Hofer-FPÖ hat zwei Parteiprogramme: eines zum Schwefeln und eines als Arbeit für andere

Ein Programm mit Handbuch, für das Norbert Hofer verantwortlich, und das er, wie er in einer Applaussendung vor kurzem sagte, fast auswendig …

Dieses hoferische Programm ist …

Und ein zweites Programm hat die identitäre Parlamentspartei, das ihr ungeschrieben eingeschrieben zu sein scheint, aber nach dem  tatsächlich gearbeitet wird, das heißt, gesinnungsgemäß müssen dafür andere arbeiten, es abarbeiten, für die Kosten aufkommen, besonders für die der Gerichte. Wie aktuell die Verurteilung von Harald Dobernig es wieder einmal eindrücklich zeigt.

Harald Dobernig kann nun mit auf die Liste der Verurteilten der identitären Parlamentspartei gesetzt werden. Und er wird nicht der letzte Mann, nicht die letzte Frau aus dieser Partei sein, dessen und deren Name auf diese Liste …

Eine Liste, die auch das Zweite Programm der FPÖ genannt werden kann, dessen Inhalt eben einzig die Namen der verurteilten Funktionäre und Mandatarinnen sind.

Es muß also nicht einmal eine inhaltliche Auseinandersetzung mit dieser Partei stattfinden, es reicht das Zweite Programm mit Namen als Inhalt dieser Partei vollkommen aus, um zu wissen, es ist keine wählbare Partei, es sind keine wählbaren Kandidatinnen und Kandidaten …

Es kann auch keine inhaltliche Auseinandersetzung geführt werden. Denn Namen sind keine Inhalte. Verurteilungen sind Verurteilungen, aber keine Inhalte.

Und die Inhalte, fragen Sie, im hoferischen Programm? Nun, Hofer ist im Geiste Hofers unterwegs … vor zweihundert Jahren wäre ein Disput in Mantua bestimmt nicht ohne Charme gewesen, aber zweihundert Jahre später wird wohl nicht einmal mehr zu sehr später Stunde und nach drei Faß Bier dafür eine Lallminute verschwendet …

Das zweite Programm ist das eigentliche, also das erste Programm dieser Partei. Das vor Augen zu haben, reicht vollkommen, um jede Furcht vor dieser Partei zu verlieren. Freilich, dieses erste Programm müssen vor allem Wählerinnen und Wähler vor Augen haben. Bei jedweder Wahl. Dann ist es bald vorbei mit dieser Partei. Und dann kann sie sich als identitäre Parlamentspartei, wenn sie aus dem Parlament hinausgewählt ist, einreihen, wenn es sie dann ohne Aussicht auf Ämter und Pfründe noch reizt, bei den außerparlamentarischen I… und mit diesen durch die Gassen …

NS Zur Erinnerung, wie in der Collage gelesen werden kann, gab es in Kärnten einmal ein Plakat mit dem Spruch des Aufpassens, ein Versprechen an einen Toten. Und dieses Versprechen, auf „sein“ Kärnten aufzupassen, haben sie in seinem Sinn erfüllt. Sie haben ihr System bedient. Und nun Jahre später verspricht Norbert Hofer auch wieder, aufpassen zu wollen, nicht auf „sein“ …, sondern gleich: er werde „auf Euch aufpassen“, als wären die Menschen „sein“ … Und wie er das im Sinne der identitären Parlamentspartei erfüllen wird, dafür steht auch ein Name seit einer Ewigkeit: Dieter Böhmdorfer, der Verteidiger der Haider-Erben, der haiderische Totenredner, der Wahlanfechtungsliterat, der Anwalt der Partei, oder kurz und knapp: ihr Systemanwalt. Es ist menschgemäß eine lustige Geschichte, daß gerade eine Partei, die wie keine andere für ein System steht, bei anderen „System“ als Vorwurf sieht: Systemparteien, Systempresse und so weiter und so fort …

Und auch hier gilt, es kommt auf die Wählerinnen und Wähler an, ob Norbert Hofer endlich der letzte Germane als Systemgünstler …

Identitäre parlamentarische systempartei - hofer-fpö.jpg

 

5 Gedanken zu „Hofer-FPÖ hat zwei Parteiprogramme: eines zum Schwefeln und eines als Arbeit für andere

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