Das Hohelied der Flüchtlingsroute

Die zurzeitige österreichische Regierung fährt in die mauerbachische Klause und kommt, kurz zusammengefaßt, mit zu kahlen und kalten Ruten geschnittenen Zweigen zurück, die ins rechte Licht gerückt, freilich glänzen wie …

Was kann dazu noch einfallen? Bei einem solchen in das dichterische Wort vernarrte Regierungspersonal, das derart vernarrt ist in das Wort der Fiktionen, ihr Wirklichkeit ist. Es fällt das Hohelied ein.

Das Hohelied in dieser Fassung könnte das gesamte Personal dieser aus zwei Parteien zurzeit bestehenden österreichischen Regierung geschrieben haben, aber wie von keinem anderen der Regierungsbediensteten käme es so aus dem Innersten, bei keinem anderen der Regierungsbediensteten ist die Authentizität in diesem höchsten Maße gewährleistet, als beim zurzeitigen Bundeskanzler, der zu einhundert Prozent das Hohelied der Flüchtlingsroute verkörpert, der ohne die Flüchtlingsroute inhaltslos, das Skelett eines Politikers …

Mag es als Liebesdienerei oder zumindest als Anbiederung an die zurzeitige Regierung gescholten werden, so kann und muß dennoch dem zurzeitigen Bundeskanzler in Österreich die Ehre gezollt werden, ebenso wahrhaftig, wie er selber stets, zu verkünden, an dem Hohelied der Flüchtlingsroute schreibt er, der zurzeitige Bundeskanzler, der in seinem unermeßlichen Erkennen weiß, hätte er die Flüchtlingsroute nicht …

Aus der Klause bringt die österreichische Regierung das Hohelied der Flüchtlngsroute mit - abgefasst höchstselbst vom zurzeitigen Bundeskanzler.png

Wenn ich in den Sprachen der Menschen und Engel redete, hätte aber die Flüchtlingsrute nicht, wäre ich dröhnendes Erz oder eine lärmende Pauke. Und wenn ich prophetisch reden könnte und alle Geheimnisse wüsste und alle Erkenntnis hätte; wenn ich alle Glaubenskraft besäße und Berge damit versetzen könnte, hätte aber die Flüchtlingsrute nicht, wäre ich nichts.  

Und wenn ich meine ganze Habe verschenkte und wenn ich meinen Leib opferte, um mich zu rühmen, hätte aber die Flüchtlingsrute nicht, nützte es mir nichts.

Die Flüchtlingsrute ist langmütig, die Flüchtlingsrute ist gütig. Sie ereifert sich nicht, sie prahlt nicht, sie bläht sich nicht auf. Sie handelt nicht ungehörig, sucht nicht ihren Vorteil, läßt sich nicht zum Zorn reizen, trägt das Böse nicht nach. Sie freut sich nicht über das Unrecht, sondern freut sich an der Wahrheit. Sie erträgt alles, glaubt alles, hofft alles, hält allem stand. Die Flüchtlingsrute hört niemals auf.

Prophetisches Reden hat ein Ende, Zungenrede verstummt, Erkenntnis vergeht. Denn Stückwerk ist unser Erkennen, Stückwerk unser prophetisches Reden; wenn aber das Vollendete kommt, vergeht alles Stückwerk. 

Als ich ein Paulus war, redete ich wie ein Paulus, dachte wie ein Paulus und urteilte wie ein Paulus. Als ich ein Saulus wurde, legte ich ab, was an mir war. Jetzt schauen wir in einen Spiegel und sehen nur rätselhafte Umrisse, dann aber schauen wir von Angesicht zu Angesicht. Jetzt ist mein Erkennen Stückwerk, dann aber werde ich durch und durch erkennen, so wie ich auch durch und durch erkannt worden bin. Für jetzt bleiben Flüchtlingsrute, Flüchtlingsrute, Flüchtlingsrute, diese drei; doch am größten unter ihnen ist die Flüchtlingsrute.

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