Eine recht besondere ORF-Berichterstattung in der Zeit von ÖVP-FPÖ-Regierung

Lega Nord - FPÖ - Lega-Nord-Kandidat schießt und verletzt Menschen

Beinahe ist das eingetroffen, was nicht sehr überrascht hätte. In der wichtigsten Nachrichtensendung des österreichischen Fernsehens um 19.30 Uhr wurde dann doch über den Mann in Italien in einem Sekundenbeitrag berichtet, am Samstag, dem 3. Februar 2018.

Über den Mann, der aus einem fahrenden Auto auf sechs Menschen schoß, sechs Menschen verletzte, einer ist ist lebensgefährlich verletzt.

Für Menschen aus Afrika, die Opfer von einem Lega-Nord-Kandidat werden, reicht ein Sekundenbeitrag. Erwähnt hat der ORF nicht, dass es ein Lega-Nord-Kandidat war, der ORF hatte sich gerade noch dazu durchringen können, zu erwähnen, er „soll den faschistischen Gruß“ …

Die Lega-Nord zu erwähnen, ist wohl nicht opportun, ist diese doch mit der identitären Regierungspartei in Österreich bruderschaftlich …

Opportun in Zeiten einer FPÖ-ÖVP-Regierung ist es allerdings, den Anführer der Lega-Nord zu zitieren, wie in der Collage gelesen werden kann:

„Ich hoffe, bald die Wahlen zu gewinnen, um Italien Sicherheit zurückzugeben“, sagte Lega-Nord-Chef Matteo Salvini in Hinblick auf die Tat.

Der Lega-Nord-Chef will also „Wahlen gewinnen, um Italien Sicherheit zurückzugeben“, nachdem ein Liga-Nord-Kandidat durch eine italienische Stadt fährt und auf Menschen schießt. Das wird dem montagsgemachten Vizekanzler in Österreich recht freuen, daß der ORF sofort einen Mann zitiert, der ihm „wichtiger Partner“ ist, wie er, der Vizekanzler in Österreich, auf der Plattform des Unternehmens Facebook schreibt:

Matteo Salvini ist Chef der Lega Nord (Italien) und wichtiger europäischer Partner unseres internationalen Bündnisses im Europaparlament. Er hat mit allem recht, was er hier sagt!

Was über den Lega-Nord-Mann sonst berichtet wird, wissen andere Medien als der ORF zu berichten, Berichte also, die auch dem ORF zum Zeitpunkt der Ausstrahlung, zum Zeitpunkt des Verfassens der freundlichen Berichterstattung für die ÖVP-FPÖ-Regierung …

Die Beamten fanden bei ihm eine Pistole. Medienberichten zufolge handelt es sich um den 28 Jahre alten Luca T., der bei Gemeindewahlen 2017 als Kandidat der rassistischen Lega Nord angetreten war. Den Berichten zufolge hat T. die Tat gestanden. Nach den Schüssen machte er laut Augenzeugen einen faschistischen Gruß vor einem Kriegsdenkmal der Stadt und schrie „Viva Italia!„.

Im Grunde ist eingetroffen, was nicht überrascht. Ein Sekundenbericht darüber, daß Menschen aus einem fahrenden Auto beschossen und verletzt werden, ist kein Bericht. Und dazu noch den Chef der Partei zu zitieren, aus deren Reihen der Mann kommt, der durch eine Stadt fährt, um auf Menschen zu schießen, das ist …

Der Lega-Nord-Kandidat schoß auf Menschen, von denen er aufgrund ihrer Hautfarbe annahm, sie kommen aus Afrika. Und dazu fällt dann auch gleich wieder ein, wie das Umfeld der FPÖ über Menschen spricht und schreibt, die sie aufgrund ihrer Hautfarbe meinen verunglimpfen zu dürfen, mehr, ein Recht dazu zu haben, sie es ihrer Treue und Ehre schuldig sind, derart über Menschen zu sprechen, zu schreiben …

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Und Kapitel um Kapitel so weiter und so fort.

Für die Lega-Nord, aus deren Reihen jetzt einer vom Reden zum Schießen übergegangen ist, ist die FPÖ ein Vorbild, ihr Anführer möchte, wie erst in dieser Woche zu lesen war, mit Unterstützung der FPÖ die Wahlen in Italien gewinnen, um was … ach, ja: „die Sicherheit …“

NS Die Lega-Nord wird sich wohl nie zu Ute Bock geäußert haben. Das wurde nicht nachgeforscht. Es ist auch egal, was die Lega-Nord spricht. An den Taten sind, wie der derzeitige Bundeskanzler in Österreich es gerne spricht, zu messen … Egal ist nicht, daß ein Lega-Nord-Kandidat nun vom Reden zum Schießen …

Und so wird es noch einmal verständlich, weshalb die FPÖ Ute Bock nur Anwürfe entgegenbringen könnte, sie sogar als „Gesetzesbrecherin belangen“ wollte, weil für sie eben Menschen keine „Neger“ waren. Übrigens, die Speerspitze führte der montagsgemachte Infrastrukturminister …

FPÖ für Lega-Nord-Anführer Salvini ein Vorbild

 

 

2 Gedanken zu „Eine recht besondere ORF-Berichterstattung in der Zeit von ÖVP-FPÖ-Regierung

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