Lothar Höbelt hat seine Vergangenheit bereits aufgearbeitet: „8. Mai 1945: Tag der Niederlage“ nach dem „sogenannten Holocaust“.

Prof Dr Lothar Höbelt

Die FPÖ will eine „Historikerkommission“ einsetzen. Um.

Die Beweggründe dafür sind belanglos, weil zu offensichtlich. Und darüber hinaus bestätigt die identitäre Regierungspartei nur eines. Sie ist Vergangenheit. Denn. Die erste Aufgabe von Historikerinnen ist es, sich mit dem zu beschäftigen, was war, eine weitere Aufgabe von Historikern ist es, sich mit denen zu beschäftigen, die nicht mehr sind.

Die FPÖ ist noch. Also braucht es nicht die Geschichte, sondern Aufmerksamkeit in der Gegenwart, aber nicht von Historikern und Historikerinnen, sondern von Medien, von der, kurz gesagt, gesamten Gesellschaft.

Und dabei soll, ist zu lesen, Lothar Höbelt eine „zentrale Rolle spielen“.

Was soll Lothar Höbelt aufarbeiten? Das nicht schon bekannt ist, auch ihm selbst. Er wird also keine Arbeit haben, seine Vergangenheit hat er schon aufgearbeitet. Die gesamte „Historikerkommission“ wird keine Arbeit haben. Denn. Es ist alles bekannt. Die ganze Welt weiß es. An Aufmerksamkeit mangelt es also nicht. Aber der Wille fehlt, dem Überholten gänzlich den Boden zu entziehen. Es sind nicht nur die Burschenschaften

Burschenschaften wurden schon, kurz gesagt, von Nazis als überholt angesehen – Was sagt das über Österreich 2018?

seit Jahrzehnten überholt, es hat auch die FPÖ nichts zu bieten, das für die Gegenwart und schon gar nicht für die Zukunft etwas Beitragendes ist.

Die ganze Welt weiß es. Nur die FPÖ spielt die Rolle, schiebt sich die „zentrale Rolle“ zu, von alledem nichts zu wissen.

Höbelt spricht vom „so genannten Holocaust“, übergibt das Wort an Scrinzi.
Dieser erzählt „von diesem schrecklichen 8. Mai“; die Niederlage habe ihn tief getroffen. Fleissner sagt, er habe an jenem Tag geheult.

Ein Tag der Niederlage war der 8. Mai 1945 auf jeden Fall. Wenn die Armee einer Großmacht kapituliert, ist das ein unzweideutiges Zeichen der Niederlage. Ein Tag der Befreiung? Da kommt es auf den Einzelfall an. Manche Deutsche sind sicherlich befreit worden – wer im KZ saß oder in Gefahr war, verhaftet zu werden. Für viele andere begannen damals Leid und Gefangenschaft. Ich halte den Begriff „Befreiung“ ohnedies für eine pathetische Worthülse, einen politischen Propagandabegriff. Natürlich kann man sagen: Ich bin von einem totalitären Regime befreit worden oder vom Krieg. Aber schlechthin von einem „Tag der Befreiung“ zu sprechen, ist ein Propagandaslogan.

Das darf Lothar Höbelt kopieren, für seinen Bericht, zu finden unter:

Prof. Dr. Lothar Höbelt: „Wieso hat sich Kurt Waldheim nicht einfach zum Zivildienst gemeldet?“

Das alles liegt schon etwas länger zurück. Aber es gibt auch aus jüngerer Zeit Kapitel, in denen Höbelt eine Rolle spielt, keine „zentrale“, aber doch eine …

Freiheitlicher Strukturleister Andreas Mölzer mit Dvorak-Stocker und Höbelt im Palais Epstein

Extremismus-Experte der freiheitlichen Zur Zeit: „Antirassistische Gymnasiasten KZ-Leiter von morgen“

Und Kapitel um Kapitel so weiter …

Die FPÖ könnte also genauso recht etwa einen Anton Reinthaller in die „Historikerkommission berufen. Sie bräuchte nicht einmal bestellen, was in dem Bericht zu stehen hat. Reinthaller würde das Gewünschte von selbst liefern.

Etwas anderes kann auch ein Lothar Höbelt nicht liefern, als das Gewünschte. Denn. Es ist doch bekannt, die Auftraggeberin schreibt den Bericht, ehe je ein Bericht überhaupt geschrieben ist.

Und hat nicht Norbert Steger eben erst bewiesen, was zu erwarten ist, wenn die FPÖ beispielsweise über ihr recht heftiges Verhältnis mit Burschenschaften …

Kellerpuppe aus der hoferischen Ramschbude wird mit burschenschaftlicher Fürrede eingeschaltet ausgeschickt

Und, ebenfalls ist zu lesen, noch wer soll eine Rolle spielen, der mit seinem gesinnungsgemäßen Wissen um die „Umvolkung“ für jede Rolle eine Idealbesetzung ist, oder zutreffender, eine ident-deal Besetzung, weil wohl voll des Idealismus …

Hilmar Kabas

4 Gedanken zu „Lothar Höbelt hat seine Vergangenheit bereits aufgearbeitet: „8. Mai 1945: Tag der Niederlage“ nach dem „sogenannten Holocaust“.

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