„Im Gespräch zu bleiben“ heißt nicht zwingend, kurz gesagt, miteinander Gespräche zu führen

„Zum neuen Stil in der Politik gehört es für mich auch ganz natürlich dazu, im Gespräch zu bleiben.“

Das darf dem zurzeitigen Bundeskanzler in Österreich geglaubt werden, daß es zu seinem „neuen Stil in der Politik“ schlicht „ganz natürlich“ dazugehört, „im Gespräch zu bleiben“ …

„Im Gespräch zu bleiben“ heißt aber nicht zwingend, Gespräche zu führen, gar noch miteinander … und es wird nicht wenige in Österreich geben, denen sofort dazu einfallen wird, mit wie vielen in den letzten bald acht Monaten in Österreich  n i c h t  „im Gespräch zu bleiben“ das Kennzeichnendste des „neuen Stils in der Politik“ dieser von einem Im-Gespräch-Bleibenden angeführten schwarzidentitären Regierung war …

Zu dieser Phrase gibt es so manche Weisheit aus dem sogenannten Volke, etwa jene, daß, wer im Gespräch bleiben wolle, aufpassen müsse, nicht ins Gerede zu kommen. Darauf hat der zurzeitige Bundeskanzler bisher ganz und gar nicht geachtet; es scheint ihm aber eine Bergspitzenqualität seines „neuen Stils“ zu sein. Denn. Sonst hätte er wohl längst schon versucht, sich zumindest bemüht, aus seinem Gerede herauszukommen.

„Gerede“ rittert mit „Im Gespräch bleiben“ überhaupt um den ersten Platz im Wettbewerb, was denn nun das Kennzeichnendste für den „neuen Stil in der Politik“ dieser schwarzidentitären Regierung in Österreich ist. Nach dem Stand der Dinge sieht es ganz danach aus, daß beide es auf das erste Stockerl schaffen …

Und im Einzelbewerb kann, auch wenn es im Moment gar so aussehen mag, als ob es die zurzeitige Sozialministerin auf das oberste Stockerl schaffen könnte, der erste Platz dem Im-Gespräch-Bleibenden nicht mehr genommen werden, sein Punktevorsprung uneinholbar … sie wird sich mit dem undankbaren sechsten oder gar achten Platz begnügen müssen, vor ihr für sie ebenso uneinholbar ein Generalsekretär, ein zurzeitiger Innenminister, ein Andreas-Hofer-der-140, ein zurzeitiger Vizekanzler

Zu diesem Begehren, im Gespräch bleiben, paßt recht der Name der nach dem Impressum von der ÖVP betriebenen Website: „secure.s-k.at“ – übersetzt heißt das nichts anders als „S… K… sichern“. Das ist doch einmal eine klare Aussage, unmißverständlich, kein Gerede, sondern, wie es so schön heißt, Klartext, worum es tatsächlich geht, den Im-Gespräch-Bleibenden sichern, das heißt wohl in erster Linie, ihm seinen Arbeitsplatz „Im Gespräch bleiben“ sichern …

Das kann ihm menschgemäß nicht zum Vorwurf gemacht werden, sich selber zu sichern. Denn. Wer in diesem Land träumt nicht für sich von Sicherheit jedweder Art absolut … aber für alle anderen bleibt die Sicherheit nur ein Traum, den bloß er für sich selber und nicht Österreich, das er nun wieder träumt zu sein, erfüllen kann – für eine gewisse Zeit halt. Denn. Wie ein Sprichwort es schon kurz wie bündig sagt, die Sicherheit ist ein Vogerl …

Sebastian Kurz sichern

 

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