Antiziganismus hat keinen Platz. Eine Wette, die kein Wettbüro annimmt

An diesem Montag im November 18, der offiziöse Akt in der Staatsoper in Wien ist vorbei, es kann Bilanz gezogen werden.

Wie schon ausgeführt in Österreich – Jahrhunderte des Antiziganismus und des Antisemitismus will darüber keine Wette abgeschlossen werden, und es wäre, realistisch kurz gesagt, vergeblich.

Niemand ginge eine solche je Wette ein, bei der es, um zu gewinnen, nur eine sichere Antwort zu tippen gibt, die Wettanbietende selbst wählen müßten, um nicht zu verlieren, kein Buchmacher nähme eine solche Wette je an, jede Buchmacherin wüßte sofort, sie könne nur sicher verlieren, setzte sie auf ein Ja und überließe das Nein allen Wettenden.

Die Wette, wenn es doch wer versuchen möchte, diese irgendwo unterzubringen, könnte lauten:

Wird je ein Vertreter, eine Vertreterin des offiziösen Österreichs den Satz an einem prominenten Ort zu einer prominenten Zeit laut und unmißverständlich und klar aussprechen: Antiziganismus hat keinen Platz in Österreich. 

Der Akt in der Staatsoper ist vorbei. Wieder ein glorreicher Montag, an Montagen wird in diesem Land ja stets das Beste …

In der Staatsoper, was für ein Prachtbau. Wie viele erbauliche Aufführungen von Richard Wagner, diesem Meister aus Deutschland ohne Antisemitismus in seinen Zeilen, wie es die Gesinnungskameradarie des zurzeitigen Vizekanzlers recht genau wissen …

Wer wohl zu diesem Akt in die Staatsoper eingeladen war? Auch Opernsängerinnen? Vielleicht sogar die größte unter ihnen, die Meistersängerin … eine Einladung hätte sie sich wohl allemal verdient …

Ob „Herwig-ist-wieder-da“ auch zum Akt in die Staatsoper …

100jähriger Akt in der Staatsoper Republik ÖsterreichDieser Montagsakt in der Staatsoper: ein Triumph der Bildung. Der zurzeitige Vizekanzler zitiert gar Friedrich Hebbel. Ja, Hebbel, mehr Bildung geht nicht. Er greift zum Zitat über Österreich und die Welt und die Bühne … er, der zurzeitige Vizekanzler, greift nicht zum Hebbel-Wort Geschichtsverfälschung …

Das wäre für einen Akt wohl zu viel Gesinnungsbildung gewesen, es hätten das nicht alle verstanden, jedenfalls so wie jene Bildungsburschen in der Strozzigasse — na ja, ein NR, falls er an diesem Montag beim Akt anwesend war, auf jeden Fall …

Mehr Bildung geht nicht. Das ist nicht wahr.

Was hätten diese Gesinnungszitatmeister, vielleicht auch die eine oder andere Gesinnungszitatmeisterin, noch für Zitate bringen können, hätte dieser Montagsakt nur einen Akt länger gedauert, hätten also noch weitere vor- und hintreten können … SiloneJohann Wolfgang von  … den „Feige-Gesellen“-Lyriker

Ehe also der Satz in Österreich je gesprochen wird – Antiziganismus hat keinen Platz –, wird einer oder eine aus dem Gesinnungskreise des zurzeitigen offiziösen Österreichs die Frage eines Innenministers zitieren.

Und diese Wette nimmt jedes Wettbüro an. Denn. Zitiert wird er werden. Die Frage ist nur, wann. Wird der Innenminister noch in 18 oder erst in drei, fünf Monaten zitiert …

100 Jahre Republik Österreich

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