Bankruptcy of Twitter

Es ist nun eine Weile her. Bald werden es zwei Monate sein, daß eine Figur dieses Romans die Nachricht erhielt:

„dein account wurde permanent gesperrt, da er mehrfach oder wiederholt gegen die Twitter Regeln verstoßen hat. Dieser Account wird nicht wiederhergestellt.“

Das ist die einzige je erhaltene Benachrichtigung. Kein Hinweis, gegen welche „Regeln“ denn … in dieser einzigen Nachricht heißt es: „wiederholt“ … nie aber davor eine Benachrichtigung, nie der geringste Hinweis, „wiederholt „gegen und gegen welche „Regeln“ …

Twitter bankrupt

Beinahe hätte ein Satz von Franz Kafka herhalten müssen,

„Jemand mußte Josef K. verleumdet haben, denn ohne daß er etwas Böses getan hätte, wurde er eines Morgens verhaftet.“

um mit diesem auf „your account has been banned“ … beinahe wäre also der Kafka-Satz mißbraucht worden, um einen etwa in der Art

„Denn ohne daß sie je das Geringste anders getan hätte als in den vielen Jahren zuvor, wurde sie eines Nachts ausgesperrt.“

zu formulieren. Aber es ist kein Prozeß. It is not a case. But as an electronic processing that gets worse and worse.

Es sind bloß Geschäftsbedingungen einer Firma. Von irgendeiner Firma unter Millionen und Millionen von Firmen. Only terms of rules of a Company. From any company among millions and millions of companies.

Company failure of Twitter

Eines aber wurde wegen der Aussperrung nie in Betracht gezogen. Zu fragen, warum. Oder gar zu bitten. Wieder eingesperrt zu werden. Es ist nur eine Firma. It is just a company.

Und wenn eine Firma nicht mehr will. Die nächste Firma wartet schon. And if a company no longer wants. The next company is already waiting.

Damit ist diese Firma in den Konkurs gegangen. Eine Pleitefirma. Twitter. Nur eine Pleitefirma mehr. Just another company that went bankrupt. Vorerst einmal nur für eine Figur. Aber. Der Prozeß des Niedergangs kann auf vielfältige Weise beginnen. Er kann angelegt sein, etwa in den Geschäftsbedingungen, auch schon in den Geschäftsbedingungen. In der herrschaftlichen Anwendung von Nutzungsbedingungen durch Firmen, die meinen, nichts erklären zu müssen, willkürlich aussperren zu können, als wären sie Burgen, gebaut für die Ewigkeit.

Aber Burgen sind heutzutage nur noch Ruinen, die als Steinhaufen Landschaften verschandeln. Auch Firmen ergeht es wie Burgen und Schlössern.

Irgendwann existieren sie nicht mehr. Nur noch in alten und also vergilbten Geschäftsbüchern, die niemand mehr freiwillig aufschlägt. Höchstens noch Wirtschaftshistorikerinnen, die von Berufs wegen gezwungen sind, alte und also zerfledderte Dokumente in die Hand zu nehmen, weil es eben der Brotberuf von Historikern ist, zu erforschen, was gab es einst für Firmen, die gar so wichtig erschienen.

Bei Twitter kann der Konkurs, die Pleite rasch kommen. Denn. Wie lange kann eine Firma bestehen, die seit ihrer Gründung vor zwölf Jahren nur Verluste macht. Obgleich sie für ihre Produkte keine Investitionskosten hat. Denn die Produkte stellen die Menschen für Twitter her und Twitter zur Verfügung, wie die vor bald zwei Monaten ausgesperrte Figur. Und das wird nicht die einzige Lieferantin sein, auf die Twitter meint verzichten zu können. Die Aussperrung erfolgte im ersten Quartal 2018.

Twitter muß in diesem Quartal sehr euphorisch sein. Wie zu hören ist, habe diese Firma in dem ersten Quartal 2018 zum ersten Mal seit ihrer Gründung einen Gewinn gemacht.

Wer aber kennt nicht die vielen Erzählungen über Menschen in ihrem Siechtum, wie sie plötzlich nach langem Kampf zwischen Leben und Tod gänzlich unerwartet euphorisch werden, als hätten sie den Tod besiegt, sie sich aufbäumen, von ihrem Krankenlager aufspringen und hinaus auf den Spitalsgang hüpfen, voll Leben erscheinen, aber schon in der Nacht nach eines langen Tages voller Hoffnung, mit großem Appetit und mit Zuversicht auf noch viele, viele Lebensjahre, wieder niedersinken, in das Highttechbed getragen werden im Wissen, wieder apathisch geworden, sie werden zu ihrer Aufbahrung getragen, und sterben. So ergeht es auch Firmen, die meinen, die Pleite, den Konkurs abgewendet zu haben, und dann doch dem Prozeß des Konkurses sich stellen zu müssen. Unabwendbar. Der Pleite ist doch nicht mehr zu entkommen. Und bald sind sie nichts mehr. Nur leere Firmennamen erinnern daran, daß es sie, die Firmen gab, und draußen vor dem Konkursgericht zwitschern die Vögel munter weiter, und machen daraus keinen Staat, daß sie zwitschern.

Firmennamen bleiben zurück. Die Historikerinnen dann lange danach ausgraben, um die Geschichte der Wirtschaft zu schreiben.

Es wird Twitter ein sehr gründlicher Historiker gewünscht, der auch diesen Firmennamen mit so vielen anderen Firmennamen ausgräbt, damit Twitter einst wenigstens in einem Geschichtsbuch wieder aufscheint, auch wenn Wirtschaftsgeschichtsbücher nicht die Bestseller …

Twitter broke

 

Österreich: Trend zur Verniedlichung, Beschwichtigung – Herbert Kickl, NPD-Abonnent und Minister in Spe

Herbert Kickl NPD-Abonnent

In der Ausgabe 45/17 des Wirtschaftsmagazins „Trend“ wird ein langer Artikel über Herbert Kickl gebracht: „FPÖ-Stratege jenseits der Komfortzone“. Selbstverständlich schreiben Martina Bachler und Bernhard Ecker nicht unkritisch. Es ist aber diese Art von Kritik auf Vorrat, um einst, wenn die Machtverhältnisse nicht mehr so sind wie jetzt, diese aus der Speis‘ holen und vorzeigen zu können, ja eh gewesen kritisch … zusammengefaßt könnte zu diesem Artikel gesagt werden: Kritik in der Komfortzone, nutzbar für viele Zeiten und Machtkonstellationen.

Dazu ein fesches Bild mit kornblumenmutiertem Edelweiß, Und die Hauptsache, „aber kein Burschenschaftler“, der Herbert Kickl, der „Rote Blaue“ … An welches „Rot“ Bernhard Ecker und Martina Bachler dabei gedacht haben? Es gibt viele, die diese Farbe verwenden. Wie noch zu erfahren sein wird.

„Kickl wird als möglicher Sozialminister gehandelt“ … dazu paßt es gut, ihm den roten Teppich auszurollen, auf dem dann die Menschen in Österreich ausrutschen werden, wenn sie davor beschwichtigt genug geworden sind, wie gut es nur werden kann, wenn ein „Roter …“

Herbert Kickl - Abonennt NPD AfD

Und was für ein recht feiner Rotgeist Herbert Kickl doch sein muß, wohl wert in diesem Land an die Staatsspitze … „nicht einmal auf ‚Twitter‘ ist“ Herbert Kickl — spricht das nicht für ihn, nicht so oberflächlich zu sein? Ja, das spricht für Herbert Kickl, der auf „Instagram“ ist, wie in der Collage gelesen werden kann.

Und damit wieder bei der Farbe „Rot“ angelangt. Wie in der Collage gelesen werden kann, ist Herbert Kickl ein Abonnent von „NDP …“ Einer Partei in Deutschland, die sehr auf die rote Farbe setzt. Das zeichnet gesinnungsgemäß einen Mann wie Kickl aus, Informationen von dort einzuholen, wo die Informationen heimisch … Und wo ist die Informationsscholle, auf der die NDP ihre Informationen erntet? Darauf wird Herbert Kickl vielleicht auch ein wenig stolz sein: die NDP holt auch vom freiheitlichen Acker Unzensuriert auch Informationen …

„Nicht einmal auf ‚Twitter‘ ist“ Kickl, dabei war einst auf „Twitter“ – als satirische Figur … Nun reicht es bei wohl nicht einmal mehr dazu, aber dafür möglicherweise, Minister zu werden. Noch einer könnte Minister

„Das ist die geheime FPÖ-Ministerliste“

werden, der aber auf „Twitter“ ist, jedoch nicht als satirische Figur …

NR Gernot Darmann bestätigt das Geständnis von Herbert Kickl

Flink mit dem Gericht ist FPÖ-NR Gernot Darmann – Keine Satire und doch …

Das Geständnis des Herbert Kickl

Wie beruhigt jetzt doch die Menschen in Österreich sein können, nun kann ein Herbert Kickl ruhig Minister werden, ist er doch kein „Burschenschaftler“, sondern ein recht weitsichtiger Mann, der Vorträge hält, etwa im Vorort von Braunau …

Europäisches Forum Linz – Messetagung mit Lesungen wie von Herbert Kickl …

Ein Mann, der weiß, was seinem gesinnungsgemäßen Antifaschismus zu entbieten ist …

FPÖ und Antifaschismus – Wenn Herbert Kickl von Norbert Hofer abschreibt, kommt dabei nur recht Unrichtiges heraus

… und der wie sein Pg. Neubauer wohl den Faschismus geographisch zu verorten wird wissen, nämlich in einem kleinen Land fern …

Werner Neubauer von der FPÖ hat recht große Sorge: Versagen einer Volkspartei führe zur Renaissance des Faschismus

… und es wird von Martina Bachler und Bernhard Ecker nicht darauf vergessen, seine „intellektuelle Schärfe“ hervorzuheben — die „intellektuelle Schärfe“ von Herbert Kickl .. oh, wie oft hat er, Kickl, diese schon bewiesen …

Die permanente Steinigung des Geistes durch Herbert Kickl – Altes von der FPÖ zum „Genderwahn“

Was für ein Geist! So ist es nur selbstverständlich, wie Bachler und Ecker anführen: „Zu seiner Lieblingslektüre zählt auch heute noch Martin Luther, immer wieder greift er auf Rousseau zurück, sein Säulenheiliger ist Hegel.“

Das wird Herbert Kickl vielleicht ärgern, daß nicht ihm der Werbespruch mit Martin Luther eingefallen ist, sondern der zweiten sozialen Heimatpartei … er, Luther, würde wählen die —

Sprüche von FPÖ, NPD, ÖVP und vom „Netzwerk der Giebelkreuz-Krake“

Bei so einem Kopf kann es nicht verwundern, daß sogar Journalisten und Journalistinnen in Österreich, wenn sie ihn zu beschreiben haben, nun, die Verhältnisse sind jetzt einmal so, sich in literarischer Prosa versuchen, aber die Wirklichkeit, die Wirklichkeit ist nicht so …

Herbert Kickl FPÖ

NS In der Kapitelüberschrift wurde „Spe“ großgeschrieben. Das ist kein Tippfehler. Das ist kein Rechtschreibfehler. Aber. Bei dieser sozialen Heimatpartei fällt unweigerlich „Spe“ ein – Zigaretten also. Was wird schon die Leistung sein, von identitären Ministern und Ministerinnen? Blauen Dunst in die Luft …

Thomas Drozda will Facebook und Twitter drodzen

Thomas Drozda - Facebook Twitter Strafen.jpg

Es ist nicht despektierlich gemeint: drodzen … Aber Sie werden das kennen, das Mündliche der Sprache der Gegend, in die Sie hineingeworfen wurden, lange lebten oder immer noch leben, schleicht unvermeidlich in das Schriftliche, und wenn es bemerkt ist, ist es zu spät, wie eben das aus dieser Gegend, in der das T seltsamerweise als D gesprochen wird, denn so weich sind die Menschen dort gar nicht, es sind durchaus hart verhandelnde Geschäftsleute. Freilich, das könnte im Nachhinein stets korrigiert werden, und das wird es auch. Es soll diesmal aber belassen werden, um zu zeigen, wie mühsam das Schriftliche ist, wie das Schriftliche die ganze Aufmerksamkeit und die höchste Achtsamkeit fordert. Jetzt wird es, vor Augen das Drodzen, leichter werden, wird gehofft, gelingen, das Einschleichen des unseligen Ds aus der Geburtsgegend sofort zu verhindern, ohne also nachträglich korrigieren zu müssen.

Thomas Drozda will, war heute am Radio zu hören, im österreichischen um sieben …, Strafen will er gegen „Hasspostings“. Er ist, wer ihn nicht kennt, Minister in Österreich, für Medien und, wie gelesen wurde, auch Kunst und Kultur … jedenfalls ein Minister mit einer langer Bezeichnung, die nicht erinnerlich bleiben will, vielleicht Medienamts- oder Kunstamts- oder vielleicht doch kürzer: nur Amtsminister …

Es geht halt um das Strafen. Es gibt viele Bedenken dagegen, viele sehen es äußerst kritisch, und sie führen dagegen vor allem und ausschließlich das Argument der Gefährdung der „Meinungsfreiheit“ an. Es ist nicht despektierlich gemeint, wenn auf das nicht eingegangen wird, was heute in der Frühe der Amtsminister dazu sagte. Jedoch, was von diesem Strafreflex zu halten ist, wurde bereits dargelegt:

Österreich 2017: Strafen, Kerker, Verbote

So sind nur noch ein paar Sätze hinzufügen.

Der Amtsminister sprach von „Facebook“ und von „Twitter“. Wären das Unternehmen, die der identitären Parlamentspartei gehörten, er spräche sie wohl so wenig direkt und deutlich an wie die identitäre Wirtin Unzensurierta.

Es wird von so vielen Dissonanzen zwischen den Regierungsparteien gehört und gelesen, aber was die Copysite der identitären Parlamentspartei betrifft, ist es, als schwiegen Amtsminister und Justizminister mit einer Zunge.

„Social Media“ soll nicht mehr ausgeschrieben werden, nur noch abgekürzt: „SM“. SM ist aber keine Übersetzung für „soziale Medien“, das wäre eine gänzlich falsche, wie ebenfalls schon ausgeführt.

Statt mit dem Ausdenken von Strafen die Zeit ungenützt verstreichen zu lassen, ist dringend darüber nachzudenken, vor allem von Regierungsverantwortlichen, weshalb so viele Menschen derart blutrünstige Phantasien schreiben und verbreiten und liken. Aus Furcht vor Strafen könnte es weniger werden, das Gedachte ungeschrieben werden, aber es bleibt, in den Köpfen und mehr noch in den Händen, mit denen die Kreuze in den Wahlzellen geschlagen werden.

Im Morgeninterview wurde als blutrünstiges Beispiel eines gegen Juden gebracht. Kein blutrünstiges aber gegen Roma und Sinti. Auf die Opfer, die einst ebenso wie die Juden Opfer waren, aber es heute weiter sind, wird eben vergessen. Wenn allein an das gedacht wird, was bei der identitären Wirtin Unzensurierta zu hören ist, wer wohin gehört und wie zu krepieren hat, wird der Gegenwart in diesem Land kein positives Zeugnis der Zivilisation ausstellen können. Ganz im Gegenteil. Günther Anders müßte heutzutage seinen Titel „Wir Eichmannsöhne“ umschreiben, auf „Wir SM-Eichmanns“. Und auch „Bruder Hitler“ ist ein überholter Titel, zu dem ein Thomas Mann noch greifen konnte. Eines werden die Menschen aber, und das kann nicht als Vorteil vom Internet angeführt werden, nicht mehr tun können: sich herausreden zu können, sie hätten nichts gewußt, sie werden die über Jahrzehnte von sich gewiesene „Kollektivschuld“ nicht von sich weisen können, wenn einst all die heute beschriebene Blutrünstigkeit, an der so viele mitschreiben, die so viele verbreiten, die so vielen gefällt, wieder grausamste Tat fußend auf gleich welcher Weltanschauung wird. Erst mit dem Internet kann der Begriff  „Schreibtischtäter“ in seiner grausamen Dimension erfaßt werden, und auch die Dynamik des vergangenen und des kommenden Barbarischen. Und für das kommende Barbarische wird es so viele SM-Eichmanns – Männer und Frauen – geben wie noch nie, ganz gleich im Namen welcher Ideologie.

Sind heute nicht so viele in dem von Thomas Mann beschriebenen „Bruder“ zu erkennen, mit dieser Verfaßtheit, ohne die Weltanschauung von Adolf Hitler zu teilen, ja überhaupt die Gegenwart:

„Der Bursche ist eine Katastrophe; das ist kein Grund, ihn als Charakter und Schicksal nicht interessant zu finden. Wie die Umstände es fügen, daß das unergründliche Ressentiment, die tief schwärende Rachsucht des Untauglichen, Unmöglichen, zehnfach Gescheiterten, des extrem faulen, zu keiner Arbeit fähigen Dauer-Asylisten und abgewiesenen Viertelskünstlers, des ganz und gar Schlechtweggekommenen sich mit den (viel weniger berechtigten) Minderwertigkeitsgefühlen eines geschlagenen Volkes verbindet, welches mit seiner Niederlage das Rechte nicht anzufangen weiß und nur auf die Wiederherstellung seiner ‚Ehre‘ sinnt; wie er, der nichts gelernt hat, aus vagem und störrischem Hochmut nie etwas hat lernen wollen, der auch rein technisch und physisch nichts kann, was Männer können, kein Pferd reiten, kein Automobil oder Flugzeug lenken, nicht einmal ein Kind zeugen, das eine ausbildet, was not tut, um jene Verbindung herzustellen: eine unsäglich inferiore, aber massenwirksame Beredsamkeit, dies platt hysterisch und komödiantisch geartete Werkzeug, womit er in der Wunde des Volkes wühlt, es durch die Verkündigung seiner beleidigten Größe rührt, es mit Verheißungen betäubt und aus dem nationalen Gemütsleiden das Vehikel seiner Größe, seines Aufstiegs zu traumhaften Höhen, zu unumschränkter Macht, zu ungeheueren Genugtuungen und Über-Genugtuungen macht, – zu solcher Glorie und schrecklichen Heiligkeit, daß jeder, der sich früher einmal an dem Geringen, dem Unscheinbaren, dem Unerkannten versündigt, ein Kind des Todes, und zwar eines möglichst scheußlichen, erniedrigenden Todes, ein Kind der Hölle ist … Wie er aus dem nationalen Maß ins europäische wächst, dieselben Fiktionen, hysterischen Lügen und lähmenden Seelengriffe, die ihm zur internen Größe verhalfen, im weiteren Rahmen zu üben lernt; wie er im Ausbeuten der Mattigkeiten und kritischen Ängste des Erdteils, im Erpressen seiner Kriegsfurcht sich als Meister erweist, über die Köpfe der Regierungen hinweg die Völker zu agacieren und große Teile davon zu gewinnen, zu sich hinüberzuziehen weiß; wie das Glück sich ihm fügt, Mauern lautlos vor ihm niedersinken und der trübselige Nichtsnutz von einst, weil er – aus Vaterlandsliebe, soviel er weiß – die Politik erlernte, nun im Begriffe scheint, sich Europa, Gott weiß es, vielleicht die Welt zu unterwerfen: das alles ist durchaus einmalig, dem Maßstabe nach neu und eindrucksvoll; man kann unmöglich umhin, der Erscheinung eine gewisse angewiderte Bewunderung entgegenzubringen.“

„Hitler als Vorläufer“ ist ein Titel von Carl Amery. „Internet als Vorläufer“ wäre ein zu schreibendes Buch, wenn an alle im Internet verbreiteten Heilsversprechen und Blutrünstigkeiten gedacht wird. Amery stellt ein Hamlet-Zitat voran. „Come on: you hear this fellow in the cellarage.“ Ein gültiges Wort, wo solche zu hören sind: im Keller sind die Eingekellerten … mit einer winzigen Abänderung: in the internet.

Aber Thomas Drozda will Facebook und Twitter trotzen, während …

Thomas Drozda und He.-Chr. Strache sind sich, was „Facebook & Co.“ betrifft, einig

Österreich heute: Krone der Kultur

„Plan A für Kunst und Kultur, wenn ein nächster Termin dazu ansteht.“

Mythos Algorithmus

„Nicht erst Donald Trump zeigt, dass digitale Medien nicht per se demokratisch sind; die Gefahren der digitalen Wende wurden durch diesen Irrglauben lang genug verniedlicht. Mit Facebook, Google oder anderen Social-Media-Giganten kann man keine Allianzen schließen; man kann sie nur bekämpfen oder sich ihnen unterwerfen.  Ich bezweifle die von TV-Moderator Armin Wolf aufgestellte These, sie ließen sich ‚mit Journalismus unterwandern‘. Einerseits ist Journalismus das Gegenteil von Social Media: Er besteht aus erprobten Verfahren, die idealerweise wechselseitige Kontrolle und Reflexion des zu Veröffentlichenden garantieren. Fünftens: statt Allianzen mit Facebook braucht es die politische Forderung, dass digitale Plattformen öffentlich-rechtlich sein müssen. Mit transparenten Algorithmen! Die Kommunikation aller mit allen dient der öffentlichen Grundversorgung. Sie ist nichts, was sich für privaten Profit eignet. Wo sind hier die Initiativen des ORF?“ 

Das sprach Armin Thurnher anläßlich der Verleihung eines Preises für sein Gesamtwerk am 22. März 2017 …

Ein Sonntag ist wohl der ideale Tag, darauf zurückzukommen.

Erster Satz von Armin Thurnher, daß „digitale Medien nicht per se demokratisch“ seien …

Donald Trump zwitschert. Armin Wolf zwitschert. Florian Klenk zwitschert. Vielleicht zwitschert auch Armin Thurnher. Christian Kern zwitschert. Robert Misik zwitschert. Marcus Franz zwitschert. Es ist ein Gezwitschere von … bis …

Demokratischer kann es nicht mehr zugehen.

Nur jene, die ihre Inhalte nicht in einer Totalität verbreitet finden, wie sie es für ihre Inhalte als berechtigt und naturgegeben ansehen, verwechseln menschgemäß das Produkt Plattform mit den mittels Produkt Plattform verbreiteten Inhalten.

Zweiter Satz von dem Nichtschließen von „Allianzen“, von dem „Bekämpfen“ und dem „Unterwerfen“ …

Es müssen mit „Facebook, Google und anderen Social-Media-Giganten“ keine „Allianzen“ geschlossen werden. Wer schließt mit seiner Waschmaschinenmarke oder ihrer Automarke eine „Allianz“? Niemand. Bügeleisenunternehmen stellen Bügeleisen her, die von Menschen gekauft und genutzt werden. Nichts anderes machen „Facebook, Google und andere Social-Media-Giganten“: sie stellen Produkte her, sie stellen das Produkt Plattform her, das von Menschen nicht einmal gekauft, sondern nur genutzt zu werden braucht. Wie schäbig von den Menschen, es nicht ausschließlich für thurnhersche Inhalte zu nutzen. Ist es nicht der Masse Sinn und Existenz, der Lenker und Lenkerinnen Wort zu verkünden?

Bekämpfen, wen? Es sind die Menschen, die diese Plattformen nutzen. Armin Thurnher schlägt also vor, auch die Leser und Leserinnen seines Täubchen Falter zu bekämpfen, denn auch diese pflastern reichlich die Plattformen. Nein, die will er nicht bekämpfen. Denn. Die schreiben auf den Plattformen, wie er, ach so demokratisch, ach so lieb, ach so frei von Haß, und sie verbreiten auf diesen Plattformen brav das in seinem Täubchen Geschriebene.

Unterwerfen, wen? Es will kein Bild dazu einfallen, wie ein Mensch sich einem Produkt,  etwa einem Pürierstab unterwerfen kann. Die Plattformen sind so etwas wie gigantische Pürierstäbe, auf den Plattformen wird alles zu einem Megabrei püriert, die Zutaten für diesen Brei liefern die sogenannten klassischen Medien, also auch sein Falter, zumindest in Österreich, vor allem in Wien, besonders wohl für den Neubaubrei.

Dritter Satz von der These des Armin Wolf …

Kein anderes Produkt, also kein Bügeleisen, kein Auto, keine Waschmaschine, kein Pürierstab ist so von „Journalismus unterwandert“. Welches Medium nutzt nicht extensiv diese Plattformen. Ist nicht Armin Wolf ein exemplarischer Unterwanderungsmeisternachrichtensprecher? Und sein Falter? Na ja, ein Täubchen der Unterwanderung.

Vierter Satz: „Journalismus“ sei das „Gegenteil von Social Media“ …

Journalismus ist nicht das Gegenteil von „Social Media“, sondern die Grundlage von „Social Media“. Und das ist die große Verwechslung. Es wird irrtümlich angenommen, es hat etwas mit Medien zu tun, weil wie in den sogenannten klassischen Medien eben Schrift zum Einsatz kommt. Die Plattformen wären leer, gäbe es nicht den Journalismus. Nein, nicht ganz. Dann gäbe es nur die Bildchen vom pürierten Sonntagseintopf, mit ein paar Zeilen dazu, ach wie gut der Pürierstab wieder funktioniert habe und wie gut der Mansch, die Smoothies wieder mundeten.

Woran dachte er, Thurnher, bei der Aufzählung der Vorteile des Journalismus: „erprobte Verfahren, idealerweise wechselseitige Kontrolle und Reflexion? An die erprobten Verfahren, wechselseitige Kontrollen und Reflexionen bei Preiszuerkennungen?

Fünfter Satz, siebenter und achter Satz von der „politischen Forderung, statt Allianzen mit Facebook brauche es digitale Plattformen, die öffentlich-rechtlich … von der öffentlichen Grundversorgung … vom privaten Profit und den Initiativen …“

Kann es eine größere Grundversorgung noch geben, als etwa durch das Unternehmen Facebook, das das Produkt Plattform herstellt und zur Verfügung stellt, die von Milliarden von Menschen genutzt wird? Dafür müßte Österreich ein Weltreich sein. Eine öffentlich-rechtliche Grundversorgung ist national gedacht. Weshalb gibt es nicht ein österreichisches Unternehmen, die dermaßen erfolgreich das Produkt Plattform herzustellen und zu verkaufen weiß? Das auch einem Armin Thurnher gefiele und genehm wäre. Es reichte halt bloß zur Grundversorgung in Neubau, und müßte wohl bald zum Insolvenzgericht. Weshalb ist sein Täubchen nicht öffentlich-rechtlich? Weshalb eignet sich der Journalismus vom Falter für privaten Profit, oder macht sein Täubchen keinen Profit für seine Stiftungen?

Sechster Satz von den „transparenten Algorithmen“ …

Der Algorithmus mausert sich zum Mythos der ach, so modernen Zeit. Es heißt etwa, das Unternehmen Google liefere ausgewählte und also bestimmte Suchergebnisse. Informationen werden nach bestimmten Algorithmen gefiltert, Suchende werden einseitig und tendenziös … Nun. Gehen Sie einmal in ein Computergeschäft, wählen Sie nach dem Zufallsprinzip einen eingeschalteten Computer aus. Sie werden kein anderes Suchergebnis erhalten, als Sie auf ihrem Heim- oder Arbeitsplatzcomputer erhalten haben.

Oder. Achten Sie auf der Plattform des Unternehmens Facebook, was Ihnen empfohlen wird, welche Informationen Sie erhalten. Es sind auf irgendeine Art und auf unterschiedliche Weise jene Menschen involviert, mit denen Sie eine „Freundschaft eingegangen“ sind … eine Freundschaft eingegangen sind, ist in den allermeisten Fällen zu hoch gegriffen, genauer: mit den Sie eine „Freundschaft“ geklickt haben.

Abschließend bleibt nur eines, das gesagt werden kann.

Schrieben alle, beispielsweise auf der Plattform des Unternehmens Facebook oder des Unternehmens Twitter wie Armin Thurnher oder Armin Wolf, dann wäre alles gut, und Facebook wäre der gelobte Kontinent, Twitter das versprochene Land, und Armin Thurnher schritte voran und verkündete: Folget mir in das gelobte Land, wahrlich, ich hole Euch ab, kommet heraus, ich bringe Euch heim auf den versprochenen Kontinent in das gelobte Land! Dem gegeben ward vom Propheten Karl-Friedrich der heilige Name Nordkorea.

Auf in das gelobte Land - Twitter

Dr. Marcus Franz, Volksvertreter: „Sie sind nicht das Volk.“

Nationalratsabgeordenter Marcus Franz weiß wer das Volk ist.jpg

Bühne: Twitter.

Zeit:  Februar 2017.

Personen: Dr. Marcus Franz, Abgeordneter im österreichischen Parlament; Mensch aus dem Volk.

Originalaufnahme.

Franz: warum schicken Sie mir immer wieder Ihre kranken Elaborate? Wenn Sie Behandlung brauchen–> Termin in Ordi. Aber nicht hier

Volk: Weshalb schreiben Sie dann hier, wenn Sie nichts wissen wollen? Meinen Sie, der Button „Antworten“ ist als Zierde gedacht? Interessiert es Sie als „Volksvertreter“ nicht, was das Volk denkt? Ist es für Sie krank und muß von Ihnen behandelt werden?

Volksvertreter: Sie sind nicht das Volk, sondern ein selbsternannter Inquisitor aller rechten Meinungsträger. Monoman und eingeengt.

Nichtvolk: — —

Konstruktiver und zielführender Umgang mit Postings

„Weh euch, Schriftgelehrte und Pharisäer, ihr Heuchler, die ihr gleich seid wie die übertünchten Gräber, welche auswendig hübsch scheinen, aber inwendig sind sie voller Totengebeine und alles Unflats! Also auch ihr: von außen scheint ihr den Menschen fromm, aber inwendig seid ihr voller Heuchelei und Untugend.“ – Matthäus, Kapitel 23

Wann Norbert Hofer immer nie „entsetzt“ ist

Wann das ist? Wann Norbert Hofer immer nie „entsetzt“ ist: Dafür gibt es in der identitären Parlamentspartei einen eigenen Chronometer, mit dem die Zeit dafür abgelesen werden kann, einen eigenen Kalender, in dem die Tage dafür eingetragen werden können. Uhr und Kalender, nach der die identitäre Parlamentspartei lebt, haben ein und denselben Namen: Unzensuriert.

Norbert Hofer ist unzensuriert „entsetzt“, wenn es um ein Posting gegen ihn geht, wie aktuell auf der Seite von Bundeskanzler Christian Kern auf der Plattform des Unternehmens Facebook. Wie in der Collage gelesen werden kann.

Norbert Gerwald Hofer stellt sein Entsetzen nach der Unzensuriert.jpg

Wie reagiert Norbert Hofer selbst, wenn er direkt von sträflichsten Verleumdungen informiert wird? Gar nicht. Genauer. Er reagiert. Er reagiert gesinnungsgemäß. Er antwortet nicht, er handelt nicht, er läßt es geschehen, über Monate, wie die wohl untergriffigste Verleumdung vom nun amtierenden Bundespräsidenten es beispielhaft zeigt:

Europäisches Forum Linz – Ein paar Fragen, Alexander Surowiec, zum Mitnehmen zum morgigen Kongress zur Überreichung an Kickl für Hofer

Fragen an Norbert Hofer, den Dritte-Chance-Geschenk-Kandidaten

Es soll nicht verschwiegen werden, es wurde dann doch gelöscht, nach über vier Monaten:

Siegesichere Hofer-FPÖ: Statt Verleumdung legt Verleumder schon eine „Liste“ an

Wie in der Collage gelesen werden kann, hat Christian Kern eine mögliche zielführendere Reaktion auf derartige Postings gefunden, als zum Bezirksgericht zu laufen, als so ein Posting stillschweigend zu löschen. Nämlich zu antworten, darauf hinzuweisen, es werde auf eine faire und konstruktive Diskussion großen Wert gelegt, auch darauf, nicht zu beleidigen. Und wie die Antwort des Posters zeigt, hat dieser Umgang gewirkt; der Poster wolle sich nun nach den Seitenregeln verhalten.

Unfreiwillig hat der Mann, der Farben sich erheben lassen will, zu diesem positiven Beispiel geführt. Und das macht nebenher auch wieder einmal deutlich, wer ein Politiker ist, wer ein bloßer Bezirksgerichtslaufender ist.

Konstruktiver Umgang mit Postings versus gesinnungsgemäßes Blockieren von Norbert Hofer.jpg

Und wie verhält sich der Bezirksgerichtslaufende Norbert Hofer selbst? Er blockiert beispielsweise Menschen auf der Plattform des Unternehmens Twitter, dessen Meinungen er gesinnungsgemäß nicht goutiert, nicht aushält, die ihm direkt informieren, er gefordert wäre, zu handeln, aber gesinnungsgemäß nicht gewillt ist zu handeln oder nicht handeln kann. Ob der Auslöser die direkte Information über die untergriffigste Verleumdung war, daß  er nur eines noch konnte, nämlich zu blockieren, kann nicht beantwortet werden, ist nicht mehr eindeutig im Nachhinein feststellbar. Da die Lächerlichkeit des Blockierens eben erst Thema war, wegen eines Menschen, von dem nicht erwartet wurde, er würde blockieren, kann auf dieses Kapitel verwiesen werden, weil das hoferische Blockieren ebenfalls angesprochen ist, und dieser Verweis auf dieses Kapitel zugleich zeigt, es geht hier in keiner Weise um eine Verteidigung des Bundeskanzlers:

Regierungsprogramm 1718 im Kulturland Österreich

Darin fällt auch ein Name, nämlich Georg Zakrajsek. Ein Mann, der eben erst wegen Verhetzung verurteilt wurde. Ein Mann, der auch von Norbert Hofer schon einmal eingeladen wurde. Wie könnte eine Schlagzeile darüber lauten?

Mit Entsetzen lädt Norbert Hofer zum sportlichen Gespräche ein

Radikalisierte Greise des Establishments schreiben nach Hilfe

Ein Kandidat empfängt einen bereits ausgeschiedenen Waffenrassystenkandidaten

Schießen ist ein schöner Sport – An wen erinnert Waffenrassyst Zakrajsek bloß so?

„Bestien“

Was denkt wohl Norbert Hofer, wenn er Menschen … denkt Norbert Hofer für sich, „entsetzt“ müsse gesagt werden, was zu sagen ist, und, so wahr Gott helfe, selbst werde er dem Bezirksgericht anzeigen, was er über Menschen sagt, beispielsweise: „Bestien“ …

„Damit sich dieses Land, damit sich diese Farben wieder erheben können“

War Norbert Hofer am 3. Februar 2017 „entsetzt“? Während seiner Rede in der Hofburg, die nachgelesen und nachgehört werden kann: https://www.vice.com/alps/article/damit-sich-die-farben-schwarz-rot-gold-wieder-erheben-konnen-norbert-hofers-akademikerball-rede

„Farben“ sollen „sich wieder erheben können“, also die Farben, die er an diesem Abend auf seiner Brust … Wie beruhigend, das traute sich nicht einmal Jesus Christus zu, Farben zum Erheben zu bringen, er sagte nicht zu Farben: Stehet auf und gehet … er sagte es zu Lahmen. Und er sagte viel über die Pharisäer, wie es Matthäus Jahrzehnte später schrieb, im Kapitel 23 heißt es weiter:

„Weh euch, Schriftgelehrte und Pharisäer, ihr Heuchler, die ihr die Becher und Schüsseln auswendig reinlich haltet, inwendig aber ist’s voll Raubes und Fraßes!“

Der Mann, der sich nun an die Seitenregeln halten will, war übereifrig, seine Hinzufügung über das „braune Dreckschwein erster Güte“ war unangebracht, sein Posting mit dem Wort „Pharisäer“ hätte er beenden müssen, mit diesem wohl auch heute noch in vielen Messen gepredigten Wort aus den Erzählungen über Jesus Christus, dessen Gott dem Hofer einer sein soll, der ihm so wahr 

„Damit sich diese Farben wieder erheben können“ … Bei dieser hoferischen Ballrede ist auch sofort zu denken an: heute Südtirol und morgen …

„Hofer interviewt Strache“ – Und ewig murmelt Südtirol

„Wohin gehört Südtirol?“ Zu Chemtrails.

Südtirol: Der FPÖ eine Herzensangelegenheit – SH distanziert sich von Akademikerball

Zielführender Umgang mit Postings

Das Entscheidende an dieser Angelegenheit ist aber nicht der mit einem Bibelwort versehene Bezirksgerichtslaufende, sondern ein zielführender Umgang mit Postings. Die Gerichte werden nichts zur Eindämmung von ungeheuerlichen Postings beitragen, wie hier in vielen Kapiteln bereits geschrieben wurde. Aber dieses aktuelle Beispiel von einem Mann, der hinkünftig seine „Kinderstube“ nicht vergessen will, scheint doch ein guter Ansatz zu sein, wie damit umgegangen werden könnte. Deshalb soll abschließend wiederholt werden, was oben bereits geschrieben wurde:

Wie in der Collage gelesen werden kann, hat Christian Kern eine mögliche zielführendere Reaktion auf derartige Postings gefunden, als zum Bezirksgericht zu laufen, als so ein Posting stillschweigend zu löschen. Nämlich zu antworten, darauf hinzuweisen, es werde auf eine faire und konstruktive Diskussion großen Wert gelegt, auch darauf, nicht zu beleidigen. Und wie die Antwort des Posters zeigt, hat dieser Umgang gewirkt; der Poster wolle sich nun nach den Seitenregeln verhalten.

Allerdings ist ein Zusatz durchaus förderlich, wie allenthalben aus eigener Erfahrung mit derartigen Postings, von denen, wie es scheint, niemand mehr unbelästigt bleibt, berichtet werden kann. Es haben Menschen mit diesem zusätzlichen Hinweis tatsächlich von selber ihre Postings gelöscht.

Überdenken Sie, was Sie geschrieben haben. Sie werden dann nur zum Schluß kommen können, es selbst zu löschen. Sollten Sie Ihr Posting dennoch nicht selbst löschen, werden Sie es vielleicht doch eines Tages verstehen können, daß das Löschen für Sie übernommen werden muß, in spätestens drei oder vier Tagen.

Regierungsprogramm 1718 im Kulturland Österreich

robert-misik-der-scherz-vom-blockierenDie Richterin, so Georg Zakrajsek, verstehe seinen Humor nicht. Die „Kritiker seines Tweets“, bezeichne er, Robert Misik, als „humorlos“.

Menschgemäß ist es bloß ein „Scherz“, der Tweet von Robert Misik. Wie ja auch die Ergüsse von Georg Zakrajsek bloß „Humor und Ironie“ sind.

Mit Ernsthaftigkeit wollte weitergeschrieben werden. Über, wieder einmal über die zunehmende Bereitschaft, in der Gewalt, im Morden die Lösung sehen zu wollen, wie sehr diese Bereitschaft zugenommen hat, bei den sogenannten Rechten, bei den sogenannten Linken, wie sie darin einander ähneln, wie ihre Postings darin ähneln.

Im Internet. Und auch auf der Straße. Genauer, in der U-Bahn, ebenfalls Manifestationen der Bereitschaft zur Gewalt, zum Morden, von Menschen, die ihre politische Orientierung dabei nicht deklarieren. Am letzten Freitag längere Zugintervalle, eine Durchsage, die nicht die Verzögerungen erklärte, die Station Herrengasse sei wegen polizeilichen Platzverbotes gesperrt, am 3. Februar 2017, ließ einen situierten Geschäftsmann in seinen sogenannten besten, also jugendlosen Jahren ausrufen, die „Demonstranten gehören alle erschossen, diese Demonstrationstrotteln“ … Was für ein Glück, mit Wolfgang Sobotka einen Sicherheitsminister zu haben, der weiß, wie Demonstrantinnen und Demonstranten effektiv geschützt werden können – durch Demonstrationsverbote.

Es wollte etwas dazu geschrieben werden, wovon Robert Misik träumt, wenn er dazu kommt. Eine „CIA-Allende-Nummer“ gegen Donald Trump. Was für ein Traum. Von einem sogenannten Linken. CIA solle eine Nummer zur Bereinigung, das Wählerinnen und Wähler verpatzt haben, schieben. Und das, hätte geschrieben werden wollen, muß für Robert Misik nicht nur Traum, sondern auch großer Gedanke sein. Denn. Wie in der Collage gelesen werden kann, nennt er es selbst, seine CIA-Nummer angemessen beurteilend, in einem weiteren Tweet: „CIA-Metapher“. Wie wird auch in diesen Tagen breit darüber gesprochen, für bestimmte Menschen stünden religiöse Gebote über dem Gesetz. Wie beruhigend zu lesen, daß für Robert Misik das „Undogmatische“ gleichauf mit dem Rechtsstaatlichen ist, wie in der Collage festgehalten, also Donald Trump rechtsstaatlich oder mit einer CIA-Nummer „besiegen“ – einerlei …

 

kulturland-osterreichWas für ein Scherz. Dem Mann, dem er, Misik, den Slogan verdankt, wenn er von sich selbst ins träumen kommt – „Make Misik great again“ – , wünscht er eine Nummer mit … Träume sind wohl stets prefaktisch, postfaktisch, alternativ faktisch …

Es wollte weiter etwas dazu geschrieben werden, es könnte einen Menschen in Unruhe versetzen, wenn einer wie Misik in eine Position käme, von der aus er … Zum Traum, was Geheimdienste doch alles erledigen könnten, gesellt sich bei ihm auch ein hierzu grundsätzlich hochentwickeltes Verhalten. Wann er, Misik, zu dem einzigen wahren demokratischen Mittel griff, nämlich zu blockieren, wird nicht gewußt. Das Blockieren ist wohl irgendwann im Zuge der ihm nicht passenden Beschreibungen …, vielleicht bereits mit der Bekanntgabe, was ein junger Mensch, über den Robert Misik einst schrieb, von der Misik-Schreibe hält: „Besser als das UBahn Klopapier“. Oder vielleicht erst, als über seine gründliche Interviewvorbereitung oder über seine treffsichere Einschätzung von Stefan George

Nachdem aber darüber nicht geschrieben werden will, ist es gleichgültig, wann genau er blockierte.

Allgemein ist zum Blockieren zu sagen, und das ist keine Metapher, das Blockieren aber ist ein Scherz. Es muß, wie das Beispiel Robert Misik zeigt, auf der Plattform des Unternehmens Twitter einem Zwitscherer nicht gefolgt werden, um seine Tweets lesen zu können, wie in der Collage gelesen werden kann, konnten aktuell die großartigen Traumgedanken von Robert Misik … es reicht dazu aus, sich nicht mit dem eigenen Account auf dieser Unternehmensplattform anzumelden. Und mit diesem Scherz des Blockierens befindet sich Robert Misik in bester Gesellschaft, etwa von einem Gerhard Deimek, einem peppermind mit seinem Hofer, dem das Blockieren ebenfalls

Es kann sogar gelesen werden, was Pipboy Misik auf der Plattform des Unternehmens Facebook über das Regierungsprogramm am 30. Jänner 2017 schreibt: „Grosso modo mehr als okay.“ Also die Teile des Arbeitsprogramm 1718, die er wohl der Partei zuschreibt, über deren Parteivorsitzenden, wie zu hören ist, er eine Biographie … „Aber Sicherheit ist ein Hammer.“ Damit meint er, Misik  wohl die zweite Partei in der Regierung. So weit, so sobotka.

Und das ist es, worüber tatsächlich zu schreiben ist. Breitest und ausführlich. Was für ein Arbeitsprogramm diese Regierung vorgelegt hat. Nicht so verhalten wie Robert Misik mit seinem „mehr als okay“ sind jene, über die die copysite der identitären Parlamentspartei schreibt, für die ist es hammergesinnungsgemäß zu feiern.

spo-ovp-regierungsprogramm-1718-okay-und-hammerEin Regierungsprogramm 1718 für alle, fast alle, für Künstlerinnen und Kulturschaffende nicht. Freilich, die Künstler sind ja auch für eine größere Aufgabe auserkoren, für alle vor allen der Welt Zeugnis zu legen, was für ein Kulturland Österreich doch sei, wenn es im nächsten Jahr gilt, Österreich als Kulturland zu positionieren. Dazu werden sie gebeten werden, aufzutreten, die roten Teppiche werden ihnen ausgerollt werden, selbstverständlich wird unter ihnen auch der 17.. geborene Komponist sein, er und seine künstlerischen Zeitgenossen und Zeitgenossinnen dürfen das ihr Datum dafür bereits heute vormerken. Das ist ihr nächster anstehender Termin für einen

„Plan A für Kunst und Kultur“ …

Was für ein Arbeitsprogramm 1718 das ist, darüber ist tatsächlich breit zu schreiben, zu diskutieren. Ein Kernpapier des Fortschritts, oder wie es als Referenz an die vielen in diesem vorkommenden Anglizismen eher genannt werden sollte: pippaper for stride, ist es wohl auch in bezug auf Frauen. Während die Kunst gar nicht im pippaper vorkommt, können sich Frauen glücklich schätzen, ihnen gilt die ganze Aufmerksamkeit. Einmal heißt es männlich mutig und von christlichen Werten durchdrungen:

„Eine fundamentale Aufgabe der Politik sehen wir im Schaffen und Sichern von individuell
empfundener Sicherheit. In unserem Land darf es keine Regionen geben, in denen Frauen am Abend Angst haben, auf die Straße zu gehen. Integration hat der Prämisse Fördern und Fordern zu folgen. Wir bieten Integrationswilligen Chancen und Angebote. Wer aber nicht bereit ist, die Werte der Aufklärung zu akzeptieren, wird unser Land und unsere Gesellschaft auch wieder verlassen müssen.“

Und noch einmal werden die Frauen direkt angesprochen.

„Nach Vorbild der deutschen Rechtslage wird ab 1.1.2018 in Aufsichtsräten von börsennotierten Unternehmen sowie von Unternehmen mit mehr als 1.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eine Frauenquote von 30 % festgelegt, die bei Neubestellungen verpflichtend einzuhalten ist.“

Nach Jahrhunderten der Aufklärung, nach Jahrhunderten der hochgehaltenen und ganz und gar gelebten Werte der Aufklärung schreitet die österreichische Regierung im Jahre 2017 in festen Stiefeln voran – für eine Frauenquote von dreißig Prozent. Solche Unternehmen gibt es noch? In Österreich? In deren Aufsichtsräten nicht einmal dreißig Prozent Frauen … das können doch nur saudi-arabische Unternehmen sein, somit eine Lex Saudi-Arabien?

Und einmal noch kommen die Frauen vor – indirekt:

„Der Staat ist verpflichtet, weltanschaulich und religiös neutral aufzutreten. In den jeweiligen Ressorts wird bei uniformierten ExekutivbeamtInnen sowie RichterInnen und StaatsanwältInnen darauf geachtet, dass bei Ausübung des Dienstes dieses Neutralitätsgebot gewahrt wird.“

Das ist ein gewaltiger Scherz: Das sogenannte Binnen-I zu verwenden, wenn es doch nur Frauen betreffen wird. Noch nie war das Binnen-I derart unangebracht, verwerflich, gegen die Frauen gesetzt. Was für eine Erleichterung allerdings das für Frauen bringen wird, in der Frühe nicht mehr wählen zu müssen, welche Farbe des Tuches zur übrigen Kleidung – zum goldenen Haar einfach pants and heelsdiese kavaliersmäßige Unterstützung der Frau bei der Wahl ihrer Kleidung ebenfalls, kurz und sobotka gesagt, eine Tradition im Lande der Aufklärung und nicht erst seit dem Dekrete eines Hofer A…