Von antisemitischen Kommentaren und deren Zustimmungsmehrheiten

Wenn es mit einer Wahl verglichen werden würde, zum Beispiel mit einer Nationalratswahl in Österreich, käme als Ergebnis eine absolute Mehrheit mit rund 59 Prozent für die Zustimmung zum Antisemitismus heraus, und für die Ablehnung von Antisemitismus rund 41 Prozent.

Es kann, wie beruhigend, aber mit keiner Wahl verglichen werden. Nicht einmal mit einer Umfrage.

Für die Umtriebe auf der gesinnungsgemäß zensurierten Website der identitären Regierungspartei in Österreich repräsentativ aber ist je eine absolute Mehrheit für antisemitische Kommentare, kurz gesagt, für Antisemitismus.

Durchgängig erfahren antisemitische Kommentare auf dieser Website Zustimmung im Ausmaß von absoluten Mehrheiten. So auch dieser antisemitische Kommentar mit rund neunundfünfzigprozentiger Zustimmung. Vor einem Tag noch gab es einen Gleichstand zwischen Zustimmung und Ablehnung. Jetzt aber in den Morgenstunden überwiegt wieder recht deutlich die Zustimmung. Eine absolute Mehrheit für die Ablehnung von antisemitischen Kommentaren (einfach wie kurz für einen unholprigen Lesefluß: Antisemitismus) wäre im Fall dieser Website auch nicht, wie es heutzutage modern gesagt wird, authentisch, es paßte einfach nicht zur ewigen Feier der Ikone, sozusagen aus ihrer Sicht positiven Ikone, dieser Website mit ihren ständigen Lobpreisungen dieser Ikone in ihren Kommentaren, wie eben erst wieder am 11.1.19, und der ihr angehängten Regierungspartei …

Vielleicht geben es die Verantwortlichen nun auf, solche Kommentare weiter zu löschen, noch dazu solche, die durchgängig absolute Mehrheiten an Zustimmung einbringen, zumal das Löschen von solchen Kommentaren im Grunde für diese Website mit ihrer angehängten Regierungspartei, um noch einmal das Wort zu verwenden, ganz und gar unauthentisch ist, einen Bruch darstellen zwischen solchen Kommentaren und den Kommentaren der Verantwortlichen, die für die Bedienung des Antisemitismus eine weitere Ikone, sozusagen eine aus ihrer Sicht negative Ikone, gefunden haben, um nicht die für Antisemitismus zu offensichtlichen und also zu angreifbaren Wörter verwenden zu müssen.

Ein Gedanke zu „Von antisemitischen Kommentaren und deren Zustimmungsmehrheiten

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