„Teleny“

Michael Maar schreibt in „Das Blaubartzimmer“ (Neuausgabe 2025. Rowohlt Verlag, Hamburg.), Seite 96 und 97, die Fußnote 115 auf Seite 121 f.:

Leverkühn jedenfalls kehrt an den Ort zurück, wo ihn der nackte Trieb hämisch berührte, und folgt der Verfüherin nach Ungarn. Was hätte Ungarn mit Italien zu tun, oder ist „Ungarn“ nur Chiffre und Kennwort im homosexuellen Code? 115 […]

Zwischen Ungarn und Italien laufen unterirdische Tunnel, offenbar, und als drittes ist Wien. Dorthin verschlägt es Rosza auf ihrem Weg durch die Bordelle (VII, 382), und dort macht der volljährig gewordene Thomas Mann im Juni 1896 Zwischenhalt, bevor er nach Italien weiterfährt. Dreißig Jahre später schreibt er über diesen Kurzbesuch, er habe es damals geschafft, in drei Tagen 200 Goldmark zu verprassen; „obgleich ich“, wie er kopfschüttelnd oder geheimnisvoll hinzufügt, „bloß in dem guten alten Hotel Klomser in der Herrengasse wohnte“. (XI, 399) In der Herrengasse steigt auch Leverkühn ab, nach der Erstaufführung des verhängnisvollen Violinkonzerts, die Thomas Mann in Wien stattfinden läßt.

Das Konzert ist die Liebesgabe, zu der sich Adrian von dem zudringlichen Freund hat beibiegen lassen, das platonische Kind, das Schwerdtfeger sich von ihm wünscht. (VI, 399, 467) Von Wien aus fährt er mit dem Freund nicht nach Neapel, aber auf Madame de Tolnas ungarisches Schloß, wo Schwerdtfegers Zudringlichkeit ihr unplatonisches Ziel erreicht.

115 Verbreiteten Spekulationen zu Beginn des Jahrhunderts „verdanken die Ungarn den Ruf, besonders zur Männerliebe zu neigen. So signalisiert bereits der Titel des anonymen – Oscar Wilde zugeschriebenen – Romans Teleny, daß hier die Geschichte eines homosexuellen Jünglings erzählt wird.“ (Detering, Das offene Geheimnis, S 273 f.)

Mit einem Konzert beginnt der Roman „Teleny“ und damit die Geschichte von der gleichgeschlechtlichen Liebe zwischen dem ungarischen Pianisten Teleny und Camille Des Grieux.

Solche „Spekulationen“, „die Ungarn“ würden „besonders der Männerliebe“ zuneigen, können nun — einhundertdreißig Jahre nach der zweiten Auflage von „Teleny“ — in Zeiten der Herrschaft Viktor Orbáns nicht mehr angestellt werden. Diesen „Ruf“ auszumerzen, dafür hat die Gefolgschaft Viktor Orbáns gerade in diesem Jahr besonders viel getan, mit ihrem „Feldzug“, wie eine österreichische Tageszeitung schlagzeilt, zum Heile der Männer.

Vitathatatlan, hogy Oscar Wilde (1854-1900) igazi zseni volt, hiszen csak egy zseni tudja oly szélsőségesen megosztani a közvéleményt, mint ahogy tette ezt ő. A tragikus sorsú nagy deviáns bizarr, megrendítő, rejtelmes pályájú könyvével jelentkezik a kiadó, egy megdöbbentő művel forró erotikáról, szerelemről és megszállottságról. Pompás, szórakoztató, ugyanakkor igen szomorú szenvedélytörténet ez a homoerotikusnak is nevezhető regény, mely a már-már beteges rögződés és a nagyon is emberi hűtlenség drámája, s bizony olyan könyv is a Teleny, melyet a világirodalmi köztudat még pár évtizeddel ezelőtt is szégyellt és figyelmen kívül hagyott. A történet elsősorban a Teleny és Camille Des Grieux között kibontakozó szerelmi kapcsolatról szól. Köntörfalazás nélkül, nyíltan mond ki a szerző olyan dolgokat, amivel megbotránkoztatja az olvasót. Érzékletesen ábrázolja a francia bordélyok duhaj mindennapjait, a különféle szeretkezések legintimebb pillanatait. Ám nem csupán ebből áll a mű, hiszen az író egyúttal lerántja a leplet kora társadalmáról is, görbe tükröt állítva a viktoriánus kor erkölcsi normái elé. A fiatal Camille és Teleny mindent elsöprő szerelme meghiúsul, a társadalom bűnösnek tartja az ifjú szerelmeseket, az a társadalom, amely a valóságban sokkal nagyobb fertőben van, sokkal mocskosabb bűnök terhelik, az a társadalom, amely Wilde-ot is kivetette magából, s csak később ébredt rá, hogy egy kivételes művésszel, a 19. századi irodalom legnagyobb alakjával művelte ezt.

Solch ein Roman muß heute nun nicht mehr geschrieben, der die Gesellschaft entlarvt, ihren Sitten einen Spiegel vorhält, ist doch das Zeitalter mit den Orbáns nicht verkommener als das in diesem Roman beschriebene Zeitalter. Dauern aber werden vielleicht Priester, daß ihre unplatonische Liebe zu Knaben nicht mehr im Tod gemeinsam mit Knaben ihre größte Erfüllung findet, ihr Liebesglück doch nur im Diesseits ohne Absolution endet und nicht mehr himmlisch ewiglich fortdauert, wie es in der Kurzgeschichte, um die die deutschsprachige Ausgabe von „Teleny“ erweitert ist, „Der Priester und der Meßnerknabe“ von John Francis Bloxam geschildert wird.

»Sie hätten nicht Priester werden sollen, dann hätten Sie heiraten können. Das, denke ich, würde Sie gerettet haben.«

Ronald Heatherington erhob sich und legte die Hand auf des Rektors Arm. »Sie verstehen mich nicht. Niemals in meinem Leben hat eine Frau mich gereizt. Können Sie nicht sehen, daß die Menschen verschieden, völlig verschieden von einander sind? Es ist unmöglich zu denken, wir alle seien gleich; unsere Naturen, unsere Temperamente sind durchaus ungleich. Aber das wollen die Menschen niemals sehen. Sie bauen ihre Meinungen auf einer falschen Grundlage auf. Wie können ihre Schlüsse richtig sein, wenn ihre Voraussetzungen falsch sind? Eine Bestimmung, die von der Mehrheit derer festgelegt ist, welche zufällig gleicher Sinne sind, verpflichtet die Minderheit nur gesetzlich, nicht moralisch. Welches Recht haben Sie oder irgend jemand, mir zu sagen, diese und jene Handlung sei sündig für mich? Oh, warum kann ich Ihnen das nicht erklären, warum kann ich Sie nicht zwingen, zu sehen?« und sein Griff preßte des anderen Arm.

Dann fuhr er ernst und fest fort: »Für mich, für meine Natur würde es Sünde sein, wenn ich geheiratet hätte: es würde ein Verbrechen gewesen sein, eine große Unsittlichkeit, und mein Gewissen würde sich empört haben.« Dann fügte er bitter hinzu: »Gewissen sollte jener göttliche Naturtrieb sein, der uns heißt, unseren natürlichen Anlagen nachzufolgen, das haben wir vergessen. Für die Meisten von uns, für die Welt vielmehr, sogar im allgemeinen für Christen ist Gewissen nur ein anderer Name für die Feigheit, die da fürchtet, dem Herkömmlichen zu trotzen. Verflucht sei dieses Herkommen! Ich habe kein moralisches Vergehen solcher Art verübt; vor Gott ist meine Seele schuldlos; für Sie jedoch und die Welt bin ich eines abscheulichen Verbrechens schuldig, abscheulich, weil es Sünde ist gegen das Herkömmliche. Ich fand diesen Knaben. Ich liebte ihn, wie ich niemals vorher jemanden oder etwas geliebt habe. Ich brauchte nicht um seine Neigung zu werben, er war in Wahrheit mein. Von Anfang an liebte er mich wie ich ihn. Er war die notwendige Ergänzung meiner Seele. Wie darf die Welt sich erdreisten, uns zu richten? Was ist uns das Herkömmliche? Obgleich ich wahrhaftig weiß, daß solch eine Liebe schön und rein ist, obgleich ich vom Grunde meines Herzens aus das niedrige Urteil der Menschen verachte, versuchte ich zuerst, Widerstand zu leisten, nur zu seinem Heil und zum Heil unserer Kirche. Ich kämpfte gegen die Bezauberung, die er auf mich ausübte. Niemals würde ich zu ihm gegangen sein und ihn um seine Liebe gebeten haben; bis zum Ende würde ich gekämpft haben. Aber was konnte ich tun? Er war es, der zu mir kam und mir den Reichtum seiner edlen Seele bot. Wie konnte ich ihm das häßliche Bild zeigen, das die Welt malt? So wie Sie ihn diesen Abend sahen, ist er Nacht für Nacht zu mir gekommen; wie durfte ich die süße Reinheit seiner Seele zerstören, durch Andeutung des fürchterlichen Argwohns, den seine Gegenwart hätte erwecken können? Ich wußte, was ich tat. Ich habe der Welt Trotz geboten und mich gegen sie aufgelehnt. Ich habe offen über ihre Vorschriften gespottet. Ich bitte Sie nicht, Mitleid mit mir zu haben, noch bettele ich, daß Sie Ihrer Hand wehren. Ihre Augen sind blind durch einen lügnerischen Star. Sie sind gefesselt, gefesselt durch jene elenden Bande, die Ihren Leib und Ihre Seele von der Wiege an gebunden hielten. Sie müssen tun, was Ihre Pflicht gebietet. In Gottes Augen sind wir Märtyrer, und wir sollten selbst vor dem Tode nicht zurückschrecken in diesem Kampfe gegen die abgötterische Anbetung des Herkömmlichen.«

Ronald Heatherington sank in den Sessel und verbarg sein Gesicht in den Händen. Der Rektor verließ schweigend den Raum. Einige Minuten hielt der junge Priester sein Gesicht begraben. Dann erhob er sich mit einem Seufzer und durchschritt den Garten, bis er vor seines Lieblings offenem Fenster stand. »Wilfred«, rief er sehr leise. Das liebliche Antlitz, bleich und mit Tränen benetzt, erschien am Fenster. »Ich bedarf deiner, mein Liebling; willst du kommen?« flüsterte er. »Ja, Vater.« Der Priester trug ihn in sein Zimmer zurück, schloß ihn sanft in die Arme; er versuchte, die kalten kleinen Füße zu erwärmen. »Mein Liebling, alles ist dahin.«

Und er erzählte ihm, so schonend er vermochte, was ihnen bevorstand. Der Knabe verbarg das Gesicht an seiner Schulter und schluchzte leise. »Was kann ich tun, lieber Vater?« Für einen Augenblick schwieg er. »Ja, du kannst für mich sterben; du kannst mit mir sterben.«

Die liebenden Arme umschlangen noch einmal seinen Hals, und die warmen Lippen küßten die seinen. »Alles will ich für Sie tun. Oh laß uns zusammen sterben.« »Ja mein Knabe, es ist besser so.« Ruhig und zärtlich bereitete er den Knaben zum Tode vor; er hörte seine letzte Beichte und gab ihm die letzte Absolution. Sie knieten Hand in Hand vor dem Kruzifix nieder. »Bete für mich, mein Liebling.« Still sandten sie ihre Gebete hinauf, daß der Herrgott Mitleid haben möge für den Priester, der gefallen war im furchtbaren Lebenskampfe.

Bis Mitternacht knieten sie dort, dann nahm Ronald den Knaben in die Arme und trug ihn in die Kapelle. »Ich will eine Messe lesen für die Ruhe unserer Seelen,« sagte er. Über sein Nachtgewand zog der Knabe den scharlachfarbenen Priesterrock mit Stickerei und Spitzen, bedeckte die nackten Füße mit den geweihten Schuhen; er zündete die Kerzen an und half ehrerbietig dem Priester, sich zu bekleiden. Bevor sie die Sakristei verließen, nahm der Priester ihn in seine Arme und zog ihn fest an die Brust. Er streichelte das weiche Haar und flüsterte ihm ermunternd zu. Der Knabe weinte still, seine schlanke Gestalt zitterte unter Schluchzen, das er kaum unterdrücken konnte. Nach kurzer Zeit beruhigte ihn die zärtliche Umarmung, und er erhob den schönen Mund zu dem des Priesters. Ihre Lippen fanden sich und ihre Arme umfingen einander eng. »Oh mein Knabe, mein einziger süßer Liebling«, flüsterte der Priester zärtlich. »Bald werden wir für immer zusammen sein.« »Dann soll uns niemand mehr trennen,« sagte das Kind. »Ja, es ist besser so; weit besser, im Tode vereint, als getrennt im Leben.«

In der schweigenden Nacht knieten sie vor dem Altar, während der Schimmer der Kerzen die Gesichtszüge des Gekreuzigten in seltsamer Deutlichkeit aufleuchten ließ. Niemals hatte des Priesters Stimme in so wundervollem Ernst gezittert, niemals hatte der Knabe mit solcher Ergebenheit geantwortet, wie bei dieser mitternächtigen Messe für den Frieden ihrer eigenen scheidenden Seelen. Vor der Einsegnung nahm der Priester ein winziges Fläschchen aus der Tasche seines Gewandes, segnete es und schüttete den Inhalt in den Kelch. Als er den Kelch nehmen mußte, setzte er ihn an die Lippen, doch er trank nicht. Er reichte dem Kind die geweihte Hostie, dann nahm er den schönen goldenen, mit kostbaren Steinen besetzten Kelch zur Hand und wandte sich dem Knaben zu; doch als er das Leuchten in dem schönen Antlitz sah, kehrte er sich ab zu dem Kruzifix und stöhnte leise. Für kurze Zeit verließ ihn sein Mut, doch dann neigte er sich zu dem Knaben und bot seinen Lippen den Kelch.

»Das Blut unseres Herrn Jesu Christi, das für dich vergossen wurde, bewahre deinen Leib und deine Seele zu ewigem Leben.« Niemals hatte der Priester so reine Liebe, solch vollkommenes Vertrauen in den lieben Augen erblickt, wie jetzt aus ihnen strahlte, jetzt, da er mit erhobenem Antlitz den Tod empfing aus den Händen dessen, den er am meisten in der Welt liebte. Als er getrunken hatte, fiel Ronald neben ihm auf die Knie und leerte den Kelch bis zur Neige; setzte ihn nieder und schlang seine Arme um die Gestalt seines geliebten Meßnerknaben. Die Lippen fanden sich in einem letzten Kuß vollkommener Liebe, und alles war vorüber.

Da die Sonne am Himmel emporstieg, sandte sie einen breiten Strahl auf den Altar der kleinen Kapelle. Die kaum zur Hälfte abgebrannten Kerzen leuchteten noch. Die traurig blickende Gestalt am Kreuz hing in majestätischer Ruhe. An den Stufen des Altars war die hagere, asketische Gestalt des jungen Priesters ausgestreckt, in die geheiligten Gewänder gekleidet; dicht bei ihm, das lockige Haupt auf die prächtigen Stickereien gebettet, die seine Brust bedeckten, lag der Knabe in Scharlach und Spitzen.

Ihre Arme hielten einander umschlungen; seltsame Stille lag wie ein Grabtuch über allem. »Und wer über diesen Stein fällt, der soll zerbrochen werden, aber auf wen er fällt, den soll er zu Staub zermalmen.«

Das Einfühlungsvermögen der Irmgard Griss und die rührende Sorge um Menschen im Gefängnis

In den letzten Wochen durfte allenthalben von einer rührenden Sorge um Menschen in Gefängnissen gelesen werden, wie es Menschen wohl in Haft gehe, was Menschen den ganzen Tag in Haft machen würden, was Menschen in Gefängnissen tun dürfen, was sie nicht tun dürfen, was sie in Haftanstalten zu essen bekommen würden, ob sie sich ihre Haft erleichtern könnten und so weiter und so fort. Menschen, die bereits in Haft sind, Menschen, die kurz vor ihrem Haftantritt stehen, wünschten sich wohl alle, Karl-Heinz Grasser zu heißen, denn dann würde ihnen allen ebenfalls diese rührende Sorge zuteil werden, aber sie heißen nicht alle Karl-Heinz Grasser, und vor allem, sie alle waren nicht der Schwiegereltern liebster Finanzminister, dem nun auf so einzigartige Weise diese rührende Sorge zuteil wird.

Der Sorge rührendste ist wohl jene von Irmgard Griss, von ihr geäußert in ihrem Gastkommentar am 16. Mai 2025 in der Tageszeitung „Kleine Zeitung“, ihr hehres Ansinnen, einen Menschen vor dem Gefängnis zu bewahren, ihn in seinem bequemen Zuhause in gemütlicher und vertrauter Atmosphäre … Herzerweichend, wie sie sich einfühlen kann, was ein Mensch an Energie noch aufbringen könne, der so tief gefallen sei, es werde für alle ein warnendes Beispiel sein, die in Gefahr seien, „ihrer Gier nachzugeben und ihre Position dazu zu missbrauchen, sich zu bereichern“ —

Es sind im Wesentlichen zwei Zwecke: Spezialprävention und Generalprävention. Der Verurteilte soll davon abgehalten werden, weitere Straftaten zu begehen. Und auch auf die Allgemeinheit sollen Strafen abschreckend wirken. Durch Strafen soll bewusst gemacht werden, dass mit harten Konsequenzen rechnen muss, wer jemanden verletzt oder gar tötet, sich an fremdem Eigentum vergreift oder sich sonst strafbar macht.

Abgesehen davon, stellt sich hier die Frage, ob jemand, wie Karl-Heinz Grasser, aus spezialpräventiven oder generalpräventiven Gründen eingesperrt werden muss. Ich glaube das nicht. Wer so tief fällt, wird kaum die kriminelle Energie für weitere Straftaten aufbringen, auch wenn er nicht ins Gefängnis muss. Und auch bei Vollzug der Strafe nur oder hauptsächlich durch eine Fußfessel wird sein Absturz ein warnendes Beispiel für alle sein, die in Gefahr sind, ihrer Gier nachzugeben und ihre Position dazu zu missbrauchen, sich zu bereichern.

Ja, das Gefängnis, ja die in einer Haftanstalt abzusitzende Strafe hatte bisher, wie muß darin Irmgard Griss zugestimmt werden, nicht „abschreckend“ gewirkt, erst die „harten Konsequenzen“ durch den Aufenthalt im vertrauten Eigenheim mit einem vielleicht nicht nach jedem Menschen modischen Geschmacke zu tragenden Fußketterl wird größtmöglich „abschreckend wirken“. Darüber hinaus, nichts kann dermaßen abschreckend wirken als die Beibehaltung der eigenen Wohnadresse, wie wurde doch bisher regelrecht dazu eingeladen, Straftaten gleich welcher Art zu begehen, allein durch die Bekanntgabe der neuen Adresse Stein, Graz-Karlau, Justizanstalt Innsbruck …

Wie viele der Menschen, die bereits in einer Justizanstalt einsitzen, die kurz vor ihrem Haftantritt stehen, jetzt wohl einen Eid darauf ablegen würden, niemals würden sie eine Straftat begehen, stünden ihnen derart harte Konsequenzen bevor, mit einem Fußketterl in den eigenen vier Wänden …

Aber sie freuen sich, ob in Wiener Neustadt, am Mittersteig , in Wien-Josefstadt und so weiter und so fort, über die nun hereinbrechende rührende Sorge um sie, wie es ihnen denn in den Anstalten ergehe, und sie dürften gegen ihren Bruder wohl dankbar sein, der erst die Sorge ausgelöst, daß sie endlich wahrgenommen werden.

Teil jener Kraft, die stets das Gute will und stets das Gute rafft

Franz Schellhorn, der uneigennützig eine Statistik, die ihm wert scheint, wie ihm sonst wohl nur eigene Statistiken wert scheinen, weiterverbreitet, verbreitet auch das Tiefgedachte eines Max Stirner weiter, dessen Wert nur ein Mastermind, wie es eben Franz Schellhorn ist, erkennen kann. Genauer gesagt, das Tiefgedachte einer Person, die sich Max Stirner nennt, wohl zur Legitimierung der eigenen Person mit ihrer Selbsttiefendenke.

Ein direktorialer Mastermind wie Franz Schellhorn ist ein viel beschäftigter Mann, der viel zu leisten hat, allein seine medialen Auftritte, ob in Printerzeugnissen wie „Kurier“, „Profil“, „Kleine Zeitung“ usw., ob im privatrechtlichen, im öffentlich-rechtlichen Fernsehen, ob auf einer Konzernplattform, werden ihm schon einen Großteil seiner Zeit rauben, so daß er bis jetzt bloß zur Weiterverbreitung eines Tiefgedachten des Max Stirner gekommen ist, am 6. Mai 2025 auf X …

Dabei, dabei harrt doch dermaßen viel Tiefgedachtes von Max Stirner auf dieser Konzernplattform der Weiterverbreitung, und ein viel beschäftigter Mastermind, wie es eben Franz Schellhorn ist, verdient es, ihm Unterstützung durch eine Auswahl des stirnerischen Tiegedachten angedeihen zu lassen, so daß er, Franz Schellhorn, zeitsparend und also effizient

nur noch aus dem Tiefgedachten auszuwählen bräuchte, was ihm ebenfalls zur Weiterverbreitung wert …

Alles, allein das, was Max Stirner in den letzten Wochen seit dem 10. April seines Jahres ’25 an Tiefgedachtem verbreitete, verdiente zur Erhellung, zitiert zu werden, doch es ist zu viel, und es wäre jedem einzelnen Tiefgedachten gegenüber ungerecht, nur ein paar der tiefen Gedanken des Max Stirner durch Zitation hervorzuheben, sind sie doch alle gleichwertig,

und nur ein Mastermind wie Franz Schellhorn dürfte aufgrund seiner Verfaßtheit in der Lage sein, darf angenommen werden, auszuwählen, welche der tiefen Gedanken des Max Stirner verdienen es, vor allen anderen weiterverbreitet zu werden.

Es darf aus dem einen und anderen Tiefgedachten des Max Stirner geschlossen werden, daß diese Person Master aus Deutschland ist, Österreich aber darf sich deshalb nicht gegenüber Deutschland zurückgesetzt fühlen, auch in Österreich gibt es vor allem einen Master, und nicht selten gehen Master aus Österreich Mastern aus Deutschland voran, Masters befruchten einander, so schreibt beispielsweise dieser Master aus Österreich bereits am 2. Mai in bezug auf den Verfassungsschutz in Deutschland von einem „Faschingsverein“, das für Max Stirner eine Quelle der Inspiration gewesen sein könnte, am 9. Mai den Verfassungsschutz in Deutschland darzustellen als „Clowns“ …

NS Nicht anders wird es um das reicheltsche Nius bestellt sein – es wird dem vielbeschäftigten Mastermind auch dafür einfach die Zeit fehlen, um mehr als eine Statistik weiterzuverbreiten.

Was auf das Tiefgedachte der sich Max Stirner nennenden Person zutrifft, trifft auch auf das Tiefgedachte von Nius zu, die Weiterverbreitung ist exklusiv Masterminds einzig zu lassen.

„AfD deckt auf! NIUS berichtet.“ Und Franz Schellhorn – Mastermind von Sepp Schellhorn, Staatssekretär für Deregulierung und Entbürokratisierung? – verbreitet.

Es wurde medial äußerst dankbar aufgegriffen, daß Sepp Schellhorn sein Gefühl in der Vergangenheit verzeitigte, als er sich siebenundzwanzig Jahre vor seiner Geburt „gefühlt wie vor fünfundachtzig Jahren“,

und darüber wurde in der Gegenwart sogleich breit berichtet, zwei Rechtsanwälte erkannten ihre „NS-Verharmlosung“ darin und sogleich konnte auch damit dankbar das Berichten in der Gegenwart breit weitergehen, über die Vergangenheit, und nicht in der Gegenwart über die Gegenwart —

Geradeso, als ob die Gegenwart nichts zum Berichten hergeben würde, dabei hält die Gegenwart soviel zum Berichten bereit, auch die der Schellhorns.

Was den Staat, was die Wirtschaft betrifft, dürften Franz Schellhorn und Sepp Schellhorn in derselben Schule das Denken gelehrt bekommen haben, aus der Franz Schellhorn als Mastermind entlassen und Sepp Schellhorn als Staatssekretär,

möglicherweise aber ist doch Sepp Schellhorn als Superhirn aus der Schule herausgekommen und Franz Schellhorn als Staatssekretär, ebenso kann es aber auch sein, daß

kein Staatssekretär für Deregulierung und Entbürokratisierung aus dieser Schule hervorgegangen ist, sondern, kurz wie einfach gesagt, zwei, deren Aufgaben nicht Umsetzung und Gestaltung sind, sondern das Gerede, für einen von ihnen vielleicht noch die winzige Aufgabe des Koordinierens vom Gerede, und für diese für genügend Beinfreiheit zu sorgen hat — womit sie bereits mehr als ausgelastet sind.

Einflüsternde Masterminds für die Partei des einen Schellhorn, darin aber dürften sie erfolgreich sein, wie ein Blick auf das Wollen dieser Partei: Teil von jener Kraft, die stets das Gute will und stets das Gute rafft …

Was zeichnet Masterminds aus? Den Wert von Tiefgedachtem sofort zu erkennen. Das ist die Qualität eines Superhirns, eines Superhirns, das Sepp Schellhorn in die Lage versetzt, sich in einer Zeit fühlen zu können, ohne selbst noch in dieser Zeit existiert zu haben, siebenundzwanzig Jahre vor die eigene Geburt zurückgehen zu können, und zu fühlen, wie Menschen vor fünfundachtzig Jahren gefühlt haben.

Mastermind der Superhirne ist aber zweifellos Franz Schellhorn, denn nur ihm ist es gegeben, sofort den Wert einer Statistik zu erkennen, und ganz und gar uneigennützig sich in den Dienst der Weiterverbreitung einer derart wertvollen Statistik zu stellen,

wie die „Nius“-Statistik am 13. Mai 2025, mit der Ben Brechtken meint, daß mit „dieser Statistik endgültig widerlegt“ sei, daß „Männer“ das „Problem“ seien.

Franz Schellhorn, mit seiner Agenda selbst ein begnadeter Statistikhersteller, teilt nicht nur ihm wertvoll erkannte „Nius“-Statistik des „Nius“-Mannes Ben Brechtken, es verbindet ihn mit dem „Nius“-Chefredakteur wohl auch der Philosemitismus, wie ihn der eine und auch der andere auf der Konzernplattform X Anfang April 2025 zum Ausdruck brachten …

Wie sehr die von Franz Schellhorn mit verbreitete „Nius“-Statistik“ widerlegt, daß „Männer“ das „Problem“ seien, unterstreichen zwei Zahlen aus der Kriminalstatistik 2024 für die Bundesrepublik Deutschland: männliche Tatverdächtige insgesamt bei Straftaten insgesamt: 1.624.473, weibliche Tatverdächtige insgesamt bei Straftaten insgesamt: 560.361.

„AfD deckt auf!“ Und, verkündet am 13. Mai 2025 Martin Hess, Mitglied des Deutschen Bundestages auf der Konzernplattform Facebook weiter: „NIUS berichtet.“ Und Franz Schellhorn, darf hinzugefügt werden, verbreitet, was „NiUS“ —

Was dem Mastermind der Superhirne wert ist, zu verbreiten, ist nicht allein diese Statistik, sondern auch — das aber, weil es sich um eine Person handelt, die sich für ihr Tiefgedachtes, wohl weil diese Person sich selbst als Philosophin, als ein Superhirn versteht, den Namen eines Philosophen ausborgt, verdient ein eigenes Kapitel, um das Tiefgedachte dieser Person und das von Franz Schellhorn von ihr verbreitete, das er wohl in der Sekunde als Tiefgedachtes erkannt haben muß, angemessen zu würdigen.

„Remigration“: Belasteter Begriff der Gegenwart

In Deutschland wurde am 15. Mai 2025 im Bundestag ein Abgeordneter der Fraktion identitärer Politik für sein Verwenden des Begriffs „Remigration“ in seiner Rede von Bundestagsvizepräsidentin Andrea Lindholz aus der Partei CSU gerügt, sie beließ es diesmal aber dabei, Marc Bernhard zu verwarnen und diesmal noch keinen Ordnungsruf zu erteilen,

am 24. April 2025 rief im österreichischen Parlament „Umvolkung“ den ersten Nationalratspräsidenten zu seiner gesinnungsgemäßen Ordnung, die ihn ermächtigt, weder zu rügen noch zu verwarnen.

Bundestagsvizepräsidentin Andrea Lindholz aus der Christlich-Sozialen Union begründete ihre Rüge und ihre Verwarnung damit, daß „Remigration“ ein aus „unserer Geschichte belasteter Begriff“ sei, und sie hat damit vollkommen recht, wenn „Geschichte“ als Gegenwart gelesen wird,

denn „Remigration“ ist ein belasteter Begriff aus der Gegenwart und nicht aus der Vergangenheit, im Gegensatz zum Begriff „Umvolkung“, der ein belasteter Begriff auch aus „unserer Geschichte“ ist, wenn „Geschichte“ als Vergangenheit gelesen wird, und „Umvolkung“ bleibt auch in der Gegenwart weiterhin ein gesinnungsgemäß belasteteter Begriff, mögen ihm die Gesinnungstreuen noch so viele modern erscheinende Wortkleider überziehen.

Was der belastete Begriff aus der Gegenwart „Remigration“ wieder einmal allzu deutlich macht, ist, daß wie ehedem die Vergangenheitstreuen stets darauf angewiesen sind, für ihre Gesinnung alles zu stehlen, was nur gestohlen werden kann,

und also auch Begriffe für ihre Gesinnung zu vergewaltigen, wie sie es eben wieder mit „Remigration“ beispielhaft …

NS In Deutschland gibt es ein Gutachten, in dem u. v. a. m. „Remigration“ und „Umvolkung“ enthalten sind, ein Gutachten nicht zum Zweck der Eignungsfeststellung für hohe und höchste Staatspositionen,

ein solches Gutachten mit u. v. a. m. diesen Begriffen „Umvolkung“ und „Remigration“ in Österreich, würde es denn erstellt werden, hingegen diente zur Feststellung, wer ministrabel, wer kanzlrabel, wer präsidiabel …

… steht für gepanden Artenschutz

Die Rückkehr des Großen Panda-Paares in den Tiergarten Schönbrunn ist ein wichtiges und freudiges Ereignis: Sie ist allen voran ein Zeichen der internationalen Verständigung, steht für gelebten Artenschutz, internationale Forschung und die langjährige, vertrauensvolle Partnerschaft zwischen China und Österreich.

Das also ist für den derzeitigen österreichischen Bundeskanzler „Zeichen der internationalen Verständigung“ und das auch „steht für gelebten Artenschutz“ …

Wie schön das Christian Stocker auf der Konzernplattform X am 14. Mai 2025 schreibt, so schön spricht sonst nur noch ein Kardinal, wenn er von der „Schöpfungsverantwortung“ predigt, und vielleicht noch

ein Bundespräsident, der weiß, wer einst für die Bewahrung der „Schöpfung“ sich einsetzte, und dem es wohl ebenfalls ein gar freudiges Ereignis sein muß, jetzt nicht mehr

nach China reisen zu müssen, um Pandas füttern zu dürfen, sondern auf so kurzem wie einfachem Wege bloß noch nach Schönbrunn …

Für „gelebten Artenschutz“ scheint Christian Stocker auf eine Parole eines Vorgängers von ihm zurückzugreifen: „Koste es, was es wolle!“

Man sagt, dass sich die Kosten auf etwa eine Million Dollar pro Jahr belaufen. Üblicherweise läuft der Leihvertrag für zehn Jahre, mit einer Option auf eine Verlängerung um weitere fünf Jahre. Auch Jungtiere, die im Ausland gezeugt werden, bleiben Eigentum der Volksrepublik. Die Rechnung geht aber ganz offensichtlich auf, die Tiergärten, die mit so einer Attraktion aufzuwarten haben, können nicht über mangelnde Besucherzahlen klagen. Zur Leihgebühr kommen auch noch Investitionen für artgerechte Gehege und fürs Futter. Pandas ernähren sich von Bambus, das können 60 bis 90 kg pro Tag sein, und gerade die Zoos in nördlichen Breitengraden müssen den möglichst frischen Bambus um viel Geld heranschaffen.

Was es wohl sieben Jahre später im Angesicht der Inflation kosten wird?

Möglicherweise fand Christian Stocker in einem Nachschlagewerk nicht „gepandaten“ und so griff er, um rechtschreibmäßig kompetent zu erscheinen, zu „steht für gelebten Artenschutz“, steht für gepandaten Artenschutz ihm nicht richtig oder wahr genug klang; rechtschreibmäßig jedoch hätte er mit steht für profitablen Artenschutz sich auch keine Blöße gegeben, aber wohl zu …

„Jetzt das Richtige tun“, ist die derzeitige Parole des derzeitigen Bundeskanzlers, und wie wahr und richtig alles ist, was er tut, aus „Kollaboration“ wird „internationale Verständigung“, er tut schon alles, was er tun kann, für „gelebten Artenschutz“, und mehr noch, sein Anliegen die gesamte „Schöpfung“, und so tut er nicht nur etwas für „gelebten Artenschutz“, sondern auch für „gelebten Klimaschutz“, und mit ihm die gesamte derzeitige Regierung Österreichs, allein in den letzten Tagen durfte erfahren werden, wieviel sie tun für den „gelebten Klimaschutz“.

Was das erst für ein wichtiges und freudiges Ereignis werden wird, nach der Rückkehr Art Panda in den Tiergarten Schönbrunn auch noch die Rückkehr der Klimaart Großer Bonsai in den Botanischen Garten im Belvedere, sie allen voran Zeichen der stockerischen Bundesregierung, die steht: für „gelebten Artenschutz“, für „gelebten Klimaschutz“ …

„Umvolkung, Remigration: ‚Komme ich eigentlich auch im VS-Bericht vor?'“ Ja.

Ist das nicht rührend, ist das nicht herzig, wie eine Strippe fragt, ob sie denn auch vorkomme, genauso, wie ein Kleinkind seine Mutti fragt:

Auch
Ich
Auch
Ich Auch

und dann, wenn seine Mutti ihrem Kind bestätigt, ja, es auch, sich zufrieden weiter mit Hafertrockenschleim und Kinderkalkzwieback füttern läßt. Es muß ja fragen, es hat ja noch nicht die Kulturttechnik gelernt, wie etwas selbst herauszufinden ist; es weiß aber wenigstens schon, daß ihm schnell was zu mühsam, zu fad wird, wie beim Spielen es selbst etwas tun muß, das Spiel zu anspruchsvoll ist, es sich vor dem Versagen, vor dem Verlieren fürchtet, auch wenn es ihm doch heiß interessiert, ob es vorkomme oder nicht …

Komme ich eigentlich auch im VS-Bericht vor? Es gibt noch keine Textversion und dieses PDF zu durchforsten ist mir zu mühsam.

… was es sich so sehr wünscht, vorzukommen, war es doch in seinen Augen so recht, recht brav, und so klein kann es gar nicht sein, daß in ihm nicht schon das Begehren, auch einmal auf etwas stolz … Mutti kann ihrem Kind, wenn es sich recht brav weiter füttern läßt, bestätigen, es komme vor, und es könne, wenn es alles aufgegessen hat, zu Vati laufen und ihm stolz vermelden:

Auch
Ich Auch

Vielleicht fragt es aber nicht artig, sondern wirft sich gleich auf den Boden, mit seinen Füßchen in die Höh‘, strampelt und schreit:

Auch
Auch
Ich Auch

Und nur Vati es noch beruhigen kann: Ja, Du auch. Und das Kind stolz sieht, wie stolz Vati noch in seinen Schaftstiefeln auf seinen Burschen ist, und es stolz auf seinen Vati, weil dieser stolz auf sein Kind ist, kommt es doch auch vor.

Das ist doch rührend, das ist doch herzig, wie eine ausgewachsene Strippe das Kleinkindhafte bewahrt, darin verhaftet, alles muß sich stets um sie drehen.

Und wer in diesem Gutachten ebenfalls vorkommt, ist gesinnungsgemäß der Chef der Strippen.

Weder rührend noch herzig ist, wo überall der Strippenchef auftritt, und das vor allem in Österreich,

und vor allem mit wem in Österreich —

in dem ihm gesinnungsgemäß Türen von Gebäuden recht weit aufgerissen werden, die ihm in Deutschland verschlossen.

Was in diesem Gutachten ebenfalls und mehrmals vorkommt,

das sind Begriffe u. v. a. m.: „Umvolkung“, „Remigration“, „Bevölkerungsaustausch“, „Großer Austausch“ also Begriffe, die in Österreich ehrenwerte sind,

so hat, kurz ist dies erst her, im österreichischen Parlament ein Abgeordneter von „Umvolkung“ gesprochen, und für den Nationalratspräsidenten, seinem ehrenwerten Ruf gerechtwerdend, ging das gesinnungsgemäß in Ordnung,

und auch „Bevölkerungsaustausch“ ist in Österreich ein ehrenwerter Begriff, denn sonst würde ein Militär des österreichischen Bundesheeres diesen wohl nicht als Buchtitel …

Der Begriff „Remigration“ macht einen Menschen, der diesen in Österreich verwendet, nicht nur ministrabel, sondern auch kanzlerabel,

Minister war er, für den „Remigration“ ein ehrenwerter Gesinnungsbegriff, bereits für kurz, für gar volkskanzlerabel hält er sich weiterhin selbst —

und beinahe, beinahe wäre er auch zu dem gemacht worden, und seine Partei diesmal mit ihm mit all ihren ehrenwerten Begriffen wieder einmal zu einer Regierungspartei …

Staatssekretär für Deregulierung?

Es wird jetzt viel darüber berichtet, Sepp Schellhorn sei „Staatssekretär für Deregulierung“, auch seine Partei stellt ihn auf ihrer Website, wie an diesem Tag 14. Mai 2025 zu lesen ist, so dar.

Und das ist gemäß der Novelle des Bundesministeriengesetzes per 1. April 2025 korrekt, heißt es in dieser doch zum

Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten
2. Angelegenheiten der Deregulierung und Entbürokratisierung, soweit sie nicht in den Wirkungsbereich anderer Bundesministerien fallen.

Auf der Website des Bundesministeriums für europäische und internationale Angelegenheiten ist am 14. Mai 2025 von „Deregulierung und Entbürokratisierung“ nichts zu lesen, und vom Staatsekretär nur, daß er bloß „Staatssekretär im Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten“ ist. Und auch im Organigramm dieses Ministeriums ein bloßes Kästchen mit „Staatssekretär – Büro des Staatssekretärs“, ohne zugeordnete Aufgaben, im gesamten Organigramm kommen „Deregulierung“ und „Entbürokratisierung“ nicht vor. Eine Suche auf dieser Website, ebenfalls am 14. Mai 2025, nach „Deregulierung“ ergibt zwei Treffer: ein aus 2019 und ein aus 2021. Die Suche nach „Entbürokratisierung“ ebenfalls zwei Treffer: beide aus 2021 —

Es scheint, daß „Angelegenheiten der Deregulierung und Entbürokratisierung“ ganz in den „Wirkungsbereich anderer Bundesministerien fallen“, und soher für Sepp Schellhorn die bloße Aufgabe eines „Büros des Staatssekretärs“ gemäß Organigramm direkt der Bundesministerin unterstellt, zu sein …

Die Aufgabe eines Vorzimmers, auch wenn es ein ministerielles ist, das weiß seine Partei, das weiß ihre Vorsitzende, wird einen derart umtriebigen Mann wie Sepp Schellhorn nicht auslasten, und so, darf desselben Tages gelesen werden, wird ihm ein „NEOS-Sonderbüro“ … und das wird ihn schon herausfordernd genug sein, zwischen dem „neu geschaffene[n] NEOS-Sonderbüro“ und dem „Büro des Staatssekretärs“ zu pendeln, allerdings, vielleicht sind im Sinne der jetzt gar so beschworenen „Einsparungen“ die zwei Büros nur ein Büro, aber dann bliebe Sepp Schellhorn immer noch die Aufgabe, wenn schon, wonach es aussieht, alle „Angelegenheiten der Deregulierung und Entbürokratisierung in den Wirkungsbereich anderer Ministerien fallen“, der „Regierungskoordination“ … Das ist der Auslastung wohl auch im genug. Und das kostet menschgemäß nicht zu knapp.

Mit „Deregulierung und Entbürokratisierung“ sollten, wie immer wieder zu hören und zu lesen ist, „Einsparungen“ einhergehen, aber Einsparungen durch Deregeluierung und Entbürokratisierung sind Aufgaben, die gemäß der Novelle in den Wirkungsbereich anderer Ministerien fallen …

Wie kommt Michael Völker auf „Judenverfolgung“?

Angezeigt wurde bereits der Hintergrund der „NS-Verharmlosung“ der zwei Rechtsanwälte, was also von deren Einbringung einer Sachverhaltsdarstellung bei der Staatsanwaltschaft zu halten ist.

Damit wäre alles gesagt, was zu deren durch Sepp Schellhorn ausgelöstes Ansinnen zu sagen ist, bis auf eine Frage.

Wie kommt Michael Völker am 12. Mai 2025 in der Tageszeitung „Der Standard“ auf „Judenverfolgung“?

Sein geschmackloser Vergleich mit der Judenverfolgung vor 85 Jahren, für den er sich allerdings schon entschuldigt hat, führt jetzt zu einer Anzeige wegen des Verdachts der Verharmlosung im Sinne des Paragrafen 3h des NS-Verbotsgesetzes. Die beiden Wiener Rechtsanwälte Florian Höllwarth und Andreas Schweitzer haben eine entsprechende Sachverhaltsdarstellung bei der Staatsanwaltschaft Wien eingebracht.

Richtigerweise hat Sepp Schellhorn nicht von „Juden“ gesprochen, als er von seinem Gefühl erzählte, er hat nicht gesagt, er hätte sich wie ein „Jude“ gefühlt; und das zitiert Michael Völker auch am 12. Mai 2025:

Schellhorn antwortete auf die Frage, wie er reagiert habe, so: „Die Frage ist dann immer, was moch i jetzt, und i hob mi gefühlt wie vor 85 Jahren. Soll man flüchten, soll man aufstehen, wohin geht man? Man kann nicht auf die Straße, man kann nicht die Straßenseite wechseln, man könnte höchstens des Abteil, den Waggon wechseln.“

Richtigerweise spricht Sepp Schellhorn in seiner Entschuldigung vom „Leid, das Menschen vor 85 Jahren angetan wurde“, und das zitiert Michael Völker auch in seinem Artikel am 12. Mai 2025:

Theoretisch droht bei einer Verurteilung nach Paragraf 3 des Verbotsgesetzes eine Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu fünf Jahren. Für Schellhorn gilt die Unschuldsvermutung. Umgehend nach seiner Äußerung hatte er sich auch dafür entschuldigt, die Aussage sei „absolut unpassend“ gewesen und in einer Emotion passiert. „Es war niemals meine Absicht, jemandes Gefühle damit zu verletzen. Das Leid, das Menschen vor 85 Jahren angetan wurde, ist unvergleichbar.“

Und dennoch reduziert es Michael Völker kurz wie einfach auf „Judenverfolgung“.

Es sind in diesen madigen zwölf Jahren der totalitären Herrschaft des Österreichers, es sind in diesen madigen sieben Jahren der totalitären Herrschaft des Österreichers auch in Österreich so viele Menschen verfolgt worden — sei es wegen ihrer sogenannten Herkunft, sei es wegen ihren Orientierungen gleich welcher Art, auch der politischen, sei es wegen deren körperliche oder geistige Konstitution — daß es achtzig Jahre später vollkommen unangebracht ist, es derart verkürzt darzustellen, wie es am 12. Mai 2025 auch Michael Völker …

Es kann also achtzig Jahre nach der totalen Verfolgungsmaschinerie des Österreichers nur mehr von „Menschenverfolgung“ gesprochen werden, um allen Menschen, die damals verfolgt und von denen so viele, so viele ermordet wurden, gerecht zu werden.

Wie kommt also Michael Völker am 12. Mai 2025 diese Totalverfolgung auf „Judenverfolgung“ zu reduzieren? Vielleicht hat er, Völker, nur die eigene Tageszeitung vom 8. Mai 2025 gelesen, sie als Quelle herangezogen:

Staatssekretär Schellhorn fühlt sich wie ein Jude 1940 […]

Das aber hat, um genau zu sein, am 8. Mai 2025 nicht „Der Standard“ selbst geschrieben, sondern das steht in einem Posting, dessen Screenshot „Der Standard“ in seinen Artikel vom 8. Mai 2025 mit Verlinkung zum bequemen Aufruf aufgenommen hat, einer hat das am 8. Mai 2025 auf der Konzernplattform X geschrieben, und die Tageszeitung des österreichischen Medienstandards findet es zur Verbreitung noch desselben Tages wert …

Übrigens und nur nebenher: Wer Jahrzehnte später für sich reklamieren will, „Juden“ zu sein, und sich als „neue Juden“ darzustellen bemüht und damit „Judenverfolgung“ wie in den totalitären Jahren des Österreichers verbreiten meinen zu müssen, sind jene, die auch damit ihrer identitären Gesinnung folgen …

Die Ursache dafür ist natürlich Sepp Schellhorn selbst, wie wenig muß er von der Gegenwart wissen, daß er, um benennen zu können, wie er sich „gefühlt“ habe, fünfundachtzig Jahre in die Vergangenheit zurück muß, wie muß er von der Gegenwart nichts wissen wollen, daß er nicht einmal in seiner Entschuldigung auf die Gegenwart zu sprechen kommen kann, in der so viele, die damals verfolgt wurden, weiter und wieder verstärkt verfolgt werden, und das nicht nur in diesem Österreich, wegen deren

Orientierung,

ihnen zugewiesenen Herkunft,

und sie immer wieder nur auf ihre sogenannte Herkunft und so weiter und so fort.

Was für eine Aufregung also hätte Sepp Schellhorn allen ersparen können, wenn er er für das Ausdrücken seiner Gefühle die Gegenwart herangezogen hätte, aber er wollte damit wohl nicht seine Gefühle öffentlich machen, sondern jene vor allem verunglimpfen, die seinem Gehabe gegenüber seinem Verständnis nach sich ungehörig, ungebührlich zeigen, und das geht eben immer noch am besten mit der Vergangenheit.

„NS-Verharmlosung“

Auch der Rechtsanwalt Andreas Schweitzer geht davon aus, dass das – wenn überhaupt – nur mit „viel Fantasie“ möglich wäre.

So wird am 3. Jänner 2022 Andreas Schweitzer von der Tageszeitung „Der Standard“ zitiert. Wie reich das Leben von Andreas Schweitzer innerhalb von drei Jahren doch geworden sein muß, vor drei Jahren hatte er nur „Fantasie“, und jetzt, drei Jahre später, ist er voll mit „viel Fantasie“, mit der er jetzt eine Anzeige wegen „NS-Verharmlosung“ mit einbringen kann. Vielleicht aber hatte er, Andreas Schweitzer, vor drei Jahren auch schon „viel Fantasie“, und es fehlte ihm vor drei Jahren bloß der richtige Name, der ihm seine „viel Fantasie“ damals schon voll entzündet hätte. Andreas Schweitzer kann verstanden werden, vor drei Jahren ging es um einen Mann, dessen Name kein Feuerwerk der „Fantasie“ …

Laut Gesetz müsse nämlich eine „gröbliche“ Verharmlosung von NS-Verbrechen durch den FPÖ-Chef nachgewiesen werden. Kickl werde aber wohl argumentieren, dass er seine Aussagen nach dem Prinzip „Wehret den Anfängen“ getroffen habe, glaubt Birklbauer. Der Jurist sieht „keine Möglichkeit“, wie der besagte „ZiB 2“-Auftritt unter diesem Straftatbestand subsumiert werden könnte. Auch der Rechtsanwalt Andreas Schweitzer geht davon aus, dass das – wenn überhaupt – nur mit „viel Fantasie“ möglich wäre. Beide Juristen verweisen auf einen Fall aus dem Jahr 2016. Damals leugnete ein oberösterreichischer Rechtsanwalt in seinem Schlussplädoyer, dass es Gaskammern in Mauthausen gab. Die Staatsanwaltschaft Wels leitete Ermittlungen ein und wollte Anklage nach dem Verbotsgesetz erheben. Der Weisungsrat im Justizministerium stoppe das, er befand zwar die Aussage laut „Kurier“ für „nicht akzeptabel“. Aber er habe den Holocaust nicht an sich geleugnet, weshalb keine gröbliche Verharmlosung vorlag. Anhand dieses Falls sei zu erkennen, wie weit sich dieser Straftatbestand spannen lasse, erklärt Birklbauer.

Ob der zweite Rechtsanwalt, der nun mit Andreas Schweitzer mit eine „Sachverhaltsdarstellung an die Staatsanwaltschaft“ einreichte, auch eine „Viel-Fantasie“-Erweckung hatte, vermag nicht beantwortet zu werden, vielleicht handelt Florian Höllwarth einfach danach, was ihm seine Wirklichkeit diktiert …

Florian Höllwarth, Opferanwalt der Eltern der 2021 ermordeten Leonie sowie Volksbegehren-Initiator „Gegen die Impfpflicht“, wäre angeblich beinahe der FPÖ-Kandidat für die Präsidentschaftswahl geworden. Höllwart hatte der Tageszeitung „Heute“ nur bestätigt, dass es diesbezüglich ein Telefonat mit Herbert Kickl gegeben habe, aber das sei „es auch schon gewesen“.
Mein Bezirk. Thomas Fuchs. 12. Mai 2025 und …

„NS-Verharmlosung“ ist die erste Überschrift zur Anzeige von Florian Höllwarth und Andreas Schweitzer …