Unzensuriert der freiheitlichen Gemein-Schaft – Fünf Jahre Verdacht

Das Medium der freiheitliche Gemein-Schaft feiert heute recht ausgiebig allein. Es führt Leistungen an. Bietet Analysen zur Selbsterklärung. Nicht alleine aber sollen seine freiheitlichen Betreiber und Betreiberinnen am Tisch mit der Fünf-Jahres-Torte im Dunklen sitzen … Darum sollen ihnen als Geschenk ein paar Beispiele aus fünf Jahren hier überbracht sein, das diese freiheitlichen Leistungen und diesen freiheitlichen analytischen Fähigkeiten in eine recht angemessene Festbeleuchtung …

Unzensuriert At - 5 Jahre VerdachtUnzensuriert nennt sich eine „Internet-Tageszeitung“ … Ihr Autor Ing. Norbert Hofer, III. Präsident NR, nennt sie schlicht: „Grafs Homepage“. Inzwischen wird Norbert Hofer nicht mehr als ihr Autor geführt. Hat er sich abgewendet? Oder ist er nicht so fleißig wie Andreas Mölzer, abseits der Funktion, für die er gewählt wurde? Oder ist es einfach und eher strategisch doch kein Renommee für einen dritten Nationalratspräsidenten, mit einer derartigen Homepage in Verbindung gebracht zu werden?

Fünf Jahre Unzensuriert der freiheitlichen Gemein-SchaftUnzensuriert führt stolz an, „ohne ein einziges Regierungsinserat“, „ohne einen Cent Presseförderung“, „dafür mit enormen Einsatz vieler ehrenamtlicher Mitarbeiter“ … Wo ihre Mitarbeiter sonst beschäftigt sind, führt sie nicht an, denn, das würde rasch Steuergeld in Erinnerung rufen. Und: „etwa sechs Artikel“, wie in ihrem Impressum angegeben, „pro Tag“ machen noch keine Tageszeitung, wie ja auch eine Schwalbe noch keinen Sommer macht; sechs Kommentare am Tag auf einer Homepage erfüllen wohl nicht annähernd die Kriterien, um eine Presseförderung zu erhalten.

Homepage ist Unzensuriert eine Tageszeitung - 5 Jahre„Immer mehr Menschen“ schreibt Unzensuriert, „misstrauen den Darstellungen, die ihnen von den Mainstream-Medien vorgesetzt werden. Sie schöpfen Verdacht, wenn die Informationen und Interpretationen zu den wesentlichen wirtschaftlichen und gesellschaftspolitischen Themen einander gleichen wie ein Ei dem anderen und suchen gezielt nach Alternativen, die hauptsächlich das Internet zu bieten hat.“ Das ist wohl der Grund, weshalb Unzensuriert es nicht dabei beläßt, nur Verdacht zu schöpfen, sondern gleich aus dem Vollen des Verdachts schöpft, und alle Verdächtigungen gegen Menschen, die im Internet zu finden sind, zu eigenen Kommentaren (von ihr „Artikel“ genannt) verbratet. Das ist also eine ehrenreiche Aufgabe eines „regierungskritischen Mediums“, jedenfalls für Unzensuriert, die sich selbst als „regierungskritisches Medium“ einstuft. Für Betreiber und Betreiberinnen von Homepages ist es nicht selten schwer, die Wirklichkeit richtig zu erfassen. In dieser Hinsicht ist Unzensuriert keine Ausnahme. Zur fünfjährigen Selbstfeier muß Unzensuriert – alt genug ist sie ja für die Wahrheit -, einmal gesagt werden, in der Regierung in Österreich sitzen nicht all die Menschen, die für Unzensuriert unter Pauschalverdacht stehen

Unzensuriert der freiheitlichen Gemein-Schaft 5 Jahre Verdacht„So wurden im Laufe der Jahre aus 240.000 Seitenaufrufen (2009) zuletzt 6,2 Millionen (2013), und heuer werden wir diese Zahl erneut überspringen. Das liegt gewiss an unserer Themenauswahl und der Qualität unserer Beiträge, …“ Das ist die Erklärung von Unzensuriert für die vielen Zugriffe auf ihre Homepage, die „Themenauswahl und die Qualität“: einem prototypischen Kommentar von Unzensuriert durfte erst gestern „Qualität“ bescheinigt werden: „Für Freiheitliche sind Bettler keine Kunden und ihre Gefährtinnen Hexen„.

Unzensuriert freiheitlicher Gemein-Schaft 5 Jahre„Die Kommentare unserer Leser sind die am besten beobachteten im Land. Während dümmlich-aggressive Postings etwa im Standard, wo sie trotz Vorabkontrolle online gehen, niemanden jucken, beschäftigen solche auf Unzensuriert.at sogar die Parlamentspräsidentin.“

Schreibstaffel Unzensuriert schreibt sich Transparente selbstAuch den Kommentaren der Leserinnen und Lesern kann eine der Unzensuriert angemessene Qualität bescheinigt werden, aber auch eine Lösungskompetenz, die authentisch insgesamt die Lösungskompetenz der freiheitlichen Gemein-Schaft widerspiegelt.

Für Freiheitliche sind Bettler keine Kunden und ihre Gefährtinnen Hexen

Das Medium der freiheitlichen Gemein-Schaft berichtet über einen Bettler, der als Kunde in einem Supermarkt das verlangte, was täglich vor allem von Pensionisten und mehr noch von Pensionistinnen laut schreiend zu hören ist, er verlangte die Öffnung einer zweiten Kassa.

Nicht Bettler werden, sondernTrader bei Hypo Alpe Adria

Wer von freiheitlicher Gemein-Schaft als Kunde anerkannt werden will, sollte Trader werden, am besten für die Hypo-Alpe-Adria, aber auf keinen Fall Bettler.

Aber für den wieder einmal nicht namentlich genannten Unzensuriert-Redakteur hat ein Bettler nach freiheitlicher Schollenanschauung nicht das Recht, die Öffnung einer zweiten Kassa zu verlangen. Und wenn ein Bettler die Öffnung einer zweiten Kassa doch verlangt, dann ist es ein „frecher Bettler“, der also nach freiheitlicher Gesinnung niemals ein Kunde sein kann, sein darf. Das Geld eines Bettlers ist nach freiheitlicher Gesinnung auch kein Geld, deshalb hat er auch nicht das Recht, die Öffnung einer zweiten Kassa zu verlangen. Ein Bettler ist nach freiheitlicher Gesinnung einer, der nicht Waren einkauft, sondern „seine finanzielle Ausbeute in Waren“ umsetzt …

(Ganz nebenbei: Ob nach dieser freiheitlichen Gesinung die freiheitlichen Profiteure der Hypo-Alpe- Adria Geld oder „finanzielle Ausbeute“ in gemein-schaftspolitische Waren umsetzten? Ach, das Geld für die Freiheitlichen haben ja andere, nämlich alle Menschen in Österreich, die jetzt ihr Geld für die freiheitliche Bank-Ausbeute …)

Der anonyme Unzensuriert-Redakteur kommt weit herum, in Wien, so scheint es. Es kann aber auch sein, daß er einfach nicht die Namen der Kirchen im vierten Bezirk kennt oder nicht weiß, in welchem Bezirk die Piaristenkirche steht, oder er schlicht nicht weiß, wo er sich selbst gerade aufhält. Denn die Supermarkt-Geschichte erlebte er im vierten Wiener Gemeindebezirk, aber den Bettler, der für ihn kein Kunde ist, kennt er auch schon aus dem achten Wiener Gemeindebezirk, weil dieser für ihn Nicht-Kunde vor der Piaristenkirche auf einem „Kübel wie auf einem Thron“ sitzt, „in Lumpen gehüllt“. Er weiß viel über den in „Lumpen Thronenden“, etwa, daß dieser mit seiner Gefährtin, „kostümiert wie eine Hexe“, tätig war, und daß der für ihn Nicht-Kunde ein „amtsbekannter“ … Vielleicht war es Andreas Mölzer, der das erlebte. Zum einen ist er ein Unzensuriert-Autor, zum anderen kommt er viel herum, sogar bis nach Japan, wo er ein von Rechtsextremen einhellig begrüßtes „Massnahmenprogramm“ vorlegte.

Wer immer dieser Unzensuriert-Redakteur es war, der das erlebte, ob jetzt im vierten oder im achten Bezirk, es muß ihm so recht ganz warm ums Herz geworden sein, zu sehen und zu hören, wie das gemeine Kundenvolk freiheitliche Gesinnung … Und nachdem der Bettler zurechtgewiesen ward, kein Kunde zu sein, wurde vielleicht einer beherzten Pensionistin dafür motivierend zugejubelt, die Öffnung einer zweiten Kassa zu verlangen.

NS Das Bild zu dieser Geschichte zeigt aber keinen Bettler, der „in Lumpen gehüllt auf einem Kübel thront“, sondern einen auf allen vieren um Geld bettelnden Menschen. Zuerst wurde gedacht, ein unfähiger Redakteur, der nicht einmal ein Foto von einem auf einem Kübel Thronenden – dann aber: Das Bild soll wohl vermitteln, wie nach freiheitlicher Gesinnung Bettler zu sein haben, vor allem „ausländische“ Bettler, wie sie sich zu verhalten haben: auf allen vieren. Auch auf allen vieren im Supermarkt haben sie zur Kassa zu kriechen, und nach freiheitlicher Gesinnung gar nicht erst sich erlauben, einen Supermarkt zu betreten, nicht einmal auf allen vieren kriechend. Und damit Bettler in Supermärkten nicht wie Pensionistinnen laut nach der Öffnung einer zweiten Kassa schreien können, nicht einmal dann, wenn sie auf allen vieren vor der Kassa sind, sind „Bettler überhaupt nach freiheitlicher Gesinnung zu verbieten“, nicht nur das Betteln.

Andreas Mölzer programmiert für Rechtsextreme Maßnahmen

Die Zuordnung „Rechtsextreme“ trifft das Medium der freiheitlichen Gemein-Schaft selbst, wenn Unzensuriert, deren Autor auch Andreas Mölzer ist, gestern von der „rechtsextremen Partei Jobbik“ schreibt.

Es darf abgewartet, auch darauf gewettet werden, wie lange es dauern wird, daß die freiheitliche Gemein-Schaft die Jobbik als „Neo-Nazi-Partei“ einstufen wird, wie diese nun in Ungarn selbst genannt werden kann, ohne befürchten zu müssen, deshalb verurteilt zu werden.

Diese aktuelle freiheitliche Zuordnung der Jobbik als rechtsextreme Partei ruft eine Veranstaltung in Japan in Erinnerung, an der die freiheitlichen EU-Abgeordneten Franz Obermayr und Andreas Mölzer teilnahmen. Der freiheitliche ZZler schreibt darüber selbst:

„Ich legte in meiner Rede, betreffend die ‚Bekämpfung der negativen Folgen der Globalisierung und die Erhaltung der kulturellen Identität‘, ein umfassendes Massnahmenprogramm vor, das von den Teilnehmern einhellig begrüßt wurde.“

EU Abgeordneter progammiert für Rechtsextreme MaßnahmenAndreas Mölzer legte also ein „umfassendes Massnahmenprogramm“ vor, das „von den Teilnehmern einhellig begrüßt wurde“, somit auch von der rechtsextremen Partei Jobbik.

(Ganz nebenbei: Woher nehmen gerade Freiheitliche, diese Anbeter des Deutschen, bloß ihre Rechtschreibung her, denn weder nach der alten noch nach der neuen Rechtschreibung wird Maßnahme so geschrieben, wie es Andreas Mölzer schreibt: „Mass“. Möglicherweise dachte Andreas Mölzer an die herzunehmende Masse, die nach freiheitlicher Gesinnung zu programmieren ist, und daß eine Massenprogrammierung von der neonazistischen Jobbik begrüßt wird, ist nach deren Gesinnung recht nachvollziehbar.)

Im Bristol gedacht an -Das Mass‘-Programm von Andreas Mölzer wird Mitsuhiro Kimura sehr beeindruckt haben müssen, nahm er doch schon bald dessen Einladung zu einer „Ostasienkonferenz“ in Wien an. Und wer für das „Volk“ das Rechtbeste will, muß das Beste selbst recht fein kennen. Und eine der feinsten Adressen in Wien ist das Hotel Bristol. Im Hotel Bristol also referierten unter der Patronanz von He-Chr. Strache Experten über die EU und Japan. Multi-Experten, wie beispielsweise Bruno Gollnisch, der auch ein Experte für den Holocaust ist, wie ihm ein französisches Gericht bestätigte. Der Wähler und die Wählerin in Österreich können sich glücklich schätzen, derart wißbegierige freiheitliche Mandatarinnen und Mandatare zu haben, denn sie brauchen sich um ihr Fortkommen nicht zu sorgen, wenn sie sie in den nächsten Wahlen nicht mehr wählen …

FPÖ - Wie extrem ist Jobbik, beantwortet FPÖ selbstWehmütig aber und vielleicht auch neidvoll wird Mitsuhiro Kimura vielleicht erfahren haben, wie viele Mitglieder die freiheitliche Gemein-Schaft in Österreich hat und wie viele freiheitliche Mandatare und Mandatarinnen in den Parlamenten, in den Landtagen, in den Gemeinderäten sitzen, während seine Gemeinschaft in Japan nicht mehr als 100 Mitglieder … Es muß für ihn eine hohe Ehre gewesen sein, in Österreich Abgeordneten, einem III. Präsidenten NR sein Wissen auftischen zu dürfen …

Die „konservative Alternative“ der freiheitlichen Gemein-Schaft: „Zur Ausreise zwingen oder dem Glauben abschwören“

Das unzensurierte Medium der freiheitlichen Gemein-Schaft verkündet froh, nach „tagtäglicher Werbung auf den Straßen“ hat es die „konservative Partei ‚Die Freiheit'“ geschafft, sie kann bei den Stadtratswahlen in München antreten, denn für die freiheitliche Gemein-Schaft ist „Die Freiheit“ eine „tatsächlich konservative Alternative“ …

Für freiheitliche Unzensuriert eine konservative AlternativeWie groß die Freiheit und wie groß die Liebe zur Demokratie der „Freiheit“ ist, kann unmißverständlich und eindeutig schon anhand einer einzigen Forderung vermessen werden:

„Er [Michael Stürzenberger] hat gefordert, dass […], die ihrem Glauben nicht abschwörten, zur Ausreise gezwungen werden müssten.“

Nullkommadrei Prozent - Angemessenes WahlergebnisJa, die freiheitliche Gemein-Schaft weiß eben ganz genau, was Konservatismus, was Rechtsextremismus, was Neonazismus ist, was Freiheit ist, was Demokratie ist, und in Bayern würden sie ganz genau wissen, wie die freiheitliche Gemein-Schaft einzustufen ist, gäbe es in Bayern eine freiheitliche Gemein-Schaft. Aber bei all dem Gleichklang zwischen der freiheitlichen Gemein-Schaft und „Der Freiheit“ müßte es in Bayern zu einer Fusionierung kommen, sie würden sich dann vielleicht „Die Freiheit der Gemein-Schaft“ nennen. So oder so, in Deutschland sehen Wähler und Wählerinnen in derartigen Gemein-Schaften keine wählbare Alternative, oder, wählbar bloß in einer solchen Gemein-Schaften angemessenen Höhe, wie in Berlin beispielsweise mit einem Prozent oder in Niedersachsen – auf den Punkt gebrachte Angemessenheit – 0,3 Prozent oder in Oberbayern mit ausreichenden Nullkommadrei Prozent …

Verfassungsfeindliche StrömungDie Wählerinnen und Wähler in Österreich sollten auch bald wissen, daß ein Stimmenanteil von Nullkommaein Prozent für derartige „konservative Alternativen“ völlig ausreichend sind, aber auch die Wählerinnen und Wähler in Ungarn sollten endlich sich dafür entscheiden, daß für die Jobbik, die von Andreas Mölzer als ein „rechtes Korrektiv“ eingestuft wird, während in Ungarn selbst die Jobbik eine „Neonazi-Partei“ genannt werden darf, Nullkommaein Prozent ein ihrer Gesinnung und ihren Kompetenzen tatsächlich widerspiegelnder Wahlstimmenanteil ist …

Andreas Mölzer kann durchaus Respekt fordern, auch für andere Parteien, aber es muß schon eine neonazistische sein

„Die rechtsextreme ungarische Partei Jobbik darf nach einem rechtskräftigen Gerichtsurteil als ’neonazistisch‘ bezeichnet werden.“

Wäre Andreas Mölzer der Richter gewesen, das Urteil wäre wohl recht anders ausgefallen, denn ist er nicht ein schollenweit dafür bekannter Mann, vorurteilsfrei und genauer als je wer sonst zu prüfen, ehe er etwas sagt oder schreibt. Wie mit jeder Ausgabe der ZZ der freiheitlichen Gemein-Schaft nicht nur Andreas Mölzer, sondern die gesamte Beleg-Schaft der „Zur Zeit“ die Bestätigung vorlegen, vorurteilsfrei und genauer als je ein Medium sonst zu prüfen, ehe etwas veröffentlicht wird. Und weil sie stets und alles vorurteilsfrei prüfen, ist bei ihnen immer alles ganz anders ist, ob in Ungarn, ob in Oradour, Frankreich, ob …

Andreas Mölzer - Respekt - JobbikVielen und zugleich viel zu wenigen wird es nicht unrecht sein, daß Andreas Mölzer nicht auch noch Richter ist, sondern ein bloßer Wahlkandidat, der aber nicht gewählt werden muß, im Gegensatz zu einer Richterin, die weder von einer angeklagten noch von einer klagenden Partei ausgesucht werden kann. Daher kann hier auch mit keinem mölzerischen Urteil über die Jobbik-Partei aufgewartet werden, aber mit seiner auf der FPÖ-Site veröffentlichten Meinung:

„Zum Abschneiden von Jobbik erklärte der freiheitliche Europa-Abgeordnete, dass diese Partei im neuen ungarischen Parlament ein starkes rechtes Korrektiv sein werde. ‚Jobbik ist demokratisch legitimiert und das ist zu respektieren. Insbesondere wird man sich anschauen müssen, ob die von linken Mainstream-Medien geäußerten Vorwürfe einer genaueren und vorurteilsfreien Überprüfung stand halten. Jedenfalls ist Jobbik ein politischer Faktor geworden, mit dem man in Ungarn rechnen muss‘, schloss Mölzer.“

Andreas Mölzer - FPÖ und Jobbik

“Ja, es besteht die Möglichkeit zur engeren Zusammenarbeit zwischen der FPÖ und Jobbik. Beide Parteien vertreten eine sehr ähnliche Ideologie; besonders was die EU-Skepsis und die Ablehnung der Masseneinwanderung angeht sind wir einer Meinung. Darum hoffe ich, daß Jobbik bei den ungarischen Wahlen im nächsten April erfolgreich abschneiden wird.”

Ein Gerichtsurteil darüber, ob Jobbik eine neonazistische Partei genannt werden dürfe oder nicht, war notwendig geworden, weil Jobbik einen Historiker klagte, der in einer Sendung diese Partei eine „neonazistische“ nannte, „weil sie einen Kult um den mit Hitler verbündeten ‚Reichsverweser‘ Miklos Horthy betreibe.“

Wäre Andreas Mölzer der Richter in dieser Verhandlung gewesen, hätte der Anwalt von Jobbik in einer abschließenden Rede sich direkt an Richter Mölzer wenden können, um eine Verurteilung des Historikers zu erwirken. Vielleicht hätte der Verteidiger geendet mit:

Euer Ehren, ehe Sie Ihr Urteil fällen, rufen Sie sich selbst noch als Zeugen auf. Wenn Miklós Horthy von Jobbik verehrt wird, dann verehrt sie auch im Einklang mit Ihrem Magazin, Euer Ehren, damit bloß den „größten magyarischen Staatsmann des 20. Jahrhunderts“ … Wenn Miklós Horthy in Ihrem Österreich ein derart großes Ansehen genießt, kann Ihr Urteil, Euer Ehren, nur eines gegen den Historiker sein.

Aber Andreas Mölzer war nicht der Richter …

Vizepräsident Andreas Mölzer spricht - Deák térre hiv a Jobbik

Andreas Mölzer, freiheitlicher ZZler, im Ungarn von Jobbik: „Vizepräsident“

So ist der Historiker schlußendlich einer Verurteilung entgangen. Vielleicht wäre László Karsai von einem Richter Mölzer gar nicht verurteilt worden. Ist Andreas Mölzer nicht auch dafür schollenweit bekannt, recht milde zu sein. Möglicherweise hätte Andreas Mölzer dem Historiker einfach ein paar dieser vorurteilsfreien und auf Wahrheitsgehalt hin genau geprüften Schriften der ZZ-Mannschaft der freiheitlichen Gemeinschaft zum Lesen aufgetragen, um László Karsai vor weiteren Verhandlungen zu bewahren, denn Verhandlungen sind doch immer etwas Unangenehmes, Aufwendiges, sogar dann, wenn sie gewonnen werden.

Damit aber László Karsai nicht noch einer anderen Partei, in Ungarn vorhalten kann, eine neonazistische zu sein, nur weil sie sich dem Kult um Horthy möglicherweise noch anschließen könnte, um ihn also davor zu bewahren, je wieder vor ein Gericht gezerrt zu werden, könnte Andreas Mölzer ihm jetzt schnell noch die freiheitlichen Schriften als Beleg des hohen Ansehens, das der Reichsverweser international in Österreich genießt, schicken, vielleicht, für den Anfang einmal jene, die angesprochen sind in:

Freiheitliche „Zur Zeit“ sucht den „größten ungarischen Staatsmann“ und findet im 20. Jahrhundert dafür Miklós Horthy

Freiheitliche rühmen in der Zeit des Gedenkes der Novemberpogrome Miklós Horthy

„Die Presse“ wirbt für eines freiheitlichen ZZlers revisionistische Geschichtsschreibung

Faschistische Partei ist für freiheitlichen ZZler eine sozialistische

„Damit es nicht ein zweites Palästina wird – Ungarn – eine Arier-Kolonie? – den Magyaren“

„Lieber H.“err – Satire, wie sie freiheitliche ZZler lieben

ZZler Erich Körner-Lakatos – Kein Anstand und keine Höflichkeit gegen das deutsche Reich und Adolf Hitler

„Die Bevölkerung“ wird wieder mit freiheitlicher Naturfälschung „belästigt“

Es muß auf das, was wieder einmal in der „Zur Zeit“ der freiheitlichen Gemein-Schaft geschrieben wird, inhaltlich nicht eingegangen werden, denn auf Unkenntnis und Respektlosigkeit muß nicht eingegangen werden …

Es kann nur festgestellt werden, daß die freiheitliche Gemein-Schaft auch in bezug auf Natur keine Ahnung hat, sie mit Unkenntnis wie in so vielem geschlagen ist. Diese Annahme aber, die freiheitliche Gemein-Schaft wäre unwissend, nicht nur in bezug auf die Natur, wäre beinahe eine freundliche Sicht auf die freiheitliche Gemein-Schaft …

FPÖ Zur Zeit 6-7-2014 Wiederbelästigung mit Naturfälschung

„Zur Zeit 6-7/2014“: Wiederbelästigung mit Naturfälschung.

Selbstverständlich ist der freiheitlichen Gemein-Schaft die Vielfalt der gesamten und nicht nur menschlichen Natur bekannt, weiß sie sehr wohl, daß auch der Mensch nicht gegen seine Natur handelt. Und dennoch kann es die freiheitliche Gemein-Schaft nicht lassen, „die Bevölkerung“ mit ihrer Propaganda bar jedweder Wahrheit, ohne Redlichkeit und Anständigkeit zu „belästigen“.

Blankes Erstaunen aber ruft ständig hervor, daß diese freiheitliche Gemein-Schaft der Fälschungen für deren „Belästigungen“ von der „Bevölkerung“ mit viel zu vielen Wahlstimmen nach wie vor belohnt wird, während die freiheitliche Gemein-Schaft eine tatsächlich absolut unwählbare ist. Für die Unwählbarkeit stehen prototypisch die Mölzers mit ihrer ZZ-Mannschaft, wobei sich diese nicht nur federführend der Naturfälschung verschrieben haben …

NS Recht unerträglich muß es für die ZZ-Mannschaft der freiheitlichen Gemein-Schaft gesinnungsgemäß noch zusätzlich sein, wenn der weiße Mann mit einem schwarzen Menschen ebenfalls der Natur gemäß sich austauscht, schwarze Menschen und weiße Menschen der Natur gemäß zueinanderfinden …

Der freiheitlichen Gemein-Schaft Zur Zeit erteilt SS-Regiment in Oradour die Absolution

Wäre die ZZ der freiheitlichen Gemein-Schaft nicht das Medium des freiheitlichen Personals von He.-Chr. Strache aufwärts bis beispielsweise zu den Mölzers, müßte über dieses Magazin kein Wort geschrieben werden, denn es darf über niemanden nur deshalb geurteilt werden, ein Hobby zu haben, und das Hobby der ZZ ist eben die Vergangenheit, genauer, das Erschreiben einer ganz eigenen und also gesinnungstreuen Geschichte der Vergangenheit …

Zur Zeit - freiheitliche Gegenwart ist VergangenheitEs müßte sogar nichts über das freiheitliche Personal von He-Chr. Strache aufwärts bis beispielsweise Norbert Hofer geschrieben werden, handelte es sich bloß um einen Verein, der auf einer deutschdeutschen Scholle sich bequem niedergelassen hat und abgeschlossen, nichts von der Welt wissen wollend, für sich lebt und seinem obsessiven Hobby der Vergangenheitsschau nachgeht …

Es ist gesinungsgemäß ein derartiger Verein, aber einer – und deshalb kann weder die freiheitliche ZZ noch ihre freiheitliche Gemein-Schaft insgesamt unberücksichtigt bleiben – der bei Wahlen kandidiert, und es in Österreich zu viele gibt, die ein derartiges Hobby als politisches Programm immer noch mißverstehen und nach wie vor als wählbar ansehen …

Zur Zeit - Quelle RevisionismusIn der aktuellen Ausgabe 5-2014 der freiheitlichen ZZ wird wieder einmal der Versuch unternommen, die SS als eine Unschuldige hinzustellen, der SS die Absolution zu erteilen. Diesmal wird dafür das Massaker in Oradour bemüht.

Und was für Quellen führt die freiheitliche ZZ dafür ins Feld?

In der ersten Zeile bereits dieser „Richtigstellung von Jochen Weber“ wird genannt: Walter Held als Historiker und Oberstleutnant a. D.: „Verharmlosung des Holocaust […] verurteilt wurde.“

Zur Zeit Quelle Walter HeldDie zweite Quelle in „Oradour war ganz anders“ ist das Buch „‚Die Wahrheit über Oradour‘ des französischen Historikers Vincent Reynouard“, der selbst über sich schreibt: „Ich bin kein Historiker“. Verurteilt in einer Verhandlung wegen „Billigung eines Kriegsverbrechens“. Sein Buch ist nach seiner eigenen Angabe auf Deutsch erschienen im „Druffel Verlag“: ein nationaler Verlag, der gegründet wurde von dem ehemaligen stellvertretenden Reichspressechef der NSDAP und SS-Obersturmbannführer Helmut Sündermann …

Das also sind die Quellen, von denen die ZZ der freiheitlichen Gemein-Schaft annimmt, damit könne sie Geschichte gesinnungsgemäß richtigstellen …

Zur Zeit Quelle Druffel Vowinckel VerlagWer nun meinen mag, gut, es mag ein nicht unbedingt redlicher Blick auf die Vergangenheit sein, das sei halt ein harmloses Hobby, übersieht dabei eines, es bleibt nicht dabei. Gerade auch wieder diese aktuelle Ausgabe der freiheitlichen ZZ mit mehreren Artikeln über, falsch, gegen Roma belegen, Gegenwart ist für die freiheitliche Gemein-Schaft Vergangenheit und Vergangenheit ist für die freiheitliche Gemein-Schaft Gegenwart

Das dünne Eis der Demokratie von Wirtschaft und freiheitlicher Gemein-Schaft

Die Lösung für Wirtschaftskammer und für die freiheitliche Gemein-Schaft ist also ein Demonstrationsverbot. Das zeigt gut auf deren Kompetenzen nicht nur in der Ursachenforschung. Von der Wirtschaftskammer ist im Grunde keine andere Reaktion zu erwarten gewesen, denn die von der Wirtschaftskammer vertretene Wirtschaft versteht Demokratie nicht und versteht nichts von Demokratie. Die Wirtschaft setzt rücksichtlslos auf alles, was Gewinne bringen könnte. Kaum gehen aber Scheiben zu Bruch, bricht der Wirtschaft in der Sekunde das Eis der Demokratie ein.

He-Chr Strache auf dem Ball der GetreuenEs ist nicht so, daß von der freiheitlichen Gemein-Schaft in bezug auf Demokratie je viel zu erwarten war noch ist noch zu erwarten je noch sein wird, nur die freiheitliche Gemein-Schaft redet derart viel über Demokratie und verlangt derart viel Demokratie, daß nicht wenige in diesem Land meinen, es handle sich tatsächlich um eine Gemein-Schaft, die dermaßen um die Demokratie besorgt, bemüht  … Kaum aber weht der freiheitlichen Gemein-Schaft demokratische Kritik ein wenig zu scharf, bricht auch ihr Eis der Demokratie ein, schneller als ein Glas zu Bruch gehen kann.

He.-Chr. Strache habe zwar gegenüber der Hauptvertreterin der gutter press in Österreich, also gegenüber der „Neuen Kronenzeitung“ gemeint, das Demonstrationsverbot würde dann auch für Burschenschaften gelten … Im Verschleiern ist die freiheitliche Gemein-Schaft gesinnungsgemäß ganz groß; He.-Chr. Strache weiß aber genau, die für Mai 2014 geplante Veranstaltung der Burschenschaften wird nicht „Demonstration“ genannt werden, und würde der Auftritt der Burschenschaften in der Innenstadt dann verboten werden, würde die freiheitliche Gemein-Schaft wieder nach Demokratie und Freiheit für sich brüllen, jammern, klagen, blärren und behaupten, es sei ja keine Demonstration, sondern ein „Fest der Freiheit“, die die Burschenschaften …

Aber nicht einmal im Verschleiern ist die freiheitliche Gemein-Schaft tatsächlich groß. Denn, wenn He.-Chr. Strache im selben Artikel sagt, der Akadamikerball sei ein Ball der FPÖ und nicht der Burschenschaften, so ist das nichts Neues. Und auf etwas, was He-Chr. Strache sagt, kann mit etwas Altem geantwortet werden, mit dem HInweis darauf, was vor über einem Jahr bereits geschrieben wurde:

Das alte Personal – in zwei Vereinen organisiert – ist auch heuer für Wkr-Ball alias Akademikerball federführend verantwortlich.

Der Wkr-Ball ist immer schon ein Ball der freiheitlichen Gemein-Schaft, der Akademiker-Ball ist immer schon ein Ball der Burschen- und Mädelschaften, das ist klar, trotz aller angestrengten und aufwendigen Bemühungen um Verschleierungen. Wenn also He.-Chr. Strache nun im Februar 2014 sagt, es sei ein Ball der freiheitlichen Gemein-Schaft, sagt er die Wahrheit und sagt zugleich doch nicht die Wahrheit, oder er weiß, mit einer gewissen Nachsicht betrachtet, einfach nicht, in welcher Gemein-Schaft er ist. Bei einer derartigen Ureinheit zwischen freiheitlicher Gemein-Schaft und Burschen- und Mädelschaften kann eine Unterscheidung nicht mehr getroffen werden, selbst vom Obmann dieser Ureinheit. Die Wahrheit wäre wohl gewesen, hätte He.-Chr. Strache gesagt, der Wkr-Ball ist der Ball der Mädel- und Burschenschaften ist der Akademikerball der freiheitlichen Gemein-Schaft ist der Ball der Getreuen von Schaften, die auf Wahlstimmzetteln als Freiheitliche behördlich geführt werden …

NS Und unter dem eingebrochenen Eis der Demokratie von dieser Schaft schwimmt die Scholle, auf der diese Schaft sitzt und von einem elitären Reich träumt, das endlich diese von der Schaft ungewollte Demokratie gänzlich …