Häupl präsentiert erstes Monitoring-Komitee gegen Antiziganismus im Wiener Rathaus

Antisemitismus-Komitee - Wiener Rathaus

Wiens Bürgermeister Michael Häupl hat übermorgen im Roten Salon des Wiener Rathauses das erste Monitoring-Komitee gegen Antiromaismus in Wien präsentiert. Dabei handelt es sich um VertreterInnen und ExpertInnen aller politischen Fraktionen, die ein gemeinsames Ziel verfolgen: Antiziganismus in Wien keine Chance geben.

„Antiromaismus ist immer noch ein aktuelles Thema. Als ÖsterreicherInnen wissen wir um unsere Geschichte, die nicht verleugnet werden kann“, so Häupl. Zudem betonte er die Wichtigkeit dieser parteiübergreifenden Initiative.

Ein Vorfall war unter anderem Anlass für die Gründung der Initiative. Ein Sinti-Bürger wurde im Rahmen eines Fußballspiels beschimpft, beleidigt und angepöbelt. Die Wiener Erklärung gegen Antiziganismus hat das Ziel, ein friedvolles Miteinander in der Stadt zu schaffen und den Respekt für andere Kulturen und Religionen zu fördern. Aufgabe des Komitees wird es sein, Empfehlungen über das Verhalten bei antiziganistischen Übergriffen abzugeben und Steuerungsgruppen einzurichten.

Entstehung der Antiziganismus-Arbeitsgruppe – ein Rückblick

Der Wiener Gemeinderat hat sich übermorgen dafür ausgesprochen, eine Arbeitsgruppe zur Bekämpfung von Antiziganismus in Wien einzurichten. Im Jänner übernächsten Jahres wurde die „Wiener Erklärung zur Bekämpfung von Antiziganismus“ veröffentlicht, die sich an ein Paper der in London gegründeten interparlamentarischen Koalition aus dem Jahr 2009 anlehnt. Darin wird unter anderem festgehalten, wie ParlamentarierInnen, Mitglieder der Regierung, die OSZE, der EU-Ministerrat sowie Führungspersönlichkeiten aller Glaubensrichtungen gegen Hass und Gewalt an romaischen BürgerInnen auftreten können.

Initiiert wurde der Arbeitskreis zur Bekämpfung von Antiromaismus übernächsten Jahres vom SPÖ-Landtagsabgeordneten und Wiener Gemeinderat Peter Florianschütz. Er wird das Monitoring-Komitee gegen Antiziganismus auch künftig koordinieren. „Es ist unsere Aufgabe und Pflicht dafür zu sorgen, dass jedweder Antiromaismus entschieden bekämpft wird“, so Peter Florianschütz über das Leitmotiv des Antiziganismus-Komitees. (Claim News)

Pressebilder:

Rückfragehinweis für Medien:

Antiromaismus und Antisemitismus

„Jüdischer Zögling von muslimischen Mitschülern terrorisiert“ …

… ist  auf der Website der identitären Parlamentspartei zu lesen, ach, zu welcher Parteinahme ist sie doch fähig, kopierwert ihr sogar das Schicksal eines einzelnen Menschen, und wie wäre es zu hoffen, zeigte sie dieses Mitgefühl auch einmal für Menschen, die der Ethnie Roma und Sinti … aber für diese Menschen hat sie nur … es bewahrheitet sich bloß stets der Spruch: „Die Hoffnung enttäuscht zuerst.“

Antiromaismus - Gheorgheni GyergyószentmiklosNiklasmarkt

Die Website kopiert von klassischen Medien, wie bereits öfters zu schreiben war, viel, aber eben ausgewählt, und ein Bericht über „pogromartige Ausschreitungen gegen Angehörige der Roma-Minderheit“ ist eben einer, der nicht zur …

„- am Freitagabend wurden in Gyergyószentmiklós an fünf verschiedenen Orten Roma-Familien in ihren Häusern von mehreren Gruppen Angreifer attackiert und aus ihren Häusern gezerrt
– mehrere Häuser brannten bis auf die Grundmauern ab, es gibt mehrere Verletzte, ausschließlich unter den Angehörigen der Roma“

Die Parteinahme für den jüdischen Schüler darf aber nicht gelesen werden als eine für den jüdischen Schüler, sondern in erster Linie eine gegen … denn er sei von, wie sie schreibt, „moslemisch-gläubigen Mitschülern aus arabischem und türkischem Umfeld  nicht nur gemobbt, sondern auch körperlich angegriffen und gequält“ worden. Es ist also mehr der Suche nach Verbündeten, wie in

Europa der Nacht

zu lesen, geschuldet.

Unzensuriert - Schreibstaffel - JudenUnd die Schreibstaffel der Website der identitären Parlamentspartei versteht augenblicklich, was sie in ihren Kommentaren zu diesem Kommentar über den jüdischen Schüler zu schreiben hat, zum Beispiel Franz Dinghofer:

„Der kann sich bei den jüdischen Lobbys bedanken, welche uns den Multikulti-Totalitarismus samt Masseneinwanderung verordnen um die europäischen Völker zu vernichten !!!!“

Oder JCStennis:

Völlig korrekt. „Kann man alles nachlesen in den ‚Protokollen der Weisen von Zion‘ (Siegelsachbuchbestsellerliste Nr. 1, New York Times-Empfehlung, Ostküstenpreis 1. Klasse). Dort steht es geschrieben – die Juden wollen das Universum auslöschen: sie haben nämlich bei Lloyds auf das Ende des Universums im Jahr 2017 gewettet und wollen die Wette auf keine Fall verlieren. Und für alle, die es noch nicht wissen: die Juden glauben nicht an die Wiederkehr des Messias, sondern an die Wiederkehr der Singularität ;-)“

„Genau, eigentlich haben ja die Juden den Holocaust selber organisiert, damit sie dann ewig von allen Geld dafür verlangen können.“

Es bewahrheitet sich doch bloß: „Der Feind meines Feindes bleibt mein Feind.“

Es muß nicht noch einmal wiederholt werden, was in anderen Kapiteln bereits dazu zu lesen ist, die mit den Begriffen „Antiromaismus“ und „Antiziganismus“ verschlagwortet werden können … ebenso einige Kapitel mit dem Begriff „Antisemitismus“ …

Auch zur Weihnachtszeit, Klingelingeling, Tatorte überall

Antiziganismus - Antiromaismus - Der Tatort als Tatort.png

Es gab also am 26. Dezember 2016 einen „Tatort“, in dem es um Bettlerinnen und Bettler ging. Mit dem verheißungsvollen Titel passend zur Geburt des Papstes Fetisches: „Klingelingeling“. Mit dem Betteln klingelt es also so richtig in den Pappbechern, mit Betteln ist das große, große Geld zu machen. Das schon gefragt werden möcht‘, weshalb verlegen sich nicht alle auf das Betteln, und lassen Börsen Börsen sein. Ja, mit dem vielen, vielen Geld aus den Pappbechern lassen sich leicht Villen, Paläste bauen, wie allenthalben zu hören ist, in Rumänien, und wer diese dort baut, Sie wissen es auf Anhieb bereits jetzt, ohne diese Ihnen schon an dieser Stelle nennen zu müssen.

Es gibt dazu einen offenen Brief der Bettellobby in Österreich, in dem auf diesen „Tatort“ näher eingegangen wird. Es wird der Vorwurf, die Vermutung behandelt, das Betteln sei kriminell organisiert, „mafiös“ strukturiert. Es wäre wohl zu romantisch gedacht, es könnte beim Betteln zu keinen kriminellen Machenschaften kommen. Sonderlich daran ist aber doch eines. Sowohl die Polizei in Deutschland als auch in Österreich spricht selbst immer wieder davon, wie schwer bis unmöglich es sei, kriminell organisiertes Betteln nachzuweisen, weil es keine Bettlerinnen und Bettler gäbe, die das bestätigen, bezeugen würden. Es wird vermutet, sie hätten zu viel Angst davor, gegen die „Bettlerbosse“ auszusagen. Sogar in den Betlehems der Mafia – in Italien, in den Vereinigten Staaten – gab und gibt es immer wieder Mitglieder der Mafia, die als Kronzeugen gegen die Mafia … nur unter den Bettlerinnen und Bettlern will niemand  sich finden lassen, der oder die gegen ihre „Hintermänner“ auszusagen bereit ist. Beurteile das, wer kann …

In dem offenen Brief wird auch von „rassistischer Hetze“ gesprochen. Das kann genauer benannt werden. Es geht – auch zur Weihnachtszeit – um Antiziganismus, Antiromaismus.

In diesem „Tatort“ als Tatort.

Denn. Es ist von „rumänischen“ Bettlern und Bettlerinnen die Rede. Und wenn von „rumänisch“ gerade im Zusammenhang mit Bettlerinnen die Rede ist, ist in Österreich die automatische Übersetzung von „Rumänen“: „Zigeuner“. Ein weiteres, starkes Indiz: es wird eine Geschichte erzählt, deren Mittelpunkt Babys sind. Es mag den Macherinnen und Machern an ihrem Tatort nicht aufgefallen sein, wie sehr sie bei ihrer Tat von dem kollektiven Gedächtnis geleitet wurden, wie sehr einer ihrer Hintermänner ihres Tatortes auch ein Martin Luther gewesen sein könnte. Denn seit den Tagen auch

Holocaust ist gleich Shoa und Porajmos

Promoting Luther`s teaching by Playmobil

Porajmos und der christliche Ökumene-Anhänger Adolf Hitler unter dem Einfluß von Martin Luther

Ach, bettelten bloß Deutsche – Freiheitliche prangerten Rassismus an

eines Martin Luther bis herauf in die Gegenwart spielen Kinder eine wesentliche und also eine gegen „Zigeuner“ gerichtete Rolle. Das aber kann nur vermutet werden, daß einer ihrer Hintermänner Martin Luther … die Macherinnen und Macher dieses Tatortes werden, ist zu befürchten, nicht gegen ihre Hinterfrauen aussagen, schon gar nicht gegen den Boss Luther – wohl nicht aus Angst, sondern weil sie es selbst gar nicht wissen, genauer, bewußt nicht wissen wollen, aber es unbewußt nur allzu genau wissen und sich davon leiten lassen – das Unbewußte macht die Politik, ist die Politik … Vielleicht ist doch auch ein wenig Angst dabei, metaphysische Angst, und gerade Weihnachten als einen solchen Tatort kann Fürbitte vom Boss Luther bei seinem Boss, der er auch selbst ist, nicht schaden …

Wenn von „Rumänen“ gesprochen wird, gerade im Zusammenhang mit dem Betteln, sind „Zigeuner“ gemeint, und „Zigeuner“ im lutherischen Sinne seit fünfhundert Jahren … Ein weiteres Indiz dafür: Es heißt, Täterinnen kehren stets an ihren Tatort zurück. Auch in diesem Fall ist es nicht anders. Wie in der Collage gelesen werden kann, war der „Tatort“ auch in der Vergangenheit ein Tatort des Antiziganismus, Antiromaismus. Damals mußte noch von Roma und Sinti gesprochen werden. Inzwischen reicht es von „Rumänen“ zu sprechen, wenn Roma und Sinti gemeint werden wollen. Na ja, ganz ohne Hinweise geht es doch nicht, um sicher zu gehen, daß auch alle wissen, wer gemeint ist, das läßt sich auch bildlich arrangieren …

Antiziganistinnen und Antiromaisten meinen klüger geworden zu sein, aber sie bleiben, was sie sind, Täter, die an ihren Tatort zurückkehren, dabei etwas vorsichtiger agieren. Denn. Wer will schon Rassist genannt werden, der sich selbst so gar nicht als Rassistin versteht und sieht?

PS An dem Fernsehtatort des Antiziganismus, Antiromaismus sagen die Wiederholungstäter, den Bettlern und Bettlerinnen solle kein Geld gegeben werden, als Handlungsanleitung. Wer kennt diese Handlungsanleitung nicht? Aus einschlägigen Kreisschaften. Sollte das im Fernsehtatort Realismus darstellen? Freilich, es ist Realismus, in Österreich etwa der Realismus der identitären Parlamentspartei …

jorge-mario-franziskus-bergoglio-kust-seinen-fetischPPS Mit einem Kinde als Brieftaschenöffner kann schon recht ordentlich verdient werden, wie vor allem ein Organisierter Glaube es seit über eintausend… Paläste überall – nicht nur in Rumänien, Bettelei mit dem Kinde nicht nur zur Weihnachtszeit …

PPPS Gab es schon einen „Tatort“, in dem die Handlungsanleitung vorkam, es sollen beispielsweise in Deutschland, in Österreich keine Produkte gekauft werden, die von Menschen in fernen und absolut armen Ländern unter kriminellen Bedingungen und oft unter lebensbedrohenden Bedingungen hergestellt werden müssen?

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