Das gute Deutsch von Österreich, die gute Bildung von heute

Michael Pollak schreibt in der blinden Passagierin, also in der „Heute“, am 14. November 2024 — eine blinde Passagierin der öffentlichen Verkehrsmittel ist sie, genaugenommen, nicht, denn sie versteckt sich nicht, genauer wäre es also von einer Schwarzfahrerin zu sprechen, also in der Schwarzfahrerin von heute schreibt Michael Pollak:

Der Text stammt aus einem Geografie-Schulbuch für die 5. Schulstufe. Von den 94 Wörtern hat der Lehrer 28 Worte angestrichen – etwa jedes vierte Wort wird von der Mehrheit seiner Klasse nicht verstanden.

Wenn für einen Moment angenommen wird, Michael Pollak oder bereits Thomas Walach, von dem er den Text übernahm, hat die Wörter richtig gezählt, dann weiß er, Michael Pollak, einfach wie kurz gesagt, nicht, wie richtig gerundet wird. Bis zur Ziffer 4 wird abgerundet, ab der Ziffer 5 wird aufgerundet. Korrekt wäre also von ihm gewesen, abzurunden: etwa jedes dritte Wort … Oder er rundete großzügig auf, weil es ihm weniger dramatisch klingen wollte: „etwa jedes vierte …“

Aber es hapert bereits beim Zählen. Michael Pollak oder bereits Thomas Walach zählt „94 Wörter“ und „angestrichen“: „28 Wörter“. Ohne Titel sind es 93 Wörter und angestrichen: 31 Wörter. Es muss also weder abgerundet noch aufgerundet werden: jedes dritte Wort … Angestrichen sind von Thomas Walach aber bereits Wörter, die mehr als einmal vorkommen — Der Titel des Textes wird von Michael Pollak oder bereits von Thomas Walach nicht mitgezählt, mit diesem sind es 98 Wörter. Vielleicht werden Texte in der Klasse von Thomas Walach ohne Titel gelesen, und deshalb werden die fünf Wörter des Titels nicht mitgezählt; das wird von Michael Pollak oder bereits von Thomas Walach nicht aufgeklärt. Die Zählschwäche und die Rechenschwäche könnten vielleicht auch etwas mit dem Nichtverstehen der deutschen Sprache zu tun haben, wer selbst Wörter nicht versteht, kann auch nicht verstehen, daß ein und dasselbe angestrichene Wort selbst in einem derart kurzen Text mehr als einmal vorkommt und streicht es daher jedes Mal an, wenn es …

Ende August 2024 hat Michael Pollak bereits darüber geschrieben: „Deutschtest schon für Dreijährige – sonst droht Strafe“. Die „Diskussion“ darüber ist nicht zu Ende, wie am 9. November 2024 etwa auch „Mein Bezirk“ zu entnehmen ist: „Diskussion um Sprachprüfung von Dreijährigen in Wien“. Das schon vor sieben Jahren in „Österreich GmbH“: „Deutschtest für Dreijährige“

Die künftige Koalition zieht das Tempo an. Am Dienstag trifft sich wieder die Hauptgruppe mit ÖVP-Chef Sebastian Kurz und FPÖ-Obmann Heinz-Christian Strache. Danach präsentieren die beiden Chefverhandler das Bildungspaket, das bereits fertig ist.
Sprachtests. ÖVP und FPÖ setzen bereits vor dem Kindergarteneintritt an: Im Rahmen der Mutter-Kind-Pass-Untersuchung sollen Dreijährige
„standardisierten Sprachstandserhebungen“ unterzogen werden.

Das gute Deutsch von Österreich wird jetzt wohl endlich nach so vielen Jahren Dreijährigen beigebracht werden, damit sie bereits als Dreijährige ebenso akkurat das beste Deutsch — exemplarisch dafür ein paar Wörter aus der Ausgabe vom 13. November 2024:

Wie Babler fordert auch Landeshauptmann Anton Mattle (ÖVP) hatte ja eine klare Haltung seines Koalitionspartners. Dornauer soll sich beim Landesparteirat am Montag oder bei einem Landesparteivorstand der Vertrauensfrage stellen wird.

Würg! Würg! Würg!

… auf den Platz gestellt … in Wien und in anderen Bundeshauptstädten, immer wird er kritisiert, er schaut scheiße aus, oder, der lebt ja gar nicht mehr …

Die Sendung am 12. November 2024 hat zu Tage gebracht, daß sie nicht nur, was Gags betrifft, seit langer Zeit schon in Rente, und in bezug auf Gags in Rente zu sein, heißt, bloß noch selbst zu applaudieren, lustig zu sein, und das letzte Glück im Rentenleben ist, es ist vollkommen gleichgültig, was für eine Gewürge etwa ein Rentner wie Grissemann … die Briefträgerin bringt trotzdem die Rente zu jedem Monatsersten in die Hütte in den Bergen hinauf —

die Sendung am 12. November 2024 mit den Gagsrentnern hat zur Nacht gebracht, das zweite letzte Glück im Rentnerdasein etwa eines Grissemann, das selbst nicht mehr zu hören, was herausgewürgt wird … Bundeshauptstädte — in ÖsterreichSein Buddy wird es vielleicht nicht immer mehr, ab und an aber doch noch hören, was er, sein Buddy, von sich gibt, und es sich wohl hoch anrechnen, solch einen gebildeten Buddy zur Seite —

was aber das größte Glück im Rentendasein ist, kann nicht so leicht gesagt werden, gewiß, die pünktlich hinaufgebrachte Rente ist ein Glück, ein Glück ist gewiß auch, in Rente noch ein Studioleben bildungsbefreit, das größte Glück jedoch wird wohl sein, daß alle anderen in der Bundeshauptstadt und in den Landeshauptstädten für die beiden Rentner, wie es die zwei bosom buddies geworden, was sie sind, unfreiwillig arbeiten, ihnen Gags frei Studioberghütte liefern; ohne diese säßen sie bloß da mit einem Knebel im Mund, würgten und außer Würggeräusche —

Franz Antel ohne Stolz: „Wir sind eben schon wieder einmal befreit worden“

Es gibt den Antel-Bockerer und es gibt den Kehlmann-Bockerer.

Wenn aber heute vom „Bockerer“ gesprochen, geschrieben wird, wird heute nur noch vom Antel-Bockerer geredet, geschrieben, und gezeigt wird heute, im Fernsehen, bloß noch der Antel-Bockerer, der 1981 in die Kinos kam,

„Der Bockerer“ von Franz Antel, dessen Reaktion darauf, er sei ein „Nazi“, als er in den fünfziger Jahren Hans Weigel vorwarf, ein „mieser Jude“ zu sein, sei gewesen, „stolz“ sei er darauf …

Und Friedrich Torberg habe Franz Antel in den fünfziger Jahren Antisemitismus vorgeworfen.

Mit Friedrich Torberg beginnt die Geschichte vom „Bockerer“, der bei Torberg „Neidinger“ heißt, über den Friedrich Torberg einige Szenen schrieb, und sich durch Becher und Preses bestohlen fühlte, weshalb er wegen Verletzung seiner Urheberschaft klagte; den Prozeß verlor Friedrich Torberg.

Im Oktober 1948 wird „Der Bockerer“ von Ulrich Becher und Peter Preses im „Neuen Theater an der Scala“ in Wien, auf der Wieden, im vierten Bezirk, uraufgeführt. Friedrich Torberg, und mit ihm Hans Weigel, bekämpft nicht nur Bertolt Brecht, sondern auch die „Scala“. Weil es in deren Augen, einfach wie kurz gesagt, ein „kommunistisches Theater“ ist. Mit ihrer Hetze sind sie dabei äußerst erfolgreich. Sie, die „CIA-Agenten“ vom „Forvm“, werfen u. a. den Schauspielerinnen und Schauspielern der „Scala“ vor, „kommunistische Agenten“ zu seien. Um es kurz zu machen. Bereits 1956, ein Jahr nach dem sowjetischen Abzug aus Österreich, wird der Theaterbetrieb eingestellt, Förderungen gibt es für die „Scala“ keine, auch nicht mehr von der kommunistischen Partei. Engagements gibt es für Mitglieder des Ensembles in Österreich keine mehr, einige von ihnen kommen im „Berliner Ensemble“ unter, etwa Karl Paryla, gegen den Torberg und Weigel ein „Auftrittsverbot bei den Salzburger Festspielen“ durchsetzen.

Nur nebenbei, was wieder alles sofort möglich war, als die Österreichischen wieder ganz unter sich waren, etwa einen Massenmordgehilfen des Österreichers mit einem höchsten Staatsehrenzeichen zu würdigen,

einer Bildhauerin Skulptur ganz im Familiensinne des Österreichers öffentlichen Raum zu geben …

Und ebenfalls nur nebenbei, in Deutschland wird, etwa auch zur Zeit des Errichtung der Berliner Mauer“ allenthalben ein „Brecht-Boykott“ propagandiert – ohne Erfolg aber; in Deutschland hätten Torberg und Weigel mit ihrer Hetze keinen Erfolg für sich buchen können. Nur in Österreich sind sie erfolgreich; was für weitere Karrieren hätten sie — wären sie ohne ihre Gnade der richtigen Geburt gewesen — sonst wohl noch gemacht haben können?

Sollte auch darüber nachgedacht werden, weshalb der Antel-Bockerer sein Geschäft in der Garbergasse hat und nicht wie der Kehlmann-Bockerer in der Paniglgasse auf der Wieden? Die Wieden zu bürgerlich, zu adelig für einen Karl Bockerer? Die Mariahilf hingegen?

„Der Bockerer“ mit seinen vier Teilen von Franz Antel ist, könnte einfach wie kurz gesagt werden, ganz im Sinne und ganz im Geiste Torbergs und Weigels, die Fortführung ihres Kampfes gegen den Kommunismus Die Teile II bis IV von Franz Antel sind dermaßen unerheblich, bedeutungslos, was aber kein Wunder ist, fehlt ihnen doch jedwede Unterlage eines Ulrich Becher und eines Peter Preses, deren Vorlage bereits für den „Bockerer I“ von Franz Antel zu einer süßlichen Liebesgeschichte und zu einer mehr als fragwürdigen Aufklärung über die madigen sieben Jahre der massenmörderischen und massenverbrecherischen Diktatur des Österreichers in Österreich mißbraucht wird, daß von diesen drei Teilen es gar nicht je zu sprechen lohnt.

An dem Drehbuch des „Bockerer I“ — nur von diesem wird von jetzt an noch gesprochen werden — soll, auch wenn er im Vorspann nicht angeführt ist, H. C. Artmann ebenfalls mitgeschrieben haben. Ob es H. C. Artmann selbst verhinderte, genannt zu werden, als ihm vielleicht einleuchtete, klar wurde, woran er da mitarbeitete?

Es ist bald wieder der 9. November, und deshalb ist es die richtige Zeit, in der Vornacht vom Bockerer zu reden, der in der Nacht lebte, sein Sohn mit Pflastersteinen in den Straßen selbst in dieser Nacht des 9. Novembers —

In diesem November, sechsundachtzig Jahre später, drängt es wieder Menschen auf die Straße —

Natürlich kommt Franz Antel nicht umhin, die Bösartigkeit des österreichischen Menschen zu zeigen, es sind auch zum Straßenwaschen gezwungene jüdische Menschen zu sehen, auch beispielhaft eine Arisierung, aber die Massenmorde an jüdischen Menschen werden ausgeklammert, im Fokus ist der Krieg, ein Schwelgen in Original-Aufnahmen, das aus dieser Zeit nur nationalsozialistisches Material sein kann —

Es wird in diesem Film kein jüdischer Mensch erschossen. Dafür, und diese Szene mutet sonderlich an, schießt der SS-Mann Gstettner auf aufgehängte tote Schweine, in einer Halle, in der neben ihm jüdische Menschen das Blut von Schweinen auflecken müssen. Soll diese Szene gar stellvertretend für den Holocaust stehen, oder soll — das will nicht einmal gedacht werden, wenngleich es nicht ausgeschlossen werden kann, daß gerade das manche oder gar viele beim Sehen dieser Szene sich denken werden …

Im Fokus der Krieg, im Fokus die rührselige Liebesgeschichte, und im Fokus der Widerstand des Eisenbahners Hermann, der — ja, „Konzentrationslager“ wird gesagt — im Konzentrationslager Dachau getötet wird, nicht in einem „Vernichtungslager“, sondern im „Konzentrationslager Dachau für politisch Verfolgte“; er wird also nicht ohne Grund verfolgt und getötet, und nicht einfach nur deshalb ermordet, weil er ist

Und im Fokus auch die Homosexualität des SS-Mannes Gstettner, gespielt von Michael Schottenberg, und des Gestapo-Mannes Lamm, gespielt von Klaus-Jürgen Wussow, und auch darüber will gar nicht nachgedacht werden, was Franz Antel damit —

Je mehr über den Antel-Bockerer nachgedacht werden könnte, desto abgründiger würde dieser erscheinen. Das Harmlose an dem Antel-Bockerer ist noch, daß Karl Bockerer, gepielt von Karl Merkatz, mundelt, zumindet zweimal sogar mehr oder weniger wörtlich … Wie wenig aufklärend oder sogar anti-aufklärerisch dieser Film ist, soll zum Schluß exemplarisch die Rede vom SS-Mann Gstettner in der Gegenüberstellung vorführen.

Im Antel-Bockerer Michael Schottenberg:

Gstettner, SS: Wirst a Hetz hobn in Rußland.
Sein nächster Liebhaberkamerad: Auf diese Partisanen bin i goar nit schoarf.
Gstettner: Aber Blödsinn, die gibts in Woarheit über kurz oder long gor nimma mehr. Liquidation. Vastehst. Alle verdächtigen Elemente im besetzten Gebiet zack weg.
Liebhaberkamerad: Ja, aber wie?
Gstettner: Zammfangn, in einen Heereslaster, je mehr, desto besser, Türe zu, Motor anlassn. Sobald der Motor lauft, blast Gast in das hermetisch Abgeschlossene in das Innere des Wagens. Nach zwanzig Minuten sind alle erledigt, bis höchstens a poar Weiba, die Ludern sind zach.
Liebhaberkamerad: Des is a deutsche Technik.
Gstettner: Umsiedlung heißt die Aktion. Die Trotteln glauben, sie werden per Heereslaster woanders hinbracht. Kleider, Wertgegenstände abliefern, sicherstellen, Ringe, Goldzähne etc. an das Finanzministerium. Das is halt das Fade an der ganzen Geschichte. Aber sonst wirst a Riesenhetz hobn in Rußland.

Im Kehlmann-Bockerer erzählt Gstettner, gespielt von Walter Kohut, dasselbe, aber nicht auf dem Bahnhof, sondern im Café Tosca, kurz bevor Karl Bockerer sich mit seinem Sohn Hansi auf Vermittlung von Hatzinger im Café Tosca zum Abschied treffen. Gstettner und Hansi spielen eine Partie Billard, und bei dieser berichtet Gstettner:

Hansi: Heil Hitler, Ferdinand.
Gstettner: Heil Bockerer Hans. Wann fährst denn?
Hansi: Heute nacht, 2 Uhr zehn, das Gepäck ist schon auf der Ostbahn. Der Mutter hab ich schon Adieu gsagt, und wie ich mit meinem Alten steh‘, das weißt ja. Ist über Nacht gekommen, die Gschicht bei mir. Komm, jetzt setzen wir uns. Erzähl mir was von den Russen. Gib mir ein paar Tipps.
Gstettner: Du weißt ja noch gar nicht, wohin du kummst.
Hansi: Gar nix weiß i. Aber ich habe nie damit gerechnet, daß ich eingezogen werd.
Gstettner: Fährst vielleicht nicht gern?
Hansi: Aber selbstverständlich, ich bin doch begeistert. Also wos geht vor an der Ostfront, erzähl.
Gstettner: Es gibt nicht viel zu dazöhln. Wirst schon selber draufkommen. Kumm, mochma a Billardpartie.

Hansi: Schau, Ferdl, da sind so viele Gerüchte im Umlauf über diese Partisanen oder wie die heißen. Du weißt eh, die russische Zivilbevölkerung. Sag einmal, wie hobts ihr eigentlich als SS das Problem gelöst?
Gstettner: Partisanen? Damit hob i eigentlich nicht viel zu tun gehobt. Mehr Infanterieangelegenheit. Du wirst damit warscheinlich zu tuan hobn. Dei Stoß.
Hansi: Eigentlich merkwürdig, daß diese Bolschewisten, diese Untermenschen die Courage habn, so an hirnrissigen Widerstond zu leisten.
Gstettner: Brauchst ka Ongst hobn, wir ramen schon auf, wir Einsatztruppen unterm Kaltenbrunner, auf den können wir stolz sein, auf den Kaltenbrunner, wir in der Ostmark.
Hansi: Sag mal, was habt ihr Einsatztruppen eigentlich für a Funktion?
Gstettner: Liquidation der verdächtigen Elemente im besetzten Gebiet. Verdächtig sind alle, vastehst, Russen, Polen, Juden, die gonzen Viecher mit an Wort. Es gibt natürlich verschiedene Möglichkeiten. Zum Beispiel a Lostwogen. A gonz gewöhnlicher Heereslostwogen, äußerlich gar nichts dron zu bemerken. Und wast wos in Wirklichkeit is?
Hansi: Na, wos denn?
Gstettner: A ambulante Gaskammer.
Hansi: In an Lastwogen?
Gstettner: Ja, die Untermenschen werden einmal einepfercht in den Wogn, je mehr, desto besser, wonn die Tür zu is, der Motor rennt, dann strömt automatisch Gas in das hermetisch abgeschlossene Innere des Wogens. Automatisch. Dulli. Wos? Sobald ma donn beim Massengrob anglongt san, Viertelstund, zwanzig Minuten, je nachdem, Löschkolk usw. vurbereitet, san die meisten eh schon hin, bis auf a poar Weiba holt. Des is dei Stoß.
Hansi: Frauen sind da auch dabei?
Gstettner: Frauen, Kinder. Spül, spül, spül.

Gstettner: Daß ma wieder mol a offenes Bier kriagt. So a Urlaub is a Freud.
Hansi: Sag einmal, sind das alles Spione, die ihr da vergasts?
Gstettner: Jeder einzelne. Wie spülst denn, wos host denn, du woarst doch früha a Koryphäe beim Billard.

Hansi: I hab geglaubt, eure Spione, die werden erschossen.
Gstettner: Ja, was auch viel mehr nach meinem Gusto is. I hob dir ja gsogt, wir haben verschiedene Möglichkeiten.

Gstettner: Die Vertülgung als solche is gonz anfoch. Normalerweise hot man sie […] gführt, ausziehn lossn, gleih Wertgegenstände abliefern und donn habn wirs einepfeffert, wonn ana nit glei hin woar, donn hat er an Gnodenschuss krieagt. Kompliziert is es erst nochher wordn. Die gonze Kleidung, Wertgegenstände ordnen und plangemäß abliefern, waggonweis habn wir es verfrachtet, die Wertgegenstände wie Goldzähne usw. ans Finanzministerium, alles plangemäß, fost nie, daß in meiner Abteilung amoil a Unterschlagung vorkommen war, alles hoch anständige Burschen.

Gstettner: Ah, schwoche Nerven? Reisefieber?
Hansi: Nein, nein, schlecht is mir von dem Zeug, dem Süßen.
Gstettner: I muaß gehn, i hob noch a Rendezveus, mit ana Jüdin. Also, reiß di zsamm, vielleicht sehn wir sich in Stalingrad. Heil Hitler.
Hansi: Heil Hitler.


Der Antel-SS-Gstettner erzählt von „Partisanen“, von Frauen zwar auch, aber nicht von „Juden …“ Es werden halt, werden wohl Zusehende denken können, „Partisaninnen“ sein, die zu … so sei es halt in einem Krieg …“

Der Kehlmann-SS-Gstettner ist konkret, er zählt auf: „Juden, Polen, Russen, oder mit einem Wort, wie er sie nennt: „die ganzen Viecher“. Der Kehlmann-SS-Gstettner zählt auf: „Frauen, Kinder“ —

Am Ende des Antel-Bockerers wieder Original-Aufnahmen, diesmal des zerstörten Wiens, Frau und Kind sind u. v. a. m. zu sehen, wie sie Aufräumarbeiten —

und dazu erzählt eine Stimme aus dem Off von dem Ersparen des Weges nach Stalingrad und wieder zurück, vom Kampf des Österreichers, „aber hinhalten haben wir unseren Schädel müssen“ —

Off-Stimme: Kommen sie jetzt zu uns, die Russen, überall kann man sie sehen, überall in Wien, überall. Wir sind eben schon wieder einmal befreit worden.

Wie anders hingegen das Ende des Kehlmann-Bockerers, in dem Karl Bockerer einem aus der psychiatrischen Anstalt Steinhof entsprungenen Österreicher, der, Alois Selchgruber, von sich meint der Überösterreicher zu sein, ihm alles vorhält, was ihm vorzuhalten ist, seine Verbrechen, ihn einen „Massenmordfabriksdirektor“ … Der Kehlmann-Bockerer endet nicht mit

„Wir sind eben schon wieder einmal befreit worden.“

Catholics and protestants and rest of christians choose their abyss

Calvinist Viktor Orbán wollte unbedingt

ein Vorzeigeministrant sein und

gratulierte Donald Trump vor allen anderen zum Wahlsieg, zu dem

haben laut Nachwahlbefragungen christliche Wählerinnen und Wähler maßgeblich beigetragen. Demnach stimmten 54 % der Katholiken für den Republikaner und 61 % der Protestanten und übrigen Christinnen und Christen. Mehr als 60 % der jüdischen und muslimischen Wählerinnen und Wähler stimmten hingegen für die Demokratin Kamala Harris.

„Religion aktuell“, 6. November 2024

Das muß nicht weiter kommentiert werden, es kommentiert sich von selbst. Das ist nur festzuhalten, wer mit mehr als sechzig Prozent für die Demokratie stimmt, wer mit vierundfünfzig und einundsechzig Prozent für …

NS Und in Österreich haben vor allem christliche Männer wieder einen christlich getragenen leader, dem sie vertrauen können, von dem sie meinen, er sei ihnen ein Partner, weil sie mit ihm

against woke agenda teilen, oder zumindest meinen, er teile mit ihnen irgendwas, er, der das Teilen nur in einer Form kennt: sich mitteilen.

O.’s priests don’t pray the rosary in their mess consecrations

Es wird schon so sein, daß in den Messen der Samensegnung O.s Glaubensbrüder keinen Rosenkranz beten, was aber sein kann, ist, daß sie Rosenkränze mit sich führen, ihnen die beads of rosary in ihren mess consecrations volksdienstliche Geräte sind —

Ein Bericht darüber, was O.s Brüder im Glaubensgeiste tun, wenn sie keinen bead beten, ist heute, 5. November 2024, zu hören, in der Radiosendung „Religion aktuell“:

Nach Ungarn. Wo die Erzdiözese Kalocsa-Kecskemét unter der Leitung von Kardinal Balázs Bábel offenbar massive Schwierigkeiten mit der Sexualmoral ihrer Pfarrer hat. Ein Priester ist ausgeflogen, weil er an homosexuellen Orgien teilgenommen hat. Ein anderer steht vor Gericht wegen sexuellen Mißbrauchs von Minderjährigen. Gegen einen weiteren wird ermittelt und wieder ein anderer Pfarrer steht in Verdacht, sich an Kindern vergangen zu haben. Vor kurzem ist auch noch der Sekretär der Bischofskonferenz von Kalocsa-Kecskemét, Tamás Tóth, zurückgetreten. Er soll mindestens einen Pfarrer gedeckt haben.

Ernst Gelegs aus Budapest: Sodom und Gomorra kommen einem in den Sinn, wenn man die Ereignisse der Erzdiözese Kalocsa-Kecskemét verfolgt. Begonnen hat alles damit, daß ein Journalist eines regierungsunabhängigen Online-Mediums die homosexuellen Ausschweifungen eines prominenten und bei der Orbán-Regierung sehr beliebten Pfarrers aufgedeckt hat. Er hat den Pfarrer auf Videos homosexueller Orgien erkannt und darüber in seinem Online-Portal berichtet. Viele Medien haben diese Story übernommen. Der Orbán-Regierung waren diese Berichte so peinlich, daß Ministerpräsident Viktor Orbán auf seiner Facebook-Seite sämtliche Fotos löschen ließ, die ihn mit dem Pfarrer zeigten. Kardinal Bábel hat an das Online-Portal einen Brief geschrieben, worin er volle Aufklärung und Transparenz verspricht. Kaum war der Brief verschickt, ist bekanntgeworden, daß die Staatsanwaltschaft gegen zwei Pfarrer ermittelt, und zwar wegen sexuellen Mißbrauchs von Minderjährigen. Gegen einen Pfarrer ist bereits Anklage erhoben worden, gegen den zweiten wird noch ermittelt, eine Anklage soll aber unmittelbar bevorstehen.

Das Pikante daran ist, daß dieser Pfarrer eine großangelegte Kampagne über die Sexualerziehung von Jugendlichen initiiert, und dafür von der Orbán-Regierung eine Förderung in der Höhe von knapp zweihunderttausend Euro erhalten hat. Aber es kommt noch dicker. Kürzlich ist wieder ein bei der Regierung beliebter und hoch angesehener Pfarrer ins Visier der Staatsanwaltschaft geraten, er soll Minderjährige für Sex bezahlt haben. Und zu allem Überfluß ist jetzt auch noch der Sekretär der Bischofskonferenz von Kalocsa-Kecskemét, Tamás Tóth, zurückgetreten. Ihm wird vorgeworfen, daß er das sexuelle Fehlverhalten von mindestens einem Pfarrer gewußt und zu vertuschen gesucht habe. Tóth hätte Nachfolger von Kardinal Bábel werden sollen. Daraus wird jetzt sicher nichts.

„Tonart F – Macht euch bereit“ – Heldenplatz, im November ’24

Außerdem wurden dort drei Hakenkreuze mit der Überschrift „es ist an der zeit (sic) macht euch bereit“ entdeckt[.]

Woher sie es haben, die Losung, die Parole „Macht euch bereit“, ist nicht schwer herauszufinden, die es auf eine Info-Tafel des S-Bahnhofs Waidmannslust schrieben, sie verrieten es durch die drei Hakenkreuze selbst, wollten es treustolz zu ihrer Ehre verkündet wissen.

nun öffnet die tore und macht euch bereit (lied der motorflieger)
Walter von Müller
flieger sind sieger – neue fliegerlieder,
1941 G SV193 SoldVaterl, TextNoten, 2 Strophen, Tonart: F, Einzigartig

Die Parole „Macht euch bereit“, ein Lied, 1941, festgehalten in „Deutsches Lied“, ist am 28. Oktober 2024 zu lesen, und von einem recht besonderen Lied ist auf dieser Website auch zu lesen, das Männer singen, auf Begräbnissen in Wien, im September in ihrem Jahr ’24, alte Männer, die ahnen, sie sind keine Burschen mehr, aber Burschen wollen sie bleiben, dabei recht gebildet aber, als hätten sie Jahrzehnte der Wissensanhäufung hinter sich

Jene, die im September 2021 auf die Info-Tafel „Macht euch bereit“ mit drei Hakenkreuzen schrieben, müssen recht gebildet sein, vielleicht in steter Verbindung mit gebildeten alten Herren, Burschen, eingeschult, belehrt von alten narbenveredelten Herren in Schaften, die unter Burschen sich selbst wieder recht jung, so recht als Burschen

Es ist nicht das einzige Lied, wie desselben Tages aus dem „Handbuch deutscher Musiker 1933-1945“ zu erfahren ist, das die Parole „Macht euch bereit“ zu singen aus längst verwichener Zeit in die Gegenwart …

K. Fiebig: (Morgenlied) Auf, auf, macht euch bereit (T. E. Leibi)

Wenn am letzten Tage des November in ihrem Jahr ’24 am Heldenplatz in Wien die Losung „Macht euch bereit“ gar vorgetragen, gesungen wird, dann wohl in „Tonart F“ … Was sich die Burschen, seien sie nach Jahren tatsächlich Burschen, seien sie im Gemüte noch Burschen, vom „Morgen“ erhoffen, ist nicht das, was sie sich von ihrem „Morgen“ ersehnen; was sie vom „Morgen“ bekommen werden, in der Gegenwart, ist das, was ihre Vorgängerinnen von der „großen Zeit“ bekamen, und das hat John Heartfield bereits vor 87 Jahren in einer Montage deutlich vor Augen geführt, im Jahr 1937, dazu reichte ihm die Bildunterschrift:

„Macht euch bereit, macht euch bereit, jetzt segeln wir in die GROSSE ZEIT!“

Darüber ist ein Segelschiff zu sehen, dessen Segeln sind „Brotkarte“, „Fettkarte“ … in diesem Segelschiff wieder am Heldenplatz im November ’24 zum Anstellen um Brot …

„[E]her wiederbelebt werden muß.“

Usancen, also Gewohnheitsrecht, sind mir dabei wichtig, auch wenn manches vielleicht sogar eher wiederbelebt werden muß.

„Eher wiederbelebt werden muß“, sagt Walter Rosenkranz am Donnerstag, 24. Oktober 2024, im österreichischen Parlament nach seiner Mache zum ersten Nationalratspräsidenten. Als Mann der Tradition, als Mann des Brauchtums lebt er auch deren Sprüche: „Je eher, desto besser“ … Eher als einen Tag nach seiner Mache zum Nationalratspräsidenten konnte er nicht beginnen mit seiner Wiederbelebung der Burschenschaften, die ihm, Aufgeklärten, „unverzichtbar“, wesentlicher Bestandteil“ —

Walter Rosenkranz ist noch „eher“ als Norbert Hofer dran, dieser brauchte nach seiner Mache zum dritten Nationalratspräsidenten zwei Tage, um „das einschlägig von Freiheitlichen über Burschenschaften Verbreitete recht auswendig gelernt aufsagen“ zu können, das war vor elf Jahren, und elf Jahre später hat sich in Österreich nichts geändert, statt Hofer nun Rosenkranz, statt dritter nun erster —

„Usance“ ist kein deutsches Wort. Deshalb wohl ist es für Walter Rosenkranz unumgänglich ein Wort beizufügen, das ihm ein deutsches Wort, aber nicht nur deshalb, „Gewohnheitsrecht“ soll, so wohl sein Ansinnen, allen einreden, es ist Recht, es ist Gesetz, was doch bloß Gepflogenheit, Brauch, Gewohnheit, gewohnheitsmäßiges Verhalten, vor allem im geschäftlichen Bereich … Es könnte auch gesagt werden, „Usancen“ sind Bequemlichkeiten, Faulheiten, Ausreden. Und daß „Usancen“ kein niedergeschriebenes Recht ist, daß ein „Gewohnheitsrecht“ je kein in einem Gesetzesbuch festgeschriebenes Gesetz ist, hat in Bezug auf Politik seine absolute Richtigkeit. Usancen oder Gepflogenheiten oder Bequemlichkeiten, würden, so wie es Walter Rosenkranz als Recht verstehen und verkaufen will, den Stillstand von Politik, das Ende der Politik, die Auslöschung von Politik bedeuten. Usancen also will Walter Rosenkranz wiederbeleben, er meint, wiederbelebt werden müssen, so manches gar eher — An welche er dabei denkt, das hat Walter Rosenkranz nicht gesagt. An diese wird er wohl auch gedacht haben, der Dank wird ihm dazu wohl verpflichten, seinem Bergführer gegenüber, der ihn nun an die Spitze führte, der doch so auf das gewohnheitsmäßige Verhalten baute, das ihn an die Spitze über der, nach seiner Einschätzung wohl, rosenkranzschen Spitze führen hätte sollen …

Vielleicht weiß er selbst noch gar nicht um alle Usancen, aber bald kommt ein Patriot zu ihm, der recht viel von Usancen versteht, von gesinnungsgemäßen Gepflogenheiten.

Von dem Dritten ist ein Ausspruch aus seiner Laufbahn in Erinnerung geblieben, der unterschiedlich zitiert wird, einmal: „Sie werden sich noch wundern, was alles gehen wird.“ Einmal auch so: „Sie werden sich noch wundern, was alles möglich ist.“ Im Grunde aber gibt es nichts zu wundern, weder darüber, was alles weiter möglich ist, noch darüber, was alles schon wieder geht, dabei ist nicht einmal noch eine Woche nach der Mache vergangen. Und von diesem Gemachten wird, vielleicht, in Erinnerung bleiben: Usancen – manches wiederbelebt werden muß.

Vor fünf Jahren war Norbert Hofer in Ungarn, um sich von einem Patrioten wohl Ratschläge zu holen,

nun kommt dieser Patriot am kommenden Donnerstag, 31. Oktober 2024, in das österreichische Parlament, um Walter Rosenkranz seine Ratschläge — je eher, desto besser — seine Ratschläge persönlich in das Parlament Österreichs zu bringen.

Ein Patriot, der weiß, überbringt Walter Rosenkranz persönlich in das Parlament sein ganzes Wissen, sein Anschauungen etwa zum Antisemitismus, von dem Walter Rosenkranz am verwichenen Donnerstag auch sprach, aber der

Patriot aus Ungarn weiß, darf angenommen werden, es fehlt ihm hier vielleicht noch einiges, um ein Werkzeug

Schneller als eher, desto besser, das war Norbert Hofer vor fünf Jahren einmal, einen Tag nach seiner Mache zum Nationalratspräsidenten mußte er schon in die Steiermark ausrücken, um gesinnungsgemäße Wahrheiten, das auch eine Usance dieser Partei ist, zu verbreiten, im steiermärkischen Wahlkampf …

NS Im letzten Kapitel wurde erzählt, es werde am 9. November eine Demonstration unter der Parole „Macht euch bereit“ geben, die ist nun, wird berichtet, verschoben auf den 30. November … Hier kommt also nicht der Spruch „Je eher, desto besser“ zur Anwendung, für diesen Umzug, der für die rosenkranzsche Partei mit ihrem auf Usancen bestehenden Bergführer in Marsch gesetzt werden soll, vielleicht wurde auch einfach nicht bedacht, wie lange es dauert, sich bereit zu machen, für eine volle Wichs …

Zu der Parole „Macht euch bereit“ wäre noch etwas zu sagen, vielleicht im nächsten Kapitel.

NNS Es soll, auch wenn dies gleich als Gerücht abzutun ist, Zeit sein, je eher, desto besser, eine eigene Fahne für das Parlament Österreichs endlich geben, das Parlament soll auf dieser Fahne durch seine Vertäfelung gleich als Fahne erkennbar sein, und es soll eine Bannerfahne werden, in dieser Gestaltung dann auch nicht etwa mit der peruanischen Flagge verwechselbar, das der Spitze des Nationalratspräsidenten fortan ersparte zu erklären, was für einen Anstecker sie trage.

„Walter Rosenkranz‘ erste Rede als neuer Nationalratspräsident“ und gleich geht er’s an, Gleiches gleich zu behandeln – Aufklärung, der Burschenschaften Not

Da tritt am 24. Oktober 2024 Dr. iur. Walter Rosenkranz hin, als eben gemachter Nationalratspräsident mit dem angesteckten Edelweiß auf seinem Herzen, und spricht, und was er spricht, ist gesprochen durch seine Blume —

Für einen narbenveredelten Recken von rechtem Schrot und Korn wäre es wohl ein Eingeständnis seiner Schwäche, spräche er das Wort „Frau“ aus, so findet er ein anderes Wort, nicht aber um geschlechtsneutral zu formulieren, sondern erst gar nicht die Idee in die Welt zu setzen, eine Frau könnte das werden und sein, zu dem er nun gemacht wurde: Nationalratspräsidentin …

Es wird manchmal behauptet, der Nationalratspräsident sei der zweitmächtigste Mann, sei die zweitmächtigste Person in der Republik.

Für seine gesinnungsgemäße Parlamentspartei muß das ein sie beruhigendes Signal sein, ist sie doch gesinnungsgemäß ganz vom Willen erfüllt, so wenig Frauen wie irgend nur möglich sollen im Parlament sein, auch wenn es vor der Wahl am 29. September 2024 noch verkündet ward:

Dabei hatte [H. K] im Wahlkampf noch getönt, dass das erstmals angewandte „Reißverschlusssystem“, mit dem sich Männer und Frauen auf der Bundesliste abwechseln, Abhilfe schaffen würde.

Tatsächlich schickt [seine Partei] nun aber lediglich 13 Frauen in den Nationalrat. Das entspricht bei insgesamt 57 blauen Abgeordneten nur 23 Prozent.

Die Mannen dieser Partei werden wohl unter „Reißverschlusssystem“ verstehen, Frauen dürfen ihnen den Reißverschluß weiterhin öffnen, wie es eben in Ehen auch nach den Vorstellungen des nun gemachten Nationalratspräsidenten Brauchtum —

„Wir als Partei wollen gesellschaftspolitisch die Ehe als Verbindung zwischen Mann und Frau“, sagte Rosenkranz nach dem Treffen. Der 56-Jährige zitierte dabei Paragraf 44 des Allgemeinen bürgerlichen Gesetzbuches Österreichs, wonach eine Ehe zwischen zwei Personen verschiedenen Geschlechtes geschlossen werden kann, die ihren Willen bekundeten, „Kinder zu zeugen“. Mit Blick auf Homo-Paare sagte der Niederösterreicher: „Ungleiches muss man auch ungleich behandeln.“

Kinder zeugen, Kinder zeugen, zeugen und zeugen — „Geburtenoffensive“ die gesinnungsgemäße Vorstellung seiner Partei,

die auch für weitere ihnen nahestehenden Patriotinnen, die eben erst dafür auch ihre gesinnungsgemäßen Vorstellungen …

[…] will jetzt gegensteuern. Die russische Staatsduma, das direkt gewählte Unterhaus der Föderation, hat jüngst in einer Lesung ein Gesetz akzeptiert, welches „Propaganda von Kinderlosigkeit“ künftig unter Strafe stellt. Das berichtet die oppositionelle Plattform „Dekoder“. Auf einheimische würde eine hohe Geldstrafe zukommen, Ausländern droht sogar eine Haftstrafe sowie die Ausweisung. Im Gegenzug will der Kreml mit eigener Propaganda einen Anstieg der Kinderrate bezwecken. „Dekoder“ berichtet, dass Schüler auf der russischen Insel Sachalin Videos von Abtreibungen schauen mussten, in der Hoffnung, dass eine solche für die Kinder in Zukunft nie infrage kommt. Darüber hinaus wolle das Putin-Regime zeitnah ein Gesetz zur Steigerung der Geburtenrate einbringen. Dies enthalte auch ein Verbot von Kondomen, welches laut „Dekoder“ bereits jetzt diskutiert wird.

Was er als Nationalratspräsident gleich behandeln will: die Burschenschaften, so veröffentlicht am 25. Oktober 2024,

einen Tag nach seiner Mache im österreichischen Parlament —

Grafens und seine Aufklärung über die Burschenschaften scheinen ihm noch recht zu wenig

Oh, was für ein uneingeschränkt agierender Mann wurde am 24. Oktober zum Nationalratspräsidenten gemacht, der bereits bei seinem ersten Hintreten einbekennen muß, er werde zur Seite zu treten …

[…] in Wien und ganz Österreichs einen Dialog mit mir, wie bisher, verweigern, so daß der Besuch wichtiger Veranstaltungen im Parlament, wie die Veranstaltung gegen Gewalt und Rassismus […] oder das Gedenken an die Pogromnacht 1938 vom jüdischen Leben boykottiert werden, so stehe ich nicht an, als Person auf die Seite zu treten […] es werden sicherlich mit meinen Stellvertretern, mit meinen beiden Präsidenten, wird es ganz bestimmt eine Lösung dafür geben.

Walter Rosenkranz nennt sich nur dann selbst „Person“, wenn es um auf die Seite treten geht, hier will er nicht Mann sein, Männer treten nicht auf die Seite, ein Mann geht nur zur Seite, wenn er … Es sind auch keine Personen seine Stellvertretungen, ein Mann wie Rosenkranz hat nur Stellvertreter, ein Mann mit „meinen beiden Präsidenten“, das österreichische Parlament hat seit seiner Mache zum Nationalratspräsidenten keine Präsidentin, und der Präsident, der mit Vornamen Doris heißt, nun, irgendwo, wenn auch nicht in Österreich, wird Doris auch ein männlicher Vorname sein; so gibt es für Mannpersonen ihrer Gesinnung stets eine Erklärung, wenn nach einer solchen verlangt …

Wo wird er, Walter Rosenkranz, am 9. November ’24 gewesen sein, wenn eine Demonstration mit dem Motto „Macht euch bereit“ stattgefunden haben wird,

für seine „Spitze“, wie er sie in seiner Rede nennt, die ihn für das Amt des ersten Nationalratspräsidenten nominiert habe …

wird er wie ehedem einen Spaziergang seiner Spaziergänge machen? Allein, für sich, vielleicht im Prater oder auf der Parlamentsrampe, in solidarisch stiller Anteilnahme?

Es werden an diesem 9. November wieder viele Fahnen geschwenkt worden sein, wie jetzt schon geschwenkt werden, auch für ihn, Walter Rosenkranz, Flaggen, die auch ein Telegram sein können, wie jene Telegramflagge von der Strippe desselben Tages gleich rapportiert, als Vollzugsmeldung an ihren Chef:

Wir haben den 1. NR Präsident!

Verziert, geschmückt nicht mit einem Edelweiß, aber mit einem Handzeichen, das in der rosenkranz’schen Parlamentspartei vor und nach dem Falten der Hände zum Gebet und vor allem nach dem Aufhalten der Hände der Bitte um Gebet die Finger verrenkt, wenn ihr gegeben …

NS Aus seinem Antritt wird das, worüber in einem weiteren Kapitel zu sprechen sein wird, besonders zu merken sein:

Usancen, also Gewohnheitsrecht, sind mir dabei wichtig, auch wenn manches vielleicht sogar eher wiederbelebt werden muß.

Rosenkranz‘ Libertas

Nun ist er, Walter Rosenkranz, also zum ersten Nationalratspräsidenten gemacht worden, am 24. Oktober 2024, würdiger für Österreich, ehrenreicher für Österreich kann kein anderer Mann sein, als er, Walter Rosenkranz, dessen Niveau der Fellner spiegelt und

dessen Vorbild ein deutschnationaler Antisemit, oh, wenn dieser deutschnationale Antisemit das noch erleben hätte dürfen, daß einer in Österreich, dem er deutschnationales und antisemitisches Geistesvorbild ist, zum ersten Nationalratspräsidenten gewählt wird, am 24. Oktober 2024, wie hätte er gesinnungsgemäß gejauchzet.

Natürlich hätte er nicht gejauchzet, sondern er, Sohn eines bankrotten Seidenzeugfabrikanten, mit vorzüglichster Bildung, wäre wohl zur Feier zu einem Mozart in den Musikverein geeilt, die der nun gemachte Nationalratspräsident mit ihm teilt, mit dem „Mitgründer des Mozarteums“,

[…] ich habe an sich einen unbekannten Politiker wieder aus der Vergangenheit herausgenommen nicht nur seine schulische Tätigkeit sondern auch seine Leistungen auf dem Gebiet des der Musik Mitgründer des mozarteums in Salzburg und so weiter also das sind alles Eigenschaften die mir sehr nahe gehen […]

die Musik, Mozart, auch Mozart, dessen Musik, die Musik ihres zu ihrem Arischen hinuntergezogenen Mozart den nationalsozialistischen Menschen recht nahe

Würdiger als Walter Rosenkranz kann auch keine Nachfolgerin von Wolfgang Sobotka sein, wie diesem wird es ihm eine Ehre sein, die Rechtbesten in das Parlament einzuladen

Darein wird ihm nicht Wolfgang Sobotka allein ein Vorbild sein, sondern auch seine Parlamentspartei, die weiß, Rechtbeste zu sich ins Parlament zu laden — Wie recht er, Wolfgang Sobotka, am 24. Oktober 2024 zum Abschiede gesprochen hat, daß es unbedingt zu zitieren ist, das von einer Maschine automatisch erzeugte Transkript:

Schritte und zum Schluss zum Schluss sie kennen das es war mir ein großes Anliegen aus einem persönlichen familieng geschichtlichen Erlebnis heraus aus einer Haltung die ich als Lehrer und das Pädagoge als Historiker an den Tag gelegt habe den Kampf gegen Antisemitismus weil er antidemokratisch ist und diese Haltung muss uns allen ein Bewusstsein sein wenn wir hier uns im Parlament versammeln egal ob er von der rechtsextremen

von der linksextremen W es heute antizionistisch und antiisraelisch ist ober von der Migration kommt oder besonders bedenklich aus dem feton dort wo aus der Mitte der Gesellschaft kommt wo scheinbar dieses Gift dieses Antisemitismus dass wir seit 2000 Jahren das Judenhass kennen sich einsch und wiederum versucht eine wissenschaftliche Begründung dahinter zu legen die es nicht gibt dann wird Israel als Anti ein apatheitstaat denonziert oder als postkoloniales Geschöpf bei aller Kritik die notwendig ist auch zu Israel braucht es hier ein klares Bekenntnis eine klare Trennlinie und daher ist es unerträglich wenn am 9 November zu einer Demonstration aufgerufen wird wo wir wissen im Gedenken an die D hier zu einer Demonstration ganz anderen Inhalts aufgerufen wird da ist jeder andere Tag recht aber nicht dies und ich sag das auch hier und ich hier mit ein Brief geschrieben weil die Berichterstattung zum 7 Oktober 2023 2024 an der Haltung wirklich zweifeln lässt was man hier angestellt hat dass man unwidersprochen zum Teil Antisemitismen öffentlich dargestellt hat den Repräsentanten der Palästinenser dort zu Wort kommen ließ die Antwort und ich bitte darum dass man dementsprechend das auch in dem Stiftungsrat in den anderen grämien diskutiert das braucht Österreich um diese Wachsamkeit nicht der zu erliegen zum Schluss ich wünsche dem Parlament dem Nationalrat ihnen wirklich viel Kraft viel Ausdauer viel Freude sehen sie nicht das Glas halble leer sondern immer halbvoll in ihren Bemühungen es lebe die Republik Österreich es lebe unser Parlament und ich freue mich dass ich jetzt den Vorsitz an den neugewählten Präsidenten übergeben darf dem mich mit den selben wünschen begleite ich räume das Feld lieber Walter wie heißt es so schön the florss Standing Ovations für den abtretenden Nationalratspräsidenten von seiner Fraktion die Freiheitlichen applaudieren nicht die SPÖ applaudiert aber sie bleiben sitzen ebenso die Neos und die Grünen das war noch einige mahnende Worte von wolfgang Sobotka der sich noch bedankt

Ach, wie stolz war Wolfgang Sobotka selbst noch bis vor ein paar Jahren, dabei zu sein, wenn die Plakette nach dem „österreichischen Streicher“ vergeben wurde, dann aber war es Zeit, den Antisemitismus zu verbergen, schließlich stand die größte Zeit aller Zeiten bevor, eine christschwarzblaue Bundesregierung

NS Und wieder einmal kam einer dieser Parlamentspartei im Parlament auf einen Stimmenanteil, den eine aus dieser Parlamentspartei bei einer Wahl

außerhalb des österreichischen Parlaments noch nie bekam, nämlich 61,7 %, außerhalb des österreichischen Parlaments bekam kein Kandidat dieser Partei je noch eine absolute Mehrheit, kam keine Kandidatin noch über fünfzig Prozent, nur bei Wahlen im österreichischen Parlament kommt ihr Personal weit über fünfzig Prozent, wobei allerdings die Frage zu stellen ist, ob denn das eine „Wahl“ zu nennen ist oder nicht einfach eine „Mache“

Agenda der schellhornesken Austria

Wirklich eilig scheinen es die Parteichefs ja nicht zu haben, das Land in eine bessere Zukunft zu führen.

So beginnt Franz Schellhorn seine Kolumne im „Profil“ am 21. Oktober 2024 mit dem Titel „NEOS: Netter Passagier am schwarz-roten Geisterschiff“.

Wenn „bessere“ durch „hayek’sche“ ersetzt wird, dann ist es auf den Punkt gebracht, welche „Zukunft“ Franz Schellhorn für das „Land“ Österreich, „für die Menschen in Österreich“ vorschwebt. Und wie harmlos, gar nett Franz Schellhorn dies formuliert, wenn er schreibt:

Dabei würde das Land nichts dringender brauchen als eine engagierte Reformkoalition. Eine Regierung, die das aus dem Ruder laufende Budgetdefizit unter Kontrolle bringt und dem Ausgabenrausch des Staates ein Ende setzt, ohne gleich den gesamten Sozialstaat mit der Kettensäge zu zerstören. Eine Regierung, die Rezepte gegen die illegale Zuwanderung findet, endlich den Bildungssektor entschlossen reformiert und die steuerlichen Anreize so setzt, dass wieder mehr Menschen mehr arbeiten und damit den Wohlfahrtsstaat finanzierbar halten. Eine Regierung, die erkennt, dass Wohlstand nicht durch höhere Staatsausgaben und neue Steuern entsteht, sondern durch verlässliche Budgets, niedrigere Steuern und mehr unternehmerische Freiheit.

„Dass wieder mehr Menschen mehr arbeiten“, schreibt Franz Schellhorn. Dabei gab es in Österreich noch nie so viele Beschäftigte, einen Beschäftigungsrekord, eine Erwerbsquote von 78,2 %, eine Erwerbsquote, die seit mehr als zehn Jahren kontinuerlich ansteigt, wie die Statistik Austria vorlegt. Aber Franz Schellhorn ist ja nicht ein Angestellter der Statistik Austria, sondern „Direktor“ der „Agenda Austria“, und Statistik ist nicht die Agenda der „Agenda Austria“, der „Austria“ Agenda sind „niedrigere Steuern und mehr unternehmerische Freiheit“, mit einem Namen, die Agenda der Agenda für Austria ist: „Friedrich August von Hayek“ …

„Dass wieder mehr Menschen mehr arbeiten“, schreibt Franz Schellhorn, „mehr arbeiten“ heißt schellhornesk wohl auch noch mehr „Überstunden und Mehrstunden“ zu leisten. Im letzten Jahr wurden laut Statistik Austria rund 180 Millionen Überstunden in Österreich geleistet, davon wurden laut einer Sonderauswertung der Statistik Austria über 46 Millionen Mehr- und Überstunden nicht bezahlt … Noch mehr „unternehmerische Freiheit“ ersehnt sich Franz Schellhorn …

Glaubt irgendjemand, dass eine Dreierkoalition aus ÖVP, SPÖ und NEOS diese Reformregierung sein wird? Eben. Sie wäre mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit das Gegenteil davon.
Das liegt insbesondere an der SPÖ. Während ÖVP und NEOS in vielen Punkten auf einer Linie liegen, lebt SPÖ-Chef Andreas Babler politisch in einer anderen Galaxie. Und nicht nur er: Die Partei ist noch nicht in diesem Jahrhundert angekommen […] Die Schnittmenge dieser Dreierkoalition wäre folglich eine denkbar kleine […]
Das haben sich weder die Bewohner dieses Landes verdient, noch die an der Regierung beteiligten Parteien. ÖVP und NEOS sollten sich dem politischen Todeskampf entziehen, eine Minderheitsregierung bilden und im Parlament für ihre politischen Reformvorhaben Mehrheiten bei SPÖ und FPÖ suchen.

Wie sollen es ÖVP und NEOS als „Minderheitsregierung“ schaffen für die Franz Schellhorn vorschwebenden „Reformvorhaben“ Mehrheiten im Parlament zustandezubringen,

ausgerechnet mit einer SPÖ, die, so Franz Schellhorn, „in einer anderen Galaxie“ … Er, Franz Schellhorn, auch wenn er freundlicherweise die SPÖ hier einbezieht in seine Vorschwebe, weiß und meint einzig die FPÖ, die im Parlament für seine ihm vorschwebenden „Reformvorhaben“ für Mehrheiten zu haben wäre, sitzt doch jetzt mit K. eine Geistesverbündete dieser Agenda im Parlament, eine hayek’sche Geistesverbündete, die in diesen Tagen in Medienberichten stets und schlicht als „Ökonomin“ vorgestellt wird,

damit wohl zu ihrem besten Vorteil verkauft wird, für den sie keine Anzeigenpreise zu bezahlen hat, es in den Medienberichten keinen Hinweis gibt, daß es sich dabei um einen Einwortwitz —

Ökonomin K. wird, so wird wohl die schellhornsche Rechnung gehen,

als Geistesverbündete den abgeordneten Mitgliedern ihrer Parlamentspartei,

deren Wirtschaftsprogrammchefin sie einfach wie kurz genannt werden könnte, den schellhornesken

„Reformvorhaben“ für eine hayek’sche Zukunft des Landes Zustimmung verordnen.

Und wenn Franz Schellhorn selbst vom „Geisterschiff“ schreibt, ist es unumgänglich, die „schwimmenden Städte“ zu erwähnen, die im Geist von gewissen „Milliardären“ schiffen,

in diesen Wasserstädten ist für Franz Schellhorn ein Platz als Passsagier nicht leistbar, aber er kann es in eine solche Wasserstadt schaffen, denn viele Arbeitende wird es in den wassergelassenen Städten brauchen, es werden erste Läufer und Mitläuferinnen zwischen den Wasserlegohäusern gebraucht werden, in diesen ins Wasser gelassenen Städten, auch Algenerntehelferinnen werden gebraucht werden, „ohne Mindestgehälter“, dafür „ohne Steuern“ für —