Hübner schon wieder. Österreichischer und fellnerischer Umgang.

FPÖ - HSW Hübner schon wieder

Wie der Umgang in Österreich ist, mit einem und einer, die beispielsweise „antisemitische Codes“ verwendet, war gestern wieder einmal zu erleben, Wolfgang Fellner führte es exemplarisch vor, in seinem Interview in seiner Fernsehanstalt mit Johannes Hübner. Fellnerisch war es, also österreichisch, oder österreichisch war es, also fellnerisch.

Und das heißt. Nachsichtig. Freundlich. Es großzügig zu bewerten, so in der Art, es sei halt ein Blödsinn gewesen, na ja, eine Dummheit, wie von einem Schulbuben. Da darf ein am Rentenalter kratzender Rechtsanwalt mit der Milde rechnen, die sich Jugendliche zu oft nur wünschen würden.

Fellnerisch oder österreichisch war das Interview. Und das heißt auch. Es wird einander lange, Jahrzehnte lang gekannt, es wird einander geschätzt – Fellner schätzt Hübner. Aber Fellner weiß auch, wer innerhalb der identitären Parlamentspartei wen – Hofer schätze Hübner und Hübner schätze Hofer.

Wer aber mit keiner Nachsicht, mit keiner Freundlichkeit rechnen darf, mit keinem österreichischen oder fellnerischen Umgang, ist, wer nicht österreichisch, also fellnerisch oder fellnerisch, also österreichisch spricht, auf- und hintritt … wenn eine Partei bloß interne Turbulenzen hat, aber beispielsweise keine „antisemitischen Codes“ verwendet oder antiziganistisch oder … oder … agiert, so eine Partei ist dann mit ganz österreichischer oder fellnerischer Härte zu beurteilen, als eine abzustrafende, als eine je nicht wählbare, wie es Wolfgang Fellner in dieser Woche in seiner Umsonst schrieb, und er meinte nicht die identitäre Parlamentspartei, sondern die Grünen …

„Noch spannender wird angesichts der ‚Pilz-Show‘ die Frage, wie die Grünen für ihre Unfähigkeit der letzten Monate abgestraft werden. Derzeit ist es leicht möglich, dass die Grünen mit weniger als 4 % aus dem Parlament fliegen. Verdient hätten sie sich das.“

Ja, aus dem Parlament zu fliegen hätten sie es sich, so Fellner, verdient. Weil sie was tun? Weil sie all das nicht tun, was die Hübners tun. Würden sie all das tun, was die Hübners tun, schriebe Fellner wohl, sie hätten es sich verdient, in die Regierung hochzufliegen.

Fellnerisch oder österreichisch sind dagegen die Sorgen, die sich gestern Wolfgang Fellner machte, ob es für die FPÖ nicht besser sei, am 15. Oktober 2015 nur zweitstärkste Partei in der Nationalratswahl zu werden, denn das würde fellnerisch gedacht ihre Chance einer Regierungsbeteiligung erhöhen, weil weder die ÖVP noch die SPÖ unter einer FPÖ, würde sie stärkste Partei werden, mit ihr in eine Regierung …

Und so wird, wie es den Anschein hat, und der Anschein ist österreichische oder fellnerische Wirklichkeit, die identitäre Parlamentspartei in die Regierung hochfliegen und – wie aus allen Vergangenheiten bekannt – abstürzen, wie – Ikarus kann bei dieser Partei nicht zum Vergleich herangezogen werden – Odin …

Parteien werden stets mit ihren Abkürzungen benannt, weil die Abkürzungen ausgesprochen wohl zu lang sind. Die FPÖ – Freiheitliche Partei Österreich – kann aber auch mit nur drei Wörtern ausgesprochen genauer und zutreffender, wie es eben Johannes Hübner für diese Partei wieder einmal exemplarisch vorexerzierte, wieder einer, der aus der langen Reihe dafür vortrat, genannt werden: Hübner schon wieder.

Und wem Hübner schon wieder zu lang ist, kann es auch abkürzen: HSW.

Und Johannes Hübner selbst agiert ebenfalls österreichisch oder fellnerisch, er verläßt nicht augenblicklich das Parlament, er verläßt nicht die Partei, er kandidiert bloß nicht mehr, ach, das wird er wohl als Opfer empfinden, denn er will ja nur Schaden von seiner Partei, seiner HSW abwenden. Österreichisch oder fellnerisch bekommt er dafür von Wolfgang Fellner … Wahrlich, Österreich, Fellnerreich, Land der großen Opfer vergangenheitsreich, und Frankenburg exerziert in diesem Sommer wieder einmal vor, zu welchen Opfern

Hübner - Schmitt - Rambo

Und übrigens, Johannes Hübner, berichtet die Umsonst ebenfalls in dieser Woche, sehe es nun als „Blödsinn“, er habe lediglich Carl Schmitt vorgelesen, um den Hans Kelsen zugeschriebenen Namen ins Spiel zu bringen … Carl Schmitt: „Kronjurist des Dritten Reiches“ … Nachsichtig, freundlich und großzügig ist Johannes Hübner auf österreichische oder fellnerische Art, wenn er sagt, wo er auftrat, das sei keine „rechtsradikale“, sondern lediglich

FPÖ-ZZ „wünscht weiteste Verbreitung“ der „braunen Festschrift“ für Rolf Kosiek, einen „radikalen Antisemiten und Rassentheoretiker“

Gesellschaft für Publizistik

eine „rechtsgerichtete“ Vereinigung … Wird an die recht bevorzugte und empfohlene Literatur in dieser Partei gedacht, erweist sich Johannes Hübner auch darin mit seinem Schmitt-Zitat eben als ein echter Mandatar der HSW …

Oe Fellner im Kampf - Die große Wahldiskussion

5 Gedanken zu „Hübner schon wieder. Österreichischer und fellnerischer Umgang.

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