Im Pool für Hofburgwahl in Österreich: Fürst, Hofer, Kickl und unzensurierter Antisemitismus

Norbert Hofer, ist am 13. Mai 2022 zu lesen, will erst 2028 in den Pool steigen. Wieder für das Amt der Bundespräsidentin erst 2028 kandidieren.

Was war er doch für ein Kandidat, seinerzeit, 2016 …

Er, Hofer, ist es, einfach wie kurz gesagt, knapp nicht geworden.

Regiert hat er in diesem Land Österreich dann doch, wenn auch für kurz … Ganz nach dem Redewunsch des André Heller, daß „Qualität unser Land regieren soll“, den ihm Alexander Van der Bellen dankbar erfüllt hat.

Herbert Kickl war noch kein Kandidat für dieses Amt. Es wird gemunkelt, seit Wochen, er könnte selbst in den Pool steigen, bereits in diesem Herbst. Regiert hat er in diesem Land dennoch schon, wenn auch nur für kurz … Ganz nach dem Redewunsch des Wortvirtousen, daß „Genauigkeit, Inspiration, Empathie, Qualität, Liebe da oben, unser Land regieren soll“, den hat ihm Alexander Van der Bellen dankbar erfüllt.

Und diese Regierungswunscherfüllung des Wortvirtuosen muß dem telegenen Poeten besonders gefreut haben, teilt er doch mit ihm, Kickl, die Genauigkeit der Geschichtsbetrachtung …

Herbert Kickl hat seinen eigenen Pool.

Für ihn, Kickl, könnte auch Susanne Fürst um das Amt des Bundespräsidenten schwimmen. Und das schon 2022. Susanne Fürst, die für den kurz Regierenden eine Ikone der Rechtsstaatlichkeit und der Schneid“ ist – Verfassungssprecherin seiner Partei, für seine Partei im „Korruptions-Ausschuss“, auch schon für seine Partei im „ORF-Publikumsrat“ war –, hat darüber hinaus eine „regelmäßige Kolumne“ auf der Website „Unzensuriert“. Sie besitzt also alles, was ein Telepoet sich für „da oben“ wünscht: „Qualität, Genauigkeit, Inspiration, Empathie, Liebe“.

Hätte der auch wenn für kurz nur seinerzeitige Vizekanzler, der selbst alle diese Eigenschaften aufs vortrefflichste in sich vereint, und dazu noch mit Korruptionsimmunität gesegnet, die der Poet von Regierenden in diesem Land sich gar nicht wünschte, dem Bundespräsidenten Susanne Fürst als Justizministerin vorgeschlagen, Alexander Van der Bellen hätte dem Poeten auch diesen Wunsch aus vollem Herzen dankbar erfüllt, Susanne Fürst „unser Land regieren“ zu lassen …

Susanne Fürst mit einer „regelmäßigen Kolumne“ auf der gesinnungsgemäß zensurierten Website, auf der seit dem 13. Mai 2022 das veröffentlicht ist, was, einfach und kurz gesagt: Antisemitismus, der auch heute, am 16. Mai 2022, weiterhin veröffentlicht zum Verbreiten …

Es könnte gesagt werden, den Verantwortlichen dieser Website wäre es nicht gesagt worden, sie wären darauf nicht aufmerksam gemacht …

Wie Sie in der Collage lesen können, sie wissen es, sie wissen es auch deshalb, weil es den Verantwortlichen auf der Plattform des Unternehmens Twitter direkt mitgeteilt wurde, am 15. Mai 2022, daß auf ihrer Website Antisemitisches seit dem 13. Mai 2022 – aber bis zu dieser abendlichen Stunde des Montags, 16. Mai 2022, ist das Antisemitische weiterhin veröffentlicht, kann gelesen, weiter verbreitet werden.

Es kann schon sein, daß dieses Antisemitische vom letzten Freitag irgendwann doch gelöscht werden wird. Das kommt vor, daß auf dieser Website etwas gelöscht wird. Das aber kann dauern. Einmal dauerte es vier Monate, es dauerte vier Monate, daß ein Wort der Wiederbetätigung gelöscht wurde, Obmann war damals ein Vizekanzler für kurz …

Bloß, was einmal gelöscht wird, wird wieder geschrieben und erfährt Zustimmung.

Das gelöschte Antisemitische gebiert wieder Antisemitisches, eine Erfahrung, die Verantwortliche dieser Website nicht missen dürften wollen, seit langer, langer Zeit …

Und kann es in einem Land wie Österreich auch anders sein, in dem der öffentlich-rechtliche Rundfunk das ausstrahlt, was recht stolze Zustimmung auch der gesinnungsgemäß zensurierten Website erhält, wenn etwa eine Ikone dieser Lagerschaft im österreichischen Fernsehen so dargestellt wird, wie es dieser Partei gesinnungsgemäß gar so recht, recht gefallen muß …