Nicht die „Nazis“, kurz gesagt, haben die Fluchtrouten geschlossen, sondern, kurz zusammengefaßt, die Welt war es.

Michael Köhlmeier kann nicht die „Nazis“ gemeint haben, als er in seiner Hofburgrede am 05.05.18 sagte, es hätte damals schon Menschen gegeben, die sich damit gebrüstet hätten, Fluchtrouten geschlossen zu haben.

Michael Köhlmeier hat auch nicht die „Nazis“ gemeint, als er das sagte. Denn. Auf der ganzen Welt, sagte er, auf der ganzen Welt hätte es damals schon Menschen gegeben, die sich damit gebrüstet hätten, auf der ganzen Welt damit gebrüstet hätten, Fluchtrouten zu schließen.

Und die ganze Welt war damals, auch damals nicht, die ganze Welt war nicht das deutsche massenmordreich.

Es wäre eine Verkehrung der Abläufe gewesen, hätte er mit den Menschen die „Nazis“ gemeint, die sich gebrüstet hätten, Fluchtrouten geschlossen zu haben. Michael Köhlmeier ist aber, um ein Wort von ihm aus seiner Rede zu verwenden, kein „Idiot“. Deshalb hat er präzise gesagt, Menschen auf der ganzen Welt hätten sich damals schon damit gebrüstet, Fluchtrouten zu schließen. Nur Unwissende, „Idiotinnen“ und, wie es heutzutage gerne kurz gesagt wird, Bildungsferne können meinen, Michael Köhlmeier hätte damit einen ungehörigen „Nazi-Vergleich“ in seine Hofburgrede geschrieben.

Das Ungehörige schrieb nicht Michael Köhlmeier in seine Hofburgrede, das Ungeheuerliche wird täglich versucht, herbeizureden und herbeizuschreiben, in einem Österreich nicht der madigen sieben Jahre, sondern der gegenwärtigen Jahre, in Kommentaren der … hierzu ist allerdings von der schwarzen Regierungspartnerin nicht zu hören, sie würde sich dagegen wehren …

Was hingegen zu hören ist, sie und vor allem ihr zurzeitiger Obmann freue sich über die eingesetzte Kommission. Den Bericht aber gibt es schon täglich.

Wenn damals die Welt nicht ihre Fluchtrouten geschlossen hätte, es wäre dem deutschen reich der Massenverbrechen und Massenmorde nicht möglich gewesen, je in diesem gekannten industriellen Ausmaß zu morden.

Nun aber wird Michael Köhlmeier vorgeworfen, er hätte einen ungehörigen „Nazi-Vergleich“ gebracht. Ein Vorwurf, mit dem sich Menschen der Gegenwart ihren Schuldfreibrief selbst ausstellen.

Es wird hier keine Parallele zwischen Gegenwart und Vergangenheit gezogen. Es wird hier zwischen Österreich der Gegenwart und dem deutschen reich mit seiner ihm führerschenkenden ostmark der Vergangenheit kein Vergleich angestellt. Aber es kann gesagt werden, wie damals die Welt durch Schließung ihrer Grenzen vor dem deutschen reich Schuld auf sich geladen hat, lädt die Welt heute durch Schließung der Fluchtrouten vor den verbrecherischen und mörderischen Diktaturen Schuld auf sich.

Was für eine verkehrte Diskussion in Österreich nun über die Hofburgrede, auch über die Hofburgrede von Michael Köhlmeier. Und doch, es verwundert nicht. Alles wird in Österreich auf diese madigen sieben Jahre des deutschen reiches reduziert, als ob es je kein Davor, als ob es je kein Danach geben würde.

Um eine Person dafür exemplarisch zu nennen, nämlich den zurzeitigen Bundeskanzler …

Bundeskanzler […] (ÖVP) sieht in der Kritik des Autors Michael Köhlmeier an seiner Person einen NS-Vergleich, den er auf das Schärfste zurückweist. „Die Aussage, dass es auch damals Menschen gegeben hat, die Fluchtrouten geschlossen haben, zielt eindeutig auf Nazis und Nazi-Kollaborateure ab“, sagte der Regierungschef gegenüber der „Tiroler Tageszeitung“ (Dienstag-Ausgabe).

Der zurzeitige Bundeskanzler meint wohl, wenn er das Schließen der Fluchtrouten auf die „Nazis“ abschiebt, steht er bereits auf der richtigen Seite,  in dem allein eingeschalteten grellsten Scheinwerferlicht der Unschuld. Jedoch, kollaborierend steht er bloß auf der rechten Seite im Licht.

Es hat nichts mit den „Nazis“ zu tun. Oder nur insofern, daß es sich seit den „Nazis“ wie vor den „Nazis“ etwas nicht verändert, das Verhalten der Welt gegenüber mörderischen Diktaturen.

Es soll ein Land der Welt von damals exemplarisch genannt werden, das seine Grenzen schloß: die Schweiz. Es müßte lange gesucht werden, um herauszufinden, ob sich damals die Verantwortlichen in der Schweiz damit brüsteten, die Fluchtrouten in die Schweiz geschlossen zu haben. Was aber nicht lange und eigentlich gar nicht aufwendig gesucht werden muß, ist, wie der zurzeitige österreichische Bundeskanzler sich ständig brüstet, stolz darauf ist, Fluchtrouten geschlossen zu haben. Allerdings ist dabei sehr zu hinterfragen, ob er tatsächlich diese bedeutende Rolle, die er sich ständig selbst brüstend zuschreibt, je gespielt hat. Wie dem auch immer sei, daß er sich aber damit brüstet, ist verwerflich genug. Um es ihm so einfach wie möglich zu machen, es zu verstehen, was den damaligen schweizerischen Fluchtroutenschließenden Hitler war, ist den heutigen Fluchtroutenschließenden, zu denen auch der zurzeitige Bundeskanzler in Österreich gehört, etwa …

An derselben Seite – Zurzeitiger Bundeskanzler in Österreich, Vladimir Putin und diktatorischer Giftgasmörder Baschar al-Assad in Syrien

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„Einbindung von Assad“

Einen kurzen einfachen Satz dürfte der zurzeitige Bundeskanzler nicht verstehen, nicht verstehen wollen. Wovon er allerdings recht viel verstehen und verstehen will, ist von der Kollaboration, anders kann es auch nicht sein – als zurzeitiger Vorsteher einer Regierung mit einer identitären Partei …

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Nicht die Nazis kurz gesagt haben die Fluchtrouten geschlossen

3 Gedanken zu „Nicht die „Nazis“, kurz gesagt, haben die Fluchtrouten geschlossen, sondern, kurz zusammengefaßt, die Welt war es.

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