Wie in jedem Jahr ist nun wieder im besinnlichen Advent die Zeit der Jahresrückblicke ausgebrochen, und wie stets geht es auch darum, was seien die Höhepunkte des Jahres gewesen, welche Begebenheiten führten zu Höhepunkten im Jahr 2025, und ein jeder Mensch hat schon, wird er so kurz vor Weihnachten danach gefragt, seine Sicht auf die Geschehnisse, im Land, in der Welt, auf die Höhepunkte im eigenen Leben.
Und wenn die Zeit gar recht besinnlich und zugleich — zu keiner Zeit sonst im Jahr werden Geschenke in diesem Ausmaß besorgt — verschwenderisch, stellen sich Fragen ein, sogar Fragen, die Dritte betreffen, etwa die Frage danach, wie würde ein zurzeitiger Nationalratspräsident antworten, wenn er gefragt würde werden, was seine persönlichen Höhepunkte in den letzten elf oder gar zwölf Monaten — wird ein jedes Jahr vor seinem Ende gar gerne schon als beendet angesehen, wie jedes Jahr vor seinem Ende abgeschlossen — gewesen seien, welche persönlichen Höhepunkte würden wohl in seine Antwort einfließen …
Würde er als einen seiner persönlichen Höhepunkte meinen,
Spannende Referate von NAbg. Dr. Kolm, Nationalratspräsident Dr. Walter Rosenkranz und Gerald Grosz prägen unsere Klausur – sie steht ganz im Zeichen von Freiheit, Verantwortung und Klartext!
Welche immer der zurzeitige Nationalratspräsident als seine persönlichen Höhepunkte ’25 selbst in einer Antwort, früge ihn wer nach diesen, aufzählte, in der verschwenderisch besinnlichen Adventzeit, und es werden nicht wenige sein, darf angenommen werden, ihm ein Jahr reicher Höhepunkte gewesen sein, und vielleicht wird er sich auch an diese für ihn hier kursorisch aufgezählten Höhepunkte ’25 einst, wenn auch noch nicht in diesem Jahr, erinnern, wenn er von der Last seines Amtes befreit, sich ganz dem Musischen hingeben wird können, mit seiner Gitarre von Schloß zu Schloß …
Es wurde darauf vergessen, zu erzählen, das noch zu erzählen, von der Verlinkung auf der Website der „FPÖ“ zum grazerischen Magazin „Freilich“, also von der direkten freiheitlichen Übernahme des Berichteten von „Freilich“, von der freiheitlichen Aufforderung zum „Weiterlesen“ auf Freilich, also, was die FPÖ, im konkreten Fall ihren Nationalratspräsidenten, betrifft, ist nicht von der FPÖ selbst zu erfahren, sondern von Freilich.
Der November ist vorbei. Von der FPÖ also zum Freilich-Lesen geführt, fällt jetzt im Dezember wieder ein, wovon noch erzählt werden wollte, dafür ist die heimatdienstliche Resolution vom März 2025
verantwortlich, diese erinnerte daran, daß etwas zum Patriotischen noch erzählt werden wollte.
(Es ist nicht zu vergleichen, es ist keine Parallele zum siebenjährigen November des totalitären Regimes von dem massenverbrecherischen und massenmörderischen Österreicher, aber das sollte nicht vergessen werden, im Österreich des 21. Jahrhunderts kann etwas schon mal sieben Jahre dauern, von der Anzeige bis zum Gerichtsverfahren, zur Verurteilung …)
Das Patriotische, von dem noch erzählt werden wollte, ist die zur von der Freiheitlich direkt hingeführten Reklame für das Patriotische auf der Freilich … Bevor auf die Reklame für den „Shop für Patrioten“ einzugehen ist, für den am 9. Dezember 2025 ebenfalls wieder und weiter reklamiert wird, sticht am 9. Dezember 2025 die Reklame für den „Essay – Wettbewerb Was ist ein Europäer?“ der „ESN Party“ hervor …
Wenn Du Antworten auf diese Frage hast und Student oder Promovend bist, dann schreib einen Essay zur Frage „Was ist ein Europäer? Die besten 10 Autoren bekommen ein Honorar in Höhe von 5.000 Euro und stellen ihren Essay auf einer Konferenz vor. Reiche Deinen Essay in einer Länge von 15.000 Zeichen (inkl. Leerzeichen) bei esn.partei@gmail.com als Word-Dokument ein. Bitte füge Deiner Nachricht einen kurzen Lebenslauf und eine Immatrikulationsbescheinigung bei. Einsendeschluß ist der 31.12.2025
5. Informationen über die Herkunft der Beträge: Öffentliche Mittel aus dem EU-Haushalt. Keine privaten oder Drittlandsquellen
Diese Party-Reklame sticht weiter hervor wegen ihrer Zielgruppe „Student oder Promovend“, und von dieser muß es mittels „Immatrikulationsbescheinigung“ bewiesen werden, daß sie nicht „Wir sind das Volk“, sondern, wie sie es wohl selbst parolieren würde:
Denn angesprochen ist die Zielgruppe Männer, aufgefordert ist der Mann zuerst: „Student oder Promovend“ …
Ja, was hätte das Volk, was hätte die Frau zu dieser akademischen Frage auch zu sagen, wird doch das Volk und die Frau schon an dem Wort Essay scheitern, nicht verstehen, was sie abliefern sollen, geradezu verzweifeln daran, wie das gehen soll, in ein „Word-Dokument“ Schrot zu füllen …
Es ist aber auch ein hervorstechender Party-Bericht …
Der Tag der Deutschen Einheit ist […] die ESN-Europapartei am 3. Oktober 2025 zum Familienfest auf dem Theaterplatz in Erfurt eingeladen. Mit dabei: Harald Vilimsky (MdEP) aus Österreich, Björn Höcke (MdL), Dr. Alexander Sell (MdEP), René Aust (MdEP) und andere.
Wieder darauf vergessen, zu erzählen, für Tage, aber jetzt, als wäre ein Knoten in das Schneuztuch gemacht worden, wieder erinnert daran, es zu erzählen, fertig zu erzählen, endlich, am 16. Dezember 2025, erinnert durch Heinrich Sickl, genauer, durch „Stoppt die Rechten“: „Franz M.s. Follower“ … Die Gesellschaft Freilich ist,
Das kommt überraschend. Oder auch nicht: Die 2018 in „Freilich Medien GmbH“ umbenannte „Aula-Verlag Gesellschaft m.b.H.“ wurde vor wenigen Tagen aufgelöst. Nun darf spekuliert werden, warum. Feststeht: Die Anklage gegen den Ex-Aula-Chef ist heftig. Aus der „Aula” wurde „Freilich”
Der Aula-Skandal rund um den Hetzartikel gegen KZ-Befreite führte 2018 zum Ende des burschenschaftlich orientierten Magazins „Die Aula“ – selbst die damals im Bund mitregierende FPÖ konnte der Rechtsaußen-Postille nicht mehr die Stange halten und trennte sich mit mehr oder weniger großen Amputationsschmerzen vom einstigen „publizistischen Flaggschiff des Dritten Lagers“ (Selbstbezeichnung). Die „Aula-Verlag Gesellschaft m.b.H.“ wurde mit leichten Änderungen der Gesellschafter zur „Freilich Medien GmbH“, Heinrich Sickl, damals FPÖ-Gemeinderat in Graz, ersetzte den bisherigen Geschäftsführer Martin Pfeiffer, bis FPÖ-Bezirksrat und stellvertretender Bezirksparteobmann in Graz-St. Leonhard, und aus der ständig am Rand des Neonazismus wandelnden „Aula“ wurde das stark neurechts orientierte „Freilich“-Magazin. Mit notarieller Bescheinigung vom 1.9.25 wurde nun die „Freilich Medien GmbH“ aufgelöst. Eingeleitet hatte Heinrich Sickl als Liquidator die Löschung Ende Mai 2025, als die Anklage seines Vorgängers bereits klar war.
berichtet „Stoppt die Rechten“ am 6. September 2025, aufgelöst worden. Freilich, eingestellt wurde Freilich deshalb nicht, freilich auch, daß sich die Einstellung der Freilich nicht änderte. Nun gibt es eine Nachfolgegesellschaft: Edition Kontext —
Nach dem Urteil erbat Pfeiffers Verteidiger Bernhard Lehofer Bedenkzeit. Beobachter gehen allerdings davon aus, dass er das Urteil beeinspruchen wird. In seiner Ablehnung dürfte er sich demnach auf eine angebliche Befangenheit der Historiker-Gutachter aus Deutschland sowie auf die Hauptargumentation seines Schlussplädoyers, einen „Rechtsirrtum“, stützen. Wie schon während des Gerichtsverfahrens argumentierte Lehofer in seinem Schlussplädoyer, dass sämtliche Publikationen der Aula strafrechtlich nicht relevant seien, da der Verfassungsschutz seit 2005 über ein Abonnement der Zeitschrift verfügt habe und Pfeiffer somit davon ausgehen konnte, dass der Staatsschutz sämtliche Ausgaben ständig mitgelesen habe.
Ein ehemaliger Staatsschützer hatte im Laufe des Prozesses bestätigt, dass die Zeitschrift von der Behörde abonniert worden war. De facto habe aber kaum jemand reingelesen. Nur er habe sich, wenn es die Zeit erlaubte, hin und wieder darum gekümmert. Laut Lehofer habe sein Mandant gewusst, „alles was veröffentlicht wurde, landet zur Überprüfung bei den Rechtsextremismusexperten des Verfassungsschutzes. Und auch bei der Staatsanwaltschaft“. Wer „das Unrecht der Tat wegen eines Rechtsirrtums nicht erkennt, handelt nicht schuldhaft, wenn ihm der Irrtum nicht vorzuwerfen ist“, so Lehofer mit dem Verweis auf die entsprechende Gesetzesstelle.
Das Konzert trägt den Titel „Nikolo mit Niccolò“ und spielt damit sowohl auf das Datum als auch auf einen der großen Namen des Abends an: Niccolò Paganini. Die beiden Musiker werden Originalwerke des italienischen Virtuosen interpretieren und diese durch weitere Stücke aus unterschiedlichen Epochen ergänzen. Dass Rosenkranz gerne und regelmäßig musiziert, ist kein Geheimnis – so entstand auch die Idee, ihn nach Albeck einzuladen. Hausherr und FREILICH-Geschäftsführer Heinrich Sickl betont die besondere Stimmung des bevorstehenden Auftritts: „Den zweithöchsten Mann im Staat als Künstler im Haus zu haben, ist etwas ganz besonders. Das sollte niemand versäumen“, so Sickl gegenüber FREILICH.
Enden, ja, es muß beendet werden, was begonnen wurde, zu erzählen, das noch fertig erzählen, und dann aufhören, endlich enden mit dem Patriotischen, nur noch das: von der Verlinkung auf der Website der FPÖ zum grazerischen Magazin Freilich, also von der direkten freiheitlichen Übernahme des Berichteten von Freilich, von der freiheitlichen Aufforderung zum Weiterlesen auf Freilich, also, was die FPÖ, im konkreten Fall ihren Nationalratspräsidenten, betrifft, ist nicht von der FPÖ selbst zu erfahren, sondern von Freilich.
Und da es auf den Spendenrückhalt aus dem Volk nicht so recht Verlaß ist, braucht es offensichtlich weitere Einnahmenquellen, einen „Shop“ eben, einen Shop von Patriotinnen, die diesen, wie der Reklame auf Freilich zu entnehmen ist, mit „Der Shop für Patrioten“ reklamieren, der „Patria“-Shop mit einem reichlichen … oh, was kann von „Patria“ alles für den „Rückhalt“ bezogen werden, gesinnungsgemäß etwa Shirts — Shirts sind immer ein Renner,
Und wer könnte für solch ein Unternehmen das Anforderungsprofil für dessen Geschäftsführer besser erfüllen, als eben Torsten Goerke, alles Erforderliche bringt er mit, einschließlich seine reichen Erfahrungen, dieses Geschäft „Patria-Laden“ zu führen, wie dieser Stellenbeschreibung entnommen werden darf:
Der online Shop „Patria Laden“ bietet beispielsweise vieles für den rechtsextremen Lifestyle an: Von Büchern wie „Demokratie ist das Problem“ oder „Kulturrevolution von rechts“, bis hin zu T-Shirts mit rechtsextremen und rassistischen Aufschriften wie „Volkskanzler“ oder „Abschieben rettet Leben“. Laut Impressum gehört der Shop derUudet Brandshipping UG und wird durch den Aktivisten der Identitären Bewegung Torsten Görke vertreten.
Görke: Zwischen rechtsextremem Aktivismus und Unternehmertum Als ehemaliger Stützpunktleiter der Jugendorganisation der rechtsextremen und in Teilen neonazistischen Partei „Die Heimat“ (ehemals NPD) im Salzlandkreis und als aktives Mitglied der Identitären Bewegung ist Torsten Görke schon lange in der rechten Szene aktiv. Die Identitäre Bewegung wird vom Verfassungsschutz als rechtsextrem eingestuft. Sie ist dabei gut vernetzt in der deutschsprachigen rechten Szene – es gibt viele Querverbindungen, darunter zur AfD und FPÖ.
Görke scheint ein wichtiger Bestandteil der Szene zu sein, auch weil seine Machenschaften über Aktivismus hinausgehen: Er ist nicht nur der Geschäftsführer der Uudet Brandshipping UG, sondern auch verantwortlich für weitere Unternehmen. Görke ist Teil des Gründungsvorstands des Filmkunstkollektiv-Vereins. Der Verein hat sich darauf spezialisiert, Proteste, Demonstrationen und Aktionen der rechten Szene zu begleiten. Ziel sei, „die Schönheit des Protests“ zu dokumentieren. Das Filmkunstkollektivhat bereits für die Junge Alternative, Identitäre Bewegung oder für das rechtsextreme Magazin Compact gedreht, außerdem setzen sie immer wieder den AfD-Faschisten Björn Höcke in Szene.
Zudem gründete Görke gemeinsam mit IB-Aktivist D. Sebbin „Schanze Eins“, ein Unternehmen, das als Finanzdienstleister der IB dient. Das Hauptziel dieser Firma bestehe darin, Investoren für Immobilienprojekte zu gewinnen. Die Immobilien sollen dann als feste Anlaufstellen und Veranstaltungsorte der Identitären Bewegung dienen, um von da aus Aktionen zu koordinieren. Zuletzt ist die Schanze Eins UG & Co. als Mieterin einer 2020 erworbenen Villa in Schkopau in Erscheinung getreten. Auch für weitere Unternehmen taucht Görke als Geschäftsführer im Handelsregister auf: Darunter für die Kontur & Farbe Görke UG, die Weking Verlag UG und die Grauzone Medien GmbH. Während Grauzone Medien unter dem Motto „keine Zeit für Hässlichkeit“ digitalen Content produziert, sind die anderen Firmen und deren Geschäftstätigkeiten nicht weiter öffentlich dokumentiert.
Weitere Unternehmensgeflechte: Kohorte UG und Phalanx Europa Auf der Seite „Patria Laden“ findet sich neben dem Impressum außerdem ein Verweis auf die allgemeinen Geschäftsbedingungen der Kohorte UG. Die Kohorte UG ist auch verantwortlich für den IB-Shop „Phalanx Europa“. Ähnlich wie auf Patria Laden, werden dort zahlreiche Merchandise-Artikel der Identitären Bewegung verkauft. Geschäftsführer der Kohorte UG ist D. Sebbin, ebenfalls Mitbegründer der Schanze Eins. Ähnlich wie Görke scheint auch Sebbin ein umtriebiger Geschäftsmann zu sein. Neben der Kohorte UG ist Sebbin Geschäftsführer des Unternehmens Okzident Media, einem Unternehmen, das verschiedene Mediendienstleistungen anbietet und verantwortlich für das Design des Merchandising-Shops „Phalanx Europa“ ist. Vertreten wird die Okzident Media UG durch den IB-Aktivisten Daniel Fiß. Fiß engagierte sich in seiner Jugend für die NPD-Jugendorganisation Junge Nationalisten und war von 2016 bis 2019 stellvertretender Vorsitzende der Identitären Bewegung Deutschlands. Seit Dezember des vergangenen Jahres arbeitet er als persönlicher Referent für den Landtags-Abgeordneten der AfD in Mecklenburg-Vorpommern, Nikolaus Kramer.
Keine halben Sachen gesinnungsgemäß ebenso beim Wettbewerb der Party, auch was die Finanzierung betrifft: „Öffentliche Mittel aus dem EU-Haushalt. Keine privaten oder Drittlandsquellen.“ Und kein „Volk“, denn nur „Akademiker“ sind die Gewähr, daß der Wettbewerb eine gesinnungsgemäß recht volle Sache wird, wird doch nach einem „Was“, also nach einer Sache gefragt, es wird nicht nach einem „Wer“, also nach Menschen gefragt, nicht wer sei, sondern was sei — für die Party eine Sache, eine Sache zum Verkauf …
Mit dem Erzbischof? Nein. Von dem später, erst am Schluß, wenn er, auch er, wieder einmal zum österreichischen Bundesheer, also zur dringend notwendigen umfassenden Landesverteidigungsdurchleuchtung, führt, geradeso, als führte in Österreich jeder Weg in die Kaserne.
Und er, Liessmann, schreibt in seinen Zuruf hinein:
Bei jedem Verständnis für den Kampf gegen Extremismus und NS-Wiederbetätigung: Hier sind die Maßstäbe mittlerweile völlig verrutscht. In einer medial aufgeheizten Stimmung fehlt jedes Gespür für den Kontext von Sätzen, Äußerungen und Handlungen, und es fehlt genauso jedes Gespür für angemessene Reaktionen. Auch wenn solche Anklagen häufig fallen gelassen werden oder mit einem Freispruch enden, bleibt ein bitterer Nachgeschmack. Man gewinnt den Eindruck, dass eine Atmosphäre der Einschüchterung geschaffen werden soll. Für Betroffene sind Stress und Anwaltskosten eine empfindliche Belastung. Die Konsequenz liegt nahe sich lieber wegducken und schweigen. Ein politisches Klima, in dem harmlose Bemerkungen und unverfängliche Tätigkeiten in ein schiefes Licht und vor Gericht geraten können, ist Gift für die Demokratie. Und nebenbei verliert man den Sinn für die wirklichen Bedrohungen, denen die Gesellschaft ausgesetzt ist.
Am 10. März 2025 berichtet der „Kurier“ über den Freispruch, und nennt nicht den vollen Namen, nennt den Namen des pensionierten Polizisten nicht einmal in einer auf die Anfangsbuchstaben abgekürzten und also anonymisierten Form:
Von der Kaserne der Polizei auf dem Weg zur Kaserne des Militärs die Rufe, das Hin-und-Her-Geschreibe, so wieder zu sagen, was gesagt: Umfassende Landesverteidigung überfällig zu durchleuchten. Denn. Es blieb nicht unbeantwortet, was der nun ehemalige Polizist verbreitete, es kommentierten Militärs, die nun ebenfalls in Pension, der eine seit dem 30. September 2025 …
Während seiner Amtszeit setzte sich der Wiener für eine signifikante Stärkung des Bundesheeres ein: So forderte er eine Erhöhung des Heeresbudgets auf drei Milliarden Euro jährlich und plädierte für Investitionen in die Luftraumüberwachung, die Hubschrauberflotte und den Schutz der Soldaten. Er wurde im Laufe seiner Karriere mit zahlreichen nationalen und internationalen Auszeichnungen geehrt: unter anderem erhielt er das Große Goldene Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich und die Einsatzmedaille des Bundesheeres für Militärische Landesverteidigung.
Eine aufmerkenswerte Beantwortung einer parlamentarischen Anfrage in bezug auf den „Gentleman“ durch die derzeitige Verteidigungsministerin vom 28. Juni 2024 ist doch zu zitieren, ob der Konsequenzen dessen, was „selbstverständlich unverändert gültig“:
Die Abgeordneten zum Nationalrat Mag. Blimlinger, Freundinnen und Freunde haben am 30. April 2024 unter der Nr. 18449/J an mich eine schriftliche parlamentarische Anfrage betreffend „Oberster EU-General Robert Brieger als Facebook-Freund von Holocaustleugnern?“ gerichtet.
Diese Anfrage beantworte ich wie folgt:
Zu 1 bis 3 : Die „Null-Toleranz bei Rechtsextremismus“ ist innerhalb des Bundesministeriums für Landesverteidigung selbstverständlich unverändert gültig. Da General Mag. Brieger derzeit die Position des Vorsitzenden des Militärausschusses der Europäischen Union innehat, kündigte die Europäische Kommission auf Grund der Medienberichterstattung eigene Ermittlungen in dieser Angelegenheit an. Vor diesem Hintergrund hat die zuständige Dienstbehörde vor einer eigenen Beurteilung und Setzung dienstrechtlicher Maßnahmen das Ergebnis abzuwarten. Abschließend ist darauf hinzuweisen, dass „entstandene Eindrücke“ allein eine Einleitung von dienstrechtlichen Maßnahmen nicht rechtfertigen.
Zu 4 und 5 : General Mag. Robert Brieger ist dem Abwehramt als ehemaliger Generalstabschef des Österreichischen Bundesheeres und nunmehriger Vorsitzender des Militärausschusses der Europäischen Union selbstverständlich bekannt. Allgemein darf angemerkt werden, dass nachrichtendienstliche Angelegenheiten nicht geeignet sind, im Rahmen einer parlamentarischen Anfrage offengelegt zu werden und der Amtsverschwiegenheit gemäß Art. 20 Abs. 3 B-VG unterliegen.
Beindruckend an dieser Beantwortung auch das umfassende Eingehen auf die Ausführungen und Fragen der Abgeordneten …
Wie enden. Das muß nicht gefragt werden. Mit dem Erzbischof. Von Beginn an war das klar. Mit ihm am Schluß führt der Weg nun auch in die Kaserne. Er liest keine Messen. Er hält Vorträge. Denn er ist von Berufs wegen kein Erzbischof. Bei einem im Dienst stehenden Erzbischof könnte gesagt werden, er kommt von seiner Kaserne in die Kaserne, das Angestellte der Kirche auch tun, zum gemeinsamen Kasernenlied: Full of relics is the Austrian host …
Beim zweitägigen Symposium der Luftstreitkräfte, veranstaltet in der NÖ Landes-Feuerwehrschule in Tulln fand ein intensiver Erfahrungsaustausch mit vielen zivilen und militärischen, aber auch internationalen Vortragenden statt. Als Vortragende konnten unter anderem Bernhard Heinzlmaier, ehrenamtlicher Vorsitzender des Instituts für Jugendkulturforschung in Wien und Hamburg und Leiter der tfactory Trendagentur in Hamburg […] gewonnen werden.
BUNDESHEER und Bildung / Demokratische Werte und Freiheiten Als Hauptreferent konnte Prof. Mag. Bernhard Heinzlmaier gewonnen werden, der die „Jugendwertestudie 2020 – Der Corona-Report“ präsentierte. Im Zentrum seiner aktuellen Studie stehen die Auswirkungen der Coronakrise: Während sich kaum ein Unter-30-jähriger vor der Krankheit fürchtet, da es ihn auch statistisch kaum betreffen kann, leben die Jungen dennoch in Solidarität mit der älteren Generation. Ein möglicher wirtschaftlicher Niedergang nach der Krise und die schwindenden persönlichen Zukunftsaussichten bereiten ihnen Kopfzerbrechen.
Ohne Schluß soll dieses Kapitel sein. Ein Ende des Kapitels ist nicht in Sicht. Daher. Einfach wie kurz bloß ein Zitat noch, aus der Beantwortung vom 22. März 2024
1) Welche Studie wird zur Belegung der Aufstellung zitiert, dass Großeltern bei der Berufswahl der Enkelkinder bestärkend wirken können? a. Von wem wurde diese Studie in Auftrag gegeben? b. Wann wurde die Studie in Auftrag gegeben und wann wurde sie fertig gestellt? c. Wer wurde mit der Studie beauftragt? i. Wurde die Studie öffentlich ausgeschrieben? ii. Wie viele Bewerber haben sich dafür beworben? d. Welche weiteren Inhalte hatte die Studie? Welche Fragestellungen wurden bearbeitet? Geben Sie so konkret wie möglich die Fragestellungen an. 2) Was kostete die Ausarbeitung der Studie? 3) Beinhaltete die Studie die Frage, welche Medien die Generation Z konsumiert? Falls ja, welche sind das? 4) Warum wird die Studie nicht veröffentlicht? 5) Wie erfolgte die Auswahl dieses Magazins für das Inserat? a. Wer hat den Auftrag für dieses Inserat erteilt (Kabinett, Fachabteilung)? b. Wurden Sie als Ministerin über dieses Inserat in Kenntnis gesetzt bzw. haben Sie es in Auftrag gegeben?
zur parlamentarischen Anfrage vom 23. Jänner 2024:
„Mäßigen Sie sich!“ So endet der Artikel in der Tageszeitung „Kleine Zeitung“ vom 13. Dezember 2025. „Mäßigen Sie sich!“ — Liessmann zuvor:
„Doch den zahlreichen Schnüfflern, Eiferern, selbstgerechten Moralaposteln und übermotivierten Staatsanwälten möchte man dennoch zurufen: „Mäßigen Sie sich!
„Mäßigen Sie sich!“ — Liessmann, dafür kann Konrad Paul Liessmann am 13. Dezember 2025 Fälle anführen, die ihm sein „Appell“ zur Mäßigung zu rechtfertigen scheinen:
Was diese Fälle verbindet, lässt sich treffend mit dem Titel eines soeben erschienen Buches der Altphilologin Michaela Masek beschreiben: Von allen guten Geistern verlassen.
Und das muß ein recht gutes Buch sein, ist es doch eines mit einem Vorwort von Konrad Paul Liessmann, dem „renommierten Philosophen“; an Werbung für dieses Buch ist es wohl genug, wenn es im Artikel erwähnt, so kann der Artikel mit der Werbung für ein Buch von dem „renommierten Philosophen“ illustriert werden, das bei solch einem „renommierten Philosophen“ auch nicht anders betitelt werden kann als mit: „Was nun? Eine Philosophie der Krise“ … Möglicherweise aber konnte nicht entschieden werden, für welches Buch geworben werden soll, gibt es doch das Buch mit dem Titel, wie vom Artikelschreiber vorgestellt, „Von allen guten Geistern verlassen“, dann das Buch „Von jedem guten Geist verlassen“ — ohne Fragezeichen, wie in der Buchpräsentation im Gymnasium Wasa 9 vorgestellt, und dann das Buch „Von jedem guten Geist verlassen?“ … „Hochkarätig besetzte Podiumsdiskussion unter der Leitung von Heinz Sichrovsky“ —
Noch deutlicher formulierte es seine Sprecherin: Trump sei zunehmend ermattet angesichts „zahlreicher Treffen um der Treffen willen“. Die Botschaft ist klar: Der Präsident will Ergebnisse sehen. Und so hat er offenbar selbst eine neue Idee ins Spiel gebracht. Das zumindest sagte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj Medienberichten zufolge über den aktuellen Verhandlungsstand. Demnach brachten die US-Unterhändler den Vorschlag ins Spiel, den bislang von der ukrainischen Armee kontrollierten Teil des Donbass im Osten des Landes zu einer „entmilitarisierten Sonderwirtschaftszone“ zu erklären.
Masek vertritt die These, dass sich eine dauererregte Gesellschaft auf die klassische Tugend des rechten Maßes besinnen sollte. Man mag bezweifeln, ob in einer Zeit, in der die Weisheitslehren der Antike aus dem Bildungswesen und dem öffentlichen Bewußtsein weitgehend verschwunden sind, dieser Appell noch fruchtet. Ein politisches Klima, in dem harmlose Bemerkungen und unverfängliche Tätigkeiten in ein schiefes Licht und vor Gericht geraten können, ist Gift für die Demokratie.
Oh, was für eine „Tugend“ der „Demokratie“ in der „Antike“, von der gar nicht gesprochen werden wollte, hätte nicht der Artikelschreiber selbst das „Gift für die Demokratie“ … Seit der Antike ist die „Oligarchie“ nicht aus dem „öffentlichen Bewußtsein“ verschwunden, und in der Gegenwart besinnen sich wieder einige darauf, eine „Demokratie“ nach ihrem rechten Maß …
Von jeher ein Nebeneinander und ein Gegeneinander von Mäßigung und Maßlosigkeit, und seit jeher stellt sich die Frage, wer hat in Mäßigung zu leben und wer der Maßlosigkeit frönen …
In der griechischen Antike und im Römischen Reich wurde der Aufstieg der maßlosen Ökonomie fortgesetzt.
Zum Erbe der Antike gehört unter anderem, dass eine kleine Elite der Mehrheit ihren Willen aufzwingen konnte. Zudem prägte das Verständnis von Eigentum und Besitz die Konzeption von Freiheit, die nicht in der Freiheit von der Macht anderer, sondern in der Freiheit über etwas oder jemanden bestand (45).
Das Erbe der Antike ist die Erfindung der Münzgeldwirtschaft und eine radikale Vorstellung von Eigentum mit einem entsprechenden Eigentumsrecht (161).
Immer-mehr und Nie-genug!: Eine kurze Geschichte der Ökonomie der Maßlosigkeit. Bernhard Ungericht. 2021. Metropolis. Weimar bei Marburg.
Sie werden vielleicht mit maßloser Ungeduld auf die Fälle warten, auf das, was die Fälle, so der Artikelschreiber, verbindet und treffend … Sie ahnen es wohl schon, es besteht wenig Anreiz, ein weiteres Mal auf die Vorgehensweise des Artikelschreibers einzugehen,
Es sind zwei Fälle im Artikel vom 13. Dezember 2025, der eine Fall für den Artikelschreiber betrifft einen Antiquar, zu dem er schreibt, zu seinem zweiten Fall:
In Wien wiederum wird der angesehene Antiquar […] wegen „Wiederbetätigung“ angeklagt, weil er die Bibliothek von Brigitte Hamann erworben und die darin enthaltenen Bücher seinen Kunden angeboten hat, darunter auch Werke aus der NS Zeit — kein Wunder, arbeitete die Historikerin doch über Hitlers Wien. Die integre Haltung des Buchhändlers steht außer Zweifel. Doch nach Ansicht der Staatsanwaltschaft hätte er potentiellle Käufer auf ihre politische Zuverlässigkeit durchleuchten müssen. In öffentlichen Bibliotheken sind Scans der inkriminierten Texte übrigens ohne Gesinnungsprüfung zu bekommen.
Auch wenn solche Anklagen häufig fallen gelassen werden oder mit einem Freispruch enden, bleibt ein bitterer Nachgeschmack. Man gewinnt den Eindruck, dass eine Atmosphäre der Einschüchterung geschaffen werden soll.
Vier Jahre Haft wegen nationalsozialistischer Wiederbetätigung 46:11 setzte es vor eineinhalb Wochen für den früheren Chefredakteur der mittlerweile eingestellten Zeitschrift Aula. Das 46:17 Urteil ist nicht rechtskräftig.
Darunter 47:18 Parteichef Herbert Kickl, Nationalratspräsident Walter Rosenkranz, Landeshauptmann Mario Kunasek und die 47:25 beiden stellvertretenden Landeshauptleute Manfred Haimbuchner und Udo Landbauer. Letzterer hat in einer 47:32 Botschaft zum 60-Jahr-Jubiläum 2011 den – Zitat – „alten Werten“ der Aula gehuldigt. 47:38 Haimbuchner hat zum selben Anlass von einer — Zitat –“starken und kritischen Stimme“ gesprochen. Der 47:45 oberösterreichische FPÖ-Obmann hat auch Leitartikel in der Aula geschrieben und sie mit Inseraten finanziert. Das hat 47:52 auch Herbert Kickl als Leiter des FPÖ Bildungsinstituts ab 2016 getan.
Walter 47:59 Rosenkranz hat in der Aula geschrieben, ebenso Mario Kunasek und der Wiener 48:04 FPÖ-Chef Dominik Nepp. EU-Delegationsleiter Harald Vilimsky hat die Zeitschrift großflächig mit 48:10 Inseraten unterstützt und Norbert Hofer, der jetzt aus der Politik ausscheidet, hat noch 2016 auf einem Foto für die 48:18 Aula geworben.
Das war alles im Tatzeitraum. damit konfrontiert und nach 48:23 den Folgen des wegweisenden Grazer Wiederbetätigungsurteils gefragt, reagieren die FPÖ-Spitzen 48:30 größtenteils gar nicht und wenn doch, wie konkret die FPÖ Steiermark, die 48:35 extrem eng mit der Aula verflochten war, dann ist die Antwort ausweichend. Zitat: 48:41 „Für Inhalte, redaktionelle Entscheidungen und Beiträge außerhalb der eigenen Aussendungen und gegebenen 48:46 Interviews trägt die FPÖ Steiermark keine Verantwortung, hat darauf keinen Einfluss und identifiziert sich auch mit 48:53 solchen Inhalten nicht.“
Vor einer Woche angefragt und urgiert hat das Ö1 Mittagssjournal weiters bei 49:00 Kickl, Rosenkranz, Haimbuchner, Landbauer und Vilimsky, aber bei allen 49:06 herrscht Funkstille.
Jetzt kommen wir zur Kultur. Zum 125. Mal jährt sich im kommenden Jahr der Geburtstag von Ödön von Horváth. Das Grazer Schauspielhaus ehrt den Literaten mit der Inszenierung seines Spätwerks „Der jüngste Tag“ […]
Der erste Fall seiner zwei Fälle, von dem der Artikelschreiber am 13. Dezember 2025 berichtet, betrifft den vor allem als Medienwissenschaftler bekannten Mann, zu dem er schreibt:
Der prominente Philosoph Norbert Bolz, dessen demokratische Gesinnung unbestritten ist, muss wegen eines Tweets eine Hausdurchsuchung über sich ergehen lassen. Angesichts linker Aktivitäten hatte die Berliner taz zufrieden festgestellt: „Deutschland erwacht.“ Bolz kommentierte diese Schlagzeile: „Gute Übersetzung von ‚woke‘: Deutschland erwache.“ Man muss das nicht witzig finden — aber es gehört einiges dazu, die ironische Anspielung auf die taz zu übersehen, und daraus eine neonazistisch motivierte Straftat zu kontruieren.
Was stattfand und was nicht stattfand, das kann auch auf LTO gelesen werden, wie es am 13. Dezember 2025 zu lesen war:
Weil er sich mit dem NSDAP-Slogan „Deutschland erwache“ über Wokeness lustig machte, wird gegen Norbert Bolz ermittelt. Das sorgt öffentlich für Empörung. Doch die Entscheidung der Staatsanwaltschaft entspricht der Linie der Rechtsprechung.
Gegen den Autor und Medienwissenschaftler Norbert Bolz ermittelt die Berliner Staatsanwaltschaft wegen eines Social-Media-Posts aus Januar 2024. Bei dem 72-Jährigen wurde eine Hausdurchsuchung angeordnet, die am Donnerstag stattfinden sollte. Zur zwangsweisen Durchsetzung kam es aber nicht, da Bolz der Anordnung, den Beamten Einsicht in sein Profil bei X zu geben, Folge leistete. Das teilte die Staatsanwaltschaft LTO am Freitag mit. Der Strafvorwurf gegen den umstrittenen Publizisten lautet auf Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen, § 86a Strafgesetzbuch (StGB).
Bolz hatte einen Zeitungsartikel der taz auf X sarkastisch kommentiert. Der Artikel trägt den Titel „AfD-Verbot und Höcke-Petition: Deutschland wacht auf“, auf X kursiert zudem ein Screenshot eines Tweets der taz zu dem Artikel, der statt „Deutschland wacht auf“ die Formulierung „Deutschland erwacht“ trägt. Hierauf reagierte Bolz mit: „Gute Übersetzung von ‚woke‘: Deutschland erwache.“ Den Ausspruch „Deutschland erwache!“ ordnet der Verfassungsschutz der verbotenen NSDAP zu, die Staatsanwaltschaft behandelt ihn daher ebenso wie etwa die von Björn Höcke mehrfach verwendete SA-Parole „Alles für Deutschland“, Hakenkreuze oder den Hitlergruß als nach § 86 Abs. 1 Nr. 4 i.V.m. § 86a Abs. 2 StGB verbotenen NS-Code. Jegliche Verwendung und Verbreitung steht nach § 86a Abs. 1 StGB unter Strafe.
Sowohl der Durchsuchungsbeschluss als auch die Ermittlungen als solche riefen breite Kritik hervor, so etwa bei Welt-Chefredakteur Jan Philipp Burgard, der das Vorgehen „völlig überzogen“ nannte. Grünen-Politikerin Ricarda Lang kritisierte „solche Razzien“ auf X als „absurd“ – „und die so weitgehende Interpretation des Strafrechts bei Meinungsdelikten untergräbt das Vertrauen in den Rechtsstaat.“ Bolz und sein Anwalt betonten den sarkastisch ironischen Gehalt seiner Aussage: „Ich habe mir nicht vorstellen können, dass man das missverstehen kann“, sagte Bolz der Welt. Sein Rechtsanwalt Joachim Steinhöfel meinte gegenüber der dpa, man müsse Bolz „schon vorsätzlich missverstehen, um hier eine Straftat zu konstruieren“.
Doch die Rechtsauffassung der Staatsanwaltschaft und des Ermittlungsrichters liegen auf der Linie der Rechtsprechung. Wohl auch hinsichtlich der Durchsuchung, die letztlich gar nicht stattfand.
Um die Verhältnismäßigkeit zu wahren, hatte die Staatsanwaltschaft nach eigener Aussage beim Ermittlungsrichter beantragt, dass die Durchsuchungsanordnung mit einer Abwendungsbefugnis versehen ist. Diese gibt dem Beschuldigten Gelegenheit, die Durchsuchung durch Kooperation zu verhindern, wovon Bolz Gebrauch gemacht hat.
Dennoch ist eine solche Situation einschüchternd und ein Grundrechtseingriff. Will Bolz die Androhung der Hausdurchsuchung, die Einsichtnahme in sein Profil und die Anfertigung von Screenshots gerichtlich prüfen lassen, ist das möglich. Bislang sei aber kein solcher Antrag eingegangen, teilte die Berliner Staatsanwaltschaft LTO am Freitag mit.
(Bei derart vielen Arten von Erwachen, die im Umlauf sind, wer kann Aufwachen, Erwachen und Erwachen da noch eindeutig auseinanderhalten, zwischen diesen noch klar unterscheiden, und dann entscheiden, wann wie zu handeln ist, wann nicht zu handeln ist?)
Aber bei einem „derart prominenten Philosophen“ kommt es auch darauf an, wenn er schweigt und nur still weiterverbreitet, wie es gar modern heißt, repostet, was andere auch von ihm … So tüchtig wie er der Tugend Fleiß ergeben ist, kann nicht alles von ihm in die Sammlung aufgenommen werden, so sind es aus den Monaten Oktober bis Dezember 2025 wieder nur einige exemplarisch, die einen Eindruck davon geben sollen, weshalb er vom Artikelschreiber erhoben zum —
Zwölf, nur zwölf Seiten hinter seinem Artikel kann der Artikelschreiber in derselben Ausgabe vom 13. Dezenber 2025 lesen:
Vom Kommandanten mit NS-Sager erniedrigt
Trotz einer „verbalen Entgleisung“ eines Feuerwehrchefs muss das Opfer nun die Wehr verlassen. Der Kommandant bleibt im Amt.
Der St. Veiter […] ist mit Leib und Seele Feuerwehrmann, zumindest war er es — bis er vor wenigen Tagen von seiner Wehr ausgeschlossen wurde.
Im Jänner 2025 befanden sich mehrere Personen im Rüsthaus der Feuerwehr St. Veit. Angeblich ist an diesem Abend eine Audio-Aufnahme (die auch der Kleinen Zeitung vorgespielt wurde) entstanden, wleche für Empörung sorgt. Zu hören — wenn auch in schlechter Tonqualität — ist ein Gespräch von mehreren Personen. Dann folgen Sätze wie: „Den könnte man mit der Peitsche trieben, den Krippel.“ Oder: „Der gehört dorthin, wo ‚Arbeit macht frei‘ steht.“ Aussagen, die großteils vom Kommandantend er Feuerwehr St. Veit, […] getätigt wurden, und sich auf ein Mitglied der eigenen Wehr beziehen — […] „Unser Kommandant hat in der Vergangenheit oft abschätzig, hinter meinem Rücken, über mich gesprochen, weil ich eine Zeit lang arbeitslos war.“
„Der Ortsfeuerwehrausschuss hat sich dazu entschieden, mich von der Feuerwehr auszuschließen, dagegen habe ich berufen. Der Grund: Mir wird ein Vertrauensbruch unterstellt. Man glaubt, ich hätte selbst die Tonaufnahme heimlich und vorsätzlich gemacht. Nach einem forensischen Gutachten hat sich auch der Stadtrat für meinen Ausschluss entschieden. Nun gehe ich vor das Verwaltungsgericht“, erklärt […] und beteuert seine Unschuld.
„Als Stadtgemeinde St. Veit distanzieren wir uns unmissverständlich vom Gedankengut der Wiederbetätigung. Der Kommandant musste sich in Folge kürzlich vor dem Stadtrat entschuldigen, und wird sich im Jänner auch bei der Kameradschaft der FF St. Veit entschuldigen“, erklärt Bürgermeister Kulmer und fügt an, dass sich der Ausschließungsgrund auf das Gutachten des Sachverständigen stütze, wonach die Aufnahme illegal erfolgte. […] simple Bitte: „Ich möchte Mitglied der Feuerwehr bleiben und Menschen helfen.“ Ob das möglich ist, klärt nun das Landesverwaltungsgericht.
Ach, wenn das dem Artikelschreiber bloß vorher schon bekannt gewesen wäre, vor dem 13. Dezember 2025, dann hätte er — nein, das scheint denn doch kein Fall der Fälle zu sein, die treffend mit dem Titel „Mäßigen Sie sich!“
ein Leben lang, mag er es auch für viele Jahre, oft sogar für Jahrzehnte diese vergessen oder gar verleugnet haben, so kehren doch viele gerade wenn sie um die 60 Jahre „auf dem Weg zum Greise“, eindringlich von Curd Jürgens einst gesungen, zurück an die Bank ihrer Kindheit, an der sie lernten das Rechnen, das Schreiben, das Lesen, das Turnen, das Hobeln …
in diesem Abschnitt also spricht Erzbischof über das Pietätlose zum Tod des Märtyrers:
Der Faschismus-Vorwurf, ja, der is halt so schnell am Tisch. Und i bin a studierta Historiker, i waß schon a bissl woas, woas Faschismus is, und i hob des gelernt, und das was den Charlie Kirk betrifft, das hat mit dem Faschismus wenig zu tun.
Was mit dem „Faschismus“ zu tun hat, das führt der gelernte Historiker am 24. September 2025 beispielsweise in der „web eXXpress Medien Holding GmbH“ aus:
[…] Der neue Faschismus ist die Anfifa. […] Wenn wir unseren Arsch nicht bald in die Höhe bekommen, werden wir bis 2040, hundert Jahre nach dem Nazi-Faschismus, im Linksfaschismus aufwachen. Ich werde dann im Heim oder tot sein. Aber meine Kinder werden zu den Opfern eines Systems gehören, dass ich durch meine Faulheit und Feigheit mitverursacht habe.
Aber es ist nie zu spät, wie es so schön heißt, vielleicht kann, ehe es zu einer Neuauflage kommt, eine Botschaft des Erzbischofes Jason Stanley erreichen, die beginnt mit „Lieber Freund. Wie Faschismus funktioniert …“
Aber weiter mit dem, was Erzbischof in dieser Folge sagt:
Ich sage Ihnen nur, daß alles, was Charlie Kirk sagt, i bin in eine christlich katholische Klosterschule gegangen, und es wurde dort auch vertreten. Und ich nehm an, das wird bis zu einem gewissen Grad heute noch vertreten, also die katholische Kirche ist nicht sonderlich glücklich mit Schwulen, und verweist dann auch auf die Bibelzitate. Und Charlie Kirk, der nur gesagt hat, es gibt sehr unterschiedliche Bibelzitate, ja, auf der einen Seite steht Steinigung drin, auf der anderen Seite liebe alle Menschen. Also, man muß des im Kontext sehen. Des hot er olles gsogt, daraufhin hat man ihm gsogt, er will Schwule steinigen. Aber, wir wissen doch, daß des so is. Kennnen Sie sich an den Tod von Felix Baumgartner erinnern, ist noch nicht so lange her, jo, ich lese Ihnen ein paar Zitate dazu vor.
Was Erzbischof vorliest, die Pietät verbietet es, das ebenfalls zu zitieren. Auf die Frage der Moderatorin, woher er dies habe, antwortet Erzbischof:
Das sind olles Dinge, die ich aus Twitter hab, ja, ich kann Ihnen auch zum Beispiel jetzt zu dieser Trump-Geschichte und zu dem ganzen Kontext [es folgen wieder Zitate mit den Namen der Verfassenden, die er zitiert]. Das geht durch, i mecht nur noch des Letzte sogn, also i hab schon viel gehört, aber des […] Und das Letzte bitte, derf i noch eines sogn, der nächste Übeltäter Robert Misik: „Elon Musk sollte behandelt werden wie Mussolini.“ Sie wissen, Mussolini is von den Partisanen ermordet worden, mit den Beinen nach oben aufgehängt worden, in Mailand.
Erzbischof wird nicht die letzte Person sein, die ungenau oder gesinnungsgemäß zugeschnitten zitiert, das doch ein wenig erstaunt, aus welcher Quelle er es wohl vorliest? Was der für Erzbischof seiende „Übeltäter“ tatsächlich schrieb, war dies:
Aber mit der September-Folge. Die Moderatorin informiert, Robert Misik sei letzten Sonntag hier zu Gast gewesen und es sei mit ihm persönlich darüber gesprochen worden:
Es wurde darüber geredet. Erzbischof selbst hatte vor rund einem Jahr dazu beigetragen, am 15. November 2024: „Exxpress – Stalin-Gate um Babler-Buch! Seine Autorenschaft soll vertuscht werden“. In diesem Bericht heißt u. v. a. m.:
Mittlerweile scheinen dem SPÖ-Chef die Huldigungen aber unangenehm zu sein, denn seine Mitautorenschaft wurde plötzlich von seinem Wikipedia-Eintrag entfernt.
Laut Impressum ist Babler damals einer von neun Autoren des Redaktionsteams gewesen. Das 288 Seiten dicke Buch liest sich stellenweise wie eine Grundlagenwerk des modernen Linksextremismus, besonders bedenklich: An mehreren Stellen wird der sowjetische Diktator Josef Stalin, der für die Ermordung von Millionen Menschen durch Säuberungen und Hungersnöte verantwortlich war, nicht nur verharmlost – sondern sogar regelrecht verehrt!
Bislang schweigt die SPÖ zur problematischen Vergangenheit ihres Spitzenkandidaten. Doch unbemerkt ist das Thema freilich nicht geblieben. Im Wikipedia-Eintrag von Andreas Babler sind etwa alle Verweise auf seine “Stamokap”-Vergangenheit gelöscht worden.
Vor rund einem Jahr war Andreas Babler, zu dem nichts einfällt, das herausragend genannt werden könnte, also „einer von neun Autoren des Redaktionsteams“, rund ein Jahr später hat er, Babler, das „Buch herausgegeben“ … Korrekt allerdings ist die Zitierweise, wenn von diesem Buch gesprochen wird, da Andreas Babler nicht auf dem Cover angeführt ist: „Tibor Zenker: Stamokap heute, Drehbuchverlag, 2005.“ So wird es beispielsweise auf „Wikipedia“ zitiert, und zu ihm selbst, ist ebenfalls heute, am 12. Dezember 2025, zu lesen:
Diese Texte, die z. T. auch in andere Sprachen (u. a. Englisch, Französisch, Italienisch, Spanisch, Russisch, Türkisch und Persisch) übersetzt wurden, sind durchwegs von einem sozialistischen und kommunistischen, weltanschaulich von einem marxistischen Standpunkt aus verfasst. Dies entspricht auch der politischen Betätigung Zenkers: In jungen Jahren in der SPÖ-nahen Sozialistischen Jugend (SJÖ) aktiv und neben Andreas Babler einer der Köpfe der Stamokap-Strömung in der SJÖ
„Im Wikipedia-Eintrag von Andreas Babler sind etwa alle Verweise auf seine ‚Stamokap‘-Vergangenheit gelöscht worden“, so „exxpress“ vor etwas mehr als einem Jahr. Nun, was es für Einträge vor einem Jahr gab, das kann nicht mehr nachvollzogen werden, aber was am 12. Dezember 2025 zu „Stamokap“ und zu „Andreas Babler“ auf „Wikipedia“ gelesen werden kann, das kann zitiert werden:
[Eintrag zu Andreas Babler, 12. Dezember 2025, Wikipedia] Babler trat 1989 der SJÖ bei, wurde bald Landessekretär der SJ Niederösterreich, dann Bundessekretär und in weiterer Folge Vizepräsident der Internationalen Union der Sozialistischen Jugend (IUSY). Er galt als Vertreter des linken marxistisch-leninistisch Flügels der Sozialistischen Jugend und unterstützte das Konzept des Staatsmonopolistischen Kapitalismus (Stamokap). Die SJ unter Bablers Einfluss war große Unterstützerin des sozialistischen Jugoslawiens und empfand dessen Zerfall als „Katastrophe“. So wurde am 17. April 1999 am Wiener Heldenplatz eine Großdemonstration gegen die NATO und den Westen organisiert. Im selben Jahr inszenierte Babler ein eigenes „Wiener Tribunal“ in Opposition zum Haager UN-Kriegsverbrechertribunal. Den Vertrag von Rambouillet, dem der jugoslawische Politiker Slobodan Milošević als einziger nicht zustimmte, bezeichnete Babler als „unzumutbar“.[16]
Der Moderatorin in dieser Folge gebührt aber auch ein Bravo, allein schon dafür, daß sie belesen weiß, wer zu erwähnen ist, wenn es um Tiefgedachtes geht: Norbert Bolz, von dem in
Wir müssen kämpfen, wenn wir unser Österreich kulturell erhalten wollen, wie wir es aus den Tagen unserer Kindheit kennen.
Und was ein Erzbischof einst als Klosterschulkind gelernt, verlernt er nimmer, zum Beispiel die hohe Kunst des Rechnens, die eine der reichlichen Kulturtechniken, wenn er in seiner „Nachlese“ am 8. Dezember 2025 schreibt:
Aber man bekommt auch einiges dafür, zum Beispiel eine treue Community, die in Österreich schon 38 % der Menschen umfasst, die FPÖ-Wähler. Vielen Dank an alle, die mir schreiben und mich immer wieder unterstützen. Die ÖVP-Wähler dazugezählt sind das 58 % der Menschen, die einem dann den Rücken stärken, wenn man es nötig hat.
„58 %“, ein beeindruckendes Ergebnis seiner Rechenkünste in der Inklusionsberechnung, aber das kümmert „Echte Demokratie“ wenig, für sie ist die Zahl „38 %“ derart beeindruckend, wohl geradeso, als wäre sie — das kann gesagt werden, ist ihr doch der Pathos nicht fremd — direkt von der Vorsehung herabgekommen, und für sie ein Sakrileg, ein Rechensymbol zu fettieren, so schreibt sie in ihrer Antwort vom 10. Dezember 2025 nur „38“ und „Wir sind“ in fetten Druckbuchstaben: „Wir sind 38“ —
„Bekennt euch zur FPÖ!“! Mit diesen Worten sorgte der bekannte Soziologe u ehemalige SPÖ-Funktionär Bernhard Heinzlmaier für Aufsehen. Für ihn sei klar: „Wir sind 38 Prozent“, er wähle die FPÖ u sehe sich als Sympathisant der Freiheitlichen. Hausverstand/aufrechter Demokrat
Und einleitend zu „38“ und „58 %“ unmittelbar davor führt Erzbischof aus:
Es ist offensichtlich, dass uns die Linken einzuschüchtern versuchen. Die beiden gestern Anwesenden waren ein Paradebeispiel dafür. Der eine, ein mächtiger Grüner mit Top-Kontakten bis in die höchsten Staatskreise, die andere, eine mit der Waffe der Meinungsgestaltung ausgestattete Journalistin. Solche Leute können jeden, den sie fertig machen wollen, tatsächlich sozial durchstreichen. Und das Mittel der sozialen Auslöschung wird heute immer häufiger angewendet. Wenn sich jemand als FPÖ-Sympathisant oder AfD-Anhänger zu erkennen gibt, dann kommt nicht selten ein Schlag nach dem anderen: Ausgrenzung aus Freundeskreisen, Beschäftigungsverbot im öffentlichen Dienst, Kündigung des Bankkontos, als Selbstständiger Aufkündigung von jahrelangen Kundenbeziehungen, Verbreitung von Unterstellungen und Verunglimpfungen etc. Das alles macht das Leben nicht gerade einfacher.
Aber ein Erzbischof, gestählt seit seinen Klosterschultagen:
Ich werde mich sicher nicht niedermachen lassen. Wir müssen kämpfen, wenn wir unser Österreich kulturell erhalten wollen, wie wir es aus den Tagen unserer Kindheit kennen. Wenn das Stadtbild Wiens absolut nichts mehr mit dem unserer Kindheit zu tun hat, dann läuft etwas falsch. Solche Fehlentwicklungen aufzuzeigen, ist unsere Aufgabe.
Seine „Nachlese“ aber nicht auf der Plattform von einem der broligarchs, sondern auf seiner eigenen Seite; und was auf dieser
Auf der Höhe des erzbischöflichen Geistes zu diskutieren, ist wohl nur einer Person in diesem Lande noch gegeben, und so ist es kein Mysterium des Landes;
Kinder nennen es beim Spielen nicht „Hühnerleiter“, sondern „Räuberleiter“, und an diese Leiter — die bekannt als Räuberleiter aber eben auch als Hühnerleiter, als Baumleiter — mußte sofort gedacht werden, als Bernhard Heinzlmaier das sagte, mußte augenblicklich gedacht werden, jetzt macht er dem leader of the party die Leiter, die Zungenleiter, wobei nicht zu bezweifeln ist, daß er kräftig genug ist, ihm im Freien die Leiter auch mit Händen und Schultern zu machen, damit the party leader auf einen Baum …
In der Folge „Links. Rechts. Mitte“ von der Fernsehanstalt Servus vom 7. Dezember 2025 sagt Bernhard Heinzlmaier, dem party leader die Leiter machend:
In der Folge „Links. Rechts. Mitte“ dieser Fernsehanstalt vom 21. September 2025 sagt Bernhard Heinzlmaier dies, und das nun jetzt zu zitieren, scheint treffend und passend zum Kapitel „Dorn im Auge“, auch er, Bernhard Heinzlmaier weiß um die NGO …
„Gemeinsam mit Konrad Paul Liessmann, der mit seinem untrüglichen Gespür für brennende Fragen der Gegenwart von Beginn an maßgeblich zum Erfolg des Philosophicum Lech beigetragen hat, wird Barbara Bleisch für dessen kontinuierliche Weiterentwicklung garantieren“, ist Ludwig Muxel überzeugt.
Denn es ist eine der brennenden Fragen der Gegenwart, gerade jetzt in Österreich: die rasch ansteigende Arbeitslosigkeit, die brennende Frage zu beantworten: wie können Arbeitsplätze geschaffen werden? Und da gibt es eine Expertin in Österreich, mit ihrem Sitz im österreichischen Parlament, der ihr von der Partei, die einzig in Österreich in die Tiefe zu blicken vermag, bereitgestellt wurde,
die als einstige Vorsitzende von Campdie Expertise in der Frage der Schaffung von Arbeitsplätzen reichlich besitzt, die unaufhörlich im Gespräch ist mit Forschenden ebensolcher Expertise, und die beispielsweise eines recht genau wissen, Bonobos schaffen keine Arbeitsplätze.
Statt also solchen Forschenden breitesten Raum für ihre Auseinandersetzung etwa mit Arbeitslosigkeit, mit Schaffung von Arbeitsplätzen zu geben, kann eine Tageszeitung am 6. Dezember 2025 nicht anders als — es fehlt ihr halt das Gespür, es fehlt ihr halt der philosophische Zugang zu den brennenden Fragen der Gegenwart …
So bleibt sie in dem zurück, von dem sie meint, es sei notwendige Kritik, statt jene zu loben, die für das Heil der Menschen sorgen, die für die Schaffung von Arbeitsplätzen sorgen, und so läßt sie einen Fabian Sommavilla statt die Forschenden u. a. m. gegen sie schreiben:
In vielen blumigen Worten wirbt Stone dort gemeinsam mit einem rechtskonservativen Mitautor für die 2013 genehmigte und ab 2017 geschaffene Zone für Beschäftigung und wirtschaftliche Entwicklung (ZEDE) in Honduras, die Próspera getauft wurde – angelehnt an das Wort Prosperität, Wohlstand. Im libertären Utopia dürften Unternehmen ihre eigenen Regeln machen und auch Menschen dürfen sich nach eigenem Gutdünken optimieren und „experimentellen Behandlungsmethoden“ unterziehen. „Die Stadt wurde zum Himmel für Bitcoin-Unternehmer, denen es auf den Zeiger geht, in Erste-Welt-Ländern zu Tode besteuert zu werden“, schreibt Stone. Einzig und allein das „sozialistische Regime von Honduras“ würde Próspera, das unter anderem von Peter Thiel, Marc Andreessen und Sam Altman mitfinanzierte Schlaraffenland, davon abhalten, ein globales Zentrum für Innovation zu werden. Etwa indem es zulässt, dass das Höchstgericht von Honduras Próspera als unvereinbar mit der Verfassung einstufte. Dadurch wurde de facto aufgelöst, was Hernández einst erlaubte.
Etwas mehr als zehn Monate später hat Trump genau das getan. Er hat sich – für viele zunächst überraschend – stark in den Präsidentschaftswahlkampf in Honduras eingemischt und den rechtskonservativen Nasry „Tito“ Asfura gepusht. Noch ist das Ergebnis in einem knappen Kopf-an-Kopf-Rennen gegen den Mitte-Kandidaten Salvador Nasralla ausständig, doch die Linke ist geschlagen. Und Trump hat auch Juan Orlando Hernández begnadigt, der in den USA eigentlich eine 45-jährige Haftstrafe absitzen sollte, weil er des Schmuggels von fast 400 Tonnen Kokain in die USA überführt wurde und weil er Bestechungsgelder aus kriminellen Kreisen angenommen hatte. Er machte sich also nachweisbar genau jener Verbrechen schuldig, die Trump in Venezuela, Kolumbien oder Mexiko zu bekämpfen vorgibt.
Eine erste Programmübersicht finden Sie hier ab Ende März 2026.
Der Influencer weiß, was angesagt ist, die Smart Watch zählt für uns Schritte und Kalorien, der „Social Bot“ lässt uns wissen, welche Morgenrituale uns durch den Tag helfen und der „Spiritual Guide“ führt uns zu seelischem Wachstum. Immer mehr Menschen delegieren einen Gutteil ihrer Arbeit an eine KI: Diese organisiert Termine, beantwortet E-Mails, schreibt Seminararbeiten, plant die Ferienreise, wählt Musik und Lektüren für uns aus und vermittelt sogar das perfekte romantische Date. Und wer sich im Zeitgeschehen orientieren will, sieht sich mit einem Heer von medialen Meinungsmachern konfrontiert, das uns mit den „richtigen“ Wahrheiten, Gefühlen, Einstellungen und Haltungen versorgen will. Akzeptiert man solche Angebote, befindet man sich schnell in einer Blase oder Echokammer, die man nur ungern verlässt, schließlich fühlt man sich wohl in einer Gemeinschaft der Gleichgesinnten, die Zweifel an der eigenen Weltsicht erst gar nicht aufkommen lässt.
Was bedeutet heute noch die Aufforderung von Immanuel Kant, doch den Mut aufzubringen, eigenständig und ohne Bevormundung zu denken? Woher rührt diese freudige Bereitschaft, die eigene Souveränität aufzugeben und sich anderen Instanzen und der KI zu überantworten? Liegt es nur an der schon von Kant kritisierten eigenen Faulheit – oder deutet sich in dieser Absage an die Ideen der Aufklärung ein gesellschaftlicher Wandel an, der unsere hart erkämpften Vorstellungen von unabhängiger Wahrheitssuche, persönlicher Freiheit und demokratischer Politik radikal zur Disposition stellt?
Über diese und ähnliche Fragen werden beim 29. Philosophicum Lech Vortragende aus Philosophie, Sozial- und Kulturwissenschaften und benachbarten Disziplinen referieren und mit dem Publikum diskutieren.
Barbara Bleisch Konrad Paul Liessmann Intendanz Philosophicum Lech
Mit Spannung wird daher die Programmübersicht ’26 erwartet, die verraten wird, ob die Moderation wieder von Michael Fleischhacker in seiner herausragenden Art durchgeführt werden wird,
und wenn dem so werden sollte, dann wird es ein mit Freuden zu erlebender Herbstbeginn des Geistes im Gebirge, oder, wie es ein Mann sagen würde, dem alles glänzt, einfach wie kurz gesagt: Golden …
Gegen einen Antiquar, ist in die aktuellen Berichterstattung zu lesen, wird „Anklage wegen nationalsozialistischer Wiederbetätigung“ erhoben, bereits am 11. Dezember 2025 wird er sich „vor Geschworenen am Wiener Landesgericht“ verantworten müssen.
Die Staatsanwaltschaft Wien hat am Donnerstag [4. Dezember 2025] ihre Anklage gegen einen angesehenen Wiener Antiquar verteidigt, der sich am kommenden Donnerstag wegen nationalsozialistischer Wiederbetätigung vor Geschworenen am Wiener Landesgericht verantworten muss.
Die Staatsanwaltschaft Wien wirft […] vor, dieser habe sich zumindest von 10. Oktober 2024 bis zum 22. Jänner 2025 im nationalsozialistischen Sinn betätigt, indem er öffentlich in für jedenfalls mehr als 30 Menschen wahrnehmbarer Weise in seinem Webshop unter der Kategorie „Drittes Reich“ den Nationalsozialismus verherrlichende Bücher zum Kauf anbot. In der Anklageschrift wird betont, […] habe nicht nur in Bücher gebundene NS-Propaganda offeriert, sondern die Tat „auf eine Weise begangen, dass sie vielen Menschen zugänglich wurde“. Die von der Anklage umfassten Werke tragen Titel wie „Das Ende Österreichs“, „Wie die Ostmark ihre Befreiung erlebte“ oder „Deutsche Wissenschaft und Judenfrage“.
Ja, in diesem Land ist die Welt noch in Ordnung. Ein angenommener und angesetzter „Tatzeitraum“ von rund drei Monaten — 10. Oktober 2024 bis zum 22. Jänner 2025 — reicht aus, um offensichtlich ohne Anzeige durch Private behördlich selbst tätig zu werden und noch desselben Jahres — 11. Dezember 2025 — die Verhandlung stattfinden zu lassen.
Als […] am Morgen des 14. Jänner sein Antiquariat […] aufsperrt, treten vier unauffällige Herren an ihn heran, ihre Namen nennen sie nicht. Im Akt stehen nur Nummern: W-25, W-135, W-31 und W-168.
„Landesamt für Verfassungsschutz“, sagen sie, „Referat 2, Extremismusbekämpfung.“ Sie händigen […] einen Hausdurchsuchungsbefehl der Staatsanwaltschaft Wien aus. Darin steht ein schwerer Verdacht: […], einer der renommiertesten Antiquare des Landes, habe sich nationalsozialistisch wiederbetätigt – durch den Verkauf alter Bücher. Ein Polizist aus Vöcklabruck habe auf […] Website ein Nazibuch entdeckt. Auch se[…] stehe unter dem Verdacht der Staatsfeindlichkeit. Man sei deshalb gekommen, um die Buchhandlung nach Nazimaterial zu durchsuchen.
[…] verhält sich, wie das Protokoll vermerkt, „von Anfang an kooperativ“. Er führt die Beamten hinein in sein Bücherbergwerk. Ein feiner, belesener Herr, der sich als „aufrechten Antifaschisten“ bezeichnet und zwischen Bergen aus Kartons, Büchern, Akten und Schubern fast verschwindet.
In diesem Land mußte vier Jahre nach eingebrachter Anzeige der privaten Organisation und zwei Jahre nach Einleitung eines Ermittlungsverfahrens durch die Staatsanwaltschaft eine parlamentarische Anfrage gestellt werden:
10748/J vom 21.04.2022 (XXVII. GP) Anfrage der Abgeordneten Dr. Stephanie Krisper, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Justiz betreffend Anzeige gegen „Aula“-Chefredakteur Pfeiffer wegen Verdachts der NS-Wiederbetätigung
Ein „Polizist aus Vöcklabruck“ habe, wird berichtet, ein „Nazibuch“ auf der Website des Antiquars „entdeckt“ — ein also nicht nur lesender, offensichtlich an Büchern interessierter, sondern auch ein aufmerksamer Polizist, der scheinbar auf privater Suche nach neuem Lesestoff auf ebendieser Website ein „Nazibuch“ entdeckt; und in welcher „Kategorie“ wird es der Polizist aus Vöcklabruck entdeckt haben? Wenn der bereits oben zitierten Berichterstattung von „Voralberg Online“ vom 4. Dezember 2025 gefolgt wird, ist es nicht unwahrscheinlich,
[…] indem er öffentlich in für jedenfalls mehr als 30 Menschen wahrnehmbarer Weise in seinem Webshop unter der Kategorie „Drittes Reich“ den Nationalsozialismus verherrlichende Bücher zum Kauf anbot.
daß er es in der Kategorie „Drittes Reich“ entdeckt habe, in der auch Bücher angeboten werden, wie am 5. Dezember 2025 entdeckt, beispielsweise: „Wo sind sie geblieben…? Geschundet, gequält, getötet – Gesichter und Geschichten von Roma, Sinti und Juden aus den Konzentrationslagern des Dritten Reiches.“ Oder: „Politik der Täuschungen. Missbrauch der Presse im Dritten Reich. Weisungen, Informationen, Notizen 1933-1939.“ Oder: „Berthold Beitz im Dritten Reich. Mensch in unmenschlicher Zeit.“ Oder: „Broszat, Martin / Frei, Norbert (Hg.) Das Dritte Reich im Überblick. Chronik. Ereignisse. Zusammenhänge.“ Oder: „Scheffler, Wolfgang Judenverfolgung im Dritten Reich 1933-1945.“ Oder: „Kolbenheyer, E. G. Die Kindheit des Paracelsus. Das Gestirn des Paracelsus. Das dritte Reich des Paracelsus. 3 Bände. Erscheinungsjahr: 1930 / 1937 / 1925“ …
Ich ersuche um Verständnis, dass mir eine umfassende Beantwortung der Fragen aufgrund der Grenzen des parlamentarischen Interpellationsrechts, meiner verfassungsrechtlichen Verpflichtung zur Wahrung der Amtsverschwiegenheit und des Datenschutzes sowie in Hinblick auf die Bestimmungen der StPO über die Akteneinsicht nicht möglich ist. Die an mich gerichteten Fragen betreffen zum Teil Inhalte eines anhängigen, nicht öffentlichen (§ 12 StPO) Ermittlungsverfahrens, weshalb zu einem Großteil der Fragen nicht im Detail Stellung genommen werden kann, um laufende Ermittlungen nicht zu beeinträchtigen.
Die Sachverhaltsdarstellung gegen den Chefredakteur der Monatszeitschrift „Die Aula“ langte am 17. Dezember 2018 bei der Staatsanwaltschaft Graz ein. Dieser Anzeige waren über 200 Einzelartikel angeschlossen.
Im Zeitraum von Herbst 2019 bis Sommer 2020 wurden Verfahren gegen bislang insgesamt 36 Autoren in Bezug auf knapp 200 Aula-Beiträge finalisiert, wobei teils von der Einleitung eines Ermittlungsverfahrens gemäß § 35c StAG abgesehen, teils mit Verfahrenseinstellung nach § 190 Z 1 StPO vorgegangen wurde, weil die in Prüfung gezogenen Beiträge für sich genommen nicht tatbildlich waren (§§ 3d, 3g, 3h VerbotsG, § 283 StGB) oder die Strafbarkeit allfälliger strafbarer Handlungen bereits verjährt war.
Die Strafsache wurde seit Beginn als vorhabensberichtspflichtig im Sinne der §§ 8 Abs 1, 8a Abs 2 StAG behandelt. In der Causa wurden mehrere Vorhabensberichte der Staatsanwaltschaft Graz und der Oberstaatsanwaltschaft Graz sowie Stellungnahmen der Oberstaatsanwaltschaft Graz erstattet.
Weder die Oberstaatsanwaltschaft Graz noch das Bundesministerium für Justiz haben „informelle Anregungen“ erteilt. Es sind mehrfach Berichtsaufträge sowie Erlässe seitens der Oberstaatsanwaltschaft Graz und des Bundesministeriums für Justiz ergangen.
Die Fragestellung ist aufgrund ihrer offenen Gestaltung einer Antwort nicht zugänglich bzw wird auf die Beantwortung der Fragen 2 bis 9 verwiesen.
Dr.in Alma Zadić, LL.M.
Ja, in diesem Land, in dem ein Inhaber einer Universitätsbuchhandlung auf dem schnellsten Weg der Gerichtsbarkeit zugeführt wird, ist die Welt in Ordnung, im Gegensatz zu dem Land, in dem „für jedenfalls mehr als 30 Menschen wahrnehmbarer Weise“ —
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