Der Doktorarbeit ist es wesentlich, eine Abschreibearbeit zu sein

… Wieder muß in einem Land der Europäischen Union eine Ministerin zurücktreten, weil ihr vorgeworfen wird, vor über dreißig Jahren ihre Doktorarbeit zu einer Abschreibearbeit gemacht zu haben, obgleich sie vor über dreißig Jahren kein anderes Verbrechen beging, als das Verbrechen, das jeder und jede mit jedweder schriftlichen Arbeit zur Erlangung irgend eines akademischen Grades begeht und begehen muß, das Verbrechen nämlich, eine Abschreibearbeit abgeben zu müssen.

… Eine Doktorarbeit besteht in Wirklichkeit doch aus nichts anderem als aus abgeschriebenen Zitaten, die zu kommentieren sind, wobei die Kommentare zu den auf jeder Seite einer Doktorarbeit zu findenden abgeschriebenen Zitaten wiederum und weitere abgeschriebene Zitate und Quellenangaben enthalten, so daß es vollends unverständlich wird, weshalb die eine mit ihrer Abschreibearbeit einen akademischen Titel erhält und diesen behalten darf, für ihre diese Abschreibearbeit bewundert und gefeiert wird, während der andere aufgrund dieser seiner Abschreibearbeit gefeuert und zusätzlich ihm sein akademischer Titel  unter Applaus wieder weggenommen wird.

… Eine Doktorarbeit soll, wird gesagt, etwas Eigenständiges sein, während in Wirklichkeit eine Doktorarbeit einer totalen Verregelung unterworfen ist, die für jedwede Eigenständigkeit, die für jedwede Originität die brutalste Strafe vorsieht, keinen Titel zu bekommen.

… Eine Doktorarbeit in einer der formalisierten Bildung hörigen Gesellschaft kann, jedwede schriftliche Arbeit zur Erlangung irgend eines akademischen Grades in einer der formalisierten Bildung hörigen Gesellschaft kann aufgrund ihres Massenproduktcharakters, den die der formalen Bildung Hörigkeit, die das Produzieren von abermillionen akademischen Titeln unerbittlich vorschreibt, den schriftlichen Arbeiten abverlangt, keine eigenständige und originäre Arbeit sein, sondern stets nur eine nach fertig vorgezeichneten Plänen nachzubauende Arbeit, wie beispielsweise die nach einem Original am Fließband herzustellenden und hergestellten Klobürstenbehälter, die zwar in – der Konsumwelt geschuldet und verpflichtet – unterschiedlichen Ausführungen zum Verkauf angeboten werden, aber letztendlich das bleiben, was sie sind, Kopien, Plagiate des ursprünglichen Klobürstenbehälters.

… Zur Doktorarbeit gehört nach wie vor das Gerede vom Doktorvater, von dem nach wie vor stolz berichtet wird, dieser und jener sei es, es nach wie vor äußerst wichtig ist, wer der Doktorvater ist, will mit der Abschreibearbeit nicht nur ein akademischer Titel erlangt, sondern auch Karriere gemacht werden. Aber einen Vater (es darf vermutet werden, daß im Fall der Doktorarbeit auch die Mütter, da von einer Doktormutter kaum bis gar nicht gesprochen wird, mehr Väter sind) für die Abschreibearbeit zu haben, heißt in Wirklichkeit, sich zu unterwerfen, gehorsam zu sein, das Gebot zu befolgen, keines anderen Gedanken, Zitate und Quellen als des einzigen Vaters sind in die Abschreibearbeit … Das ist kein System der Eigenständigkeit, das ist keine Voraussetzung zur Schaffung originärer Arbeiten. Das ist das Fließbandprinzip zur Massenherstellung von …

… Es gab einmal einen Fall, in einem europäischen Land, lange bevor es die Europäische Union gab, einer Dissertation, die ohne Zitate und ohne Quellenhinweise auskam, nicht nur das, sondern in der auch darauf hingewiesen wurde, Zitate nicht kenntlich machen zu wollen, keine Quellen angeben zu wollen. Dennoch erhielt der Dissertant seinen Dokortitel. Diese Dissertation wurde weltberühmt, wird als großes originäres Werk gefeiert, vergessen dabei wird aber zu gerne, daß es einmal nur eine Doktorarbeit war, in der auch zitiert wurde, ohne aber es auszuweisen, in der auch – ohne explizit darauf hinzuweisen –  Abgeschriebenes, Nachgeschriebenes, Variationen von seit langer Zeit Vorhandenem …

Peter Kucera und Armin Wolf – Eine Doppelconférence

Kucera - Wolf - Zeitgeschichte und VerbotsgesetzEin Mann schreibt eine E-Mail an Armin Wolf, nicht an die Öffentlichkeit, sondern einzig an Armin Wolf, als Reaktion auf die wolfsche Einleitung des Beitrages über „80 Jahre Machtergreifung von Adolf Hitler“ … Diese E-Mail verleitet Armin Wolf zu einer Antwort und es entwickelt sich daraus ein kleiner Briefverkehr, der sich wie eine Doppelconférence liest -, eine Kabarettnummer mit Tradition in Österreich, die mit einer weiteren österreichischen Spezialität von Peter Kucera und Armin Wolf serviert wird: reformiert, aber nur ein wenig: der Kluge soll nicht mehr vom Publikum erkannt werden …

Der Mann, der Armin Wolf eine E-Mail schrieb und diese seine E-Mail nicht an die Öffentlichkeit schickte, heißt Peter Kucera -, der Name muß hier nicht verschwiegen werden, denn er selbst oder die Initiative, der er angehört und mit deren E-Mail-Adresse er  seine geschichtsparteiliche Reaktion an Armin Wolf sandte, veröffentlichte inzwischen, wie ebenfalls in der Collage gelesen werden kann, diese Doppelconférence auf einer social media rostrum

Es ehrt Armin Wolf durchaus, daß er auf diese erste E-Mail von Peter Kucera reagierte, aber nicht jede Fortsetzung ist ehrenvoll, womit der Grund benannt ist, weshalb hier überhaupt darauf reagiert wird, dessen Überschriften lauten: Perfidität, Zeitgeschichte, Verbotsgesetz.

Die erste Perfidität von Armin Wolf ist es, diesen Schriftverkehr zu veröffentlichen und Peter Kucera einen Wunsch nach Öffentlichkeit zu unterstellen, während Peter Kucera seine E-Mail lediglich an Armin Wolf sandte, der dann Peter Kucera in die Öffentlichkeit des Unternehmens Facebook zerrte … Zu dieser kommt eine Anmaßung hinzu; scheint es doch, daß die Einzelperson Armin Wolf bereits sich selbst als die Öffentlichkeit …

Die zweite Perfidität von Armin Wolf, einem Menschen wegen unterschiedlicher Auffassungen gleich abzusprechen, einen bestimmten Beruf erlernt zu haben und auszuüben. Um dann gleich auch eine dritte Perfidität nachzureichen, das Ausbildungsniveau der österreichischen Universitäten pauschal in Frage zu stellen … Konkret auf den Inhalt dieser Doppelconférence bezogen und treffender wäre es wohl gewesen, wenn Armin Wolf beispielsweise gefragt hätte, ob denn Peter Kucera bei Dr. Lothar Höbelt, außerordentlicher Professor für neuere Geschichte am Institut für Geschichte, studiert habe … Übrigens, Lothar Höbelt ein oft eingeladener ORF-Gast, wohl so etwas eine Kapazität für den ORF auf dem Gebiete der … Als Schreiber für das Kabarett dürfte auch Peter Kucera ein Neuling sein …

Was diesen Schriftverkehr zwischen Peter Kucera und Armin Wolf auch zu einer Doppelconférence macht, ist der Umstand, daß ein Historiker einem Moderator abenteuerliche Gründe auftischen will, weshalb die deutsch-nationalistische Totaldiktatur der Massenmorde und Massenverbrechen Polen überfallen mußte, während der Moderator dem Historiker Zeitgeschichte nahebringen will und dafür „Wikipedia“ als Einstieg empfiehlt … So einfach allerdings, wie es sich Historiker und Moderator die Geschichte auch gegeneinander erklären, so schlicht ist Geschichte nie … Es darf sowohl Peter Kucera als auch Armin Wolf die offensichtlich bevorzugte wolfsche Wissensquelle aber eine andere „Wikipedia“-Site als Einstieg empfohlen werden, ebenfalls in der Collage angeführt …

Und zur dritten Überschrift, zu einem Gesetz, das ebenfalls in einem größeren Rahmen zu denken ist … Die Empfehlung von Armin Wolf an Peter Kucera, „immer auf die einschlägigen Bestimmungen des Verbotsgesetzes zu achten!“ … Ein in Österreich inzwischen auch zur Tradition gewordenes Verständnis von Diskussionskultur, mit dem Verbotsgesetz gleich einem Zaunpfahl zu winken. Für Armin Wolf kann hierzu leider keine entsprechende „Wikipedia“-Seite angeführt werden, aber, wenn Armin Wolf einmal die Parlamentsbibliothek besuchen sollte, könnte er dort ein wenig in der vom Wissenschaftsministerium geförderten Studie „Die verurteilte Sprache“ von Wilfried Grießer hineinlesen, eine Studie, die hier nicht vorbehaltlos empfohlen wird, genauer, die hier nicht empfohlen wird, sondern lediglich als Verweis angeführt ist, daß auch über das Verbotsgesetz eine Debatte zu führen ist, aber in keiner Weise eine Debatte im Sinne beispielsweise von Freiheitlichen, aber in keiner Weise eine Debatte aus der Intention heraus beispielsweise von Freiheitlichen

Und ganz zum Abschluß muß doch festgehalten werden, daß es bestürzend und erschreckend ist, welche Kommentare auch zu dieser Doppelconférence bis jetzt schon hinterlassen wurden, daß, würde nicht gewußt werden, daß es Kommentare auf der wolfschen Site des Unternehmens Facebook sind, gemeint werden könnte, auf einer einschlägigen Site zu sein, gegen die die Poster und Posterinnen eigentlich …

PS Wie in der obigen Collage auch gelesen werden kann, geht diese Doppelconférence weiter, wie ein neuer Eintrag von Armin Wolf es belegt … Nun möchte also Peter Kucera wegen Verletzung des Briefgeheimnisses Armin Wolf klagen -, dann müßte Peter Kucera sich selbst oder die Öffentlichkeitsarbeit seiner Initiative ebenfalls klagen, da, wie in der Collage zu lesen ist, dieser Briefverkehr nicht nur von Armin Wolf veröffentlicht wurde …

Elfriede Jelinek hat einen Sohn – Vatern ist Heinz-Christian Strache

Heinz Christian Strache - Elfriede JelinekIst das nicht eine alles erweichende Geisteskraft des zurzeitigen freiheitlichen Obmannes, wie diesem die Welt schlicht und einfach gerät – heißt einer Jonny Jelinek, so kann seine Mutter, denkt sich der in seinem Dorf heuer noch Kanzelmeister werdenwollende Heinz-Christian Strache, ja nur Elfriede Jelinek heißen …

Diesen kleindörflerischen Schluß jedenfalls zieht heute Heinz-Christian Strache auf seiner Site des Unternehmens Facebook …

Derart gerührt von dieser messerscharfen Denke des zurzeitigen freiheitlichen Obmannes will jetzt gar nicht darüber nachgedacht werden, was für ein Kalkül dahinterstecken könnte, Jonny Jelinek als den Sohn von Elfriede Jelinek verkaufen zu wollen, es will auch nicht geschrieben werden, das ist eine hochraffinierte Lüge von dem zurzeitigen freiheitlichen Obmann, weil es ja bloß eine Lüge wäre, die jene beleidigte, wieder einmal beleidigte, die der zurzeitige freiheitliche Obmann damit anlügen wollte und soher ziehen auf sein – nun ja – was?

NS Heinz-Christian Strache ist eben ein rechter Freiheitlicher und als anständiger Freiheitlicher bettelt auch er ständig nur um eines, seine Aussagen korrigiert zu bekommen

Hinzu zum ewigen großen Verdienst Kärntens ein goldenes Zeichen für ZZler Andreas Mölzer

Die freiheitliche ZZ berichtet in ihrer Ausgabe 49/2012, ihrem Herausgeber Andreas Mölzer sei das große goldene Verdienstzeichen des Landes Kärnten von der Landesregierung einstimmig zuerkannt worden …

Andreas Mölzer - Zum ewigen Ruhme KärntensAlso auch von SPÖ und ÖVP …

Kosmopolitismus scheint in der Landwirtschaft und möglicherweise vor allem in der kärntnerischen Landwirtschaft kein Dünger zu sein, der gekauft wird -, das dürfte Wolfgang Waldner nach ein paar Wochen schon gut erfaßt haben … Ob mit dieser Zustimmung auch schon ein Kunst-und-Literatur-Verständniswechsel vollzogen wurde, hin zu einer Kunst und einer Literatur, wie sie von Freiheitlichen geliebt werden?

Mehr will dazu gar nicht geschrieben werden, denn innerhalb der letzten 24 Stunden war die freiheitliche ZZ Aufhänger zu einem anderen Thema, das wesentlich wichtiger ist, nämlich die „Volksbefragung“ zu Wehrpflicht und Berufsheer, wie hier nachgelesen werden kann -, deshalb nur die Einleitung, um ein wenig zu verdeutlichen, was im Grunde nicht mehr verdeutlicht werden muß, wem SPÖ und ÖVP ein großes goldenes Verdienstzeichen …

Die freiheitliche ZZ lobt in ihrer Ausgabe 48/2012 in einem mit “Redaktion” gekennzeichneten Artikel Walter Nowotny unter dem Titel “Ewig  lebt der Toten Tatenruhm”, einen Mörder im Auftrag eines Staates, wobei es hier nicht interessiert, daß Walter Nowotny für die nationalistische Totaldiktatur der Massenmorde und Massenverbrechen des deutschen Reiches seine mörderischen Einsätze flog, wobei es hier diesmal auch nicht interessiert, welcher Armee Tatenruhm nicht nur der Freiheitlichen ZZ-Redaktion lobt

Vielleicht doch noch einen Auszug aus

Freiheitliche ZZ betätigt sich als eifrige Wiederleserin von Robert Jan Verbelen, einem SS-Mörder und Revisionisten

vom 13. Oktober 2012, um zu zeigen, daß es beim Lob für Walter Nowotny nicht um eine Ausnahme …

In den letzten zwei Ausgaben der freiheitlichen ZZ wird Robert Jan Verbelen als Autor von Spionageromanen also gleich zweimal hintereinander empfohlen -, ob in der nächsten Ausgabe schon seine revisionistischen Schriften empfohlen werden? Das ist nicht zu erwarten. Es soll wohl die positive Besprechung seiner Spionageromane die Leser und Leserinnen der freiheitlichen ZZ selber darauf bringen, sich mit allen Schriften des SS-Mörders und Revisionisten Robert Jan Verbelen zu befassen …

Wenn der Staat nicht funktioniert, funktioniert die Wirtschaft (auch Magna) nicht

Auf diese Formel kann, mehr, ist das von Frank Stronach und jetzt von Frank Stronach als Team weiter Geleierte, daß gar nichts funktioniere, wenn die Wirtschaft nicht funktioniere, zu berichtigen.

Vorausgeschickt muß werden, daß damit nichts gegen die Tüchtigkeit, nichts gegen persönliche Leistungen von Frank Stronach geschrieben werden will, aber es ist, immer wieder notwendig, klarzustellen, daß auch ein Frank Stronach ohne den Staat nichts wäre, ohne den Staat hätte Frank Stronach noch so tüchtig sein können, aber ohne den Staat wäre seine Firma eine kleine Werkstätte geblieben, und ohne den Staat hätte seine Firma nicht überlebt …

Ohne den Staat wäre die kleine Werkstätte, die Firma Multimatic, wie Frank Stronach sie nannte, und die mit der bereits existiereenden Firma Magna bald fusioniert wurde, also ein kleine Firma geblieben, denn zum Aufstieg trug wohl sehr die dirigistische Wirtschaftspolitik …

Ein weiterer großer Durchbruch folgte im Dezember 1968: Stronach und Pabst verschmolzen ihre Firma Multimatic mit der Magna Electronics, einer schon börsennotierten Firma, die Flugzeugteile und Rüstungsgüter produzierte. Pabst wurde 1971 Vorstandsvorsitzender, Frank Stronach wurde Vize-Präsident. Der Gründer von Magna schied aus dem Unternehmen aus.

Stronach hatte auch das Glück des Tüchtigen. Ihm kam nun ein Freihandelsabkommen zwischen Kanada und der USA zugute, das besagte, für jedes Auto, das die amerikanischen Konzerne in Kanada verkauften, sollte auch dort eines hergestellt werden. Dieser Pakt wurde 1965 geschlossen und war ein dirigistischer Eingriff des Staates in die Wirtschaft. Er kam der Firma Multimatic enorm entgegen. Als Stronach seinen Posten bei der Magna antrat, erreichte der große Autoboom aufgrund des Freihandelsabkommens – es gab keine Zollschranken für Autoexporte nach den USA – seinen Höhepunkt.

Frank Stronach, in Österreich stets fälschlich als Gründer von Magna vorgestellt, konnte weiter auf den funktionierenden Staat setzen, der dennoch stets von ihm denunziert wird …

„Sein persönlicher Erfolgspfad ist anders als seine Ansprüche.“ So seien nicht nur er und seine Tochter Belinda in Kanada politisch gescheitert, auch in seiner unternehmerischen Biographie gebe es einiges aufzuklären – nicht nur weil Magna dank Intervention der kanadischen Regierung vor der Pleite gerettet wurde -, so Androsch: „Stronach war ja früher in Österreich selbst massiv Teil des Systems und hat daraus Nutzen gezogen“.

Wie in Kanada. so auch in den USA:

Uncle Sam sei Dank. Wieder einmal zeigt sich, dass es an der Börse und auch im operativen Geschäft keine Einbahnstraßen gibt. Denn genau jener Markt, unter dessen Zusammenbruch der Zulieferer in der Finanz- und Wirtschaftskrise so stark gelitten hat, feiert jetzt ein Comeback und bereitet Magna entsprechend Freude: die Region Nordamerika. Allen voran hat sich der US-amerikanische Automarkt eindrucksvoll zurückgemeldet, was wiederum insbesondere die „Big Three“, GM, Ford und Chrysler – allesamt große Kunden von Magna -, freut. Niedrige Zinsen, teils finanzielle Anreize und zuletzt auch sinkende Benzinpreise ließen die Amerikaner wieder in die Autohäuser strömen.

Vor dem Hintergrund, dass Stronach mit seiner Partei ja für Wirtschaftsliberalismus steht, sei an dieser Stelle aber ein kritischer Gedanke erlaubt: Gerade die amerikanische Autoindustrie steht nur dank massiver Staatshilfen und Interventionen dort, wo sie nun steht. Ohne diese hätte etwa der notverstaatlichte Branchenführer GM das Comeback des Heimmarktes wohl gar nicht mehr erlebt – von diversen Verschrottungsprämien ganz zu schweigen. So viel zum vermeintlich freien Markt. Als Zulieferer kann sich auch Magna bei Uncle Sam bedanken. Generell steht gerade der austrokanadische Konzern für eine enge Verflechtung von Wirtschaft und Politik, was sich nicht nur, aber auch darin äußerte, dass Magna immer wieder Politiker aus verschiedenen Lagern beschäftigte[.]

Der Dank von Frank Stronach und der Dank jetzt weiter von Frank Stronach als Team ist, den Staat zu diffamieren, zu behaupten, funktioniere die Wirtschaft nicht, funktioniere gar nichts, während sein Unternehmen selbst der schlagendste Beweis dafür ist, daß es eben gerade umgekehrt ist, der funktionierende Staat massiv mit Steuergeld einspringen muß, damit die nicht funktionierende Wirtschaft wieder funktioniert …

Wie in Kanada, wie in den USA, so auch in Österreich:

Dann kam die große Krise. Magna war zu schnell gewachsen, hatte zu stark expandiert und das Unternehmen konnte nur durch massive Unterstützung seitens der Geschäftspartner und der Politik gerettet werden. 1990 übernahm die Voestalpine die Hälfte der europäischen Magna-Produktion und ermöglichte Magnas Fortbestand.

Wenn die Staaten nicht funktioniert hätten, dann gäbe es wohl heute keinen Frank Stronach als Team, der sich Wahlen stellen kann, mit der Behauptung, zu wissen, wie es geht, einen Staat zu lenken, nämlich wie einen wirtschaftlichen Betrieb. Und wer je Frank Stronach als Team zu wählen gedenkt, sollte sich vorher eine Frage beantworten, wer wird den Staat Österreich so vor der Pleite retten können, wie Magna durch Staaten gerettet wurde, sollte sich das ohne Staat nicht funktionierende Wirtschaften eines Frank Stronach in Österreich als Staatslenkungsmodell durchsetzen? Wenn ein Betrieb, um konkret zu bleiben, wie Magna nicht mehr funktioniert, hilft der Staat, wenn ein Staat, um konkret zu bleiben, wie Österreich wie Magna geführt wird und dadurch nicht mehr funktioniert, wer kann dann noch helfen, gibt es doch über dem Staat keinen Staat, der Frank Stronach als Team aus der Patsche helfen könnte … Doch, es gibt die Europäische Union, und diese wird es dann wohl sein müssen, um das von Frank Stronach als Team im Staat Österreich Angerichtetete wieder zu reparieren, zu retten, zu helfen … Aber an der Europäischen Union läßt Frank Stronach und läßt jetzt weiter Frank Stronach als Team ebenfalls kein gutes Haar …

Und noch etwas sollten Wähler und Wählerinnen, die damit liebäugeln, Frank Stronach als Team ihre Stimme zu geben, bedenken, sich erinnern, an das, was ein anderer Milliardär bereits angerichtet hat, wohin dieser Italien gelenkt hat, in welche Misere dieser Milliardär die Menschen in Italien gebracht hat, während er selbst weiter in Luxus … Wer solchen Personen den Staat überlassen will, wer solche wählt, stimmt dafür, daß der Staat nicht mehr funktionieren soll, und wenn ein Staat nicht mehr funktioniert, dann funktioniert wirklich gar nichts mehr.

Kreative Wahrheitsbilanzierung – So funktioniert Werbung, generell Wirtschaft

Die Wirtschaftskammer schaltet derzeit auch im Fernsehen einen Werbespot „Mit einer Lehre ist alles  drin“ und will „Klartext reden“ … Aber dieser wirtschaftskammerliche Klartext muß gelesen werden als eine Bilanz, die beim ersten Durchblättern positiv interpretiert werden kann. Allerdings bei näherer Beschäftigung fallen Zahlen auf, die nur einen Schluß zulassen, es wird kreativ bilanziert. Genauso ist es mit dem Werbespot der Wirtschaftskammer, er klingt für junge Menschen, die vor der Entscheidung über ihr zukünftiges Berufsleben stehen, positiv, eine Lehre zu machen, das hat Perspektive, mit einer Lehre kann es „nach ganz oben“ geschafft … Allerdings nur bis Robert F. Hartlauer vorgestellt wird, als einer, der es vom Lehrling zum Chef -, so funktioniert Werbung, so funktioniert Wirtschaft: Wahrheit kreativ bilanzieren.

Robert F. Hartlauer aber, und das ist kein Wort gegen ihn, hatte es bereits mit seiner Geburt geschafft, „ganz oben“ zu sein, denn er ist Erbe, er übernahm das Unternehmen von seinem Vater. Es war also nicht seine Lehre dafür ausschlaggebend, es „nach ganz oben geschafft“ zu haben. Und die seine Lehre war nicht einmal seine erste Ausbildung, davor machte er die HAK-Matura, und die Lehre zusätzlich und parallel zu seiner Tätigkeit im elterlichen Betrieb, in dem er bereits für Reklamationen und Internetabteilung zuständig war, wie dem „Who is Who in Östereich“ zu entnehmen ist.

So funktioniert Werbung, so funktioniert Wirtschaft: Wahrheit kreativ bilanzieren.

Es wurde nicht nachgesehen, ob noch weitere Erben von der Wirtschaftskammer als Lehrlinge verkauft werden, die allein und einzig aufgrund ihrer Lehre es „nach ganz oben“ geschafft haben, es reicht das Beispiel von Robert F. Hartlauer, um zu zeigen, wie es die Wirtschaft mit der Wahrheit hält …

Die Wahrheit für Lehrlinge, die keine Erben sind, wird außerhalb dieses Spots allerdings eine ganz andere sein …

PS Und noch wer bilanziert Wahrheit stets sehr kreativ -, Michael Spindelegger, christschwarzer Führer, christschwarzer Vizekanzler, christschwarzer Außenminister, der nie eine Lehre machte, aber auch nie in der Wirtschaft tätig war, und doch legt er immer eine sehr kreative Bilanz über seine Wirtschaftskompetenz …

Wolf D. Prix würde keine Gefängnisse bauen, aber im Volksrepublik China genannten schon

Weil danach gefragt wurde, welche Architekten aus dem Westen in Volksrepublik China – Dieses Imperium muß auseinanderbrechen denn gemeint seien, die dem Regime werbetechnisch bestes Propagandamaterial betonieren, wird nun doch ein Name nachgereicht, allerdings mit diesem ein besonderes Beispiel -, es muß nämlich zu dem bereits Geschriebenen nichts mehr hinzugefügt werden, lediglich eine carte postale mit ein paar Ausschnitten, die ohnehin alles sagen -, und ein Zitat:

Kärnten ist ein schönes Land, aber die politischen Vorgänge sind absolut unappetitlich. Da werden alle Spielregeln der Politik missachtet, das zerstört die Reputation der gesamten Republik.

Motto der kritischen Architektur: Zusammenarbeit wird abgelehnt, aber betoniert kann gleich werden.

Sprach in diesem Sommer Wolf D. Prix (im gemeinsamen Interview mit Bundeskanzler Werner Faymann, veröffentlicht im „Standard“ am 4. August 2012) kritisch oder moralisch oder über sich …

Selbstverständlich ist Kärnten in keiner Weise mit der Volksrepublik China zu vergleichen, und es geht nicht um China und noch weniger um Kärnten, sondern ausschließlich um den gar so moralischen Baumeister Wolf D. Prix und die Frage, ob er denn bald in Kärnten bauen werde oder wenigstens bereits mit den Planungen -, denn kaum lehne er eine Zusammenarbeit, wie 2008 mit China, ab, plant er auch schon das Betonieren für jene, mit denen er gleichzeitig die Zusammenarbeit ablehne, wie auf der carte postale gelesen werden kann, nennt Coop Himmelblau selbst die Zeit für den chinesichen Bau: 2008-2012 … Unappetitlich -, die Frage ist wohl falsch gestellt, denn für Wolf D. Prix, darf angenommen werden, wird Unappetitlich kein Synonym für Keine Zusammenarbeit sein …