Das Rot ist nicht schwarz geworden, dafür das Schwarz türkis, und das Türkis schwarz vor schamesrot.

Vielleicht hat Johanna Mikl-Leitner nur mal auch moderne Kommunikationstechnik ausprobieren wollen, und dafür hat sie sich wohl an einen über zwanzig Jahre alten Witz erinnert.

Haider zum Schüssel: “Bin neugrig wie lang des linke Gsindl no demonstriert!” Schüssel: “Bis SCHWARZ wern!”

Von ihr: schlecht erinnert, schlecht wiedergegeben.

„Rote bleiben Gsindl.“

Die Wirklichkeit ist die nicht abgeschmeckte Speise besonders von politischen Witzen mit Würze.

Das Rot ist nicht schwarz geworden, dafür das Schwarz türkis, und das Türkis schwarz vor schamesrot.

Kein Witz ist, was Andreas Khol, der einmal das war, was Wolfgang Sobotka jetzt einmal ist, sagte:

„Rote Gfrieser, die er nicht mehr im ORF sehen will.“

Die von Mikl-Leitner gemachte Feststellung, Rote würden Gsindl bleiben, ist ja mehr Resignation als Beleidigung, das von Khol Ausgestoßene hingegen ein Aufruf, eine Forderung zum gsindlfreien, zum gfrieserfreien … Vertreibung gibt es nicht ohne Gewalt; und mittlerweile hat der Präsident sich auch entsprechend radikalisiert, und daran ist, wird ihm und seiner Partei die Schuldfrage gestellt, das Gsindl, sind die Gfrieser selber schuld, wenn sie nicht den Mund halten können, rufen sie selbst danach, ihnen eine aufzulegen.

Es tagt bald wieder ein Ausschuss.

Günstigste Zeit also für Witze, neue, endlich neue Witze. Nahrung für diese, nur eine von den vielen, vielen Beilagen, auch gemeinsame Werbebriefe an Zivildienstleistende mit schönen Fotos, wie diese sonst von Inseraten etwa für Wahlkämpfe gekannt werden, von Johanna Mikl-Leitner und Sebastian Kurz …