„Schutzherr“ Gerwald Hofer für „Freiherr“ Norbert Handel ein ganz, ganz wichtiger kindlicher Freund?

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Gerwald Hofer sagte vor wenigen Tagen in der für ihn zur Applaussendung mit Klaus Webhofer gewordenen, Dr. Handel sei ihm ein „Mentor, ein ganz, ganz wichtiger väterlicher Freund“ …

Gerwald Hofer, Ehrenritter dieses digitalen Habsburgerreiches, stellte sich schlicht als „Mitglied“ dieses Ordens mit Großmeister Karl Habsburg dar und Dr. Handel sei nach hoferischer Aussage halt ein Prokurator …

Ob Gerwald Hofer bei Besuchen des digitalen Habsburgerreiches ins Träumen kommt, wenn er beispielsweise über die „Ordensregierung“ liest, deren „Funktionen aufgrund der Verfassung auf unbestimmte Zeit bestellt …“?

Was denkt so ein „ganz, ganz wichtiger väterlicher Freund“ von einem gesinnungsführenden Kandidaten aus dieser Gemein-Schaft und für die identitäre Parlamentspartei, der zur Bundeskanzlerin der Bundesrepublik Deutschland nichts Gutes, aber das Schlechteste …

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So ein „ganz, ganz wichtiger väterlicher Freund“ denkt nicht, er stellt Rapportfragen, er braucht auch keine Antworten, er erwartet auch keine Antworten … unterliefe doch jedwede Antwort sein Urteil. Und nichts ersehnt er mehr, als seine Verurteilung sprechen zu können. Denn kaum hat er seine letzte Frage ausgesprochen, fällt er seinen elitären Schuldspruch:

„Nehmen Sie zur Kenntnis, Frau Merkel, dass immer mehr Menschen aus der christ­li­chen Mitte, weder Nationalisten, noch ewig Gestrige, son­dern Menschen, die an die Zukunft Europas, aber nicht an Ihre Zukunft glauben, sich in klei­neren und grö­ßeren Gruppen zusam­men­finden, die letzt­end­lich Sie und Ihre kata­stro­phale Politik zum Einsturz bringen werden!“

Und wenn ein „ganz, ganz wichtiger väterlicher Freund“ zum Rapport befiehlt, weiß so ein Mann des rechten Benehmens, ein Mann dieses Traditionsstandes recht genau, wie eine Rapportbefohlene anzusprechen ist, nur mit ihrem Namen, eine Rapportbefohlene hat jedwedes Recht auf Nennung ihrer Titel verwirkt. Vor ihm hat auch eine Bundeskanzlerin als einfache Frau stramm zu stehen …

Und welche Rapportfragen stellte der „ein ganz, ganz wichtiger väterlicher Freund“, die er sich selbst beantwortete, um zum oben zitierten Urteil zu kommen? Nur wenige der handelschen Rapportfragen – diese erklären vielleicht auch Klaus Webhofer, daß die von ihm vermeintlich festgestellten Widersprüche zwischen dieser Partei und dem Reichsspielverein auch in einem Spruch aufgelöst werden können: Europa der Vaterländer da wie dort – sollen im folgenden zitiert werden:

  • Wer gibt Ihnen das Recht, Frau Merkel, durch Ihre Politik die Identität Europas zu zer­stören?
  • Wer gibt Ihnen das Recht, Deutschland in ein Land der Unsicherheit mit bren­nenden Flüchtlingsheimen, Vergewaltigungen und anstei­gender Ausländerkriminalität zu ver­wan­deln?
  • Wer gibt Ihnen das Recht, Frau Merkel, auch die angren­zenden Länder Österreich, Kroatien, Slowenien, Südtirol etc. durch Ihre Politik zu desta­bi­li­sieren?
  • Wer gibt Ihrem Vizekanzler Herrn Gabriel das Recht, den demo­kra­ti­schen Staat Österreich zu kri­ti­sieren und sich dort in die Bundespräsidentenwahl ein­zu­mi­schen?
  • Mit wel­cher Berechtigung, Frau Merkel, ver­ein­baren Sie mit der Türkei eine Visa-Politik, die zusätz­lich zu den Immigranten hun­dert­tau­sende von Türken nach Europa bringt, wenn sie denn über­haupt funk­tio­niert, was zuneh­mend weniger wahr­schein­lich ist?
  • Wer sind Sie eigent­lich, dass Sie sich erlauben ganz Europa zu isla­mi­sieren, ohne Rücksicht auf die Interessen und den Willen der Bevölkerung?
  • Meinen Sie wirk­lich, dass eine in Mitteldeutschland sozia­li­sierte Pastorentochter mit SED-Vergangenheit auch nur irgendein mora­li­sches Recht hat unseren Kontinent zu rui­nieren?
  • Glauben Sie wirk­lich, dass Sie mit Ihrem ‚Muttigehabe‘ Ihren hof­fent­lich bal­digen Rücktritt abwehren können und glauben Sie tat­säch­lich, dass Ihr Bild in der Geschichte als Zerstörerin unseres Kontinents beson­ders glor­reich werden wird?
  • Glauben Sie wirk­lich, dass Sie mit Ihren will­fäh­rigen Regierungskollegen ver­meiden können, dass in Deutschland und Europa der Widerstand so stark werden wird, dass bür­ger­kriegs­ähn­liche Zustände, wie sie der­zeit schon in man­chen Teilen Europas zu beob­achten sind, ver­mieden werden können?
  • Sind Sie wirk­lich stolz darauf haupt­ver­ant­wort­lich dafür zu sein, dass der Frieden in Europa, die euro­päi­sche Union und vor allem die kul­tu­relle Identität unseres Kontinents zer­fällt?“

Was ist eigentlich ein „väterlicher Freund“? Es werden diese Kreise mit ihrem recht elitären Vergangenheitswissen es wahrscheinlich beantworten können, wofür einst „väterlicher Freund“ stand …

Wenn Norbert Handel dem Norbert Hofer „ein ganz, ganz wichtiger väterlicher Freund“ ist, wie würde es Norbert Handel formulieren, müßte er erklären, was ihm Norbert Hofer ist? Sagte er dann, vielleicht: Er ist mir in freundschaftlicher Gesinnung ein ganz, ganz wichtiges Schutzkind? Oder schlicht: Er ist mir ein ganz, ganz wichtiger kindlicher Freund?

Wie auch immer die handelsche Erklärung über sein Verhältnis zu Norbert Hofer ausfallen mag, eines scheint klar zu sein, Norbert Hofer sieht – wie eben in solchen nach deren Gesinnung traditionsgezogenen Wertebünden Kinder zu ihren Vätern aufzuschauen haben in karlgottgefälliger kniender Stellung – zum Handel auf, möchte er doch auch mit einem Wort bezeichnet werden, in dem „Herr“ vorkommt: „Schutzherr“, auch wenn „Freiherr“ und „Schutzherr“ recht überholt – Eine uralte Erfahrung: Schutzherr und Demokratie passen nicht zueinander …

Abschließend stellt sich im Zusammenhang mit diesem Digitalritterspiel Wir sind das elitäre Karlireich noch die Frage, ob, wenn in der identitären Parlamentspartei vom „elitären Reich“ geträumt wird, das die Verdienstvollen sind, die nur mehr wählen sollten dürfen?

2 Gedanken zu „„Schutzherr“ Gerwald Hofer für „Freiherr“ Norbert Handel ein ganz, ganz wichtiger kindlicher Freund?

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