Ein Theologe, ein Theologe, ein Theo…, ein …loge

Es gibt die Angestellten von Organisierten Glauben, die mit auf ihren überholten Organisationshandbüchern basierenden Sprüchen Empörungen und Aufregungen provozieren, wie etwa Karl Tropper, akademischer Theologe der Sekte mit dem absolutistisch regierten Grätzelstaat in Rom … Und dann gibt es auch jene , die als liberal gelten, und besonnen, wie etwa Paul M. Zulehner, akademischer Theologe …

Karl Tropper habe sich, ist im „Kurier“ vom 15. April 2012 zu lesen, über die Bestätigung eines homosexuellen Pfarrgemeinderates durch den leitenden Angestellten Christoph Schönborn geärgert, Paul M. Zulehner hat die Entscheidung von Christoph Schönborn „verteidigt“ …

Soher kann gesagt werden, Paul M. Zulehner ist kein Karl Tropper, Karl Tropper ist kein Paul M. Zulehner …

Es liegen, könnte gesagt werden, Welten zwischen diesen Theologen.

Werden aber ihre Aussagen gegenübergestellt, kann durchaus gefragt werden, ob es den zwischen einem sogennanten liberalen Theologen und einem Theologen tatsächlich wesentliche Unterschiede gibt?

Karl Tropper:

Wieder sorgt ein Kirchenmann für Aufregung – diesmal ist es der Pfarrer aus St. Veit am Vogau in der Steiermark: Karl Tropper greift ein Jahr vor seiner Pensionierung in einer Beilage zum Pfarrblatt Schwule an. Homo­sexualität sei eine „Triebverirrung“ und nach „psychologischer Erkenntnis eine Krankheit“, die heilbar sei.

Paul M. Zulehner:

So wisse man heute, dass es sehr viele verschiedenen Formen dieser “Begabung” gibt – seien sie genetischen Ursprungs oder Folgen von Erziehung und Entwicklung. Aufgrund dieser Bandbreite des Phänomens sei es unmöglich, “die herkömmliche ethische Norm, dass das alles Sünde ist”, anzuwenden.

Die Aussage von Paul M. Zulehner mag hochsensibel erscheinen, freilich nur beim raschen Lesen … Paul M. Zulehner hat Christoph Schönborn bescheinigt, ein hochsensibler Seelsorger zu sein … Für Paul M. Zulehner ist also Christoph Schönborn, der ihm eben für seine Loyalität zur Kirche gedankt hat, ein hochsensibler Seelsorger, der in der Ablehnung der humanae vitae eine Hauptschuld Europas Nein zum Leben …

Nun, in diesem Text eines ehemaligen absolutistischen Herrsches des Grätzelstaates geht es um Empfängnisverhütung, mit dieser kann wieder bei Karl Tropper angeknüpft werden, der verbreitet, Homosexuelle hätten 6 Millionen Aids-Tote zu verantworten -, bei dieser Schuldzuweisung muß daran gedacht werden, wie kontraproduktiv das kirchliche Kondomverbot sich auf die Aidsprävention vor allem in Afrika ausgewirkt hat und auswirkt¹ …

Die Welten der Theologen verbindet das Handbuch der Unterweisung zu …

¹ „Das möge Gott verhüten – Warum ich keine Nonne mehr sein kann“, Majella Lenzen:

Bis es zum finalen Skandal kam: Ich wurde als „Kondom-Nonne“ stigmatisiert, weil ich mich – gegen die Gebote der Kirche – für Verhütungsmittel einsetzte, als eine Möglichkeit, der Immunschwäche Aids präventiv entgegenzuwirken. Für mich war das eine Notwendigkeit, denn ich habe das Elend in den Hütten der verwaisten Kinder in Ostafrika gesehen, habe die entsetzlich abgemagerten Körper der gezeichneten Frauen gesehen.

„Wir haben einen neuen Papst“, tönt es aus dem Fernseher. Und wenig später sehe ich Josef Kardinal Ratzinger, der sich als Papst Benedikt XVI. […] zeigt. Als er Präfekt der Glaubenskongregation in Rom war, hat er leider zugelassen, dass durch das Verbot von Kondomen meine Aids-Arbeit in Ostafrika zu einem jähen Ende kam – was schließlich zum Austritt aus meinen Orden führte. Jetzt bekleidet er das höchste kirchliche Amt. Ich bin sprachlos […].

PS Was will Karl Tropper Homosexuellen unterstellen, daß er sie gerade für sechs Millionen …, oder genauer, welcher Ideologie will Karl Tropper Homosexuelle in ihrer Gesamtheit mit dieser Zahl zurechnen?

Ein Gedicht rezitiert ein Gedicht

Günter Grass sagt, nun, nach und allem
Schreiben auf eine einz’ge Lesung hin,
Ich hätt’s jetzt anders geschrieben – das
Lyrische Ich nicht nur seines Gedichts aber
Sagt, ich bin zu lesen –, über die Region hinaus,
Entschlackt vom Nationalen, ich bin
Nicht zu lesen im Historischen Kerker, und das
Wußte Günter Grass, als ich ihn ließ, mich in
Haft zu schreiben, weiß Günter Grass
Selbst jetzt noch nicht -, ich muß allgemeiner
Gelesen werden, in jedem Land aber,
Wie es jedem Land konkret zukommt.

Was auch in diesem Gedicht nicht gelesen werden
Will, aber un-endlich zu lesen ist, zu schreiben bis …

Warum schweige ich, verschweige,
was offensichtlich in Planspielen
geübt, deren Ende wir sind.

Jetzt aber, weil wiederum und
rein geschäftsmäßig,wenn auch
mit flinker Lippe deklariert,
geliefert, unbewiesen,
doch als Befürchtung von
Beweiskraft sein will,
Mit Tinte, zu spät; auch wir
Zulieferer ei
nes Verbrechens, weshalb
unsere Mitschuld
durch keine
der üblichen Ausreden
zu tilgen.

Heuchelei zudem,
zu hoffen,
es mögen sich
viele vom Schweigen
zum
Verzicht 
 

„Koran“, „Bibel“ für jeden Haushalt – „Mein Kampf“ auch noch?

Es gab einmal die Hoffnung, die Zuversicht, es wird endlich vorbei sein, auch damit, daß ein bestimmtes Buch unbedingt in jedem Haushalt vorhanden sein muß, aber nun schicken sich wieder Eiferer an, ihre Bücher massiv zu verteilen, ihre Bücher wieder in jedem Haushalt vorfinden zu wollen …

Es will hier gar nicht auf die Geschichten des „Korans“, der „Bibel“ eingegangen werden, denn die Erzählungen sind nicht von Bedeutung, das Ausgedachte ist nicht das Gefährliche an derartigen Büchern, das Gefährliche an derartigen Büchern ist das Herausgelesene zum Handeln, das Gefährliche, daß derartige Bücher nicht einfach als Bücher angesehen werden, was sie sind, was alle Bücher sind, nämlich einfach eine Ansammlung von Buchstaben …

„Koran“ und „Bibel“ werden von ihren Verteilern als strikt einzuhaltende Anleitungen angesehen, wie der Mensch unbedingt zu leben hat, es sind Unterjochungsbücher, und das ist das Gefährliche …

Verteiler von derartigen Büchern sind dialogverweigernde, dialogunfähige und menschenverachtende Geiferer, die im Wahn leben, zu wissen, wie jeder Mensch zu leben hat, nämlich genauso wie sie leben, und wer nicht genauso leben will, wie sie es allen totalitär vorschreiben wollen, ist zu bestrafen und in letzter Konsequenz, wenn ihnen dazu die Macht gegeben wird, zu vernichten …

Es muß Verteilern von derartigen Büchern, den Lobbyisten der Organisierten Glauben entschieden entgegengetreten werden, denn es gibt beunruhigende Tendenzen auch in Europa in Richtung legistische Terrorregime,   … Sei es in Rußland … Sei es in Ungarn – Jobbik und Christen … Sei es in Kroatien … Sei es in Österreich … Sei es … Und außerhalb von Europa:  Korangetriebene Staaten … Saudiarabien … Israel …

Terrorismus durch Gesetze, das ist immer die Gefahr, Gesetze verabschiedet werden nach derartigen Büchern …

Da es aktuell um die millionenfache Verteilung des „Korans“ in Deutschland und auch in Österreich geht, da als Gegenmaßnahme, wie zu lesen ist, die „Bibel“ in jeden deutschen Haushalt wieder kommen soll, ist es geographisch und historisch naheliegend zu fragen, ob jetzt auch noch „Mein Kampf“ wieder zur Verteilung kommen wird, das ja auch so ein aberwitziges Erlösungsbuch, Errettungsbuch und ein aus Glaubensschriften gespeistes Buch und ebenfalls ein Unterjochungsbuch ist …

Allen drei Büchern ist eines gemeinsam, sie haben schon zu weit mehr als genug Elend, Not, Massenmord, Unterdrückung, Zerstörung …

Paul M. Zulehner, Kirchhofastrologe

Paul M. Zulehner ist ein ernster Mann, ein Mann, der keine Witze macht, und dennoch kann etwa über seine jüngsten Aussagen, die er zum Sittenbild der römisch-katholischen Kirche, das aktuell in Stützenhof gemalt wird, tätigte, herzhaft …

Paul M. Zulehner gehört zu jenen, die stets von Medien gerufen werden, wenn es gilt, für die römisch-katholische Kirche eine sogenannte liberale Stimme ertönen zu lassen, und Paul M. Zulehner erfüllt diese Aufgabe allzeit gerne, gewissenhaft, und seine Interpretationen hält er frei von …

„Ein hochsensibler Seelsorger“

Eine der Lehren aus der „Causa Stützenhofen“ sei laut Zulehner, dass man gerade beim Thema Homosexualität „noch sehr viel zu lernen“ habe – dies gelte für die Kirche, aber auch für die Gesellschaft insgesamt. So wisse man heute, dass es sehr viele verschiedenen Formen dieser „Begabung“ gibt – seien sie genetischen Ursprungs oder Folgen von Erziehung und Entwicklung. Aufgrund dieser Bandbreite des Phänomens sei es unmöglich, „die herkömmliche ethische Norm, dass das alles Sünde ist“, anzuwenden. Die Kirche müsse „lernen, diese Spannungen auszuhalten“ und zugleich anerkennen, „was zu innerst der Mensch wünscht, nämlich lebenslange Treue und Verlässlichkeit“. Auf diese Tatsache habe der Kardinal „mit Respekt“ reagiert und sich damit „nicht nur als Kirchenführer, sondern als hochsensibler Seelsorger“ gezeigt, so Zulehner.

Herauszufinden, wie viele Scherze allein in diesem Absatz mit Zitaten von Paul M. Zulehner stecken, ist keine allzu schwierige Aufgabe für jene, die sich die Berichterstattung über die stützenhoferschen Ereignisse chronologisch in Erinnerung rufen …

Der erste Scherz, es sei eine der Lehren aus der Causa Stützenhofen, die Kirche habe noch sehr viel zu lernen … Stützenhofen hätte auch Kaprun sein können, aber in Stützenhofen gelang es einmal nicht, es in der Sakristei zu belassen, wodurch zu einer medialen Aufregung … Für einen Mann wie Paul M. Zulehner mit seinem Kardinalsernsthaftigkeitsgehabe habe selbstverständlich sofort zur Entschuldung der Kirche nicht nur die Kirche, sondern gleich die Gesellschaft insgesamt aus der stützenhoferschen Causa zu lernen …

Der zweite Scherz, zu meinen, mit der Bezeichung Begabung eine mildtätige und großzügige Position gegenüber Homosexualität zu bekunden, um dann um so leichter diese pathologisch zu beschreiben …

Der dritte Scherz, den nur von solchen Sekten wie der römisch-katholischen Kirche verwendeten Begriff Sünde als ethische Norm darzustellen, die Ethik also hinunterzuziehen auf eine Sektenebene …

Das vierte Gefasel, was der Mensch zu innerst wünscht …

Der fünfte Scherz, der Kardinal habe …

Was der Kardinal tatsächlich hat, hochsensibel mit Respekt, darüber wurde hier schon geschrieben … Es ist dem leitenden Angestellten dieses Organisierten Glaubens nach den Versuchen des Verhinderns und geforderten Manipulierens der Pfarrgemeinderatsliste nichts anderes mehr möglich gewesen, als es zu akzeptieren, wohl auch deshalb, weil eben die Gesellschaft, im Gegensatz zur Kirche, insgesamt sehr viel gelernt hat, und die Befürchtung muß groß gewesen, einem gewählten homosexuellen Pfarrgemeinderat sein Amt nicht ausüben zu lassen, könnte wieder zu einer Austrittswelle aus dieser Sekte … Es hat diesmal nicht funktioniert, es in der Sakristei still zu regeln, es auf Kirchenart zuzulassen, wie so vieles in der Sakristei fröhlich ausgelebt wird, was von der Kanzel herab …, wie etwa im Zölibat auch ohne Zölibat …

PS Es könnte gesagt werden, diese Sekte sei wichtig, wenn auch hier so viel zu dieser geschrieben wird. Nein, nicht für eine einzige Zeile ist diese Sekte der Grund, sondern einzig der nicht haltbare Zustand, daß diesem Organisierten Glauben mit seinem absolutistisch regierten Grätzelstaat in Rom in einem demokratischen Land derart viel Platz eingeräumt wird, es für diesen nach wie vor Sonderregelungen gibt, wie beispielsweise in den Veranstaltungsgesetzen der österreichischen Bundesländer …

Löschen der Vorratsdatenspeicherung – Bereits 3400 Verfassungsbeschwerden

Seit dem Start des Aufrufes am 30. März 2012 des Arbeitskreises Vorratsdatenspeicherung Österreich, sich an der Verfassungsbeschwerde gegen die Vorratsdatenspeicherung zu beteiligen, wurden bereits bis zum heutigem Tag, 11. April 2012, 3400 unterschriebene Vollmachten zur Post gebracht und insgesamt haben bis heute 16472 Menschen mit dem Ausfüllen des Formulars bekundet, eine Verfassungsbeschwerde einzubringen.

In knapp 14 Tagen also haben 3400 Menschen nicht nur einfach bequem ein Formular zu Hause auf dem Sofa liegend digital ausgefüllt und es damit für sich als erledigt angesehen, sondern in nicht einmal 14 Tagen haben 3400 Menschen ihre Vollmachten auch ausgedruckt, unterschrieben, kuvertiert und sofort zur Post gebracht, Briefmarken gekauft, frankiert und ihre Vollmachten abgeschickt … Trotz dieser Woche dazwischen, die für eine Organisierte Glaubensrichtung in diesem Land Bedeutung hat, trotz des Feiertages zusätzlich dazwischen haben schon 3400 Menschen Zeit gefunden, diese wichtige Sache zu erledigen. Womit sie bereits in nicht einmal 14 Tagen die erhoffte Beteilung des Arbeitskreises Vorratsdatenspeicherung von 1000 Mitklägerinnen und Mitklägern bei weitem übertroffen und erfüllt haben.

Bis zum 18. Mai 2012 ist es, wie auf Verfassungsklage.At angegeben ist, weiterhin möglich, der Verfassungsbeschwerde gegen die Vorratsdatenspeicherung sich anzuschließen, danach wird die Verfassungsklage eingebracht.

Biblische Verbotsgesetze zur Weihosternacht in Österreich

Es wurde zwar das Beispiel eines Veranstaltungsverbotsgesetzes bereits gebracht, aber ob der obskuren Formulierung verdient das niederösterreichische Veranstaltungsgesetz eine besondere Hervorhebung:

Verbotene Veranstaltungen

Veranstaltungen sind verboten,  sie am Karfreitag oder am 24. Dezember durchgeführt werden sollen und geeignet sind, den Charakter dieses Tages zu stören oder religiöse Gefühle der Bevölkerung zu verletzen.

In Niederösterreich sind seit dem 1. Jänner 2007 also Veranstaltungen weiter verboten, die den Charakter dieses Tages stören …

Weder in der Steiermark noch in Salzburg dürfen die Köpfe ob dieser präzisen Formulierung geschüttelt werden, denn auch in diesen Bundesländern wurde trotz vieler Novellierungen der Veranstaltungsgesetze bis beinahe zum heutigen Tage herauf ebenfalls nicht auf diese gesetzliche Genauigkeit verzichtet …

Da es diese umsetzungshilfreiche zeitgemäße Formulierung auch im burgenländischen Veranstaltungsgesetz, welches erst 2010 in Teilen novelliert wurde, gibt, ist es sogar Burgenländerinnen und Burgenländern vergällt, Salzburg- oder Steiermark- oder Niederösterreich- oder Tirol-Witze zu ersinnen, deren Pointe Charakter dieses Tages …

PS Das seit dem 1. Jänner 2003 geltende Veranstaltungsgesetz in Tirol ist einem besonderen Ehrgeiz geschuldet, noch auslegungsreicher als die anderen bundesländlichen Veranstaltungsgesetze und mindestens so interpretationsreich wie der Koran und die Bibel und weitere Fabelbücher sein zu wollen:

§ 20

Am Karfreitag dürfen nur solche Veranstaltungen durchgeführt werden, die dem Charakter dieses Tages gerecht werden.

§ 26

Die Überwachungsbehörde (§ 25 Abs. 2) hat die Veranstaltung sofort einzustellen, wenn eine Veranstaltung entgegen einer zeitlichen Beschränkung nach § 20 durchgeführt wird.

Grätzelstaatliche Propaganda – je einzige Auferstehung

Manchmal ist es tröstlich zu wissen, nicht mehr viele Auferstehungen dieser Propagandawoche des Organisierten Glaubens mit dem in Rom nistenden Grätzelstaat erleben zu müssen … Wobei die Lektüre von Zeitungen, der Konsum von Fernsehnachrichten nicht durch das Zauberspektakel selbst vermiest werden, denn niemand will etwas dagegen haben, wenn Menschen in ihren Versammlungshäusern ihre Fetische feiern, dabei für sich bleiben, und vor allem, nicht andere mit ihren Fetischen penetrant und missionarisch behelligen, auch wäre nichts beispielsweise gegen eine Berichterstattung im Umfang von ein, zwei oder drei Einspaltern am ersten und am letzten Tag in dieser Woche einzuwenden, nichts zu sagen gegen einen kurzen Fernsehbericht über eine besonders schön gestaltete Osteraufführung mit einer besonders hübsch hergerichteten Grabkulisse  … Ostern solcherart eingereiht in all die Feste, die auf dieser Welt ebenfalls basierend auf Schriften gegegeben werden, mag dann sogar ein Fest sein, wie etwa der Bloomsday am 16. Juni in Dublin, das eine touristische Reise nach Rom, mit einem Besuch des vatikanischen Grätzelstaates …

Aber diese über den Grätzelstaat weit hinausgehenden medialen Breitseiten eine Woche lang werden nicht von Pfarrblättern allein abgeschossen, sondern von allen Medien, und das ist das Unerträgliche, Jahr für Jahr diese aufdringliche Berichterstattung über die Fetische einer Sekte ausgesetzt zu sein …

Als ob das mediale Sturmfeuer nicht ausreichte, gibt es zusätzlich auch noch unhaltbare Gesetze, auch in Österreich¹,  die gegen alle in einem Staat gerichtet sind, die nicht den römisch-katholischen Fetischen verfallen sind, und auch letzten Freitag andere Veranstaltungen organisieren und besuchen wollten, aber in der Ungewißheit, nach diesem Veranstaltungsverbotsgesetz verurteilt werden zu können, es bleiben ließen …

Unverständlich jedoch bleibt weiter, wie es nach wie vor möglich sein kann, daß derart viel medialer Raum den Organisierten Glauben überlassen wird, in diesem Fall dem grätzelstaatisch organisierten Glauben und seinen leitenden Angestellten, etwa dem leitenden Angestellten Christoph Schönborn …

Erschreckend und enervierend ist aber der Umstand, und das geht weit über diese Propagandawoche hinaus, daß Medien leitende Angestellte dieses Organisierten Glaubens nach wie vor zur Wirklichkeit, zu Gegebenheiten befragen, als ob jemand, der auf einem mit irrealen Schriften verlegten Boden unverrückbar steht, etwas zu sagen hätte, oder gar Lösungen anbieten könnte …

Allein diese Auszüge aus einer Rede von Christoph Schönborn vom 27. März 2008 in Jerusalem reichten bereits, um endlich zu verstehen, daß aus Irrealem, dem alle Organisierten Glauben verfallen sind, nichts hervorgehen kann, zur Verbesserung der Zustände, es also reinste Vergeudung ist, ihre Meinungen einzuholen …

Ich möchte euch eine Sache sagen, die ich im Herzen trage. Ich denke, es ist ein Wort des Heiligen Geistes, das ich sagen muss. Welche ist die Schuld Europas? Die Schuld Europas, die Hauptschuld, ist das Nein zum Leben. Vor einigen Tagen habe ich im österreichischen Fernsehen auf die Frage eines Journalisten geantwortet: „Europa hat dreimal Nein zu seiner eigenen Zukunft gesagt“. Das erste Mal im Jahre 1968, wir feiern jetzt 40 Jahre, durch das Ablehnen von Humanae Vitae. Das zweite Mal im Jahre 1975, als die Abtreibungsgesetze Europa überschwemmt haben. Das dritte Mal zur Zukunft und zum Leben. Gerade gestern habe ich aus Österreich die Nachricht bekommen, dass die Regierung der homosexuellen Ehe zugestimmt hat, auch in Österreich: das ist das dritte Nein. Und dies ist nicht zuerst eine moralische Sache, sondern eine Frage der Gegebenheiten, der Fakten: Europa ist im Begriff zu sterben, da es Nein zum Leben gesagt hat.

Die Schuld Europas im 20. Jahrhundert sei das Ablehnen eines Textes vom damaligen Grätzelstaatherrscher, in dem schwitzend phantasiert wird von der Sittlichkeit, in dem „Männer der Wissenschaft“ beschworen werden, in dem Frauen „Ehrfurcht“ ihren Gatten … Die Schuld Europas im 20. Jahrhundert sei die Ehe für gleichgeschlechtliche Partner und Partnerinnen … Die Schuld Europas im 20. Jahrhundert seien die Abtreibungsgesetze …

Was wäre das für ein glückliches Jahrhundert das 20. Jahrhundet in Europa, nicht nur in Europa, zu nennen, wäre das von Christoph Schönborn Aufgezählte die Hauptschuld Europas im 20. Jahrhundert gewesen, da sonst nichts im 20. Jahrhundert in Europa geschehen ist, um es als Hauptschuld Europas … Wie gering dagegen ist, nach Christoph Schönborn, die Schuld zu bemessen für die Weltkriege, für die Shoa, für den Archipel Gulag, für …, für …, für …, für …

Aber derart, wie beispielsweise Christoph Schönborn, kann tatsächlich nur reden, der aus irrealen Schriften seine Wirklichkeit bastelt … Erschreckend jedoch ist, daß nicht nur Pfarrblätter diese gebastelte Sektenwirklichkeit nach wie vor breitest …

¹ Zwei Beispiele:

Kärntner Veranstaltungsgesetz, 1997:

(3) Am Karfreitag und am 24. Dezember sind Veranstaltungen verboten. Am Karsamstag dürfen Veranstaltungen nicht vor 14 Uhr begonnen werden.

Niederösterreichisches Veranstaltungsgesetz, beschlossen am 18. Mai 2006, gültig seit dem 1. Jänner 2007:

Verbotene Veranstaltungen

(1) Veranstaltungen sind verboten, [..]  das Ansehen oder die Einrichtungen der Republik Österreich, eines Bundeslandes oder einer sonstigen Gebietskörperschaft oder einer gesetzlich anerkannten Kirche oder Religionsgemeinschaft gefährden bzw. herabsetzen

3. sie am Karfreitag oder am 24. Dezember durchgeführt werden sollen und geeignet sind, den Charakter dieses Tages zu stören oder religiöse Gefühle der Bevölkerung zu verletzen.

Damit es nicht heißt, das Veranstaltungsgesetz schreibe nur Verbote vor, gibt es für die Organisierten Glauben die Freiheit auch vor diesem Gesetz:

(4) Von der Anwendung dieses Gesetzes sind ausgenommen: 2. Veranstaltungen zur Religionsausübung,

Verfassungsklage zur Abschaffung der Vorratsdatenspeicherung

Zur Vorratsdatenspeicherung, die mit 1. April 2012 in Österreich in Kraft getreten ist, ist nichts mehr zu sagen, denn alles, was zu diesem äußerst bedenklichen Gesetz zu sagen ist, wurde bereits ausführlich und umfassend von sehr vielen gesagt.

Jetzt gibt es nur mehr eines, zu handeln, als Kläger und Klägerin aufzutreten, am Verfahren gegen dieses Gesetz sich zu beteiligen. Die notwendigen Schritte, wie Sie Ihre Klage einbringen können, finden Sie auf

Abschaffung der Vorratsdatenspeicherung – Verfassungsklage

Vergessen werden darf aber nicht, daß das Gesetz zur Vorratsdatenspeicherung Teil ist eines insgesamt äußerst bedenklichen Gesetzespaket, zu dem auch gehören die Novelle des Sicherheitspolizeigesetzes und das Terrorismuspräventionsgesetz. Zur Beruhigung vor diesen äußerst bedenklichen Gesetzen wurde immer mit dem Rechtsschutzbeauftragten argumentiert, der die Garantie vor Mißbrauch sein soll, aber ob dieser es tatsächlich sein wird können, ist äußerst fraglich, wie auch hier öfters angesprochen wurde …

Darüber hinaus ist es auch kein tatsächliches Argument, es werde einen Schutz vor Mißbrauch geben. Denn in einem Rechtsstaat muß es eine Selbstverständlichkeit sein, daß Bürgerinnen und Bürger geschützt sind vor Mißbrauch von Gesetzen durch staatliche Behörden.

Bei diesem Gesetzespaket geht es um weit mehr und um weit schlimmeres. Diese Gesetze etablieren eine Verdächtigungs- und Kontrollgesellschaft, deren Auswirkungen weit über die Überwachungsgier, weit über die Datengefräßigkeit, der, nebenbei bemerkt, durch Umgehung leicht die Nahrung zu entziehen ist, der Sicherheitsbehörden hinausgehen.

Organisierte Glauben – Bei so viel Drehungen muß der Wahrheit schon ganz schwindlig sein

Ehe Christoph Schönborn nun ob seiner Entscheidung, einen homosexuellen Pfarrgemeinderat zu erleiden, noch mehr von österreichischen Medien zu einem Mustertoleranten hochgeschrieben wird, als es in den letzten Tagen seit seiner Bemerkung, er halte dafür seine Kappe hin, ohnehin zur Genüge schon geschah, ist diese schönbornsche Entscheidung auf das zu reduzieren, was sie tatsächlich ist, die willkürliche Entscheidung eines leitenden Angestellten des in einem Grätzel von Rom residierenden undemokratischen Regimes …

Es ist ein Kennzeichen von undemokratischen Regimen nach Laune, Antipathie und Sympathie Entscheidungen zu treffen, die zumeist negativ für Menschen im unmittelbaren wie mittelbaren Machtbereich von derartigen Regimen ausfallen, und die sehr selten positiv überraschen …

Es ist auch ein Kennzeichen von undemokratischen Regimen, daß nie sie schuld sind … Als leitender Angestellter dieses römisch-katholischen Grätzelregimes agiert auch Christoph Schönborn nicht anders, wenn er, um den „Standard“ vom 3. April 2012 zu zitieren, für die Regeln seines Organisierten Glaubens einen Dritten verantwortlich macht:

Der Kardinal wies laut dem von der Erzdiözese übermittelten Redetext jene Kritiker in ihre Schranken, die dem Kirchenrecht Engstirnigkeit vorwerfen: Nicht die Kirche oder ihre Satzung habe die Regeln gemacht, vielmehr gingen sie unmittelbar auf Worte Jesu zurück und drückten eine „biblische Sicht“ aus. Die Devise „Wachset und mehret euch“, und zwar im Ehestand, sei Teil des „Masterplans“ Gottes.

Ganz nebenbei ist zu dieser Regelweglung zu sagen, daß Menschen eine Eigenschaft besonders auszeichnet, nämlich überholte Schriften und überholte Reden samt deren Verfasser und Verfasserinnen einfach zu vergessen, sie aus dem Diskurs zu nehmen, wenn sie relevanzlos geworden sind … Die Bibliotheken der Welt sind voll mit derartigen Schriften, die, untauglich, unbrauchbar und unverwendbar geworden, vergessen sind, jedoch als Tribut an den Beginn des Menschen als Sammler zwar nicht weggeworfen werden, aber dennoch endgültig entsorgt sind. Auch die Bibel ist längst ein Fall für die klassische Philologie, aber keine Grundlage für den gesellschaftlichen Diskurs des gegenwärtigen Menschen.

Was letztlich verantwortlich war, weshalb Christoph Schönborn diese Entscheidung traf? Nun, vielleicht um sich als Gütigen verkaufen zu können, vielleicht weil dieser Pfarrgemeinderat ein Überchrist ist, der nun selbst den leitenden Angestellten dieses Regimes als einen „sehr toleranten Menschen empfindet“, wie er von der Umsonstzeitung „Österreich“ am 3. April 2012 zitiert wird. Sehr tolerant, vielleicht auch bloß sehr gehorsam, muß der Pfarrgemeinderat aus Stützenhofen selbst sein, um es sich gefallen zu lassen, von Christoph Schönborn in der sonntäglichen Verkündigungsstunde ausgerichtet zu bekommen, eine eingetragene Partnerschaft wie die seine gehe in Ordnung, da es ja bei einer solchen lediglich um zivilrechtliche Absicherungen gehe, etwa im Falle des Besitzes eines gemeinsamen Hauses, soher seine Partnerschaft auf eine rein materielle Ebene reduziert zu bekommen, und diesen Reduzierer dann zu empfinden als sehr … Nebenbei ist zu bemerken, daß Christoph Schönborn und die anderen leitenden Angestellten seiner Organisation, als sie noch die Chance sahen, auf die Gesetzgebung in Österreich einzuwirken, ganz anders sprach:

Die österreichischen Bischöfe halten daher die Einführung einer „Eingetragenen Partnerschaft“ für homosexuelle Paare weiterhin weder für angebracht noch für notwendig, weil die bestehenden zivilrechtlichen Bestimmungen die entsprechenden Sicherheiten gewähren.

Es ist kein „Osterwunder“, wie ebenfalls „Österreich“ jubelt, oder genauer, es ist ein Osterwunder wie das Osterwunder tatsächlich zu verstehen ist, nämlich als Osterhysterie, die ebenfalls auf diesen Redner, dem Christoph Schönborn die Regeln seines Organisierten Glaubens in die zweite Kappe wirft, zurückgeht, der in seinem ihm einzig zur Verfügung stehenden Wissen um sein ihm von seinem erträumten Vater zugesichertes ewiges Leben hysterisch zwischen Freitag und Sonntag schwankte, soll er sterben, soll er nicht sterben …

Ehe noch weitere Journalisten und Journalistinnen in Österreich hochergebene Briefe, wie heute Michael Jeannée von der „Kronen-Zeitung“, Christoph Schönborn öffentlich schreiben, ist auch daran zu erinnern, wie der Organisierte Glauben von Christoph Schönborn weltweit agiert, aber nicht nur die schönbornsche Organisation, wobei Beispiele dafür nicht aufwendig gesucht werden müssen, sondern beinahe täglich von all diesen Organisierten Glauben geliefert werden, auch heute, ein Beispiel aus Rußland, das zu dieser schönbornschen Verkaufskalküllaune – „Rußland, in St. Petersburg ist das Reden über Homosexualität verboten, also auch Hinweise auf die Aids-Vorsorge“ („Salzburger Nachrichten“):

Das zumindest hat der Abgeordnete der St. Petersburger Duma, Witali Milonow, angekündigt. Vertreter der russisch-orthodoxen und der katholischen Kirche sowie der moslemischen Glaubensgemeinschaft würden prüfen, ob das Ende Februar von der St. Petersburger Duma verabschiedete Gesetz, welches die Werbung für Homosexualität und Pädophilie unter Strafe stellt, eingehalten wird.

In Russland wurde der Paragraf, der gleichgeschlechtlichen Sex unter Erwachsenen verbietet, 1993 aus dem Strafgesetzbuch gestrichen. Russland wollte damals unbedingt in den Europarat&, meint Schwulen-Aktivist Nikolai Aleksejew gegenüber der Internetzeitung. Einen Sinneswandel in der Gesellschaft gibt es bisher nur in Ansätzen. Bis weit in das liberale Lager hinein gilt heute noch die Meinung, Homosexualität sei unnatürlich und schade der Geburtenrate in Russland. Die russisch-orthodoxe Kirche hatte in den 1990er-Jahren erfolgreich durchgesetzt, dass in der Moskauer Metro keine Werbung zum Schutz vor Aids aufgehängt wird.

Die Irrealität der Organisierten Glauben sind in der Wirklichkeit nach wie vor lebensgefährlich, wie nicht nur der heutige Hinweis auf die Verhinderung von Informationen zum Schutz vor Aids zeigt, also allein schon durch ihren Kampf gegen lebensrettende Information  sind Organisierte Glauben lebensbedrohlich … Es muß also gar nicht auf die vielen Morde durch Gläubige aufgrund ihrer Glauben … Auch die eisernen Verfechter der irrealen Lehre von „Kreuz Net – Katholische Nachrichten“ kennen kein Pardon, gibt es für sie nur eine Lösung, sofort den Tod zu empfehlen …

PS Von einer medialen Schlampigkeit ist noch zu berichten, die auch viel aussagt über den massenmedialen Zugang zur Organisation von Christoph Schönborn: In nicht nur einer Tageszeitung war zu lesen vom „homosexuellen Gemeinderat“, der ja kein „Gemeinderat ist“, sondern lediglich ein „Pfarrgemeinderat“  …

Synonym für schwarze Pädagogik: Katechismus

Christoph Schönborn wolle, war heute in der Pressestunde des österreichischen Fernsehens zu hören, die schwarze Pädagogik aufarbeiten, denn der leitende Angestellte des Grätzelsstaates sehe kirchengemäß die schwarze Pädagogik gesamtgesellschaftlich noch nicht aufgearbeitet …

Und nur wenige Stunden später wird diese Aussage von Christoph Schönborn bereits medial brav apportiert …

Es soll nicht der Eindruck entstehen, es will jede Aussage von Christoph Schönborn zugeordnet werden als eine aus der Irrealität –, die seiner Organisation Wirklichkeit ist, wofür der Hinweis auf die Geschichten im alten und neuen Testament ausreichen dürfte …

Reformiert oder unreformiert -, schwarz muß die Pädagogik sein.

Reformierte, unreformierte Kirche - Schwarz muß die Pädagogik ...

Es mag also nicht ganz unrichtig sein, daß die schwarze Pädagogik noch nicht in ihrem vollem Umfang gesamtgesellschaftlich aufgearbeitet wurde, jedoch in der Organisation von Christoph Schönborn ist mehr als Aufarbeitung vonnöten, nämlich die Abschaffung der geltenden schwarzen Pädagogik: Katechismus ist der römisch-katholische Begriff dafür. Und, wie hier schon angesprochen, an diesem seit 1992 gültigen Katechismus wirkte Christoph Schönborn als Sekretär von Joseph Ratzinger, der nun mehr unter seinem pseudonymisierten Namen bekannt ist …

Es mögen keine weiteren Beispiele aus der katechischen Pädagogik zitiert werden, denn es wurden bereits welche verwendet, die Aussagekraft genug besitzen, um den schwarzen …

Willst Du Freude am Sohne haben, vergiß Deinen Stock nicht

Masturbation im zeitgemäßen Katechismus

Scharfsinn der Kirchenväter – Auferstehung der Embryonen

Evangelium – Weisung zur Nichtbefolgung staatlicher Vorschriften

Die gedrehte Wahrheit von

Christoph Schönborn

Christen haben das eigene Vaterland aber wie Fremde zu bewohnen

PS Als ergeben einfallslos präsentierte Hubert Patterer von der „Kleinen Zeitung“ in dieser Verkündigungsstunde den österreichischen Journalismus, er stellte wieder die aus den bereits veröffentlichten Interviews in den gleichgeschalteten Tageszeitungen ohnehin bekannte Frage, ob denn näher beim Karfreitag oder näher beim Ostersonntag …