Johann Herzog, „Pensionist“, lernt im Senioren-Parlament des Bundesrates endlich den Gesetzgebungsprozeß

Johann Herzog - Alles Lernen erst nach Ausscheiden aus Ämtern

Das durfte an diesem Sonntag in der Sendung „Hohes Haus“ erfahren werden, wo er, Johann Herzog als „Pensonist“ vorgestellt wurde, als Teilnehmer des Senioren-Parlaments, in dem Menschen, die in Pension sind, den Gesetzgebungsprozeß lernen können und sollen.

Das ist doch eine positive Sache, die einmal über ein Mitglied der FPÖ gesagt werden kann: wenn „Pensionist“ Johann Herzog sich noch dazu entschließt, lernen zu wollen, wie die Gesetzgebung in diesem Land funktioniert. Das ist doch wahrlich ein positiver Entschluß dieses recht Lernwilligen.

Manche werden jetzt einwenden, das müßte er alles wissen, aufgrund seiner durchaus erfolgreichen parteipolitischen Laufbahn, die ihm viele Ämter einbrachte. Vielleicht ist es bei freiheitlichen Funktionären, bei Mandatarinnen dieser identitären Parlamentspartei einfach und schlicht umgekehrt: zuerst werden zahlreiche politische Ämter besetzt, und das Lernen kommt erst danach, erst viel später danach, das Lernen wird für die Zeit der Pension aufgehoben.

Manche werden jetzt vielleicht meinen, das Senioren-Parlament könne wohl nicht für solche „Pensionisten“ gedacht sein, und sich fragen, was mache er, Herzog, also eigentlich im Senioren-Parlament, nach solch einer Laufbahn …

Zumal Johann Herzog noch viele Ämter ausübt, wie in der Collage gelesen werden kann, erst im Dezember 2015 wurde der Wiener Landtagspräsident a. D. zusätzlich zum Generalsekretär des Österreichischen Seniorenringes gewählt. Und dann ist er auch noch Präsident des Bildungsinstituts FPÖ Wien. Als dieser hat er erst vor wenigen Tagen eindrucksvoll bestätigt, auch in bezug auf die Bildung will er es als Präsident eines Bildungsinstitutes ebenso halten wie als identitärer Politiker: das Aneignen von Bildung auf die Zeit danach verschieben, also auf die Zeit, wenn er nicht mehr Präsident eines Bildungsinstitutes ist. Im konkreten Fall geht es bei seiner auf später verlegten Bildungsaneignung um Geschichte, nicht um Weltgeschichte, nicht einmal um österreichische Geschichte, sondern schlicht um die Geschichte seiner eigenen Partei, wie gelesen werden kann:

Johann Herzog: „… uns das größte Ereignis seit ’45 … Norbert Hofer zustande gebracht hat“

PS Für diese hervorragende Leistung, Johann Herzog als einfachen Teilnehmer des Senioren-Parlaments zu präsentieren, ihn erzählen zu lassen, wie den Senior von Stiege 8 im Gemeindebau, er habe über die Bundespräsidentschaftswahl geredet, diskutiert, sehr oft, sehr viel, er habe Bekannte, die natürlich nicht alle Norbert Hofer gewählt hätten, muß doch die „Expertin für das Parlament“ wieder einmal vor den Vorhang gebeten werden, über eine andere Leistung von Patricia Pawlicki durfte bereits einmal lobend geschrieben werden, als sie eine Pressestunde mit Norbert Hofer leitete. Wie bescheiden sie sich nur als „Expertin des Parlaments“ bezeichnet, nein, sie ist mehr, wahrlich eine Expertin der Politik …

Hier scheint es passend, eine Vermutung zu äußern, für die kein eigenes Kapitel aufgeschlagen werden will. Seitens der identitären Parlamentspartei gibt es allenthalben Vorwürfe, beim ORF handle es sich um einen „Rotfunk“. Vielleicht ist es aber in Wahrheit ein „Blaufunk“. Diese Vermutung, muß eingeschränkt werden, kann allerdings nur unter strikter Einhaltung freiheitlicher Logik geäußert werden. Norbert Hofer etwa meinte einmal, es würde in Österreich nur „linken Terror“ geben und er führte als ein Beispiel Franz Fuchs an, der aus einem „roten Elternhaus“ … Der derzeitige Generalsekretär des ORF kommt aus einem blauen Vaterhaus, also müßte nach dieser hoferischen Logik der ORF ein … Peter Wrabetz hat 2013 im Parlament die Franz-Dinghofer-Medaille erhalten, noch von Martin Graf, dessen Weitergänger Norbert Hofer …

In diesem Beitrag, in dem der recht Lernwillige als „Pensionist“ vorkam, wurde von den „unversöhnlichen Anhängern auf Facebook“ … aber der blaue Obmann rief sie auf zur „Mäßigung“ … so kann nur berichten lassen ein Generalsekretär aus … zur „Mäßigung“ aufrufen, aber unzensuriert handeln respektive nicht handeln …

Ein Gedanke zu „Johann Herzog, „Pensionist“, lernt im Senioren-Parlament des Bundesrates endlich den Gesetzgebungsprozeß

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