Warum Günther Lassi für Österreich ein recht passender Spitzenkandidat in Österreich gewesen ist

Vom Ausland her wird, so wie das Ausland Österreich kennt, die Aufregung um Günther Lassi wohl gar nicht verstanden werden.

Vom Ausland her könnte zu seiner Kandidatur vielleicht gesagt werden, Günther Lassi ist in Österreich und für Österreich doch ein recht passender Spitzenkandidat. Mit seiner Verbreitung der „Protokolle der Weisen von Zion“ ist er ein für Österreich doch recht authentischer Kandidat. Denn. Ist es in Österreich nicht so, daß so etwas nicht schadet, es einfach dazu gehört? In irgendeiner Form. Die ÖVP verehrt ihren Leopold Kunschak, die FPÖ agiert mit ihrem Franz Dinghofer, die SPÖ hat ihren Karl Renner, und die FLÖ (eine freiheitliche Ablegerpartei) hat nun mit Barbara Rosenkranz eine Spitzenkandidatin …

Vom Ausland her könnte auch die Meinung vertreten werden, ist es in Österreich nicht gerade erste Bedingung, etwas …, a bissal, a wengerl bei an Weinderl zu filosofieren, wer … in diesem Land, in dem eine ehemalige Herrscherin mit ihrem Antisemitismus und mit ihrem Antiziganismus dreihundert Jahre später noch als Heilige verehrt wird, vor der vom Bundespräsidenten abwärts sich alle noch weiter tief verbeugen?

Vom Ausland her könnte gefragt werden, weshalb sollte G!lt mit diesem Spitzenkandidaten „stolpern“, wie es in der Tageszeitung der Republik Österreich geschrieben wird? Ist nicht bereits jetzt für viele in diesem Land ausgemacht, daß die identitäre Parlamentspartei in die nächste österreichische Bundesregierung einziehen muß? Sind nach Meinungsumfragen nicht eine Mehrheit der Menschen in Österreich dafür, daß die FPÖ in einer Koalition mit ÖVP oder SPÖ Österreich regieren sollen? Eine Partei also, die für das bekannt ist, wofür die oben genannte Herrscherin heute noch …

Vom Ausland her könnte gefragt werden, weshalb ausgerechnet die Tageszeitung der Republik Österreich will, daß G!lt über ihren Spitzenkandidaten stolpert, diese Zeitung mit ihrer recht besonderen Auffassung von einem Cordon sanitaire und ihren recht besonderen Männern, die für sie schreiben

Wie gelesen werden kann, ist Lassis Homepage mittlerweile nicht mehr online. Vom Ausland her wird darüber wohl kein Jubel aufkommen. Denn. Auf einer anderen Homepage, die nach wie vor online ist, war erst in diesem Jahr von den „Protokollen der Weisen von Zion“ zustimmend … Ja, wenn Lassi bereits als Minister gehandelt worden wäre, wäre seine Homepage nach wie vor …

Vom Ausland her wird es jetzt wohl größtes Erstaunen geben, daß sich ein Spitzenkandidat deshalb „unwiderruflich zurückzieht“, also in Österreich sich ein Spitzenkandidat, wie heute, 30. August 2017 gelesen werden kann, unwiderruflich zurückzieht … in Österreich, in dem sich vielleicht jemand mal für kurze Zeit zurückzieht, aber nur deshalb, um wiederzukommen, mit dem Wissen, beim Wiederkommen mit der größtmöglichen Schonung rechnen zu können.

Bei Günther Lassi also hat es gereicht, einmal die „Protokolle der Weisen von Zion“ … wie der Meldung von seinem Rückzug zu entnehmen ist, soll es dazu auch eine weiteres Dokument auf seiner Homepage gegeben haben: in dem das Pamphlet scharf kritisiertWas sonst noch alles in Österreich verbreitet wird, nicht nur einmal, nicht nur von einer Person, jedoch ohne dabei auch die Kritik an diesen Pamphleten mitzuverbreiten, präsentiert Österreich … In Österreich mag nun der Fall eines Spitzenkandidaten zur eigenen Beruhigung bejubelt werden, vom Ausland her wird dieser als das gesehen werden, was er ist, ein Kandidat, wenn auch ein chancenloser Konkurrent wurde zu Fall gebracht, in diesem Österreich auf dem Rückweg zur Dreiparteiendemokratie mit diesen Parteien mit ihren verehrten Ahnen …

Vom Ausland her könnte die Ansicht vertreten werden, jetzt erst wären seine Chancen als Spitzenkandidat in Österreich gestiegen, jetzt erst wäre er ein chancenreicher Konkurrent … und bei seinem voreiligen Rückzug hat Günther Lassi das nicht berücksichtigt, was Wählerinnen und Wähler in Österreich nach wie vor bereit sind, zu belohnen …

Österreich - Land der Weisen

 

Ein Gedanke zu „Warum Günther Lassi für Österreich ein recht passender Spitzenkandidat in Österreich gewesen ist

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