„[H]ilfreich zur Seite“

Am 19. Februar ist es genau 100 Jahre her, dass Kaiser Franz Joseph I. dem Dichterfürsten Franz Grillparzer hilfreich zur Seite steht. Denn Seine Majestät genehmigt gegen den Willen seines Ministers, Fürst Metternich, die Aufführung von Grillparzers Drama „König Ottokars Glück und Ende“.

So bescheiden ist Lisbeth Bischoff, und auch ihre Tageszeitung, daß sie daraus keinen Aufmacher macht, eine solche Sensation hätte sich einen Aufmacher verdient,

aber diese sensationelle Entdeckung bringen sie am 17. Februar 2025 erst auf Seite 24 ganz bescheiden unter der Rubrik „Adel inside“. Dabei, ist es doch tatsächlich die Sensation.

Während bisher davon ausgegangen wurde, daß Franz Joseph Habsburg im November 1916, also vor 109 Jahren, verstarb, entdeckt Lisbeth Bischoff, daß er 1925, also vor 100 Jahren, noch am Leben war, um Franz Grillparzer hilfreich zur Seite zu stehen,

und das ist der Sensation zweite Sensation, folglich war auch Franz Grillparzer 1925 noch am Leben, verstarb nicht, wie allgemein angenommen wurde, im Jänner 1872, also vor 153 Jahren, sondern mußte sich noch 1925 im Alter von 134 Jahren mit der Zensurbehörde herumschlagen, aber der im Vergleich zu ihm junge Kaiser von 95 Jahren steht ihm 1925, also vor einhundert Jahren, hilfreich zur Seite. Und so kann „König Ottokars Glück und Ende“ aufgeführt werden, so mächtig war, der junge Kaiser von 95 Jahren, daß er 1925 gegen die Zensurbehörde von Clemens Wenzel Lothar Metternich die Aufführung genehmigen konnte, es wird Metternich wohl doch schon etwas die Kraft gefehlt haben, um gegen die Junge Majestät sich durchzusetzen, war er 1925 bereits 152 Jahre alt.

Es ist freilich keine Sensation.

Es sind „K&K-Inszenierungen“, der Lisbeth Bischoff und ihrer Tageszeitung. Es geschah nicht vor einhundert Jahren, sondern vor zweihundert Jahren, also 1825, und der Bischoff’sche Kaiser war zu dieser Zeit noch fünf Jahre vor seiner Geburt. Auch das ist keine Sensation in der Bischoff’schen Inszenierung: sie läßt nur Männer auftreten, während 1825 eine Frau handelte, darauf einwirkte, daß es am 19. Februar 1825 zur Aufführung kam.

Es war die Intervention einer Frau, ihr damaliger Name: Kaiserin Karoline Charlotte Auguste …

Was Österreich ohne identitäres Bergvolk am Ballhausplatz nun erspart bleibt, nicht aber der Steiermark

Die „Kulturpolitik“ in der Vorstellung der identitären Partei, wie von dieser auf ihrer Website niedergeschrieben — kurz wie einfach zusammengefaßt: der Steiermark bleibt nun nicht erspart, was Österreich erspart bleibt,

vorerst, da ein Bergmensch nicht den Ballhausplatz einreiten wird, das jedoch ist nicht das Verdienst jener,

die einen Bergmenschen nicht zum Bundeskanzler machten wollen, sondern die Unfähigkeit des Bergmenschen selbst, sich zum Bundeskanzler machen zu lassen, obgleich so viele, viel zu viele dazu bereit gewesen und noch weiter willig wären, den Bergmenschen aus diesem identitären Bergvolk zum Bundeskanzler zu machen.

Alles, was nun in der steiermärkischen Landesverfassung niedergeschrieben werden soll, so der Wille der identitären Gesinnung, kann mit einem Namen zusammengefaßt wiedergegeben werden: Kloepfer

Eine Landesverfassung als Hymne auf das „Erbe“ Kloepfers soll es in der Steiermark gesinnungsgemäß nach dem Bergvolk werden …

So eine Verfassung bleibt nun Österreich, nachdem der Bergmensch sich verritt, erspart; freilich wäre das identitäre Bergvolk nach seiner parlamentarischen Mandatsstärke weit, sehr weit davon entfernt, die österreichische Verfassung kloepferisch niederzuschreiben, aber durch einen Bergmenschen am Ballhausplatz auf die Verfaßtheit Österreichs dermaßen kloepferisch einzuwirken, wäre nicht ausgeblieben.

Ein „in diesem Zusammenhang“ unterstelltes „Wohlverhalten der Förderungsnehmer“ „muss auch eine Förderpraxis“ vom identitären Bergvolk, ist am 16. Februar in seinem Jahr ’25 in seiner Niederschrift zu lesen, „abgelehnt werden“. Von den Förderungsnehmerinnen erwartet sich das identitäre Bergvolk nun ein totales Wohlverhalten nach seiner gesinnungsgemäßen „Korrektheit“

Das bisherige „Wohlverhalten“, das bisherige „Brauchtum“, das bisherige „Erbe“, die bisherige „Tradition“, die bisher verfaßte „Heimat“ ist dem identitären Bergvolk immer noch recht viel zu wenig, und das nicht nur in der Steiermark, sondern in Österreich,

so spielt am 20. April im Heurigen die Staatsoper in Wien wieder seinen Meister aus Deutschland

und am heurigen 30. April wird der „führende Interpret des deutschen Fachs“ auch „Odins Meeresritt“ und

auch „Die drei Zigeuner“ zum Rechtbesten geben,

in der Bundeshauptstadt des Portschyreichs,

in dem 38 —

Was hätte ein Bergmensch als Reiter des Ballhausplatzes für seine gesinnungsgemäße Verfaßtheit des Landes viel mehr an „Wohlverhalten“ gegen „Heimat“, „Erbe“, „Tradition“, „Brauchtum“, „Volkskultur“ noch einfordern können, als es auch ohne ihn an „Wohlverhalten“ schon gibt?

„Odins Meeresritt“ seit 1939 nicht mehr gespielt, jedenfalls von dem Orchester „Wiener Symphoniker“, das ist das Ergebnis einer Abfrage in ihrem „Konzertarchiv“ am 16. Februar 2025. Im Wiener Konzerthaus. Und „Die drei Zigeuner“ nicht mehr gespielt seit dem 8. Dezember 1921.

Ohne sein Zutun, ohne die „Geissel klöpfen“ zu müssen, wie von selbst, vielleicht wäre es bereits im nächsten Jahr dazu gekommen, die plötzliche Wiederentdeckung bedeutender Werke, zu spielen an besonderen Tagen im Jahr zur freiwilligen Bekundung des Wohlverhaltens,

die den Bergmenschen zu einem Stammbesucher der Oper in der „Kaiserstadt“ —

Es bleibt nun dem identitären Bergvolk noch Graz,

und vielleicht spielt schon im nächsten Jahr die grazerische Oper ihm zum Wohlgefallen die für ihn bedeutenden Werke der ihm aus dem Herzen sprechenden Schöpfer, Angehöriger des einzigen nach seiner Natur existierenden Geschlechts

… und den Bergmenschen ein Wohlgefallen durch „Wohlverhalten“, das die Verantwortlichen für den „steirischen herbst“ vielleicht schon im Heurigen oder im nächsten Jahr ein Anliegen sein wird, des Bergvolks „Kritik“

So überstieg die Landesförderung von über zwei Millionen Euro für den „steirischen herbst“ deutlich dessen Wahrnehmbarkeit und Wertigkeit für die steirische Bevölkerung.

von sich aus in der Programmierung entscheidend zu beherzigen, die „Wahrnehmbarkeit und Wertigkeit für die steirische Bevölkerung“ zu seinem Rechte zu verhelfen, etwa durch die Wiederentdeckung bedeutender Männer der Feder, hierfür böten sich

Heran, heran zum wilden Furientanze! Noch lebt und blüht
der Moloch! Drauf, Bruder, drauf, mit Büchse, Schwert und
Lanze, drauf, drauf mit Gift und Dolch! Was Völkerrecht?


Was sich der Nacht verpfändet, ist reife Höllensaat. Wo ist
das Recht, das nicht der Hund geschändet mit Mord und mit
Verrat? Sühnt Blut mit Blut! Was Waffen trägt, schlagt nieder!
’s ist alles Schurkenbrut! Denkt unseres Schwurs, denkt der
verratenen Brüder, und sauft euch satt in Blut! Und wenn sie
winselnd auf den Knien liegen und zitternd um Gnade schrei-
en, laßt nicht des Mitleids feige Stimme siegen, stoßt ohn‘
Erbarmen drein! Und rühmen sie, daß Blut von deutschen
Helden in ihren Adern rinnt: die können nicht des Landes
Söhne gelten, die seine Teufel sind. Ha, welche Lust, wenn an
dem Lanzenkopfe ein Schurkenherz zerbebt und das Gehirn
aus dem gespaltenen Kopfe am blutigen Schwerte klebt! Welch
Ohrenschmaus, wenn wir beim Siegesrufen, von Pulverdampf
umqualmt, sie winseln hören, von der Rosse Hufen auf deut-
schem Grund zermalmt! Gott ist mit uns! Der Hölle Nebel
weichen; hinauf, du Stern, hinauf!
Wir türmen dir die Hügel
ihrer Leichen zur Pyramide auf. Dann brennt sie an! Und
streut es in die Lüfte, was nicht die Flamme fraß. Damit kein
Grab das deutsche Land vergifte mit überrhein’schem Aas!

Theodor Körner, „Lied der Rache“,
zitiert nach Bazon Brock, „Eine schwere Entdeutschung“

Weihelesungen der Lyrik eines Theodor Körner im Zusammenspiel mit seiner „großen vaterländischen Oper Des Königs Aufruf“ in der grazerischen Oper und weiterer Giganten der Feder wie

Walter Flex,

Walter Bloem,

Verbelen

und nicht zu vergessen

Kloepfer

und was für eine „Wertigkeit“ nicht nur für die „steirische Bevölkerung“, sondern für die gesinnungsgemäße Welt, das Wohlgefallen des Bergvolks wäre auch dem Kunsthaus Graz sicher, entsinnte es sich eines in Graz geborenen Grossen, ehrte ihn mit einer großen Ausstellung: Franz Köck — Wie wohl gefiele es der gesinnungsgemäßen Welt auch, wieder einmal Lohengrins Maler in einer treuergebenen Ausstellung bewundern zu dürfen, und nicht nur die Toten, nicht nur die Toten sondern auch die Lebenden, die Lebenden, wie den Ehrtreuen aus dem Oberösterreichischen

Was für eine „Wahrnehmung“ von und was für eine „Wertigkeit“ für Graz wäre das — beherzten alle das „Wohlverhalten“ aus eigenem Antriebe nun noch verstärkter als bisher in diesem Land, ohne sich dabei dem Vorwurf, einem Diktat sich zu beugen, auszusetzen, nicht einmal ein „Wohlverhalten“ wäre es, sondern nur geschuldet neuen Erkenntnissen, nur neuen Ergebnissen der Forschung auf der Höhe der Zeit — aus der Welt pilgerten sie wieder nach Graz zur Erhebung …

Wie leicht wäre auch für den grazerischen Musikverein es zu erreichen, daß das identitäre Bergvolk nicht das „Wohlverhalten“ ablehnt, etwa durch einen Legendenkonzert nur mit Werken von Carl Loewe, vielleicht sogar mit dem „führenden Interpreten des deutschen Fachs“, was für ein erhebender Abend das werden könnte mit „Odins Meeresritt“, mit

„Wenn alle untreu werden“,

mit „Prinz Eugen, der edle Ritter“, mit

„Der ewige Jude“,

mit

from the austrians

Es wird jetzt verbreitet, als wäre es eine Idee von Donald Trump, das mit der „Riviera“, dabei greift er doch nur danach, was vor ihm schon aus dem Büro von Netanjahu zu „Gaza“ verlautet ward: eine „Freihandelszone“ …

Ein im Mai publizierter Plan will Gaza «von Grund auf» neu aufbauen. Die USA und arabische Staaten würden ebenfalls profitieren. Im Mai 2024 berichteten die «Jerusalem Post», «Al-Jazeera» und später weitere Medien über einen laut «Al-Jazeera» «ziemlich dramatischen» Plan, den das Büro von Israels Premierminister Netanjahu veröffentlichte – allerdings nur kurz.
Attraktive Steuern und niedrige Zölle
Gaza solle «von der Krise zum Wohlstand» geführt und «vom iranischen Satelliten zur moderaten Achse» werden, so die Vorstellung in dem als «Gaza Businessmen Initiative» bezeichneten Dokument (auf deutsch Gaza-Geschäftsleute-Initiative).
Grosse Gas- und Ölfelder vor der Küste Gazas
Quasi aus dem Nichts solle in der Region die rund 160 Quadratkilometer umfassende «Gaza-Arish-Sderot»-Freihandelszone errichtet werden. Sie würde als Handelsdrehscheibe zwischen Europa, den USA und den Golfstaaten, als Verkehrs- und Energieknotenpunkt fungieren. 
Gasfelder vor der Küste Gazas lieferten wichtige Energie und «werden die Schwerindustrie im Gazastreifen unterstützen. Solarfelder auf dem Sinai werden regionale Entsalzungsanlagen mit Energie versorgen». Diese sind für die Trinkwassergewinnung essenziell. Die UN schätzt, dass sich in der Gegend des Hafens von Gaza und im Westjordanland 3,2 Milliarden Barrel Erdöl im Boden befinden. «Die Grundstücke am Ufer des Gazastreifens könnten sehr wertvoll sein», sagte Donald Trumps Schwiegersohn Jared Kushner im Februar 2024. Kushner war früher Grundstückshändler. 
«Pressenza» berichtete von einer Landkarte auf der Website von «Germany Trade & Invest», die inzwischen ebenfalls nicht mehr im Internet abrufbar sei. Sie habe drei Handelswege von Asien nach Europa aufgezeigt: Ein Weg führt vom Persischen Golf Richtung Istanbul. Die zweite Route, der India-Middle East-Europe Economic Corridor (IMEC), sei auf Betreiben der USA angeregt worden. «Ein dritter Weg ist eine Abspaltung von der IMEC-Route in Saudi-Arabien. Er führt von Riad über Jiddah Richtung Norden weiter über das von Saudi-Arabien als Übergang zu grüner Zukunft vorgesehene Grossprojekt Neom nach – Gaza! Gaza als Drehscheibe.» Neom ist eine saudische Zukunftsinvestition: ein Tourismus-, Handels-, Produktions- und Wohn-Projekt, das am Roten Meer entstehen soll. 

… und menschgemäß verrät ein Donald Trump mit „Riviera“, eine „Riviera“ schaffen zu wollen, selbst den ihn antreibenden Geist: einem „blutrünstigen Piraten-Clan“ gleichzutun. Wie es auch heute noch, nicht an der französischen Riviera, unter Fürsten zugeht, das zeigen Wüstenfürstinnen vor, wenn sie ein „Handels-, Produktions- und Wohn-Projekt“ wie „Neom“ in den Sand setzen.

Die Toten, Verschwundenen und Sklaven von Neom
Laut einem Bericht der indischen, englischsprachigen Tageszeitung The Hindustan Times, sind mehr als 100.000 Menschen während des Baus von Neom verschwunden. Unter den derzeitigen Arbeitsbedingungen seien die Arbeiter nach eigenen Aussagen „gefangene Bettler“ und „Sklaven“, heißt es in der Zeitung am 28. Oktober 2024. Auch der Tod von über 650 nepalesischen Arbeitnehmern sei laut Nepals Behörde für Auslandsbeschäftigung weiterhin ungeklärt. Die britische Zeitung The Guardian hatte bereits im Mai 2020 darüber berichtet, dass mehr als 20.000 Menschen gewaltsam aus der Region vertrieben worden seien, damit die saudische Regierung Platz für Neom schaffen konnte.
Rassismus und Menschenhass
Im September 2024 veröffentlichte das Wall Street Journal einen Bericht, in dem leitende Angestellte hinter Neom der Korruption, des Rassismus, der Islamfeindlichkeit und der Frauenfeindlichkeit beschuldigt wurden. Nachdem drei Arbeiter durch ein herabfallendes Rohr, einen Mauersturz und den unsachgemäßen Umgang mit Sprengstoff gestorben waren, soll eine australische Führungskraft mehrere rassistische Äußerungen gemacht haben.
Neue Sklavenstrecke geplant?
Im Mai 2024 berichtete AN (The Architect’s Newspaper), dass der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu eine riesige Freihandelszone namens „Gaza-Arish-Sderot Free Trade Zone“ plane. Dafür soll eine neue Zugstrecke zwischen Neom und einer neuen Stadt auf dem Gaza-Streifen in Palästina vorgesehen werden.
Unter der Schirmherrschaft von Gaza 2035 würde die neue Freihandelszone von Israel, Ägypten und der sogenannten Gaza Rehabilitation Authority (GRA) verwaltet werden. Das Projekt trägt offiziell den Titel „Plan für die Umgestaltung des Gazastreifens“ und wurde ein Jahr nachdem Netanjahu seinen Plan für Groß-Israel bei den UN vorgestellt hat, präsentiert. Die erste Phase des Dreistufenplans (betitelt: Humanitäre Hilfe) besteht aus einem zwölfmonatigen Programm, das den Gaza-Streifen „entradikalisieren“ und die Hamas auslöschen soll. Anschließend solle eine neue Ost-West-Eisenbahnverbindung zwischen Alexandria (Ägypten) und Gaza-Stadt (Palästina) entstehen sowie eine Nord-Süd-Bahnverbindung zwischen Gaza und Neom. Derzeit endet die Eisenbahn im Süden von Dimona (Israel), soll aber auf etwa 160 Kilometer nach Aqaba (Jordanien) erweitert werden und dann eine Verbindung zu Neom herstellen.

Zwei Millionen Menschen sollen aus Gaza, so der Libertäre nun, verschwinden –who it does not concern

Franz Schellhorn jubelt bereits einem „libertären Ökonomen“ zu:

Während sich Österreich alle Zeit der Welt lässt, seinen zerrütteten Staatshaushalt in Ordnung zu bringen, greift der libertäre Ökonom schon in seinem ersten Präsidentschaftsjahr beherzt durch. Der Mietmarkt wurde liberalisiert, der Staatshaushalt um ein Viertel gekürzt, statt 18 Ministerien gibt es nur noch neun. Während heimische Politiker schon in der Einsparung von ein paar Kugelschreibern die Ursache für die nächste Rezession wittern, zeigt Milei, was mit Courage und Entschlossenheit möglich ist. Mileis Ansatz ist ein knallhart neoliberaler: Eine harte Währung, ein ausgeglichener Haushalt und jede Menge wirtschaftliche Freiheit bilden das Fundament der neuen argentinischen Wirtschaftspolitik. Keine Subventionen, keine Preiskontrollen, keine planwirtschaftlichen Experimente.

Und wo er, Schellhorn, mit seiner Agendavereinstruppe seinen libertären Samen ausbringen kann, wurde bereits erzählt, im „Kurier“, im „Profil“, in der „Presse“, und wie Günter Traxler berichtet, auch in den „Salzburger Nachrichten“, in der „Kleinen Zeitung“, und es will gar nicht nachgesehen werden, wo noch überall. Günter Traxler fällt zu Franz Schellhorn „wirtschaftsliberal“ ein, das klingt so verharmlosend, als würde der Österreicher als „rechtspopulistisch“ bezeichnet werden, statt als das, was er war.

Wem sonst als einem „libertären Ökonomen“ kann ein Franz Schellhorn sonst zujubeln als einem derselben Gesinnung. Und dann gibt es noch einen „Präsidenten“, der sich seine Zujubelei erkauft —

In reality, Trump might be the most radically libertarian commander-in-chief in US history. This, contrary to the fears of #Resistance liberals who created an entire cottage industry devoted to fighting Trumpian dictatorship; contrary, too, to the dreams of populists, “post-liberals,” and others in the so-called New Right who imagined that Trump would reconcile American conservatism with the state and promote the use of government power for Right-wing ends.
The fascist theory of Trump remains prevalent among progressives to this day, and received a boost in the closing days of the election when a former chairman of the Joint Chiefs of Staff, Gen. Mark Milley, and former Trump chief of staff John Kelly went on record calling Trump a fascist — which allowed Harris, Hillary Clinton, White House Press Secretary Karine Jean-Pierre, and a whole host of Democratic leaders to pile on with the fascist assertion. In The New Yorker, the Yale historian Timothy Snyder greeted the news of Trump’s electoral victory by calling Trump a fascist along with his “close fascist allies,” Elon Musk and Vladimir Putin.
His address, in which he attempted to stake his libertarian credentials, was remarkably on-message: “I will be a true friend to libertarians in the White House, and I am proud to be the only president in 70 years who started no new wars. I took on the military-industrial complex. I broke the stranglehold on neocons and warmongers on the Republican Party…. I withdrew from the Paris Accord. I withdrew from the anti-gun UN arms treaty, and I withdrew from the corrupt and very expensive World Health Organization”. He concluded by saying: “We want libertarian votes because you stand for what we stand for”.
Trump’s October interview with Joe Rogan — featuring his largest audience of the entire election cycle — was distinctly libertarian, as well. He argued for eliminating the income tax and railed against government regulation. He declared an intent to remove all governmental impediments to business, to make government truly as small as possible.
In tandem with his tax-eliminating, government-downsizing rhetoric, Trump developed a partnership with a number of Wall Street and Silicon Valley barons, culminating in Musk throwing his massive financial weight behind the GOP ticket. The two things — the libertarian rhetoric and the new alliances in tech and finance — went hand-in-hand, resulting in policy moves that should have utterly confounded Trump’s populist fans during the campaign.
Now, as his administration takes decisive shape, Trump is translating his libertarian instincts into personnel choices. The planned Department of Governmental Efficiency — headed by Musk and the venture capitalist Vivek Ramaswamy — is only the most visible. Musk has claimed that he could eliminate up to $2 trillion worth of expenditures from the federal government. In an op-ed in The Wall Street Journal, Musk and Ramasaway described themselves empowering a “lean team of small-government crusaders … to cut the federal government down to size.”
In his first term, Trump increased the deficit by $8 trillion — a direct result of tax cuts that endeared him to Wall Street while slashing the US tax base without generating any other source of revenue to replace it. This time around, Trump and the Republicans are determined to maintain his earlier tax cuts while dramatically diminishing the state. That’s a recipe for a plutocratic order that rewards those at the top, while squeezing the working- and lower-middle-class Americans who sent Trump back to the Oval Office.
There is simply no way to trim $2 trillion from the federal budget, as Co-President Musk aims to do, without eating into entitlement programs like Social Security and Medicare.
So-called entitlement reform is deeply unpopular among nearly all social segments, Republicans and Democrats — except for the Wall Street fee-skimmers who’d benefit from administering privatized benefits and, of course, libertarian think-tankers in Washington.
Trump’s penchant for pulling all attention toward himself is reminiscent of a Mussolini type and thus seems to foreshadow an authoritarian takeover. But real authoritarianism takes work that Trump is uninvested in — and a state he’s unwilling to fund. He has a businessman’s revulsion for taxes and regulations. The other aspects of his worldview, including ones that seem to contradict his aversion to the state, amount to tactical maneuvring in service of his deeper pro-business agenda. That puts him in the libertarian camp, whether the libertarians themselves like it or not.
UnHerd, Sam Kahn, January 9, 2025 

Doch auch ihm jubelt er, Schellhorn, bereits zu, und er schiebt dabei weg und ab, wie es dazu kam, was nun der „Austrian“ bejubelt. Oh, wie ein „Libertärer“ gar nebenbei „den Staatshaushalt repariert“, hat sein Bejubelter schon einmal bewiesen: das Staatsdefizit um acht Billionen Dollar gesteigert — eine großartige Reparatur …

Instagram – franzschellhorn
Nebenbei repariert der Libertäre nicht nur den Staatshaushalt, sondern senkt sogar die Armutsrate. Warum Österreich mehr Milei braucht […]

Was wäre das für eine Jubelei, träten seine bejubelten Präsidenten beispielsweise in einer riederischen Halle auf, und er, Franz Schellhorn, dabei, vielleicht mit einer Tröte, was trötete er und kreischte er, wenn der eine Präsident seine Motorsäge anwürfe, der andere Präsident sein „Great“ … und er, Franz Schellhorn während seinem Jubelgetröte vielleicht schon sich ausmalte, wie es wäre, wenn er im Bunde mit den zwei Präsidenten der dritte Präsident wäre, von Österreich, wo sonst fehlte ein Austrian noch als Präsident als in Austria, und auch er würde reparieren und senken und reparieren und senken und senken und Austria sinkte

Mises Austrians

Die wahren Hauptfaktoren sind die steigenden Ausgaben zur Defizitabdeckung in der Pensionsversicherung und für Beamtenpensionen. Lorenz: „Das ist nicht unbedingt ein Zukunftsbudget. Bleiben diese Hauptkostentreiber bestehen, hat die künftige Regierung kaum Spielraum für Offensivmaßnahmen. Außer man wäre endlich bereit für Reformen.“

Das schreibt am 6. Februar 2025 Michael Bachner im „Kurier“ unter der Schlagzeile „Das ist nicht unbedingt ein Zukunftsbudget“, die ihm „Hanno Lorenz, Ökonom bei der wirtschaftsliberalen Agenda Austria“ liefert. Artikel werden nicht selten mit dem Ort fettiert eingeleitet, von dem berichtet wird, und auch der Artikel von Michael Bachner wird fettiert eingeleitet: „Agenda Austria“ — geradeso, als wäre „Agenda Austria“ ein Ort wie Wien oder Ried …

Im Selbstverständnis der „Agenda Austria“ wird es wohl so sein, daß sie sich nicht als irgendeine Kleinstadt in Österreich, daß sie sich nicht als irgendeine kleine Firma, nennt sie sich doch „Austria“, sondern als Hauptstadt des Landes versteht.

Beim Lesen am 10. Februar 2025 der von Hanno Lorenz ausgemachten „Hauptfaktoren“ fällt sofort Argentinien ein, schreibt die „Agenda Austria“ am 4. Februar 2025 doch selbst von Argentinien auf der Konzernplattform X:

Die Österreicher haben ihrer Freiheit für staatliche Absicherung verkauft. Die wirtschaftlichen Folgen sind unübersehbar. Es ist Zeit, mehr Liberalismus zu wagen.

Das unterstreicht sie mit einem Zitat von Franz Schellhorn aus einem Artikel der „Presse“:

„Österreich ist zwar nicht Argentinien, aber auch bei uns hat sich der Staat in allen Lebensbereichen viel zu breit gemacht.“

Dieses Zitat ihres Direktors unterlegt sie nicht mit einem Bild von Franz Schellhorn, sondern mit einem Bild von Javier Milei, und es darf gerätselt werden, will von ihr damit gesagt werden, daß Schellhorn Milei oder Milei Schellhorn —

Javier Milei wird von ihr, der „Agenda Austria“, gefeiert, Milei, ihre Agenda für Austria. So am 4. Februar 2025, ist auf ihrer Website am 10. Februar 2025 zu lesen:

Mit der Motorsäge aus der Krise: Mileis Radikalkur zeigt Wirkung 
In Europa wird Argentiniens Präsident Milei gehasst und verspottet. In seiner Heimat fliegen ihm die Herzen der Bevölkerung zu. Und das trotz schmerzhafter Reformen. Was Javier Milei in Argentinien vollzieht, ist nichts weniger als eine marktwirtschaftliche Revolution. Während sich Österreich alle Zeit der Welt lässt, seinen zerrütteten Staatshaushalt in Ordnung zu bringen, greift der libertäre Ökonom schon in seinem ersten Präsidentschaftsjahr beherzt durch. Er setzt seine Motorsäge punktgenau dort an, wo es sein muss: beim aufgeblähten Staatsapparat. 33.000 Staatsbedienstete mussten gehen, über 1000 Regulierungen wurden gestrichen, heruntergewirtschaftete Staatsbetriebe privatisiert. Der Mietmarkt
wurde liberalisiert, der Staatshaushalt um ein Viertel gekürzt, statt 18 Ministerien gibt es nur noch neun. Während heimische Politiker schon in der Einsparung von ein paar Kugelschreibern die Ursache für die nächste Rezession wittern, zeigt Milei, was mit Courage und Entschlossenheit möglich ist.  

 […] Mileis Ansatz ist ein knallhart neoliberaler: Eine harte Währung, ein ausgeglichener Haushalt und jede Menge wirtschaftliche Freiheit bilden das Fundament der neuen argentinischen Wirtschaftspolitik. Keine Subventionen, keine Preiskontrollen, keine planwirtschaftlichen Experimente. […] Für Österreich wäre Argentinien eine lehrreiche Fallstudie. Österreich ist zwar nicht Argentinien, aber auch bei uns hat sich der Staat in allen Lebensbereichen viel zu breit gemacht. […] Argentinien wiederum liefert ein Lehrstück in Sachen Krisenmanagement. Während Europa sich im Klein-Klein verliert und kaum noch die Kraft für Mini-Reformen findet, verordnet Milei seinem Land einen Radikalumbau. Seine Schocktherapie mag vielen zu weit gehen, aber die Botschaft aus Buenos Aires könnte klarer nicht sein: Ein scharfer Kurswechsel ist möglich, man muss ihn nur wollen und auch durchziehen. Wer hätte gedacht, dass uns ausgerechnet Argentinien eines Tages Nachhilfe in Sachen Marktwirtschaft geben würde? Die Ironie der Geschichte: Je länger die Reformen aufgeschoben werden, desto höher wird die Wahrscheinlichkeit, dass auch Österreich seinen Milei bekommt.

Das durfte Franz Schellhorn bereits am 1. Februar 2025 in der „Presse verbreiten.

Wie die identitäre Parlamentspartei ihr Steckenpferd hat, so hat auch die „Agenda Austria“ ihr Steckenpferd: die Pensionen. Bereits vor dreizehn Jahren, als „Agenda Austria“ gegründet wurde, war über sie in der „Wiener Zeitung“ zu lesen:

„Wiener Zeitung“: Was ist Ihre Motivation hinter der Gründung von „Agenda Austria“?
Christoph Kraus: Wir wollen wissenschaftlich fundierte Reformvorschläge aus liberaler, marktwirtschaftlicher Sicht machen und eine Art Großhändler von Ideen sein.
Zum Beispiel?
Wie kann man die Straßen oder das Pensionssystem privatisieren? Auch das Sozialsystem lässt sich privatwirtschaftlich organisieren.
Das Pensionssystem privatisieren?
Ja, wie in Chile.
Wir wollen mutige und auch teils utopische Dinge diskutieren.

Wie es um das „Pensionssystem“ in Chile bestellt ist, kann im Kapitel über „K“ gelesen werden, von der identitären Parlamentspartei; „Agenda Austria“ teilt mit „K“ die Heilhoffnung durch die „Austrians“ —

Hat „Agenda Austria“ eine Verfassung?
Unsere Grundwerte sind Freiheit und Individualismus. Unsere Vorbilder sind die „Austrians“ rund um Hayek und Mises.
Und welche Denkfabriken sind Ihr Vorbild?
Die Mont Pelerin Society, die Hayek 1947 gegründet hat, das Institute for Economic Affairs […]

Die geheime Parole von „K“ mit Blick auf diese „Denkfabriken“ könnte durchaus „Agenda Austria“ lauten, und was auf dieser Agenda steht, ist das,

was etwa in Honduras unter Mitwirkung von „K“ versucht wurde, ist das,

was Menschen mit einem milliardenhaften Vermögen wollen und weiter forciert versuchen für sich zu erreichen: ein von Staaten befreites Schalten und Walten nach eigenem Gusto und nach eigener Laune

Wie sich die „Agenda Austria“ mit ihrer Agenda for Austria anscheinend einen Javier Milei für Österreich ersehnt,

gibt es in Österreich auch welche, die meinen, ein gewisser Milliardär Österreich „sehr, sehr gut täte“ —

Der österreichische Milei könnte auch Franz Schellhorn heißen, der doch auch davon träumt, ebenfalls die Motorsäge anzuwerfen, wie am 10. Februar 2025 auf der Website der Agenda for Austria zu lesen ist:

Mittlerweile hat die EU-Kommission versprochen, die Berichtspflichten um 25 Prozent zu senken. Genauso gut könnte ein Alkoholiker schwören, nur noch am Wochenende zu trinken. Allein im laufenden Jahr sind bereits 1850 neue Rechtsakte von der EU hinzugekommen, bis Silvester sind es aber noch fast zwei Monate. Bürokraten produzieren nun mal Bürokratie, dafür sind sie da. Ökonomen wie Ludwig von Mises, William Niskanen und James Buchanan haben schon vor Jahrzehnten gezeigt: Unternehmer maximieren ihren Gewinn, Bürokraten ihre Budgets. Deshalb verschwinden Bürokratien auch nicht von selbst. […] Was also tun? Der argentinische Präsident Javier Milei liefert den passenden Schlachtruf: Ein beherztes „Afuera!“ – raus damit – wäre höchst überfällig. Ohne die Kettensäge anzuwerfen, lässt sich das Brüsseler Versprechen von weniger Bürokratie nämlich nicht erreichen. Viel gewonnen wäre auch, würde die österreichische Regierung endlich damit aufhören, jeden regulatorischen Unsinn aus Brüssel mit Goldrand zu verzieren – also mehr zu tun als notwendig.

Das verbreitete Franz Schellhorn bereits am 16. November 2024 im „Profil“.

Mit einem kurzen Blick auf den Förderkreis der Agenda for Austria am 10. Februar 2025 wird es nicht überraschen, welche Ansichten in Österreich Verbreitung finden sollen, und Franz Schellhorn tut recht sein Bestes, das zu bedienen, auch für das Wohlergehen der eigenen „Agenda“, die er leitet. Die „Agenda“ ist, so deren Eigendefinition, ein „Thinktank“ … Wenn an die vielen Bedeutungen und Verwendungen von „tank“ im Englischen gedacht wird, kann es auch anders in das Deutsche übersetzt werden, und „think“ ausgesprochen läßt auch ein Wort hören, das nicht mit „Denken“ zu übersetzen ist.

Vor dreizehn Jahren wurde Christoph Kraus von der „Wiener Zeitung“ gefragt, ob „Agenda Austria“ eine „Verfassung“ hätte“, so sonderlich diese Frage erscheinen mag, einen Verein zu fragen, ob er eine „Verfassung“ hätte — einen Kleintierzuchtverein hätte sie wohl nicht nach einer „Verfassung gefragt, vielleicht nach den Vereinsstatuten –, als wäre dieser Verein ein Staat, wenn aber bedacht wird, als was sich dieser Verein versteht, ist die Frage nach der „Verfassung“ nicht mehr so abwegig, sie wollen doch Staaten nach ihrer gesinnungsgemäßen „Verfassung“, daß Staaten nicht mehr sind, sie wollen selbst der Staat nach ihren Regeln sein, wenn sie eine staatenlose Welt geschafft haben.

Mises ist einer ihrer angebeteten und propagandierten Götzen männlicher Geschlechtigkeit, und wohin Mises führt, das durfte in Österreich schon einmal erlitten werden: in den Zusammenbruch, in das Elend; die toxische Verbindung von Volkskanzlertum und Wirtschaftsgötzentum der Agenda for Austria verheißt auch für das Heute nichts Gutes — es gibt nichts Schlechtes, so könnte ihr Credo lauten, außer wir tun es

Vor dreizehn Jahren wollte die Agenda for Austria es mit Chile schmackhaft machen, nun mit Argentinien unter, also mit Javier Milei, dem es gut anstünde, eine Zeit in a tank zur Ausnüchterung seiner Gesinnung zu verbringen, die im Wirtschaftlichen an Austrian

Doch von all diesen Erfolgen ist in Europa wenig zu hören. Viel mehr von der gestiegenen Armut im Zuge der radikalen Reformen. Doch selbst dieses Argument dürfte sich in Luft auflösen: Offizielle Daten gehen davon aus, dass die Armutsrate von 54 Prozent auf 39 Prozent gesunken ist. Die Armut ist damit immer noch viel zu hoch, aber der Richtungswechsel ist nicht zu leugnen.

Das verbreitet Franz Schellhorn bereits am 1. Februar 2025 in der „Presse“, die ihm das verbreiten läßt. Franz Schellhorn ist nicht nur ein Menschenfreund, denn ihm ist die „Armut damit immer noch viel zu hoch, aber der Richtungswechsel ist nicht zu leugnen“, sondern er ist auch ein Überdenker, weiß er doch, daß „die Armutsrate von 54 auf 39 Prozent gesunken ist“, wie falsch hingegen rechnet die staatliche Statistikbehörde Indec Argentiniens —

Angesichts einschneidender Kürzungen von Sozialprogrammen und einer schleppenden Wirtschaft nimmt die Armut in Argentinien weiter zu. 52,9 Prozent der Bevölkerung des südamerikanischen Landes lebten im ersten Halbjahr unter der Armutsgrenze, wie die staatliche Statistikbehörde Indec mitteilte. Im zweiten Halbjahr des vergangenen Jahres waren es noch 41,7 Prozent gewesen. Der Anteil der Bevölkerung, die in extremer Armut lebt, stieg von 11,9 auf 18,1 Prozent. Argentiniens rechtslibertärer Präsident Javier Milei hat seit seinem Amtsantritt Ende vergangenen Jahres eine Reihe von Sozialprogrammen und Subventionen gekürzt. Zudem wurden zahlreiche Beschäftigte des öffentlichen Dienstes entlassen. Gleichzeitig steckt das einst reiche Land in einer schweren Wirtschaftskrise. Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) rechnet für das laufende Jahr mit einem Rückgang der Wirtschaftsleistung um vier Prozent – der schlechteste Wert aller G20-Länder der führenden und aufstrebenden Wirtschaftsmächte.

Ja, wie recht, oh wie recht Franz Schellhorn: „der Richtungswechsel ist nicht zu leugnen“ — Und wie ist es um das Steckenpferd der Agenda for Austria in Argentinien bestellt? Um die Pensionen, um die Rente in Argentinien. Es reichen dazu ein paar Scheinwerfer auf die vielen, vielen Berichte über Argentinien, in dem nun der von den Austrians Geleitete —

Armut auch bei Rentnern gestiegen
„Es sind mehr Leute gekommen. Wir haben den Anstieg der Armut gespürt“, sagt eine der Helferinnen des Zentrums. Eindrücke, die auch eine Studie der Universität von Buenos Aires (UBA) bestätigt.
Die Armutsquote bei Rentnern sei von 13,2 Prozent im ersten Halbjahr 2023 auf 30,8 Prozent im gleichen Zeitraum 2024 gestiegen: „Diese Daten zeigen, dass einer von drei Rentnern in Armut lebt und dass im letzten Jahr mehr als eine halbe Million Rentner hinzugekommen sind.“ 10.12.2024

Studie der Universität von Buenos Aires (UBA)Die rechtsextreme Regierung von Präsident Milei hat die finanzielle Unterstützung für Medikamente drastisch eingeschränkt. Dagegen protestieren viele Rentner und Pensionäre. 5.12.2024

Armutsquote in Argentinien steigt auf rund 53 Prozent
Die Armut in Argentinien steigt rasant, seitdem Präsident Milei im Amt ist. Allerdings könnten Konjunkturdaten aus dem Juli ein Hinweis auf langsame Besserung der Wirtschaft sein. 27.09.2024

Kollateralschäden der Reformen
Gleich zu Beginn seiner Amtszeit setzte Milei Reformen um: Die Zahl der Ministerien wurde fast halbiert, Zeitverträge in staatlichen Behörden und Institutionen nicht verlängert, Angestellte entlassen. Subventionen zum Beispiel für den Nahverkehr abgebaut. „Es gibt kein Geld“, begründete Milei das mit Blick auf die leere Staatskasse. Die sozialen Folgen waren sofort auf der Straße zu spüren. Die Armutsrate wuchs innerhalb von wenigen Monaten spürbar und übersprang sogar die Grenze von 50 Prozent deutlich. 10.12.2024
Argentinien:
Menschen leiden, die Börse boomt
Nr. 49 –
Vor einem Jahr übernahm der rechtslibertäre Javier Milei das Präsidentenamt in Argentinien. Die Inflation ist so niedrig wie lange nicht mehr, doch immer mehr Menschen rutschen in die Armut.
Seit einem Jahr ist Javier Milei Präsident von Argentinien. Er trat das Amt mit dem Versprechen an, die Inflation zu senken, und posierte gerne mit einer Kettensäge. Mit dieser wollte er die «politische Kaste» zersägen und die staatlichen Ausgaben beschneiden. Und er hat Wort gehalten: Die Inflation lag im November 2024 bei drei Prozent. Was anderswo Anlass zur Sorge wäre, ist für Argentinien der niedrigste Wert der vergangenen drei Jahre. Vor einem Jahr hatte die monatliche Inflation noch bei dreizehn Prozent gelegen. Auch die Kettensäge brachte Milei wie versprochen zum Einsatz: Seit seinem Amtsantritt hat er die öffentlichen Ausgaben um fast ein Drittel gesenkt. Zum ersten Mal seit fünfzehn Jahren gab es einen Haushaltsüberschuss. Gleichzeitig haben die Armutsraten Höchstwerte erreicht: 25 Millionen Menschen – mehr als die Hälfte aller Einwohner:innen – leben laut Berechnungen des Nationalinstituts für Statistik unter der Armutsgrenze. Die Zahlen beziehen sich auf das erste Halbjahr 2024 und zeigen einen Anstieg um elf Prozent im Vergleich zum zweiten Halbjahr 2023. Seit Mileis Amtsantritt sind bis jetzt rund fünf Millionen Menschen in die Armut abgerutscht.

«Milei hat zwar seinen ausgeglichenen Haushalt erreicht, aber nicht auf die Art und Weise, wie er es angekündigt hat», sagt die argentinische Ökonomin Corina Rodríguez Enríquez. Sie forscht im Nationalen Rat für wissenschaftliche und technologische Forschung (Conicet) zu Care-Arbeit, Armut, Einkommensverteilung und Sozialpolitik. «Statt der sogenannten Kaste Gelder zu entziehen, hat er die Armen bestraft, Sozialleistungen und Renten gekürzt.» Es gebe ein falsches Gefühl der Verbesserung, weil die Inflation niedriger sei als vor einem Jahr. «Auch wenn die Inflation gesunken ist, haben sich die materiellen Lebensbedingungen verschlechtert», sagt die Ökonomin. Die Kaufkraft und die Reallöhne seien gesunken und die Arbeitslosigkeit gestiegen.
Es gibt auch Gewinner:innen von Mileis Politik. Dazu gehören etwa ausländische Unternehmen, die dank seines «Anreizsystems für Grossinvestitionen» Steuervergünstigungen erhalten, etwa in den Bereichen Bergbau, Öl und Gas. Sie werden überdies von Einfuhr- und Ausfuhrzöllen befreit für Projekte, deren Mindestinvestitionsbetrag bei 200 Millionen US-Dollar liegt. Gleichzeitig boomt die Börse: Der argentinische Börsenindex Merval hat sich seit Mileis Amtsantritt verdoppelt, argentinische Aktien und Anleihen steigen konstant. «Die Finanzwirtschaft gewinnt, die Realwirtschaft verliert», fasst es Corina Rodríguez Enríquez zusammen.

Besonders sichtbar ist dieser Widerspruch auf dem Immobilienmarkt in Buenos Aires. Während an vielen Strassenecken neue Häuser gebaut werden, nimmt die Zahl der Obdachlosen zu. Milei hat ein Mieter:innenschutzgesetz abgeschafft, das Mietzinserhöhungen nur einmal im Jahr erlaubte und die Vertragsdauer auf drei Jahre festlegte. Jetzt gibt es auf dem Wohnungsmarkt so gut wie keine Regulierung mehr. Die Vermieter:innen können Vertragsdauer und Periodizität von Mieterhöhungen frei festlegen und die Verträge aufkündigen, wann sie wollen. «Von der Deregulierung profitieren ganz klar die Vermieter zum Nachteil der Mieter», sagt Tamara Lescano. Sie ist Anwältin des Mieter:innenverbands Inquilinos Agrupados und unterstützt Menschen bei Rechtsstreitigkeiten mit Vermieter:innen.

Vor dreizehn Jahren fragt Christian Neuhold the state of agenda for Austria nach der „Verfassung“ und Christoph Kraus antwortet:

Unsere Grundwerte sind Freiheit und Individualismus. Unsere Vorbilder sind die „Austrians“ rund um Hayek und Mises.

Wie Mises‘ Jünger und Hayeks Jüngerinnen „Freiheit und Individualismus“ verstehen, ihr Jünger Milei manifestiert es dreizehn Jahre später beispielhaft:

Germán Paladino, der als Wirtschaftsingenieur arbeitet, sagte, Mileis Regierung kümmere sich nicht um öffentliche Angelegenheiten wie Gesundheit und Bildung, sondern greife in das Privatleben der Menschen ein.

Milei verglich Homosexualität mit Pädophilie. Auch sagte er, er wolle den Begriff des Feminizids aus dem Strafgesetzbuch streichen.

Bereits kurz nach seinem Amtsantritt hatte Mileis Regierung das Frauenministerium aufgelöst. 02/02/2025

„Geplanter Regierungs-Putsch in Österreich […] Kickl, Weidel, Orban & Co […] werden dreckigste Methoden anwenden!“

He plays with himself in his own class, und was ihm dabei ergießt, sind einmal Gedichte über Geschichtsbücher, dann wieder, wie am 4. Februar in seinem Jahr ’25, ein Prosagedicht über einen „Regierungs-Putsch in Österreich“, und seine Ergüsse können Gedichte genannt werden, denn nur in der Lyrik sind etwa Verse wie

Geplanter Regierungs-Putsch in Österreich, noch bevor die Regierung steht!

wahr und gerechtfertigt — einen „Regierungs-Putsch“ ohne Regierung hat es außerhalb der Lyrik noch nie gegeben; darin spielt er in seiner eigenen Klasse . Lyrische Dichtung wie die seine drückt die eigene Befindlichkeit aus, gibt die Welt preis, in der men who play with themselves on their own class …

Die Ergüsse aber sollen nicht im Vordergrund stehen, sondern das, was in seinem Hintergrund steht und hängt bei seinem lyrischen Vortrage.

Ist es eine Büste von Schiller?

Ja, es könnte eine Schiller-Büste sein,

gibt es doch eine Zuneigung zu Schiller in dieser, um das lugnerische Gesehene zu verwenden,

„gehobenen Schicht“

Und welchen Reiter zeigt das Bild, vor dem er steht, who plays with himself in his own class …

Es ist ein Komplott […] Kickl, Weidel, Orban & Co! […] werden dreckigste Methoden anwenden!

Welcher Reiter in welchem Krieg — nach dem Bild wohl ein Krieg vor Jahrhunderten — ist ihm so wichtig, daß er von ihm ein Bild aufgehängt hat, welcher Kriegsreiter ist ihm so wichtig, daß er ihn zu bewerben meint zu müssen, wenn er ihn während seines Vortrages mit aufs Bild unbedingt zu bringen meint zu müssen …

Es hätte eine Frage noch gestellt werden können, wenn er, who plays with himself on his own class, die Geschichtsbücher während seines Vortrages diesmal wenigstens ebenfalls hergezeigt hätte, ebenso verschwommen wie Reiter und Büste, dann hätte noch gefragt werden können, welche Geschichtsbücher ihn, who plays with himself on his own class, in seinem Glauben bestärkten, lyrisch

Schlecht gesehen, schlecht gewählt, schlecht gehört, schlecht gemacht

Es war immer schon klar, daß Norbert Hofer ein „freundliches Gesicht“ trägt, genauer, es wurde ihm ein „freundliches Gesicht“ aufgesetzt, nicht von ihm und nicht von seiner Partei, offensichtlich gibt es aus unerfindlichen Gründen in Österreich die Sehnsucht, daß seine Partei zumindest ein „freundliches Gesicht“ hat, aber seine Partei hat kein einziges „freundliches Gesicht“.

In der vorgestrigen Sendung „Das Gespräch“ hat Norbert Hofer sich selbst das „freundliche Gesicht“ heruntergerissen, am 2. Februar in seinem Jahr ’25, offensichtlich ist auch er jetzt überzeugt, das „freundliche Gesicht“ für seine Partei nicht mehr tragen zu müssen, seine Partei jetzt unaufhaltsam sei, gleich wie häßlich sie ihr Gesicht präsentiert, die Order ist nun, ein Einheitsgesicht, das von allen in dieser Partei zu tragen ist, und das ist kein „freundliches“, so sehr meint diese Partei sich im „Siegesrausch“, auf jede Verstellung verzichten zu können …

Diese Verstellung konnte aber bisher nur funktionieren, weil schlecht gesehen wurde, schlecht gesehen werden wollte, und schlecht sehen, ist schlecht wählen, mit dem nun, da auch Norbert Hofer das „freundliche Gesicht“ heruntergerissen hat, für alle nun offen heruntergerissen hat, sollte es nun damit vorbei sein, schlecht sehen zu wollen, schlecht wählen zu wollen, Schlechtes machen zu wollen, das heißt, aus dieser Partei eine Bundesregierung anführende Partei machen zu wollen.

Schlecht gesehen und schlecht gehört führt zu schlecht gewählt und zu schlecht gemacht

Und was unter dem heruntergerissenen „freundlichen Gesicht“ Norbert Hofer zeigte, ist das Gesinnungsgesicht dieser Partei seit jeher, von der immer noch viele nur das Gesicht von dem Bergmenschen im Parlament sehen wollen, während es in Wahrheit das Gesinnungsgesicht dieser Partei seit ihrem ersten Tag ihres Bestehens ist.

„Vater“, so steht es in einem Roman, „vergib ihnen, denn“sie wissen nicht wo sie sind, und Norbert Hofer wußte vorgestern auch nicht, wo er ist,

er wußte nicht, daß er in „Das Gespräch“ ist, er wähnte sich in „Das Wort“, und so betete er an diesem Sonntag, betete er unaufhörlich in dieser Sonntagnacht den Rosenkranz des einen Wortes herunter

Und dabei wandelte sich das Studio sich ihm zur Turnhalle … „TREUE, FLEISS

& RIEDLICHKEIT“ hätte wohl der Wahlplakatslogan von ihm lauten sollen, mit dem er im Portschyland seine Partei an die erste Stelle führen wollte, so im Siegesrausch wähnte er sich, aber es wurde wohl auf einen Buchstaben vergessen, so stand auf den Plakaten fälschlicherweise „TREUE, FLEISS & REDLICHKEIT“ …

Mit dem „kaufmännischen Zeichen“, das offensichtlich macht, worum es ihm und seiner Partei geht: um das Geschäftliche, sie geben sich zwar das Gesicht einer politischen Partei, aber sie sind, mit dieser Ligatur bekennen sie es, eine Firma „TREUE, FLEISS & […]“, und eine Firma will stets nur eines, Gewinne, Gewinne & Gewinne — Woher sie ihre Gewinne sich holen wollen, sie, die nichts erzeugen, die nichts herstellen, die nichts zum Verkaufen haben, ist kein Geheimnis, aus der von den Menschen gefüllten Staatskassa, die ihnen mit ihrer Arbeit ihnen ihre Gewinne schaffen …

Wie eintönig war des Norbert Hofer Rosenkranz mit einem Wort, es reicht bei ihm wohl nicht dazu, seinen Rosenkranz wenigstens mit einem zweiten Wort zu diversifizieren,

oder gar mit einem dritten Wort Abwechslung in seinen Rosenkranz zu bringen.

Es wähnen sich jetzt viele im „Sieges“rausch“, auch die Strippe, die nun aufbrechen will zur „Siegeslesereise“ in ihre „deutsche Zukunft“, nachdem sie, kurz ist es her,

und das wohl auch als „Sieg“ gefeiert, im Wiener Rathaus auf dem Polizeiball den Walzer „Alles Remigration“ …

Zusammen brächten sie vielleicht einen abwechslungsreicheren Rosenkranz zusammen, in der Rieder Turnhalle, kommt doch recht bald wieder die Wortakrobatikzeit:

Norbert Hofer als erste Stimme mit seinem Wort,

und die Strippe als zweite Stimme mit ihrem Wort,

gar bunt würde es werden, holten sie sich noch eine dritte Stimme

Pingpong

In der Gesinnungsbergwelt, in der Sellner die Funktion einer Strippe zugewiesen ist, ist ein Faktum wie jenes von Lugner am 2. Februar in seinem Jahr ’25 auf der Konzernplattform X verbreitetes, ein von Lugner Gemachtes, das auf der Konzernplattform,

selbst auf dieser Konzernplattform mit einer „Inhaltswarnung“

aber für die Strippe ist das von Lugner Gemachte etwas zum Weiterverbreiten, das außerhalb der Gesinnungsbergwelt von Lugner und Strippe gar nicht auf seine Richtigkeit geprüft zu werden braucht, da es bloß ein Gemachtes ist, in diesem Fall von Lugner, für in diesem Fall für Strippe,

aber auch für den wiedergängerischen Lugner gibt es vor allem Mannen, die für ihn Gemachtes herstellen, damit er es, der Wiedergänger, weiterverbreiten kann,

zum Beispiel irgend etwas Gemachtes von Machl.

So sind diese gesinnungsgemachten Fakten zu verstehen: Bälle für das Pingpong in dieser und für diese Gesinnungsbergwelt allein, und es ist außerhalb dieser Gesinnungsbergwelt genau als das zu behandeln, nämlich als Pingpong, dem zuzusehen gar nicht lohnt, so ungeübt, so laienhaft, so linkisch sie spielen, und vor allem, sie spielen nur für sich, aus Zeitvertreib, aus Langeweile, vor allem um sich die Wartezeit zu verkürzen, bis ihr Gebirgssammler von der Baumgrenze zurück ist,

und während ihrer Pingpongerei fragen sie sich wahrscheinlich immer wieder bang, ob ihr Gebirgssammler — es knurrt ihnen unentwegt der Magen, auch das fortwährende Spielen für sich macht hungrig — beim Sammeln für sie erfolgreich war, um sie je satt zu kriegen —

Polizeiball ’25 im Wiener Rathaus mit dem Vortrag „Alles Walzer“ als rauschenden Höhepunkt

Es war wieder ein rauschender Polizeiball, ausgezeichnet vorbereitet von der Bundespolizeidirektion und dem Landespolizeikommando Wien, am 31. Jänner 2025 im Wiener Rathaus mit dem Vortrag auf der Fest-
stiege als Höhepunkt von einem für diesen hohen Anlaß gesinnungsgemäß mit Schärpe
Herausgeputzten.

Sein gesinnungsrauschender Vortrag hallte, seiner Qualität entsprechend in einem eigenen Kapitel gewürdigt, ungehindert durch das Stiegenhaus … einer aus der „gehobenen Schicht“, der den Polizeiball nicht mehr besuchen konnte, hätte wohl wie vor der Hofburg geantwortet,

er sehe bloß „selten so gehobene Schicht“, und die Polizeiballalleswalzenden werden an diesem 31. Jänner 2025 auch keine andere als ebendiese „gehobene Schicht“ gesehen haben

und eine andere als die mir ihr tanzende Schicht kenne sie eben nicht

„Alles Walzer in der Kaiserstadt“

Servus Leute. Liebe Grüße aus Wien, ich begrüße aus dem Wiener Rathausgebäude vom ebenso wunderschönen Wiener Polizeiball, die Ballsaison ist schon seit langem eröffnet in der Kaiserstadt. Normalerweise habe ich am Ball andere Dinge zu tun als Videos zu machen, aber die akute Lage in der BRD nötigt mich gleichsam zum Kommentar.

So beginnt die Strippe am 31. Jänner in ihrem Jahr ’25 ihren Kommentar vom Polizeiball im Wiener Rathaus, und wie die Strippe, behördlich bekannt unter dem Namen Martin Sellner, ihren Kommentar fortsetzt, muß nicht zitiert werden, nicht nur daß es bis ihm selbst zum Überdruß bekannt ist, es ist das auch nur das Nachgesagte, und dieses Nachgesagte kann in einem Wort zusammengefaßt ausgedrückt werden, im einzigen Hauptwort des kleinen Gebirgsjägers,

den nicht wenige zu einem Bergebesteigkanzler machen wollen, und dabei zuversichtlich sind, es werde ihm die Angelobung nicht verweigert werden, und dieses gesinnungsgemäße gemeinsame und einzige Hauptwort, das, so sonderlich es bei einer derartigen Deutschtümelei auch klingen mag, kein deutsches Wort ist, ist: „Remigration“ —

Als wär die Strippe im Geisterweltheim der Mölzer aufgewachsen, spricht sie schön von der „Kaiserstadt“

Der heutige Tag war leider realpolitisch kein guter für die BRD, ich hätte mir das Gesetz gewunschen, aber metapolitisch, parteipolitisch war ein großartiger Tag für die AfD, damit auch langfristig ein guter Tag für Remigration. Damit verabschiede ich mich zum Ball und aus Wien. Liebe Grüße. Alles Walzer. Und. Alles Remigration.

So endet der Kommentar der Strippe vom Polizeiball, und das wird nur wegen eines Wortes doch noch zitiert, weil es nicht oft genug übersetzt werden kann, was ihnen gesinnungsgemäß das Beiwort „metapolitisch“

Die Führung der Strippen „in eine deutsche Zukunft“ ist in eine Wiederkehr des —

es ist in Österreich nicht der Kommunismus, es ist in Österreich nicht der Islamismus

„Eine deutsche Zukunft“ ist der Führung der Strippen ein Wiederbeleben des —

es ist in Österreich nicht der Kommunismus, es ist in Österreich nicht der Islamismus

in Österreich ist es —

Nikolaus Kern „ausgezeichnet“

Ausgezeichnet. Um unsere jüdischen Mitbürger zu schützen, sollten wir ebenfalls absolut alle Ausländer, die die Hamas verherrlichen und pro Palästina demonstrieren, abschieben. Diese Verantwortung haben wir einfach, bedingt durch unsere Geschichte.

Es bewahrheitet sich doch immer wieder, durch die „Geschichte“, der Nikolaus Kern sich befleißigen meint zu müssen, daß jene, die die Geschäfte derer ohne Not besorgen, verantwortlich sind, daß es je zu so einer „Geschichte“ kommen kann, auf die Nikolaus Kern offensichtlich anspielt.

Solch eine „Geschichte“ beginnt mit der ohne Not langsamen Hinwendung zu solchen Gestalten wie die von Nikolaus Kern ausgezeichnete Gestalt, es beginnt damit, von solch einer Gestalt Einzelnes als „Ausgezeichnetes“ herauszugreifen, es öffentlich als „ausgezeichnet“ zu loben, und damit doch die gesamte Gestalt und ihr Gesamtes, ohne dies zu bedenken, als „ausgezeichnet“ zu loben und für sie zu werben.

Um es an einem Beispiel aus der „Geschichte“ zu verdeutlichen: Als „ausgezeichnet“ herauszunehmen, daß der Österreicher seiner Hündin gut war, und dies als Vorbild zu nehmen, ihm gleich zu tun, und dabei alles auszublenden, was diese Gestalt des Österreichers sonst noch tat, wofür diese Gestalt des Österreichers sonst noch steht. Es muß dafür nicht einmal in die Vergangenheit gegangen werden, es gibt auch heute noch genügend Menschen, die die Gestalt des Österreichers in der Gegenwart positiv darzustellen versuchen, indem sie aufzeigen, wie gut diese zu ihrer Hündin war, und so auch alles andere von dieser Gestalt — Es reduziert sich alles, was Nikolaus Kern als Argument vorkommen will, und kein Argument ist, auf: „abschieben“, „absolut alle abschieben“, „absolut alle Ausländer abschieben“ …

Es ist der bloße Großsprech, die bloße Großschreiberei von jenen „Abschieben-Schreienden, die behaupten, sie seien die Beschützenden, die Schützenden, während sie tatsächlich niemanden zu schützen vermögen, eines jedoch sind sie: Schützen, bloße Wortschützen, aber nicht harmlos mit ihrer Wortballerei.

Es ist das Kapitel über ein Nichtargument bereits zu lange geraten, aber derart die Geschäfte einer solchen Gestalt mit seinen Gestalten freiwillig und ohne Not zu besorgen, und er, Nikolaus Kern ist nicht der einzige in diesem Land, hat es nicht kürzer ausfallen lassen, ein Kapitel zu einem Nichtargument zu schreiben verbietet es sich von selbst – so soll es ein Nichtkapitel zu einem Nichtargument genannt sein.

Es sind auch in diesem Land, also in Österreich, schon zu viele,

die von dieser Gestalt mit ihren Gestalten das eine und das andere herauspicken, um es als positiv, um es als nachahmenswert zu bewerben, ohne das Gesamte dieser Gestalten zu bedenken, nicht wenige darunter, die es in vollem Bewußtsein und in voller Absicht tun, weil sie mit diesen Gestalten gesinnungsgemäß einig,

und nicht wenige darunter, die nicht wissen, was sie tun, zu denen Nikolaus Kern zu zählen ist, aber die, die nicht wissen, was sie schreiben, werden, wenn dies alles mit diesen Gestalten wieder vorbei sein wird, schreiben, sie hätten nicht gewußt, was diese Gestalten, sie hätten nicht gewußt, wohin es mit diesen Gestalten ging, sie hätten ja nur —