Das Niveau der Fellner

Es gibt Figuren, und zu denen gehört Gerald Grosz, die können aus einem Roman, einfach wie kurz gesagt, nicht verbannt werden, weil sie eben in dieser Wirklichkeit immer und überall auftauchen, und sie machen es für ihre Herren, für ihre Herren „machen sie es ohne“, wie die Mariedl in den „Präsidentinnen“, die mit bloßen Händen Klos ausräumt, das ihre Leidenschaft ist, so machen es Figuren wie Gerald Grosz, die mit bloßen Händen Kanäle verstopfen, das ihre einzige, größte Leidenschaft ist.

Figuren wie Gerald Grosz machen es ohne nicht bei ihren Herren zuhause, sondern, sie wollen dabei gesehen werden, öffentlich, beispielsweise im Fernsehkanal der Fellner, der von ihnen „oe…“ abgekürzt für Österreich …

Und auch heute, am 22. Oktober 2024, wieder durfte einer Figur wie Gerald Grosz zugesehen werden, wie sie es ohne macht, Figuren aber wie Gerald Grosz ist es zu wenig, nur gesehen zu werden, wie sie es ohne machen, sie wollen dabei, wie sie es ohne machen, auch gehört werden:

Moderatorin der Fellner: So also die Worte von Bundespräsidenten Alexander Van der Bellen – Gerald Grosz bei mir im Studio zu Gast. Hallo, lieber Gerald. Ja, jetzt haben wir sie gehört, wir haben uns schon angenommen, eigentlich übergibt er den Regierungsbildungsauftrag an Karl Nehammer. Was sagst du denn zu seinen Worten?
Niveau der Fellner: Er spricht davon, daß der Bundeskanzler im Nationalrat von einer Mehrheit gewählt werden muß. Wär‘ mir neu. Ich war wie Alexander Van der Bellen im Nationalrat. Wir haben in der gesamten Geschichte der Zweiten Republik keinen Bundeskanzler gewählt. Und Bruno Kreisky wurde auch nicht als Bundeskanzler gewählt, sondern war der Bundeskanzler einer mehrjährigen, langjährigen Minderheitenregierung, das heißt […]

erstens, Bundespräsident Alexander Van der Bellen hat heute, am 22. Oktober 2024, mit keinem Wort davon gesprochen, ein „Bundeskanzler“ müsse im Nationalrat von einer Mehrheit gewählt werden. Und zweitens, Bruno Kreisky war nicht der Bundeskanzler einer „mehrjährigen, langjährigen Minderheitenregierung“. Eineinhalb Jahre sind weder „mehrjährig“ noch „langjährig“. Die Minderheitsregierung dauerte, um genau zu sein, vom 21. April 1970 bis 4. November 1971.

Figuren wie Gerald Grosz können die Bedeutung von Wörtern wohl auch nicht mehr mit konkreten Beispielen begreiflich gemacht werden, und ein Roman kann nicht ein Lehrbuch für Figuren wie Gerald Grosz sein, damit wäre die Intention des Romans verfehlt, und darüber hinaus, Figuren wie Gerald Grosz in einem gewissen Alter lernen auch nichts mehr, das haben sie gemein, diese Figuren, auch wie jene, die in Krems zur Schule ging — Dennoch zwei oder drei konkrete Beispiele, wann von „langjährig“, von „mehrjährig“ gesprochen werden kann:

Es gibt die Altersrente für langjährig Versicherte und die für besonders langjährig Versicherte. Für die Altersrente für langjährig Versicherte benötigen Sie 35 Versicherungsjahre, für die Altersrente für besonders langjährig Versicherte 45 Versicherungsjahre.

Während die Auslegung des Begriffs „mehrjährig“ sich aus dem Wortlaut ableiten lässt (mehrjährig = mehr als ein Jahr = mindestens zwei Jahre), kann bei dem Begriff „langjährig“ nicht unbeachtet bleiben, in welcher Beziehung er steht. „Langjährig“ ist jedenfalls mehr als „mehrjährig“, sodass mindestens ein Zeitraum von drei Jahren zu fordern ist.

mehrjährig = „mehr als ein Jahr“ = mindestens 2 Jahre
langjährig = mehr als „mehrjährig“ = mindestens 3 Jahre

Einem weiteren Mann mit kremsischer Schulvergangenheit ist es eine Ehre, mit dem Niveau der Fellner auf einem Foto abgelichtet zu sein, es ist ihm eine solche Ehre, daß er dieses Bild selbst verbreitet, auf der Konzernplattform Facebook, am 6. Oktober, eine solche Ehre, die er nicht verbergen will, alle sollen es wissen, das soll wohl seine Botschaft sein, sein Niveau spiegelt das Niveau der Fellner wider.

Und dieses Niveau der beiden Mannen soll am kommenden Donnerstag, dem 24. Oktober 2024, im österreichischen Parlament die höchste Weihe erfahren …

Ein solches Niveau zieht gesinnungsgemäß unweigerlich Niveau an, wie ein Beispiel auf der Konzernplattform X vom 21. Oktober 2024 illustriert, von einer weiteren Figur, Christian Bauer, der dem Niveau der Fellner direkt antwortet, nicht mit Worten, dafür mit einem Bild …

Dieses Niveau, beispielhaft von diesen drei Figuren vertreten, wird, wenn die eine am kommenden Donnerstag tatsächlich zur Präsidentin gemacht werden wird, ab dem 25. Oktober 2024 auf höchster staatlicher Ebene im Inland wie im Ausland auch mehrjährig, langjährig, fünf lange Jahr lang oe

Österreichs Fortschritte

Das sind doch Österreichs Fortschritte zu nennen, wenn im Jahr 2024 nicht eine Antisemitin zur ersten Nationalratspräsidentin gewählt werden wird, am kommenden Donnerstag, 24. Oktober 2024, wie im Jahr 1945, als der „österreichische Streicher“ zum ersten Nationalratspräsidenten gewählt wurde, im Jahr 1945,

als es endlich mit den Massenmorden des deutschen reiches nicht aus dessen eigenem Willen zu Ende war, dessen Hauptstadt nicht Berlin, sondern Auschwitz war,

als sein Wille endlich beendet wurde, der industriellen Menschenvernichtung, die seit damals mit Mauthausen im fortschreitenden Österreich für Menschen, die zu Demonstrationen nach Österreich anreisen, nicht ihre gesinnungsgemäße Anziehung verloren hat.

Das sind doch wahrlich Fortschritte Österreichs zu nennen, wenn am 24. Oktober 2024 nicht ein Antisemit zum ersten Nationalratspräsidenten gemacht werden wird, sondern einer, Walter Rosenkranz, dessen Vorbild ein Antisemit ist, wie er, als er hoffnungsreich davon träumte, österreichischer Bundespräsident zu werden, bekundete, in einem Alter, dem Reife zugesprochen wird, vor gerade einmal zwei Jahren:

wir wollen sie auch als Person kennenlernen immer wieder haben sie in den vergangenen Jahren eine Person genannt wenn man sie nach ihrem Vorbild gefragt hat den Politiker Julius Silvester das ist ja mittlerweile eher unbekannter Salzburger Politiker bei der einzige wirkliche staatsnotar in deutschen nationaler Abgeordneter und Präsident des Abgeordnetenhauses er war so wie sie Burschenschafter bei der liebertasse auch in glühender Antisemit warum nehmen sie sich so eine Person als Vorbild nicht nur das wenn Sie den Antisemitismus weglassen es insbesondere auch in mein Gymnasium in Krems gegangen hat dort maturiert er ist auch dort auf der Gedenktafel eingraviert kann man den Antisemitismus einfach so das mache ich auch nicht und wenn sie auch mein Interview dass ich zum Beispiel der Zeitung Falter gegeben habe gelesen hätte dann ist es das was ich bei ihm ausklammere selbstverständlich das heißt den Antisemitismus können Sie auch bei einem Vorbild ausklammern das war damals auch wie gesagt es gibt so viele Parallelen mit ihm dass ich es an sich durchaus damals als ich diese diesen Namen auch bei der parlamentsvorstellung auf der Homepage gegeben hat ich habe an sich einen unbekannten Politiker wieder aus der Vergangenheit herausgenommen nicht nur seine schulische Tätigkeit sondern auch seine Leistungen auf dem Gebiet des der Musik Mitgründer des mozarteums in Salzburg und so weiter also das sind alles Eigenschaften die mir sehr nahe gehen bis auf den Antisemitismus Antisemitismus ist ein ganz großes Thema in Österreich der Bundespräsident ist ja auch sowas wie das moralische gewissen eines Landes wie groß sind sie denn die Antisemitismus Gefahren Österreich ich sehe die antisemitismusgefahr durchaus groß aber ich glaube es nicht dass es unbedingt jetzt von Rechten rechtsextremen Kreisen kommt die hervorbeschworen werden sondern es gibt durchaus auch einen politischen Islam der ebenfalls antisemitische Tendenzen hat und auch verdrängt auch Linksextremisten die auch bei Demonstrationen sagen wenn es zum Beispiel um den Staat Israel geht und das Verhältnis zu Palästinensern die ebenfalls antisemitische Klischees bedienen all diese Formen des Antisemitismus gibt es nur ein paar Fakten zu bringen die es realitische Kultusgemeinde hat eine Meldestelle die überwiegende Anzahl 48 Prozent der Meldungen betreffen da wenn es um ideologischen Hintergrund geht rechten Antisemitismus erst dann kommt lange nichts dann kommt der linke Antisemitismus dann kommt der muslimische ist aber auch diese ethische Kultusgemeinde sieht auch 270 Fälle von Antisemitismus mit Corona Bezug vor allem online aber auch bei Demos sie selbst sind ja auch bei corona-demos aufgetreten sind sich das da auch als Problem ich habe es auch nicht gesehen also ich habe gesehen dass Menschen dort die israelische Fahne getragen haben und manche Menschen haben in einer aus meiner Sicht sehr überspitzten Art und Weise die Frage der Ausgrenzung als ungeimpfter verglichen mit der verfolgung von Juden im Dritten Reich im Nationalsozialismus das ist mit Sicherheit ein überzogener Vergleich und das würde auch die Verbrechen des Nationalsozialismus verharmlosen überzogen nennen sie das eindeutig überzogen es würde sogar die Verbrechen verharmlosen an welchen Wahlziel sollen wir sie denn das kommen wir schon zum Schluss eigentlich am 9 Oktober messen sie wollen in die Stichwahl das ist klar aber wie viele Prozent müssten sie denn oder wollen Sie dafür erreichen ersten Wahlgang hat den Norbert Hofer 2016 35 Prozent die FPÖ liegt zurzeit Job plus minus 20 Prozent in den Umfragen weil das eine Hürde für Sie oder wäre es das Ergebnis von Barbara Rosenkranz nicht verwandt 2010 wo sie 15 Prozent gegen Heinz Fischer erreicht hat wo taxieren wird es ist weder noch ist sie eine komplett neue Ausgangssituation es gibt einen Amtsinhaber

Dies ist ein automatisch erstelltes Transkript des Interviews in der Nachrichtensendung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks Österreichs aus 2022, das seine heiteren Seiten hat, wenn die Maschine etwa „Libertas“ „Liebertasse“ schreibt, oder den Namen „Sylvester“ „Silvester“ —

Das ist das Feuer der Tradition in Österreich, weitergetragen, behütet und geschürt, nicht zu sehen, was zu sehen nicht gewollt ist, in rosenkranz’schen Worten: auszuklammern, was auszuklammern ist, und wenn ausgeklammert ist, was auszuklammern ist, dann kann alles gemacht werden,

was alles nur gemacht werden kann, zum Beispiel ein Nationalratspräsident, von allen, in Österreich gemacht werden, genauer, in diesem Fall nicht nur von der rosenkranz’schen Partei, sondern auch von ÖVP, SPÖ, Neos …

Auch wenn es eine Wahl ist, im Parlament, so muß es doch ein weiteres Mal gesagt werden,

bei Wahlen außerhalb des Parlaments, wie das hoferische Beispiel zeigt, wie das rosenkranzische Beispiel zeigt, werden sie nichts,

außerhalb des Parlaments werden sie nicht zum Präsidenten gewählt, werden sie nicht zur Präsidentin gewählt, aber im österreichischen Parlament werden sie zu Präsidenten gemacht

wie es am kommenden Donnerstag wieder ein Fall sein wird, der in Österreich gefeiert werden wird können, als Tag der Fortschritte, als Tag der Lehre aus der Geschichte,

denn siehe, kein Antisemit wird zum Präsidenten, sondern ein Mensch demütig reich an Idolen … wie eben Dr. iur. Julius Sylvester, zu dem auf der Website des österreichisches Parlaments am 21. Oktober 2024 gelesen werden kann:

Vater: Karl Alexander S., Seidenzeugfabrikant (Konkurs der Fabrik 1861)

1899-1908 Vizepräsident der Advokatenkammer Salzburg; 1886 Gründer der Ortsgruppe Salzburg des Schulvereins für Deutsche (1889 behördlich aufgelöst); 1887 Mitgründer und bis zur behördlichen Auflösung 1893 Obmann des „Germanenbund“ in Salzburg; seit 1894 Obmann des Verbands alter Burschenschafter Österreichs „Wartburg“ (mehrfach Umbenennung wegen behördlicher Auflösung und Neugründung); 1903 Gründungsmitglied des Salzburger Hochschulvereins; 1915-1922 Präsident der Internationalen Stiftung Mozarteum in Salzburg

Das rosenkranz’sche Vorbild Mitgründer und Obmann des Germanenbundes: aufgelöst, das rosenkranz’sche Vorbild Gründer der Ortsgruppe Salzburg des Schulvereins für Deutsche: aufgelöst, das rosenkranz’sche Vorbild Obmann des Verbands alter Burschenschafter Österreichs Wartung: aufgelöst

Und auf „Salzburg Wiki – Salzburger Nachrichten“ ist am 21. Oktober 2024 zu lesen:

Sylvester trat bereits 1874 der Burschenschaft Teutonia Wien bei und etablierte sie später als antisemitische Verbindung. 1881 wurde er Mitglied der Burschenschaft Libertas Wien. Nach seinem Umzug nach Salzburg im Jahr 1886 machte er die Stadt zum gesamtösterreichischen Zentrum der antisemitischen Ideologie im Geiste Georg von Schönerers, der die Juden für die negativen Begleiterscheinungen des Liberalismus verantwortlich machte. Der deutschnational gesinnte Politiker Sylvester war selbst ein bekennender Antisemit, der den Antisemitismus in Salzburg zu verstärken wusste. Dr. Sylvester war nicht nur Vizebürgermeister sondern auch Mitglied des Antisemitenbundes, Obmann des „Germanenbundes“ und des „Kyffhäuers-Bundes“. Nach dem Erwerb des Zeller Schlössls in Zell am Wallersee in Seekirchen, baute er dieses zu einer Villa mit Strandbad aus. Er besaß in Seekirchen-Bayerham auch eine Gastwirtschaft. Als Strandbadbetreiber und Gastwirt war er von der Frage der „judenreinen Sommerfrische“ direkt betroffen. Die Verfolgung der jüdischen Sommergäste war in den Gemeinden rund um den Wallersee besonders ausgeprägt.[1] Sylvester verstarb 1944 in seiner Villa in Zell am Wallersee und liegt auch dort begraben. Ehrungen Die Internationale Stiftung Mozarteum, der er von 1915 bis 1922 als Präsident vorstand, ernannte ihn nach seinem Rücktritt am 7. Dezember 1922 zum Ehrenpräsidenten, von der Universität Wien erhielt er 1927 die Ehrendoktorwürde verliehen. Die Stadt Salzburg ernannte ihn mit Diplom vom 11. Juni 1901 „in dankbarer Anerkennung der vielen um die Stadt Salzburg als Reichsratsabgeordneter erworbenen Verdienste, insbesondere in Würdigung der hervorragenden und ausgezeichneten Tätigkeit für den nunmehr gesicherten Bau der für Stadt und Land Salzburg so hochwichtigen Tauernbahn“ zu ihrem Ehrenbürger und 1945 zum Namensgeber der Dr.-Sylvester-Straße. In Anerkennung seiner Verdienste verliehen ihm die Pongauer Gemeinden Wildbad Gastein und Schwarzach ihre Ehrenbürgerschaft.

Das rosenkranz’sche Vorbild ein hehres Vorbild, ist dieses doch nach wie vor Ehrenbürger von Gastein, von Schwarzach, von Salzburg, in der es auch die Dr.-Sylvester-Straße nach wie vor gibt, die Stadt Salzburg das Vorbild des Walter Rosenkranz 1945 mit einer Straße ehrte — 1945, ja, in der Zeit, gleich nach dem Untergang bekamen die Edelsten des Landes Straßen und Plätze nach ihnen benannt.

Gleich nach dem Untergang wurde auch der Edelste, der „österreichische Streicher“, zum Ehrenbürger von Wien ernannt, und daß nach ihm Plätze und Straßen …

„Der deutschnational gesinnte Politiker Sylvester war selbst ein bekennender Antisemit, der den Antisemitismus in Salzburg zu verstärken wusste. Dr. Sylvester war nicht nur Vizebürgermeister sondern auch Mitglied des Antisemitenbundes, Obmann des „Germanenbundes“ und des „Kyffhäuers-Bundes“.

„Nach seinem Umzug nach Salzburg im Jahr 1886 machte er die Stadt zum gesamtösterreichischen Zentrum der antisemitischen Ideologie im Geiste Georg von Schönerers, der die Juden für die negativen Begleiterscheinungen des Liberalismus verantwortlich machte.“

Das würde das Vorbild wohl kränken, müßte es lesen, daß sein ihn als Vorbild Sehender als „Liberaler“ in diesem Land gilt, es würde ihm wohl Beweis sein, wie einflußreich und wie recht dagegen anzugehen …

Anzugehen hat Norbert Hofer, ist an diesem 21. Oktober 2024 in seiner Presseaussendung als Nationalratspräsident III zu lesen, gegen „politische Agitation ohne jegliche Grundlage“, mit der er für Walter Rosenkranz eintritt … Und zu Hofer fällt unweigerlich des rosenkranz’schen Vorbilds Geist Georg Schönerer ein mit seiner Parole „Los von Rom“, die ein Hofer aus Südtirol für sich wieder in der Zeit, die anderen die Gegenwart ist, ausgrub, und der

Hofer aus Nichtsüdtirol hat seine kleine Variante von dieser Parole umgesetzt: Los von Wien und ist nun in einem Ländchen fort von

Sein Eintreten, um zu einem Schluß zu kommen, für jenen, dessen Vorbild Sylvesters Geist ist: „Walter Rosenkranz ist durch und durch Demokrat“

Durch und durch also sei Walter Rosenkranz, so Hofer, Demokrat, das besagt nichts, gar nichts, wollen doch heute alle nur eines sein: durch und durch Demokraten, ganz gleich, was die, die durch und durch Demokratinnen sein wollen, unter Demokratie verstehen und in Demokratien realisieren wollen, das weiß auch ein Hofer aus erster Hand ganz recht, ist er doch jetzt ihm ganz nah, fort von Wien, ihm so ganz nah, der von sich selbst nichts anderes sagte, als das, er sei durch und durch Demokrat

Und von Norbert Hofer würde dieser Demokrat, der ihm jetzt so nah, auch nichts anderes sagen, als ebendas, er sei durch und durch —

Wie werden identitäre Fahnen dem Coronademonstrationsburschen Rosenkranz dann erst recht reichfreudig vom Straßenrande gewunken und Ständchen der Altschaften dargebracht werden, wenn er zum Parlamentsspaziergänger

Nein, er, Walter Rosenkranz, wird nicht zum Parlamentsspaziergänger gewählt werden,

sondern zum Präsidenten

so wird es auf seinem Stuhl im österreichischen Parlament stehen: „Erster Nationalratspräsident“ — Nomininiert dafür von seiner identitären Parlamentspartei, angekündigt von den Parteien ÖVP, SPÖ und NEOS, einen aus der patriotischen

so recht reichfreudig werden am kommenden Donnerstag, 24. Oktober ’24, die identitären Fahnen ihm vom Straßenrande aus gewunken werden, wenn er gewählt worden sein wird zu einem, dem die Straßen identitär zu beflaggen sind

Und was für Ständchen, die schon die Alten sungen, werden ihm dann erst recht seine Burschen im Scheine der Fackeln nächtens unter seinem Balkone darbringen und wie,

ebenso adrett trachtgeputzt, seine Mädeln einstimmen und was für

Hymnen reichfreudig wird die Liederpostille drucken, daran erinnern, wie es war, in den schweren Zeiten des Kampfes, als er, Walter Rosenkranz, selbst noch mußte die Fahne tragen, sie schwenken,

seinem geführten Gebirgsführer den Weg bahnen

Block

fpö-nein-weil wird von Peter Sichrovsky blockiert, wird an diesem 19. Oktober ’24 mitgeteilt, und das kann gut verstanden werden, gab es doch schon zu den Zeiten, als Peter Sichrovsky für diese Parlamentspartei seinen Stuhl bekam, als Generalseketrär und als Abgeordneter dieser Parlamentspartei, genügend Gründe für ein Nein zu dieser Partei,

überreiche Gründe für ein Nein zu dieser Partei im Grunde bereits seit der Wiedergründung dieser Partei …

Über das Herzige des Blockierens muß nichts mehr geschrieben werden, kurz ist es her, daß in einem Kapitel davon wieder einmal zu erzählen war, wie rührend es von jenen ist, die blockieren …

Geradeso, als ob durch das Blockieren die mannigfachen Gründe für ein Nein zu dieser Partei aus der Welt wären, blockiert Peter Sichrovsky fpö-nein-weil, mag er jetzt mit dieser Partei noch etwas direkt zu tun haben oder nicht, von seinen

Ausscheidungen her ist er nach wie vor gefangen in dieser Gesinnung, die sich seit den Zeiten des Anführers, als er für diese Partei tätig war, nicht geändert hat, im Grunde seit ihrer Wiedergründung nicht geändert hat.

Blockieren statt zu fragen, blockieren statt nach den Gegebenheiten, den Bedingungen beispielsweise der Vergabepolitik von Preisen zu fragen, erlöst, so hoffnungsreich sind die Blockeinsitzenden, das Blockieren vom Fragen, ist das Blockieren, sich in einem Block einzusperren, der gleich einer

Festung, in die keine Antworten gelangen können, dafür aber aus dem Block Pech —

Worauf er, Peter Sichrovsky, jetzt doch, so scheint es, seit seine Selbstbeschreibung angesprochen wurde, ein „Schreibwarenhändler“ zu sein, verzichtet, ist, ein „Schreibwarenhändler“ zu sein, so kann es jedenfalls gelesen werden, wenn in seinem Profil auf der Konzernplattform X nicht mehr „Schreibwarenhändler“ zu lesen ist, an diesem 19. Oktober 2024, aber es kann auch sein, daß das Blockieren bereits das einschließt, nicht einmal mehr die Selbstbeschreibung preiszugeben. Es ist doch ohne Bedeutung, ob er sich selbst als „Schreibwarenhändler“ weiter oder nicht weiter begreift, beschrieben oder nicht beschrieben haben will, diese Gesinnung allein hat zu interessieren, in der sich schon so viele in diesem Land eingeschlossen haben,

freiwillig und ohne Not in die Gesinnungsgefangenschaft gehen, mögen sie als einzelne noch so bedeutungslos sein, oder mögen sie als einzelne ihre Stühle auf noch so wichtige Ämter

Österreichs Hälse in Bruchzeiten

Liebe Muslime, wieder hat ein Jude den Nobelpreis für Medizin erhalten, während ihr eure Kinder für Terror und Krieg vorbereitet, schicken wir sie in Schulen und Universitäten, aus dieser Verantwortung entsteht Überlegenheit, der ihr nie gewachsen sein werdet.

Dies schreibt Peter Sichrovsky am 14. Oktober 2024 auf der Konzernplattform X, und am 16. Oktober 2024 gibt Peter Sichrovsky selbst darauf die Antwort, die jede andere Antwort erspart —

Ein Idiot zeigt seinen Hass gegen Israel, gegenüber einem griechischen Restaurant, weil der die Flagge verwechselt, und zeigt damit das durchschnittliche Intelligenz-Niveau der Israel-Kritiker, ihre Lächerlichkeit und Primitivität.

Eine Antwort hat Peter Sichrovsky im Grunde schon am 12. Oktober 2024 zu dem, was er am 14. Oktober 2024 geschrieben haben wird, gegeben:

Wir brauchen einfach nur zuhören, diese Typen verbreiten einen krankhaft schwachsinnigen Hass wie andere den Wetterbericht, fett und ausgefressen schicken sie andere in […]

Bei solchen Antworten ist es wohl nicht verwunderlich, daß es von ihm keine Fragen gibt, er keine Fragen stellt, zum Beispiel Fragen danach, wer und warum Nobelpreise bekommt, und wer und warum nicht, oder, warum höchst selten, oder, warum, wenn doch, sehr, sehr spät zum ersten Mal … Auf den „Stammtisch“ seiner Antworten könnte etwa ein Artikel von Lamya Kaddor vom 6. Oktober 2017 gelegt werden, die danach fragt, deren Fragen zu nutzbringenden Antworten anregen könnte.

Diese Woche ist es wieder so weit. Die Show der Nobelpreis-Verkündungen geht über die Bühne. Wir wissen bereits, dass sich acht US-Forscher, ein Schweizer und zwei Briten neu in die Riege der Spitzenforscher der Menschheit und der Top-Literaten einreihen dürfen. Und wie jedes Jahr werfen am Rande der Prozedur wieder ein paar Neunmalkluge die Frage auf: Warum kriegt eigentlich keiner aus der islamischen Welt einen Nobelpreis? Natürlich nur, um die Antwort gleich hinterherzuschicken: „Weil der Islam bildungsfeindlich ist. Ist doch klar!“
Diese simple „Beweisführung“ eignet sich wunderbar, um eifriges Kopfnicken an Stammtischen zu bewirken und ganz viele Likes in Sozialen Medien zu sammeln. De facto stimmt die Beobachtung ja sogar. Ohne den Friedensnobelpreis sind es seit 1901 gerade mal eine Handvoll, von denen man die Religionszugehörigkeit kennt, was freilich nichts darüber aussagt, ob und wie gläubig diese Menschen sind.
Warum haben die USA einen Vorsprung?
Der wahre Grund für die Beobachtung dürfte derselbe sein, der erklärt, warum Hindus so wenige Nobelpreisträger hervorgebracht haben oder Afrikaner oder Südamerikaner. Mit Religion und Kultur hat das allerdings wenig zu tun, auch wenn es den einen oder anderen Zeitgenossen geben mag, der lieber den ganzen Tag lang im Koran liest oder sich in die Veden vertieft, statt Fachbücher zu studieren.
Man sollte eher fragen, warum die USA bei den Nobelpreisträgern so einen Riesenvorsprung haben? Vielleicht sind US-Amerikaner ja tatsächlich so viel intelligenter als Europäer, Asiaten und andere.
Ich glaub jedoch, es liegt weniger daran, dass eine Geburt in den USA mit der Weitergabe einer besonderen Intelligenz verbunden ist oder eine Einbürgerung den IQ heben würde. Ich glaube, es liegt vor allem daran, dass heute die Wissenschaftslandschaft in den USA so viel effizienter ist als anderswo, zum Beispiel weil die Forschungseinrichtungen finanziell viel besser ausgestattet sind. Das gilt schon im Vergleich zu Europa, und erst recht im Vergleich zur islamischen Welt, die in weiten Teilen in Kriegstrümmern liegt (z.B. Syrien, Irak, Jemen, Libyen, Afghanistan) oder durch politisch und wirtschaftlich schwere Zeiten geht (z.B. Türkei, Ägypten, Tunesien, Pakistan, Bangladesch)

Über Lamya Kaddor kann Peter Sichrovsky beispielsweise auf einer ihm angemessenen Wissensplattform sich informieren, daß sie eine Islamwissenschaftlerin, Religionspädagogin, Publizistin ist, Mitglied des Deutschen Bundestages und Mitglied des Kuratoriums der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas sei, daß für sie ein struktureller Ansatz zur Demokratiebildung und Antisemitismus-Vorbeugung notwendig, wofür auch mehr Geld erforderlich sei, daß sie Ende Oktober 2023 forderte, angesichts der in Deutschland nach dem Terrorangriff der Hamas auf Israel stattfindenden Hassausbrüche gegen Juden und den Staat Israel, vielfach von muslimischer Seite, „eine schonungslose Selbstreflexion mit dem Thema“.

Bisher wurde gedacht, so wurde es auch verbreitet, Peter Sichrovsky sei ein „österreichischer Journalist, Sachbuchautor, Schriftsteller und ehemaliger Politiker“, jetzt, aufgrund seiner Antworten, ist von ihm selbst zu erfahren, er ist ein „Schreibwarenhändler“, ein Schreibwarenhändler, bloß ein Schreibwarenhändler — Was kann ein „ehemaliger Politiker“ dieser Parlamentspartei auch anderes sein, als ein Schreibwarenhändler, bloß ein Schreibwarenhändler aus dieser Parlamentspartei, die jetzt sogar mit einem sie anführenden Jäger im Gebirge

Der sie anführende Jäger im Gebirge wird viele Schreibwaren benötigen, sitzt er doch draußen vor dem Tore, und schreibt, und schreibt, und Peter Sichrovsky wird ihm ein recht gut versorgender Händler sein, mit seinen Antworten … Der kleine Mann im Gebirge, um genau zu sein, redet mehr als er schreibt, recht viel Schreibwaren wird seine K. benötigen, die selbst eine Händlerin

nun mit Stand und Stuhl im österreichischen Parlament, eine Händlerin, eine Marktschreierin: Tausche Wirtschaftszonen gegen Staaten ein!

Wie anders wären wohl die Kapitel zu schreiben gewesen, wenn damals schon die Selbstbeschreibung des Peter Sichrovsky gewußt worden wäre, daß er bloß ein Schreibwarenhändler ohne eigenen Laden, ein Schreibwarenhändler, der mit seinem Bauchladen von Stammtisch zu Stammtisch

Eines aber wäre heute nicht anders zu schreiben als damals, das ginge auch nicht, ist es doch ein Zitat, heute so gültig wie damals:

Wir waren aktiv dabei.
Wir wußten ja alles. Darum
waren wir ja auch nur dabei.
Nur deshalb waren wir aktiv.
Weil wir ja alles gewußt haben.
Bloß deshalb.

Der Schreibwarenhändler hat auch einen Bruder, von dem ebenfalls schon so manches zu erzählen war, ohne jedoch zu wissen, ohne jedoch daran je gedacht zu haben, es könnte der Bruder des Schreibwarenhändlers sein. Nun, erhellt sich alles mit einem Male. Zwei Brüder, in Österreich, mit denen die Gepflogenheiten in Österreich exemplarisch erzählt werden könnten,

eine Geschichte davon, in der die zwei Brüder vorkommen, wird von der „Neuen Zürcher Zeitung“ erzählt, am 3. Mai 2016, mit dem Titel: „Österreichs Wendehälse in Umbruchzeiten“, ein Titel, acht Jahre später genauso weiter gültig, vielleicht mit einer Einschränkung. „Umbruch“ wäre etwas Positives, wenn der „Umbruch“ eine tatsächliche grundlegende Veränderung. Aber der „Umbruch“ in Österreich ist je keine grundlegende Veränderung, sondern ein Weiter wie bisher. So ist der Titel zutreffender: Österreichs Wendehälse in Bruchzeiten. Den Bruch damals wie heute will die Parlamentspartei begehen, und sie kann heute wie damals auf viele zählen, die ihr dabei mit ausgerenkten Hälsen Schmiere stehen

Das Bekenntnis zu einem Künstler ist nun mal ein Risiko. Wer erinnert sich noch an den Schock des politisch korrekten Österreich, als Mitte der 1990er Jahre Peter Sichrovsky zum FPÖ-Generalsekretär und EU-Abgeordneten mutierte? Er war davor eher als Schriftsteller und Dramatiker bekannt, dem Claus Peymann nicht ohne Hintergedanken das Burgtheater geöffnet hatte, war doch Bruder Heinz Sichrovsky als Kulturchef von News der allergrößte Propagandist von Peymann. Weshalb es nicht überraschen konnte, dass trotz fliehender Burgtheater-Abonnenten Peymann Sichrovskys Nazikinder-Stück „Schuldig geboren“ durch „alle Abonnement-Kategorien“ spielen ließ. Ja – bis Peter Sichrovsky den Schwenk zur FPÖ tat. Dann war er für Peymann von einem Tag auf den anderen nicht nur Persona non grata, nein, er äußerte sich plötzlich auch nur noch höchst abfällig über die dramatische Kunst Sichrovskys.

Aber möglicherweise ist das immer noch besser, als die Eignung eines Kandidaten daran zu messen, welchen Lieblings-Sänger, -vogel oder -maler er hat. Wie etwa Profil (ebenfalls in einem Leitartikel) und der Standard (auf Seite 1) mit Schaum vor dem Mund die Nicht-Eignung des FPÖ-Kandidaten Hofer daran ermessen wollten, dass dessen Lieblingsmaler ein kaum bekannter oberösterreichischer Maler namens Manfred Wiesinger ist, der sich jedoch Odin nennt und großdeutsche Karten malt. Wenn das kein Disqualifikationsgrund ist. Aber nichts im Vergleich dazu, würde ein Kandidat den moralischen (nicht künstlerischen) Missgriff tun und Rudolf von Alt, den großen österreichischen Aquarellisten, als Lieblingsmaler nennen. Denn diesen hatte ja Adolf Hitler ob seiner Landschaften und getreuen Wien-Motive zum Lieblingsmaler erkoren.

Es ist sogar fraglich, ob es überhaupt „Wendehälse“ sind, vielleicht sind es einfach nach österreichischer Art ausgerichtete und zugerichtete Hälse, wird zum Beispiel an einen Händlerbaumeister gedacht, der in der Hofburg keine „Rechtsextremen“ sah, so wie

Norbert Hofer in der Stephanskirche seine Rede nicht an „Rechtsextreme“ richtete, sondern bloß an „echte Österreicher“ bloß an einen

Lugner, der wohl in einer der vordersten Reihen vor ihm saß —

Der Titel der Geschichte, in der auch die zwei Brüder vorkommen, wäre wohl passender, zutreffender gewesen: Österreichs Hälse in Bruchzeiten

K.

Vor zehn Jahren, am 22. Oktober 2014, äußerte sich K. zu Chile in einem Gespräch über

Wem gehört der Wohlstand? Vermögen und Einkommen in Österreich – ein kontroverses Gespräch zwischen Barbara Kolm (Friedrich A. v. Hayek Institut Wien) und Markus Marterbauer (Arbeiterkammer Wien) – Veröffentlicht in „GW Unterricht“ 140.

wie folgt:

Markus Marterbauer: […] Die Länder mit großer Ungleichheit, Chile zum Beispiel, haben auch niedrige Pro-Kopf-Einkommen; oder in vielen afrikanischen Ländern: niedrige Pro Kopf-Einkommen, enorme Ungleichheit in der Verteilung. Gleichheit und Wohlstand sind Zwillinge.

Barbara Kolm: Chile, das ja sicherlich noch vor 30, 40 Jahren eines der ärmsten Länder der Welt war, gehört mittlerweile zu den wohlhabendsten Ländern der Welt. Es ist auf dem Index des Economic Freedom sehr weit hinaufgestiegen, auf Platz 7.

Markus Marterbauer: Die größte Ungleichheit, die es überhaupt innerhalb der Industrieländer gibt.

Barbara Kolm: Trotzdem hat das Land Wohlstand dazugewonnen. Die Armen, die früheren Armen haben mittlerweile alle ein Pensionseinkommen.

Markus Marterbauer: Die haben nicht einmal den Zugang zu den Hochschulen, zu Bildungssystemen, die Jugendlichen müssen streiken, damit sie einen Bildungsplatz bekommen. Diktatur zahlt sich halt einfach nicht aus. Ich weiß, Friedrich August Hayek war ein großer Fan von Pinochet.

Barbara Kolm: Auch das stimmt nicht.

Markus Marterbauer: Freilich hat er ihn unterstützt. Wir kennen alle die Leserbriefe an die Times, wo er schreibt, er unterstützt den Diktator Pinochet.

Barbara Kolm: So ist es nicht formuliert worden.

Markus Marterbauer: Ich schicke ihnen gerne die Zitate.

Barbara Kolm: Zurück zum Thema: Wir sind eigentlich von einem Steuersystem ausgegangen und von Marktwirtschaft beziehungsweise Kapitalismus – Grundvoraussetzung wirtschaftlichen Handelns, um Wohlstand für alle zu erreichen. Kapitalismus bedeutet nichts anderes als Eigentumsrecht zu wahren und Eigentum ist etwas, was prinzipiell positiv bewertet wird und was wir für uns alle in Österreich wünschen. Deshalb darf Kapitalismus nicht durch ein Steuersystem bestraft werden, denn dann wird es kein Wirtschaftswachstum geben.

K. antwortet mit dem Verweis auf den „Index des Economic Freedom“. Österreich wird in diesem Index von 2014 auch angeführt, auf dem Platz 24, also ganze 17 Plätze hinter Chile. Um was für einen Index es sich dabei handelt, offenbart bereits sein Titel: Index der ökonomischen FreiheitNach diesem Index wären wohl die „Wirtschaftszonen“ in Honduras, bei der K. eine treibend führende Kraft spielte, wären sie nicht gestoppt worden, unangeforchten und mit einem recht extrem großen Vorsprung mit einhundert Punkten auf Platz 1 vor der Zweitplazierten. Der Index der ökonomischen Freiheit bewertet nicht nur Staaten. Denn die Zweitplazierte von 2014 ist kein Staat, sondern eine „Sonderverwaltungszone“ – Hong Kong. Ks „Wirtschaftszonen“ wären wohl sofort mit Begeisterung in diesen Index aufgenommen und an die erste Stelle gesetzt und als Vorbild ökonomischer Freiheit in die Auslage gestellt worden, wenn diese nicht …

Wenn Sie von K.s Wirtschaftszonen lesen, in Honduras oder anderswo, denn sie werden nicht darauf verzichten, es weiter zu versuchen, derartige Wirtschaftszonen zu etablieren, ersetzen Sie Honduras durch Österreich —

Die Antwort von K. ist also dieser Index.

Und es gibt weiter derlei Versuche, bei solch einem ist der Arbeitgeber eines

Österreichers, dessen Name ebenfalls mit K. beginnt, auch wieder mit dabei, es auf hoher See zu probieren —

Und K. bekräftigt ihre Antwort mit dem Hinweis, die „früheren Armen“ hätten „mittlerweile alle ein Pensionseinkommen“ … Wie es darum bestellt ist, in Chile … Es könnte viel zu Chile hier geschrieben werden, aber wenn Sie selbst über Chile lesen, werden Sie rasch die Redlichkeit der K. erkennen.

Es ist zu viel, was zu Chile geschrieben werden kann, und wohl auch muß, deshalb soll nur kurz etwas zu dem redlichen Verweis der K. in Bezug auf die Pensionen gesagt werden.

Die Aufgaben des Staates sind in der Verfassung auf ein Minimum reduziert, das Bildungs-, Gesundheits- und Rentensystem weitgehend privatisiert. (SWR Tagesschau, 18. 12. 2023)

Eine Million Chilenen protestieren gegen privates Rentensystem (amerika21, 29. 8. 2016)

Wer arbeitslos wird, kann sich kaum auf staatliche Hilfe verlassen. Auch die Renten- und Krankenversorgung ist zum größten Teil privatisiert. Wer kann, lässt sich nicht in einem öffentlichen Krankenhaus behandeln: „Die Wartezeiten für Operationen sind so lang, dass die Menschen, die ernsthaft erkrankt sind, manchmal sterben, bevor sie an die Reihe kommen“, sagt Wirtschaftsexperte Yáñez. Und die staatliche Rente? Sie ist – getreu dem neoliberalen Motto – am Finanzmarkt angelegt – mit allen Risiken und Nebenwirkungen. „In den letzten Jahren wurden Verluste beim Aktienkurs einfach an die Rentner weitergegeben“, sagt Yáñez. Während Deutschland die Altersarmut fürchtet, ist sie in Chile längst Realität. Und die Jüngeren starten mit immensen Ausbildungsschulden ins Leben: Bis zu 40.000 Euro Studiengebühren sind normal. („Endstation Reichtum“. „Zeit“, 27. 6. 2016)

Von Hayek möchte K. nicht sprechen, gleich mahnt sie ein: „Zurück zum Thema“. Und das ist zu verstehen. Und das ist zugleich nicht zu verstehen. Gerade in Österreich ist es nicht anrüchig, zu Hayek zu stehen, erst vor kurzem hat der Präsident einen Gang im österreichischen Parlament Hayek gewidmet, und wie passend im Parlamentsplan beschrieben: „Friedrich August von Hayek | Demokratiewerkstatt“ …

Friedrich August von Hayek hat sich eine recht besondere Werkstatt der Demokratie eingerichtet. Vor zehn Jahren, am 13. Oktober 2014, schrieb zu Markus Marterbauer: „Nobelpreisträger Friedrich August Hayek: Antidemokrat und Pinochet-Unterstützer“ …

Hayeks wirtschaftspolitische Ideen gescheitert Wiewohl Hayek als Ökonom Respekt genoss, war die Bedeutung seiner Theorien für die konkrete Wirtschaftspolitik zum Zeitpunkt der Preisverleihung sehr gering. Schon in den 1930er Jahren unterlag er gegen seinen großen Widersacher John Maynard Keynes in den Fragen der Ursachen der Weltwirtschaftskrise und den daraus zu ziehenden Lehren für die Wirtschaftspolitik. Hayek sah die Weltwirtschaftskrise als notwendige Reinigungskrise, in die der Staat keinesfalls eingreifen dürfe.

Massenarbeitslosigkeit und soziale Verelendung waren für ihn der Preis für die unabdingbaren Strukturreformen.

Demgegenüber erkannte der große sozialliberale Ökonom Keynes, dass ohne eine staatliche Intervention die Märkte nicht mehr aus der Depression finden konnten. Auf den interventionistischen Rezepten von Keynes basierten dann auch der lange Aufschwung der Wirtschaft und der Aufbau des Sozialstaates in den Nachkriegsjahrzehnten. Die Niederlage gegen Keynes überwand Hayek nie. Er wandte sich schrittweise von der Ökonomie ab und der Staatsphilosophie zu. Es war auf diesem Gebiet, wo er politisch untragbar wurde. Er trieb seine Theorie über den Missbrauch der Demokratie soweit auf die Spitze, dass er Ende der 1970er Jahre seine Gegnerschaft zum demokratischen System westlicher Prägung in eine öffentliche Unterstützung für die Militärdiktatur Augusto Pinochets in Chile münden ließ. Diese Unterstützung für Pinochet ist seit langem bekannt, sie wird allerdings in jüngster Zeit wieder intensiver wissenschaftlich bearbeitet, zuletzt in drei lesenswerten Artikeln in der aktuellen Review of Political Economy. Hayeks Unterstützung für Augusto Pinochet Hayek besuchte Chile im November 1977, vier Jahre nach dem blutigen Militärputsch gegen die demokratisch gewählte Regierung Salvador Allendes. Im Juli und August 1978 machte Hayek seine Unterstützung für das Regime Pinochets in vier Leserbriefen an die britische Zeitung The Times publik. Dort schrieb er: „I have not been able to find a single person even in much maligned Chile who did not agree that personal freedom was much greater under Pinochet than under Allende.“ Hayek traf im Rahmen seiner Reise nach Santiago den Diktator Augusto Pinochet, den er als „honorable general“ und mehrere Regierungsmitglieder die er als “educated, reasonable and insightful men” charakterisierte und denen er zutraute, die Diktatur in einer notwendigen Übergangsperiode für die Verwirklichung von Freiheit einzusetzen. Im Interview mit der pro-Pinochet Journalistin Renee Sallas in der chilenischen Zeitung Mercurio gab Hayek dieser Position im Jahr 1981 neuerlich konkreten, auf die Pinochet-Diktatur gemünzten Ausdruck „I prefer a liberal dictator to democratic government lacking liberalism“. Hayek war bereits 1977 nachweislich über die massiven Menschenrechtsverletzungen der chilenischen Militärjunta informiert. Er verfügte über eine umfangreiche Dokumentation Amnesty Internationals zu den Morden, Verschleppungen, Folterungen, Internierungslagern, geheimpolizeilichen Aktionen und Einschränkungen von Rechten der ArbeitnehmerInnen. Hayeks Unterstützung für den faschistischen Militärputsch in Chile war nicht Ausdruck des Irrsinns eines frustrierten, weil weitgehend einflusslosen Ökonomen, sondern basierte auf seinen staatsphilosophischen Theorien. Bereits in der Verfassung der Freiheit (1960) relativiert Hayek den Wert der Demokratie, in dem er ihr rein instrumentellen Charakter für die Verwirklichung eines sehr speziellen Freiheitsbegriffes zuschreibt. In Hayeks Vorstellung kann die Freiheit des Individuums nur durch eine begrenzte Demokratie erreicht werden, in der die wesentlichen Rahmenbedingungen wie Privateigentum, Vertragstreue oder der Wert der Familie durch Verfassung vorgegeben und nicht demokratisch veränderbar sein sollen. Wolfgang Streeck hat in Gekaufte Zeit gut begründet darauf hingewiesen, wie stark Hayeks Vorstellung eines Kapitalismus, der nicht begrenzt von demokratischen Strukturen oder der Idee von sozialer Gerechtigkeit wäre, im Agieren der Europäischen Union in der Finanzkrise umgesetzt wird: Die gewachsenen demokratischen Entscheidungsstrukturen in den Nationalstaaten werden mit Hilfe von strengen europäischen Vorgaben und ExpertInnengremien ausgehebelt. Hayek: Demokratie als Problem Das Gegenstück zur begrenzten Demokratie, die gegebenenfalls auch diktatorisch hergestellt werden sollte, sah Hayek in einer unbegrenzten Demokratie westlicher Prägung, die direkt in den Totalitarismus führe. Hayek sah zu diesem Zeitpunkt Länder wie Großbritannien und Schweden, generell ganz Westeuropa genau auf diesem Weg. Die in diesen sozialen Demokratien mit Mehrheitsentscheid beschlossenen Maßnahmen der Chancengleichheit oder sozialen Gerechtigkeit schränken nach Hayeks Meinung die Freiheit der Einzelnen in inakzeptabler Weise ein: „Die Menschen in Umstände zu versetzen, wo jeder gleiche Chancen hat, ist extremer Totalitarismus.“

Hayeks Ablehnung von Beschäftigungspolitik, Wohlfahrtsstaat und progressiven Steuern sowie seine Verherrlichung der Marktergebnisse sind das eine. Mit diesen wirtschaftspolitischen Positionen ist eine intellektuelle Auseinandersetzung möglich. Die Unterstützung für den Militärputsch des Diktators Augusto Pinochet und damit für die Ermordung und Folterung zigtausender Menschen hat eine andere Qualität. Sie würde es unmöglich machen, diesem Menschen heute einen Nobelpreis zu verleihen. Alle jene Institutionen, die sich noch heute auf Friedrich August Hayek berufen, sollten dies schamvoll beenden: Von der Mont Pelerin Society und dem Hayek Institut über das Hayek Colloquium in

Obergurgl bis zur Agenda Austria, dessen Obmann Christoph Kraus Hayek als „Vorbild“ bezeichnet.

In Chile gibt es auch eine „Pattsituation“, nicht wegen einer Regierungsbildung so wie in Österreich jetzt, sondern wegen der Verfassung. Im Oktober 2020 stimmten 78 % für eine Verfassungsreform in Chile, die die Verfassung der Diktatur des Augosto Pinochet ersetzen sollte.

Nach zwei Abstimmungen, die letzte war im Dezember 2023, hat also Chile immer noch eine Verfassung der Diktatur, und Österreich hat eine Verfassung, die eine „schön elegant tickende Zeitbombe“, aber ohne den geringsten Willen, diese zu ändern.

Der zweite Versuch einer Verfassungsreform angeführt von einem K.

Eine Niederlage für die rechtsextreme Partei von Antonio Kast Der zweite Reformanlauf stand zudem unter viel stärkerer Kontrolle der Parteien und des Parlaments und stützte sich auf «technische Zulässigkeitsausschüsse» und «Expertenkommissionen». Die im März 2023 gewählten 50 Mitglieder des Verfassungsrates wurden von einer relativen Mehrheit der Republikanischen Partei von José Antonio Kast angeführt. Es handelt sich um eine neue extreme Rechte, die in den letzten drei Jahren erstarkt ist. Mit einem offen rassistischen, anti-migrantischen, patriarchalen Law-and-Order-Diskurs haben sie sich als politische Kraft einer «Rückkehr zur Ordnung» gegen den sozialen Aufstand vom Oktober 2019, gegen die starke feministische Bewegung und gegen die Regierung Boric positioniert.

Mit dem Ergebnis des zweiten Referendums erlitt die Republikanische Partei eine deutliche Niederlage. Insbesondere, weil sich Kast bereits als Präsidentschaftskandidat mit realistischen Siegeschancen bei den Wahlen 2025 verstand. Die Stimmung ist angespannt zwischen der konservativ-neoliberalen traditionellen Rechten (Chile Vamos) um Figuren wie Evelyn Matthei (UDI) und der Führungsriege der Republikanischen Partei. So schiebt man sich gegenseitig die Schuld für die verlorene Verfassungsabstimmung zu. Es zeigen sich auch Streitigkeiten innerhalb der extremen Rechten, wo einige führende Persönlichkeiten wie etwa der wirtschaftslibertäre Autor Axel Kaiser versuchen, eine «libertäre Partei» zu schaffen, die noch radikaler sein will als Kast und sich am Modell von Javier Milei in Argentinien orientiert.

„Sofern die Option ‚Dafür‘ gewinnt, wäre das wirklich unheilvoll für das ganze Land“, meint Rojas, der Mitglied in der Regierungspartei Revolución Democrática ist. Der zur Abstimmung stehende Entwurf ist stark von der rechtsextremen Partido Republicano und deren ehemaligen Präsidentschaftskandidaten José Antonio Kast geprägt.

„In dem Text“ für den „zweiten Reformanlauf“

wird das Leben eines Fötus unter Schutz gestellt und somit Abtreibung verboten. Staatliche Aufgaben werden weiter reduziert: So dürfte der Staat nicht mehr in die Bildungspläne privater Schulen eingreifen, selbst wenn er diese subventioniert. Die Familie wird als einzige Verantwortliche für das Wohl des Kindes anerkannt und Mechanismen der Solidarität bei Renten- und Krankenversicherungen quasi per Verfassung verboten.

„Der aktuelle Verfassungsentwurf ist hochideologisch aufgeladen“, sagt der Politologe Javier Couso gegenüber amerika21. Er ist sich sicher: Während der erste Entwurf stark nach links zeigte und wenig Kompromiss mit den rechten Sektoren suchte, ist der aktuelle das genaue Gegenteil.

Couso steht der Christdemokratischen Partei nahe und sprach sich für den ersten Verfassungsentwurf aus, den aktuellen hingegen lehnt er ab. Er verfestige die neoliberale Struktur des Landes und sei gleichzeitig Ausdruck einer erzkonservativen Ideologie, die im schlimmsten Fall den Rechtsstaat beeinträchtigen könnte. Ein Sieg der neuen Verfassung würde zumindest dazu führen, dass kleinere progressive Reformen, wie die Einführung eines allgemeinen und verbindlichen Sexualkundeunterrichts im Jahr 2019 oder das Gesetz zur gleichgeschlechtlichen Ehe aus dem Jahr 2021, in den nächsten Jahren unwahrscheinlich sind.

Die Eltern von K. wanderten nach 1945 aus Bayern in Chile ein, sein Vater war, ist zu erfahren, NSDAP-Mitglied und Wehrmachtsoffizier, und zu seinem Sohn die Beschreibung: „Ultrakonservativ, rechtspopulistisch, rechtskonservativ, rechtsextrem, neofaschistisch“ und „Katholik“, und als „Katholik“ ist es wohl folgerichtig, daß eine „Front“, die ein K. gründet, nur eine „christlich-soziale Front“ sein kann und auch nur „christlich-soziale Front“ heißen kann. K. gründete und nannte diese „christlich-soziale Front“ …

K. zieht mit ihrem für sich, für ihre Partei und für ihren K. geschriebenen Wirtschaftsprogramm in das österreichische Parlament ein … Und bei solch einem parlamentarischen Einzug ersetzt sich, wird von Chile, von Honduras, vom Meer gelesen, Chile ganz von selbst durch Österreich, Wirtschaftszonen durch Österreich, Wasserhäuserlegozonen durch Österreich –

All das kann zu den Ks einfallen, ausgelöst allein schon durch ein paar Sätze, die eine K. vor zehn Jahren sagte, diesmal zu Chile, und wie stets dabei recht redlich, und es fällt noch ein K. ein, mit dem sich die in das Parlament einziehende K. auf höchstem Nivau recht gern auch austauscht,

mit K., der weiß, wer so wirtschaftet, als gäbe es kein Morgen …

Nichts anderes als ein Regierungsbildungsauftrag

Wie beruhigend zu lesen, daß in Österreich nach wie vor die Sprache Herrscherin und die Liebe zu ihr ungebrochen, sie diktiert, was und wie zu sehen ist —

Es sei kein Regierungsbildungsauftrag, es sei kein Auftrag, Sondierungsgespräche zu führen, sondern bloß die Aufforderung zu Gesprächen

Wie wird die Aufforderung von Alexander Van der Bellen, die blauen, türkisen und roten Parteispitzen sollen bis Ende kommender Woche verläßlich klären, welche Zusammenarbeit möglich wäre, ankommen, als eben als Regierungsbildungsauftrag, und wer wird als die Regierungsbildungsbeauftragten identifiziert werden als eben die Spitzen der blauen Partei, werden es doch diese sein, die die Gesprächstermine mit dem Einverständnis der schwarzen und roten Partei an die türkise und rote Partei verschicken werden, soher die Anerkennung der blauen Partei, daß dieser als stimmenstärkste Partei das Heft der Regierungsbildung so ganz nach österreichischer Traditionsart in die Hand …

Was für eine Sprachverliebtheit — kein Regierungsbildungsauftrag, keine Sondierungsgespräche —, die Sprachverliebtheit in Österreich zeigt sich besonders dann als die größte, wenn es gilt, Sprache schlawinisierend einzusetzen.

Was ist denn die Aufforderung, Gespräche zu führen, anderes als ein Auftrag zur Regierungsbildung, als ein Auftrag, zu sondieren? Die Gespräche der drei stimmenstärksten Parteien sollen doch den Zweck haben, zu einer Regierung in Österreich zu kommen. Sonst haben diese Gespräche keinen Nutzen. Und so sprachlich verbogen wird das Gewissen Alexander Van der Bellen danken, nicht die stimmenstärkste blaue Partei mit dem Regierungsbildungsauftrag — ob es selbst bei dem Gewissen so ankommen wird, wie Alexander Van der Bellen es ihm antragt?

Es sei, deshalb die Gesprächsaufforderung an FPÖ, ÖVP und SPÖ, eine Pattsituation, so Alexander Van der Bellen, ja, es ist eine Pattsituation, aber nur dann, wenn in dem Österreich gelebt wird, als es in Österreich nur drei Parteien gab, nämlich SPÖ, ÖVP und FPÖ. Und nur diese Parteien etwas zu sagen haben, nur diese Parteien zu reden haben, auch miteinander.

Es gibt jedoch inzwischen ein anderes Österreich, eines mit fünf Parlamentsparteien.

Was hat Alexander Van der Bellen davon abgehalten, bereits Klarheit zu schaffen, bereits jetzt einen klaren Regierungsbildungsauftrag zu erteilen? Nicht an die FPÖ, nicht an die ÖVP, nicht an die SPÖ. Er hätte bereits jetzt an eine Parlamentspartei den Auftrag zur Regierungsbildung sogar erteilen können, die in der Nationalratswahl am 29. September 2024 ebenfalls Stimmengewinne erzielen konnte, darüber hinaus einer Partei, die klar ihre Bereitschaft zum Regieren bekundet, bereit ist, Partei einer Koalition zu sein. Ausgestattet mit einem klaren Regierungsbildungsauftrag hätten sich zwei der drei Parteien, die für den Bundespräsidenten nur zu existieren scheinen, Koalitionsgespräche zur Regierungsbildung nicht verschließen können, um zu versuchen, eine aus drei Parteien bestehende Regierung zu bilden. Und darüber hinaus und zusätzlich auch die fünfte Parlamentspartei ebenfalls klar ihre Bereitschaft zum Regieren signalisiert, bereit ist, eine Koalitionspartei zu sein.

Es feiert wohl wieder einmal die Visionslosigkeit ihren Triumph, wie schon, einfach wie kurz gesagt, vor ein paar Jahren, als es nur einen Einfall gab, es könne nur und müsse eine Regierung nur aus zwei Parteien … Wenn schon das Schachspiel bemüht wird, und nicht nur von Herrn Van der Bellen, dann kann von einem Schachmatt gesprochen werden, matt gesetzt ist die Vision, wieder einmal.

Diesmal aber ist in Österreich ein Fortschritt festzustellen, es wird doch sehr breit über eine Regierungskoalition gesprochen, nicht nur bestehend aus ÖVP und SPÖ, nicht nur aus ÖVP und FPÖ, sondern auch aus ÖVP, SPÖ und Neos, sondern auch aus ÖVP, SPÖ und Grüne, nur für Alexander Van der Bellen besteht Österreicht, also seine Welt, weiter nur aus diesen drei Parteien, denen er, ach keinen Regierungsauftrag, denen er, ach keinen Sondierungsauftrag, denen er, ach bloß einen Gesprächsauftrag …

Oh, Sprache, dir Österreich stets Heimat, wenn du willfährig —

PS Es sei, schreibt Michael Völker in der Tageszeitung des österreichischen Medienstandards, am 10. Oktober 2024, ein geschickter Schachzug des Bundespräsidenten, der niemanden die Schuld gibt, sich selbst aber vorerst aus der Verantwortung nimmt. Geschickt mag es sein, aber es ist kein geschickter Schachzug, sondern ein Österreichzug, von einem Zug zum nächsten Zug, von einem Tag zum nächsten Tag sich zu hanteln, es gibt dafür, wenn es richtig in Erinnerung ist, eine kürzere Formulierung, mit nur einem Wort: Weiterwursteln.

Es sei eine pragmatische und vernünftige Lösung, so Michael Völker gegen Ende hin, eine, die auf eine Regierung ohne K. hinausläuft.

Allerdings, so der letzte Satz des Michael Völker, schwindelt sich die Republik damit um die Frage herum, warum K. als K. nicht tragbar ist.

Warum der kleine Mann nicht tragbar ist, die Antwort darauf ist längst gegeben. Nicht jedoch von der „Republik“, wen immer Michael Völker mit „Republik“ meint.

Nicht zuletzt haben auch die Wählenden eine klare Antwort gegeben, indem über 71 Prozent nicht die blaue Partei wählten, die für sie keine tragbare Regierungspartei und sie auch nicht als Regierungspartei weder ertragen noch aushalten wollen.

„Milliardäre träumen vom staatenlosen Leben“

Von den „Inseln“ der „Milliardäre“, von denen in der Tageszeitung „Der Standard“ zu lesen ist, am 8. Oktober 2024, zur Gesinnungsinsel der patriotischen Partei in Österreich ist es kein Tagesritt.

Es fällt wieder einmal der Name Peter Thiel, der seine Menschenfreundlichkeit weltweit beweist, so auch in Österreich, wenn, kaum daß ein Österreicher sein Amt verliert, er ihm — und mag er daran selbst nicht unschuldig sein — die größte Menschenfreundlichkeit entgegenbringt, er ihm Arbeit und Brot gibt …

So ein Mann ist es recht wert ausgezeichnet zu werden, in Österreich, von der Präsidentin, die nun, so bescheiden ist die Präsidentin, einen Stuhl als einfache Abgeordnete im österreichischen Parlament bekommt, einen Stuhl von ihrer patriotischen Partei, der dieser Mann so recht ein „lieber Kamerad“ wird sein, ist es doch eine Partei, die Menschen als „liebe Kameraden“ anspricht, als wäre Österreich durch und durch militaristisch —

Nun, da ein kleiner Gebirgsjäger ihr Kamerad Bergpartieführer ist, ist es gesinnungsgemäß die rechte Anrede und ihre Hymne, welche sonst könnte es sein, als diese

Von den blauen Bergen kommen wir,
Von den Bergen, ach so weit von hier.
Auf dem Rücken unsrer Pferde
Reiten wir wohl um die Erde.
Von den blauen Bergen kommen wir.

die vielleicht um einen schon in einer tiroir de cahute fertig liegenden ergänzt und dann von der Hauptstimme zu singenden Refrain

Von der blauen See kommen wir,
Von der See, ach so nah von hier.
Auf dem Rücken unsrer Bretter
Reiten wir wohl um die Äcker.
Von der blauen See kommen wir.

Wovon träumen „Milliardäre“, wenn sie vom „staatenlosen Leben“ träumen? Es darf aus dem Artikel zitiert werden:

Für Seasteader wie Suchner verspricht das die ultimative Freiheit. Er ist damit nicht der Einzige. Sein Unternehmen Arkpad ist Mitglied der US-amerikanischen Organisation The Seasteading Institute, die schwimmende Städte überall auf der Welt voranbringen will. Dabei geht es um mehr als nur eine neue Wohnform. Laut der Organisation könnte Seasteading, also die Besiedelung des Wassers, die Lösung für eine Reihe von Problemen sein, mit denen die Menschheit zu kämpfen hat: steigende Meeresspiegel, Überbevölkerung und schlechte Regierungsführung. 44 Prozent der weltweiten Meere sind Hohe See und gehören damit zu keinem bestimmten Staat. Speziell dort könnten künftig schwimmende Städte mit „signifikanter politischer Autonomie“ entstehen.

Gegen „Überbevölkerung“, das ist einleuchtend: „schwimmende Städte“, was sonst könnte auch es geben, und gegen „steigende Meeresspiegel“, das ist vielleicht noch einleuchtender, sind „schwimmende Städte überall auf der Welt“ die Lösung schlechthin, mit den „steigenden Meeresspiegeln“ steigen die „schwimmenden Städte“ mit, und wenn alles steigt, steigt nichts. Und gegen „schlechte Regierungsführung“, das ist vielleicht noch einleuchtender, gibt es nur eines: „schwimmende Städte“ …

Während in Niederösterreich noch über den Bodenverbrauch gestritten wird, baut Mitchell Suchner 10.000 Kilometer entfernt Häuser, die keine Erde mehr versiegeln. Schwimmende Plattformen, zunächst eine, dann zehn, dann hunderte, sodass sie sich irgendwann zu gewaltigen Städten verbinden. Die Zukunft des Wohnens, so ist er sich sicher, liegt auf dem Wasser. „29 Prozent der Erdoberfläche sind Land, von diesen sind wiederum maximal zwanzig Prozent besiedelbar und mehr als die Hälfte Ackerland“, sagt Suchner. „Früher oder später werden wir entweder keine Siedlungsräume oder kein Ackerland mehr haben.“

So könnten die schwimmenden Siedlungen des Unternehmens Arkpad eines Tages aussehen. Zwischen den Häusern sollen Algen und Fische gezüchtet werden.

Zwischen den Häusern also „Ackerland“ — Algenäcker …

Die Häuser und Fischfarmen sollen sich in etwa wie Legosteine miteinander verbinden lassen und im späteren Verlauf nicht nur entlang der Küste, sondern auch auf offener See schwimmen, sagt Suchner. Als Anker könnten lange Nylonleinen zum Einsatz kommen.

Wenn „Nylonleinen“ Hunde halten, Wäsche in der Luft halten, dann halten „Nylonleinen Häuser, Hunderte von Häusern, Abertausende von Häusern auf dem Wasser allemal, und hergestellt die Abermillionen von „Nylonleinen“ aus Algen, die rundum die Häuser geerntet werden, und wenn von einem Haus die Algennylonleinen reißen, dann wird einfach mal auf einen Abendmahlalgensalat verzichtet —

Es gibt dazu, ist zu lesen — als wäre dies alles es nicht schon visionär genug, der Acker der Algen, die das Haus halten und die Menschen nähren –, eine Vision:

Würde die Menschheit auch die Meere besiedeln, könnte das 71 Prozent der Erdoberfläche für neuen Wohnraum öffnen. Seasteading nennt sich die Idee, die genau das versucht. Gefördert wird die Bewegung vor allem von Tech-Investoren aus dem Silicon Valley, darunter etwa Paypal-Gründer Peter Thiel. Die Vision: schwimmende Städte errichten, die politisch und wirtschaftlich unabhängig von anderen Staaten sein sollen, mit eigenen gesellschaftlichen Systemen, ohne Steuern, Bauvorschriften, Mindestgehälter und den Kriegen und Krisen der ländlichen Welt.

Nicht zuletzt seien auch die Steuern und die Kosten für Arbeitskräfte niedrig und die Auflagen für das Leben auf dem Wasser im Vergleich zu anderen Teilen der Welt gering. „Wenn du ein Haus an Land bauen möchtest, hast du zehn- bis hundertmal mehr Auflagen als auf dem Wasser“, sagt Suchner.

Die Idee entspricht den Vorstellungen und Visionen von Tech-Milliardären wie dem Paypal-Gründer Peter Thiel, der bereits mehr als eine Million Dollar für die Gründung des Seasteading Institute beisteuerte. Thiel selbst bekennt sich zum Libertarismus, der persönliche Freiheit über staatlichen Einfluss stellt, Freiheit und Demokratie hält er für unvereinbar, Unternehmen für wichtiger und besser als Staaten.

Neue Regierungsexperimente

Die Besiedelung des Wassers bietet laut Thiel die Chance, mit neuen Ideen für Regierungen und für das Zusammenleben zu experimentieren und sich dem freiheitseinschränkenden Einfluss von Staaten zu entziehen. Dazu gehören etwa neue Gesellschaften auf dem Wasser ohne Mindestgehälter, strenge Bauvorschriften oder Waffengesetzen. Solche Siedlungen könnten zunächst noch im Hoheitsgebiet von bestimmten Staaten gebaut werden. Schließlich sollen sie jedoch möglichst schnell politisch und wirtschaftlich autonom werden.

Viele praktische Fragen bleiben allerdings noch offen. Wo arbeiten jene Bewohnerinnen und Bewohner schwimmender Plattformen, die noch nicht als Millionäre oder Milliardäre finanziell ausgesorgt haben oder die nicht immer im Homeoffice bleiben können? Müssen sie mit Booten regelmäßig an Land zurückfahren? Wer hält die schwimmenden Städte instand? Wie unabhängig können solche Gemeinschaften auf dem Wasser sein, wenn es nicht nur keinen Supermarkt, sondern auch kein Krankenhaus, keine Schule oder kein Altenheim gibt? Und inwiefern profitiert die Welt, wenn Milliardäre auf schwimmenden Wohnstätten Steuern vermeiden?

„Neue Regierungsexperimente“, nun, neu werden sie nicht sein, die „Regierungsexperimente“, und es werden auch keine „Regierungsexperimente“ sein, sondern ein „Regierungsexperiment“, mit dem in Österreich in diesen Tagen nicht wenige blauäugeln …

Das fällt augenblicklich ein zu dem Algenäckern der „Milliardäre“, für die die Präsidentin in Honduras sich schon recht ordentlich angestrengt hat, und sich weiter anstrengt, mit ihrem Wirtschaftsprogramm, das sie federführend für die FPÖ, jetzt aber mit eigenem Stuhl im österreichischen Parlament

„Seasteading“ erinnert sehr an die „Wirtschaftszonen“, wie diese in Honduras hätten werden sollen, von denen in den philosophisch bestiegenen österreichischen Bergen heute noch so geschrieben wird, wie die Präsidentin es geschrieben recht gern lesen wird, sie, also B. K. sei die „Vorsitzende des Board of Trustees von ZEDE, Honduras, einer NGO für die Etablierung von Wirtschaftszonen zur Schaffung von Arbeitsplätzen.“

„Seasteading“ oder „Wirtschaftszonen“ in Honduras, es sind stets dieselben Träume, die „Milliardäre“ träumen, und immer sind dieselben dabei, also zum Beispiel der Paypalmann, und es überrascht weder positiv noch negativ, im Zusammenhang mit „Seasteading“ nicht die nun in Kürze im österreichischen Parlament Sitzende erwähnt zu finden, aber vielleicht wurde nur zu kurz recherchiert …

Vielleicht war sie in letzter Zeit auch nur zur sehr beschäftigt, in einem Staat gewählt zu werden, und dann dazu auch noch

all die fordernden Diskurse mit Männern, die über die Gesellschaft der Zwergschimpansen so recht viel zu grübeln und zu sagen …

Bernadette Conrads mit ihrem Künftigen beim „Geheimtreffen“ und was sie nicht nur mit Norbert Hofer teilt: die Deutung des Faschismus

Heute beim geheimen Geheimtreffen mit dem künftigen Volkskanzler mit weiteren geheimen Geheimpersonen.

Schreibt Bernadette Conrads am 19. Jänner in ihrem Jahr ’24 auf der Konzernplattform XConrads, eine Person mit einem Witz, der, kurz ist es her, persönlich schon erfahren werden durfte, so recht großzügig ist sie, mit ihrem Witz.

Und wer war noch dabei, „beim geheimen Geheimtreffen mit dem“ — über so viel conradschen Witz muß einfach gelacht werden —

„künftigen Volkskanzler“? Sie verrät nicht alle, aber einen nennt sie doch am 25. Jänner ’24: „KrahMax“.

„KrahMax“ das ist jener Mann aus Deutschland, der, und das war von ihm nicht als Witz gemeint, seine mitfühlende Stimme für die Mannen der „SS“ … Kein Witz ist es auch, daß „KrahMax“ damit nur nachredete, was Jahre zuvor der Künftige von Conrads vorredete …

Daß Krah Max genannt wird, vielleicht Krah sich selbst Max nennt, ist bei einem Vornamen Maximilian nicht aufmerkenswert, und doch muß bei „Max“ mit einem Schmunzeln an „Max“, sofort an Max gedacht werden, an den SS-Mann, der nach dem Reichtsuntergang des verbranntverwesten Gewesenen als Portier in einem Wiener Hotel Handlanger von – einfach wie kurz gesagt: an Max im Film „Der Nachtportier“ muß bei diesem verkürzten Vornamen gedacht werden.

Deutschland den Deutschen! (Auch aus Österreich)

Schreibt die Witzige am 25. Mai ’24. Vielleicht hat das ihr mal der Sohn eingesagt, als sie Seite an Seite marschierten,

der Sohn von dem grazerischen Vater, dessen Wille, daß Deutschland wieder etwas deutscher und Österreich genauso

Wenn der Faschismus wiederkehrt, wird er nicht sagen: ‚Ich bin der Faschismus‘. Nein, er wird sagen: ‚Ich bin der Klimawandel und bringe Hitzegenozid über braune Menschen‘.

Schreibt die Rechtwitzige am 16. Juni ’24. Das wird sie vielleicht von ihren Lehrmeistern haben, und jetzt als Gesellin kann sie schon selbst eine Variante von „Wenn der Faschismus wiederkehrt, wird er nicht sagen …“ Recht ganze Arbeit haben die Lehrmeister geleistet, so ist es nur recht und billig, sie namentlich dafür zu würdigen: Herbert Kickl, Norbert Hofer, Heinz-Christian Strache Johann Gudenus …

Wozu braucht eine rechte, europäische Partei gute Beziehungen zu Israel? Mir ist kein Abschiebebedürfnis dort hin bekannt. Rechte Politiker müssen aufhören, ihre und unsere Zeit damit zu verschwenden. Wir haben 2024 keine Zeit oder Notwendigkeit für Schuldkult von rechts.

Schreibt die Totalwitzige am 7. Juli ’24. „Schuldkult“, ein Wort, das sie vielleicht ihrer aufmerksamen Lektüre einer hoch angesehenen Wochenzeitung zu verdanken hat,

die einmal einen hoch angesehenen Chefredakteur hatte,

einen Mölzer-Sohn, der nun im österreichischen Parlament sich wieder betätigen darf.

Bei so viel gesinnungsgemäß zu tragendem „Schuldkult“ ist es, und da vergeht ihnen der Witz,

nur allzu verständlich, daß nach der Ursache dieses „Schuldkults“ gefahndet wird,

und manche es im Verbotsgesetz sehen müssen wollen, und es ihnen

gesinnungsgemäß nicht erspart bleibt, über das gesinnungsgemäß Änderbare des Verbotsgesetzs zu grübeln, daran zu tüfteln, etwa Lehrmeister Hofer …

Witzig und zugleich rührend ist es von Bernadette Conrads, „fpö_nein_weil“ zu blockieren, obgleich sie noch kurz davor „fpö_nein_weil“ mit einem Witz beschenkte.

Rührend ist es deshalb, weil all das in diesem Kapitel von ihr zitierte Witzige nach ihrem Blockieren erst aufgerufen wurde, heute, am 6. Oktober 2024. Wie rührend sie der Ankündigung vertraut:

Du bist blockiert

Du [fpö_nein_weil] kannst @BeConrads nicht folgen oder seine/ihre Posts sehen.

Es will nicht gar nicht davon gesprochen werden, daß derat Witzige sonst immer gleich „schockiert Zensur“ schreien, wenn sie —

Sie wird beim Blockieren gar nicht daran gedacht haben, zensieren zu wollen, sondern nur einem weiteren Lehrmeister nachgeeifert haben wollen, der vor ihr schon blockierte, der der sich selbst wohl wieder als künftigen Kanzler sieht, aber das ist nicht der, der beim „Geheimtreffen“ dabei war, sondern der, ja, wie ihn nennen, der im Auto Autolandkanzler …

Verpflichtend zu absolvierende Programme zur Deradikalisierung und Extemismusprävention für Erwachsene bevor sie je in irgendeiner Regierung

In vielen, vielen Staaten, so auch in Österreich, gibt es Programme zur Deradikalisierung, Programme zur Vorbeugung von Extremismus jedweder Art, deren Zielgruppe Jugendliche und gerade einmal noch junge Menschen sind.

Was es aber nicht gibt, so auch in Österreich, sind Programme für Erwachsene, die für Erwachsene zur unbedingten Absolvierung von solchen Programmen verpflichtend sind, für Erwachsene, auch wenn diese schon ihren Stuhl in Regierungen auf dem Lande wärmen, für Erwachsene, die kurz davor sind, ihren Stuhl in der Überlandregierung — Dabei wäre es gerade für diese Erwachsenen die notwendigste Voraussetzung, die erste Bedingung, um je ihren Stuhl in einer Regierung zu bekommen.

Bei Jugendlichen oder bei gerade einmal jungen Menschen ist die Radikalisierung, ist der Hang zum Extremismus jedweder Art ein Durchlauf von vielen auf ihrem Weg zum Erwachsenwerden, verschwindet ihre Radikalität, löst sich ihr Extremismus so schnell wieder auf, wie ihre Radikalität, wie ihr Extremismus für einen kurzen Abschnitt in ihr Leben gekommen ist, so schnell beispielsweise wie Jugendliche ihre romantische Todessehnsucht wieder aufgeben, sie für eine kurze Zeit im Freitod die Erlösung für alles sehen, was ihnen in ihrem Leben, in dem sie erst beginnen sich zurechtzufinden, zu schaffen macht.

Hingegen der bei Erwachsenen auftretende Extemismus ein verfestigter ist, hingegen die Radikalisierung von Erwachsenen eine nicht mehr rückgängig zu machende ist, und es äußerst fraglich ist, ob solche Programme der Deradikalisierung, Programme der Extremismusprävention bei ihnen je noch greifen können. Dennoch ist es geboten, diese Erwachsenen zu verpflichten, solche Programme zu besuchen. Und am Ende von solchen von ihnen erfolgreich absolvierten Programmen soll ihnen je ein Zertifikat ausgestellt werden, als erste Belege dafür, je Mitglied einer Regierung werden zu dürfen.

Wie viele Erwachsene, deren Radikalisierung, deren Hinwendung zum Extremismus jedweder Art erst spät in ihrem Leben erfolgte, haben bereits ihren Stuhl in einer Regierung oder stehen kurz davor, ihren Stuhl in einer Regierung zu bekommen, bei den einen, die bereits auf ihrem Stuhl in einer Regierung sitzen, wurde es verabsäumt, sie solchen Programmen zu unterziehen, obgleich gewußt wurde, sie sind gefährdet, sich zu radikalisieren, sie sind anfällig, extremistisch zu werden, und wieviel haben diese in der Welt schon angerichtet, bei den anderen, die kurz davor stehen, ihren Stuhl in einer Regierung zu bekommen, sollte es nicht unversucht gelassen werden, ehe sie noch etwas anrichten können, das alle nur bereuen können, das allen nur Schaden zufügen kann, sie, die Erwachsenen, verpflichtend an solchen Programmen teilnehmen zu lassen. Und wenn sie, die Erwachsenen, diese Programme nicht erfolgreich absolvieren, nicht glaubwürdig und wahrhaftig ihre Radikalisierung aufgeben, ihren Extremismus jedweder Art selbst als einen ihren Irrweg ansehen, es kein Zertifikat geben kann, ihnen so etwas wie eine, allerdings nur erste Unbedenklichkeitsbescheinigung nicht ausgestellt werden kann, und sie so ihren Stuhl je nicht in einem Regierungsgebäude —