„Neid, das ist ein blau-türkises Leiden.“

Als wäre

„Neid, das ist ein blau-türkises Leiden.“

zur oder für die zurzeitige schwarzidentitäre Regierung in Österreich extra geschrieben worden. Dabei hat diesen Satz vor langer Zeit Violette Leduc geschrieben, als in Österreich es noch nicht zur Staatsräson gehörte, eine identitäre Partei zu einer identitären Regierungspartei zu machen. Leduc dachte dabei nicht an Österreich.

Und doch ist es kein Zufall, daß dieser Satz gerade von Violette Leduc ist, von einer Schriftstellerin der Armut, einer Schriftstellerin, die anschrieb gegen den Urteilsspruch, der gegen sie gefällt wurde, ohne je etwas verbrochen zu haben, ein Schuldspruch gegen sie bereits zu ihrer Geburt und im Grunde ein Schuldspruch gegen sie bereits bei ihrer Zeugung, die Benennung, eine Bastardin zu sein, die Benennung als Zuweisung der Identität der Armut, der sie sich zu fügen hat, als lebenslange Strafe zu verbüßen hat.

Das ist Jahrzehnte her. Violette Leduc verstarb 1972, gerade einmal 65 Jahre alt geworden.

Und nicht anders wird, Jahrzehnte später, in Österreich immer noch verfahren, mit dieser Zuweisung, mit diesem Schuldspruch, der Zubenennung. Vorneweg von der schwarzidentitären Regierung. Ihr sind – obgleich das nicht gewiß ist – die unehelich geborenen Kinder nicht mehr Bastardinnen, aber die Menschen, die nach Österreich kommen, das Kind, das zwar in Österreich geboren, aber Eltern ohne österreichische Staatsbürgerschaft hat, ist ihnen ein Bastard, dieser Zubenennung entkommt das Kind nicht einmal dann, wenn seine Eltern die österreichische Staatsbürgerschaft haben, aber seine Großeltern von irgendwoher nach Österreich eingewandert sind. Und vielen bleibt sogar ein Kind, das Eltern und Großeltern mit österreichscher Staatsbürgerschaft hat, aber seine Urgroßeltern von irgendwoher nach Österreich zugewandert und ohne österreichische Staatsbürgerschaft waren, weiter ein Bastard.

Diese Stigmatisierung allein reicht ihr nicht aus. Es muß zum folgenreichen Schüren des Niedersten noch etwas beigemengt werden, um das giftige Gebräu möglichst vielen schmackhaft zum Schlucken zu machen: das ist der Neid.

Getränke haben unterschiedliche Farben. Absinth etwa, der mit dem Land, in dem Leduc lebte, vor allem in Verbindung gebracht wird, ist grün. Das Gebräu aus Stigmatisierung und Neid kann keine andere Farbmischung haben als eine türkis-blaue …

Und es ist viel Neid dabei. Wer allein all die Aussagen in den letzten Wochen der schwarzen und der blauen Partei etwa zur Mindestsicherung erinnert, wird bemerken, wie neidgetrieben diese sind. Neidaufstachelung gegen alle Menschen, gegen Menschen, die nach Österreich kommen, gegen Menschen, die zwar nachweisen können, ihrer Herkunft nach bereits seit acht und acht Generationen … aber ohne Arbeit ein „besseres Leben“ haben als mit Arbeit.

Weshalb die christlichen Männer der schwarzidentitären Regierung keinen Nadelstreif tragen, ist nicht die Furcht – erinnern Sie sich noch an den Vorwurf, dem besonders Franz Vranitzky ausgesetzt war – „Nadelstreifsozialisten“ geschimpft zu werden, sondern Slimfitanzüge. Die Nadeln haben sie eingesteckt als Munition gegen alle. Die Taschen ihrer Slimfitanzüge sind voll von Nadeln, so vollgestopft mit Nadeln, die alle ihre Anzugtaschen ausbeulen. In ausgebeulten Slimfitanzügen versetzen sie allen ihre Nadelstiche. Und viele der bisher von ihnen schon Gestochenen sind von dem türkis-blauen Gebräu derart beschwipst, daß sie es noch gar nicht bemerkt haben,  wie viele Nadeln sie abbekommen haben, wie viele Nadeln bereits in ihnen stecken. Aber ein jeder Schwips geht vorüber, und was dann kommt, auch das ist bekannt, ist das Bluten.

Und außerdem, „Sozialisten“ sind sie keine. Es wäre als gänzlich verfehlt, sie Slimfitsozialisten zu nennen. Deshalb kann es nur eine Bezeichnung für sie geben. Sie tragen Slimfitanzüge und sie bezeichnen sich als Christen. Also: Slimfitchristen. Auch wenn die Frauen von beiden Parteien keine Slimfitanzüge tragen, also diesen Arbeitsanzug zum Nadeln und Mischen des giftigen Gebräus, sind sie nicht weniger Slimfitchristinnen.

Und weil aus diesen Kreisen stets zu hören ist, das Gendern störe den Lesefluß, ist es wohl am besten, Slimfitchristen in englischer Übersetzung zu verwenden, mit dieser sind dann Christen und Christinnen in einem Wort gegendert vereint: Slimfitchristians.

Und gegen das Englische scheinen sie nichts zu haben, wie es aktuell aus dem Plan der schwarzidentitären Regierung für die Mindestsicherung hevorgeht. Denn. Wer in Österreich, nach diesem türkis-blauen Plan, die englische Sprache auf dem vorgeschriebenen Niveau beherrscht, ist auf der sicheren Seite, das heißt, keine Kürzung der Mindestsicherung wegen Sprachdefizite.

Slimfitchristians - Neid das ist ein blau-türkises Leiden

 

Slimfitchrist – Bundeskanzler in Österreich, plant, kurz auf den Punkt gebracht, Müllzentren außerhalb von Europa.

„ja es gibt bestrebungen dass wir schutzzentren außerhalb europas schaffen wo wir flüchtlinge unterbringen können wo wir schutz bieten können aber gleichzeitig nicht das bessere leben in mitteleuropa das ist ein projekt an dem wir mit einer kleinen gruppe von staaten allerdings sehr vertraulich arbeiten nicht weil wir geheimnistuer sind sondern schlicht und ergreifend weil das die möglichkeit der durchsetzbarkeit des projekts erhöht“ 

Das ist gestern.

Gestern, am 13.06.18, um 7.18 ist das im Morgenjournal des österreichischen Rundfunks vom zurzeitigen Bundeskanzler in Österreich im Originalton zu hören. Und dann noch:

„wir werden sehen“

Das ist seine Antwort auf die Frage der Interviewerin, ob so ein „Lager“ in Albanien stehen könnte.

Dem zurzeitigen Bundeskanzler scheint in seinem „besseren Leben“ nur etwas noch zu einem besten Leben zu fehlen – ein Atlas,

Im Zentrum ein leitender Polizist – Die kurze Mittelmeerroute zu Kolonialismus und Ändern der Rechte

um nachsehen zu können, wo Albanien … außerhalb von Europa jedenfalls nicht ..

Wenn vor allem Männer seines Schlages von „Schutzzentren“ schwefeln, wird immer gehört Müllzentren. Das „bessere Leben in Mitteleuropa“ produziert sehr viel Müll, und dieser wird „außerhalb von Europa“ abgeladen, tatsächlich „außerhalb von Europa“, etwa in Afrika.

Und das ist auch der Zugang vor allem solcher Männer, wenn es um Menschen geht. Alles, was ihnen nicht zu ihrem „besseren Leben“ zugehörig erscheint, sie in „ihrem besseren Leben“ für sich als störend empfinden, wollen sie weghaben, wollen sie abladen, irgendwo, nur weg von ihnen, wie ihren Müll, den sie auf die Straße stellen und verbracht wird, irgendwohin, und das kümmert sie nicht weiter. Denn. Sie sind es nicht, die den Müll irgendwo abladen, da sind sie frei von Verantwortung, sie haben ihre Pflicht getan, den Müll ordentlich getrennt auf die Straße gestellt, und das rechnen sie sich hoch an.

Wo sie sind, soll alles so scheinen, als hätten sie irgend etwas gelöst. Dabei. Es ist nichts gelöst, nur weil es aus den Augen ist, wie etwa der Müll Europas, der nach Afrika verbracht wird …

Slimfitchrist - Bundeskanzler Österreich

Adrett in ihren Slim-Fit-Anzügen möchten sie Lösungskompetenz ausstrahlen. Und alles, das dem widerspricht, muß weg aus ihren Slim-Fit-Leben. Das eine ist schon gelöst, also für die mit dem „besseren Leben“. Die Müll-Lager gibt es, und diese sind tatsächlich außerhalb von Europa. Und jetzt noch die Müll-Lager, in denen die Menschen ohne Slim-Fit-Anzüge gepfercht werden sollen. Es ist ihnen, ob sie von Müll oder von Menschen reden, dasselbe, aus ihren „besseren Leben“ wollen sie es weghaben, und möchten das sich auch noch recht hoch anrechnen lassen, geradeso, als hätten sie tatsächlich je irgend etwas getan, um zu tatsächlichen Lösungen im Sinne der Menschen …

Welche Staaten der Christ im Slimfit auf seinem Kanzlerstuhl wohl meint, mit denen er „vertraulich“ – dafür braucht es keinen Atlas, um sich denken zu können, um welche Staaten es bei dieser Kollaboration geht …

Und übrigens, der Slimfitchristkanzler verwendet, wie oben zu lesen ist, die Phrase: „schlicht und ergreifend“ …

Schlicht und ergreifend … eine der Leibphrasen von seinem Reitkameraden in der schwarzidentitären Regierung, der es wohl sich selbst hoch anrechnen wird, auch im Kopf seines Slimfitkameraden zu deponieren seine …

Zurzeitiger Bundeskanzler in Österreich - der Christ im Slimfit - plan Müllzentren außerhalb von Europa

 

Vor 80 Jahren mußte Robert Musil als Flüchtling fort aus Österreich – III. Wiener Gemeindebezirk, Landstraße: Einst und zurzeit

Wien ohne Robert Musil - Landstraße

Im August 18 werden es achtzig Jahre her sein, daß Robert Musil den dritten Bezirk verlassen mußte, im April 18 sind es sechsundsiebzig Jahre her, daß Robert Musil

Migration ist des Menschen Heimat

in der Schweiz verstarb, nur vier Jahre nach der Flucht.

In der Rasumofskygasse wohnt Robert Musil. Gleich in der Parallelgasse Kundmanngasse baut Ludwig Wittgenstein sein Haus. So ist es einst. „Die Fackel“ von Karl Kraus wird in der Hinteren Zollamtsstraße gedruckt, auch der Verlag „Die Fackel“ hat hier seinen Sitz.

Einst durch den dritten Bezirk zu spazieren, und dabei einem Musil, einem Wittgenstein, einem Kraus im Vorbeigehen zu begegnen, für sich ihre Werke in Erinnerung zu rufen …

Und nun? Zur Zeit? Wer kann jetzt entgegenkommen, wenn der Tag noch schlechter werden soll, als er vielleicht ohnehin schon ist? Der zurzeitige Vizekanzler. Und im Vorbeigehen fallen keine Werke ein, Werke sind keine bekannt, höchstens recht zu vergessende Sprüche, und diese sind nicht einmal von ihm selbst, bloß nachgeredet, wie etwa der von „Ehre, Freiheit, Vaterland“ …

Wer kann noch gesehen werden? Etwa der Mann, der nun auch ein zurzeitiger Minister ist, und ab und an im Kino gesehen wurde, als er noch kein zurzeitiger Minister war. Ob er jetzt noch in das Kino auf der Landstraße gehen wird, als zurzeitiger Minister? Einerlei. Er vergällt auch so jetzt jeden Kinobesuch. Jeder Kinobesuch erinnert, ihn im Kino gesehen zu haben und sofort – an keine Werke erinnert er – fällt sein Gesetzeswurf ein, den er kaum zum zurzeitigen Minister gemacht …

Wer kann noch gesehen werden? Täglich und zu jeder Tageszeit Touristinnen über Touristinnen in der Löwengasse, vor dem Kitschreichbaumhaus, und es muß auf dem Boden kriechend vorbei an diesem Haus, um nicht gegen den eigenen Willen auf Hunderten und Hunderten Fotos der Touristen …

Erst in der Rasumofskygasse kann wieder in den aufrechten Gang gewechselt werden.  Gelassen im aufrechten Gang kann weiterspaziert werden, die Kundmanngasse unbekümmert erreicht werden. Denn. Hier ist niemand. Keine Fotos werden gemacht, in der Kundmanngasse, nicht von sich und schon gar nicht von sich mit dem Wittgenstein-Haus.

Was es einst in der Rasumofskygasse nicht gab, war das häßlichste Auto der Welt, und dieser Tage ist es erfreulich, es macht zwar den Tag nicht besser, daß – einen Superlativ hat es sich nicht verdient – das häßliche Auto nicht auf der Straße steht, sondern in einer Garage in der Rasumofskygasse. Es wurde einmal der Fehler durch Neugier begangen, durch die Glastüre in die Garage zu blicken; es kann aus Fehlern gelernt werden, in diesem Fall wenigstens, einen zweiten Blick wird es nicht geben.

Josef Weinheber - Selbstmord April 1945

Es ist aber keine Verklärung. Es wäre einst im dritten Bezirk … es wird schon gewußt, es haben auch andere auf der Landstraße  gewohnt, und diesen Menschen zu begegnen hätte einst den Tag auch nur schlechter gemacht, als er vielleicht ohnehin schon war. Etwa gleich um die Ecke von der Rasumofskygasse einem Josef Weinheber, von dem die Mannen und Frauen der identitären Regierungspartei dieser Tage noch ganz angetan sind. Wie auch anders? Mit seinen „Verwicklungen“ – oh, unschuldiger Mann, werden sie wohl recht seufzen und untereinander seine Gedichte tauschen …

Es sagt wohl viel aus, über Wien, über Österreich, daß es ein Denkmal beispielsweise für Josef Weinheber im Schillerpark im ersten Wiener Bezirk gibt, aber für Robert Musil, der siebzehn Jahre im dritten Bezirk wohnte, nicht ein Denkmal, nicht einmal im dritten Bezirk, aber für Ludwig Wittgenstein in ganz Wien ebenfalls nicht …

Wittgenstein-Haus im dritten Wiener Gemeindebezirk - Landstraße, einst und zur Zeit

 

The security of Roma and Sinti in Austria’s national interest, visiting current chancellor says

The security of Roma and Sinti in Austria_s national interest visiting current chancellor says

Kyiv. In Holosiyivskiy Park, the current chancellor acknowledges guilt for Porajmos crimes and vows to fight Antiziganism, does address his far-right coalition partner …

The security of Roma and Sinti is in Austria’s national interest, the country’s Chancellor said on that day, accepting his country’s guilt for Porajmos crimes and vowing to fight Antiromanyism and stand up for the Roma and Sinti everywhere …

In a sweeping address to the Central Council of Roma and Sinti, current chancellor declared security of Roma and Sinti to be part of Vienna’s Staatsraison … 

As Austrians we will support Roma and Sinti whenever they are threatened. We will be committed to the historic moral obligation that we have as Austrians towards the security of Roma and Sinti …

It’s our moral obligation that this is part of our Staatsraison, meaning in the national interest of my home country, he added, speaking in German. Current Chancellor went on. We understand the serious security threats Roma and Sinti are is facing. We therefore fully condemn all acts of violence …

Austria will keep on reminding its counterparts everywhere that Roma and Sinti are here to stay. And that it is their duty to find a way to accommodate themselves with this fact, he said.

Earlier on the day, during a Meeting, he said he would try to raise awareness in Europe for the special situation and the special security needs of Roma and Sinti, previewing his country’s upcoming stewardship … he was called a true friend of Roma and Sinti …

During his speech the current chancellor went to great length to accept Austria’s wartime guilt and to assure his audience that his government will do whatever it takes to teach about the Porajmos to young people and fight Antiziganism, both from the far-right and the Austrian communities.

I personally find it unbelievable and unacceptable that even almost a century after the Porajmos, Antiromanyism still exists in our world today. Austria bears a special historical responsibility in this context: to support Roma and Sinti life in our country and to protect it against all forms of Antiziganism, the old chancellor said.
No matter if it has been present for a long time or it is newly promoted: there is and shall never be room for it in Austria — and we will continue to fight for that every day.

Austria’s historical responsibility includes a special responsibility toward Roma and Sinti, he added, explaining that this led his government to adopt a proactive agenda when it comes to supporting Sinti and Roma people …

Current chancellor did not answer, however, the boycott against his coalition partner, the far-Right with its xenophobic policies.

Many Austrians did nothing to fight the Nazi regime, he acknowledged. Far too many actively supported these.

This was a report, short said, about a journey that has not started yet.

Wer gegen Tiere gut ist, ist kein guter Mensch.

 

pogrom against Roma the fourth in the last six - june 18.png

Wer gegen Tiere gut ist, ist kein guter Mensch.

Arthur Schopenhauer aber schrieb:

Wer gegen Tiere grausam ist, ist kein guter Mensch.

Oder er schrieb:

Wer gegen Tiere grausam ist, kann kein guter Mensch sein.

Das verleitet zu manchen Variationen seines Satzes; eine weitere könnte lauten …

Wer gegen Tiere gut ist, ist ein grausamer Mensch.

Wer gegen Tiere gut ist, kann nur ein grausamer Mensch sein … kann auch ein grausamer …

Ukraine: Paramilitaries broadcast live pogrom against Roma on Facebook, the fourth in the last six weeks – Romea.cz

Es fällt immer wieder auf, wie Menschen, beispielsweise auf der Plattform des Unternehmens Facebook, die lieblichsten, die lustigsten, die herzigsten Tiervideos verbreiten, ganz gerührt diese kommentieren, ihre große Liebe zu den Tieren bezeugen, ihre Hingabe zu den Tieren, ihre Sorge um Tiere äußern, während sie gleichzeitig alles verbreiten, was gegen Menschen an Bösartigem, Hässlichem nur verbreitet werden kann, kurz gesagt, alles gegen Menschen, das unter Begriffen wie „Rassismus“, „Antisemitismus“, „Antiziganismus“ bekannt ist, nur verbreitet werden kann.

Wer zu Tieren gut ist ist nur ein grausamer Mensch

Und in diesem oben verlinkten Video ist das exemplarisch zu sehen. Wie lieb die Männer zu einem Kätzchen sind, während sie …

Auch im brutalen Vorgehen gegen Menschen, auch beim Zerstören von dem, was Menschen nicht haben, bleibt stets Zeit, gut gegen Tiere zu sein, bleibt stets Zeit, ein Tier vorsichtig in Sicherheit zu bringen, zärtlich ein Tier zu streicheln.

Diesmal ist es aus der Ukraine. Ein anderes Mal ist es aus …

Dann ist es wieder einmal aus …

So universell es ist, gut gegen Tiere zu sein, die nicht zur Nahrungskette des Tieres Mensch gehören, so universell ist es gleichzeitig, grausam gegen Menschen …

In Österreich, es muß gar nicht gesagt werden, von welcher Partei besonders, sind es Menschen aus dieser, von Parteispitzen bis zum einfachen Mitglied, die ihre Tierliebe immer und überall verbreiten, während sie …

Bei solchen Bildern, wie diesmal aus der Ukraine, ist es schon ein Segen, daß die Menschen, um die es hier geht, in Österreich vergessen werden, würde in Österreich an sie erinnert werden, ist zu befürchten, es wäre keine Erinnerung in festlichem Hofburgakt zu ihrem Wohl …

Wer zu Tieren gut ist ist auch nur ein grausamer Mensch.png

NS Es kommt schon mal vor, in Österreich, auch in Österreich, daß an die Menschen, um die es hier geht, erinnert wird. Dann wird es staatstragend. Anfragen werden im österreichischen Parlament gestellt. Anfragen, die auf recht ehrenwerten Quellen basieren, denen nur gesinnungsgemäß treu …

Und das ist keine Überraschung. Österreich hat, wie es gerade in diesem Ultragedenkjahr 18 so kurz wie schlicht recht oft beteuert wird, eine Verpflichtung gegen die Vergangenheit …

Kurz zur Einübung in die Sprache der Diktatur

Österreich - Bildnis mit Kartoffel und Kraut

Von der selbstgefälligen Zurechtrückung der jüngsten Geschichte im Zusammenhang mit einem Gesetz in Österreich durch den zurzeitigen Bundeskanzler wurde bereits erzählt.

Und es gibt hierzu noch einen Aspekt, der besonders hervorzuheben ist.

Der zurzeitige Bundeskanzler sagt im Juni 18, in einer Pressekonferenz, er habe damals schon ein „Gesetz geschaffen“.

Daß das nicht den tatsächlichen Vorgängen entspricht, ist das eine, wie gelesen werden kann. Und das andere ist: das ist die Sprache der Diktatur.

Nur Menschen, die sich selbst als diktatorisch verstehen, sprechen in dieser Weise, sie allein würden Gesetze schaffen.

Sie einzig schaffen Gesetze. So sprechen von ihrer diktatorischen Sendung beseelte Menschen, die in keiner Demokratie, wie so schön gesagt wird, sozialisiert … und konkret auf den zurzeitigen Bundeskanzler gemünzt, stellt sich die Frage, in welcher Gesellschaft wurde er abseits – oder wie er sagen würde: parallel zur – von der demokratischen Gesellschaft erzogen und gebildet …

Mit dieser Aussage, er allein habe ein Gesetz geschaffen, übt sich der zurzeitige Bundeskanzler in Österreich weiter in die diktatorische Sprache ein … dazu gehört auch das Verständnis, die wahren geschichtlichen Vorgänge nach eigenem Dünken umzuschreiben …

Und wie zur Bekräftigung und als Heilsverkündigung sagt sein zurzeitiger Vizekanzler in ebendieser Pressekonferenz: das sei erst der Anfang …

Das sei erst der Anfang …

Unter diesem Aspekt bekommt nachträglich auch das Abhängen des Bildes eines Vorgängers vom zurzeitigen Bundeskanzler, für das er gelobt wurde, einen Beigeschmack von diesem katholischen Monopoldiktat …

Du sollst neben mir keine anderen haben. Du sollst dir kein Bildnis von anderen …

Der Preis an einen weiteren aus seiner Partei soll zum Andenken ewig bleiben, immerhin ist dieser der erste Koch einer recht nahrhaften Speise, deren Rezept der Zurzeitige wohl recht brav in sein Heftchen übertragen …

Sebastian Kurz - Ich habe als Integrationsminister damals schon ein Gesetz geschaffen - Juni 18

Zurzeitiger Bundeskanzler in Österreich rückt seine eigene Vergangenheit zur Eigenerhöhung zurecht

Islamgesetz - Sebastian Kurz

Was für ein Auftritt. Ein zurzeitiger Bundeskanzler, ein zurzeitiger Vizekanzler, zwei zurzeitige Minister und ein Lakai als – die genaue Bezeichnung ist entfallen – Regierungssprecher, um Schließungen von irgendwelchen Hinterhofräumen und Ausweisungen von Männern, die wohl nicht einmal in ihren Wohngassen allen bekant sein dürften, zu verkünden …

Der Lakai darf melden, nun werde der zurzeitige Bundeskanzler sprechen. Und dann spricht der zurzeitige Bundeskanzler:

„Ich habe als Integrationsminister damals schon ein Gesetz geschaffen.“

Plötzlich ist der zurzeitige Bundeskanzler ein „Schaffer“, der „damals schon“, als er nur ein Minister war, etwas „schaffen“ konnte, obgleich von ihm in den letzten Monaten immer wieder zu hören war, er sei zwar in der Regierung gewesen, aber er habe nichts …

Und nun als zurzeitiger Bundeskanzler redet er seine eigene Geschichte zurecht … wenn Ihnen dazu andere Wörter einfallen, andere Formulierungen als „eigene Vergangenheit zurechtrücken“, kann das verstanden werden …

Er, der nunmehr zurzeitige Bundeskanzler, hat „damals schon ein Gesetz“ nicht „geschaffen“. Erstens, daran muß gerade dieser Bundeskanzler besonders erinnert werden, werden in Österreich Gesetze immer noch vom Parlament beschlossen, und nicht von einzelnen Personen „geschaffen“. Und zweitens, das kann auf der Website des Parlaments gelesen werden:

„Bundesminister Josef Ostermayer, der zusammen mit Integrationsminister Sebastian Kurz den Gesetzentwurf initiiert hat, machte klar, dass es sich beim neuen Islamgesetz um ein Religions-, aber kein Polizei- oder Anti-Terror-Gesetz handelt.“

Eine Initiative zu einem Gesetzesentwurf, und nicht er allein setzte diese, sondern gemeinsam mit Josef Ostermayer. Mit einem Minister, der nicht aus der schwarzen und nicht aus der identitären Partei war, durfte er damals gemeinsam etwas …  Es ist die deutsche Sprache keine leichte, wohl deshalb diese deutsche Sprachobsession der schwarzidentitären Regierung. Um endlich auch unterscheiden zu können, was es bedeutet: etwas zu initiieren und was es bedeutet: etwas zu schaffen.

Und dann spricht irgendwann auch der zurzeitige Vizekanzler, bezieht sich auf das Islamgesetz, gegen das damals seine Partei … ohne dieses Gesetz hätten er und sein Reitkamerad an diesem Tag im Juni 18 keinen Auftritt. Und er spricht auch noch irgendwas von, das sei erst der Anfang …

Es gibt Anfänge, die sind nicht hoffnungsfroh, sondern furchtreich … Anfänge, von denen je gewünscht, es hätte und würde sie nie …

Zwischendurch darf der Lakai höflich die Damen und Herren der Medien ersuchen, nur Fragen zum Titel der Pressekonferenz zu stellen, und keine anderen … Es ist doch immer wieder bewundernswert, das formvollendete Auftreten vom Personal, wie kultiviert seine Umgangsformen im Gegensatz zu seiner Herrschaft …

Und es fällt dazu noch, das Zentrum wird wohl nicht geschlossen, von dem damals Dönmez, nun, kurz gesagt, schwarzer Parteigänger … wie ebenfalls in dieser Parlamentskorrespondenz vom 12.03.15 zu lesen:

„Was nach Dönmez zu kritisieren sei, ist der politische Einfluss, die Instrumentalisierung einer Religion, um daraus ‚politischen Benefit‘ zu ziehen, wie er ausführte. Das würde nämlich auch islamistischen Gruppierungen in die Hände spielen, weil sie sich damit in die Opferrolle begeben könnten. Im Zusammenhang mit dem König Abdullah-Zentrum in Wien appellierte er im Besonderen an die ÖVP, Menschenrechte nicht hinter wirtschaftspolitische Interessen zu stellen, zumal das Zentrum nichts mit interkulturellem und interreligiösem Dialog zu tun habe.“

Und zu den „Parallelgesellschaften“, von denen der zurzeitige Bundeskanzler in dieser Pressekonferenz im Juni 18 sprach, vor oder nach seinem Satz, er habe als Integrationsminister …, kommen Kapitel in den Sinn:

Vatikan befiehlt religiöse Gebote über staatliche Gesetze zu stellen

Christen haben das eigene Vaterland aber wie Fremde zu bewohnen

Sebastian Kurz - Ich habe als Integrationsminister damals schon ein Gesetz geschaffen - Juni 18