Cheffall

Das Kapitel Serienfälle, Einzelfälle, Cheffall, Denkfall kann noch nicht geschlossen werden.

Es wurden zwar schon die von der Tageszeitung gelisteten „Einzelfälle“ angesprochen, die unleidige Sache mit den identitären Söhnen und Töchtern der Gesinnung, die schon recht andere Namen auf ihrem Leerfaß kleben hatte.

Von dem Cheffall im November 18 allerdings erzählt die Tageszeitung nichts, wahrscheinlich stand die Schlagzeile mit „Einzelfälle“ schon fest, und es war keine Zeit mehr, diese auf beispielsweise „Serienfälle“ zu ändern, das der Tatsächlichkeit entspricht. Denn es ist dieser Cheffall auch einer, der unter Serienfälle zu reihen ist, wenn allein an das Zusammenwirken, das so oftmalige, wieder und wieder gemeinsame Betätigen von der vizekanzlerischen Partei mit dem ehrentreuen Verlag in Graz …

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Als der zurzeitige Vizekanzler mit dem identitären Verlagssohn im Graben seine eigene kleine identitäre Demonstration hat, im November 18.

Der identitäre Verlagssohn, von dem bekannt ist, daß ihm identitäre Demostrationen recht willkommene Anlässe zum Spazierengehen sind, bei jedem Wetter, der identitäre Verlagssohn dabei auch rechten Familiensinn — auch das Verlagsenkerl hat seine Freude an identitären Demonstrationen, hält begeistert sich an Transparenten fest …

So eine identitäre Spazierfamilie muß doch, zwar an Auszeichnungen schon reich, immer wieder ausgezeichnet werden. Und wie kann ein zurzeitiger Vizekanzler in Österreich seine Verbundenheit, seine Ehrbezeugung vor so viel rechtem Familiensinn demonstrieren; einfach wie kurz gesagt, indem er seine Biographie in die treuen Hände dieser Familie legt.

Wahrscheinlich hat die Tageszeitung diese Demonstration der gesinnungsgemäßen Verbundenheit von Gesinnungssohn und Verlagssohn auch deshalb nicht als „Einzelfall“ gelistet, weil es im November 18 im Graben keine identitären Fahnen gab, weil kein sonstiger identitärer Sohn aufmarschierte, also der identitäre Knabe, der auch den Verlag des Verlagssohnes in seinem webseitigen Laden führt, der in früheren Zeit, als es noch kein Internet gab, wohl als sein abseitiger Laden beschrieben worden wäre, und dann war es ja auch, also für die Tageszeitung, keine Demonstration, sie fand nicht auf der Straße statt, sondern im warmen Inneren einer Buchhandlung mit einer der besten Adressen in der Hauptstadt dieses Landes. Und daran ist, es kann die Tageszeitung verstanden werden, ist nichts Verwerfliches, ein familiäres Treffen in einem Bildungsraum, zwischen einem ehrenreichen Vizekanzler und einem Sohn aus recht gutem und mit staatlichen Auszeichnungen über und über behängten Verlag, aus Graz.

Und wenn in Graz zum identitären Familienspaziergang gerufen wird, bei welchem Wetter auch immer, da eilt auch Landtagspräsident III hin, und ist augenblicklich nur noch „Privatmann“, schlicht wie kurz: ein Gleicher unter seines Gleichen …

Und immer noch nicht kann das Kapitel geschlossen werden, es fehlt noch eine Ergänzung zum Patriotismus dieser Gesinnung, der zwar schon öfters angesprochen wurde, aber eine schlichte wie kurze Formel nachzureichen scheint erforderlich.

Cheffall Strache