Häupl präsentiert kein erstes Monitoring-Komitee gegen Antiziganismus im Wiener Rathaus

Claim News - Komiitee - Antiziganismus - AntisemitismusEs gehört somit nicht zur Sorte fake news:

Häupl präsentiert erstes Monitoring-Komitee gegen Antiziganismus im Wiener Rathaus

Es ist, wie gelesen werden kann, klar als claim news deklariert. Es ist also eine gewünschte Berichterstattung, eine Berichterstattung, die es geben soll, nach den politischen Entscheidungen, die zu fordern sind. Claim news kann darüber hinaus auch verstanden werden, auf etwas aufmerksam machen, und weil es in diesem Fall auch um Geschichte geht, auf die verwiesen wird, um eine Nachforderung, die längst schon erfüllt hätte werden müssen.

Tatsächlich präsentiert wurde im Wiener Rathaus: das erste Monitoring-Komitee gegen Antisemitismus. Und nicht gegen Antiziganismus. Für die oben verlinkte claim news mußte lediglich Antisemitismus durch Antiziganismus ersetzt werden.

Wenn Sie fragen sollten, warum. Nun, es reichte u.a., wie gelesen werden kann, als Anlaß für die Installierung eines Komitees gegen Antisemitismus bereits ein Vorfall, das Beleidigen und das Anpöbeln eines jüdischen Bürgers. Das ist ehrenwert. Hätte es nicht spätestens nach den Morden in Oberwart sofort ein derartiges Komitee geben müssen, nicht beschränkt auf Wien, sondern ein österreichweites und ein ebenfalls parteiübergreifendes Komitee gegen Antiziganismus? Darauf kann es nur eine Antwort geben: Ja!

Ein Komitee gegen Antisemitismus ist die Kür. Ein österreichweites und parteiübergreifendes Monitoring-Komitee gegen Antiziganismus wäre die Pflicht, ist die Pflicht, aber die ist nicht mit süßlichem Geplänkel zu erfüllen.

Ein Komitee gegen Antisemitismus ist nun in der Zeit, in der es plötzlich eine breite Entdeckung der sogenannten Wurzeln jüdisch-christlicher Provenienz gibt, opportun, und die Gefahr, deshalb breit gescholten zu werden, ist gering. Hingegen mit einem Komitee gegen Antiziganismus sind, und da wird es parteigefährdend, sind keine Wahlen zu gewinnen, mit einem Komitee gegen Antiziganismus wird es gesetzgeberisch konkret, sind Bettelverbote wohl nicht mehr so leicht zu verabschieden. Mit einem Komitee gegen Antisemitismus sind die Parteien glücklich beurlaubt, sich etwa konkret mit dem städtischen Personal auseinandersetzen zu müssen. Wie anders hingegen wäre es, ein Komitee gegen Antiziganismus installiert zu haben …

Hierzu beispielhaft ein Zitat aus einem Brief an den Bürgermeister Dr. Michael Häupl:

„Wir von der BettelLobbyWien kritisieren aufs Schärfste, dass Beamte der Stadt Wien die BewohnerInnen als „Bettelbanden“ diffamieren und das Haus und die Wohnungen den Medien gegenüber beschreiben, als würden die Menschen in unhygienischen Zuständen leben. Diese Berichte nähren alte antiziganistische Mythen vom „dreckigen Zigeuner“. Bauliche Mängel mit „unhygienischen BewohnerInnen“ gleichzusetzen, wie es die BeamtInnen offenbar tun, zeugt weder von seriöser Arbeit noch ist es hilfreich zur Bewältigung sozialer Probleme. Ganz im Gegenteil: Diffamierungen gegenüber armutsbetroffenen Menschen – ausgesprochen von BeamtInnen der Stadt Wien (und weiterverbreitet vom Boulevard) – gießen nur noch mehr Öl ins Feuer der Hetze, die ohnehin gegen armutsbetroffene OsteuropäerInnen betrieben wird.“

Das macht die Notwendigkeit dieser claim news, ist zu hoffen, verständlich.

Mit einem Monitoring-Komitee gegen Antiziganismus würde es vielleicht der SPÖ schwerer fallen, auf die gutter press zu hören, die gutter press zu bedienen, wie, um ein Beispiel noch anzuführen, um die Osterzeit 2017 herum.

Für ein Komitee gegen Antiziganismus gäbe es also viel, recht viel zu tun, wie Sie allein schon anhand der hier veröffentlichten Kapiteln … und in weiteren Kapiteln …

Weshalb es also noch kein Komitee gegen Antiziganismus gibt?

Vielleicht, könnte die Denke sein, würde das als Belohnung verstanden werden für Menschen, die ja die „Bevölkerung ausbeuten“ …

Ob, eine abschließende Überlegung, der Mandatar der identitären Parlamentspartei mitgemacht hätte, es ihm seine Partei erlaubt hätte, beim Installieren eines Komitees gegen Antiziganismus?

Bei einem Komitee gegen Antisemitismus mitzumachen, nun, das geht recht, die Aussicht, politische Silberlinge einnehmen zu können, dafür kann sogar eine ungelenke identitäre Partei gelenkig werden …

Außerdem: ein Komitee ist ein Komitee ist ein Komiteetscherl, und wer es genau wissen will, hört der Wirtin Unzensurierta zu, die erzählt, wie das in Wahrheit ist, in der identitären Partei etwa mit dem Antisemitismus …

Häupl präsentiert erstes Monitoring-Komitee gegen Antiziganismus im Wiener Rathaus

Antisemitismus-Komitee - Wiener Rathaus

Wiens Bürgermeister Michael Häupl hat übermorgen im Roten Salon des Wiener Rathauses das erste Monitoring-Komitee gegen Antiromaismus in Wien präsentiert. Dabei handelt es sich um VertreterInnen und ExpertInnen aller politischen Fraktionen, die ein gemeinsames Ziel verfolgen: Antiziganismus in Wien keine Chance geben.

„Antiromaismus ist immer noch ein aktuelles Thema. Als ÖsterreicherInnen wissen wir um unsere Geschichte, die nicht verleugnet werden kann“, so Häupl. Zudem betonte er die Wichtigkeit dieser parteiübergreifenden Initiative.

Ein Vorfall war unter anderem Anlass für die Gründung der Initiative. Ein Sinti-Bürger wurde im Rahmen eines Fußballspiels beschimpft, beleidigt und angepöbelt. Die Wiener Erklärung gegen Antiziganismus hat das Ziel, ein friedvolles Miteinander in der Stadt zu schaffen und den Respekt für andere Kulturen und Religionen zu fördern. Aufgabe des Komitees wird es sein, Empfehlungen über das Verhalten bei antiziganistischen Übergriffen abzugeben und Steuerungsgruppen einzurichten.

Entstehung der Antiziganismus-Arbeitsgruppe – ein Rückblick

Der Wiener Gemeinderat hat sich übermorgen dafür ausgesprochen, eine Arbeitsgruppe zur Bekämpfung von Antiziganismus in Wien einzurichten. Im Jänner übernächsten Jahres wurde die „Wiener Erklärung zur Bekämpfung von Antiziganismus“ veröffentlicht, die sich an ein Paper der in London gegründeten interparlamentarischen Koalition aus dem Jahr 2009 anlehnt. Darin wird unter anderem festgehalten, wie ParlamentarierInnen, Mitglieder der Regierung, die OSZE, der EU-Ministerrat sowie Führungspersönlichkeiten aller Glaubensrichtungen gegen Hass und Gewalt an romaischen BürgerInnen auftreten können.

Initiiert wurde der Arbeitskreis zur Bekämpfung von Antiromaismus übernächsten Jahres vom SPÖ-Landtagsabgeordneten und Wiener Gemeinderat Peter Florianschütz. Er wird das Monitoring-Komitee gegen Antiziganismus auch künftig koordinieren. „Es ist unsere Aufgabe und Pflicht dafür zu sorgen, dass jedweder Antiromaismus entschieden bekämpft wird“, so Peter Florianschütz über das Leitmotiv des Antiziganismus-Komitees. (Claim News)

Pressebilder:

Rückfragehinweis für Medien:

Das Lueger-Denkmal von Josef Müllner mit der Tafel auf Karl-Art von Oliver Rathkolb

karl luegerr monument - josef müllner - vienna.jpg

Wie gesehen und gelesen werden kann, wurde zum Karl-Lueger-Denkmal eine dreiseitige Informationstafel aufgestellt: in deutscher und englischer Sprache.

Um Auskunft zu geben, über den Antisemitismus und das Nationale von Karl Lueger. Der Text ist von dem Historiker Oliver Rathkolb … das darf angenommen werden, sein Name steht unter dem erklärenden Text, wie es üblich ist, um den Autor oder die Autorin anzuführen.

Oliver Rathkolb Lueger Denkmal Josef Müllner.jpg

Das scheint eine sehr österreichische Lösung zu sein, die Oliver Rathkolb gefunden hat. Wenn es Aufregungen gibt, und es gab um das Lueger-Denkmal Aufregungen, etwas tun … glücklich ist, wer zugibt, was nicht mehr zu verbergen ist … glücklicher noch ist, wer zugeben und verbergen kann.

Diese Informationstafel scheint genau danach zu funktionieren. Es wurde etwas getan, also der Antisemitismus und das Nationale von Lueger zugegeben und hingeschrieben, zugleich verborgen, wie es um die Geschichte bestellt ist von dem Mann, der das Denkmal errichtete. Herr Karl war recht fleißig, viele Söhne und Töchter, Enkelsöhne, Enkeltöchter … oh, schönere Namen als Karl wurden ihnen gegeben …

Nun. Es könnte von den anderen Arbeiten des Josef Müllner gesprochen werden, von dem Siegfriedskopf, von dem Jüngling beim Theseus-Tempel, von der Scherzo-Gruppe im Modenapark, von … auch von seiner Adolf-Hitler-Büste, jedoch die gibt es ja nicht mehr, in Wien, also öffentlich aufgestellt, aber in vielen, viel zu vielen Köpfen wird diese nach wie vor einen Ehrenplatz … seine Arbeiten wurden bereits erwähnt, nebenher …

Entschädigung Hitler-Geburtshaus-Enteignung nach dem Eisenbahn-Entschädigungsgesetz

Auf die dritte Seite der rathkolbschen Informationstafel kann noch viel geschrieben werden. Denn bislang steht auf dieser lediglich, in deutscher und englischer Sprache, daß das Lueger-Denkmal nicht betreten werden darf, es verboten ist, das Lueger-Denkmal zu betreten.

Josef Müllner Bildhauer

Auf dieser Seite könnten die Auszeichnungen von Josef Müllner angeführt werden, von 1926 bis 1949 – was für ein österreichisches Sittenbild, was für eine Wendigkeit des Herrn Karl: ausgezeichnet und beschäftigt,

Josef Müllner - Karl Lueger

auszuzeichnen und beschäftigen in der ersten österreichischen Republik, auszuzeichnen und beschäftigen, ausgezeichnet und beschäftigt vom deutschen reich, und gleich wieder in der zweiten österreichischen Republik … aber Oliver Rathkolb kann darüber noch viel mehr sagen, als einer, der mit Geschichte professionell …

Josef Müller Karl Lueger Burschenschaft Nationalsozialismus

Antiromaismus und Antisemitismus

„Jüdischer Zögling von muslimischen Mitschülern terrorisiert“ …

… ist  auf der Website der identitären Parlamentspartei zu lesen, ach, zu welcher Parteinahme ist sie doch fähig, kopierwert ihr sogar das Schicksal eines einzelnen Menschen, und wie wäre es zu hoffen, zeigte sie dieses Mitgefühl auch einmal für Menschen, die der Ethnie Roma und Sinti … aber für diese Menschen hat sie nur … es bewahrheitet sich bloß stets der Spruch: „Die Hoffnung enttäuscht zuerst.“

Antiromaismus - Gheorgheni GyergyószentmiklosNiklasmarkt

Die Website kopiert von klassischen Medien, wie bereits öfters zu schreiben war, viel, aber eben ausgewählt, und ein Bericht über „pogromartige Ausschreitungen gegen Angehörige der Roma-Minderheit“ ist eben einer, der nicht zur …

„- am Freitagabend wurden in Gyergyószentmiklós an fünf verschiedenen Orten Roma-Familien in ihren Häusern von mehreren Gruppen Angreifer attackiert und aus ihren Häusern gezerrt
– mehrere Häuser brannten bis auf die Grundmauern ab, es gibt mehrere Verletzte, ausschließlich unter den Angehörigen der Roma“

Die Parteinahme für den jüdischen Schüler darf aber nicht gelesen werden als eine für den jüdischen Schüler, sondern in erster Linie eine gegen … denn er sei von, wie sie schreibt, „moslemisch-gläubigen Mitschülern aus arabischem und türkischem Umfeld  nicht nur gemobbt, sondern auch körperlich angegriffen und gequält“ worden. Es ist also mehr der Suche nach Verbündeten, wie in

Europa der Nacht

zu lesen, geschuldet.

Unzensuriert - Schreibstaffel - JudenUnd die Schreibstaffel der Website der identitären Parlamentspartei versteht augenblicklich, was sie in ihren Kommentaren zu diesem Kommentar über den jüdischen Schüler zu schreiben hat, zum Beispiel Franz Dinghofer:

„Der kann sich bei den jüdischen Lobbys bedanken, welche uns den Multikulti-Totalitarismus samt Masseneinwanderung verordnen um die europäischen Völker zu vernichten !!!!“

Oder JCStennis:

Völlig korrekt. „Kann man alles nachlesen in den ‚Protokollen der Weisen von Zion‘ (Siegelsachbuchbestsellerliste Nr. 1, New York Times-Empfehlung, Ostküstenpreis 1. Klasse). Dort steht es geschrieben – die Juden wollen das Universum auslöschen: sie haben nämlich bei Lloyds auf das Ende des Universums im Jahr 2017 gewettet und wollen die Wette auf keine Fall verlieren. Und für alle, die es noch nicht wissen: die Juden glauben nicht an die Wiederkehr des Messias, sondern an die Wiederkehr der Singularität ;-)“

„Genau, eigentlich haben ja die Juden den Holocaust selber organisiert, damit sie dann ewig von allen Geld dafür verlangen können.“

Es bewahrheitet sich doch bloß: „Der Feind meines Feindes bleibt mein Feind.“

Es muß nicht noch einmal wiederholt werden, was in anderen Kapiteln bereits dazu zu lesen ist, die mit den Begriffen „Antiromaismus“ und „Antiziganismus“ verschlagwortet werden können … ebenso einige Kapitel mit dem Begriff „Antisemitismus“ …

500 Jahre Martin Luther sind auch 500 Jahre Antiziganismus

Es sind, wurde in

Auch zu rühmen ist Martin Luther für 500 Jahre Zigeuner-Verfolgung

gesagt, noch viele Kapitel zu schreiben.

500-jahre-martin-lutherSie wurden oben eingeladen, in Buchhandlungen sich umzusehen, ob Bücher über die Menschen, die nach wie vor so selbstverständlich Zigeuner genannt werden, mit ihrer Geschichte, die eine Geschichte der Verfolgung, der Erniedrigung, der Diffamierung, der Diskriminierung ist, prominent ausgestellt und leicht zugänglich sind, wie etwa die Bücher über die Massenermordung von Juden in Nazi-Deutschland, Bücher über Menschen also, denen von der Massenmorddiktatur des deutschen reiches der gleiche Rang wie den Juden zugestanden wurde, Menschen also zu sein, die auszurotten sind.

Sie werden jetzt in der Adventzeit vielleicht nicht mehr in Buchhandlungen gehen. Aber Sie wollen nicht aufhören, Bücher zu schenken. Ach, in dieser modernen Zeit, eben bequem von Ihrer Wohnung, von Ihrem Haus aus, Sie treten dafür nicht mehr auf die Straße, sondern in das Internet.

Im Internet finden Sie zwar, was Sie in Buchhandlungen nicht finden. Aber sehen Sie sich das Verhältnis an. Welche Ergebnisse Sie erhalten bei Eingabe entsprechender Suchbegriffe für einen Vergleich.

In der Collage ist ein solches Vergleichsergebnis abgebildet.

vergleichskreuz

Wie Sie lesen können, liefert das für die Suche verwendete Unternehmen in der Kategorie „Bücher“ folgende Ergebnisse: 7.500 für „Völkermord an den Juden“, 150 für „Völkermord an den Zigeunern“, 46 für „Völkermord an Roma und Sinti“, 150.000 für „Judenverfolgung“ und 73  für „Verfolgung von Roma und Sinti“.

Das Kreuz des Rassismus haben Menschen, die Juden genannt werden, und Menschen, die Zigeuner genannt werden, gleichermaßen schwer zu tragen und zu ertragen. Während aber, und nur darum geht es in diesen Kapiteln, Menschen, die Juden genannt werden, heutzutage viele Fürsprecherinnen haben, viele, die vor Antisemitismus warnen, haben Menschen, die Zigeuner genannt werden, niemanden, die für sie breit und prominent eintreten, breit und prominent vor Antiziganismus warnen. Diese Menschen werden alleingelassen, sie werden in ihrem der Verfolgung, der Erniedrigung, der Diskriminierung Ausgesetztsein vollkommen alleingelassen. Es gibt für diese Menschen kein breites und prominentes Eintreten.

Im Gegenteil. Es wird ihnen nicht einmal der gegen sie gewandte Begriff Antiziganismus breit und prominent zugestanden, sie sind, wenn überhaupt, mit gemeint beim Begriff Rassismus. Es wird nicht von Rassismus, Antiziganismus und Antisemitismus gesprochen, sondern nur von Rassismus und Antisemitismus.

Im Gegenteil. Wie Menschen, die Zigeuner genannt werden, annehmen dürfen, sie seien auch gemeint, wenn es gegen Rassismus geht, sprechen Menschen, die für Bettelverbote eintreten, Bettelverbote fordern, nicht offen aus, daß es vor allem gegen Menschen geht, die Zigeuner genannt werden.

Mit den Bettelverboten auf dem Weg in die Vernichtungslager?

Ermordeter Zigeuner – Zum Bedenken am Heldenplatz am 30. Jänner 2015

„Nazikirche“, Hofer und die Angst des Bischofs vor dem Tor der Geschichte

Die für die Menschen, die Zigeuner genannt werden, leidvolle Geschichte dauert an, länger als 500 Jahre. Und ihre leidvolle Geschichte hat des Bischofs Nichtheiliger auch noch ausgebeutet, um ihr leidvolles Leben als Vorbild zu verbreiten, wie mit Menschen umgegangen werden muß, die Juden genannt werden.

Damit soll heute ein weiteres Kapitel im Adventrest geschlossen werden. Mit dem Hinweis noch. Es ist der Anti-Antisemitismus gerade in Österreich nicht nur ein ehrenwerter, sondern auch ein instrumentalisierter, weil er gegen Menschen, die weder Juden noch Zigeuner genannt werden, in Stellung gebracht wird, wenn vom Antisemitismus als von einem importierten Antisemitismus gesprochen werden kann, von einem Migrations-Antisemitismus, vor allem von der identitären Parlamentspartei, deren Kandidat am zweiten Adventsonntag 2016 rund 46 Prozent der Kreuze …

Antisemitismus hat in Österreich keinen Platz – Eine Entwicklung zum Guten?

Antisemitismus und Rassismus kommen

Martin Luther: „Wie die Zigeuner“

Die Wählenden in Hohenems schaden Hohenems, nicht Dieter Egger, der stellt sich bloß der Wahl

Die „Salzburger Nachrichten“ zitieren am 27. März 2015 Michael Köhlmeier, der meint, Egger würde Hohenems sehr schaden. Das ist nicht richtig. Das muß Wählenden leider immer wieder und erschreckenderweise noch immer gesagt werden, daß sie es sind, die schaden, weil sie eben immer wieder Personen wählen, von denen gewußt wird und von denen vor allem die Wählenden selbst allzu genau wissen, daß sie schaden werden, ganz gleich welches Amt, in das diese von ihnen gewählt werden, je ausüben … Nicht anders wird es mit Dieter Egger sein, wenn sie ihn zum Bürgermeister von Hohenems wählen …

Wählende in Hohenems schaden HohenemsDieter Egger ist aber bloß wieder einer dieser sich einer Wahl stellenden Personen. Dafür, daß er Schaden anrichten wird können, sind alle der ihn Wählenden verantwortlich, und sie alle, die ihn zum Bürgermeister gewählt haben werden, und mit ihnen alle, die ihn nicht gewählt haben werden, werden die Schuld zu begleichen haben. Noch aber ist die Wahl nicht passiert. Noch ist eine Abkehr möglich. Noch ist eine vernunftmäßige Wahl möglich.

Und die in diesem Artikel ebenfalls zitierte Erklärung von Michael Köhlmeier, es seien wegen der „Jetzt-erst-recht-Haltung“ so viele Hohenemser für Dieter Egger, befriedigt nicht. Schlimmer. Gänzlich bestürzend.  Wird diese Erklärung weitergedacht. Denn. Es heißt nichts anderes, daß so viele in Hohenems bereit sind, Hohenems mit der FPÖ gleichzusetzen, eine Partei und Hohenems nicht auseinanderzuhalten imstande sind, denn sonst ergibt die „Jetzt-erst-recht-Haltung“ keinen Sinn, und auch, daß so viele Hohenemser Dieter Egger als den ihren empfinden, der von ihnen gegen andere verteidigt werden muß, ganz gleich, was er, Egger, sagt, macht, nicht macht … Daß so viele in Hohenems also zum Beispiel Antisemitismus … Denn bereits 2009 konnte die FPÖ mit Dieter Egger mit Antisemitismus markante Zugewinne erzielen, und nun 2015 wieder ein Zugewinn, und wieder gab es kurz vor der Wahl einen antisemitischen Spruch von Dieter Egger … Und die nächste hohenemserische Belohnung für Antisemitismus steht kurz bevor, wenn die Wählenden in Hohenems Dieter Egger zu ihrem Bürgermeister … Sollte es tatsächlich dazu kommen, wird die nächste Schlagzeile hier lauten müssen: Wählende in Hohenems wählen Antisemitismus

Das muß Wählenden in jedweder Wahl leider immer wieder und erschreckenderweise noch immer und bestürzend verstärkt gesagt werden, daß sie es sind, die Schaden anrichten, wenn sie Parteien und Personen wählen, von denen sie wissen, daß sie Schaden anrichten werden. Nicht anders wird es sein, um bei der unmittelbar bevorstehenden Wahl zu bleiben, wenn sie nun Dieter Egger zu ihrem … Sie wählen keinen Menschen, zu dem sie mit einer „Jetzt-erst-recht-Haltung“ stehen müssen, denn Dieter Egger steht nicht als Hohenemser zur Wahl, sondern als Pg. der FPÖ …

Die Erklärung von Michael Köhlmeier hat möglicherweise doch etwas für sich. Die „Jetzt-erst-recht-Haltung“ zum Antisemitismus. In einer Wahl ein Bekenntnis zum Antisemitismus ablegen zu können …  Und dafür wollen sie Dieter Egger mit dem Bürgermeisteramt belohnen. Ob er für das Amt ist, ist ihnen egal, ob er Schaden anrichten wird, ist ihnen egal …

Alex Kirchmaier vom RFS Graz fällt zu Antisemitismus „geistige Onanie“ ein

Aus den Schaften der freiheitlichen Sprachbegabten darf heute ein ganz junger Sprachexperte vorgestellt werden: Alexander Kirchmaier, stellvertretender Schriftführer im Ring der freiheitlichen Studenten in Graz; 2013 war er Spitzenkandidat für die ÖH-Wahlen – in Graz …

Wie in der Collage gelesen werden kann, fällt dem freiheitlichen Spitzenkandidaten Alexander Kirchmaier zu einem antisemitischen Kommentar auf einer freiheitlichen Website bloß auf, daß der „dämliche Blog sprachlich wie immer furchtbar“ … Auf die anschließende Frage, ob er denn ein zweiter Karl Kraus sei, fällt ihm, Kirchmaier, zum Antisemitismus nicht viel (nicht so viel als Karl Kraus zu Adolf Hitler), aber doch etwas ein: „geistige Onanie“ …

Das ist zum Festhalten.

Zu Antisemitismus fällt RFS-Spitzenkandidaten geistige Onanie einEinem freiheitlichen Spitzenkandidaten fällt zum Hinweis auf Antisemitismus“ bloß ein: „geistige Onanie“, die „niemand liest“ und also „Zeitverschwendung“ … Alexander Kirchmaier, der diese „geistige Onanie“ liest und, wie es scheint, nicht zum ersten Mal, sonst könnte er diese kaum als „sprachlich wie immer furchtbar“ beurteilen, schätzt sich also selbst ein als ein „Niemand“ …. Dieses Selbstwertgefühl, ein „Niemand“ zu sein, ist gefährlich, noch gefährlicher wohl, wenn ein politisch aktiver Mann … Möglicherweise aber nagt bloß noch das Ergebnis der ÖH-Wahlen 2013 an ihm – als Spitzenkandidat erzielte er für den RFS Graz doch bloß den Verlust eines Mandates …

NS Die gesinnungsgemäß zensierte freiheitliche Website hat den antisemitischen Kommentar bis jetzt nicht gelöscht. Was aber zwischenzeitlich stattdessen gelöscht wurde – lesen Sie bitte selbst: Wählende belohnen Antisemitismus.

Ergänzung vom 18. März 2015.

FPÖ Unzensuriert Herwig Seidelmann - Heinisch-Hosek - Screenprint 18-03-2015Es soll nicht heißen, es werde nicht vermerkt, wenn doch einmal etwas gelöscht wird. Nun wurde die antisemitische Äußerung von Putin, daß „die Juden die größten …“, auf der freiheitlichen Website doch tatsächlich gelöscht. Niemand liest die „geistige Onanie“ und, oh, niemand löscht dann wirklich, für den Beginn wenigstens, einen Kommentar … Wenn aber schon mit dem Löschen begonnen wurde, wäre damit ein erster Schritt zum Weitermachen gut gesetzt, also noch etliche andere Kommentare ebenfalls zu löschen, endlich zu löschen, beispielhaft dafür nur erwähnt: jenen von Herwig Seidelmann vom 17. Februar 2015 mit weiter gestiegener Zustimmung: „Begrabt sie bis zur Hüfte … und dann los.“