Über Menschen, die gestorben sind, kann nur noch das Gute gesagt werden. Und über Felix Baumgartner wird nun nur noch das Gute gesagt und geschrieben, etwa auf der Konzernplattform X …
so viel Gutes zu schreiben wissen, ist davor bewahrt, daß je wer noch etwas Schlechtes über ihn schreiben oder sagen kann, es gar nichts Schlechtes mehr zu sagen oder zu schreiben gibt, ist doch mit allem Guten, das über ihn nun gesagt und geschrieben wird, alles gesagt und geschrieben, was zu ihm gesagt und geschrieben werden kann.
Freilich war nicht das gesamte Werk von Sergius Pauser dem einen Österreicher ein „Dreck“, sondern ein bestimmtes Werk, ein Bild, das Belvedere-Bild. Dieses Bild der „Staatsvertragsunterzeichnung“ wollte er von einem anderen gemalt haben, und dieser Maler malte es dann auch;
wer hätte sich auch dem Willen eines Kanzlers widersetzen wollen, entgegenzustellen gewagt?
1942 lehnte er eine Berufung an die Akademie der bildenden Künste in Karlsruhe ab. 1943–66 war er Leiter der Meisterschule für Portraitmalerei an der Wiener Akademie, der er 1945/46 auch interimistisch als Rektor vorstand.
So wird, ist am 16. Juli 2025 zu lesen, über Sergius Pauser auf der Website „Österreichische Galerie Belvedere“ informiert. Ein begnadeter Portraitmaler kann sich eben aussuchen, wo er arbeiten will, wo er lehren will. Davon ist auf der Website Sergius Pauser im „Lebenslauf“ nicht zu lesen, auch nicht bei Isabella Ackerl, von der auf der Website Sergius Pauser zu lesen ist, ebenfalls am 16. Juli 2025:
Dunkle Jahre
Die Einverleibung Österreichs in das Deutsche Reich veränderte zunächst nur wenig an Pausers Leben, wenn auch eine Reihe seiner Auftraggeber Österreich verlassen mußte. Noch erlebte er bei der Secessionsausstellung im Jahre 1938 einen großen Erfolg. Als er jedoch hörte, daß Hitler in der Münchner Ausstellung im Haus der Deutschen Kunst einen Wutanfall erlitten und alle seine Werke als „entartet“ bezeichnet hätte, stürzte ihn diese Affäre in eine tiefe Depression und Existenzangst. Als Maler sah er sich außerstande, auf Dauer anderswo zu leben und zu arbeiten. Gleichsam als Tarnung und Schutzschild begann Pauser, intensiver denn je in altmeisterlicher Technik zu arbeiten. Nach einer kurzen Kriegsdienstepisode übernahm er mit März 1943 die Leitung der Meisterschule für Bildnismalerei an der Wiener Akademie für bildende Künste. Sein Verhältnis zum Regime war sichtlich gespannt, denn 1944 wurde er mit anderen „Politisch Unzuverlässigen“ zu Schanzarbeiten nach Radkersburg kommandiert. Der Schauspieler Curd Jürgens (1915-1982), der ebenfalls die Ehre hatte, diesem Transport anzugehören, schrieb in seinen Erinnerungen: „… daß Sergius … recht viel Unangenehmes durchmachen mußte, da die SA-Bewacher mehr und mehr die Nerven verloren und dies an den Gefangenen ausließen.“
Und das Heeresgeschichtliche Museum in Wien stellt auf seiner Website am 30. April 2025 unter „Objekt des Monats Mai 2025“ die Information zur Verfügung:
Die künstlerische Karriere des Absolventen der Münchner und Wiener Akademie, Sergius Pauser, war ein stetiges Auf und Ab. Anfangs dem Expressionismus anhängend, wechselte er Ende der 1920er Jahre zur Neuen Sachlichkeit und drückte sich später mehr und mehr in aufgelockerter Malweise aus. In den 1930er Jahren stellte er in Deutschland, den USA und der Schweiz aus – mit Erfolg, wie zahlreiche österreichische und internationale Preise belegen. Dem Nationalsozialismus passte sich Pauser stilistisch nicht an – im Gegenteil: bei der Eröffnung einer Ausstellung im „Haus der Deutschen Kunst“ 1937 entfernte Adolf Hitler persönlich in einem Wutanfall seine Bilder von der Wand und bezeichnete selbige als „entartet“. Diese Affäre löste in Pauser heftige Existenzängste aus. Wie sich herausstellte nicht unbegründet, er wurde im Herbst 1944 mit fünftausend sogenannten „Politisch Unzuverlässigen“ in ein Schanz-Lager bei Bad Radkersburg gebracht. Ab 1945 stellte Pauser wieder national und international aus und wurde vielfach ausgezeichnet. 1955 erteilte ihm die Bundesregierung den Auftrag, die feierliche Unterzeichnung des Staatsvertrages im Oberen Belvedere in einem Gemälde festzuhalten. Die erste Fassung wurde abgelehnt, aber dennoch vom Bundesministerium für Unterricht und Kunst angekauft (heute Artothek des Bundes). Anschließend, über einen Auftrag sowohl der Stadt Wien als auch des Niederösterreichischen Landesmuseums, schuf Pauser eine zweite und dritte Fassung seiner an Ort und Stelle entstandenen Ölskizze in Form von Pastellskizzen. Das für die zeitgenössischen Regierungsmitglieder viel zu impressionistisch gestaltete Werk wurde von Bundeskanzler Julius Raab mit den höchst unstaatsmännischen Worten „Fahrts ab mit dem Dreck!“ abgelehnt. Den Auftrag für das Staatsvertragsgemälde erhielt schließlich Raabs „Leibmaler“ Robert Fuchs. Eine der beiden noch erhaltenen Pastellskizzen Pausers befindet sich heute in der Albertina, die andere konnte 2005 von der Witwe des Malers durch das HGM angekauft werden und wird hiermit zum ersten Mal der Öffentlichkeit präsentiert.
Doch man sprach nun einmal über Pausers Berufung. Immerhin hatte er 1942 den Baldur von Schirach-Preis erhalten. Schirach aber hatte ursprünglich, wie Anny Pauser berichtet, den Maler Andreas Patzelt protegiert. Eine Ausstellung im Künstlerhaus soll die Möglichkeit geboten haben, den Reichsstatthalter von seiner vorgefaßten Meinung abzubringen, er entschied sich für Pauser.
Ob der „Reichsstatthalter“ der Meinung war, das von Pauser sei Dreck? Das wird nicht gewußt.
Trotz der Wertschätzung der Bilder Pausers, auch durch die Machthaber dieser Zeit, war seine Einstellung zum Regime nicht verborgen geblieben. So kam es, daß er im Herbst 1944 mit fünftausend sogenannten „Politisch Unzuverlässigen in ein Schanz-Lager bei Radkersburg gebracht wurde. Am 27. März 1945 tritt Pauser einen vierwöchigen Krankenurlaub an und erlebt das Kriegsende in seinem Haus in Waidhofen. Pauser, zuerst (1945) im allgemeinen Arbeitseinsatz in seiner Heimatstadt, dann von der russischen Besatzungsmacht als Künstler „entdeckt“, hatte dort die Aufgabe, unter militärischer Beaufsichtigung Lenin, Stalin und andere Persönlichkeiten nach Zeitungsausschnitten zu malen. Durch die Intervention des Wiener Stadtrates (Matejka) bei der zuständigen sowjetrussischen Militärdienststelle konnte er Waidhofen schließen verlassen.
„Nach dreijähriger Ausbildung an der Graphischen Lehr- und Versuchsanstalt 1914/15 Studium an der Wiener Akademie der bildenden Künste bei J. Schmid, H. Tichy und R. Jettmar. Fortsetzung des Studiums 1918–24, u. a. bei R. Bacher. Ab 1933 Mitglied des Wiener Künstlerhauses. Pressezeichner für die Zeitungen ‚Neue Freie Presse‘, ‚Wiener Tagblatt‘, ‚Wiener Montag‘ und ‚Die Wirtschaft‘. Fuchs widmete sich vor allem der Portrait-, Landschafts- und Figurenmalerei und blieb einer realistischen Kunstauffassung verbunden.“ [aus: Reiter, Cornelia (Bearb.)/ Koja, Stephan (Bearb.)/ Márkus, Hella (Bearb.): Kunst des 20. Jahrhunderts. Bestandskatalog der Österreichischen Galerie des 20. Jahrhunderts, Bd. 1: A–F, hrsg. v. d. Österreichischen Galerie Belvedere, Wien 1993, S. 271]
Auf der Website „Haus der Geschichte Österreich“ ist ebenfalls am 16. Juli 2025 zu lesen:
1955: Staatsvertragsgemälde Ein illegaler Nationalsozialist als Staatskünstler Für den Ball der Stadt Wien 1937 fertigte der Maler Robert Fuchs Portraits der hochgestellten Ballgäste an, darunter auch eines des ehemaligen Justizministers Robert Winterstein, der als Vertreter der Schuschnigg-Regierung sofort nach dem „Anschluss“ am 15. März 1938 verhaftet und 1940 im KZ Buchenwald ermordet wurde. Während Winterstein in Haft saß, fertigte Robert Fuchs als langjähriger illegaler Nationalsozialist ein Wandgemälde für den Hauptsaal des Wiener Stadtkrugs, einem Treffpunkt illegaler Nazis an, das den Marsch der SA in der Nacht vom 11. auf den 12. März 1938 darstellte. Sein berühmtestes Werk ist Die Unterzeichnung des österreichischen Staatsvertrags im Oberen Belvedere 1955, das im Auftrag der Bundesregierung entstanden ist. Bundeskanzler Julius Raab, der ehemalige Handelsminister der letzten Schuschnigg-Regierung, entschied sich für die Version von Robert Fuchs und gegen den ursprünglichen Entwurf von Sergius Pauser.
Was in der Geschichte, soll in der Geschichte bleiben, tot und vergraben. Was aber leben bleiben soll, sind die recht guten Erinnerungen, beispielsweise diese der Tochter, zu lesen auf der Website „DENK*MAL Verein zur Pflege der Denkmäler und der lokalen Kultur in Neustift am Walde und Salmannsdorf“:
Prof. h. c. Robert Fuchs Aus den Erinnerungen seiner Tochter Margarete Groiss „1942 brachte uns Vati mit der Erzieherin wegen der Bombardierung des 2. Weltkriegs nach Kamegg am Kamp/NÖ zu den Fallmann’s (Bauern u. Mühlenbesitzer). Wir bewohnten ein Zimmer und eine Veranda. Er kam nur zum Wochenende zu uns und erlebte die grauslichen Bombenangriffe hautnah. 1947 zogen wir alle wieder nach Wien. Vati malte wieder fleißig in seinem Atelier und bekam allmählich wieder Porträtaufträge (vor allem Politiker und Prominente), daneben entstanden Kompositionen und er schuf auch kleine Plastiken (Raab-Kopf, Töchter, u.s.w.). 1955 kaufte er in Neustift am Walde ein schönes Haus mit großem Garten. 1955 bekam er auch den Auftrag, die Staatsvertragsunterzeichnung im Belvedere zu malen. Dieses Gemälde hängt heute im Bundeskanzleramt.“ „Vati hatte ein sehr geselliges Leben – jedes Wochenende wurden Gäste eingeladen (auch Bundeskanzler Raab war oft zu Gast). Vati war auch ein sehr beliebter „Haus u. Hofmaler” der Familie Franz Mayr-Mellnhof aus Fronleiten. Im Künstlerklub „Alte Welt” in der Windmühlgasse wurden oft kleine Theaterstücke von ihm aufgeführt, in denen er selbst mitspielte. Vati war auch sehr naturverbunden. Er hatte herrliche Rosen im Garten, die er mit Liebe pflegte und malte. Bei verschiedenen Heurigen in Neustift war er ein gern gesehener Gast – obwohl er nicht mehr als höchstens zwei Vierteln genoss. Er besuchte oft Kamegg und Gars und malte wunderschöne Landschaften. Vati war immer voller Ideen – verfasste philosophische Schriften, und schuf einen Christuszyklus mit sehr großformatigen Bildern. Auch die „Weinberg-Muttergottes” stammt von ihm. Im 83. Lebensjahr wurde er dann schon sehr gebrechlich und als er nicht mehr malen konnte, freute ihn das Leben nicht mehr. Mit 84 Jahren starb er nach einem ausgefüllten und trotz allem schönen Leben.”
Wie berichtet wird, werde der Papst ab diesem Jahr wieder für eine gewisse Zeit vor allem im Sommer in das Museum Castelgandolfo jährlich übersiedelt werden. Die Entscheidung darüber, ob bei der jeweiligen Rückübersiedlung des Papstes von diesem Museum in das andere, in welchem er mehr oder weniger ganzjährig besuchbar ist, auch die Schaustücke,
zu denen u. a. das Bild „Papa e falegmene“ gehört, jährlich von einem Ort zum anderen mit übersiedelt werden, ist noch nicht gefallen, jedenfalls ist bis jetzt keine solche bekanntgegeben worden. Allerdings hängt es auch davon ab, ob diese aufgefunden werden. Nicht bestätigt ist ebenfalls ihre Verräumung. Für eine Mitnahme der Schaustücke, sollten sie denn gefunden werden, zu denen u. a. auch eine Informationstafel gehört, spräche, so soll es überlegt werden,
Das Palais vom Papst hat mich immer sehr beeindruckt, ist ja ein sehr einfaches, bis zum zweiten Stock hinauf feuchtes Gebäude, also sehr unklug gebaut. Und an der Rückseite vom Papstpalais wohnt ein Zimmermann. Direkt angebaut an das Haus von Castelgandolfo. Da ist die Kirche sehr raffiniert. Hat der Zimmermann sein Haus. Und da hängt, wie ich einmal vorbeigegangen bin, vor fünfzehn Jahren oder was, sind unten die päpstlichen Unterhosen gehängt, auf Wäscheleinen, und daneben war ein kleiner Zaun, wo dann die Hosen vom Zimmermann, auch Unterhosen. Ist ein sehr rauhes Klima dort, also die tragen auch schon im Herbst lange Unterhosen [mutande lunghe]. Das hat mir unglaublich imponiert, daß die Unterhosen vom Papst und von dem kleinen Zimmermann von Castel Gandolfo, der Sargtischler wahrscheinlich war, daß die nebeneinand im Wind flattern. Da habe ich mir gedacht, daß eigentlich die Kirche, wenn man näher hinschaut, immer von einer Raffinesse gewesen ist, die sowieso unübertrefflich ist, die hat das wieder hier vollzogen. Auf der einen Seite das Aristokratische, Zurückhaltende, Großartige, Pomphafte und nachher wieder alles Einheimsende, indem man sich in einer Weise verbrüdert, ganz bewußt, in der Architektur auch, wie in diesem Fall.
Der Papst und der Zimmermann. Es gibt eine Oper: „Zar und Zimmermann“. Man könnte ja einen zweiten Teil schreiben. Der Papst und der Zimmermann. Im ersten Akt, wenn der Vorhang aufgeht, flackern, flattern die Unterhosen vom Papst und dem Zimmermann in der Sonne. Ist ja alles, was auf der Welt ist, ist ein Schauspiel. Der Papst ist ja auch ein großer Schauspieler, unabhängig davon, daß er ein sehr niedriges Schauspiel gelernt hat, ist er jetzt natürlich einer der größten Darsteller. So ein Weltstück. Der Papst, der Ronald Reagan und der Breschnew, ist so wie der Bronner, der Farkas und der Wehle, auf einer etwas kleineren Stufe, aber im Grunde ist es ja auch eine Art Kabarett, das manchmal ins große Theater ausartet, aber da auch unerträglicherweise, muß es manchmal zusammenschrumpfen auf ein Kabarett, und da spielen ja immer alle Mächtigen sehr gut zusammen. Heute ist der Carter, der Reagan und der Wojtila. Da wars einmal der Duce, der Hitler und der Franco.
Jede Zeit hat ihre anderen Hauptdarsteller. Man sagt ja nicht umsonst Weltbühne, das hat ja alles seinen Sinn. Es ist alles ein großes Theater. Oder der böse Khomenei, von rechts tritt er auf. Und der kleine Kreisky von hinten. Die Pferde sind gesattelt. Ist alles ganz lustig. Ich scheine ja nicht auf, irgendwo am Schnürboden, zieht man irgendwo mit, man zieht ja nicht einmal allein an einem Prospekt, sondern da ziehen halt einige Millionen oder Milliarden, ziehen, und da bewegt sich irgendwie der Hintergrund. Aber die paar Figuren vorn geben ihr Salonstück. Und die Würde stellt halt der Papst dar, in seinem weißen Gewand, der Undurchschaubare, der kommt meistens aus dem Osten, also der Rote, der Dunkle, der Gefürchtete, das ist halt der Breschnew momentan, schon mit der sehr viel Altersbruch. Und dann irgendwie die lustige Figur, alles, das gibt’s. So ein Helmut Schmidt, so Zechkumpanen, so junge Gesellen, die da auftreten, ist ein Jedermannsspiel. Und die Bühne ist halt so abgeflacht rund wie die Weltkugel. Wenn man die Zeitung aufmacht, sieht man das Schauspiel. Deshalb sind Zeitungen ja wunderbar, weil da geht jeden Tag der Vorhang auf.
Nun hat der zurzeitige Präsident des österreichischen Parlaments
den Kauf von Skulpturen für das Parlament rückabgewickelt. „Ich danke der Parlamentsdirektion für die äußerst sachlich und professionelll geführten Verhandlungen sowie dem Künstler für sein Einverständnis für die Rückabwicklung angesichts der erforderlichen Sparmaßnahmen im Budget“, erklärte Rosenkranz.
Sobotka hatte die Skulpturen im Namen des Parlaments geordert, ohne einen Kurator beizuziehen und ohne damit die Präsidiale zu befassen, was einiges an Kritik hervorrief.
Das höchst staatsmännische Vorgehen Sobotkas ruft in Erinnerung, wie vor siebzig Jahren Julius Raab mit seiner höchst künstlerischen Expertise „Fahrts ab mit dem Dreck!“ —
1955 erteilte ihm die Bundesregierung den Auftrag, die feierliche Unterzeichnung des Staatsvertrages im Oberen Belvedere in einem Gemälde festzuhalten. Die erste Fassung wurde abgelehnt, aber dennoch vom Bundesministerium für Unterricht und Kunst angekauft (heute Artothek des Bundes). Anschließend, über einen Auftrag sowohl der Stadt Wien als auch des Niederösterreichischen Landesmuseums, schuf Pauser eine zweite und dritte Fassung seiner an Ort und Stelle entstandenen Ölskizze in Form von Pastellskizzen. Das für die zeitgenössischen Regierungsmitglieder viel zu impressionistisch gestaltete Werk wurde von Bundeskanzler Julius Raab mit den höchst unstaatsmännischen Worten „Fahrts ab mit dem Dreck!“ abgelehnt. Den Auftrag für das Staatsvertragsgemälde erhielt schließlich Raabs „Leibmaler“ Robert Fuchs.
Was für Kunstsinnige an der höchsten Staatsspitze in Österreich, und das seit Jahrzehnten. Die kunstsinnige Höchststaatsspitze bedarf keiner Gremien, keiner Kuratorien, sie weiß selbst alles über Kunst,
sie weiß allein, wie zu entscheiden ist, was anzuschaffen ist, wer zu beauftragen ist, Ausschreibungen wären doch bloße Beleidigungen ihres Kunstverstands.
Sergius Pauser, „literarisches Denkmal“ von Thomas Bernhard ist nicht Anlaß, nach Jahrzehnten Ungenach erneut zu lesen, Sergius Pauser und Ungenach sind nicht Grund dafür, sie in einem Kapitel auftreten zu lassen, genaugenommen, vorab in zwei Kapiteln auftreten zu lassen, ehe vom eigentlichen Anlaß, warum von Sergius Pauser zu berichten ist, von dem auf der Website Wien Geschichte Wiki, so ist es am 3. Juli 2025 zu lesen, u. a. berichtet wird:
Der Schriftsteller Thomas Bernhard setzte Pauser in der 1968 veröffentlichten Erzählung Ungenach ein literarisches Denkmal. Darin wird besonders die Liebe Pausers zum Schriftsteller und Malerkollegen Adalbert Stifter (auch Pauser verfasste gelegentlich Lyrik und Prosa) nachgezeichnet. Bernhard war mit Sergius Pauser persönlich bekannt geworden, nachdem sich der Maler 1962 in Traunkirchen im oberösterreichischen Alpenvorland einen alten Bauernhof gekauft hatte, der ganz in der Nähe von Bernhards Hof in Ohlsdorf lag.
In Ungenach wird nicht „die Liebe Pausers zum Schriftsteller und Malerkollegen Adalbert Stifter nachgezeichnet“. Mit Ungenach wird Pauser also kein „literarisches Denkmal“ gesetzt. In Ungenach kommt Pauser zweimal vor: Einmal in der Liste „Meiner Abschenkung teilhaftig werdende Personen“ mit dem Eintrag: „VII. Pauser (Weiermayer-Mühle/Sägewerk)“. Und in den Notizen zu den vielen beschenkten Personen, die wie folgt eingeleitet wird: „Diese, meiner Abschenkung teilhaftig werdende Personen betreffende Notizen, die ich mir gemacht habe: Pauser, Sergius, Philosoph, Weltmann, Mystiker.“
VII. Pauser (Weiermayer-Mühle/Sägewerk)
Pauser, Sergius, Philosph, Weltmann, Mystiker
Mehr ist von Pauser in Ungenach nicht zu lesen. Vielleicht sind diese zwei Zeilen oder mit der Nummerierung drei Zeilen zu Pauser Sergius bereits ein „literarisches Denkmal“, wird er, Pauser, darin nicht als Maler vorgestellt, oder es ist kein „literarisches Denkmal“, aber vielleicht eine Berurteilung von Pauser als Maler, der zwar ein „Philosoph, Weltmann, Mystiker“, aber, wie es gelesen werden kann, ein Nichtmaler, ein Nichtmaler, der mit einer „Mühle“/mit einem „Sägwerk“ beschenkt werden muß, vielleicht um ihm ein Auskommen zu sichern, wie allen anderen von Robert Zoiss beschenkten Personen, etwa „Ritzinger, Viktor, dzt. Strafanstalt Göllersdorf“, „Hofrad, August, Holzarbeiter in Reindlmühle“, „Kobernaußer, Justin, dzt. Irrenanstalt Am Steinhof“, „Palant, Franz, Hilfsarbeiter in Kirchham“, „Süßner, Strafanstalt Stein“, „Dapprich, Ferdinand, unruhig zwischen Graz und Rom. Berufslos.“, „Fabian, Titus. Hilfsarbeiter, dzt. Strafanstalt Garsten“, „Absam, Nikolaus, Vorarbeiter, dzt. Strafanstalt Suben“ und so weiter und so fort.
Rupert Feuchtmüller hat in sein Buch aufgenommen, was nicht aus Ungenach ist, sondern das, was Thomas Bernhard ihm gesagt oder ihm geschrieben oder was Rupert Feuchtmüller von irgendwoher bekommen hat, das Thomas Bernhard über Sergius Pauser irgendwann, aber auf alle Fälle nach dessen Tod im Jahr 1970 gesagt oder geschrieben hat:
Zur Beruhigung und gegen die Geisteserschöpfung und in Anbetracht der düsteren und finsteren Zustände, die in meiner oberösterreichischen Gegend einen Großteil des Jahres dem dort in Arbeit und in Langeweile und immer auch gegen die Arbeit und gegen die Langeweile und gegen die pausenlos menschenfaszinierende und menschenzerstörende und menschentötende Natur Existierenden herrschen, bin ich sehr oft an den Mühlbach bei Traunkirchen gefahren, in das von dem Maler Pauser in alle Einzelheiten hinein beherrschte kleine und gleichzeitig alles weltoffen-differenzierende Haus hineingegangen, in welchem ich gefunden habe, was ich suchte und worin ich sehr oft aus einer der vielen schmerzhaften, beinahe unaushaltbaren jahreszeitlich bedingten das Gemüt und den Geist beschämenden Stimmungen gerettet gewesen bin. Ein Geistesgegenstand war an solchen Nachmittagen oder Abenden gegenüber dem Traunstein und an dem plätschernden Mühlbach sehr bald der Mittelpunkt gewesen und ich erinnere mich genauer Kenntnisse und Erkenntnisse meines Gesprächs- oder Empfindungspartners vor allem die Literatur und die Dichtung betreffend. Von Sergius Pauser, dem Künstler, Professor und Weltmann, habe ich Meditationen beispielsweise über Adalbert Stifter gehört, wie ich sie von niemandem gehört habe, er war ein Entdecker der verborgensten Empfindsamkeiten des Poetischen, ein liebevoll-wachsamer Rutengänger über der Landschaft der Weltliteratur, ein Philosoph und ein durch und durch künstlerischer Charakter. Seit seinem Tod ist es recht leer am Mühlbach bei Traunkirchen und keine Spur mehr von seinem Geiste.
Aus der Monographie: Rupert Feuchtmüller, SERGIUS PAUSER, Edition Tusch Wien, 1977: „Erinnerungen seiner Freunde, Kollegen und Schüler“
Ob es von Wien Geschichte Wiki ein „Lapsus“ oder mehr, gar ein Ungemach ist, mag nicht beurteilt werden, vielleicht nur eine Leseungenauigkeit, hervorgerufen jedoch durch eine „Geisteserschöpfung“, wer will es beurteilen, Ungenach scheint dafür bestens geeignet zu sein, Fehler zu begehen, wie am 3. Juli 2015 zu lesen ist, auf der Website von dem Adalbert-Stifter-Institut des Landes Oberösterreich, verfaßt von Martin Huber:
In den Mitteilungen des Deutschen Germanisten Verbandes weist der Hamburger Rezensent im Juni 1969 auf Thomas Bernhards Erzählung „Ungemach“ hin (Niszkiewicz 1969). Die geografische Entfernung zwischen der norddeutschen Großstadt und der kleinen Gemeinde im oberösterreichischen Hausruckviertel (Bezirk Vöcklabruck) mag diesen Lapsus ebenso entschuldigen wie die noch nicht so weit gediehene Vertrautheit mit der Lebenswelt des damals gerade erst berühmt werdenden Autors. Inzwischen ist die Verwandlung zahlreicher Orte aus der Umgebung von Bernhards Wohnsitz zu Schauplätzen seiner Literatur Allgemeingut, die „Landschaft des südlichen Oberösterreich“ zu einem „literarischen ‚Bernhard-Land‘“ (Mittermayer 2006, 52) geworden. In Ungenach selbst gibt es heute einen Thomas-Bernhard-Platz mit Informations-Tafeln zum Leben des Autors und Zitaten aus seiner einschlägigen Erzählung.
Ungenach ist freilich bei weitem nicht der einzige Ortsname in der gleichnamigen Erzählung – und einmal mehr geht es nicht um die konkreten oberösterreichischen Orte. Vielmehr steht es als eine Art „Österreich-Ungenach“ (Kommentar, 239) für dieses Land und seine Geschichte.
Zuletzt bearbeitet wurde der Eintrag zu Sergius Pauser auf Wien Geschichte Wiki, ist am 3. Juli 2025 zu lesen, am 29. Oktober 2024. Wäre doch jedes Ungemach, ach so gering wie dieses, in Ungenach etwas hineinzuschreiben, das in Ungenach nicht erzählt wird.
Es kann vorkommen, daß einem Kapitel erst später sein endgültiges Ende geschrieben werden kann, wie nun bei diesem Kapitel, und es ist ein positives Ende, da „Geschichte Wien Wiki“ das Falsche nun doch am 10. Juli 2025, wie jetzt gelesen werden kann, berichtigt hat, jetzt auf „Geschichte Wien Wiki“ also ebenfalls gelesen werden kann, was Thomas Bernhard zu Sergius Pauser in Ungenach tatsächlich geschrieben hat.
Vom Grund, nach Jahrzehnten Ungenach erneut zu lesen, wird noch zu berichten sein. Vorab aber nur einen Absatz aus vor 57 Jahren (das die Quersumme 12 ergibt) veröffentlichtem Ungenach für all jene,
Man wacht auf und wacht in Gemeinheit und in Niedertracht und in Stumpfsinn und in Charakterschwäche hinein auf und fängt zu denken an und denkt nichts als in Gemeinheit, Niedertracht, Stumpfsinn, Charakterschwäche. Nichts als in Todespathologie und Daseinsdilettantismus. Man hört und sieht und denkt und vergißt, was man hört, sieht und denkt, und altert, jeder auf seine ihm angeborene Weise in Einsamkeit, Unfähigkeit, Unverschämtheit.
Beim gestrigen Hören des Morgenjournals, am 26. Juni 2025, zur Eröffnung der deutschsprachigen Literatur 2025 in Klagenfurt wurde gedacht, der öffentlich-rechtliche Rundfunk Österreichs wird Klaus Kastberger nicht vollständig zitiert haben, vom Rundfunk der Name des Verlages, von dem Klaus Kastberger sprach, nicht mit zitiert worden sein.
das Urteil, das Klaus Kastberger erwähnte, nun, ein Urteil eben, den Stützen der österreichischen Gesellschaft, zu der auch diese Familie gehört, wird das wohl nur eines sagen, es seien halt die Neidenden, die Hassenden, die Klagenden, die Hetzenden, aber Klaus Kastberger muß nicht neidisch sein, muß nicht hassen, muß nicht hetzen, muß nicht klagen, ist er doch selbst ein Ausgezeichneter (2023: Österreichischer Staatspreis für Literaturkritik,2024: Ehrenzeichen des Landes Steiermark für Wissenschaft, Forschung und Kunst) …
Für einen aus Graz Stammenden ist es gesinnungsgemäß weit zu wenig, einen
bloßen „Brandbrief an Merkel“ zu schreiben, unter einem Brandbuch, wobei es verwundert, daß dieses sein Werk noch nicht als Brandbuch von seiner gesinnungsgemäßen Gemeinschaft reklamiert und rezensiert worden ist, macht es ein solcher nicht,
Beate Meinl-Reisinger, nun Außenministerin in Österreich, hätte gerne, so wurde es berichtet, Norbert Hofer zum „Sondergesandten“ ihrer Werbung, Norbert Hofer hätte also, wie es auf der Website ihres Ministeriums heißt, einer ihrer der „Sonderemissäre“ werden sollen … Ganz der Transparenz verpflichtet werden die von der österreichischen Bundesregierung „bestellten Sonderemissäre“ mit keinem geheimen Auftrag, der für gewöhnlich u. a. zu den Aufgaben von Emissärinnen gezählt wird, ausgestattet, sondern mit der gewöhnlichen, aber ihr teuren Aufgabe, die österreichische Kandidatur für einen Sitz im UNO-Sicherheitsrat zu bewerben …
Bestellt zu „Sonderemissären“ wurden, wie es auf der Website des Ministeriums am 26. Juni 2025 heißt, lauter „Ehemalige“, also Menschen, die ehemals politische Positionen in Österreich einnahmen.
Und es mag gar nicht seltsam erscheinen, daß Leopold Sacher-Masoch in den Sinn kommt, für den
Der Mensch, so die offensichtliche Moral, muB das höchstmögliche, erhabenste Ziel verfolgen, d. h. nicht nur sein eigenes, sondem das Los der Menschheit zu verbessern suchen. Dieses edle Ziel kann umso schneller erreicht werden, wenn Mann und Frau ihm als Gleichgesinnte und -berechtigte mit vereinten Kräften entgegenarbeiten. Patriotismus ist gut, aber es ist allein der kosmopolitische Patriotisrnus des Österreichers (und für den jungen Sacher-Masoch ist der Österreicher immer Weltbürger), der die revolutionaren ldeale von Gleichheit, Freiheit und Brüderlichkeit garantiert.
Er glaubte an den horizonterweiternden Effekt einer multinationalen Abstammung und fürchtete die lmplikationen insbesondere einer deutschen Reinrassigkeit, nicht nur für das Individuum, sondern für die Menschheit im Allgemeinen. Er wollte sich vor allem als Mensch, nicht als Repräsentant einer spezifischen Nation und ihrer Interessen verstanden wissen. Ein und derselbe Leopold von Sacher-Masoch zu sein, immer und überall, ein Kosmopolit ohne Bindung an ein bestimmtes Land, doch mit einer Gesinnung, deren Heimat die Welt ist, das war sein hochfliegendes Ideal.
MiIojevie, Svetlana. Leopold von Sacher-Masoch: zur Rezeption und Wirkung eines Dilettanten. A thesis presented to the University of Wateiloo in fulfilment of the thesis requirement for the degree of Doctor of Philosophy in German. University of Waterloo, Ontario, Canada. 1996.
Der/die Geehrte ist berechtigt, den Titel „Träger der Dr. Jörg Haider Medaille“ zu verwenden. Die Medaille geht nach der Verleihung in das vollständige Eigentum der/des Geehrten über.
Die Medaille ist kreisrund, hat einen Durchmesser von 6 cm und besteht aus Bronze. Auf der Vorderseite ist das Bildnis von Dr. Jörg Haider geprägt, samt dem Schriftzug „Dr. Jörg Haider – 1950 – 2008“. Die Rückseite trägt die Inschrift „Für Verdienste um die politische Erneuerung“. Gefertigt wird die Medaille vom Ehrenzeichenhersteller Schwertner in Graz.
Bloß, wo hätte Ingeborg Bachmann vor über fünfzig Jahren, vor über sechzig Jahren Daniel 888 lesen können? Nirgendwo. Damals gab es noch nicht diese Konzernplattformen, deren Knechte heutzutage jene sind, die von sich selbst meinen, Herren zu sein.
Ach, wie wahr ist doch alles, was 888 zum Bachmann-Satz schreibt, am 5. Juni 2025, nur, selbst das zu lesen, was selbst geschrieben wird, das kommt auch 888 nicht in den Sinn,
„888“ steht ihm, wie diese Zahl ebenfalls zum Einsatz kommt, nicht für „Heil Heinrich Himmler“, sondern ist ihm eine Engelszahl, und der Sinn, wenn hierbei von einem Sinn gesprochen werden kann, eines Engels ist einzig, als Diener seines Herrn die Botschaft seines Herrn … so wird auch Heinrich Himmler ein Engel seines Herrn gewesen sein, der mit Engelszunge die Botschaft seines Herrn —
die ihm mit 18 ganz nach seiner Engelszahl gleichgewichtig, und er sie, gemäß seinen dazu verbreiteten Bildchen, einen grausamen Tod … jedoch, die Wahrheit kommt auch in seiner „Wahrheit“ an das Tageslicht, denn das von ihm verbreitete Bildchen dazu ist keine „Hinrichtung“ einer Frau, die eine „mehrfache […]“, sondern die Folter des „Johannes in einem Bottich von siedendem Öl“ in einer Darstellung um 1450. Angela Merkel also eine Märtyrerin wie Johannes, eine größere Ehrerbietung als die von 888 Angela Merkel damit entgegengebrachte ist kaum bis gar nicht denkbar …
Je nichts von Ehrerbietung hält 77, auch nicht gegenüber Angela Merkel. „Zuzuhören“ ist ihm fremd, „um zu verletzen“, ist ihm recht zu tun, dann ihm „nur […] etwas wachsen kann“, nein, das nicht: „Vertrauen. Veränderung. Verständnis“. Ehrerbietung bringt er nur sich selbst entgegen, indem er schreibt, Buch um Buch,
NS An Goethe kommt auch 888 nicht vorbei, Verse von ihm zu zitieren,
888 Da reiten sie hin Wer hemmt den Lauf Wer reitet denn? Stolz und Unwissenheit Laß sie reiten Da ist gute Zeit, Schimpf und Schande sitzen hinten auf
Kein Mensch will etwas werden, Ein jeder will schon was sein.
So hoch die Nase reicht, da mags wohl gehn; Was aber drüber ist, können sie nicht sehn.
Was ich nicht loben kann, Davon sprech ich nicht.
Soll man euch immer und immer beplappern? Gewinnt ihr nie einen freien Blick? Sie frieren, daß ihnen die Zähne klappern, Das heißen sie nachher Kritik.
Dem ist es schlecht in seiner Haut, Der in seinen eignen Busen schaut.
Gern hören wir allerlei gute Lehr, Doch Schmähen und Schimpfen noch viel mehr.
Das ist doch nur der alte Dreck, Werdet doch gescheiter! Tretet nicht immer denselben Fleck, So geht doch weiter!
Das Unvernünftige zu verbreiten, Bemüht man sich nach allen Seiten; Es täuschet eine kleine Frist, Man sieht doch bald, wie schlecht es ist.
Vor neun Jahren trug Ben Becker vor: „Meinst du, die Russen wollen Krieg?“ Der Anlaß, von Wolfgang Gehrcke am 1. April 2017 aufgeschrieben, ist auf der Website am 17. Juni 2025 zu lesen, war:
Ein Großer der Literatur, … einer, der Millionen Herzen in aller Welt berührte, einer, der sich für Tauwetter und gegen den kalten Krieg eingesetzt hat, ist gestorben. Am 1. April verließ Jewgeni Jewtuschenko im Alter von 84 Jahren die Welt. Sein Tod hat mich erschüttert. Noch im Juni des vergangenen Jahres trug der Schauspieler Ben Becker auf unserer Veranstaltung anlässlich des 75. Jahrestages des feigen Überfalls Hitlerdeutschlands auf die Sowjetunion Jewtuschenkos Gedicht vor „Meinst Du, die Russen wollen Krieg?“ In Erinnerung an den Dichter und als Mahnung an uns hier eine Aufzeichnung seines Vortrags:
Wie wenig bis gar nicht muß noch erläutert werden, was Daniel Gugger 888 antreibt, das am 4. Juni 2025 auf der Konzernplattform X zu verbreiten:
Meinst du, die Russen wollen Krieg ? (1961, Jewgeni Alexandrowitsch Jewtuschenko) Dieses Video war lange nicht mehr verfügbar, da das US-Unternehmen YouTube den Kanal von RT-DE als eine Form der Online-Bücherverbrennung gekündigt und somit alle Inhalte gelöscht hat.
Es geht ihm, einfach wie kurz gesagt, wohl auch um das Heil von „RT“, aber je nicht um das Gedicht, ein Gedicht, das 888 nun im Juni 2025 Propaganda für der Putins Krieg. Eine „Bücherverbrennung“ des Gedichtes gab es nicht, was es aber gab, die Einsicht, etwa von Wolfgang Gehrcke, nicht weiter das Video des Gedichts von „RT“ zu verbreiten, Wolfgang Gehrcke entfernte, wie gelesen werden kann, das „RT“-Video selbst wieder,
vielleicht genügte es, ein paar Worte nur zu tauschen, ein paar Zeilen nur ein wenig anders zu formulieren, so daß es von allen als Antikriegsgedicht aufgenommen werden kann, gleich, wo immer sie geboren, gleich wo immer sie leben, damit die Teilung überwunden ist; denn die Frage danach, wie in diesem Gedicht, ob denn die „Russen Krieg wollen“, teilt nach wie vor ein, in die einen und die anderen, stellt keine Gemeinsamkeit her, läßt zu viele Antworten zu, letztlich auch Krieg als Antwort —
Und Du, meinst, die Menschen wollen Krieg?
Ausgangsverse respektive verwendete Wörter aus „Meinst du, die Russen wollen Krieg?“ von Jewgeni A. Jewtuschenko
Meinst Du, die Menschen wollen Krieg? Befrag die Stille, die da kriecht im weiten Feld, im Pappelhain, Befrag die Birken an dem Rain – wo sie liegen in ihrem Grab, die Menschen im Waffenrock frag! Deren Kinder Dir Antwort geb’n:
Meinst Du, die Menschen woll’n, meinst Du, die Menschen woll’n, meinst Du, die Menschen wollen Krieg?
Immer fürs Vaterland, stets als Köder ihnen ausgelegt, fällt der Mensch in jedem Nationen- brand. Damit Menschen in Frieden leben können, holt Euch nicht Rat von jenen, die nur mögen, das sie kennen, einzig die Tat: dem eigenen Reichtum frönen – ihr Vermögen der Kriege einzig Sieg, zu tief in uns vergraben:
Meinst Du, die Menschen woll’n, meinst Du, die Menschen woll’n, meinst Du, die Menschen wollen Krieg?
Kriege haben uns immer schwach gesehn, nie mehr soll’s in Kriege gehn, nie wieder geschehn, daß fließt Menschenblut, dem Reichtum zum Lohn. Frag alt, frag jung, sie alle, die nach jedem Kriege grau, befrag, nicht allein die mit Dir verwandt – die Antwort in der Frage liegt:
Meinst Du, die Menschen woll’n, meinst Du, die Menschen woll’n, meinst Du, die Menschen wollen Krieg?
Es weiß der Mensch, auch ohne Netz, wer webt, schmiedet, ackert, sät, Feld um Feld zum Schlachten bestellt – die Menschen, die Wahrheit schauend flieh’n: Du aber, meinst, die Menschen woll’n, und Du, meinst, die Menschen woll’n, und Du, meinst, die Menschen wollen Krieg.
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