Eine Regierung soll keine Zweihäuslbauerin sein

K[…] und Str[…] möchten, dass der Bund auch inklusive dieser Sonderbelastungen am Ende des Jahres 2019 ausgeglichen bilanziert. „Man kann nicht mehr ausgeben, als man hat, das weiß jede Hausfrau.“

Es hat schon rührende Tradition, den Staat mit einer „Hausfrau“ gleichzusetzen, wenn den Menschen das Budget erklärt werden will. Diese Tradition setzen auch die an einem Wintermontag zu Bundeskanzler und Vizekanzler gemachten Herren fort.

Solchen Herren, und es handelt sich vor allem um Männer, sollten die Menschen einmal als Antwort darauf erklären, was dabei herauskommt, wenn ein Häuslbauer mit dem Bau eines Hauses beginnt, um dann, kaum ist der Keller für das Haus ausgehoben und einigermaßen fertig, gleich mit dem Bau eines zweiten Hauses zu beginnen.

Was hat dann so eine Häuslebauerin? Zwei Häuser zum Einziehen?  Zwei Rohbautenkeller, und mit etwas Glück und Geschick, darauf zwei fertige Wohnzimmerwände.

 

ÖVP-FPÖ-Regierung in Österreich - Häuselbauerin

Und genauso verhält sich die zurzeitige Regierung. Wie eine Häuslbauerin, die mit dem Bauen des ersten Häusls beginnt und zugleich schon auch mit dem Bau des zweiten Häusls. Wie das nur ausgehen kann, weiß ein jeder Mensch, der sich nicht damit begnügte, ein Haus fertigzubauen, sondern meinte, er könne gleich zwei Häuser gleichzeitig hochziehen. Das übersteigt je seine Ressourcen. Am Ende bleiben stets zwei unfertige Häusln, und er selbst auf der Straße, ohne Dach über dem Kopf.

Die zurzeitige schwarzidentitäre Regierung in Österreich ist so eine Zweihäuslebauerin.

Eben erst wurde berichtet, ein Minister wolle Spitzenkandidat im Burgenland werden, das heißt, nach kürzester Zeit schon will er von der Bundesregierung in eine Landesregierung wechseln. Zeitlich betrachtet kann er soher als Kurzminister bezeichnet werden. Vielleicht gelingt ihm der Wechsel nicht, weil die Wählerinnen sich anders entscheiden, als er es träumt, die Wähler im Burgenland nicht wollen, daß er sein zweites Häusle im Burgenländischen aufstellt, weil er ohnehin eines in Wien hat, das nicht fertig ist. Und wenn ihm der Wechsel nicht gelingt, Zeit und Energie für das Fertigstellen des ersten Häusls in Wien wird er dennoch nicht haben. Allein der burgenländische Wahlkampf wird ihm alle Zeit und Energie kosten, um irgendwas noch im Häusl in Wien weiterzubringen. Das Ergebnis wird sein, ein unfertiges Häusle in Wien und ein nicht einmal bis zum Kelleraushub gebrachtes Häusl im Burgenland. Wenn an so manche Entscheidungen von ihm, in den letzten Monaten getroffen, gedacht wird, kann durchaus der Eindruck entstehen, er konzentriere sich zu sehr auf das zweite Häusl im Burgenland bereits.

Ein Minister wolle, ist allenthalben zu vernehmen, Spitzenkandidat in Wien werden, das heißt, nach kürzester Zeit schon will er von der Bundesregierung in eine Landesregierung wechseln. Zeitlich betrachtet kann er soher als Kurzminister bezeichnet werden. Vielleicht gelingt ihm der Wechsel nicht, weil die Wählerinnen sich anders entscheiden, als er es träumt, die Wähler in Wien nicht wollen, daß er sein zweites Häusl in Wien aufstellt, weil er ohnehin eines schon in Wien hat, das nicht fertig ist. Und wenn ihm der Wechsel nicht gelingt, Zeit und Energie für das Fertigstellen des ersten Häusls in Wien wird er dennoch nicht haben. Allein der wienerische Wahlkampf wird ihm alle Zeit und seine gesamte Energie kosten, um irgendwas je noch im Häusle in Wien weiterzubringen. Das Ergebnis wird sein, ein unfertiges Häusle in Wien und ein nicht einmal bis zum Kelleraushub gebrachtes Häusl in Wien. Wenn an so manche Entscheidungen von ihm, in den letzten Monaten getroffen, gedacht wird, kann durchaus der Eindruck entstehen, er konzentriere sich bereits jetzt zu sehr auf das zweite Häusl in Wien, wobei es, muß eingestanden werden, es mehr eine Vermutung ist, daß er in seinem ersten Häusle in Wien in den letzten Monaten Entscheidungen wichtiger Natur getroffen hat, aber es darf vermutet werden, er wird schon welche getroffen haben, vielleicht mit Entschiedenheit und vollster Konzentration die Farbe der Häusltapete ausgewählt.

Ein Vizekanzler wolle, ist allenthalben zu vernehmen, Spitzenkandidat in Wien werden, das heißt, nach kürzester Zeit schon will er von der Bundesregierung in eine Landesregierung wechseln. Zeitlich betrachtet kann er soher als Kurzvizekanzler bezeichnet werden. Vielleicht gelingt ihm der Wechsel nicht, weil die Wählerinnen sich anders entscheiden, als er es träumt, die Wähler in Wien nicht wollen, daß er sein zweites Häusl in Wien aufstellt, weil er ohnehin eines schon in Wien hat, das nicht fertig ist. Und wenn ihm der Wechsel nicht gelingt, Zeit und Energie für das Fertigstellen des ersten Häusls in Wien wird er dennoch nicht haben. Allein der wienerische Wahlkampf wird ihm alle Zeit und Energie kosten, um irgendwas noch im Häusle in Wien weiterzubringen. Das Ergebnis wird sein, ein unfertiges Häusl in Wien und ein nicht einmal bis zum Kelleraushub gebrachtes Häusl in Wien.

Wer weiß, wer noch alles aus dieser Bundesregierung in kurzer Zeit schon woandershin wechseln will, sich einen Wechsel erträumt, in eine Landesregierung oder sonst wohin. Es hält, wenn an eine Ministerin gedacht, sie nicht lange an einem Ort, um sich einarbeiten zu können. Sie meinen, arbeiten und reden, einarbeiten und einreden bedeuten je dasselbe. Diese Ministerin weiß um ihre Ressourcen, sie verließ ihr gerade einmal als Plan gezeichnetes Häusle, um sich einem neuen …

Das ist jetzt schon ein hoher Prozentsatz von Wechselwilligen. Ein Prozentsatz, der sich noch erhöht, werden Kurzzeitministerinnen hinzugezählt, die sich schon mit dem Bau des ersten Häusls vollkommen übernommen haben, eingeknickt sind vor der schieren Herausforderung, ein einziges Häusle zu errichten, es niemals schaffen werden, mögen sich noch so lange – die Zeit für sie wird immer zu kurz sein – in der Bundesregierung verbleiben, sofern die Wähler es wollen, die Wählerinnen noch einmal ihnen gnädig sein wollen, ihre ersten und einzigen Häusln fertigzukriegen.

Dabei gäbe es für die Häuslbauer eine einfache Lösung dafür, wenigstens ein Häusle recht und schlecht fertigzukriegen. Vom zweiten Häusle bloß zu träumen, an den Wochenenden, in den Urlauben, in den Nächten. Und die Arbeitstage voll zu nutzen für das erste Häusl, an dem sie erst begonnen haben zu bauen. Denn. Das weiß ein jeder Mensch, der sich ein Einfamilienhäusl baut, Träume hören nie auf, aber er weiß, es sind Träume, die nicht behindern, nicht stören, während mit absoluter Konzentration am Fertigstellen des Einfamilienhäusl gewerkt wird, bis es wirklich fertig ist, eingezogen werden kann, alles auf das Beste gerichtet ist, um in diesem Einfamilienhaus wohnen, leben und unter sicherem Dach träumen zu können, ohne den Träumen in der Wirklichkeit selbstbeschädigend und zu oft auch die ganze Familie vernichtend nachzujagen.

Aber es könnte durchaus noch dazukommen, daß die Zweihäuslbauer zu dieser Lösung in den Traum sich noch retten, um so wenigstens ihre ersten Häusln einigermaßen hinzukriegen. Es besteht nicht unbegründete Aussicht darauf. Denn. Immerhin hat der Kurzvizekanzler es mit dem Träumen schon probiert, verzichtet darauf, mit dem Aufstellen ein zweiten Häusls anzufangen. Damit kann er ihnen ein Vorbild sein. Er erzählte selbst davon, er war bereits Kurzvizekanzler, daß er in Wien Sportstadtrat und noch irgend etwas

Statt ein Zweihäuslbauer zu werden, ein Gescheiterter, wie Menschen sich im Nachhinein selber bezeichnen, weil sie zu viel gleichzeitig wollten, zwei Häuser auf einmal zum Beispiel, wäre es für den Kurzvizekanzler eine praktikable Lösung, nur davon für sich allein zu träumen, auch Bürgermeister in Wien …

Und wenn die Zweihäuslbauer einst auf der Straße Menschen erzählen, es habe in ihren Leben eine Zeit gegeben, da hätten sie an zwei Häusln gleichzeitig gebaut, das zweite Häusle … das erste Häusl aber war schon fix und fertig tapeziert und funkelte nur so in der ausgewählten Farbe.

FPÖ ÖVP Regierung Österreich - Zweihäuselbauerin

3 Gedanken zu „Eine Regierung soll keine Zweihäuslbauerin sein

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