es in Österreich patriotische Selbstverständlichkeit war, vor allem Männer mit solchen Vergangenheiten anzugeloben. Einer geht. Einer kommt. Was bleibt, ist die Selbstverständlichkeit des derzeitigen Bundespräsidenten, Männer mit solchen gegenwärtigen Vergangenheiten heiter und lustig anzugeloben. Eine Selbstverständlichkeit, von der beinahe geglaubt werden durfte, daß diese in Österreich keine Selbstverständlichkeit mehr ist. Die Wiedereinsetzung dieser österreichischen Selbstverständlichkeit hätten wohl viele von dem anderen Kandidaten für das Amt der Bundespräsidentin erwartet – werch ein Illtum.

PS Nun wird auch verstanden, daß der Bundespräsident keine andere Variante einer Koalition in Österreich sah, als jene die Österreich nach Ibiza führte. Er blickte sich in seinen 1960ern um, ließ sich erzählen, die schwarze und die rote Partei können nicht mehr miteinander, dann bleibt nur noch die blaue Partei mit der – oh, große Veränderung – nun türkisgetupften schwarzen Partei … und, es wird ja einfach gewollt, in diesem Land, entweder eine Partei oder höchstens zwei Parteien in der Regierung … alles andere, schon drei Parteien in der Regierung viel zu komplex, das führte bloß zu einer Besoffenheit durch Kompliziertheit, dafür ist eine kurze Ibizanacht der machtschlichten üblichen Besoffenheit doch …

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