Lügen in Zeiten der Fake News

Jahresrückblick 2017 - Kronlügen in Zeiten der Fake News

Zu den österreichischen Medien, die seit dem 15. Oktober 2017 darangehen, die Wirklichkeit zugunsten von ÖVP und FPÖ umzuschreiben, kann eine weitere Zeitung exemplarisch hinzugefügt werden.

In ihrer Serie „Rückblick 2017“ schreibt die Krone der gutter press, SPÖ sei hinter die FPÖ auf den dritten Platz zurückgefallen, am 15. Oktober 2017 …

Die gemachte und nicht gewählte ÖVP-FPÖ-Regierung

Das also soll sich vom Jahr ’17 im Gedächtnis verfestigen, ÖVP und FPÖ hätten die Wahl gewonnen, in einer forcierten Gleichschreibe machen österreichische Medien ihren Kotau vor ÖVP und FPÖ.

Mit FPÖ erste identitäre Regierungspartei in der Europäischen Union und mediales Lügen für Malý-Strachu-Vláda in Österreich

Sebastian Kurz verspritzt seinen Traum von der „Richtungsentscheidung“ und Österreich tut so, als wäre dieser Wirklichkeit.

Bereits zu Beginn sollen Wähler und Wählerinnen in Österreich Schuld sein an der rechtskonservativ-identitären Regierung

Sie schalten sich gleich, um eine Koalition zu rechtfertigen, die nicht zu rechtfertigen ist, um einer Koalition eine Legitimation herbeizuschreiben, die das Ergebnis vom 15. Oktober 2017 nicht hergibt.

Am meisten profitiert davon die Partei, die am lautesten gegen die Presse als „Lügenpresse“ schreit, und dabei kann gerade die nun montagsgemachte identitäre Regierungspartei als einzige froh sein, daß es, wie von ihr vorgeworfen, auch eine „Lügenpresse“ als Presse gibt.

Beim Geschrei gegen die „Lügenpresse“ sind das Ziel stets die Journalisten, die sehr oft namentlich angegriffen werden, verantwortlich gemacht werden. Aber es wird nicht breit von den Eigentümern der Medien gesprochen, die Eigentümerinnen bleiben breit unangetastet. Dabei ist gerade in Österreich breit und massiv zu fragen, weshalb sie ihre Produkte in den Gleichschaltungsdienst für ÖVP und FPÖ stellen. Denn. Es ist zwar eine schöne Vorstellung, Journalistinnen könnten schreiben, was ihnen beliebt, aber nicht die Wirklichkeit. Die Wirklichkeit in Betrieben ist eine andere. Arbeitnehmerinnen eines jedweden Unternehmens wissen, wer das Sagen hat, und das sind nicht die Arbeitnehmer. Und aus dieser Sagenskultur scheren auch Medien nicht aus.

In einem Jahresrückblick soll es auch etwas Positives geben. Für die Eigentümer der Krone der gutter press, so jedenfalls lassen sie es schreiben, ist Squirt „Kopf des Jahres“ ’17. Und sie lassen hervorheben, er ein „Mann klarer Worte“ … Das wirft doch ein recht kenntliches Licht auf die Eigentümerinnen, einen Mann dafür zum „Kopf des Jahres“ hochschreiben zu lassen, weil er … nun, das ist wahr, von seiner Aussprache her sind seine Worte tatsächlich klar, was für eine Leistung, Worte klar aussprechen zu können, aber die Inhalte, die Inhalte … Es werden sich doch noch Menschen erinnern, beispielsweise an Rupert Gmoser; dessen Aussprache der Wörter war nicht klar, aber seine Inhalte, ja, seine Inhalte sind es gewesen.

Und nun im Jahr ’17 reicht es in Österreich aus, daß ein Mann Wörter klar auszusprechen vermag, um Bundeskanzler zu werden. Ein Anspruch, der an jedes Volksschulkind gestellt wird, und von jedem Volksschulkind mühelos erfüllt wird.

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