Das nationalsozialistische deutsche reich pickt als eingeschlazter Gummiklumpen an dem Österreich

Es ist sehr erheiternd, wenn gerade die Website der zurzeitigen identitären Regierungspartei sich darüber in Aufregung übt, daß im österreichischen Bundesrat …

Die Fraktionsvorsitzende der FPÖ-Bundesräte, Monika Mühlwerth, musste am Mittwoch entsetzt feststellen:

„Anlässlich der parlamentarischen Enquete des Bundesrats zum Thema ‚Älter, Jünger, Ärmer‘ bediente sich der Wiener SPÖ-Bundesrat Stefan Schennach in seiner Wortmeldung zum Thema Armutsbekämpfung der Nazi-Diktion ‚Nur Arbeit macht frei‘… Diese Ungeheuerlichkeit ist gerade vor dem Hintergrund des Gedenkjahres 1938 abstoßend und eines Politikers unwürdig. Hier sind dringendst Konsequenzen gefordert, denn der Vorsitzende der Enquete, der Präsident des Bundesrates, SPÖ-Reinhard Todt, hat erst auf Aufforderung und Zuruf von Monika Mühlwerth reagiert. Jedoch wurde weder ein Ordnungsruf erteilt, noch gab es eine Aufforderung zur Klarstellung … Der Gipfel der Unverfrorenheit wurde aber erst erreicht, als Schennach sich nur zu einer halbherzigen Entschuldigung durchringen konnte. Anschließend forderte er obendrein salopp, dass man seinen Nazi-Sager aus dem Protokoll streichen möge. Man muss sich den medialen Aufschrei vorstellen, wenn ein freiheitlicher Politiker solch eine Aussage getätigt hätte“

Es ist abzuwarten, wie groß die Empörung  unter den Genoss*innen und Antifaschist*innen sein wird. Vielleicht bringt der ORF ja eine eigene Diskussion „Im Zentrum“…

Das ist der gesamte Kommentar der Empörung auf der Website der identitären Regierungspartei, am 15. März 2018 auf die Site gestellt.

Beinahe ist die Versuchung groß zu sagen, wem sonst noch als einer oder einem aus dieser Partei hätte sofort auffallen können, woher dieser Spruch von der Arbeit, die … ist doch aus keiner anderen Partei in Österreich bekannt, daß ihre Funktionäre, Mandatarinnen derart mit Literatur zu und aus dieser Zeit so recht fürsorglich beliefert werden, eine Literatur empfohlen wird, die alles ist, nur eines nicht: von der kritischen und vor allem den Tatsachen verpflichteten Art.

Stefan Schennach hat diesen Spruch im Bundesrat gesagt, aber er meinte nicht das, worüber nun Fraktionsvorsitzende Mühlwerth und Website in Empörung sich üben. Wie auch? Wer ohne diese Gesinnung ist, kann das auch sagen, wenn es auch fraglich und diskussionswürdig ist, ob Arbeit tatsächlich frei mache. Und aus seinem Redebeitrag im Bundesrat geht eindeutig hervor, daß er nicht den Auschwitzlagertorspruch verherrlichen wollte, sondern genau vom Gegenteil sprach.

Das ist aber das österreichische Dilemma.

Der Nationalsozialismus pickt an dem Österreich als eingeschlazter Kaugummiklumpen.

Arbeit macht frei - FPÖ unzensuriert - Heinrich Beta

Alles wird sofort auf die madigen sieben Jahre des deutschen massenmordreiches zurückgeführt, die gesamte Zeit der Vergangenheit auf madige sieben Jahre verkleinert, zerkleinert, Jahrhunderte, Jahrtausende auf madige sieben Jahre geschrumpft, und eine solche Schrumpfung verursacht menschgemäß die größten Geisteskrämpfe, die es geben kann. Und ein von Krämpfen gemarteter Geist ist unfähig zu denken. Es ist auch viel Perfidie dabei. Die Empörung der Website der identitären Regierungspartei über die Formulierung von Stefan Schennach ist eine solche … In ihren Kommentaren ihrer Schreibstaffel werden Transporte von Menschen dorthin gefordert, wo über den Toren die Sprüche standen, die empörend waren und sind und nichts mit dem von Stefan Schennach Gesagten gemein hatten und haben.

Und Stefan Schennach hat, weil es bei dieser Webite der identitären Regierungspartei dazu gehört, in keiner Weise mit dieser Formulierung etwas verharmlost, versucht umzudeuten, wie beispielsweise ein Harald Stefan … Allein auf dieser Website – schon zwei Stichworte genügen: Hellstorm, Krematorium

„Arbeit macht frei.“ Ist ebenfalls nicht von den Nationalsozialisten und Nationalsozialistinnen erfunden worden. Was haben die je erfunden? Nichts. Wer nur mit dem Morden beschäftigt ist, wie eben das deutsche reich, erfindet nichts. Vor allem nichts Gutes, nichts Positives.

„Arbeit macht frei“ ist aus dem Jahre 1845. Von Dr. Heinrich Bettziech (Beta). Zu lesen in seinem Buch „Geld und Geist – Versuch einer Sichtung und Erlösung der arbeitenden Volks-Kraft“. Beta, kurz gesagt, ein Nationalökonom …

Und dann gibt es auch noch die Erzählung „Arbeit macht frei“ aus dem Jahr 1873. Von Lorenz Diefenbach, einem sogenannten deutschnationalen Schriftsteller.

Von wem nun das deutsche reich den Spruch von der Arbeit gestohlen hat, diesen nach seiner Gesinnung gänzlich in das massenmörderische Gegenteil verkehrt hat, ist eine Frage, die nicht interessiert … Gestohlen hat es. Das steht fest. Und es ist auch nichts anders möglich. Mit einer solchen Gesinnung. Denn. Es ist eine Gesinnung des Mordens und des Stehlens.

Aber Stefan Schennach wird, ist anzunehmen, weder an Beta noch an Diefenbach gedacht haben, als er im Bundesrat diesen ihren Spruch von der Arbeit brachte. Es wird ihm der Spruch unfreiwillig und unbewußt vom Auschwitztor in den Mund gefallen sein. So tief eingeschrieben ist in Österreich alles, was nicht von den Nazis und Nazissen ist, aber von ihnen entmenscht beispielsweise in Vernichtungslagertoren mit Stahlbuchstaben geschlagen wurde.

Erheiternd ist, daß gerade die Website der identitären Regierungspartei als Wächterin auftritt, die sich besorgt geben will, mahnen will, nicht Sprüche aus jener Zeit zu verwenden. Wie auch erst vor kurzem:

„Gasgeber“ Wochenblick mit FPÖ unzensuriert auf der Gaspoltshofenhinterstubenbühne

Monika Mühlwerth - FPÖ unzensuriert - Arbeit macht frei - Walter Nowotny

Es ist aber nicht nur die zurzeitige identitäre Regierungspartei, die alles auf die Zeit des deutschen reiches … es sind auch die anderen in Österreich, die bei jedem Wort gleich aufschreien: „Nazi-Diktion“, ohne eine Millisekunde nachzusehen, woher …

Das ist eben das Dilemma in Österreich. Als eingeschlazter Kaugummiklumpen pickt der Nationalsozialismus und das deutsche reich an allen in Österreich.

Monika Mühlwerth sei also entsetzt … Dabei. Hätte sie nicht beim Hören von „Nur Arbeit macht frei“ sofort jubelnd aufspringen müssen und Stefan Schennach, da ihr anscheinend von seiner Rede nur dieser Spruch ins Gehör kam, umarmen müssen und ihn fragen, ob er jetzt auch ein Kamerad vom „gefallenen Soldaten Walter Nowotny“, dem es nur so kurze Zeit vergönnt war und doch von der Vorsehung auserwählt, diese Sprüche in seinem Leben über den Toren lesen zu dürfen, werden will, mit ihr gemeinsam die Sorge um sein Grab … diesem „jungen nationalsozialistischen Offizier“ mit ihr gemeinsam Blümchen … für diesen „jungen nationalsozialistischen Offizier“ parlamentarische Anfragen gemeinsam …

Nur Gesinnung macht frei - von Skrupeln - Identitäre Regierungspartei Österreich

Freiheitliche vergeuden Geld für Obsoletes und ihr Kampf mit der deutschen Sprache

Monika Mühlwerth und die Website der identitären Regierungspartei in der Einübung der Empörung über eine Formulierung aus dem Jahre 1845 und 1873 – ist das nicht erheiternd?

Monika Mühlwerth und die Website der identitären Regierungspartei bemühen gesinnungsgemäß ihren „Hintergrund des Gedenkjahres“ … ach, da fiele viel zur Empörung ein, verursachte viel Entsetzen, jedoch nicht der Website der identitären Regierungspartei und Monika Mühlwerth, etwa – das ist aber keine andere Geschichte -:

Harald Vilimsky zieht schon einen Tag später die Lehren aus dem 12. März ’18

NS Sehr erheiternd zu lesen ist auch, daß es der Website der identitären Regierungspartei in diesem Fall das Gendern nicht fremd ist … Aus diesen Gesinnungsschaften werden sonst ganz gegenteilige Anträge gezogen …

3 Gedanken zu „Das nationalsozialistische deutsche reich pickt als eingeschlazter Gummiklumpen an dem Österreich

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