So wahr Schöpfer helfen

Kurz ist es her, daß Christoph Schönborn davon sprach, dies „alles seien Geschenke des Schöpfers“ …

Das brachte sogleich ein Grübeln hervor. Mit einem Schöpfer könne etwas ausgeschenkt werden, beispielsweise Gulasch aus einer Kanone. Aber ein Schöpfer muß von einem Menschen geführt werden, so wird es bereits den Kindern im Kindergarten vorgezeigt, damit etwas ausgeschenkt werden kann. Noch nie wurde ein Schöpfer gesehen, der selber Geschenke …, noch wurde je gesehen, daß Menschen sich für Suppengeschenke auf der kalten Gasse dem Suppenschöpfer ihren Dank …

Mit der Angelobung der Bundesregierung in Österreich am letzten Dienstag aber fand das Grübeln erst ein Ende, mit der Fürbitte von Kurz, Köstinger und Tanner, „Gott“ möge ihnen helfen. Mit einem Male war alles verständlich, alles aufgeklärt. „Gott“, so klärte es sich einfach wie kurz auf, ist die Kurzbezeichnung von Gott GmbH. & Co. KG, die den Schöpfer, von dem Schönborn sprach, herstellt, zum Ausschenken von Suppen, Gulasch, kurzum ein Besteck, um Geschenke aller Flüssigkeitsart zu verteilen …

Die von drei Personen geführte Firma stellt aber nicht nur den schönbornschen Schöpfer her, sondern überhaupt Schöpfer aller Art — soher wird auch die Bitte um wahre Hilfe verständlich … Tanner etwa wird für sich im Stillen dabei vielleicht an einen idealen Schöpfer für Gulaschkanonen gedacht haben, Kurz an einen idealen Schöpfer für geistige Nahrung, und Köstinger, Köstinger möglicherweise an einen idealen Schöpfer für nachhaltiges Ausschenken von Gülle …

Im Ziel am Ende

Nationalratswahl in Österreich am 29.09.19 türkisgetupfte schwarze Partei am Ziel: Auf der Rosshütte!

Es wird jetzt die auf Sebastian Kurz „ausgerichtete“ ÖVP und vor allem er selbst dafür gescholten, wie besonders auf der Plattform des Unternehmens Twitter gelesen werden kann, daß es am verwichenen Sonntag keine achthundert Menschen waren, wie aus ihren Reihen verkündet, die mit ihnen bergauf hinunter zur Rosshütte … sondern weit, weit, viel weit weniger, gerade einmal so rund fünf Prozent von 800.

Das muß nicht gescholten werden.

Es muß einfach als selber vorweggenommenes Ergebnis der Nationalratswahl am 29. September 2019 der türkisgetupften schwarze Partei gesehen werden.

Oben im Tal, also am Anfang des Wahlkampfes, sind es noch, nein, achthundert Menschen sind es auch hier nicht, vielleicht die Hälfte, wie berichtet wird, und dann, am Ziel, also am 29. September 2019, sind es gerade einmal um die fünf Prozent von den im Traume gezählten 800 Menschen, von denen die türkisgetupfte schwarze Partei sich erhofft, sie alle werden bis zum Ende mit ihr marschieren, aber am Ende im Ziel der Wanderung zur Rosshütte sind es nur mehr um die fünf Prozent, ganz großzügig von 800 gerechnet, im Ziel am Ende. So wird das Ergebnis am Abend des 29. September 2019 sein, und die türkisgetupfte schwarze Partei wird wieder sein, wo sie war, am 7. Juli 2019, auf der Rosshütte, mit ein paar Übriggebliebenen, die den Weg mitgehen, von dem auch geträumt wurde, es wird ein langer Weg, aber ohne Vielzahl an Menschen, die den Weg mitgehen, ist ein jeder Weg kurz.

PS Daß die fellnerische Umsonst die Mähr von den 800 ebenfalls verbreitet, überrascht in keiner Weise. Hat doch Wolfgang Fellner ein ebenso feines Gespür für Zahlen, wie …