Wenn Männer Manifeste schreiben, gibt es Tote.

Ein Mann in Norwegen schreibt ein Manifest, und mordet.

Ein Mann in Neuseeland schreibt ein Manifest, und mordet.

Ein Mann in Rußland schreibt ein Manifest, und besucht, besucht und besucht, auch Wien.

Nicht jeder Mann also – es soll ja nicht bernhardesk übertrieben werden –, der ein Manifest schreibt, mordet.

Der Mann aus Rußland begnügt sich mit dem Posieren mit … aber wenn dieser einmal mit seinem Auszählreim zu einem Ende kommt, ob er soll weiter besuchen oder doch morden, dann allerdings kann es handfest werden, wenn er nicht mehr besuchen will, kann es recht mörderisch werden, mit dieser Waffe, mit der er posiert …

Und wenn ein Mann, wie jener aus Rußland, zu „einem Krieg, zu einem Angriffskrieg auffordert“, dann hat das (wie würde das Mario Eustacchio formulieren?) strafrechtlich nichts … vielleicht würde er auch noch darauf hinweisen, er, Dugin, sei „nicht rechtskräftig verurteilt“.

Also ein ehrenreicher Mann. Und schließlich, ein „Krieg“, gar ein „Angriffskrieg“ hat doch je nichts mit Mord noch zu tun gehabt, nur mit des Mannes Pflicht, „Kriege“, „Angriffskriege“ zu fordern, zu führen.

Zwei von drei mani-fest schreibenden Männern sind also Mordende. Ein äußerst beunruhigender Anteil …

Und der dritte Mann fordert „Krieg“, „Angriffskrieg“ … Zwei Mordende und ein Mordbefehliger — drei von drei mani-fest schreibenden Männern … so wie die Wirklichkeit übertreibt, hat noch kein Schreibender je übertreiben können, die Wirklichkeit übertreibt, wie es keine Schreibende je noch zu übertreiben vermochte und je übertreiben wird können.

Übrigens. Kurz zu einem Jubiläum noch. Vor fünf Jahren war der Manifest schreibende und waffenposierende Mann aus Rußland in Österreich. Die Einladenden aus Österreich haben inzwischen die Staatsspitze erklommen. Na ja, in die Höhe sind sie nicht aufgestiegen.

Auf der Ebene, tief unten im Tal sind sie durchmarschiert, wurde zugelassen, durchgewunken, daß sie durchmarschieren in die verantwortlichsten Staatsämter …

Wie beruhigend aber, an der Staatsspitze einen Mann zu wissen, der klar wie kurz sagt, er findet „widerlich“ die „Identitären“, die außerparlamentarisch …

Wie beruhigend auch zu hören, daß der Mann an der Staatsspitze nun fordert, daß die die in den Parlamenten und in der Regierung sind, sich kurz und bündig klar distanzieren von den von ihm als „widerlich“ Empfundenen, die nicht in den Parlamenten, nicht in der Regierung …

NS Sie werden sich wohl fragen, weshalb in die Collage auch noch der duginsche antisemitische Verbreiter M. M. aufgenommen wurde, nun, er gehört dazu, wenn von Österreich gesprochen wird, in dem alle Staatsspitzen ihre persönlichen Mannheimers haben …

Das Österreich der Mannheimers – Das Bundespräsidententeam hat seinen Mannheimer und die Vizekanzlerpartei hat ihren Mannheimer

und es fällt hierzu ein Satz, der vor nicht langer Zeit geschrieben wurde, in einem Kapitel, in dem auch M M. auftritt:

Jetzt ist schon wieder etwas nicht passiert.

„Widerlich!“ Um mit dem Mann an der Staatsspitze zu sprechen. Wie beruhigend für die die in den Parlamenten und in der Regierung, daß so kurz wie bündig klar in Österreich gesprochen wird, auch von einem Mann an der Staatsspitze, und nichts passiert …

NNS Vor etwas über einem Jahr war Dugin wieder in Wien. Eingeladen von Bachheimer. Auch ein großer Denker.

Über ihn kann bestimmt der zurzeitige Innenminister mehr erzählen. Profundes. Eint sie doch die Liebe zu Vorträgen auf Kongressen vor einem Publikum, das ebenfalls ganz und gar nach ihrem Gesinnungsgeschmacke aus recht, recht großen Denkenden …

NNNS Große Denker wie Dugin brauchen große Denker, die große Denker erklären können, wie einen Alexander Markovics, der ein großer Denker ist, wie erst vor kurzem wieder bewiesen wurde, als die gesinnungsgemäße Website der identitären Regierungspartei sein Buch lobte, das er für den Eckart schrieb, für den auch nur die recht, recht großen Denker schreiben

Sollte Ihnen hier das Gendern abgehen, darf darauf verwiesen werden, daß es, um diesen recht, recht großen Denkern gerecht zu werden, nach ihrer Gesinnung korrekt gegendert ist, das heißt, eine Denkerin ist ihnen gesinnungsgemäß korrekt ein Denker.

2 Gedanken zu „Wenn Männer Manifeste schreiben, gibt es Tote.

  1. Pingback: Österreich: „Neonazi-Razzien in ganz Österreich“ | Prono ever

  2. Pingback: Alexander Markovics oder der kurze Weg von der Fuhrmanngasse 18 an die Staatsspitze | Prono ever

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