Hofburg ohne WKR-Ball – Anmeldung zur Teilnahme an der Demonstration 27. Jänner 2012

Andreas Mölzer schreibt aus seinem Block heraus etwas zum WKR-Ball 2011. Er schreibt viel, mit dem möglicherweise noch gesondert zu beschäftigen sein wird.

Heute soll aus dieser Schreibe nur etwas aufgegriffen werden.

Andreas Mölzer schreibt, daß sich bereits viele abschrecken lassen, diesen Ball zu besuchen. Und sieht einen Grund dafür u.a. im massiven Polizeischutz. Dieser Polizeischutz geht, wenn auch nicht von Demonstranten und Demonstrantinnen erdacht, dennoch zurück auf die Demonstrationen gegen den WKR-Ball. Somit haben Demonstrationen einen Sinn, eine Wirkung, auch in diesem Land.

Und damit sich noch mehr Menschen überlegen, diesen WKR-Ball in der Hofburg je und je wieder besuchen zu wollen, und damit auch die Polizei und deren politschen Verantwortlichen wissen, daß sie nicht Herren demokratisch verbriefter Rechte sind, muß es im Jänner 2012 eine Demonstration von Tausenden geben.

Und damit potentielle Ballbesucher und Ballbesucherinnen und auch die Exekutive rechtzeitig erfährt, daß es 2012 Tausende sein werden, sich jetzt schon für diese Demonstration anmelden, den Jänner 2012 vormerken. Wenn es schon sonst nicht möglich ist, in diesem Land, diese schaftlichen Bünde nicht im symbolischen Machtzentrum des Staates tanzen zu lassen, kann es durch wirtschaftliche Verluste geschafft werden, einen Ball abzusagen, weil keine oder zu wenige diesen noch besuchen wollen.

Bitte sich im Veranstaltungskalender einzutragen und das ganze Jahr 2011 über zu verbreiten, so daß im Jänner 2012 tatsächlich Tausende zur letzten Demonstration gegen den letzten WKR-Ball in der Hofburg kommen:

http://www.facebook.com/event.php?eid=168109189902133

 

Harald Stefan in der Hofburg: „Positive Leistungen der Deutschen Wehrmacht“

Harald Stefan ist für das Erinnern an Leistungen, die nicht positiv zu bewerten sind, aber nicht deshalb, weil der Abgeordnete NR das für die deutsche Wehrmacht fordert, sondern keine Armee positive Leistungen vorzuweisen hat, außer für jene, die Mord und Selbstmord in ihren Geschäftsbüchern auf der Habenseite verbuchen können.

http://bernhardkraut.wordpress.com/2010/09/30/fpo-im-parlament-was-unterscheidet-harald-stefan-von-jan-ackermeier/

Und was Harald Stefan in der Hofburg zur Geschichtsdeutung sagte, werden beim Verfassungschutz wohl Erinnerung hervorrufen, an Aussagen von einschlägig
amtsbekannten …

Harald Stefan u.v.a.m. – Ich sage etwas, von dem ich sagen werde, ich habe es nicht gesagt

Das ist, zusammengefaßt und durchaus erwartet, das Muster, nach dem vorgegangen wird, nicht nur von Harald Stefan, wenn eine ungeheuerliche Aussage in den Mittelpunkt des Interesses gerückt wird, zur Empörung wird.

Es ist menschgemäß ein empörender Ruf, alle in ein Lager! Es gibt, auch von Harald Stefan, aber genügend Aussagen, die nicht so kräftig, so plakativ sind, aber in einer die Oberflächlichkeit zur Göttin erhobenen Gesellschaft empören nur noch die kräftigen und höchstens fünf Wörter umfassenden Sätze, um Rücktritte zu fordern, während skandalöse aber lange Ausführungen keine Forderungen nach einem Rücktritt mehr hervorrufen.

Ein Beispiel für eine etwas längere Ausführung:
http://bernhardkraut.wordpress.com/2010/09/30/fpo-im-parlament-was-unterscheidet-harald-stefan-von-jan-ackermeier/.

Zum Lager gehört auch der Massenmord, sowohl zum nationalsozialistischen als auch zum kommunistischen Lager, und es gehört auch zum Denken dieser Partei, der Harald Stefan angehört, die hinter den Stacheldrahtzäunen, die sie um andere aufgestellt wünschen, ihr ständiges Denken um Verbote und Gebote, um christliches Abendland und deutsche Nation derart ermüdet haben, daß sie keine Alternative mehr denken können.

Manchmal ist eine skandalöse Aussage zwar knapp formuliert, aber nicht derart plakativ, daß sofort die Ungeheuerlichkeit dieser Aussage den Balken ins Auge treibt, wie: http://scoop.at/Oesterreich/Auf-Unzensuriert-Ruf-nach-einer-Regierung-di….

Möglicherweise sind aber alle schon derart ermüdet, Rücktritte zu fordern, denn es müßten ständig Rücktritte gefordert werden. Gegen diese Ermüdung, gegen die Forderungen nach Rücktritten gibt es aber nur ein wirkliches und wirksames Mittel: nie mehr die Freiheitlichen, vor allem nicht die Freiheitlichen, wie immer sie sich nennen, zu wählen. Aber die Wähler und Wählerinnen in Österreich scheinen eine christliche Freude daran zu haben, die Ungeheuerlichen zu wählen, auch gegen sich selbst, am Ende immer gegen sich selbst.

Industriellen aus Deutschland repräsentative Plätze auf dem WKR-Ball verweigert

Aus seinem Block heraus schreibt Andreas Mölzer am 31. Jänner 2011:

Einer Ballorganisation, die nicht in Pseudo-Exklusivität etwa einem Nationalratspräsidenten, der Industrielle aus der Bundesrepublik einladen will, repräsentative Plätze verweigert,(…).

Das spricht auch für den Stellenwert des III. Präsidenten NR Dr. Martin Graf. Die Schaften sind zwar stolz darauf, daß einer der ihren, also einer der Lebensgebündeten, in eines der formal höchsten Staatsämter geschoben wurde, aber repräsentative Plätze, nicht einmal sitzen darf er mit seinen Gästen, wo er möchte, irgendein ein Winkerl wird ihm wohl zugewiesen worden sein. Na, aber immerhin, die Hofburg hat ja nur schöne Winkerln, wenn diese ausschließlich architektonisch sentimental betrachtet wird.

Das spricht wiederum für die Weitsicht und für das Einschätzungsvermögen der Abgeordneten, die Dr. Martin Graf zum III. Präsidenten wählten. Ein III. Präsident NR der Wirtschaft, einer, der sich auch auf Bällen um das wirtschaftliche Wohl des Landes kümmert Oder doch nur um Sponsoring für …? Und was können das für Industrielle sein, die einer Einladung von einem Burschenschafter der Olympia folgen?

Andreas Mölzer schreibt noch einen Satz, der nicht überlesen werden darf:

Dazu bedürfte es aber auch einer klugen Ballorganisation, die in der Lage ist, wirkliche Öffentlichkeitsarbeit zu betreiben und nicht nur die Negativ-Berichterstattung zulässt.

Wie kann eine Ballorganisation in einem ganzen Land eine Berichterstattung, sei diese nun positiv oder negativ, zulassen, nicht zulassen? Soweit ist es in Österreich noch nicht. Dafür müssen vorher noch einige legistische Änderungen vorgenommen werden. Möglicherweise wußte Andreas Mölzer nicht so genau, beim Schreiben dieser Ratschläge für die Ballorganisation, in welchem und für welches Land er europäischer Abgeordneter ist, oder er träumte sich dabei Österreich als Ungarn zurecht. Wie gelesen werden kann, ist Andreas Mölzer alles, nur wahrlich kein Kritiker des neuen ungarischen Mediengesetzes.

Das ist der zweite Beitrag. Der erste Beitrag war: http://scoop.at/Oesterreich/WKR-Ball-Anmeldung-zur-Teilnahme-an-der-Demonstration-2012

 

Die Geisterwelt des Andreas Mölzer

Der Ball des Wiener Korporationsrings in der Hofburg, der Kaiser- und Residenzstadt gilt als der schönste Korporationsball Mitteleuropas – zu Recht. Und er gilt der linksextremen Szene – längst über die Stadtgrenzen Wiens hinaus bis weit nach Deutschland – als rechtsextremes Fest, in dessen Umfeld alljährlich Randale gemacht werden muss. Unterstützt von den heimischen Linksfraktionen, angefangen von der grünen Parlamentsriege bis hin zu irgendwelchen studentischen Links-Außen-Obskuranten hat sich so etwas wie ein Demo-Tourismus aus Deutschland entwickelt, im Zuge dessen gewaltbereite und vermummte Möchtegern-Anarchos nach Wien reisen, um sich mit der Polizei Straßenschlachten zu liefern.

Ach, wählten beim nächsten Mal Andreas Mölzer nur die Geister seiner Welt und nicht mehr Wählerinnen und Wähler, die im Gegensatz zu Andreas Mölzer u.a. in der Bundeshauptstadt eines demokratischen Staates wohnen, und nicht in der Kais…

Das obige Zitat schrieb Andreas Mölzer aus seinem Block heraus am 31. Jänner 2011, also nach dem WKR-Ball, nach den Verboten demokratisch verbriefter Rechte. Es muß in der Geisterwelt von Andreas Mölzer hoch hergehen, daß er von „Straßenschlachten“ schreiben muß. Bei einem derartigen Geistesmenschen, wie es Andreas Mölzer nun einmal ist, müssen die Feuerungen im Gehirn um einiges stärker sein, als bei einem sich schlicht mit der üblichen Wirklichkeit sich begnügenden Menschen. Es toben im Gehirn eines jeden Menschen Schlachten, die durchaus Straßenschlachten oder Nervenbahnenschlachten genannt werden könnten. Andreas Mölzer ist ein Schreiber, und hat von daher die Freiheit, neurophysiologische Vorgänge romanhaft zu beschreiben.

Sehr hat sich der „Demo-Tourismus aus Deutschland“ wohl doch nicht bis jetzt entwickelt. Nach den vielen Berichten waren zwischen 300 bis maximal 500 Menschen auf den Straßen, um die Pflicht zu erfüllen, an die demokratischen Rechte zu erinnern. Viele aus Deutschland werden nicht angereist sein können. Und wenn diese beispielsweise in einem Bus gekommen wären, die Polizei hätte da schon aufgepaßt. Wie zu lesen war, wurde etwa ein Bus aus einem Bundesland für lange Zeit von der Polizei gestoppt.

Wen Andreas Mölzer auf den Bahnen nicht sieht, zumindest nicht erwähnt, sind, in einer mölzerschen Paraphrase, die gewaltandrohenden und vermummten Möchtegern-Nazis, die ihren „Kameraden“, die in der Beschreibung von Andreas Mölzer „hochbürgerlich und überkultiviert in langen Abendkleidern“ sind, in der Hofburg einen „vergnüglichen Ballabend“ wünschten. Aber diese werden auch nicht auf den Straßen gesehen, die sind in den Alpen, an der Donau, diese vermummen auch nicht ihre Gesichter. Diese verstecken sich im Internet, komplett anonymisiert. Auf den Straßen führte die Polizei Ausweiskontrollen durch, die Vermummmten der Straße konnten sich ausweisen, mit ihren richtigen Namen.

Das war der dritte und letzte Beitrag. Zum ersten Beitrag kommen Sie über den zweiten:
http://scoop.at/Oesterreich/Industriellen-aus-Deutschland-repraesentative-Plaetzen-auf-dem-WKR-Ball-verweigert

Wer 2011er Neuigkeiten aus Österreich erfahren will, der bekommt sie aus den 2010er Tageszeitungen

Der WKR-Ball 2011 in der Hofburg ist ein gutes (also schlechtes) Beispiel, weshalb es in Österreich keiner Tageszeitungen mehr bedarf, um zu erfahren, was in Österreich aktuell passiert. Oder es könnten einfach die Tageszeitungen vom Jänner 2010 wieder erscheinen, mit der einzigen Änderung des Datums auf Jänner 2011.

Im Jänner 2010 konnte gelesen werden, es werde die Demonstration gegen den WKR-Ball nicht erlaubt. Im Jänner 2011 kann gelesen werden, es werde die Demonstration gegen den WKR-Ball nicht erlaubt.

Und zum WKR-Ball selbst läßt sich, wie bereits 2010, nichts mehr schreiben, das nicht schon von vielen geschrieben wurde: http://bernhardkraut.wordpress.com/2010/01/28/im-gleichen-korridor-zum-tanz-der-weismachthemden-und-zur-kanzlei-des-bundesprasidenten/

Und wer sich wieder als „Opfer“ sehen wird, dazu wird es auch nicht notwendig sein, in eine Tageszeitung aus dem Jahre 2011 zu schauen, auch das ist aus den Tageszeitungen aus dem Jahre … zu erfahren: http://bernhardkraut.wordpress.com/2010/02/03/freiheitliche-opfer-des-wk…

Und wer diese Schaften als „Bund seines Lebens“ sieht, ist ebenso gut bekannt: http://bernhardkraut.wordpress.com/umfrage-rucktritte-von-abgeordneten/i…

Aber der WKR-Ball ist nur eines der Beispiele, hervorzuheben allerdings wegen des Demonstrationsverbotes, daß dieses Land nichts hergibt, vor allem nichts Neues, das das Betreiben von Zeitungen mit Tagesaktualität lohnenswert machte.

WKR-Ball und polizeiliche Denke

Es ist eine abenteuerliche Begründung, alle Demonstrationen zu verbieten. Es habe, wird Polizeisprecher Roman Hahslinger von der „Presse“ zitiert, eine Spontandemo am Donnerstag gegeben, deshalb werden heute am Freitag alle Demonstationen verboten.

Weil irgendwer also irgendwann und irgendwo spontan demonstriert, darf auch niemand sonst mehr irgendwann und irgendwo demonstrieren. Das ist eine bravouröse polizeiliche Denkleistung, die nicht erstaunt, wird bedacht, zu welchen Denkleistungen die Innenministerin fähig ist, vor allem, wenn Maria Fekter Vergleiche anstellt, zwischen Widerstand im Deutschen Reich und kritischen Äußerungen im heutigen Österreich.

Nach dieser polizeilichen Logik, von den entsprechenden demokratischen Rechten, die dabei, gelinge gesagt, ignoriert werden, muß nicht noch einmal geschrieben werden, hätten schon längst, um irgend ein aber zu diesem Land ebenfalls passendes Beispiel zu nehmen, alle katholisch-pädagogischen Einrichtungen geschlossen werden müssen, weil irgendwann und irgendwo katholische Pädagogen die ihnen anvertrauten Kinder zu sexuellen Handlungen nötigten, zwangen und so fort.

Wiener Linien, Polizei und der WKR-Ball 2011

Wer gestern, am 28. Jänner 2011, um 18.00 Uhr der U-Bahn am Schottentor entstieg,lief in eine großangelegte Fahrscheinkontrolle, die just zu dem Zeitpunkt begann. Die Wiener Linien witterten wohl ein Geschäft, gerade am Schottentor und gerade zu dieser Zeit zu kontrollieren. Denn für die Wiener Linien, die vermutet haben werden, daß Demonstranten und Demonstrantinnen mit der U 2 zum Votikpark unterwegs sein könnten, haben mit Sicherheit keinen Fahrschein.

Aber der von ihnen auch kontrollierte Demonstrant hat sogar eine Jahresnetzkarte.

Der von den Wiener Linien kontrolliete Demonstrant mußte bald nach dem Verlassen der U-Bahnstation Schottentor feststellen, daß er kein Demonstrant ist, weil es keine Demonstration gab, in die er sich einreihen konnte. Was er aber sah, war eine Demonstration der Polizei, eine Demonstration der Polizei, die Angst machen kann, aber auch zum Lachen reizte.

Es war lachhaft zu sehen, daß vor der Votivkirche ein Polizist eine Kreuzung hysterisch regelte unter Zuhilfenahme einer Lampe, obwohl diese Kreuzung zugleich ohhnehin durch die Ampel automatisch geregelt wurde. Weit und breit keine Demonstration. Nicht einmal eine Demonstrantin, ein Demonstrant. Dafür zusätzlich das Polizeiauto mit eingeschaltetem Blaulicht verwegen quergestellt, als ob ein Actionfilm gedreht werden würde.

Dann weiter Richtung Alser Straße, keine Demonstration, aber Absperrungen durch die Polizei. Weiter hinein in die Alser Straße, keine Demonstration, aber weitere Absperrungen durch die Polizei. Vielleicht weiß die Polizei nicht, wo die Hofburg ist. Beim Gang durch den Uni-Campus kann nur festgestellt werden, Ruhe und Polizei, aber keine Demonstration. Vorbei beim Narrentum, dahinter wieder auf die Straße, wieder Absperrungen durch die Polizei, aber keine Demonstration. Vielleicht sollte der Polizei ein Stadtplan geschenkt werden, auf dem dick und fett angestrichen ist, daß die Hofburg im ersten Bezirk, nicht im neunten Bezirk ist.

Möglicherweise wurde die Polizei falsch informiert. Vielleicht hat Maria Fekter der Polizei gesagt, wir sind in Kairo. Das würde nicht überraschen, daß Maria Fekter auch in der Geographie ebenso danebengreift, wie sie es bei ihrem historischen Vergleich eben erst tat.

Gegen 20.00 Uhr dann Spaziergang Richtung Hofburg. Keine Demonstration, dafür wieder Polizei, Polizei und abermals Polizei. Vor dem Volkstheater, auf dem Ring, die Tore der Hofburg geschlossen, hinter dem Zaun ab und an ein bis zwei Polizisten verschanzt, auf den Ring starrend. Bei der Staatsoper drei Polizisten in einem Auto mit laufendem Motor, wohl um sich aufzuwärmen, davor eine Polizistin auf dem Fußgängerweg gelangweilt rauchend, beim Window Shopping.

Am Michaelerplatz keine Demonstration, keine Demonstranten und keine Demonstrantinnen. Absperrung der Polizei, aber nur drei oder vier Polizisten. Direkt vor der Hofburg also keine Hundertschaft. Alles ruhig, um 20.30 Uhr etwa. Drei oder vier Passanten, denen erklärt wird, sie müssen Umwege in Kauf nehmen, Platzverbot wegen der Burschenschafter.

Weiter Richtung Stephansplatz. Ruhe. Keine Demonstrantinnen, Demonstranten. Um 20.45 Uhr wird der erste Bezirk mit der U 3 wieder verlassen.

Auch „Unzensuriert“, die Website der politischen Informationen des III. Präsidenten NR, Dr. Martin Graf, ist es diesmal nicht möglich, von großen Krawallen zu berichten.

Was nun wirklich zu klären ist, wer bezahlt diesen absolut überzogenen Polizeieinsatz. Propaganda muß schließlich immer bezahlt werden. Und dieser Polizeieinsatz war nichts anderes als eine Propaganda gegen demokratisch verbriefte Rechte. Wer hat die Wiener Linien dazu gebracht, bei dieser Propaganda mitzutun? Denn die großangelegte Fahrscheinkkontrolle genau zu diesem Zeitpunkt am Schottentor, also am Areal der geplanten und dann ebenfalls verbotenen Standkundgebung, läßt nur den Schluß zu: Demonstranten und Demonstrantinnen sollen als Schwarzfahrer und Schwarzfahrerinnen verunglimpft werden.

Und es war eine Propaganda für die Burschen- und Landsmannschaften, daß diese ja ehrenwerte Bürgerinnen und Bürger seien, die beschützt werden müssen. Und was für eine ehrenwerte Gesellschaft gestern in der Hofburg tanzte, kann auch an den Wünschen abgelesen werden, die auf „Alpen-Donau-Info“ zu lesen sind: die Treiber und Treiberinnen dieser Website wünschen ihren „Kameraden“ einen schönen Ball.

Wiener Linien und WKR-Ball 2011 – Fahrscheinkontrolle

Am Dienstag, 2. Februar 2011 antwortete der Kundendienst der Wiener Linien auf http://scoop.at/Oesterreich/Wiener-Linien-Polizei-und-der-WKR-Ball-2011:

Es tut uns Leid, dass Sie mit der Fahrscheinkontrolle am 28.1.2011 nicht
einverstanden waren.

Wir bitten aber um Verständnis, dass unsere Fahrgäste auch bei Veranstaltungen und
Kundgebungen einen gültigen Fahrausweis vorweisen müssen.

Fahrausweiskontrollen erfolgen ausschließlich im Interesse unserer Fahrgäste. Es
werden von uns an allen Tagen und rund um die Uhr Kontrollen durchgeführt. Leider
sind unsere KontrollorInnen auch an allen Tagen und zu allen Uhrzeiten
‚erfolgreich‘. Auch in der Zeit, zu der viele ArbeitnehmerInnen unterwegs sind,
fahren immer wieder Menschen ohne gültige Fahrkarte mit den Wiener Linien.

Es dürfte schwierig sein, eine Lösung zu finden, mit der alle unsere KundInnen
zufrieden sind.

Worauf dem Kundendienst der Wiener Linien ebenfalls per E-Mail geantwortet wurde:

„Die Frage hat sich nicht gestellt, mit Kontrollen einverstanden zu sein
oder nicht einverstanden zu sein. Gegen Kontrollen an sich wurde auch
keine Kritik geäußert.

Die Frage ist, sehen die Wiener Linien in Demonstrantinnen und
Demonstranten potentiell Fahrgäste ohne Fahrschein. Denn das kann
angenommen werden, daß gerade am 28. Jänner 2011 diese Kontrolle
durchgeführt wurde.

Führen Sie derartige Kontrollen auch durch bei Kenntnis von
Veranstaltungen, wie zum Beispiel dem Opernball? Wurde oder wird beim
Opernball, im Wissen, daß Opernballbesucher und -besucherinnnen
beispielsweise mit der U-Bahn zum Ball fahren, die Station Karlsplatz
derart großangelegt kontrolliert genau zu dem Zeitpunkt, wenn diese zum
Ball aus der U-Bahn steigen?“

Eine weitere Antwort kam bis jetzt nicht mehr von den Wiener Linien.

Vielleicht sollte einmal von den Wiener Linien eine vergleichende großangelegte Fahrscheinkontrolle durchgeführt werden, ob es zum Beispiel mehr Fahrgäste ohne gültigen Fahrschein gibt unter den Besucherinnen und Besuchern des Opernballs, oder, unter den Fahrgästen einer Kundgebung beispielsweise gegen den WKR-Ball (http://scoop.at/Oesterreich/WKR-Ball-Anmeldung-zur-Teilnahme-an-der-Demo).

Telefonische Mitteilung der Wiener Linien

Der Kundendienst der Wiener Linien teilte dann doch noch telefonisch mit, daß keine Unterschiede gemacht werden. Die Kontrolle am 28. Jänner 2011 sei zufällig zusammengefallen, sei nicht auf die Demonstration hin geplant gewesen. Es werden auch Fahrgäste in Anzügen ohne Fahrscheine, gar nicht so selten, angetroffen.

Alpen-Donau-Inf… – Nur zum Auslachen

Im „Falter“ vom Mittwoch in der zweiten Februar-Woche beendete Gerlinde Pölsler ihren Artikel über die Treiber und Treiberinnen der Website „Alpen-Donau“ mit einer Unbedachtheit: „Für die Opfer ist das alles schon längst nicht mehr zumutbar“.

Bloß durch das Veröffentlichen von Adressen, wie es die Treiber und Treiberinnen dieser Website ab und an machen, wird niemand noch zu einem Opfer, zumal heutzutage leichter als je zuvor Adressen herausgefunden werden können, auch deshalb, weil User und Userinnen moderner Kommunikationstechnologien unbedacht alles über sich veröffentlichen, was nur veröffentlicht werden kann. Von daher ist es unerheblich, wenn diese Treiber und Treiberinnen noch einmal eine Adresse veröffentlichen. Aber jene bereits als „Opfer“ zu bezeichnen, deren Adressen veröffentlicht werden, führt nur dazu, daß sich diese Treiber und Treiberinnen stark, groß und wichtig fühlen.

Aber sie sind nur zum Auslachen.

Zum Fürchten sind sie nicht. Denn durch ihre Leseschwäche kann angenommen werden, daß sie die Adressen ohnehin falsch schreiben, und ihre lesende Bruder- und Schwesternschaft die falsch geschriebenen Adressen noch einmal falsch lesen, so daß sie, würde sich wirklich jemand aus diesem Lager auf den Weg machen, im Nirgendwo ankommen würden. Für diese ihre Leseschwäche gibt es ein gutes Beispiel. Unter dem 15. August 2009 ist die Überschrift zu finden:

Lehrer Dr. Harald Walser von den GrünInnen wünscht die Rehabilitierung des Schumachers (sic!) Karl Münichreiter.

Selbstverständlich schreibt Dr. Harald Walser korrekt

Schuhmacher.

Es könnte gesagt werden, die Treiber und Treiberinnen dieser Website lügen einfach. Es scheint aber viel schlimmer zu sein. Da sie zum Text von Dr. Harald Walser verlinken, wäre es eine Lüge, die lediglich bis zu einem Klick hielte. Bequemer als durch einen einzigen Klick kann keine Lüge widerlegt werden. Und diesen einen einzigen Klick bieten die Treiber und Treiberinnen selber an. Es könnte gesagt werden, sie sind halt einfach dummm. Es scheint aber viel schlimmer zu sein. Sie lesen falsch und … Vor lauter Lachen müßte an dieser Stelle abgebrochen werden. Deshalb schnell zum Wichtigen wechseln, zu dem also, was tatsächlich von den dafür verantwortlichen staatlichen Stellen zu beantworten, mehr noch, endlich zu erledigen ist.

Worauf aber Gerlinde Pölsler, auch, zurecht wieder einmal hingewiesen hat, und ausschließlich in diesem Zusammenhang erhält „Alpen-Donau-Info“ eine gewisse Bedeutung, ist, was macht das Innenministerium in diesem Land, was macht das Justizministerium in diesem Land? Denn eines ist klar, der einzige Ort, um sich mit den Treibern und Treiberinnen dieser Website zu befassen, ist der Gerichtssaal.

Die Treiber und Treiberinnen dieser Website können nur ausgelacht werden, mit einem Zusatz allerdings, das Innenministerium und das Justizministerium haben tätig zu werden, denn sie sind verpflichtet, bei Gesetzesbruch zu handeln. Es gibt jedoch eine Großzügigkeit in diesem Land, die zum Fürchten ist. Eine Großzügigkeit und eine Rigorosität, über die nicht noch einmal geschrieben werden muß, es reicht der Hinweis auf ein paar Beispiele:

http://bernhardkraut.wordpress.com/2010/12/06/alpen-plus-donau-plus-info…

http://bernhardkraut.wordpress.com/2010/12/08/bitte-an-schaftliche-gastg…

http://bernhardkraut.wordpress.com/2010/12/23/redet-nicht-vom-obmann-sondern-vom-personal-dieser-partei/

http://scoop.at/Oesterreich/Auf-Unzensuriert-Ruf-nach-einer-Regierung-die-Massenmorde-anordnet

http://scoop.at/Oesterreich/WKR-Ball-Anmeldung-zur-Teilnahme-an-der-Demo…

http://bernhardkraut.wordpress.com/2010/04/09/aus-der-mitte-entspringt-d…

Und so weiter und so fort.