Kurz von Suchen und Finden

Michael Schnedlitz konnte recht leicht die Vollzugsmeldung erstatten: „Dieses Gedankengut hat bei uns nichts verloren.“ Denn. Dieses Gedankengut hat längst schon das gefunden, von dem für eine lange Zeit gemeint wurde, es hat was verloren, nämlich Österreich, wonach es suchte, die IR (Identitäre Regierungspartei).

Lübe üdentitüre Bewegüng, üch begrüße Üch recht hürzlüch in Wüner Nüstüdt! Hür süd Ühr sehr hürzlüch willkümmen! Bewegüngen wü dü Pegüdü in Dütschlünd, dü sind dü Spürspütze, dü dü Bevülkerüng im Kümpf gegen dü Bündesregürüng und gegen düses Süstem noch gebrüchen wird. Und jeder ünzelne Bürsch und jedes ünzelne Müdel von Üch, die hüte hür sünd und nicht nur hür, sondern quer dürch Üsterrüch ihren Münn und ihre Früü steht, hat mehr Rückgrüt und mehr Chürükter als düse gesümte Bündesregürüng züsümmen.

So begrüßte in Wiener Neustadt Michael Schnedlitz, stellvertretender Bürgermeister in Wiener Neustadt.

„Und jeder einzelne Bursch und jedes einzelne Mädchen von Euch, die heute hier sind und nicht nur hier“ – die Burschen Rosenkranz und Landbauer waren auch mit Ansprachen dabei …

„Liebe identitäre Bewegung, ich begrüße Euch recht herzlich in Wiener Neustadt! Hier seid Ihr sehr herzlich willkommen! Bewegungen, wie die Pegida in Deutschland, die sind die Sperrspitze, die die Bevölkerung im Kampf gegen die Bundesregierung und gegen dieses Bundesregierung noch gebrauchen wird.“

Es kann nun verstanden werden, wenn die Regierung in Österreich die sogenannte identitäre bewegung, kurz gesagt, auflösen will. Sie wird nicht mehr gebraucht. Zur Zeit jedenfalls, da die Partei von Schnedlitz, Rosenkranz, Landbauer und recht, recht vielen weiteren Mädchen und Burschen selbst in der Regierung. Und es ist ein alter Gesinnungsbrauch, daß dann eine Gesinnungsformation über die Klinge springen muß. Eine Innergesinnungskonkurrenz außerhalb von Regierung und Parlamenten sehen solche Regierungen niemals recht gern, wie aus der Geschichte nicht unbekannt. Und schon gar nicht dann, wenn diese für eine recht üble Nachrede sorgen könnte, wie zur Zeit nach Christkirchen, die der Regierung, nach ihrer so bemühten öffentlichen Gesinnungsverschleierung, den Gesinnungskern gar brutal freilegt.

Es ist, als würde nun von dieser Regierung in Österreich ein alter gar kurzer Zauberspruch wieder gesprochen werden: „In die Ecke, Besen! Besen! Seids gewesen.“

Die gesamte Ballade, aus der dieser Zauberspruch stammt, wird allen voran der Mit-Etwas-davor-Kanzler, von dem gewußt, er hält recht große Stücke auf altehrwürdige Bildung, hersagen können, wie er stets so recht leichthin diesen Dichter zu zitieren vermag.

Vor allem, wenn es um Gesetze geht, kann sich dieser Rechtsspitzenmann auf seine Zitate verlassen

Wenn es um die Einhaltung, weil eben Gesetze kurz angesprochen wurden, von Gesetzen geht, kann noch einmal auf die Burschenrede des Schnedlitz zurückgekommen werden. „Pegida, die Sperrspitze“ – wahrlich die Sperrspitze, auch der Ehrlichkeit, auch dafür kann der Rechtsspitzenmann als Kronzeuge aufgerufen werden … würde dieser sich je mit anderen Menschen abgeben, als mit jenen, die durch und durch ehrlich sind, deren Mark die Ehrlichkeit ist?

Es wird nicht gewußt, ob Lutz Bachmann, dieser ehrliche und kreuztanzende Michl, die finanziellen Mittel hat, um zu spenden, aber es muß nicht immer eine Geldspende sein, um Treue zu beweisen, es kann auch eine Wortspende sein. Wenn es zugelassen wird. Es zählt aber auch schon, wie es so schön heißt, allein der Wille …

Der Bursch Sellner, dem in London der kreuzbrave Michl mit einer Zitatwortspendenrede zur Hilfe eilen wollte, wird nun vielleicht mit dem Rechtsspitzenmann, der ihm öffentlich die Treue abschwört, hadern, hat er ihn doch auf Treu‘ und Ehr‘ aufs Schild gehoben, der zur Zeit halt modern ein T-Shirt …
Vizeleiberlverkäufer und Erdingers „Strukturnazis“ – Strache, Höcke, Orbán, Le Pen: shirt revolutionaries

2 Gedanken zu „Kurz von Suchen und Finden

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