Die permanente Steinigung des Geistes durch Herbert Kickl – Altes von der FPÖ zum „Genderwahn“

Es wird nicht gesagt werden können, hier wird je für Gabriele Heinisch-Hosek das Wort ergriffen (im Gegenteil, wie nachgelesen werden kann), aber was die gesinnungsgemäß zensurierte Website über die parlamentarische Anfrage der FPÖ, eingebracht von Herbert Kickl, unter „Neues vom Genderwahn …“ in einem Kommentar schreibt, ist dermaßen …

Zum einen ist es in zweifacher Hinsicht alt. Einmal deswegen, weil es das gesinnungsgemäße Alte der FPÖ ist, ohne die kleinste Idee und ohne den geringsten Beitrag zur Verbesserung der Lebenslagen von Menschen. Und ein zweites Mal deswegen, weil die FPÖ je für das Wiedererbrechen ihrer Altgesinnung Altes ausgraben muß, in dem konkreten Fall eine alte Broschüre, wie im Impressum zu lesen ist, handelt es sich bei diesem Informationsprodukt um den „2. Nachdruck © 2009“.

Herbert Kickl steinigt den Geist mit seinen Angstvorstellungen vor GenderZum anderen ist es ein absichtliches Falschlesen der Broschüre. In der Broschüre, wie der Collage entnommen werden kann, wird nicht nur „Steinigung“ klar als „Verbrechen“ bezeichnet, sondern auch klar das Anliegen definiert, gegen Gewalt nicht nur zu sein, sondern auch gegen Gewalt etwas zu unternehmen. Die Passage, die die FPÖ absichtlich gesinnungsgemäß falsch lesen will und muß, ist der Beschreibung über „Steinigung“ entnommen. Diese und auch alle anderen Beschreibungen in der Broschüre „Tradition und Gewalt an Frauen“ sind keine Rechtfertigungen oder gar das Billigen von beispielsweise „Steinigungen“, sondern Informationen über die mannigfachen und mannigfaltigen Gewaltverbrechen gegen Frauen, die es bedauerlicherweise weltweit nach wie vor gibt. Daraus den Versuch zu unternehmen, wie es namentlich Herbert Kickl nun probiert, Gabriele Heinisch-Hosek auf eine Stufe von Claudia Bandion-Ortner zu stellen, ist derart billig, daß gesagt werden muß, Herbert Kickl erreicht nicht einmal mehr das Niveau von Claudia Bandion-Ortner, dabei ist dieses so leicht zu erreichen, es muß bloß eine drei Zentimeter hohe Stufe – für Herbert Kickl jedoch eine je unbewältigbare Aufgabe …

Was daran aber enervierend ist und immer mehr ärgerlich wird, ist das Wissen, daß mit den monatlich zu leistenden Steuerabgaben auch Herbert Kickl und sehr viele weitere freiheitliche Mandatare und Mandatarinnen hohe und höchste Gehälter mitzufinanzieren sind, und es wächst der Zorn auf die Wähler und Wählerinnen der FPÖ, die für diese Geldverschwendung hauptverantwortlich sind, die alle dazu nötigen, derartigen Geistessteiniger und Geistessteinigerinnen ihren Lebensunterhalt mit Steuergeld, das für so viele gute und wichtige Dinge benötigt werden würde, bestreiten zu müssen.

Was auch diesmal erschreckend ist, wieder erschreckend ist, wobei das Abstumpfen nicht gelingen will, sind die Kommentare der Schreibstaffel zu den Kommentaren auf der freiheitlichen Website „Unzensuriert“, die auch immer mit sofortiger Zustimmung gesinnungsgemäß geadelt werden, wie ebenfalls in der Collage gelesen werden kann. Auch diesmal geht es wieder um Blutrünstiges, Gewalt- und Mordphantasien – nicht nur gegen Gabriele Heinisch-Hosek …

Schreibstaffel Unzensuriert Helmut PurznerUnd die Schreibstaffel darf nicht unbeachtet bleiben. Denn. Die Schreibstaffel scheint auch so etwas wie das Arbeitsamt der FPÖ zu sein, wie der aktuelle Fall des Helmut Purzner nahelegt. Wie in der zweiten Collage gelesen werden kann, war er vor seinem Eintritt ein fleißiger Kommentarschreiber, auch auf der Site der „Unzensuriert“ auf der Plattform des Unternehmens Facebook, eher er in die FPÖ eintrat und durch die verantwortungslose Gunst der Wähler und Wählerinnen beinahe freiheitlicher Gemeinderat geworden wäre, wenn nicht … Daß er es nicht wurde, war kein Verdienst der Wähler und Wählerinnen … Wer aus der Schreibstaffel wird der nächste oder die nächste sein, die aufgrund ihrer oder seiner Kommentare die Qualifikation erfüllt, freiheitliche Mandate zu übernehmen? Die Kommentare der Schreibstaffel, mögen diese noch so blutrünstig sein, haben beispielsweise für die „Unzensuriert“ nichts Anrüchiges an sich, weder werden diese gelöscht noch wenigstens scharf kommentiert

PS Vielleicht ist der oder die nächste „Peter_“ aus der Schreibstaffel für die FPÖ mit einem Mandat anerkennend zu versorgen … „Peter_“ schreibt sich auch diesmal, wie in der Collage gelesen werden kann, weiter in die ersten Reihe der … Oder ist es Jan Cux, der lateinisch gebildet hoffend die Frage stellt: „seits schon bewaffnet“ … Oder …

Als Krönung gießt sich jetzt die Krone auch noch einen Haxenspreizer ein

Verantwortlich zwar dafür, daß der „Haxenspreizer“ je Thema wurde, aber nicht dafür, daß auch nach Monaten über den „Haxenspreizer“ noch geschrieben wird, muß dennoch ein weiteres Mal darauf hingewiesen werden, wie durchsichtig es von der identitären Gemein-Schaft ist, sich als eine zu präsentieren, die gegen „Sexismus“ auftritt. Auftreten ist das rechte Wort. Allen voran tritt NR Dagmar Belakowitsch-Jenewein mit dem „Haxenspreizer“ auf, aber sie tritt und ihre NR-Kameraden und NR-Kameradinnen treten nicht gegen Sexismus ein.

Krone Printausgabe 9-11-2014 - HaxenspreizerUnd nun, am 8. November 2014, bringt es die „Neue Kronen Zeitung“ auch noch einmal, und wiederholt die unselige und falsche Aussage von Ministerin Heinisch-Hosek … Wie ungeschickt ihre Antwort, die in keiner Weise die Glaubwürdigkeit der Ministerin zu steigern imstande ist, im österreichischen Parlament ausfiel, kann nachgelesen werden:

Überfällige parlamentarische Anfrage an die freiheitliche Gemein-Schaft – Der letzte Haxenspreizer

FPÖ Haxenspreizer Akif Pirincci KroneAber auch allein durch den Vergleich mit einem Interview in dieser Tageszeitung vom 5. Juli 2014 kann bereits das Ungeschickte und das Unglaubwürdige der Ministerin in dieser Angelegenheit …

Wie absolut unglaubwürdig aber die freiheitliche Gemein-Schaft sogar in ihrem Auftreten gegen den „sozialistischen Sexismus“ ist, dafür steht auch ihr neues Idol, das sie für den kommenden Montag, 10. November 2014, nach Wien eingeladen hat:

Akif-“Menschen-sind-Scheiße”-Pirinçci

Welche Entschließungsanträge die NR-Kameraden und NR-Kameradinnen der identitären Gemein-Schaft tatsächlich einbringen sollten, darüber wurde in der verwichenen Woche bereits ausführlich geschrieben, nämlich u.v.a.m. gegen blutrünstige Postings, aber das wären welche gegen sie selbst … Das wird je nicht passieren, so bleibt bloß zu hoffen, daß Wählerinnen und Wähler in diesem Land sich endlich dazu entschließen, nicht mehr diese Gemein-Schaft zu wählen, um derartige aber nicht nur solche Entschließungsanträge und parlamentarische Anfragen im österreichen Parlament je nicht mehr … Einen Richtwert, wie viele Aufhußstimmen in jedweder Wahl in einer Demokratie verträglich sind, hat ebenfalls in der verwichenen Woche die identitäre Gemein-Schaft selbst vorgegeben

Können Sie sich, Frau Ministerin, Heinisch-Hosek als Frauenministerin und als Bildungsministerin vorstellen?

Ehe begonnen wird, über ein Interview vom 5. Juli 2014 in der Tageszeitung „Kronen Zeitung“ zu schreiben, zuerst unbedingt für die Zukunft notieren: An verregneten Sommertagen nach Rückkehr aus dem Urlaub in dieses Land nicht in dessen alten Zeitungsaugaben stöbern.

Ein Vorsatz, der in diesem Sommer leider nicht mehr …

Das Interview, auch dieses wurde nachgelesen und kann nicht unbeschrieben bleiben.

Die Frage der Überschrift stellte Edda Graf der Bildungs- und Frauenministerin nicht. Dafür fragte Gabriele Heinisch-Hosek ihre Interviewerin:

„Sie wollen Schiller umtexten?“

Friedrich Schiller würde heute selbst umtexten oder es gar nicht geschrieben haben

Ehemalige FPÖ-Pressesprecherin Edda Graf interviewt Gabriele Heinisch-Hosek. Als wär’s ein Dramolett von Antonio Fian, aber diesmal frei erfunden.

Es ging dabei, wie kann es anders sein, um Hymnen. Auch um die Europahymne. Ein wohl ebenfalls mehr als unglücklich gewählter Text für eine Europahymne. Aber für Gabriele Heinisch-Hosek … Von einem anderen Blick aus, auf Europa gerichtet, möglicherweise die richtige Text-Wahl, wenn dafür herangezogen wird, was Friedrich Schiller selbst, zitiert nach Dieter Hildebrandt, über seinen Text schrieb:

„Schiller selbst hat sein Werk später hart kritisiert: ‚Die Freude ist nach meinem jetzigen Gefühl durchaus fehlerhaft und ob sie sich gleich durch ein gewisses Feuer der Empfindung empfiehlt, so ist sie doch ein schlechtes Gedicht.‘ Und er fügte hinzu: ‚Weil sie aber einem fehlerhaften Geschmack der Zeit entgegenkam, so hat sie die Ehre erhalten, gewissermaßen ein Volksgedicht zu werden.‘ Und Beethoven wiederum meinte über seine Sinfonie: ‚Er sehe ein, mit dem letzten Satz dieser Symphonie einen Mißgriff begangen zu haben; er wolle denselben daher verwerfen und dafür einen Instrumentalsatz ohne Singstimmen schreiben, wozu er auch schon eine Idee im Kopf habe.'“

Ein „schlechtes Gedicht“, „fehlerhaft“, „fehlerhaftem Geschmack der Zeit, so Schiller selbst, und Beethoven: „Mißgriff begangen, daher verwerfen“ …. Und ein „Gelegenheitsgedicht“ schreibt Dieter Hildebrandt:

„Schillers Lied ‚An die Freude‘ ist ein Jugendwerk, ein Wurf eines Sechsundzwanzigjährigen; keineswegs die ‚Hymne‘ oder ‚Ode‘, als die sie heute immer wieder bezeichnet wird, sondern ein Gelegenheitsgedicht.“

Edda Graf hätte darauf Gabriele Heinisch-Hosek fragen können, ob sie sich nicht eine Umbesetzung vorstellen könnte, also Getrude Brinek als Frauenministerin? Denn Volksanwältin Gertrude Brinek kann sich mittlerweile immerhin vorstellen, einen Wettbewerb für einen neuen Text einer österreichischen Nationalhymne zu veranstalten, wenngleich auch Gertrude Brinek nach wie vor die übrigen offiziellen acht unsäglichen Hymnen in Österreich unangetastet ….

Daß die gesetzliche Änderung der österreichischen Nationalhymne, auf die Gabriele Heinisch-Hosek weiter setzt, die denkbar schlechteste Lösung war, darüber wurde schon vor Jahren geschrieben: „Wie aus an Schas a Kas wird – Österreichische Bundeshymne, das Rezept“

Es wäre gut und richtig, wenn Gertrude Brinek ihren Vorschlag des Wettbewerbs noch ausweitete, nämlich auf alle neun offiziellen Hymnen in diesem Land, wenn schon ein Trachtenjodler – „Andreas Gabalier favorisiert das Neutexten von neun offiziellen österreichischen Hymnen“

Weshalb es gut und richtig wäre, alle neun Hymnen neu zu texten, das muß nicht noch einmal ausgeführt werden; ein Hinweis reicht auf „Neun offizielle Hymnen aus Österreich – ein Destillat“ …

PS Das auf dem Donauinselfest 2014 angebotene Getränk wird in diesem leider nicht von Antonio Fian erfundenen Dialog auch angesprochen. Das will aber tatsächlich nicht mehr kommentiert werden – genug darüber schon …

Die Mitnahme der Gabriele Heinisch-Hosek aus der gestrigen „Volksbefragung“ oder als Wörter noch Inhalte hatten

„Wäre schön, wenn wir wieder Einreichungen von vielen interessanten jungen Wissenschafterinnen hätten“, schreibt Gabriele Heinisch-Hosek im Posting zur Einreichfrist der Johanna-Dohnal-Förderpreise, und gleich im darauffolgenden Posting zur gestrigen „Volksbefragung“:

Das Ergebnis ist zu respektieren, keine Frage. Auch wenn das bedeutet, dass zwei Modelle, die den Frauen etwas gebracht hätten, nun nicht kommen. Was ich mir mitnehme aus diesem Ergebnis, ist die große Bereitschaft vieler Frauen für Veränderung. Denn vor allem junge Frauen haben zu drei Viertel für Profiheer und Sozialjahr gestimmt. Diese Offenheit der Frauen für Neues, für Modernität und Innovation, die freut mich sehr und auf die will ich in diesem Jahr noch viele Antworten geben.

Johanna Dohnal - Gabriele Heinisch-Hosek

Als Wörter noch Inhalte hatten.

Wäre schön, wenn das Präsidiums- und Team-Mitglied Gabriele Heinisch-Hosek der Johanna-Dohnal-Website einmal nachlesen würde, was von einer Vorgängerin von ihr, das aber Gabriele Heinisch-Hosek zu keiner Wiedergängerin von Johanna Dohnal macht, an Neuem, Modernem und Innovativem

Es hätte der gesamten sozialdemokratischen Partei gut angestanden, das nachzulesen, was auf einer sozialdemokratischen Website gelesen werden kann, ehe sie auf ein Berufsheer setzte, also auf das Militär, das nichts Neues ist, auf das Militär, das nichts mit Modernität, auf das Militär, das nichts mit Innovation … Im Hause der Sozialdemokratie wurde also bereits alles gedacht, das für Neues, für Modernität und Innovation steht … Aber (früher hieß es, Papier ist geduldig, an die heutige Technik angepaßt muß es wohl heißen:) Bildschirme müssen eingeschaltet werden …

Wer die oben zitierte Mitnahme aus dem Ergebnis der gestrigen Parteiwahl von Gabriele Heinisch-Hosek im Vergleich zu Johanna Dohnal etwa in der Schule zu interpretieren hätte, würde möglicherweise kurz und bündig schreiben, weil Schüler und Schülerinnen angeblich ihre Hausaufgaben schnell erledigt haben wollen, wobei sie aber nie die Schlampigkeitsgeschwindigkeit von Parteipolitfunktioären und Parteipolitmandatarinnen erreichen:

Johanna Dohnal: als Wörter noch Inhalte hatten; Gabriele Heinisch-Hosek: –

„Wäre schön, wenn wir wieder Einreichungen von vielen interessanten jungen Wissenschafterinnen hätten“, schreibt Gabriele Heinisch-Hosek im Posting zur Einreichfrist der Johanna-Dohnal-Förderpreise -, aber wofür, wenn aus den Forschungen etwa zu Konfliktregelungen im 21. Jahrhundert keine politischen Antworten mitgenommen werden …