Welche Quellen ge- oder mißbraucht der zurzeitige Bundeskanzler in Österreich?

Eine eben in Deutschland sich in Gründung befindliche Partei aus der Kornblumenachse hat in bezug auf die Kornblume und den Nationalsozialismus in Österreich eine Formulierung verwendet: „ge- oder missbraucht“ …

Diese Formulierung erscheint durchaus passend, mehr noch, zutreffend zu sein, für die Frage:

Welche Quellen ge- oder mißbraucht der zurzeitige Bundeskanzler in Österreich?

In der Pressestunde des österreichischen Rundfunks von diesem Sonntag, dem 13.1.19, ging es um Wien, ging es um Mindestsicherung …

Der zurzeitige Bundeskanzler beschwört, es gehe ihm um Fakten. Ein Faktum aber, um nur ein Beispiel exemplarisch anzuführen, bringt er je nicht vor. Rund 70 Prozent …

Siebzig Prozent der Menschen, die Mindestsicherung beziehen, erhalten eine „Aufstockung eines vorhandenen Einkommens“. Das heißt, diese Menschen arbeiten, aber ihnen werden keine Gehälter gezahlt, von denen sie allein ihre Lebenshaltungskosten bestreiten können. Vielleicht stehen diese arbeitenden Menschen nicht in der Früh auf, weil sie erst viel später am Tag zu arbeiten beginnen, vielleicht legen sie sich in der Früh nieder, weil sie gerade von der Arbeit kommen.

Es ist dem zurzeitigen Bundeskanzler wohl nicht bekannt, wie sehr sich die Arbeitswelt gewandelt hat, daß sich in der Moderne, oder wenn Sie wollen, in der Postmoderne es auch arbeitszeitmäßig schon lange nicht mehr so zugeht wie, um eine Zahl zu nennen, vor noch sechs Jahrzehnten oder vor einhundert und mehr Jahren, als Menschen in der Dunkelheit aufbrachen, um in die Fabriken zu kommen. Oder, wenn es ihm doch bekannt ist, der zurzeitige Bundeskanzler möchte, daß diese arbeitenden Menschen noch eine minderbezahlte Arbeit in der Früh annehmen, damit sie sich dann mit zwei, drei oder vier minderbezahlten Arbeiten die Lebenshaltungskosten selbst …

Welche Quelle ge- oder mißbraucht der zurzeitige Bundeskanzler für seine Frühaussagen?

Hat er beispielsweise die Statistik der Wiener Mindestsicherung vom 26.09.18 sich angesehen und dafür herangezogen, um sie zu — was?

„Paarhufer“ würgen ihren Nahrungsbrei immer wieder hoch zum n-fachen Zerkauen, sie werden deshalb „Wiederkäuer“ genannt. Der zurzeitige Bundeskanzler ist kein Paarhufer. Eines aber dürfte er sich doch von diesen abgeschaut haben, als Landkind oder, seine Biographie wird nicht gekannt, als Kind, das zu viel auf dem Land war, das Wiederkäuen, also das Wiederholen. Und auch in dieser Pressestunde das von ihm vorgebrachte und also wiederholte Beispiel der Familie in der Mindestsicherung und der Familie ohne Mindestsicherung, von dem für ihn wohl tapferen „Verkäufer“, der mit 1600,00 Euro Frau und drei Kinder – das von ihm schon im letzten Jahr auch

Ein Paarhufer. Nein, das ist der zurzeitige Bundeskanzler nicht, aber ein Paarläufer, mit seinem Kanzler, der sich nicht bescheiden gibt, aber noch selbst eingestehen muß, er sei ja, aber halt davor mit einem …

Von seinen Mit-etwas-davor-Kanzler wird gewußt, auf welch profunde Quellen er sein Regieren

Vielleicht ist aber die Frage eine vollkommen falsche, also die Frage: Welche Quellen der zurzeitige Bundeskanzler ge- oder mißbraucht?

Und es ist eher die Frage angebracht.

Bleibt ihm, dem zurzeitigen Bundeskanzler, einfach keine Zeit mehr für andere Quellen, keine Zeit mehr für das gründliche Studieren und vor allem für das Verstehen, weil ihm sein Mit-etwas-davor-Kanzler ohnehin ständig seine recht brauchbaren Quellen zeigt und ständig überhäuft mit seinen profunden Quellen, die er, nicht der zurzeitige Bundeskanzler, irgendwo in seinem „Netz“ gefunden hat?

4 Gedanken zu „Welche Quellen ge- oder mißbraucht der zurzeitige Bundeskanzler in Österreich?

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