Heinz Mayer bestätigt die Notwendigkeit der Binnen-I-Schreibung – Teil 6 der Komödie in Fortsetzung

Unangenehm scheint Heinz Mayer aber doch eines zu sein, die Vorstellung, er könnte der „Geisteswelt des [He.-Chr.] Strache“ zugeordnet werden, mit seiner Kritik am Binnen-I; denn das betont er am Ende seines Artikels doch recht stark, kritisiert die Gleichsetzung, fordert den „aufgeklärten Bürger, den die Demokratie braucht“ …

Vor lauter Strache scheint Heinz Mayer die Geister nicht zu sehen …

Denn. Hat Heinz Mayer auch nur einmal sich angesehen, wer diesen Brief geschrieben hat? Wer hat eigentlich Heinz Mayer den Brief zur Mitunterzeichnung vorgelegt? Wer die Hauptunterzeichner sind, die wohl auch für den Inhalt des Briefes verantwortlich sind, die den Brief wohl gemeinsam geschrieben haben dürften? Wer diesen Brief mitunterzeichnete?

Es sind …

Reaktionärer Backlash -stopptdierechten-atWohlweislich wurde der Brief der 800 nicht als einer der freiheitlichen Gemein-Schaft geschrieben, unterzeichnet und veröffentlicht, obgleich dieser Brief sich von einem freiheitlichen Brief gegen das Binnen-I kaum unterscheiden ließe, wird bedacht, daß vor allem die freiheitliche Gemein-Schaft in Österreich sich besonders hervortut als Einpeitscherin gegen Gender Mainstreaming, gegen die Binnen-I-Schreibung … Aber es hätten wohl, so die Befürchtung, zu viele noch aus der sogenannten Prominentenriege davor zurückgeschreckt, einen freiheitlichen Brief zu unterschreiben – noch zurückgeschreckt … einen Brief, geschrieben und hauptunterzeichnet beispielsweise von Barbara Rosenkranz und Brigitte-(„Gender Mainstreaming ist die Fortsetzung des Zweiten Weltkriegs-mit…“)- Kashofer

Wessen Brief aber, um einige direkt zu nennen, wurde mit unterzeichnet?

Der Brief eines Hauptunterzeichners Dieter Pohl, Obmann-Stellvertreter im Verein Muttersprache, der die „Wiener Sprachblätter“ herausgibt, über die schon zu berichten war. Wer es nachliest, wird nicht verwundert sein, von der freiheitlichen Gemein-Schaft zu lesen …

Der Brief eines Hauptunterzeichners Thomas Kubelik, der endlich in einem Selbstbezahlverlag ein eigenes Buch auf eigene Kosten …

Wer hat den Brief, um auch einige namentlich anzuführen, mitunterzeichnet?

Christoph Fackelmann, Schriftleiter der „Wiener Sprachblätter“ – Schriftleiter …

 Wolfgang Caspart, aber mit seiner Wohnadresse in Deutschland – soll  damit Internationalität vorgetäuscht werden? Auch über ihn, über den „teuren Philosophen der Freiheitlichen“ war schon zu schreiben

Heinz Mayer bestätigt Gender Mainstreaming - Fortsetzungskomödie Teil 6

Fortsetzung folgt.

Georg Zakrajsek, Autor der freiheitlichen Unzensuriert. Ein Sprachfeilscher: „Neger“ möchte er behalten, dafür gibt er das Binnen-I

Das war bloß eine Auswahl. Mehr noch gibt es zu den Schreibern und Unterzeichnerinnen dieses Brief zu erfahren unter „Reaktionärer Backlash„, auch darüber, welche Gutachten Heinz Mayer sonst …

 

Heinz Mayer bestätigt die Notwendigkeit der Binnen-I-Schreibung – Teil 5 der Komödie in Fortsetzung

Weshalb es gerade Heinz Mayer in den Titel der Komödie in Fortsetzung schaffte, ist nicht schwer zu erklären. Nicht deswegen, weil er einer aus der sogenannten prominenten Mitunterzeichnungsriege des Briefes der 800 ist – das allein wäre zu wenig gewesen; er ist ein Mitunterzeichner, er hat am Brief, schreibt er, nicht mitgeschrieben, er ist kein Hauptunterzeichner des Briefes, bloß ein Mitunterzeichner, ein Mitläufer also …

Aber sein Mitläufertum versucht er nachträglich in der dieswöchigen Ausgabe der Stadtzeitung „Falter“ mit einem Artikel zu rechtfertigen, er versucht, sich als einen Mann darzustellen, der diffferenziert zu denken imstande ist, aber auf eine Art, die entgegen seiner Intention, die Notwendigkeit der Binnen-I-Schreibung eindrücklich bestätigt …

Wehleidig, schon ganz in der Diktion derer also, für die er mitläuft, klagt Heinz Mayer von „Gemeinheiten“, er spricht leichtfertig von „Krieg“, also handhabt die Sprache beliebig, obgleich er …

Ach, vieles könnte dem entgegengehalten werden, was Heinz Mayer sonst noch – über Sprache und Schaffung respektive Nicht-Schaffung von Wirklichkeiten durch Sprache … Doch allein seine Reduktion der komplexen Materie der Gleichberechtigung auf „Kinder oder Beruf“, reicht bei weitem für die Feststellung, auch Heinz Mayer bestätigt die Notwendigkeit der Binnen-I-Schreibung …

Nicht aber deshalb, weil gemeint wird, durch die Binnen-I-Schreibung könne die Gleichberechtigung auf allen Ebenen tatsächlich und endlich Wirklichkeit werden, sondern das I als Stopper gegen eine Rückkehr, gegen eine Abkehr des im Grunde erst begonnenen Weges der Gleichberechtigung, das I auch als Stachel in der Wunde der mannigfachen und mannigfaltigen Ungleichbehandlungen …

Auch wenn hier das I zum Stopper und zum Stachel erhoben wird, heißt das nicht, es selbst je verwendet zu haben, oder jetzt selbst mit der Binnen-I-Schreibung zu beginnen … Es gibt mannigfache Arten, die Rückkehr abzulehnen, eine Sprache zu verwenden, die – auch – dem Brief der 800 Hohn spricht …

Heinz Mayer bestätigt Gender Mainstreaming - Fortsetzungskomödie Teil 1

Fortsetzung folgt.

Das vor Jahrzehnten verfaßte und auch abgeschlossene Sprachregelwerk hat, wie heute einzugestehen und zu erkennen war, dazu beigetragen, mehr, die Voraussetzung geschaffen, niemals auf die Binnen-I-Schreibung angewiesen gewesen zu sein und auch weiter nicht je angewiesen …

Heinz Mayer bestätigt die Notwendigkeit der Binnen-I-Schreibung – Teil 4 der Komödie in Fortsetzung

Ist es denn eine Komödie, die heute gegeben wird?

Noch ist es eine Komödie. Ein zu großes Wort.

Es ist eine Posse, in der auch ein Brief die unsägliche Handlung vorantreibt. Eine Posse, die auf der Bühne – ein Theater, das etwas auf sich hält, aber nicht spielte – gegeben, in Tracht im Hochgebirge zu spielen ist. Denn die Agierenden tragen geistig längst schon die mehr und mehr zum Hauptstaatsgewand werdende Tracht der Hochgebirgsschluchtprovinz, sie steigen mehr und mehr in das Hochgebirge hinab, richten sich dort mehr und mehr ein, in der engsten Schlucht, die bis jetzt zu finden war, aber sie suchen weiter, und es ist zu befürchten, sie werden eine noch engere und schließlich eine von außen gar nicht mehr erreichbare Schlucht finden, eine Schlucht, aus der sie selbst auch nicht mehr herauskommen werden können, schlimmer, aus der sie nur mit einem Sturz in den Abgrund …

Bereits jetzt, in der noch nicht denkbar engsten Schlucht, verständigen sie sich mehr und mehr darauf, mehr und mehr nur noch für jene erreichbar zu sein, mehr und mehr nur noch das Wort von jenen hören zu wollen, die „Bevölkerung“ bloß verkrampft auszusprechen vermögen, denn das Wort, daß sie stolz und frei hersagen könnten, wäre es nicht – noch – derart beschmutzt, ist „Volksgemeinschaft“ …

Bis ihre Sehnsucht, der „Volksgemeinschaft“ die Ehre wieder gegeben zu haben, es offen sagen zu können, erfüllt ist, denken sie still „Volksgemeinschaft“, wenn sie „Bevölkerung“ sagen müssen, um unverfänglich zu erscheinen. Aber sie wissen, und das treibt sie an, mehr und mehr sehen das Heil im Hören auf die „Bevölkerung“, mehr und mehr propagieren das Hören auf die „Bevölkerung“, mehr und mehr tragen dazu bei, daß aus der „Bevölkerung“ wieder eine ihre „Volksgemeinschaft“ …

Und die von der „Volksgemeinschaft“ Durchdrungenen schaffen es mehr und mehr, ihre Gesinnung von Menschen verbreiten zu lassen, die unverdächtig erscheinen, deren Namen einen guten Klang haben, die zu den sogenannten Meinungsmachern und Meinungsmacherinnen in diesem Land zu zählen sind, auf die, weil sie eben nicht einschlägig amtsbekannt sind und eben nicht einschlägig je auffällig geworden sind, eben darum ist zu befürchten, daß auf diese gehört wird, trotz der Tatsache, daß das, was sie vertreten, nicht zu vertreten ist.

Wie anfällig die sogenannte geistige Elite in diesem Land ist, für das Dumpfe, für das Billigste, für das Einfachste, für Nicht-Lösungen. Das zeigt wieder einmal – auch dieser „Brief der 800“ …

Heinz Mayer bestätigt Gender Mainstreaming - Fortsetzungskomödie Teil 4

Fortsetzung folgt.

Ein Brief, in dem die „Bevölkerung“ als Zeugin geführt wird, für die ihre Parole „Rückkehr“ … Rückkehr, ach, Rückkehr, wohin? Zum Denken? Aber zu was für einem Denken? Jedenfalls zu keinem, das Gleichberechtigung in ihrer Gesamtheit zu fassen vermag … Rückkehr zum Heil im Hören auf die „Bevölkerung“, aber das aus der „Bevölkerung“ von ihnen Gehörte ist das der „Bevölkerung“ Vorgesagte, das also, was die Unterzeichner und Unterzeichnerinnen hören, wenn sie sich selbst bei ihren Reden, bei dem keine „Bevölkerung aber anwesend ist, belauschen, und das von ihnen selbst und ihnen Vorgesagte als Gehörtes in einen Brief schreiben …

Heinz Mayer bestätigt die Notwendigkeit der Binnen-I-Schreibung – Teil 3 der Komödie in Fortsetzung

Nun, Jahrzehnte später, will die Debatte um die Binnen-I-Schreibung die Erinnerung an ein aufgegebenes Werk abrufen, aber eine, die nicht ohne Geständnis auskommt, oder, eine Erinnerung, die nicht ohne Erkenntnis bleiben will, es also eingestanden oder erkannt werden muß, vor Jahrzehnten – auch das – nicht an einem Werk gescheitert zu sein, sondern es tatsächlich geschrieben zu haben, ohne selbst davon Kenntnis zu erlangen, bis zum heutigen Tag, an dem eingestanden werden kann oder erkannt werden muß, es tatsächlich fertiggeschrieben zu haben … Denn —

Heinz Mayer bestätigt Gender Mainstreaming -Teil 3

Fortsetzung folgt.

das Regelwerk selbst war bereits das gesamte Werk, das keine Hinzufügung wollte, weder einen Roman noch eine Komödie. Das Werk als Sprachregelwerk ist das abgeschlossene und vollendete Werk.

Das Sprachregelwerk gegen die anerkannte Grammatik und gegen die angeordnete Rechtschreibung ist das fertiggestellte Werk. Die Handlung, die Geschichte dazu, wäre das Werk vor Jahrzehnten zur Veröffentlichung übergeben worden, hätten damals die anderen geschrieben, sie hätten die Komödie gegeben, wie sie heute die Komödie geben, auch ohne Sprachregelwerk …

Heinz Mayer bestätigt die Notwendigkeit der Binnen-I-Schreibung – Teil 2 der Komödie in Fortsetzung

Von der Gegenwart aus, im Rückblick, gewinnt die Überzeugung, es war eine Komödie geplant. Eine Komödie, für die aber keine Geschichte erfunden wurde. Auch keine Handlung. All das interessierte nicht. Eine Handlung wurde, eine Geschichte wurde nicht einmal ansatzweise entworfen. Die Sprache war es, die interessierte, die Sprache der Ungleichheit. Ihre Herrschaft zu brechen, das Regime des Verschweigens abzusetzen, der Sprache eine Verfassung zu schreiben, die garantiert, daß Frau und Mann in ihr ein gleichberechtigtes Leben führen können, die Teilung der Wirklichkeit in zwei Wirklichkeiten aufzuheben …

Irgendwann wurden die Notizen entsorgt – zu großes Wort. Bei einem Wohnungswechsel wurde einfach vergessen, diese ebenfalls mitzunehmen. Oder die Notizen wurden beim Ausmalen einer Wohnung zum Abdecken des Bodens verwendet. Und dann, vollgespritzt mit Farbe, weggeworfen, wie eben Abdeckplanen nach getaner Malarbeit … Notizen ist dafür nicht das passende Wort. Es war ein vollständig ausgearbeitetes Regelwerk. Auch auf große Plakate übertragen, vollständig ausgezeichnet, gleich einem Plan für eine Stadt, die in ihrer Gesamtheit umzubauen ist …

Heinz Mayer bestätigt Gender Mainstreaming - Eine Komödie Teil 2

Fortsetzung folgt.

Es kann auch so gewesen sein, daß diese großen Plakate mit dem Regelwerk in einer der Wohnungen als Tapeten Verwendung fanden, und diese dann, unansehnlich geworden, vergilbt auch durch Zigarrenrauch, eine Entscheidung verlangten, neu zu tapezieren, oder – die Wohnung wurde gewechselt, und die Nachmieterin riß, darf angenommen werden, verständlicherweise das Regelwerk von den Wänden, um die Wohnung menschgemäß nach ihrem Geschmack …

Heinz Mayer bestätigt die Notwendigkeit der Binnen-I-Schreibung – Eine Komödie in Fortsetzung

Vor Jahren, genauer, vor über – so genau Erinnerung halt je sein kann – zwei Jahrzehnten wurde ein Roman geplant, für den zuerst ein umfassendes Sprachregelwerk zu erstellen war, als unbedingte Voraussetzung dafür, mit dem Schreiben des Romans überhaupt, mehr noch, ohne dieses gegen die anerkannte Grammatik und gegen die angeordnete Rechtschreibung erstellte Sprachregelwerk hätte absolut nicht mit dem Schreiben des Romans je begonnen werden können, wie es offen gesagt heißt, nicht einmal der erste Satz, von dem nach wie vor behauptet wird, aus dem Anfangssatz gebiert ein Roman sich von selbst, nicht einmal der erste Satz hätte ohne das eigens dafür geschaffene Sprachregelwerk geschrieben werden können, das Vorhaben, einen Roman zu schreiben, hätte ohne das Sprachregelwerk also sofort aufgegeben werden müssen …

Heinz Mayer bestätigt Gender Mainstreaming - Fortsetzungskomödie Teil 1

Fortsetzung folgt.

Der Plan aber, den Roman zu schreiben, wurde dennoch fallengelassen.

Nun, Jahrzehnte später, inmitten der Debatte um die Binnen-I-Schreibung, will dieses aufgegebene Werk, daß seiner erinnert wird.

War das aufgegebene Werk überhaupt als Roman geplant? Es bestehen Zweifel. Es könnte auch als Komödie geplant gewesen sein.

War es ein Roman? Ist es eine Komödie?

Können Sie sich, Frau Ministerin, Heinisch-Hosek als Frauenministerin und als Bildungsministerin vorstellen?

Ehe begonnen wird, über ein Interview vom 5. Juli 2014 in der Tageszeitung „Kronen Zeitung“ zu schreiben, zuerst unbedingt für die Zukunft notieren: An verregneten Sommertagen nach Rückkehr aus dem Urlaub in dieses Land nicht in dessen alten Zeitungsaugaben stöbern.

Ein Vorsatz, der in diesem Sommer leider nicht mehr …

Das Interview, auch dieses wurde nachgelesen und kann nicht unbeschrieben bleiben.

Die Frage der Überschrift stellte Edda Graf der Bildungs- und Frauenministerin nicht. Dafür fragte Gabriele Heinisch-Hosek ihre Interviewerin:

„Sie wollen Schiller umtexten?“

Friedrich Schiller würde heute selbst umtexten oder es gar nicht geschrieben haben

Ehemalige FPÖ-Pressesprecherin Edda Graf interviewt Gabriele Heinisch-Hosek. Als wär’s ein Dramolett von Antonio Fian, aber diesmal frei erfunden.

Es ging dabei, wie kann es anders sein, um Hymnen. Auch um die Europahymne. Ein wohl ebenfalls mehr als unglücklich gewählter Text für eine Europahymne. Aber für Gabriele Heinisch-Hosek … Von einem anderen Blick aus, auf Europa gerichtet, möglicherweise die richtige Text-Wahl, wenn dafür herangezogen wird, was Friedrich Schiller selbst, zitiert nach Dieter Hildebrandt, über seinen Text schrieb:

„Schiller selbst hat sein Werk später hart kritisiert: ‚Die Freude ist nach meinem jetzigen Gefühl durchaus fehlerhaft und ob sie sich gleich durch ein gewisses Feuer der Empfindung empfiehlt, so ist sie doch ein schlechtes Gedicht.‘ Und er fügte hinzu: ‚Weil sie aber einem fehlerhaften Geschmack der Zeit entgegenkam, so hat sie die Ehre erhalten, gewissermaßen ein Volksgedicht zu werden.‘ Und Beethoven wiederum meinte über seine Sinfonie: ‚Er sehe ein, mit dem letzten Satz dieser Symphonie einen Mißgriff begangen zu haben; er wolle denselben daher verwerfen und dafür einen Instrumentalsatz ohne Singstimmen schreiben, wozu er auch schon eine Idee im Kopf habe.'“

Ein „schlechtes Gedicht“, „fehlerhaft“, „fehlerhaftem Geschmack der Zeit, so Schiller selbst, und Beethoven: „Mißgriff begangen, daher verwerfen“ …. Und ein „Gelegenheitsgedicht“ schreibt Dieter Hildebrandt:

„Schillers Lied ‚An die Freude‘ ist ein Jugendwerk, ein Wurf eines Sechsundzwanzigjährigen; keineswegs die ‚Hymne‘ oder ‚Ode‘, als die sie heute immer wieder bezeichnet wird, sondern ein Gelegenheitsgedicht.“

Edda Graf hätte darauf Gabriele Heinisch-Hosek fragen können, ob sie sich nicht eine Umbesetzung vorstellen könnte, also Getrude Brinek als Frauenministerin? Denn Volksanwältin Gertrude Brinek kann sich mittlerweile immerhin vorstellen, einen Wettbewerb für einen neuen Text einer österreichischen Nationalhymne zu veranstalten, wenngleich auch Gertrude Brinek nach wie vor die übrigen offiziellen acht unsäglichen Hymnen in Österreich unangetastet ….

Daß die gesetzliche Änderung der österreichischen Nationalhymne, auf die Gabriele Heinisch-Hosek weiter setzt, die denkbar schlechteste Lösung war, darüber wurde schon vor Jahren geschrieben: „Wie aus an Schas a Kas wird – Österreichische Bundeshymne, das Rezept“

Es wäre gut und richtig, wenn Gertrude Brinek ihren Vorschlag des Wettbewerbs noch ausweitete, nämlich auf alle neun offiziellen Hymnen in diesem Land, wenn schon ein Trachtenjodler – „Andreas Gabalier favorisiert das Neutexten von neun offiziellen österreichischen Hymnen“

Weshalb es gut und richtig wäre, alle neun Hymnen neu zu texten, das muß nicht noch einmal ausgeführt werden; ein Hinweis reicht auf „Neun offizielle Hymnen aus Österreich – ein Destillat“ …

PS Das auf dem Donauinselfest 2014 angebotene Getränk wird in diesem leider nicht von Antonio Fian erfundenen Dialog auch angesprochen. Das will aber tatsächlich nicht mehr kommentiert werden – genug darüber schon …

Krieg – Eine globale Kollaboration

Gerade die Tage der mannigfachen Erinnerungen an den Beginn des von Monarchien herrschaftlich befohlenen und ausgelösten Krieges von 1914 bis 1918, die vielfach als Mahnungen an das Heute formuliert sind, sind dem Zeitpunkt wieder günstig, über eine weitere Absurdität zu sprechen, über einen Trugschluß, über die falsche Sicherheit, es sei ein Krieg unvorstellbar, gerade in Europa, je dichter etwa die wirtschaftlichen Verflechtungen sind. In diese falsche Sicherheit flüchteten nicht wenige auch vor dem Krieg von 1914 bis 1918, wie es beispielsweise aktuell Christopher Clark in seiner Festrede zur Eröffnung der Salzburger Festspiele kurz ansprach, als er sagte:

„Viele Zeitgenossen wogen sich in Sicherheit: der große Krieg, also ein Krieg zwischen den Großmächten sei unmöglich geworden. Dafür wäre die moderne Welt zu eng durch Handelsbeziehungen und finanzielle Abhängigkeitsverhältnisse transnational vernetzt.“
Was für ein Trugschluß das bereits damals war, vor einhundert Jahren.
Was für ein Trugschluß, was für eine falsche Sicherheit das erst recht heute ist, in einer Zeit, in der das wirtschaftliche und finanzielle, ja sogar das politische Netz transnational noch dichter geflochten ist.
Krieg - Globale KollaborationDie Absurdität des Krieges besteht darin, daß der Krieg als das Trennende zwischen Menschen, die verschiedenen Nationen angehören, erscheint und wahrgenommen wird, und dabei bestätigt der Krieg doch die globale Kollaboration der Menschen … Während auf den Schlachtfeldern jedwedes Krieges die Menschen sich gegenseitig abschlachten, arbeiten alle Menschen auf dieser Erde zusammen und gemeinsam in weltweiten Kooperationen, um all das herzustellen, was der eine Soldat benötigt, um zu morden, was die eine Soldatin benötigt, um ermordet zu werden, was alle Menschen weltweit, die nicht an den Fronten mit dem Morden und dem Ermordet-werden beschäftigt sind, also nicht benötigen, aber gemeinsam schaffen, um als sogenannte Zivilpersonen in jedwedem Krieg ebenfalls geschlachtet zu werden.
Knapper, anschaulicher und eindringlicher wurde über den Krieg als globale Kollaboration bei keinem anderen als Blaise Cendrars noch gelesen. Über die Ausrüstung eines Soldaten. Er schrieb es in seiner Erzählung „Ich tötete“. In einer Erzählung über das Morden im Krieg von 1914 bis 1918.
„Ich bitte um die Ehre, ein Klappmesser zu bekommen. Man verteilt zehn Stück und ein paar grosse Melinitbomben. Darin also gipfelt diese immense Kriegsmaschine. Frauen verrecken in Fabriken. Eine Horde von Arbeitern rackert in den Minen. Wissenschaftler, Erfinder zermartern sich das Hirn. Das ganze wunderbare Wirken der Menschen leistet Tribut. Die Fülle eines ganzen Jahrhunderts Arbeit. Die Erfahrung mehrerer Zivilisationen. Auf der ganzen Welt müht man sich nur für mich. Die Mineralien kommen aus Chile, die Konserven aus Australien, das Leder aus Afrika. Amerika schickt uns Werkzeugmaschinen. China Arbeitskräfte. Das Pferd der Feldküche wurde in den Pampas Argentiniens geboren. Ich rauche einen arabischen Tabak. Im Beutel trage ich Schokolade aus Batavia. Männerhände und Frauenhände haben all das fabriziert, was ich auf mir trage. Die Kollaboration aller Rassen, aller Regionen, aller Religionen. Die ältesten Traditionen und die modernsten Verfahren. Alles aufgewühlt: die Eingeweide des Globus und alle Sitten und Bräuche; man hat jungfräuliche Landstriche geplündert und friedliebenden Geschöpfen ein schändliches Handwerk beigebracht. Ganze Länder wurden in einem Tag umgepflügt. Das Wasser, die Luft, das Feuer, Elektrizität und Röntgenstrahlen, die Akustik, Ballistik, Mathematik, Metallurige und Mode, die Kunst, der Aberglaube, die Lampe, die Reisen, der Tisch, die Familie, die Universalgeschichte, all das ist in jene Uniform, die ich trage, eingewoben. Frachter überwinden die Ozeane. Unterseeboote tauchen. Züge rollen. Lastwagenkolonnen donnern. Fabriken explodieren. Die Menschenmenge der Metropolen stürzt in die Kinos und reisst sich um Zeitungen. In der Tiefe der Felder säen und ernten die Bauern. Seelen beten. Chirurgen operieren. Financiers raffen. Patentanten schreiben Briefe. Tausend Millionen Individuen haben mir ihr ganzes Geschäft eines Tages gewidmet, ihre Kraft, ihr Talent, ihr Wissen, ihre Intelligenz, ihre Gewohnheiten, ihre Gefühle, ihr Herz.“

„Kann noch nicht durch die Wand sehen. Morgen vielleicht.“

Es wurde nicht gehört, worauf die Verkäuferin in der Wurstabteilung einem Kunden antwortet. Ihre Antwort aber

„Kann noch nicht durch die Wand sehen. Morgen vielleicht.“

ist deutlich zu hören, ist augenblicklich wert, notiert zu werden.

„Kann noch nicht durch die Wand sehen. Morgen vielleicht.“

Wurst-Abteilung

Andre Heller hinter der Wand einer Wurst-Abteilung.

Der Verkäuferin ist noch anzuhören, daß die deutsche Sprache nicht die Sprache ist, die sie in ihrem Leben als ihre erste lernte. Vielleicht ist sie aus Serbien nach Österreich übersiedelt, oder aus Kroatien, möglicherweise auch aus der Türkei. Es ist nicht wichtig. Aber es macht doch immer wieder stolz, kein Talent dafür zu haben, einem Menschen ansehen zu können, woher er kommt, nationale Identitäten feststellen zu können.

„Kann noch nicht durch die Wand sehen. Morgen vielleicht.“

Worauf das die Antwort war, ist nicht wichtig. Die Antwort steht für sich alleine. Nach den strengeln Regeln ist diese Antwort kein Haiku. Aber ebenso leicht hingesagt. Und, Regeln ändern sich, verlieren ihre Gültigkeit. Kaum ist von ihr die Antwort ausgesprochen, ist es nicht mehr nur eine Antwort, sondern ein Gedicht.

Kann noch nicht
durch die Wand
sehen. Morgen
vielleicht.

Auf dem Weg zur Kassa, vordringlich damit beschäftigt, dieses Gedicht auswendig zu lernen, kommen mit der Sicherheit, es bestimmt nicht mehr zu vergessen, andere Gedanken wieder, vor allem eine Erinnerung, ausgelöst aber durch dieses Gedicht. Vor wenigen Wochen antwortete Herr Neuwirth auf die Frage einer Journalistin oder eines Journalisten, wann es ihm bewußt geworden sei, einen Televisionsliedwettbewerb gewonnen zu haben: „Ich werde das Ganze wohl erst nächste Woche wirklich realisieren.“ Eine Antwort, die Andre Heller ins Schwärmen brachte, die er anführte, als Beispiel, wie klug er spricht …  Unweigerlich muß überlegt werden, ob Andre Heller – wäre er der Kunde gewesen, den die Verkäuferin mit einem Gedicht beschenkte – von dieser Verkäuferin ebenso schwärmen würde?

Nein – nein, nein …

Die Verkäuferin in der Wurst-Abteilung eines billigen Ladens, der übrigens gar nicht so billig ist, erfüllt nicht die Kriterien, um Andre Heller ins Schwärmen zu bringen, der es versteht, seiner Stimme in der Masse der Conchita-Wurst-Groupies Gehör zu verschaffen. Die Verkäuferin hat keinen Liedwettbewerb mit der Darstellung eines Mannes aus den fünfziger Jahren des letzten Jahrhunderts gewonnen, sie mimt also keinen Mann nach ihren Vorstellungen, wie ein Mann war, der in den fünfziger Jahren des letzten Jahrhunderts die Gesellschaft beherrschte. Und das Entscheidende, die Verkäuferin kennen nicht Millionen von Menschen …

Für die Verkäuferin, die einen Kunden, der nicht Andre Heller war, mit einem Gedicht so leicht und so nebenher unbelohnt beschenkte, würde Andre Heller wohl ebenfalls nicht die Forderung erheben, sofort zwei Millionen auf ihr Konto

Hätte Andre Heller das Gedicht von der Verkäuferin, wäre er der Kunde gewesen, überhaupt gehört? Er hätte es wohl überhört, vielleicht nicht gehört, weil das Rascheln des Papiers für ihn zu laut gewesen wäre, das Rascheln des Papiers, in das die Verkäuferin seine fünfzehn Deka Pariser … Möglicherweise hätte er sich gedacht, wie freundlich die Verkäuferin ist, sie werde wohl mit ihrer Arbeit und mit ihrem Gehalt zufrieden sein, da habe Michael Spindelegger wohl nicht unrecht, der an den Kassen der billigen Läden nur mit Arbeit und Lohn zufriedene Damen sitzen sieht, weil sonst könnten sie nicht so freundlich

Ein Stück von Jean Genet verbieten zu wollen, ist wie – sich selbst ausladen zu wollen

Es sagt menschgemäß viel aus, wenn die Forderung erhoben wird, ein Stück von Jean Genet abzusetzen, über die Lage der Menschen, die in Österreich leben, die keine angenehme ist, denn zu oft müssen sie das Wort „Neger“ hören, das alles andere als freundlich intoniert und gemeint ist, zu sehr ist das Klima immer noch vergiftet, die Luft angereichert mit Vorurteilen, mit Diffamierungen, mit Abfälligkeiten, diese Menschen bekommen in diesem Land eine Luft, die nicht zu atmen ist, sondern zum Ersticken …

Und so ist es verstehbar aber nicht zu akzeptieren, wenn die Forderung erhoben wird, ein Stück nicht zu spielen, das den Titel „Die Neger“ …

Wiener Festwochen Black Panthers Jean GenetAber wer hier tatsächlich der Beleidigte ist, wer hier tatsächlich der Diffamierte ist, wer hier tatsächlich der Ignorierte ist, wer hier tatsächlich der Erniedrigte ist, das ist Jean Genet, wieder einmal Jean Genet.

Er wird tatsächlich beleidigt und ignoriert und erniedrigt von dem Regisseur, weil dieser sogenannte weiße Schauspieler und sogenannte weiße Schauspielerinnen spielen läßt, während Jean Genet sich immer ausdrücklich dagegen verwahrte, daß sogenannte Weiße die von ihm geschaffenen Figuren dieser Groteske spielen.

Er wird aber auch tatsächlich beleidigt und tatsächlich diffamiert von jenen Menschen, die nun die Absetzung seines Stückes fordern, weil sie erstens sein Stück ignorieren, zweitens seine Clownerie auf einen Titel erniedrigend reduzieren, drittens sein Leben ausblenden und viertens dazu noch wegwischen, für wen er durch die USA reiste, auf welche Seite er sich stellte, zu einer Zeit, als kaum wer sich auf diese Seite stellen wollte, nicht einmal sogenannte Progressive mit einer rosa Hautfarbe …

„In der Folge konnte ich mich nur den farbigen Unterdrückten anschließen, die gegen die Weißen revoltierten. Gegen alle Weißen. Ich bin vielleicht ein Schwarzer, der weiße oder rosa Hautfarbe hat.“ („Ich erlaube mir die Revolte“, Hubert Fichte und Jean Genet, „Die Zeit“, 13. Februar 1976)

Es wäre respektvoll und gerade ihm gegenüber mehr als angemessen, wenn Jean Genet nicht weiter beleidigt und diffamiert und ignoriert werden würde, weder von dem Regisseur, der seinen Willen gröblichst mißachtet, noch von den Menschen, die ein Stück von ihm nicht aufgeführt sehen wollen, und vielleicht überzeugt alle daran Beteiligten der Bericht von Angela Davis über ihre Begegnung mit Jean Genet in den USA, über das Engagement von ihm, als kaum sogenannte Weiße sich engagieren wollten, Jean Genet nicht weiter zu …

When Jean Genet came to the USA in spring 1970, although it was our first meeting with him, there were many of us Black Americans who already considered him an ally because of his play The Blacks that had showed in New York a few years before. The Black Panther Party invited Genet so he could help them, holding conferences in different universities over the USA. It was a major critical stage of the black of struggle in the USA. I was in charge of translating his speeches, for instance at UCLA where I was teaching philosophy. A party was arranged for him in the house of filmmaker Dalton Trumbo in Hollywood: many stars showed up and it helped raise funds to pay the imprisoned Panthers‘ lawyers. David Hilliard, a member of the Black Panther Party, largely mentioned in Prisoner of Love, told me Genet had arrived with worn out clothes and was asked to get a bit dressed up. He was taken to a San Francisco shop run by a Black man so moved that Genet came to the USA to help the Panthers, he offered him a jacket, a pair of trousers and a shirt. I remember him, so happy to wear these gifts, and me, so excited to meet him. I knew his writings, he was a mythical character to me but, face to face with him, I had an almost motherly feeling. He was like a little boy, very kind and laughing a lot . . .
At the time he gave his speeches, the situation was quite complicated: there were not many White folks willing to support an organization very wrongly described as a „terrorist“ one, made up of people willing to kill policemen, etc. At the time, I was a member of this movement and had lost my job as a teacher in UCLA but I quashed the decision on appeal and was reintegrated. It was very difficult to succeed in spreading out the movement and find support for Black political prisoners. On the campus, teachers and students alike would often demonstrate against the war in Vietnam. For instance, there had been a demonstration against Nixon’s policy in Vietnam with ten to fifteen thousand persons; nevertheless, two weeks later, when we tried to arrange another demonstration to obtain the release of Bobby Seale, Erika Huggins and the „Soledad Brothers“ ( George Jackson, John Clutchette, Fleeta Drumgo) who were in jail, we only managed to gather two hundred persons, most of them Blacks. We just didn’t succeed in raising a great multiracial movement and thought Genet, thanks to his fame, could help us reach White progressives.
When we advertised for his conference, the posters did not mention that Genet would talk about the Black Panthers. We just said he would speak and a huge crowd came to hear him because he was Jean Genet, the great writer. He started saying he would talk about the Black Panthers and made a very moving appeal – a very theoretically advanced one, I’d say – about how to fight racism. Genet had made some proposals twenty years before that we just started to develop; for instance the White participation in the struggle against racism. After a quarter of an hour, many members of the audience started to get upset and to whisper and, suddenly, someone even interrupted Genet asking him to speak, at last, of himself and his work! Genet answered: „No, I’m not here to talk about literature or my books. I came to defend the Black Panther Party.“
Then, something deeply shocking to me occurred: half of the audience progressively left the place. They didn’t want to hear about the BPP. For us, it was a real lesson. We could judge how much work had to be done to generate a real movement against racism. Many teachers I was familiar with were unable to attend such debates because, in a way, they felt Genet was accusing them of collusion. However, those who did stay were giving us something invaluable. Genet knew how to speak his heart without pity or condescension. Now, we have learned how not to mistake solidarity feelings for feelings of pity among the representatives of the ruling culture. Genet, he already knew how to distinguish them. In his Yale speech, on the Mayday Speech day, he even goes so far as to advocate the development of a „tactfulness of the heart“ when dealing with Black folks. He also says that Blacks had silently been observing Whites for centuries and had learned a lot about them and their cultural background. And Whites did not even realize they were being observed. What we develop nowadays in our lectures means the same: White folks have got to go to Black school; they have to learn something from them. From Black folks but also Indians, Chicanos and the whole multicultural U.S. population.
One last important point: it was Genet who heightened the Black Panther Party awareness to the Homosexual Rights issue. David Hilliard told me that when they were traveling together from state to state, from one university to another, some members of the Party were using very rude and homophobic words to insult Nixon or Mitchell. Genet was hurt by these words and told them they should not use such vocabulary. One night, he even showed up at the hotel – there used to be four or five men per room during these trips – dressed in a sort of pink negligee, and a cigar in his mouth. Well, they all thought Genet was going crazy! He had just wanted to bring about a discussion on the similarities between the struggle against racism and the struggle against homophobia. After these trips in 1970, David Hilliard and his mates largely spoke of the matter with Huey Newton (the BPP’s president, in jail at the time) and later published soon after an important article in the BPP’s newspaper saying: „Whatever your personal opinions and your insecurities about homosexuality and the various liberation movements among homosexuals and women (Genet also had spoke about women’s liberation during his stay – Angela’s note), we should try to unite with them in a revolutionary fashion. I say: ‚whatever your insecurities are‘ because as we very well know, sometimes our first instinct is to want to hit a homosexual in the mouth, and want a woman to be quiet. We want to hit a homosexual in the mouth because we are afraid that we might be homosexual; and we want to hit the women or shut her up because we are afraid that she might castrate us, or take the nuts that we might not have to start with. [ . . . ] Remember, we have not established a revolutionary value system; we are only in the process of establishing it. I do not remember our ever constituting any value that said that a revolutionary must say offensive things towards homosexuals, or that a revolutionary should make sure that women do not speak out about their particular kind of oppression. [ . . . ] And I know through reading, and through my life experience and observations that homosexuals are not given freedom and liberty by anyone in the society. They might be the most oppressed people in the society. [ . . . ]“