Auf in die Türkei!

Auf in die Türkei - JunckerDie Menschen haben schon zu viele Tyrannenmorde gesehen, daß je noch gesagt werden kann, ein Tyranninnenmord könnte die Welt befrieden, verbessern, eine wesentliche Änderung zum Besseren, zum Guten für lange, lange, sehr lange …

Auch im Falle des Recep Tayyip Erdoğan ist also gar nicht daran zu denken, es würde irgend etwas besser werden, würde er ermordet werden. Denn. Auch das lehrt die Geschichte. Ist eine Tyrannin ermordet, bleiben ihre Ermöglicher und Ermöglicherinnen zurück, stehen sie Ermöglicherinnen und Ermöglichern gegenüber, die eben noch gegen die eine Tyrannin waren, doch ebenfalls bereit, ihren Tyrannen zu erschaffen … die unheilvolle Zuspitzung der Menschheitsgeschichte auf wenige Figuren, das unheilvolle Karussell der Tyranneierschaffung ist endlich zu stoppen, zu zerstören, Tyrannenmorde jedoch zerstören es nicht, halten es vielleicht für einen Augenblick auf, und dann dreht es sich weiter, nur schneller noch …

Recep Tayyip Erdoğan ist längst ein Fall für das Weltgericht. Nicht erst seit seinen letzten Auszuckungen, beispielsweise gegen Deutschland. Er ist ein Tyrann. Er tyrannisiert nicht nur die Menschen in der Türkei, er geht daran, gegen alle in der Welt tyrannisch und terroristisch auszuzucken, die nicht seiner – ja, was? – sind.

Es sollte aber auf seine terroristische Zuckerei aber nicht mit Verboten reagiert werden, nicht mit dem Untersagen von Auftritten in europäischen Ländern. Verbote und Untersagungen: das ist der Schleim, der die Welt von zwergenhaften Terroristen und Tyranninnen verklebt. Soll doch Recep Tayyip Erdoğan und seine Handlanger und Handlangerinnen ihre Wahlauftritte, ihre Werbeauftritte für ihr Präsidialregime …

Die Antwort darf und kann nur der Ruf sein:

Auf in die Türkei!

Auf in die Türkei

Wenn das Hochlandtyrannisknüpfermännchen beispielsweise in Deutschland poltern will, seinen Geist, der ausgebreitet nicht größer als der kleinste bei Amazon zu habende Gebetsteppich ist, zur Schau stellen will, dann sollen aber im Gegenzug Politiker und Politikerinnen aus Deutschland – Angela Merkel, Sigmar Gabriel beispielsweise – in der Türkei auftreten, um den Menschen in der Türkei zu erzählen, was Menschen, die solch ein Männchen ermöglichen, von einem solchen Männchen zu erwarten haben. Nichts, das mit Wörtern wie Verbesserung, Fortschritt, Entwicklung, Frieden, Freiheit, Demokratie, Religion je in Verbindung gebracht werden kann. Und gerade Politikerinnen und Politiker aus Deutschland könnten in Massenveranstaltungen in der Türkei viel von den eigenen leidvollen und bitteren Erfahrungen berichten, die die Menschen in Deutschland mit einem solchen Männchen machten, dem so viele vertrauten, die ihn erst ermöglichten, in die Position zu kommen, sie, seine Ermöglicher und Ermöglicherinnen, vollends zu enttäuschen, sie in die bitterste Armut zu stürzen, ihnen ihr Land gänzlich wirtschaftlich, ethisch und moralisch zu ruinieren, der Millionen von seinen Ermöglichern und Ermöglicherinnen in die qualvollsten Tode trieb. Mit den Menschen in der Türkei in direkten Kontakt zu treten, das wird dem Männchen zwar nicht gefallen, weil solche Männchen wissen, sie sind verloren, sie verlieren, wenn der Dialog mit den Menschen beginnt, auch und vor allem mit seinen Wählern und Wählerinnen beginnt.

Auf in die Türkei - Kern

Und, um ein zweites Land beispielhaft zu nennen, Österreich. Sollte das Männchen in Österreich auftreten wollen, soll er doch sein kleines Teppichlein ausrollen, in Wien oder in Unterpremstätten, und dann soll Christian Kern, Sebastian Kurz und weitere  nicht ein Verbot seiner Auftritte in der gesamten Europäsischen Union fordern, sondern in Istanbul, in Ankara, im anatolischen Hochland auftreten. Gerade österreichische Politikerinnen und Politiker können viel den Menschen in der Türkei im direkten Kontakt erzählen, über die Erfahrungen mit solchen Männchen und Frauchen, weil sie dabei nicht nur auf die Vergangenheit angewiesen sind, sondern auch die Gegenwart …

Die Menschen sind zu überzeugen, nicht solchen Männchen Positionen zu ermöglichen, in denen sie nur eines tun: Schaden anrichten und Schaden anrichten und Schaden anrichten, und sind alle Schäden, die sie nur anrichten können, angerichtet, versuchen sie mit prallgefüllten Säcken in ein luxuriöses Ausgedinge zu fliehen. Die Menschen sind zu überzeugen, nicht nur in der Türkei. Aber aktuell in der Türkei am dringlichsten.

Und sollte in dieser sich mehr und mehr aufschaukelnden Situation ein Mensch die Nerven verlieren, keinen anderen Ausweg mehr sehen als im Tyrannenmord, dem ist zu sagen, ein Tyrannenmord ist keine Lösung, er bringt vielleicht eine kurzfristige und doch nur vorübergehende Beruhigung der Situation, bis aus dem Schleim der nächste Tyrannenschädel …

Aber die Beweggründe eines Menschen, der einen Tyranninnenmord beginge, könnten nachvollzogen werden, im Angesicht der Gefahren, im Stehen vor dem Abgrund. Und ob so ein Mensch Schuld auf sich laden würde oder nicht, nun, das könnte dann in einem Fernsehweltgerichtshof entschieden werden, in einer also weltweit ausgestrahlten Beteiligungsfernsehsendung als Weltbevölkerungsgerichtshof. Ein Beispiel gibt es dafür, freilich ging es in diesem um einen fiktiven Vorfall:

Trump, Erdoğan, Putin, Schirach, Assad May

Kleinststaatsoberhaupt Franziskus zu Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdoğan: Männerquote zu einhundert Prozent erfüllt

Papst Franziskus habe im Palast des türkischen Präsidenten, verriet ein Toilettensicherheitswachebeamter, der seinen Namen aus verständlichen Gründen menschgemäß nicht preisgeben und nicht genannt wissen will, im Pissoir bei ihrem gemeinsamen Wasserlassen stolz und zufrieden, auch darüber, mit seinem Strahl ohne fremde Hilfe genau die Mitte des Urinals zu treffen, erklärt, in seinem Staat ist das Dogma der Nicht-Gleichberechtigung von Mann und Frau nach wie vor der Felsen –

Erdogan und Bergoglio - Nichtgleichberechtigung von Mann und FrauPapst Franziskus sei beim Schwärmen über dieses römisch-katholische Staatsdogma der Nicht-Gleichberechtigung von Mann und Frau derart in Erregung geraten, daß sein Strahl dabei nicht nur immer stärker geworden sein soll, sondern er auch damit begonnen habe, mit seinem dickgelben Strahl die Löcher im Urinal für ein Zielschießen zu verwenden, während er dem türkischen Staatspräsidenten mit einem Gefühl der Überlegenheit und auch der Mitleidigkeit die frohe Botschaft verkündet haben soll, daß dieses römisch-katholische Dogma nicht nur in seinem Staat gilt, sondern auch in anderen Staaten unwidersprochen und absolut und sogar freiwillig und gegen deren eigene Gesetze befolgt wird; denn trotz deren beispielsweise arbeitsrechtlichen Gesetzen, die eine Gleichberechtigung von Frau und Mann etwa am Arbeitsplatz vorschreiben, trotz deren Antidiskrimierungsgesetze, die es untersagen, Frauen von Berufen auszuschließen, Frauen ihre freie Berufswahl zu verweigern, Frauen den Zugang zum gesamten Arbeitsmarkt zu sperren. Keiner dieser demokratischen Staaten etwa in Europa wage es, so Papst Franziskus zum türkischen Staatspräsidenten, während er dazu übergegangen sein soll, mit seinem dickgelben Strahl ein Kreuz in das Urinal zu zeichnen, niemand wagt es, dieses Dogma anzutasten und beispielsweise die Anstellung von Priesterinnen zu fordern, oder arbeitsrechtlich die römisch-katholische Kirche wegen Nichtanstellung von Frauen als Pfarrerinnen zu belangen und zu verurteilen.

Der Toilettensicherheitswachebeamte könne, schließlich habe er beruflich bedingt ein hochtrainiertes Gedächtnis, versichern, Papst Franziskus habe wörtlich gesagt: Wahrlich geht es weit über die Nicht-Gleichberechtigung hinaus, die absolute Bevorteilung und Bevorzugung des Mannes vor der Frau ist vollendet, denn die Frau kann niemals eine Führungsposition, nicht einmal die geringste in seinem Reiche einnehmen, und das ist eben dadurch garantiert, daß Frauen bereits der Beruf des Priesters verweigert ist. Die Quote der einhundertprozentigen Nicht-Gleichberechtigung und die einhundertprozentige Bevorrechtung und Bevorzugung des Mannes und die einhundertprozentige Zuweisung der Frau der dienenden Rolle als Ehefrau Christi sind erfüllt ewiglich im Reiche in Christo.

Während dieser missionarischen Rede sei der türkische Staatspräsident ganz still gewesen, krampfhaft soll er bemüht gewesen sein, wenigstens einen Tropfen aus seiner Harnröhre … Erst als Recep Tayyip Erdoğan seinen Besucher aus einem Grätzel von Rom darauf hinweisen habe können, er habe erst vor wenigen Tagen eine mannstarke Rede gegen die Gleichberechtigung von Mann und Frau gehalten, die nicht ihm eingefallen sei, habe er argumentiert, sondern er äußere nur, was seine Natur ihm einsage, die Gleichberechtigung von Mann und Frau sei eben von der Natur nicht vorgesehen, habe er erleichtert aufseufzen können, so der Toilettensicherheitswachebeamte, weil es ihm endlich gelungen sei, wenigstens einen sehr kurzen und sehr dünnen Strahl abzulassen, wobei es ihm aber nicht gelungen sein soll, trotz größter Bemühungen, in eines der Löcher des Urinals zu treffen.

Papst Franziskus, der den erfolglosen und äußerst kurzen Zielschießübungsversuchen des türkischen Staatspräsidenten mitleidig feixend noch zugesehen haben soll, habe der Toilettensicherheitswachebeamte weitererzählt, während er seinen zum Wasserlassen hochgeschobenen Kittel wieder hinuntergelassen habe und die Toilette, ohne noch die Hände zu waschen, bereits verlassend, zwischen Tür und Angelkreuz soll er, der Papst, ihn, den Staatspräsidenten, psalmenreich aufgemuntert haben:

Nicht aber nachlassen, auf daß Allah Dir wahrlich ein Gott wie ich mir ward und ER auch Dich mit dem Dogma der Nichtgleichberechtigung taufet.

Recep Tayyip Erdoğan kann von Österreich aus bestens mit einem FPÖ-Politiker verglichen werden

Das gleiche gemeingefährlich aberwitzige und unredliche Herumstochern in der Vergangenheit, das gleiche gemeingefährlich aberwitzige und unredliche Basteln einer eigenen, wie sie meinen, glorreichen Vergangenheit, die gleiche Relativierung vergangener Ereignisse, die gleiche Verteilung des Leides in der Vergangenheit auf alle zur Verharmlosung der Handlungen der sogenannten Vorfahren, das gleiche gemeingefährlich aberwitzige Pochen auf eine Identität, die, um sich je noch bewegen zu können, Vergangenheitskrücken braucht … es durchaus nicht unberechtigt ist, zu fragen, was können bei so viel Übereinstimmungen eigentlich die identitären Allahseibeiunse aus Österreich gegen die Gottseibeiunse der erdoğanschen Partei …

AK Parti und FPÖEs kann sogar noch weitergefragt werden, weshalb gibt es eigentlich in Österreich nicht wenig Vorbehalte gegen Menschen aus der Türkei? Sind sie doch etwa in ihrem Wahlverhalten einander zum Erschrecken ähnlich: nicht wenige, viel zu viele in Österreich wählen die Allahseibeiunse und ebenso nicht wenige, viel zu viele in der Türkei die Gottseibeiunse, also diese österreichischen und türkischen Verführer und Verführerinnen in ihren Trachten, die mit Phrasen, falschen Versprechungen und so weiter und so fort …

Das war der Gedanke, als gehört wurde, Staatspräsident Recep Tayyip Erdoğan sei der Meinung, Muslime hätten Amerika … Das Wort, um diesen Satz vollständig zu beenden, will gar nicht geschrieben werden. Denn im 21. Jahrhundert noch derart darüber zu reden, wer wo wann zum ersten Mal gewesen sei, ist tatsächlich nur noch ein Aberwitz, eine Idiotie. Aber auch die Reaktionen auf die erdoğansche Idiotie, also von jenen, die nun Kolumbus als den ersten Ankommenden in Amerika verteidigen, ist nichts anderes als eine Idiotie, und zeigt bloß erschreckend auf, wie tief dieses weißherrschaftliche Denken immer noch …

Denn, um bei dem von Recep Tayyip Erdoğan angesprochenen Kontinent als Beispiel stellvertretend für die anderen Erdteile zu bleiben, Amerika mußte und konnte nicht entdeckt werden. Amerika war bereits besiedelt, also, wenn es wer so sehen möchte, Amerika war bereits entdeckt, wie eben auch Europa bereits So daß, und das wäre immer noch eine Leistung, wenn unbedingt von Leistung gesprochen werden muß, tatsächlich nur davon die Rede sein kann, Kolumbus, wenn es denn Kolumbus war, sei der erste Reisende aus Europa gewesen, der Amerika erreichte … Mit dem Wort „Entdeckung“ wird nach wie vor eine Leistung verbunden, die den Menschen aus Europa nicht zur Ehre gereicht … Tatsächlich wurde im Zusammenhang mit dem Reisen durch das Wort „Entdeckung“ nichts entdeckt, sondern es wird heute durch das Wort „Entdeckung“ in diesem Zusammenhang verdeckt, also zugedeckt, es wird durch das Wort „Entdeckung“ alles verdeckt und zugedeckt, was durch die „Entdeckungen“ angerichtet wurde …

Anders wäre es mit den „Entdeckungen“, wäre etwa das „entdeckte“ Amerika ein Erdteil gewesen, auf dem zum Zeitpunkt der „Entdeckung“ kein einziger Mensch gelebt hätte. Dem war ganz und gar nicht so. Die „Entdeckungen“ waren blutige und grausame Erobungen, blutige Auslöschungen von Menschen, Unterjochungen, Versklavungen physischer Natur und durch die Missionierungen psychischer und geistiger Natur … Und derart aberwitzige Diskussionen, wie die aktuell durch den türkischen Staatspräsidenten ausgelöste, offenbaren in erschreckendem Ausmaße weiter das Vorhandensein eines kolonialistischen Gehabes … Für die Menschen auf diesem Erdteil, wäre es besser gewesen, diese Art der „Entdeckungen“ hätte es nie gegeben, ihnen wäre ihr Erdteil nicht auf die brutalste und blutigste Art weggenommen worden, auch dadurch, daß ihrem Erdteil ein anderer Name gegeben wurde. Die Menschen wurden nicht als Menschen gesehen, und dementsprechend unmenschlich ist mit ihnen auch verfahren worden, und das steckt bereits tief in diesem Unwort „Entdeckungen“ … Denn ein von Menschen bewohntes Land kann nicht entdeckt werden, es kann besucht werden, aber ein Besuch abverlangt ein gänzlich anderes Verhalten, ein respektvolles, ein höfliches, ein menschliches, ein achtsames, ein fragendes zum Beispiel nach einem ständigen Bleibendürfen …

Das Einzige, was die Allahseibeiunse und Gottseibeiunse noch trennt, ist, Recep Tayyip Erdoğan hat schon den Palast, von dem die von der identitären Gemein-Schaft in Österreich bloß und hoffentlich für immer nur träumen