Per i funerali del papa

Im Angesicht des Todes ist alles lächerlich, und im Angesicht des Lebens ist alles kenntlich, wie an diesem Samstag wieder, an dem ein Mann begraben wird,

für dessen Begräbnis eine Kleidungsvorschrift befehligt, eine Regel der vielen Regeln als ewig begehrliche Auferstehung der Patriarchenherdenordnung,

nach der Frauen sich zu verhüllen haben;

denn dies ist der Wille des Herrn, ihm darein wahrlich folgend

heiß verkündet von seinen Jüngern in knöchellangen leiturgischen Kleidern aus reiner Seide mit Spitzen und Rüschen —

Walter Rosenkranz findet „Umvolkung anders konnotiert“, verrät sie aber nicht

„Ich habe diese Zeit tatsächlich auch genützt und dieses Wort angeschaut im Duden und so weiter. Es ist natürlich teilweise auch so konnotiert, wie Sie es gesagt haben – auch anders und daher teile ich Ihre Auffassung nicht.“

Sagt am 24. April 2025 Walter Rosenkranz im österreichischen Parlament. Vor seinem „Anschauen“ des Wortes „Umvolkung“ ersuchte Walter Rosenkranz im österreichischen Parlament am 24. April seines Jahres ’25 um Zeit, sich das „inkriminierte“ Wort anschauen zu können, ob es denn stimme, was gegen den von Herrn Wurm an diesem Tag verwendeten Begriff „Umvolkung“ — Walter Rosenkranz habe dann „diese Zeit tatsächlich auch genützt und dieses Wort angeschaut im Duden und so weiter.“ Und am Ende der genützten Zeit kommt Walter Rosenkranz zur Lösung: „Es ist natürlich teilweise auch so konnotiert, wie Sie es gesagt haben – auch anders und daher teile ich Ihre Auffassung nicht.“

Wie „anders“ der Begriff „Umvolkung“ auch konnotiert ist, wo Walter Rosenkranz diese anderen Konnotationen gefunden haben könnte, darauf wird gleich zu sprechen gekommen werden. Davor aber muß Walter Rosenkranz kurz gewürdigt werden, gewürdigt werden, dafür, Unwissenheit einzugestehen, auf die freundlichste Art sich unwissend zu stellen, als wäre „Umvolkung“ zum ersten Mal am 24. April 2025 in Österreich gesagt worden, sich unwissend zu stellen, über die in den madigen zwölf Jahren verwendeten Wörter, zu denen eben auch „Umvolkung“ gehört.

Vor fünfzehn Jahren in der mölzerischen Zeit etwa: „Freiheitliche Politiker warnen vor der Umvolkung“, in der auch ein gesinnungsgemäßer Vorgänger im Amt eines Nationalratspräsidenten schrieb.

Andreas Mölzer, der „Umvolkung“ wieder heimbrachte, vor rund fünfunddreißig Jahren, nach Österreich.

Madige zwölf Jahre ist es her, daß Hilmar Kabas und Andreas Mölzer als Spaziergänger im Gespräch über „Umvolkung“ gefilmt wurden für einen freiheitlichen Jubelfilm „20 Jahre“ …

Walter Rosenkranz, der selbst auch ein eifriger Spaziergänger ist, hat von all dem nichts mitbekommen, keine Zeitungen gelesen, sonst hätte er sich heute, am 24. April 2025, nicht derart unwissend präsentieren müssen, der erst nachsehen muß, was denn „Umvolkung“, ja, ob es denn das Wort überhaupt gäbe … Er hätte nicht nachsehen müssen, er hätte auch mit Parteigesinnungskameraden telefonieren können, die hätten ihm die Bedeutung von „Umvolkung“ erklären können, nicht nur Mölzer, nicht nur Kabas, auch beispielsweise Laher,

Gudenus,

Fürst,

Schnell

oder, einfach wie kurz gesagt, irgendeinen „freiheitlichen Politiker“, die nach Helge Morgengrauen ja alle vor der „Umvolkung“ …

Peter Wurm verwendet also am 24. April seines Jahres ’25 im österreichischen Parlament „Umvolkung“, er hat es dann — „wenn Sie es wollen“, sagt er zu den Abgeordneten im österreichen Parlament — zurückgenommen, und er will aber betonen, daß — Die gesinnungsgemäßen Entwicklungen dürfte Peter Wurm verschlafen haben, es wird gesinnungsgemäß nicht mehr „Umvolkung“ verwendet. Vielleicht aber wollte Peter Wurm nur kein Fremdwort verwenden, den stockerischen Gesinnungswunsch erfüllen, „daß Deutschland jeden Tag wieder etwas deutscher wird – und Österreich genauso.“

„Anders konnotiert“ sei „Umvolkung“ auch, sagt Walter Rosenkranz, er sagt aber nicht, wie anders und woher er dieses „anders konnotiert“ habe. Vielleicht „Ethnomorphose“, von der etwa auch Andreas Mölzer spricht, um nicht mehr von …

„Anders konnotiert“ für Walter Rosenkranz, vielleicht „Großer Austausch“, wie es jene recht gesinnungsgemäß verwenden, zu denen Walter Rosenkranz schon einmal sprach

Zu wem sonst auch sollte Walter Rosenkranz freundlichst sprechen, als „Mitglied“ einer Partei, die eine „identitäre, patriotische“ —

Rosenkranz ist Mitglied der Freiheitlichen Partei Österreichs (FPÖ), die im vergangenen September die Parlamentswahlen gewonnen hat. Bei den Gesprächen erörterten Orbán und Rosenkranz bilaterale Angelegenheiten sowie die Auswirkungen des geplanten Beitritts der Ukraine zur Europäischen Union auf Österreich und Ungarn, einschließlich der damit verbundenen Risiken für die Sicherheit, die Wirtschaft und die Landwirtschaft. Continue reading at https://dailynewshungary.com/de/premierminister-orban-trifft-sich-mit-dem-prasidenten-des-osterreichischen-nationalrats-rosenkranz/ | DailyNewsHungary, April 22, 2025

„Anders konnotiert“ für Walter Rosenkranz, vielleicht „Replacement“

„Umvolkung“ hat, seit es Andreas Mölzer vor rund 35 Jahren heimbrachte, viele begriffliche Wandlungen erfahren, ohne aber dabei je die Gesinnung aufzugeben, die das Wesen dieses Begriffes ist.

„Anders konnotiert“ sei „Umvolkung“ auch, weiß Walter Rosenkranz, nun nicht mehr unwissend, weil er ja die Zeit genützt hat, nachzuschauen, aber wie „anders konnotiert“ läßt er nicht wissen, er verrät sich nicht …

„Anders konnotiert“ — Walter Rosenkranz hätte auf „Bevölkerungsaustausch“ verweisen können, ein Begriff als Titel eines Buches von einem ehrenwerten Oberst des österreichisches Bundesheeres, verlegt von einem ehrenwerten Verlag …

„Anders konnotiert“ – „Ethnomorphose“, „Großer Austausch“, Great replacement“, Bevölkerungsaustausch“ … So ist „Umvolkung anders konnotiert“, vollständig wäre die Aufzählung natürlich nur, könnte auch die rosenkranzische Konnotierung angeführt werden, aber Walter Rosenkranz verrät sie nicht

Heiner Boberski „sollte eine Herde führen können“

Das „Anforderungsprofil“ von Heiner Boberski ist, „der sollte eine Herde führen können“, also nicht der, Heiner Boberski, „sollte eine Herde führen“, sondern „der“, für den der Heiner Boberski das „Anforderungsprofil“ erstellt, heute, am 23. April 2025, kurz nach sieben Uhr im „Morgenjournal“ des öffentlich-rechtlichen Rundfunks Österreichs.

„Also das ist“ — er, Heiner Boberski, weiß um den vollen Anspruch seines „Anforderungsprofils“ und führt daher weiter aus — „wirklich sehr, sehr schwierig, heutzutage […]

Der sollte eine Herde führen können“, rollt Boberski sein „anspruchsvoll[es] Anforderungsprofil weiter aus, „er sollte ein Theologe sein, der sollte ein Politiker sein, der sollte eine Herde führen können, also das ist wirklich sehr, sehr schwierig heutzutage […]“

Tatsächlich, sein „Anforderungsprofil“ seines, das „anspruchsvoll“ ist. Aber es sollte sich doch wer finden lassen, um diesem boberskischen „Anforderungsprofil“ vollauf zu genügen. Es wird sie geben, die Senner, die überreiche Erfahrung haben, Herde zu führen, die in ihren Bergdörfern Bürgermeister sind, also überreichlich Erfahrungen als Politikerinnen mitbringen, die mehr als drei Vatergebete stotterfrei im Schlaf aufsagen, die zehn Gebote nach dem anleitungsfreien Inhalt kennen, damit die gesamte Theologie intus haben. Es ist also nicht wirklich sehr, sehr schwierig, nach diesem „Anforderungsprofil“ recht wen bald zu finden, es wird wohl keine Sennerin, aber einer unter den Sennerinnen wird gefunden werden, der alle diese boberskischen angesprochenen Anforderungen als Theologe, als Politiker und als Herdenführer überreich erfüllt, um das zu werden, von dem Heiner Boberski meint, das sei „wirklich sehr, sehr schwierig, heutezutage Papst

Jorge Maria Bergoglio was the first jesuit as pope Francis with an Italian immigrant background

Wie wird doch von allen gebetet, Jorge Maria Bergoglio sei der erste „Lateinamerikaner auf dem Stuhl“; stellvertretend hierfür der „Kurier“ vom 22. April 2025 mit seinem Aufmacher: „Der erste Jesuit und der erste Lateinamerikaner auf dem Stuhl Petri“ …

Von seinen Eltern her aber ist Jorge Maria Francis Bergoglio ein Mann mit italienischem Migrationshintergrund, der, da er in Argentinien als Kind von einer immigrierten Italienerin und einem immigrierten Italiener geboren wurde, die italienische und zugleich die argentinische Staatsbürgerschaft besitzt. Von den Eltern her war er also kein „erster Lateinamerikaner auf diesem „Stuhl“, sondern ein in Argentinien geborener weiterer Italiener auf diesem „Stuhl“, halt eben mit zwei Staatsangehörigkeiten. So also wird in und für Organisierte Glauben geflunkert, wenn es denn in den Kram paßt, wobei gar nicht interessiert werden will, weshalb gerade das in den Kram paßt, einen Italiener als „Lateinamerikaner“ auszugeben. Wie leicht solch eine Flunkerei als Wahrheit angenommen wird, läßt wieder einmal erahnen, wie leicht es die flunkerischen Schriften und Reden von Organisierten Glauben es je hatten und haben, als Wahrheit durchzugehen, seit so vielen Jahrhunderten und für wie viele Jahrhunderte noch …

Wie schnell es geht, wenn es in den Kram paßt, daß ein Mensch keinen Migrationshintergrund mehr hat, dafür ist Francis Maria Jorge Bergoglio ein Beispiel, wenn auch ein äußerst seltenes. Denn sonst ist es üblich, gerade auch in Österreich, Menschen bis — darin nur den arischen gleichgestellt — in die dritte Generation und darüber hinaus nachzuweisen, daß sie Menschen mit Migrationshintergrund seien, wofür sie aber nicht einmal und schon gar nicht automatisch die österreichische Staatsbürgerschaft bekommen, auch wenn sie selbst schon in Österreich geboren und nur ihre Eltern in Österreich wie die Bergoglionischen in Argentinien eingewandert sind —

Jorge Maria Francis Bergoglio, a pope with an Italian migration background, that’s the truth.

Und was es sonst noch an Flunkereien gibt, wenn um Jorge Maria Bergoglio geht, davon will gar nicht mehr gesprochen werden, höchstens von dieser, wie bescheiden er doch gewesen sei, er habe gar nicht im Palast wohnen wollen, nur, ach, so recht bescheiden, im bescheidenen Gästehaus — Dazu fällt bloß eine Redensart ein, die möglicherweise in Österreich entstanden ist: „Mit vollen Hosen ist gut stinken.“ Irgendwann kam dann noch wegen seines Berufes die vatikanische Staatsbürgerschaft hinzu, eine dritte also … In Österreich hingegen werden Geborenen, deren Eltern und Großeltern nicht in Österreich geboren wurden, keine Staatsbürgerschaften ausgestellt, nur Abstammungsnachweise.

Es wird berichtet, Francis Jorge Maria Bergoglio habe testamentarisch verfügt, er wolle nicht im Vatikan begraben werden. Dazu fällt die Redensart ein, die beispielsweise vor etwa einem Jahr auch Andreas Mölzer anbrachte, so jedenfalls wird er auf der Konzernplattform X zitiert: „In der Ostukraine möchte ich nicht einmal begraben sein“.

So hat es Francis Bergoglio nicht in sein Testament geschrieben, als eine Variante von dieser Redensart, nicht einmal an einem bestimmten Ort begraben sein zu wollen, aber vielleicht hat er in kleinster mannlauniger Runde es schon mal auch so gesagt: Im Vatikan möchte ich nicht einmal begraben sein

Es wird Andreas Mölzer nicht zufällig erwähnt, in seiner zur Zeit hat schon mal ein Theologe sich zum Anderl geäußert, mit dem dieses Kapitel nun geschlossen werden soll.

Jorge Maria Francis Bergoglio was a pope with an Italian immigrant background and a first Jesuit on the stool, that’s the truth — zu diesem Orden, ja unweigerlich fällt zu diesem sofort ein, weil hier eine österreichische Tageszeitung zitiert wird, das Heilwirken dieses jesuitischen:

Anderl-Kult und das Jesuitendrama

Das älteste schriftliche Dokument, das vom Anderl-Kult berichtet, stammt aus dem Jahr 1621. Es handelt sich um ein Programmheftchen (eine sogenannte Perioche) für das gegenreformatorische Jesuitendrama Von dem H(eiligen) dreyjärigen Kindlein Andrea. Als Autoren des Dramas gelten die Mitglieder des Haller Jesuitenkollegs, wo das Drama 1621 auch aufgeführt wurde. Guarinoni stand in engem Kontakt mit den Mitgliedern und dem Rektor des Kollegs und wirkte wahrscheinlich als Stofflieferant des Dramas mit. In der Handlung des Stücks werden bereits alle Eckdaten der Märtyrerlegende ausgebreitet: der dreijährige Anderl wird im Jahr 1462 von seinem geldgierigen Paten an „blutdurstige“ Juden verkauft, die das Kind auf einem Stein, „der noch heutigs tags der Juden Stain genennt wirdt“, ermorden. Das nur in Hall inszenierte Jesuitendrama hat den judenfeindlichen Anderl-Kult wahrscheinlich durch seine Aufführung in Gang gebracht. Aus diesem Jesuitendrama entstanden in den 1650er Jahren Volksschauspiele, die sogenannten Anderlspiele, „die den nachhaltigsten Einfluß auf die Verfestigung der Legende im Volksbewußtsein“ gehabt haben dürften. Zur selben Zeit wurde auch der Stoff um Simon von Trient, der den Anderl im oben genannten Drama als Märtyrer bzw. Ritualmordopfer begleitet, vielfach inszeniert. In Sachen Verschriftlichung der Anderl-Legende stand Guarinoni bereits Ende 1620 in engem brieflichen Austausch mit dem Münchner Jesuiten Matthäus Rader, der in dem von ihm verfassten Heiligenlexikon, der Bavaria Sancta, mittelalterliche Ritualmordbeschuldigungen erneuerte und erstmals mit aufwändigen Kupferstichen bebilderte, so z. B. auch die von Regensburg. Analysen seines Schriftverkehrs mit Rader ergaben, dass Guarinoni auch daraus Stoff für seine Legende vom Anderl von Rinn schöpfte. Der Kult um Andreas von Rinn wurde auch vom Prämonstratenser-Stift Wilten gefördert. 1724 verfasste der Wiltener Chorherr Ignaz Zach das mit vier Kupferstichen versehene Werk: Martertod des unschuldigen Kindes Andreas zu Rinn. Im Jahr 1754 veröffentlichte der Konventuale Adrian Kempter die Acta pro veritate Martyrii Corporis & publici cultus Andreae Rinnensis.

Ministrandist

Papst Franziskus besuchte die Flüchtlingsinsel Lampedusa bereits zu einem Zeitpunkt, da die Insel zuallererst noch als Urlaubsziel bekannt war. Und in seiner Enzyklika Laudato si warnte er bereits vor den Folgen der Klimakrise, als viele noch vom schlechten Wetter sprachen.

Als wäre der leitende Angestellte seines Organisierten Glaubens ein Vorreiter in Sachen Informationen, einer, der vor allen anderen auf Lagen in der Welt aufmerksam machte,

so jedenfalls stellt es Michael Landau am östermittwöchlichen 16. April 2025 drei Minuten vor sieben Uhr im öffentlich-rechtlichen Rundfunk Österreichs dar.

Er hätte, so Landau, bereits zu einem Zeitpunkt Lampedusa besucht, als diese Insel zuallerst noch als Urlaubsziel bekannt gewesen sein soll. Er hätte, so Landau, bereits vor den Folgen der Klimakrise in seiner Enzyklika Laudato si gewarnt, als viele noch vom schlechten Wetter gesprochen haben sollen.

Es ist ein besonderer Meßdienst, den Michael Landau ausübt, Ministrant und Propagandist Seines Herrn in einem: Ministrandist

Michael Landau, zuallerst Papst —

Wann also besuchte der leitende Angestellte dieses Organisierten Glaubens Lampedusa?

Es war 2013.

Es reicht ein Blick in die mediale Berichterstattung, daß bereits Jahre zuvor über Jahre aufmerksam gemacht wurde, was auf Lampedusa vor sich geht, bereits seit Jahren vor seinem leitenden Angestellten war Lampedusa längst nicht mehr „zuallerst noch als Urlaubsziel“ bekannt. Vielleicht hat sein leitender Angestellter den Film „Terraferma“ aus 2011 gesehen, zwei Jahr vor seinem Besuch der Insel, der die Migration qua Lampedusa thematisiert.

Und nicht anders verhält es sich mit seiner Warnung vor den Folgen der Klimakrise in seiner Enzyklika Laudato si aus 2015. Kein Vorreiter des Aufmerksam-Machens, ein nachlaufender Beter, dem Michael Landau verklärt ergeben dient. Die Quellen, die er in seinem Herrnlobgesangsbuch nennt, sind zuallerst und beinahe ausschließlich aus dem eigenen Herrenhause. Es kann gar nicht aufgezählt werden, wie viele Jahre, Jahrzehnte zuvor bereits von so vielen und vielen begonnen wurde, zu warnen, für Veränderungen zu arbeiten, für eine Abkehr sich massiv auszusprechen, aufmerksam zu machen.

Vielleicht hat er den Film mit Al Gore aus 2006 gesehen: „Eine unbequeme Wahrheit“. Al Gore war beispielsweise bereits beteiligt am Zustandekommen des Kyoto-Protokolls in 1997. Ohne alle den vielen, vielen Menschen, die bereits Jahrzehnte vor ihm sich mit dem Klima ernsthaft und sorgenvoll auseinanderzusetzen begannen und sich auseinandersetzen, was wüßte er von der Klimakrise? Das, was in Gebeten steht, wenn darin Klima je vorkommen sollte. Aber alle diese vielen, vielen Quellen fehlen in seinem Herrnlobgesang, den Platz im Buch wird er gebraucht haben für seine Gebete …

Sein leitender Angestellter steht, wenn beten arbeiten ist, arbeitend vor der Tür, öffnet einmal einen Spalt dahin, einmal einen Spalt dorthin, aber dabei stets, wie Michael Landau trefflich bemerkt:

Immer wieder beweist der Papst ein Gespür für den richtigen Moment.

Ein Jesuit lernt eben zuallerst, das richtige Gespür für den rechten Moment …

Missing informations

Ich werde ab sofort in unregelmäßigen Abständen Tweets zum Thema „Desinformation, Falschinformation, Verdrehung der Tatsachen“ posten, um das Thema ein bisschen griffiger zu machen,

verkündet Michael Bauer, der sich selbst als „Bundesheerbauer“ sieht und bezeichnet, auf der Konzernplattform X nicht nur am 14. April 2025, nicht nur am 12. April 2025. Es ist keine „Desinformation“, es ist keine „Falschinformation“, es ist keine „Verdrehung der Tatsachen“, was er am 11. April 2025 zu und für Wilhelm Zehner schreibt —

Am 11. April 1938 starb General Wilhelm Zehner. Er war Staatssekretär im Verteidigungsministerium und wirkte wesentlich an der Modernisierung und technischen Weiterentwicklung des #Bundesheer mit. Er wurde von der Gestapo ermordet.

Bloß. Es fehlen Informationen. Es fehlt die Information, wessen Staatssekretär er war, es fehlt die Information, was Österreich zu dieser Zeit war. Ein Zuviel an Information hingegen, was Bundesheerbauer genau wissen will: „Er wurde von der Gestapo ermordet.“ Vor zwölf Jahren war es beispielsweise selbst für „Truppendienst“ keineswegs derart gesichert wie jetzt für Bundesheerbauer, daß Wilhelm Zehner „von der Gestapo ermordet“ wurde, allein der Schlagzeile des Artikels nach: „Mord oder Selbstmord?“

Aber „von der Gestapo ermordet“ klingt für Bundesheerbauer wohl derart heroisch, der so heldenhaft wie der Mann war, der ihn am 11. Juli 1934 als Staatssekretär für Landesverteidigung in sein Kabinett holte.

Trotz der These – die sich insbes. auf ein gerichtsmed. Gutachten von 1938 stützte –, Z. habe sich beim Eintreffen der Gestapo, die ihn um Mitternacht aus seiner Dienstwohnung zu einer Auskunftserteilung abholen wollte, erschossen, kam es 1951 zu einer Anklage gegen die Tatverdächtigen. Das Gerichtsverfahren führte aus Beweismangel zwar zu einem Freispruch, doch Indizien und Zeugenaussagen lassen vermuten, dass Z. als Opfer der nationalsozialist. Verfolgungspolitik ermordet wurde. Z. war maßgebl. am Wiederaufbau und an der Modernisierung des Bundesheers der 1. Republik bzw. des autoritären „Ständestaats“ beteiligt. Er förderte die Entwicklung der Panzerwaffe sowie der 1919 verbotenen schweren Artillerie und reformierte die Luftwaffe. Die Rüstungsind. erlebte einen Aufschwung, die Inf.kanone, Spezialfahrzeuge für den Gebirgskrieg und andere geländegängige Fahrzeuge des Bundesheers fanden über die Grenzen Österr.

Und ebenso heldenhaft auch sein Nachfolger, der im November 1934 Wilhelm Zehner zum General der Infanterie erhob und dessen Staatssekretär er weiter bis zum 11. März 1938 blieb.

Mit diesen Männern, die für die Karriere von Wilhelm Zehner verantwortlich waren, ist auch so

einfach wie kurz erzählt, was Österreich damals war,

in den Worten eines weiteren Mannes in ihren Reihen.

Es können also auch missed informations den Charakter von „Desinformation, Falschinformation, Verdrehung der Tatsachen“ annehmen, wobei dabei es noch unentschieden ist, ob Behauptung von Tatsachen bereits eine Verdrehung von Tatsachen … Jedoch, was auch an dieser Heldenschreibe von Bundesheerbauer auffällt, sind die fehlenden Informationen, die Großzügigkeit, die Nachsicht gegen – und es sind vor allem Männer – Männer wie nun wieder gegen Wilhelm Zehner

Was das für eine Zeit war, die zehnerische Zeit, ist auch daran zu erkennen, daß diese Österreich anführenden Männer „überhitlern“ wollten,

wie es einer ihrer Seligen so trefflich formulierte

Die zehnerische Hochzeit ist die Zeit, als das „Gelöbnis der Heimwehr“, der „Korneuburger Eid“ vom 18. Mai 1930 nunmehrige Blaupause —

„Wir wollen Österreich von Grund aus erneuern! Wir wollen den Volksstaat des Heimatschutzes. Wir fordern von jedem Kameraden den unverzagten Glauben ans Vaterland, den rastlosen Eifer der Mitarbeit und die leidenschaftliche Liebe zur Heimat. Wir wollen nach der Macht im Staate greifen und zum Wohl des gesamten Volkes Staat und Wirtschaft neu ordnen. Wir müssen den eigenen Vorteil vergessen, müssen alle Bindungen und Forderungen der Parteien unserem Kampfziele unbedingt unterordnen, da wir der Gemeinschaft des deutschen Volkes dienen wollen! Wir verwerfen den westlichen demokratischen Parlamentarismus und den Parteienstaat! Wir wollen an seine Stelle die Selbstverwaltung der Stände setzen und eine starke Staatsführung, die nicht aus Parteienvertretern, sondern aus den führenden Personen der großen Stände und aus den fähigsten und den bewährtesten Männern unserer Volksbewegung gebildet wird. Wir kämpfen gegen die Zersetzung unseres Volkes durch den marxistischen Klassenkampf und liberal-kapitalistische Wirtschaftsgestaltung. Wir wollen auf berufsständischer Grundlage die Selbstverwaltung der Wirtschaft verwirklichen. Wir werden den Klassenkampf überwinden, die soziale Würde und Gerechtigkeit herstellen. Wir wollen durch eine bodenstarke und gemeinnützige Wirtschaft den Wohlstand unseres Volkes heben. Der Staat ist die Verkörperung des Volksganzen, seine Macht und Führung wacht darüber, dass die Stände den Notwendigkeiten der Volksgemeinschaft eingeordnet bleiben. Jeder Kamerad fühle und bekenne sich als Träger der neuen deutschen Staatsgesinnung, er sei bereit Gut und Blut einzusetzen, er kenne drei Gewalten: den Gottglauben, seinen eigenen harten Willen und das Wort seiner Führer.“

Es blieb ihnen nicht mehr die Zeit, um ihr „Überhitlern“ zu vollenden. Wer weiß, wie weit sie dabei noch gegangen wären,

mit „Reichspost“,

mit Massenkundgebungen waren sie schon recht auf dem Weg, und vielleicht hätten sie sich auch, im Wissen, wie wichtig Symbole sind, des Kreuzes der Haken bemächtigt, aus ihrem Kreuz der Krucken ein Kreuz der Hacken gemacht … Wie hätte dann wohl das Kreuz der Krucken auf der Brust des Wilhelm Zehner ausgesehen? Nicht so, wie es Wilhelm Zehner stolz trägt, auf der Abbildung, mit der Bundesheerbauer ehrfürchtig seine Post illustriert, das in Österreich nicht verboten ist, das Kreuz der Haken aber wäre ebenso verboten, wie es heute verboten ist, denn in diesem Land wird recht gewußt, welche Symbole nicht zu verbieten sind —

Es wäre vielleicht für diese Symbolvernarrten eine Flaggenmischung geworden, von dem einen Symbol das „Ha“ und von dem eigenen das „cken“ zu einem „Hackenkreuz“,

zu schwingen die „Hackenkreuzflagge“,

wenn immer eine Möglichkeit dafür gefunden werden kann, und die wird überall gefunden, auch im kleinsten Tal

Und welcher Geist im österreichischen Bundesheer, den offen zur Schau Bundesheerbauer trägt, muß kein weiteres Mal

Wie anders hätte Bundesheerbauer auch über Wilhelm Zehner schreiben können, über einen, dem als weiterer Orden in seiner Brust der Vorname Petrus

Genecal der Infanterie Wilhelm Zehner
Drei Jahre Staatssekretär für Landesverteidigung Heute jährt sich zum dritten Male der Tag, an welchem der Märtyrerkanzler Dr. Dollfuß den General der In­ fanterie Wilhelm Zehner zum Staatssekretär für Lan­ desverteidigung berief. Dieser Anlaß bietet gewichtigen Grund, um Rückschau zu halten über einen Zeitabschnitt, überreich an bedeutungsvollen Ereignissen und Entwicklun­ gen, sicherlich den entscheidendsten seit den trüben November­ tagen 1918, und über drei Jahre Amtstätigkeit in dem Ressort, das die gewaltigsten Änderungen und den größten Ausbau zu verzeichnen hat. Als Staatssekretär General der Infanterie Wilhelm Zehner am 11. Juli 1934 an die Spitze der Landesverteidi­ gung berufen wurde, da befaß das österreichische Bundes­ heer noch die enge Zwangsorganisation des Friedens­ diktates von St. Germain. Dieses hatte Österreich eine Wehrverfassung aufgenötigt, die jeden Wehrwillen und jede Wehrfähigkeit im Laufe der Zeit austilgen sollte. Ein Söldnerheer mit langjähriger Dienstzeit beschränkte das Waffenhandwerk nur auf einen kleinen Kreis der Bevöl­ kerung. Der Mangel aller zeitgemäßen Waffen muhte von Haus aus dieses Heer selbst jedem der Zahl nach gleich­ starken Gegner weit unterlegen gestalten. Ein Torso einer Armee sollte bestehen, nur zur Not geeignet, die Ordnung aufrechtzuerhalten. Wohl hatte die Regierung Dollfuß durch die Schaffung des Militärassistenzkorps im Jahre 1933 das österreichische Bundesheer verstärkt, so daß es fähig war, in den schweren Februarunruhen des Jahres 1934 den Staat vor seinem Untergang zu bewahren. Aber dies ge­ lang nur bei Anspannung der äußersten Kräfte. Anfangs Juli waren die Wunden, die dieser Kampf geschlagen hatte, noch nicht verheilt. So lagen die Verhältnisse, als Staatssekretär General der Infanterie Zehner sein Amt antrat. Kaum vierzehn Tage später geschah das Unfaßbare. Heller Aufruhr loderte zum zweitenmale durch ganz Österreich. Als sein erstes Opfer fiel der Bundeskanzler Dr. Dollfuß als Blutzeuge des österreichischen Gedankens. General der Infanterie Zehner griff mit eiserner Hand durch. In wenigen Tagen war dieser zweite, weitaus ge­ fährlichere Bürgerkrieg erfolgreich beendet und die Regie­ rung unumschränkte Herrin des Landes. Es sollen heute keine Reminiszenzen wachgerufen werden, aber eines ist klar: es gehörte eine starke Hand dazu, um diesen zweiten Bruderkampf siegreich zu überstehen. Hatte Staatssekretär General der Infanterie Zehner schon anläßlich der Nieder, werfung der Februarunruhen 1914 als Linzer Brigadier seine Führerpersönlichkeit in Oberösterreich bewiesen, so zeigte er sich nun im größten Rahmen als Mann der Tat. Kaum war die Befriedung im ganzen Bundesgebiet durchgeführt, so wurden schon die Vorsorgen für den Aus. bau der bewaffneten Macht getroffen. Die große po. litische Konzeption ging dabei vom Bun. deskanzler Dr. Kurt von Schuschnigg als Landesverteidigungsmini st er aus, der die militärische Durchführung dieses Aus­ baues in die Hände seines erfolgreichen Staatssekretärs General der Infanterie Wilhelm Zehner legte. Ende Mai 1935 waren die Vorbereitungen so weit gediehen, daß mit 1. Juli 1935 die bisherige Enge der Wehrorganisatton von St. Gennain gesprengt und dem Bundesheer der Rahmen für seine neue Entwicklung gegeben werden konnte. Von diesem Tage an erhielt das Bundesheer an Stelle der bisherigen sechs gemischten Brigaden den Rahmen für sieben Divisionen, eine Schnelle Division, die Luffftreitkräfte und für heeres­ unmittelbare Formationen, in welchem die weitere Ent­ wicklung und der Ausbau der bewaffneten Macht erfolgen sollte. Der Laie vermag es nicht zu ermessen, wie viel Arbeit mit dieser gewaltigen Umorganisation verbunden war. Durch eineinhalb Dezennien in fester unverrückbarer Organisation erstarrt, hat das Bundesheer auf allen Ge­ bieten organisatorisch, verwaltungstechnisch und insbeson­ dere in der Ausbildung nunmehr täglich Neues zu leisten. Ein solches Überquellen nach allen Richtungen vermag nur ein überragend fachlicher Geist in zielsichere und voraus­ gewollte Bahnen zu lenken. Aber nicht allein die Ausgestaltung im materiellen Sinne kennzeichnet diese Periode der Amtstätigkeit des Staatssekretärs General der Infanterie Zehner, sondern auch die Hebung und Festigung der moralischen Grund­ lagen der bewaffneten Macht, denen er sein besonderes Augenmerk zuwandte. Im Oktober 1935 erhielten die öster­ reichischen Regimenter die Feldzeichen der katserllche» Armee, wodurch sie zu legitimen Erben des alten Heeres aufstiegen. Im Frühjahr 1936— anläßlich des zwei­ hundertsten Todestages des großen österreichischen Feld­ herrn und Staatsmannes Prinzen Eugen— erhielten die österreichischen Truppenkörper die Namen großer Feldherrn der österreichischen Geschichte. Mithin hat das junge öster­ reichische Heer restlos zur heiligen Geschichte des alten Va­ terlandes heimgefunden. Die Krönung erhielt der Ausbau unserer Landes­ verteidigung durch die Einführung der allgemeinen B u n- desdien st Pflicht. Durch diese Maßnahme wurde die Landesverteidigung auf die Basis des Volksganzen gestellt und die letzte, aber wirksamste Fessel des Friedensdiktates von St. Germain überwunden. Wiederum ist es Staats­ bürgerpflicht, das bedrängte Vaterland mit der Waffe in der Hand zu schützen und wiederum rücken alljährlich alle waffenfähigen jungen Männer in die Kasernen, um das Waffenhandwerk zu erlernen. In der Zwischenzeit wurde der Ausbau der bewaffneten Macht in dem Rahmen, den es im Sommer 1935 erhielt, eifrigst und planmäßig betrieben. Hiezu war die Aufstel­ lung von zahlreichen neuen Formationen und Truppen­ körpern notwendig. Moderne Kampf- und Abwehrmittel, wie Jnfaniteriekanonen und Fliegerabwehrwaffen, dann Panzerwagen und Tanks, sowie zahlreiche Flugzeuge für unsere junge Luftwaffe wurden angeschafft. Der Luftschutz wurde im ganzen Bundesgebiet einheitlich organisiert und durchgeprobt. Auch ein achtes Brigadekommando wurde neu errichtet. In personeller Hinsicht geschahen ebenfalls einschneidende und zweckmäßige Verbesserungen. Heute verfügt die bewaffnete Macht Österreichs, wenn auch in manchen Belangen noch im bescheidenen Maße, doch über alle Waffen, die die zeitgemäße Landesverteidigung erfordert. Unsere Truppen sind in der Lage, sich in allen diesen modernen Kampfmitteln zu schulen und sich alle Kenntnisse anzueignen, die richtiger Gebrauch erfordert. Auch ein Jahr Bundesdien st Pflicht geht zur Neige und man kann mit voller innerer Befriedigung fe st st eilen, daß gerade diese vom Herrn Bundeskanzler v. Schuschnigg angebahnte Maßnahme unserem Vater­ land und dem österreichischen Volk zum Se­ gen gereicht. Geist und Härte der jungen Truppen gleichen jenen der alten Armee, trotz gesteigerten und viel­ seitigeren Anforderungen. Österreich geht in seiner Wehr­ haftigkeit den richtigen Weg zum gesunden, freien, unab­ hängigen, christlichen Ständestaat. Alle diese gewaltigen Umwälzungen, die in der Ge­ schichte Österreichs einmalig dastehen, sind für immer­ währende Zeiten mit den Namen des Bun­ deskanzlers Dr. Kurt v. Schuschnigg undun- seres Staatssekretärs General der In­ fanterie Wilhelm Zehner verknüpft. In diesen drei Jahren hat die bewaffnete Macht Österreichs ihr Antlitz völlig verändert. Damals noch ein Zwangsgeschöpf im Sinne von St. Germain, heute ein aufstrebendes Heer der allgemeinen Wehrpflicht in zeitgemäßer Gliederung, Bewaffnung, Ausrüstung und Ergänzung. Als treuer Mitarbeiter an der Seite des Bundes­ ministers für Landesverteidigung Dr. von Schuschnigg hat Staatssekretär General der Infanterie Wilhelm Zehner diese gro­ ßen Aufgaben erfolgreich gelöst. Seiner Tat­ kraft, Energie und Zielsicherheit, vor allem aber seinem um­ fangreichen, tiefgründigen militärischen Können sind die Werke zuzuschreiben, die da vollbracht wurden. Bei seiner Amtsübernahme erklärte Staatssekretär Ge­ neral der Infanterie Wilhelm Zehner in seinem Arinee-

Die Zlucht Erlebnisse eines Fremdenlegionärs II.

„Kugeln, die man pfeifen hört, find nicht gefährlich und tun nicht weh“, hat irgend ein Soldat herausgefunden; aber es fft trotzdem kein übermäßiges Vergnügen, sie wie die Wespen um sich summen zu hören. Dazu kam, daß die braunen Halunken sich ihrer hindernden Burnusse entledigt hatten und dadurch rascher vorwärtskamen. Ihre anfäng­ liche Absicht, mich lebendig zu fangen, hatten sie, in Wut geraten, wohl längst aufgegeben und es entwickelte sich eine veritable Treibjagd. Mir war das Lachen ver­ gangen— es galt Leben oder Tod! Die Reiter, die mir vorher den geraden Weg abgeschnit­ ten hatten, ritten nun entlang dem Berghang, um mir neuerlich den Weg zu verlegen. Die Verfolger, ausgeruht und nicht erschöpft wie ich, kamen immer näher, trotzdem ich wie eine Gemse bergauf turnte, jedes Hindernis mit Todesverrachtung nehmend. Die Dornsträucher zerrissen mir das Gesicht, zerfetzten die Uniform. Die Feldflasche mußte ich wegwerfen, ein Henkel war gerissen. Und weiter ging es über Felsen, Gräben und kleine Schluchten. Ich griff nach einer Handgranate und schleuderte sie meinen Feinden entgegen. Ich gewann wieder einen kleinen Vorsprung— doch bald setzte die Verfolgung mit erhöhtem Eifer ein. Mein Bestreben war nur mehr darauf gerichtet, einen Platz zu finden, wo ich mein Leben so teuer als möglich verkaufen konnte. Ich stand am Rande einer großen, tiefen Schlucht, angefüllt mit dürrem Strauchwerk und Kakteen. Steil fielen die Ränder ab. Was nun? Da krachte wieder eine Salve der Verfolger. Einer plötz­ lichen Eingebung folgend, stieß ich einen wilden Schrei aus und hoch emporschnellend lieh ich mich den Steilhang hin­ untergleiten. Das Gestrüpp milderte den Fall und wohl Urg zerschunden, aber heil gelangte ich unten an. Unter hen dürren Stauden vorsichtig weiterkriechend, jeden Stein- Hhlag vermeidend, hastet? ich erst talab, dann langsam auf Ler gegenüberliegenden Seite hangaufwärts, bis ich am befehl, von seinen Vorgängern ein stolzes Erbe anzutreten. Wir können heute feststellen, daß er dieses Erbe nicht nur gewahrt und gepflegt, sondern in reichstem Maße aus­ gestaltet hat.

In diesem Sinne grüßen und danken wir heute unserem Staatssekretär General der Infanterie Wilhelm Zehner für die bisher vollbrachte Arbeit und beglückwünschen ihn zum heutigen Tage. Gott erhalte ihn noch lange auf diesem führenden und wichtigen Posten. 

Die sogenannte automatische Texterkennung der Huldigung von General Petrus W. Z. in der „Salzburger Chronik“ vom 9. Juli 1937 unverändert wiederzugeben erscheint als einzige richtige Art, der missed information von Bundesheerbauer —

Kein Bild verdeutlicht mehr, gegen wen alles Streben eines Bundesheeres, eines jedweden Heeres, einer jedweden Armee, gleich welchen Landes, gerichtet ist, als dieses Bild der „Kameradschaft 13“, die es auf ihrer Website stolzprotzig für sich werbend präsentiert, dieses Bild eines ein ziviles Fahrzeug zertrümmernden Panzer — Vernichtung, Auslöschung der Zivilisation.

Im Aberglauben gilt die 13 als Unglückszahl, wenn aber ein militärisches Korps sich selbst die Zahl 13 gibt, ist die 13 keine bloße abergläubische Unglückszahl, sondern durch jedwedes Heer über Menschen allezeit hereinbrechendes konkretes leidvollstes Unglück …

Demxit

Um am verwichenen Samstag knapp vor 16 Uhr den Ring zu queren, mußte dafür etwa 2 Sekunden gewartet werden, um von der einen Ringseite auf die andere Ringseite wechseln zu können, denn am 12. April in ihrem Jahr ’25 verursachten Graue durch ihre Demonstration eine Wartezeit von 2 Sekunden knapp vor 16 … Die Grauen trommelten, als wären sie noch jung, lärmten, als wären sie wieder jung, aber junge Menschen, wirklich junge Menschen waren unter den Grauen dieser Demonstration nicht auszumachen, und eine Demonstration der Grauen ohne junge Menschen läßt erwarten, daß diese Demonstrationen der Grauen, die diesmal schon spärlich besucht, bald ihr Ende finden werden, keine nachfolgenden mehr finden werden.

Ein Transparent der Transparente, die die Grauen angestrengt in die Höhe halten, verkündet „Öxit“

Wie viele der Grauen werden, wenn sie sich vielleicht im nächsten Herbst wieder zu einer Demonstration zusammenfinden zu versuchen, dann noch dabei sein, noch dabei sein können, vielleicht schon im nächsten Herbst auf einen Rollator angewiesen, mit dem sie in der Küche von einem Schrank zum auf dem Tisch liegenden Telefon gelangen, um eine Lieferung von Hofer zu ordern, oder vielleicht schon palliativversorgt oder gar … So wäre es, wie es heutzutage gerne gesagt wird, authentischer, kündeten ihre Transparente den „Demxit“ an, den Austritt von Demonstrationen, so ohne ausreichend bis gar keinen jungen und jüngsten Nachwuchs … Realistischer wäre es diesmal schon gewesen, Transparente „Demxit“ zu halten,

als die jetzt noch mühsam gehaltenen, mit bekannten Sprüchen,

mit ohnehin allrecht bekannten Sprüchen —

Voilá un homme! Vous êtes un homme. Vous êtes un homme?

Es ist nicht der Inhalt, der dazu raten läßt, jedes Interview von Peter Handke zu lesen, es ist nicht der Inhalt, der dazu raten läßt, kein Interview von Peter Handke im Fernsehen zu verpassen, es ist seine Art zu sprechen, er könnte in seinen Interviews auf die Fragen als Telefonbuch antworten, und es machte ergriffen, es brächte Ruhe und Frieden, es verlöre nichts an seiner bezaubernden Ausstrahlung. Und jedes Mal, wenn ein Interview mit Peter Handke zu Ende ist, mischt sich in die Trauer darüber, daß das Interview schon zu Ende ist, die Freude, doch bald wieder ein Interview mit Peter Handke lesen, sehen, im Radio hören zu dürfen, es ist der Trauer eingeschriebene Trost, die Trauer verscheuchende Hoffnung, doch bald wieder ein Interview mit Peter Handke zu lesen, im Fernsehen zu sehen, im Radio zu hören.

Und nun, nachdem das Interview in der Tageszeitung „Neue Zürcher Zeitung“ in der Ausgabe vom 8. April 2025 zu Ende gelesen ist, wieder Trauer und Freude und Hoffnung, und ein Gedanke, die Vorstellung, was wäre, wenn die Menschen in den Kneipen nicht mehr „ich bin sicher“ zu ihrem Hervorgebrachten sagten, sie müßten nicht wie Peter Handke in Haß gegen sich selbst ausbrechen, bloß darauf verzichten, „ich bin sicher“ zu sagen, stattdessen immer ein schlichtes Ich-bin-nicht-sicher voranstellen, es führte zwar zu keinem „ewigen Frieden“, den Peter Handke in einem seiner Telefonbuchselbstzitate für „möglich“ hält, aber ein Ich-bin-nicht-sicher zu allem Gesagten vorangestellt von jenen, die in „Kneipen“ hocken, mögen sich diese

Mac’s White,

Vladkis Wodkaweiner,

Alis Branntstub’n,

Bertls Almhütt’n,

L’auberge de Marie

oder wie auch immer nennen mögen, wäre friedensförderlich. Wie positiv könnte ein Ich-bin-mir-nicht-sicher ihr Handeln und das Handeln von allen beeinflußen, der „Weltzerstörung“ für eine Ewigkeit und drei Tage Einhalt gebieten.

Für mich ist die Welt etwas anderes. Ich lebe für eine andere Welt. Keine utopische, aber für die Welt, die da ist. Die topische Welt, die vorhandene Welt. Was die Politik heute macht, ist eine antitopische Welt. Eine Art der Weltzerstörung. Und das gilt nicht nur für die Russen. Ich bin sicher, dass in Europa – man darf ja nicht darüber reden – ein Frieden möglich gewesen wäre, lange vor dem Krieg wäre eine Einigung in der Ukraine möglich gewesen. Ich hasse mich selber dafür, wenn ich sage «ich bin sicher», aber ich bin sicher, dass die Europäer Selenski zum Krieg ermuntert haben: «Mach nur, mach nur. Wir unterstützen dich.» Und wofür? Selenski opfert sein Volk, die haben alle genug. Es ist ein furchtbares Leid, das Volk leidet. Die Nationen können mir gestohlen bleiben. Ich hasse Nationen. Die Vereinten Nationen soll man abschaffen. Die haben nichts mehr zu sagen. Im Wort «Nation» ist keine Erotik mehr drin, nur noch Gewalt. Wenn Liechtenstein sagen würde: «Wir sind eine Nation», dann wäre ich sofort dafür. Oder Graubünden. Entschuldigen Sie, jetzt bin ich etwas melancholisch.

Es ist nicht der Inhalt, der lockt, die Interviews von Peter Handke zu hören, zu lesen, ihm zuzusehen, es ist, wie er das Telefonbuch vorträgt,

aus dem Telefonbuch Nummern heraussucht und wählt, etwa die „man darf ja nicht darüber reden“, eine der Nummern, die heutzutage von so vielen gewählt werden,

und all die anderen Nummern, die Peter Handke nun auch wählt, von so vielen gewählt werden, und bei jeder dieser Nummern behaupten, es gäbe keinen Anschluß unter dieser Nummer,

während es tatsächlich zu jeder dieser Nummern zu viele Anschlüsse …

Siegfried Congo Müller et la bande-son d’un coup d’éclat télévisuel d’ARTE

„Soundtrack to a Coup d’Etat im Kino“ zu sehen, „Soundtrack to a Coup d’Etat“ im Fernsehen zu sehen, macht einen Unterschied, von 29 Minuten. Neunundzwanzig Minuten, die im Fernsehen nicht zu sehen sind, in der Ausstrahlung von „ARTE – Der öffentlich-rechtliche europäische Kulturkanal“.

„ARTE“ will im Fernsehen nicht sehen lassen, was im Kino zu sehen und zu hören ist, nämlich was in den Dokumentarfilm „Soundtrack to a Coup d’Etat“ von Siegfried Müller aufgenommen wurde,

Siegfried Müller selbst erzählt über seine mordende Zeit im Kongo, was Siegfried Müller in dieser Originalaufnahme trägt: „Eisernes Kreuz mit Hakenkreuz“. Weshalb im Fernsehen von „ARTE“ nicht gehört und gesehen werden darf, was im Kino zu sehen und zu hören ist, hängt vielleicht damit zusammen, daß „ARTE“ der „europäische Kulturkanal“ ist, erzählt doch Siegfried Müller, daß er in seiner mordfreien Zeit oft zu hochkulturellen Konzerten in das „Goethe-Institut“ in Leopoldville ging.

Für einen Menschen von Kultur, für einen Kanal von und gar europäischer Kultur ist die Vorstellung, Nationalsozialismus und Kultur, Rechtsextremismus und Hochkultur symbiotisch vereint, jenseits seines Wahrnehmungswillen, und wenn sich die Vereinigung von Hochkultur mit Nationalsozialismus, Rechtsextremismus mit Kultur zeigt, wie im Fall von Siegfried Müller,

dann ist die Paarung nicht zu zeigen, überzeugt wohl davon, daß das Kinopublikum kein Fernsehpublikum oder das Fernsehpublikum kein Kinopublikum … Aber, auch Siegfried Müller bringt es auf den Punkt:

Wenn I stayed in Leopoldville I often visited the Goethe Institute. I’ve attended piano concerts at the Goethe Institute. I’am not a man who just kills n******

„Der europäische Kulturkanal ARTE“ gibt als Filmlänge für „Soundtrack to a coup d’etat“ 131 Minuten an, vielleicht sind dem Fernsehpublikum nicht wie dem Kinopublikum 150 Minuten zumutbar. Die neunundzwanzig Minuten, die „ARTE“ dem Fernsehpublikum erläßt, lassen nicht allein Siegfried Müller hören und sehen, was „ARTE“ noch alles nicht hören und nicht sehen läßt, wurde nicht überprüft. „Mad“ Mike Hoare, patron des mercenaires, Boß vom Söldner Siegfried Müller, läßt „ARTE“ hören und sehen, aber dieser erzählt auch nicht von hochkulturellen Konzerten und trägt kein hakenkreuzlerisches eiseners Kreuz, sondern segelt auf irgendeinem Gewässer wie ein Tourist — das darf dem Fernsehpublikum nicht vorenthalten werden; freilich wurde dem Kinopublikum einst mit „Die Wildgänse kommen“ ein „Mad“ Mike Hoare, gespielt von Richard Burton, in einer ihn selbst gefallenden Darstellung vorgesetzt, aber wie anders hätte es auch sein können, war er, „Mad“, doch für diesen Film selbst ein Berater …

Hochkulturell ging es eben erst bei einem weiteren Fernsehsender zu, in der Jubiläumsshow für „75 Jahre ARD“, in dieser spielte Dieter Hallervorden einen Sketch, den er aus seiner Sicht satirisch hochaktuell adaptierte, er muß ins Gefängnis, nicht wegen „kills n******“, sondern er „Neger“ und „Zigeuner“ sagt;

Dieter Hallervorden, der vor vierzig Jahren als „Kongo-Otto“ ins Kino kam, und mit dieser Figur wieder zurück bei Siegfried Müller, den der europäische Kulturkanal Arte nicht sehen und nicht hören …

„Woke“ verstehen die Satire von Dieter Hallervorden

Nun sagt Dieter Hallervorden, „woke Menschen“ würden keine Satire verstehen. Aber das stimmt nicht. „Woke“ wie Hannes Amesbauer verstehen die hallervordenische Satire recht genau, wie seine Huldigungsschrift auf der Konzernplattform X vom 7. April in seinem Jahr ’25 belegt:

Didi Hallervorden ist ein toller Typ. Gut, dass er sich den dauerempörten Vertretern der Wokeness immer wieder mutig und klug entgegenstellt.

Das ist verzeihlich, Dieter Hallervorden wird diesen „Woken“ nicht kennen,

also den, um es in seiner gesinnungsgemäßen Sprache zu sagen, „Aufgewachten“, der,

Hannes Amesbauer, beispielhaft für die

Aufgewachten Satire versteht, zu der Dieter Hallervorden selbst immer mehr erwacht.

Eine wahrlich noch größere Jubiläumsshow wäre es wohl geworden, wenn Dieter Hallervorden mit Ben Becker den Sketch nicht nur gespielt hätte, sondern er mit Becker diesen auch gemeinsam eine neue Fassung für die Woken geschrieben hätte, unter der Beteiligung von Ben Becker wäre die Satire deftig ausgefallen, und die Woken hätten diese nicht nur verstanden, vor Lachen wären sie von ihrem Stuhl