„Habe ich irgendetwas von Brecht geschrieben? Nein.“

Wie recht er, Bundesheerbauer, doch hat, er hat nicht „irgendetwas von Brecht geschrieben“, sondern etwas Bestimmtes hat er von Bert Brecht zitiert. Und in das Bestimmte von Bert Brecht hat Bundesheerbauer etwas Bestimmtes von Carl Sandburg und von noch wem Hinzugedichtetes geschmuggelt.

Und nun will Bundesheerbauer nichts davon wissen, daß er etwas Bestimmtes von Bert Brecht zitiert hat, mehr, er leugnet es ab.

Vielleicht leugnet Bundesheerbauer, erschrocken über seine für ein Posting dauernde Courage, es ab, weil es für einen österreichischen Soldaten nicht opportun und förderlich ist, Bert Brecht zu zitieren, ein Militär Brecht zu zitieren scheuen muß wie der Soldat das Leben,

oder er, Bauer des Bundesheeres, weiß tatsächlich nicht, wen er zitierte, und wenn er tatsächlich nicht weiß, wen er zitierte, so ist ihm für seine noch einmal für ein Posting dauernde Courage Anerkennung zu zollen, als Goethens „gebildeter Soldat“ einzugestehen, nicht zu wissen, was er schreibt.

Zu fragen bleibt bloß noch, woher hat Bundesheerbauer das von ihm verbreitete Zitat, aus welcher Quelle speist er, an welcher Quelle labt Bundesheerbauer seine Bildung, wessen Quelle genießt dermaßen sein blindes Vertrauen, daß er verbreitet, was ihm die Quelle ergießt, gänzlich ungeprüft, und ist dies auch seine oberste Pflicht einzig und erste Vorgehensweise einzig in seiner verteidungsministeriellen Spreche

Des Bundesheers Bauer mit einem Handlungsplan nach Bert Brechts „Koloman-Wallisch-Kantate“, wofür? Für einen Aufstand?

Am 29. Jänner 2025 zitiert der auf der Konzernplattform X als Bundesheerbauer Auftretende Bert Brecht, eigentlich zitiert er Bert Brecht und Carl August Sandburg, von Carl Sandburg zitiert er aus seinem Gedicht,

The little girl saw her first troop parade and asked,
‚What are those?‘
‚Soldiers.‘
‚What are soldiers?‘
‚They are for war. They fight and each tries to kill as many of the other side as he can.‘
The girl held still and studied.
‚Do you know . . . I know something?‘
‚Yes, what is it you know?‘
‚Sometime they’ll give a war and nobody will come.‘

freilich ohne anzuführen, daß er Carl Sandburg zitiert, und er, Bundesheerbauer, zitiert eine Version, die nicht von Carl Sandburg ist, sondern irgendwann von irgendwem hinzugedichtet wurde: „dann kommt der Krieg zu Euch!“

Bundesheerbauer verschweigt Carl Sandburg, Bundesheerbauer verschweigt auch, daß er Bert Brecht zitiert, und dies falsch, denn „“Stell Dir vor, es ist Krieg und keiner geht hin – dann kommt der Krieg zu Euch!“ ist von Carl Sandburg und von noch irgendwem. Erst ab „Wer zu Hause bleibt“ zitiert er richtig, freilich ohne Bert Brecht zu nennen.

Es ist aus der „Koloman Walisch Kantate“ von Bert Brecht,

Wer zu Hause bleibt, wenn der Kampf beginnt, und läßt andere kämpfen für seine Sache, der muß sich vorsehen: Denn wer den Kampf nicht geteilt hat, der wird teilen die Niederlage. Nicht einmal Kampf vermeidet, wer den Kampf vermeiden will, denn er wird kämpfen für die Sache des Feindes, wer für seine eigene Sache nicht gekämpft hat.

aus dem „Handlungsplan“ für ein Stück über „Koloman Wallisch“ …

Koloman Wallisch

Koloman Wallisch ist ein modernes Drama über den steirischen Schutzbund-Führer im Februar-Aufstand des Jahres 1934: Es berührt, es lässt einen absolut nicht kalt.
Heinz Fischer, österreichischer Bundespräsident

Dieser (Schein-)Prozess bildet die Kernhandlung des Dramas, das Werner Wüthrich mit Rückblenden auf den historischen Verlauf des Aufstandes anreicherte. Vor allem die engagierte Auseinandersetzung mit dem Stoff des Aufstandes macht das Buch lesenswert. Insbesondere der angefügte Essay mit Erläuterungen zu den Kämpfen und der brechtschen Perspektive darauf liefert eine spannende Geschichtslektion zu einem Ereignis, das in der Schweiz weitgehend unbeachtet blieb.
Fritz Trümpi, Ein Drama à la Brecht, in: „kulturtipp“, Zürich, Nummer 08, April 2012

Der Dramentext und der brillante Essay über Koloman Wallisch sind sehr beeindruckend. Drama und Essay sowie die reiche, kluge Dokumentation machen zusammen ein ausserordentlich interessantes und historisch höchst bedeutsames Buch. Besser noch als das endlich verabschiedete Gesetz rehabilitiert dieses Werk den grossen Kämpfer, Demokraten und Führer des Widerstandes gegen die faschistische Nacht. Es setzt ihm ein Denkmal. Und gleichzeitig ein Mahnmal gegen die Arroganz oligarchischer Macht und ideologischer Verblendung. Kurz: ein Buch von höchster Aktualität.
Jean Ziegler, in einem Brief vom 23. März 2012.

Werner Wüthrich hält sich an das, was sich Brecht ausgedacht hat, um ein Lehrstück zum Thema Demokratie und Widerstand zu schreiben.
Werner Kremm, Schriftsteller, in: „Allg. Deutsche Zeitung“, Bukarest, Nr. 5326, vom 19. Februar 2014.

Nach neuen Funden von Brecht-Manuskripten in Zürich verfasste der Schweizer Theaterautor und Brecht-Forscher Werner Wüthrich, nach dem Handlungsplan von Bertolt Brecht, das Drama Koloman Wallisch ; dabei ist es ihm gelungen, die Gedichte aus dem Brecht-Fragment in seinen Theatertext einzubauen.

Das vorliegende Buch beinhaltet neben dem Dramentext einen Essay zur Entstehungs- und Rezeptionsgeschichte der Kantate sowie historisches Bildmaterial und, als Erstveröffentlichung, Brechts Handlungsplan für die Koloman Wallisch Kantate.

Es hat sich seit den alten Tagen von Hans Weigel und Friedrich Torberg doch etwas verändert, ein österreichischer Soldat zitiert Bert Brecht, boykottiert nicht Bert Brecht, und es hat sich seit der alten österreichischen Zeit nichts verändert, seinen Namen nennt er nicht.

Von welchem Krieg, ohne die Autoren zu nennen, von welchem Krieg, dabei auch noch Falsches weiter zu verbreiten, spricht Bundesheerbauer, wenn es doch gar nicht um einen Krieg in dem von ihm Zitierten geht, sondern um den „Februar-Aufstand 1934“ in Österreich?

Oder geht es ihm, dem Bundesheerbauer, der in dieser Rolle bisher so gar nicht bekannt, doch um einen Aufstand, ist ihm das ein erster Schritt in einem Handlungsplan für einen Aufstand, der ihm heute gefordert erscheint?

Patriots, nevermore

Für den 27. Jänner in seinem Jahr ’25 hat einer aus der patriotischen Partei

Max Mannheimer

entdeckt, um ihn zu zitieren, am 27. Jänner, an dem vielen patriotisch Gesinnten ein Gedicht im Geiste wohl herumgegangen sein wird, das ihnen wohl jetzt schon, so kurz nach seiner Niederschrift, gesinnungsgemäß teuer —

Es hat also einer aus der Parlamentspartei, die nun zur Regierungsführungspartei gemacht werden soll,

zu Max Mannheimer gefunden, als wäre es bei ihm auf fruchtbaren Boden gefallen, was vor Jahren ihr als dringend empfohlen wurde, daß seine Partei Max Mannheimer liest; es könnte sie von ihrem Michael Mannheimer wegbringen …

Michael Mannheimer gemein hat er mit Max Mannheimer nur den Familiennamen, und nicht einmal den Familiennamen,

Michael Mannheimer gemein hat er mit der patriotischen Partei die Gesinnung, und alles, was Michael Mannheimer von sich gibt, ist kein Nie wieder, sondern Wieder wieder

Michael Mannheimer kann nichts mehr von sich geben, er ist gestorben, am 13. März 2022, „im Exil“, in Cambodia, Kampodscha. Es mutet seltsam an, daß er sich Michael Mannheimer nannte, war sein tatsächlicher Name doch Karl-Michael Merkle

Nicht seltsam hingegen mutet es an, daß ein Michael einem Michael einen Nachruf schreibt, in deutscher Sprache auf „Pinews“ und

Gates of Vienna“ diesen stürzenbergerischen Nachruf in englischer Sprache bringt. Schrieb doch Merkle als Mannheimer auch für „Gates of Vienna“. Sie werden „Gates of Vienna“ nicht kennen, und das ist kein Beweis für Ihre Unbildung, Sie werden aber vielleicht einen, der ebenfalls für „Gates in Vienna“ schon schrieb, aus dem Fernsehen kennen —

wer nicht alles in österreichischen Fernsehanstalten auftritt, das ist auch nicht seltsam. Es mutete hingegen seltsam an, wäre es in Österreich anders.

Auf der Website seiner Partei ist heute, 29. Jänner 2025, noch sein Gastkommentar „George Soros: Auf wen der Spekulant im Europaparlament zählt“ veröffentlicht, diesen Kommentar schrieb er vor neun Jahren für die gesinnungsgemäß zensurierte Website

Kommentare der Schreibstaffel auf dieser gesinnungsgemäß zensurierten Website, die kurz zusammengefaßt werden können: Wieder wieder!

Und wenn das oben genannte Gedicht aus dem gesinnungsgemäßen Umfeld dieser Partei allein aus diesem Jänner und was

einer aus diesem gesinnungsgemäßen Umfeld dieser Partei allein am 27. Jänner schrieb, wer „Schuld“ trage und wer die „Früchte des Zorns“ ernten werde,

so ist diese Partei zugerichtet wie eh und je, gleich von wem sie angeführt wird.

Es wird ihm an seinem am 27. Jänner verbreiteten Zitat vielleicht recht gefallen haben: „IHR SEID NICHT SCHULD“ — Und sein „#niewieder“ so ehrlich wie das „WeRemember“ von Christian Stocker an diesem 27. Jänner … Es mutete äußerst seltsam an, machten sie nicht mit bei diesem handlungsbefreiten Gedenken. Noch ehrlicher von ihm ist aber wohl sein „#Patriots“ gemeint. Und wenn diese seine zwei Hashtags zu einem vereint werden, so ergeben sie eine dringend gebotene Handlungsanleitung:

Nie wieder Patriots!

#NieWiederPatriots

Fünf auf die gemachte identitärschwarze Regierung

Ich weiß nicht, was die nächsten fünf Jahre bringen werden. Wir werden weiter an einer evolutionären, organischen Veränderung arbeiten: eine metapolitische Wende, die Remigration möglich macht.

Eine der Strippen schreibt das am 27. Jänner in ihrem Jahr ’25 auf der Konzernplattform X.

Sie hätte sich gesinnungsgemäß dafür kein rechteres Datum aussuchen können, für identitäre Drohungen und wieder vorbauende identitäre Schuldabwehr

[…] seit zwölf Jahren […] in den Katakomben […]

Am 27. Jänner von „zwölf Jahren“ zu sprechen, wie erinnert das daran, und vielleicht ist es auch der Strippe unbewußt bewußts, solch eine „Wende“ erweist sich stets als das Desaster rechthin, wird immer nur zum Fiasko, solche Wenden enden stets in der Katastrophe, im Untergang …

Mit den „Katakomben“ gibt die Strippe, ungewollt wohl, die Zeit preis, in der sie und ihre Strippen unterihrem Strippenzieher leben — im 3. Jahrhundert, in den Katakomben an der Via Salaria, und verstehen, meinen sie sich doch in der Via Salario, seit zwölf Jahren nicht, wo denn ihr Lohn geblieben, für alle ihre Wühlerei, ein wenig Resignation scheint dabei zu sein, wenn die Strippe eingesteht, sie wisse nicht, was die fünf Jahre bringen werden; sie wühlen und wühlen in ihren Katakomben, wühlen sich vor zur Via Appia Antica, wühlen sich im Kreis wieder zur Via Salaria, aber zur Via Salario kommen sie nicht, in der sie meinen vom Censor mit ausgestreckten Händen erwartet zu werden, und mit lohnhungrigen Hälsen strecken sie ihm ihre Arme entgegen, aber mit ausgestreckten Händen kann nichts gehalten werden, ausgestreckte Hände sind leer …

[…] unsere ausgestreckten Hände […]

Ich weiß nicht, was die nächsten fünf Jahre bringen werden. […] Sollten sich die Ereignisse überschlagen und das scheitern, stelle ich hier schon mal klar: Die Schuld daran […] die Zensoren […] in ihrem Machtrausch […] schuld an Radikalisierung […] wehe, den Zensoren sollten Sie einmal die Früchte […] sie selbst gesät haben.

Ausgestreckte Hände sind leer, ausgestreckte Hände hoffen selbst zu empfangen, gieren selbst nach Lohn, und solange die ausgestrecken Hände leer, dienen die ausgestreckte Hände bis zum Empfang zum Ablenken dazu, zu unterstreichen, wie es ihr Censor schon tut, in seinem gesinnungsgemäßen Gleichheitssinn die

versprochenen fünf guten Jahre allen zu verschieben, und wenn die fünf Jahre, die nicht guten, einmal vorbei sein werden, werden diese als

die identitärschwarzen Jahre erinnert werden, und die Strippen werden dann, nach bald 18 Jahren, immer noch nicht in der Via Salario zum Anstellen um die Lohntüte herausgekommen sein,

und sie werden dabei nicht einmal den Trost haben, mit dem sich einer weit nach dem dritten Jahrhundert tröstete: „wenigstens 12 Jahre anständig gelebt“,

also gut, mit vollen Taschen, in Saus und Braus, von „anständig geblieben“ in den zwölf Jahren sagte er nichts,

das meinte einer seiner patriotischen Kameraden, „anständig geblieben zu sein“

in den zwölf Jahren, in denen er auch „anständig gelebt“

27. Jänner

An diesem 27. Jänner werden wohl recht viele das magnetische Gedicht still für sich und viele gar nicht so still aufsagen und

gedenken, daß er es in diesem Jänner ’25

nicht nur für sich, sondern für sie geschrieben und veröffentlicht hat, ihnen früh genug, um für die Verbreitung es parat zu haben, wie dankbar werden sie ihm dafür sein, und riefe er sie in sein Studio, sie eilten zu ihm, gleich, wo sonst sie eingeladen wären,

und sie versicherten ihm, wie gerne sie doch bei ihm seien, wie gesinnungsgeboren sie sich bei ihm fühlten …

Sie wissen sich ehrlich einig mit ihm, nicht nur, wenn ihm lyrisch zumute, sondern auch wenn er Begriffe zurechtrichtet, er weiß, wann von „industriellem Ausmaß“ recht zu sprechen ist und wann nicht —

eine, die, wenn er es je noch bräuchte, sozusagen für einen letzten Schliff, ihm ehrberatend zur Seite sitzen hätte können, ist auch ihm, er würde vielleicht treutrauernd sagen, zu früh gegangen, heim ins Reich zu ihrem Herrn …

Haider Jörg heimgeholt ins Reich der gehobenen Schichten Hochkarätigen

„Gailtal“ berichtet am 24. Jänner 2025, es werde ein „1. Jörg-Haider-Symposium am 25. Januar 2025 auf Schloss Albeck“ — wo sonst als auf einem Schloß,

so nah wie diese „gehobene Schicht“ allen im Land Lebenden sind.

Und das Buch dazu, wo sonst könnte es veröffentlicht werden, als im stockerischen Reich, in dem schon recht viele aus der „gehobenen Schicht“ veröffentlicht wurden.

Nun ist also auch Haider Jörg in dieses Reich heimgekehrt. In dem sich wieder erfüllen soll, was seinem leader unentwegt sehnlichst herbeizuschreiben

seine Ehr‘ und Treu‘ vorschreibt,

daß Deutschland jeden Tag wieder etwas deutscher wird – und Österreich genauso.“

Anlässlich des 75. Geburtstags des verstorbenen Kärntner Landeshauptmanns wird das Symposium hochkarätige Redner und Experten versammeln […]

Auf Schlössern, auf Ritterguten, in Palästen können, sie hätten es nicht wieder dermaßen betonen müssen, gesinnungsgemäß nur Hochkarätige geladen werden

Die Hochkarätigsten aus der gehobenen Schicht also wieder in einem Schloß — ja, von Schloß zu Schloß ziehen die Hochkarätigsten aus der gehobenen SchichtUnd einer unter den Hochkarätigsten wird an diesem 25. Jänner ’25 sein Glück gar nicht fassen können, einer, der bisher nur es in eine Anstalt schaffte, nun aufgenommen in die gehobene Schicht, erstmals auf einem Schloß, geadelt von den Hochkarätigsten zu einem Hochkarätigen, aufgenommen in die gehobene Schicht in das Schloßalltagsleben …

Ob die Anstalt schon überlegt, um den nun Geadelten halten zu können, in ein Schloß zu übersiedeln?

„Aus Ehr“

Es ist in diesen Tagen in Österreich viel von Ehrlichkeit, also sie predigen recht viel Ehrlichkeit, und wer so recht von Ehrlichkeit zu beten hat, die, das ist eine alte Binse, haben die Ehrlichkeit nicht, es wird in diesen Tagen von den mountain people die Ehrlichkeit gar recht beschworen, und weshalb sie nun aus der Ehrlichkeit ihr Banner schnitten, ist, weil

Ehrlichkeit eben mit Ehr beginnt, und mit der Ehr meinen sie es ehrlich, tiefer noch, mit der Ehr meinen sie es todernst.

Und sie haben, so vernarrt seit alten Tagen sind sie in ihre Ehr, ihr ihre Treueformel geschrieben, die sie nun wieder recht verbreiten:

Aus Ehr wird E und aus E wird —

E ist E und mit E geht stets alles in die Binsen.

„Eiserner Vorhang“

Am Spielplan muss die Wiener Staatsoper für dieses Jahr ’25 nichts ändern, es wird schon alles gespielt, was einer identitär geführten Bundesregierung in Österreich gefallen, einer identitär geführten Bundesregierung in Österreich schmeicheln kann.

Was ab dem Herbst ’25 ansteht, in der Staatsoper Wien, ist die Gestaltung des „Eisernen Vorhangs“, ist doch »Bauchhöhle überfliegt Staumauer« von Pipilotti Rist nur mehr bis Ende Juni 2025 in der Wiener Staatsoper —

Und was für ein „Großbild wird ab Herbst ’25 „mit Magneten auf der Brandschutzwand fixiert“ werden? Eines, das der identitär geführten Bundesregierung gefällt? Und gesinnungsgemäß auch dem Präsidenten des Parlaments, der sich „als erste Amtshandlung anschauen will“, die Kunst, im Parlament, gefällt?

Menschgemäß nicht, so eilfertig einer nun zu machenden Regierung und einem bereits gemachten Präsidenten ist die Kunst nicht, und es gibt schließlich eine Jury, die das Werk für die Brandschutzwand auswählt. Aber eine Auswahl kann stets begründet werden. Jedwede Auswahl kann stets gerechtfertigt werden.

Da gibt es die Wiener Staatsoper, die allenthalben einen „Mozart-Zyklus“ ansetzt. Und dort gibt es einen Künstler, der einen „Mozart-Zyklus“ malt. Was wäre das doch für eine Herausforderung, so könnten die Argumente gehen, was wäre das doch für eine fruchtbare Zusammenführung, was wäre das doch für das Publikum für eine einmalige Gelegenheit, die Mozart-Zyklus-Staatsoper und den Mozart-Zyklus-Maler geeint in einem Haus zu sehen, die Gelegenheit zu geben, in den Pausen die Auseinandersetzung über Kunst am Beispiele der zu hörenden musikalischen und der zu sehenden bildnerischen Mozart-Zyklen zu führen … Der Mozart-Zyklus-Maler ist nicht nur ein „Lieblingsmaler“, sondern auch ein anerkannter, hat ihn doch einst schon das Land Oberösterreich eingekauft, zwei Bilder aus seinem „Mozart-Zyklus“.

Er selbst wird es, akkurat wie er ist, noch weiter begründen können, weshalb ein Werk von ihm aus seinem „Mozart-Zyklus“ das rechte Werk als „Großbild“ in der Wiener Staatsoper mit ihrem Mozart-Zyklus für deren „Eisernen Vorhang“ …

Dabei vergessen darf auch nicht werden, daß er ein beachtlicher Porträtmaler genannt werden kann; von einem anderen „beachtlichen Porträtmaler“ wurde schon erzählt, auch dieser der Musik zugetan, besonders der Lohengrins … Wie beachtlich er als Porträtmaler ist, hat er sich selbst erst im letzten Juni wieder einmal unter Beweis stellen können —

Und vielleicht auch bald wieder, mit einem Parlamentsporträt des Präsidenten, möglicherweise ihm der Auftrag schon versprochen, als sie beide zum Bierfaßturnen in der Halle zu Ried unter Anleitung ihres Vorturners

Zum 60. Stiftungsfest der pennalen Burschenschaft Scardonia zu Schärding überreichte Wiesinger das Ölgemälde des ehemaligen Schärdinger FPÖ-Bezirksparteiobmanns. „Ein würdiger Anlass, um an das Wirken des Gründungsvaters zu erinnern“, heißt es. Das Portrait wird künftig den Kneipraum der Pennalie schmücken. Gespendet wurde das Gemälde von der Firma innsit GmbH, von den Eigentümern Werner und Sebastian Schätzl. Die Übergabe fand anlässlich des Festaktes in der Bezirkssporthalle Schärding am 8. Juni 2024 vor den Augen von über 450 Farbenträgern aus Österreich und Deutschland statt.

Ein Künstler, der staatstragend zu malen weiß, trägt er doch seine Werke der Staatstragenden allenthalben in das Parlament zu den Staatstragenden, die ihn anerkennen als einen, der ihre Gesinnung aus tiefstem Herzen zu malen versteht. Es würde sie wohl recht freuen, hinge ihr ihren Volksstaat künstlerisch Vertretenen nicht nur bei ihnen, sondern auch in der Wiener Staatsoper.

Mit einer identitär geführten Bundesregierung bricht, ja, es bricht an, der Kunst goldene Zeit. Das zeigt bereits jetzt vor, die identitär angeführte Landesregierung in der Steiermark, wie recht wichtig ihr die Kunst ist. Kunst über alles, könnte ihr Parole recht passend lauten. Kunst ist ihr eine Hymne, und solch eine Kunst gehöre in den Verfassungsrang. Mögen andere Parteien sich um Profanes kümmern, das den sogenannten einfachen Bürger bekümmert, das der sogenannten einfachen Bürgerin Probleme im Alltag bereitet, mögen es andere Parteien als ihre erste und vordringliche Aufgabe sehen, etwa die budgetäre Situation des Landes zu meistern,

sie, die identitäre Regierungsanführerin hört sich als erste Amtshandlung

die Hymne

BAM BAM

G. G. bemüht Richard Nixon, um Bam-Bam beizuspringen, daß dieser nicht den „Hitlergruß“ — Richard Nixon, so G. G., hätte schon „identisch“ wie Bam-Bam … Wie leicht es doch immer wieder solchen Figuren wie G. G. gemacht wird, irgend etwas vorlegen zu können, mit dem sie mit ihren Fingern auf die „Systemmedien“, wie die klassischen Medien sonst in den Gesinnungskreisen von einem G. G. genannt werden, zeigen zu können …

Wie nebensächlich es doch ist, was Bam-Bam mit seinem Arm anstellt, bei all dieser Fuchtelei seiner Arme während seiner kurzen Rede, ist überhaupt fraglich, ob Bam-Bam selbst weiß, was seine Arme tun, er seine Arme lenkt, oder seine Arme Bam-Bam lenken.

Aber seine Mundpartiegeste dabei, wie sein Arm in die Höhe schnellt, die spricht, wie es so schön heißt, Bände, und das sind keine Bände der geistig erbaulichen Literatur — Aber wie Bam-Bam während seiner kurzen Rede einmal nach links und einmal nach rechts mit geballter Faust nach unten eindrischt und dabei authentisch wie in Sprechblasen von Comics: „Bam! Bam!“ — das wäre medial aufmerkenswert, um es in Erinnerung zu behalten, was das für eine Figur …

Seine Sprechblase „Bam! Bam!“ erklärt nebenbei, weshalb er Bam-Bam genannt wird, dieser Name wird leichter zu merken sein, als sein Name, mit dem er sich jetzt rufen läßt, über „Bam! Bam!“ wird, sollte wieder einmal auf ihn die Rede kommen, wird sein Name schnell wieder einfallen, vielleicht, „Bam! Bam“: sozusagen der Knoten im Taschentuch.

G. G. bemüht Richard Nixon, wie eine Prophetie von ihm, eine Verheißung für die baldige Zukunft, die früher als erst nach zwei Jahren statthat, Bam-Bam tritt mit seinem Präsidenten wie Richard Nixon in seiner zweiten Amtszeit zurück, kommen wie Richard Nixon einem Amtsenthebungsverfahren zuvor; das mag ihnen gegönnt sein, ein eigener Rücktritt …

Einer in Österreich würde sich über einen baldigen Rücktritt wohl recht freuen, denn dann könnte Bam-Bam wie ein Befreiungsengel rasch nach Österreich fliegen, der ihm nach seinem kurzen parlamentarischen Höhenflug „sehr gut täte“ …

Gerade einmal ein halbes Jahr ist es her, um den „Hitlergruß“ einmal noch anzusprechen, als einer in Österreich, in Wien war, an den sich nun die Medien erinnern hätten können, weil dieser den „Hitlergruß“ exemplarisch vorzeigt, so wäre ihnen zu Bam-Bam anderes eingefallen, seine Mundpartie beim Hochschnellen seines Armes von seinem Herzen weg, seine nach unten eindreschenden Fäuste

und eine Grande Dame aus Österreich — die des kleinen Gebirgsjägers Partei „wirtschaftspolitische Vordenkerin …

Nehmt, Ihr braucht nicht Gänsebraten, mit der Maus vorlieb.

In der Aufzählung der „Presse“ vom 16. Jänner 2025 fällt eine Maßnahme der Regierung, die in Österreich gemacht kommen soll, auf:

Betrugsbekämpfungsgesetz: 10 Millionen Euro, etwa Maßnahmen gegen Steuerhinterziehung.

„10 Millionen Euro“ sollen also hereinkommen, und dazu fällt ein, es ist zwar ein Artikel aus 2022, aber es darf angenommen werden, daß es innerhalb von etwas mehr als zwei Jahren nicht zur großen Wandlung hin zur absoluten Ehrlichkeit gekommen ist:

Bis zu 15 Milliarden Euro sollen dem Staat jährlich wegen Steuerhinterziehung entgehen.

Von diesen dem österreichischen Staat entgangenen Milliarden also zehn Millionen – ein sehr ambitioniertes Einnahmenziel der kommenden Regierung, an der jetzt gebastelt wird.

Grüße vom Neujahrstreffen der FPÖ in der Pyramide Vösendorf mit Barbara Kolm, einer der wirtschaftspolitischen Vordenkerinnen der FPÖ.

Bei solchen Aussichten, von Milliarden gerade einmal zehn Millionen — wer würde da nicht recht gesättigt lachend Grüße vom Neujahrstreffen schicken … Manch eine gemachte Person in der weiten Welt wird jetzt vielleicht schon davon reden, Österreich werde nun zu der Insel gemacht, die sie sich erträumt.

Und das wäre diesen gemachten Personen eine Gerechtigkeit dafür, daß ihnen eine Insel, kurz ist das her, so bitter für sie genommen ward — Honduras als ihre Insel war ihnen zum Greifen nah …

Was wäre für so ein Regierungsprogramm die rechte und also ehrliche Parole? Es käme „Operation Honduras“ in Frage, eingedenk der Rolle der „wirtschaftspolitischen Vordenkerin“, wie sie von der „Grande Dame“, so wird sie von Norbert Hofer gar trefflich genannt, in Honduras, mit ihrer Weltexpertise,

die sie allenthalben in den illustresten Wissensrunden zur rechten Belehrung anhand von Beispielen,

etwa zu Chile

Die „wirtschaftspolitische Vordenkerin“, die ebenso eine

Grande Dame genannt werden kann wie die hoferische „Grande Dame“,

sie „wirtschaftspolitische Vordenkerin“ zu nennen, auch damit beweist die hoferische „Grande Dame“ ihre ehrliche Weltexpertise, wahrlich,

sie denkt im Geiste von Männern vor, die schon einmal Österreich mehr als nur „fünf gute Jahre“ bescherten, so tief sind diese mehr als nur „fünf gute Jahre“ im östereichischen Gedächtnis, daß auch die dafür Zuspätgeborenen eine tiefe Sehnsucht nach diesen …

In diesem vorgedachten Geiste treten nun die Herren der bald gemachten Bundesregierung vor, vielleicht sehr satt vom Mittagessen kommend, aber unstillbar hungrig weiter, und verkünden ihre Ambitionen, der eine von der schrumpfenden Partei, der als Klubobmann seiner Partei schon um die Gefahr wußte, kurz ist es her, daß er orderte, wen die Kinder der Provinz nicht wählen dürfen, und das wird dem Klubobmann der Partei, mit der er wieder einmal verhandelt, sehr gefreut haben, und der andere, mit dem er nun hintritt, um dieser beiden Parteien Ambitionen nach absoluter Sättigung zu verkünden,

ist Herbert, nein, noch ist sein Vorname ein anderer, möglicherweise aber — es könnte gesagt werden, Claus Pándi war prophetisch darin, als er ihn „Herbert“ nannte — werden bald in seiner Partei „Herbert“ heißen müssen; ein Vornamenwechsel ist aber gar nicht vonnöten, sind sie doch alle „Herbert“

Was auch noch kommen kann, ist die Umdichtung des Titels eines sogenannten alten Volkslieds in

Fuchs, ihnen stiehlst du nicht die Gans …

Und zum Trost für jene, die keine Füchslein sind, so großzügig wird die kommende Regierung sein, die nun gemacht wird, wird der Vers darin umgedichtet in:

Nehmt, Ihr braucht nicht Gänsebraten,
mit der Maus vorlieb.

So sozial will ihnen die Heimat werden, was für ein nationalistischer Fortschritt wird das sein, es wird Fleisch geben, und das reichlich,

nicht so wie einst, als der „österreichische Streicher“ kein Fleisch, sondern Kartoffel und Kraut — Reich, ihr ehrliches Versprechen, gedeckt wird allen der Teller sein, nicht nur mit Fleisch, sondern reichlich mit Beilagen …