ÖVP-Generalsekretär verrät, in Österreich verdienen arbeitende Frauen nichts.

„ich bleibe bei einem beispiel: zwei erwachsene, drei kinder, mindestsicherungsbezieherfamilie, in der alten regelung der mindestsicherung mehr netto verdient haben als eine fünfköpfige familie mit zwei erwerbstätigen erwachsenen und drei kindern. das geht sich nicht aus.“

Dieses Beispiel ist inzwischen berühmt. Ob es der zurzeitige Bundeskanzler selbst erfunden hat oder der schwarze Berater in Sozialfragen schlechthin, wird nicht gewußt. Ihm zuzutrauen, selbst etwas zu erfinden, ist beinahe schon eine Anerkennung. Wer auch immer es erfunden hat, ist unwesentlich, wer es immer und immer wieder vorbringt, ist bekannt: der zurzeitige Bundeskanzler.

Seit diesem 28. April 19 aber ist nun bekannt, die Frau des bundeskanzlerischen Verkäufers arbeitet auch. Aber sie, die Frau, bekommt für ihre Arbeit keinen Lohn, kein Gehalt.

„Das geht sich nicht aus.“ Ja, das geht sich wirklich nicht aus. Sie, die Frau, kann für ihre Arbeit keinen Lohn bekommen, sonst würde die Familie des Verkäufers doch mehr als 2.600,00 Euro – jedenfalls nach der bundeskanzerlischen Beispielrechnung:

„ein verkäufer zum beispiel der in österreich arbeiten geht und 1600 euro netto verdient verheiratet ist seine frau ist zu hause und er hat drei kinder also ein arbeitnehmer mit 1600 euro einkommen der kommt als familie wenn man alles zusammenzählt dreizehntes vierzehntes gehalt familienbeihlfe  alles zusammen auf eine summe von 2500 netto pro Monat ein mindestsicherungsempfänger oder eine familie in mindestsicherung mit drei kindern kommt derzeit mit dem alten modell auf eine höhere summe nämlich 2600 euro pro monat das heißt die familie wo niemand arbeiten geht in mindestsicherung steigt besser aus finanziell als ein mensch der ganz normal in österreich arbeitet 40 stunden die Woche und einen fulltimejob hat das ist ja ein absurdes System“

Na ja, vielleicht geht es sich doch aus, und die Frau verdient etwas dazu, aber damit es unter diesen 2.600,00 Euro bleibt, kann der Dazuverdienst höchstens 99,00 Euro …

Interessant wäre noch von Karl Nehammer zu erfahren gewesen, ob die Frau wie ihr Mann ebenfalls für Vollzeit oder sie für Teilzeit 99 Luftballone …

Wäre wohl nach dem Familienbild für eine Frau ein schöner Dazuverdienst zum hohen Lohn, den ihr Mann erhält, mit dem ein fünfköpfige Familie als Gott in Frankreich leben kann. Das wußten schon vor zweihundertdreißig Jahren französische Wirtschaftsmänner, mit wie viel und sogar mit wie viel weniger am Tag Menschen noch auskommen …

Es bleibt bei diesem berüchtigten Beispiel nur eine Frage noch offen, die verwundert, daß der zurzeitige Bundeskanzler gar nicht weiß, daß die Frau seiner Beispielfamilie ebenfalls arbeitet …

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