G. G. bemüht Richard Nixon, um Bam-Bam beizuspringen, daß dieser nicht den „Hitlergruß“ — Richard Nixon, so G. G., hätte schon „identisch“ wie Bam-Bam … Wie leicht es doch immer wieder solchen Figuren wie G. G. gemacht wird, irgend etwas vorlegen zu können, mit dem sie mit ihren Fingern auf die „Systemmedien“, wie die klassischen Medien sonst in den Gesinnungskreisen von einem G. G. genannt werden, zeigen zu können …
Wie nebensächlich es doch ist, was Bam-Bam mit seinem Arm anstellt, bei all dieser Fuchtelei seiner Arme während seiner kurzen Rede, ist überhaupt fraglich, ob Bam-Bam selbst weiß, was seine Arme tun, er seine Arme lenkt, oder seine Arme Bam-Bam lenken.
Seine Sprechblase „Bam! Bam!“ erklärt nebenbei, weshalb er Bam-Bam genannt wird, dieser Name wird leichter zu merken sein, als sein Name, mit dem er sich jetzt rufen läßt, über „Bam! Bam!“ wird, sollte wieder einmal auf ihn die Rede kommen, wird sein Name schnell wieder einfallen, vielleicht, „Bam! Bam“: sozusagen der Knoten im Taschentuch.
G. G. bemüht Richard Nixon, wie eine Prophetie von ihm, eine Verheißung für die baldige Zukunft, die früher als erst nach zwei Jahren statthat, Bam-Bam tritt mit seinem Präsidenten wie Richard Nixon in seiner zweiten Amtszeit zurück, kommen wie Richard Nixon einem Amtsenthebungsverfahren zuvor; das mag ihnen gegönnt sein, ein eigener Rücktritt …
In der Aufzählung der „Presse“ vom 16. Jänner 2025 fällt eine Maßnahme der Regierung, die in Österreich gemacht kommen soll, auf:
Betrugsbekämpfungsgesetz: 10 Millionen Euro, etwa Maßnahmen gegen Steuerhinterziehung.
„10 Millionen Euro“ sollen also hereinkommen, und dazu fällt ein, es ist zwar ein Artikel aus 2022, aber es darf angenommen werden, daß es innerhalb von etwas mehr als zwei Jahren nicht zur großen Wandlung hin zur absoluten Ehrlichkeit gekommen ist:
Bis zu 15 Milliarden Euro sollen dem Staat jährlich wegen Steuerhinterziehung entgehen.
Von diesen dem österreichischen Staat entgangenen Milliarden also zehn Millionen – ein sehr ambitioniertes Einnahmenziel der kommenden Regierung, an der jetzt gebastelt wird.
Grüße vom Neujahrstreffen der FPÖ in der Pyramide Vösendorf mit Barbara Kolm, einer der wirtschaftspolitischen Vordenkerinnen der FPÖ.
Was wäre für so ein Regierungsprogramm die rechte und also ehrliche Parole? Es käme „Operation Honduras“ in Frage, eingedenk der Rolle der „wirtschaftspolitischen Vordenkerin“, wie sie von der „Grande Dame“, so wird sie von Norbert Hofer gar trefflich genannt, in Honduras, mit ihrer Weltexpertise,
Und zum Trost für jene, die keine Füchslein sind, so großzügig wird die kommende Regierung sein, die nun gemacht wird, wird der Vers darin umgedichtet in:
Am 20. April wird in der Wiener Staatsoper das „Bühnenweihfestspiel“ der Reinheit von Blut und Boden gegeben werden, und nicht einfach eine Oper, und nicht einfach eine Oper, an solch einem Tag, der vielen, gar vielen noch ein recht besonderer Tag, der ihnen als ein höherer Tag zu begehen ist als, dafür kann ein Beispieltag in der dieser Erlösungsdimension angeführt werden, der Tag der Geburt
Lanzingers Lohengrin nicht nur einmal in diesem Jahr ’25, sondern öfters … Selbstverständlich wird in der Wiener Staatsoper nicht Lanzinger gegeben, sondern Wagner, Hubert Lanzinger malte seinen Lohengrin, über den, also über den Maler, einen Eintrag an diesen 18. Jänner 2025 gelesen, der nicht erstaunt, scheint dieser doch so durch und durch österreichisch:
Lanzinger Hubert, Maler. * Innsbruck, 9. 10. 1880; † Bozen (Südtirol), 3. 11. 1950. Nach Stud. an der Akad. der bildenden Künste in Wien (1901–08) in der Meisterklasse Delug) und Tätigkeit als Kriegsmaler in Montenegro und Galizien (1918) war er 1919–22 in Innsbruck ansässig; 1922/23 vertrat er Delug (s. d.) an der Akad. der bildenden Künste in Wien und ließ sich 1923 in Bozen nieder. 1911 stellte er zum ersten Mal in der Secession in Wien aus, 1943 erhielt er den Mozart-Preis. L., ein beachtlicher Porträtmaler, der in den Zwanzigerjahren zu den Vertretern der Neuen Sachlichkeit gehörte, malte auch religiöse Bilder, Akte, Stilleben und zahlreiche Landschaften. W.: 13 Intarsientafeln zur Geschichte von Bozen, 1906–1920, Stadtverwaltung Bozen; Porträt O. T. und Stilleben, Tiroler Landesmus. Ferdinandeum, Innsbruck; Blumenstücke; Landschaftsbilder; Akte; religiöse Bildnisse. L.: Die Presse vom 8. 11. 1950; L’Alto Adige vom 11./12. 7. 1905; Der Kunstfreund, 1902, 1904, 1905; Bergland, Jg. 5, 1923; Der Schlern 24, 1950; Thieme–Becker.
Austrian Centre for Digital Humanities and Cultural Heritage Österreichisches Biographisches Lexikon
Hubert Lanzinger muß doch ein außerordentlicher Künstler gewesen sein, wenn, das im Eintrag als etwas Besonderes angeführt, er den „Mozart-Preis“ erhielt, zu den „Vertretern der Neuen Sachlichkeit gehörte“, Mozartund die Vertreterinnen der Neuen Sachlichkeit, sie alle keine Vertreter des Nationalsozialismus; aber eben nicht alle.
Ein „beachtlicher Porträtmaler“ sei er gewesen, und von was für einer Beachtlichkeit, Lohengin würde diese wohl zu jeder Zeit bezeugen, bei solch einer Beachtlichkeit kann eine Universität in Österreich nicht zurückstehen, um Erlaubnis zu ersuchen, sein beachtlichstes Porträt in ihre akademische Halle aufzunehmen, und die Universität Innsbruck erhielt den Segen aus der Privatvolkskanzlei, das Bild des Privatkanzlers in ihrer Aula als Mosaik —
Lohengrin kaufte aber nicht nur Lanzingers „Ruhende, sondern auch Hanuschs „Mann mit blauem Paket“ …
Was der Österreicher wohl einst sich erhofft, was für ihn im blauen Paket — Zurücktreten mußte ein Mann, nicht in Österreich, sondern in Brasilien, und das ist zu erzählen, weil Lohengrin, Lanzinger dabei — statt dies an dieser Stelle lange selbst auszuführen, ist es so einfach wie kurz, den Bericht vom 17. Jänner 2020 zu zitieren:
We live in an age of anti-Semitic political dog whistles, from President Trump’s summer comments on Jewish “disloyalty” to a Labour party member’s claim that Hitler was “misunderstood.” But there’s subtly invoking Nazi ideology, and there’s giving a speech written by Nazi Propaganda Minister Joseph Goebbels over the strains of one of Hitler’s favorite operas. That’s the offense for which Brazilian Culture Minister Roberto Alvim was removed from his position on Friday.
The quick outcry over the similarity of Alvim’s speech and Goebbels’s led Alvim to offer an unusual defense: It was just a case of accidental plagiarism, he said during a radio interview, according to The New York Times. Alvim claims that in preparing for the speech, he asked his aides to look up speeches about “nationalism and art.” “That phrase fell on my desk, I didn’t know it was from Goebbels and I rewrote it,” he said in that interview, according to a translation from BuzzFeed News.
Und weil es so eine Bundespräsidentin in Österreich nicht gibt, müssen Menschen, deren eigentlichen Aufgaben nicht die Aufgaben eines Bundespräsidenten sind, Vorschläge zum Neu-Regieren von Österreich unterbreiten, von einem Bundespräsidenten das verlangen, was eines Bundespräsidenten vordringlichste Aufgabe wäre, mitzuwirken an der Bestellung einer Bundesregierung, der nicht eine Partei
Seit dem 15. Jänner 2025 aber weiß der Bundespräsident, was Neu bedeuten kann, Armin Thurnher und Florian Klenk haben ihm nicht nur erklärt, was Neu bedeutet, sondern auch konkret vorgelegt, wie neu gestaltet werden kann, ihm damit eine Arbeit abgenommen, die er bereits selbst erledigen hätte können, gleich nach der Nationalratswahl im September 2024, statt auf betagten österreichischen Wegelchen —
Die Akteure der sich schlafwandlerisch gestaltenden Ereignisse müssen aufwachen! Der Bundespräsident möge von den Beteiligten also einfordern:
1. Die Einsicht, dass die FPÖ die grundsätzlich andere Partei ist. Sie will nach dem Vorbild Viktor Orbáns liberale Demokratie, Meinungsfreiheit und Unabhängigkeit der Justiz beschädigen. 2. Die Einsicht, dass angesicht der Natur der FPÖ die anderen Parteien verpflichtet sind, eine Regierung zu bilden, die nicht die Freiheitlichen enthält. 3. Die Einsicht, dass in dieser Lage Kompromisse von allen Seiten angebracht sind.
ÖVP-Chef Stocker soll die Verhandlungen mit der FPÖ abbrechen. Der Bundespräsident soll ihn mit der Bildung einer Koalition mit der SPÖ (geduldet von Neos und Grünen) betrauen.
Es ist eine späte Stunde der österreichischen Demokratie. Es gibt keinen Grund, sie nicht zu nützen.
SIE BELÜGEN EUCH IN ALL IHREN MEDIEN, ABER IHR GLAUBT, IHRE GESCHICHTSBÜCHER ERZÄHLEN EUCH DIE WAHRHEIT ?!?
Sollte aber doch wer nach einem anderen Gesetz darüber urteilen wollen, wird er, Stefan Magnet, klagen, ach, es sei doch bloß ein Gedicht, geschrieben zur Nacht des 16. Januars im Jahr des Herrn 2025, und Verse frei von Geschichte sind ihm die liebste Weis‘ …
Wenn Funktionäre einer designierten Kanzlerpartei von „scheissblatt“ reden und davon, Medien fertig zu machen, ist das nicht sehr staatstragend. Vielleicht könnte Kickl mal ein Machtwort sprechen?
„Die Systemparteien und die Systemmedien gehören zusammen, das ist wie bei siamesischen Zwillingen,“ sagte der FPÖ-Spitzenkandidat auf einer Wahlkampfveranstaltung im September. „Die einen, die Politiker, lügen wie gedruckt, und die anderen drucken die Lügen. Das ist die Arbeitsteilung in diesem System“. Seinen Zuhörenden legte Kickl mit seinen Worten vor allem eins nahe: Die rechte FPÖ könne dieses dubiose System zu Fall bringen[.] M – Menschen Machen Medien, Till Schmidt, 10. Jänner 2025
Das erste Interview nach seinem Wahlsieg gab der österreichische FPÖ-Chef Herbert Kickl nicht dem öffentlich-rechtlichen ORF, auch nicht einem der herkömmlichen Privatsender in der Alpenrepublik. Stattdessen steuerte der extrem rechte Politiker das Gemeinschaftsstudio der Sender Auf1 und rtv an. Dort ließ er sich von den hoch erfreuten Moderatoren über fünf Minuten lang beweihräuchern für das Top-Ergebnis von fast 29 Prozent der Stimmen bei der Parlamentswahl. Gesinnungsfreunde unter sich.
Mutet dies nicht seltsam an, daß ausgewiesene Nichtparteigängerinnen und auch Nichtparteigänger dieser identitären Partei immer wieder einmal von den Anführenden dieser patriotischen Partei etwas verlangen, daß diese gesinnungsgemäß gar nicht je zu leisten gewillt imstande sind, sie aber mit deren Forderung an die patriotic leader transportieren, diese, die patriotic leader, wären anders, als teilten sie die Gesinnung ihrer Partei, die sie anführen, ganz und gar nicht —
Wären sie, die patriotic leader, Hühner, könnte gefragt werden, was denn zuerst, das Ei oder die Henne … Aber es sind Hähne, und so erübrigt sich diese Frage, es sind die Hähne, die ihre Kloaken pressen … Es ist doch einmal wegen des schönes Bildes in Erinnerung zu rufen, wie befruchtet wird. Hahn und Henne sitzen im Stall auf einer Leiter, der Hahn preßt seine hintere Körperöffnung, die Kloake, fest auf die Kloake der Henne, und so gelangen in die Kloake der Henne die …
Mit den Aussagen des Abends konfrontiert reagiert die Pressestelle des FPÖ-Klubs für Tschank und Stefan so: „Wir haben anlässlich eines Stammtisches natürlich zum Teil etwas überspitzt formuliert[,]
ist in der Tageszeitung „Der Standard“ am 15. Jänner 2025 zu lesen, und zu hören ist desselben Tages Christian Hafenecker:
Und daß natürlich da zu manchen Äußerung kommt und das Ganze noch einmal in vertrauter Runde, da kann ich niemanden einen Vorwurf machen diesbezüglich, aber glauben Sie mir, das passiert auf der ÖVP-Seite genauso.
Ob auch sie, die Frauen, von ihnen weltherrisch „Mädel“ gerufen, am Grabe treu sangen, was ihn in der Erde wärmen soll, hat er doch nicht auf sie vergessen, sie zu begrüßen;
er muß wohl als glücklicher Mann angesehen werden, sich nur daran zu erinnern, wer zu begrüßen ist, und sonst alles vergessen zu lassen.
Und was er, Harald Stefan, immer so „überspitzt“ redet, wie seine Partei meint, weil es ja am Stammtisch in ‚trauter Runde, mag dieser in der Hofburg, mag dieser in Simmering stehen, ist beispielsweise auch dies:
Er, Harald Stefan, hätte vielleicht nicht zu „überspitzt“ gegriffen, sondern zu „überschießend“, das ihm selbst geläufiger, das er beispielsweise verwendete,
Stefan Magnet kann darauf vertrauen, daß immer noch so viel Bildung auch in bezug auf geschichtliches Wissen vorhanden ist, es also verstanden wird, wenn er am 12. Jänner 2025 auf der Konzernplattform X von „industriellem …“
Es muß daher seine Gleichsetzung nicht ausführlich erklärt werden, um nachvollziehen zu können, was für einen Zweck er damit verfolgt, wenn er dieses Mittel einsetzt, er schreibt von INDUSTRIELLEM AUSMASS —
Was ihn zu dieser geschichtlichen Bezugnahme in einem nicht zu vergleichenden Fall treibt, kann wohl nur darin die Ursache haben, daß es ihn gesinnungsgemäß schmerzt, quält, wem bis heute noch nicht die Verbrechen in „industriellem Ausmaß“ die Absolution erteilt wurde, die er und seine Gesinnungskameraderie so sehnlichst herbeiwünschen, nicht aufhören können, herbeizureden, herbeizuschreiben.
seine gesinnungsgemäße Weltvorstellungsarmut es ihm gerade noch vorzustellen erlaubt, heute sprechen, was jetzt gesinnungsgemäß für die Nacht, für die eine nächste Nacht feststeht, aber nicht darüber hinaus, nicht, was ihnen nach dem „Beschuss“–
Es ist nicht das erste Mal, daß Parsifal am 20. April in der Wiener Staatsoper zu hören ist, aber in diesem Jahr ’25 ist es für den Österreicher ein besonders Geschenk zum Geburtstag in zeitlich unmittelbarer Nähe zu seinem achtzigsten Selbstmordtag.
Die Wiener Staatsoper weiß eben, wie des Österreichers recht wichtige Tage zu begehen sind, nicht nur der 20. April, auch der 8. Mai —
Lorenz’s interpretative move in identifying Hitler as Parsifal in his Parsifal book was not an original idea but an assimilation of propaganda in broader circulation, propaganda that Houston Stewart Chamberlain helped set into motion by hailing Hitler as a “god-sent benediction” to Germany nine years earlier. For Chamberlain, Hitler was a rare example of
symbolic qualities reflected in the poster in the form of the downward-streaming light and the massive community of brown-shirted followers bearing Nazi flags and placed in a landscape suggestive of the Rhine Valley.
William Kinderman
According to the controversial biography of Wagner by Robert W. Gutman1, Parsifal, more than the Ring, was the gospel of National Socialism. Gutman interpreted this work in terms of Wagner’s later writings, the so-called regeneration essays. He writes, surveying the world from the heights of Monsalvat, the Grail community in Parsifal was alarmed to observe natural selection working against its distinctive Aryanism… The knights were confronted with an enemy gaining upon them every day. Here was the decisive racial crisis that grew into an uncompromising struggle for power….
Gestern abend: ‚Salome‘ von Strauss … Abscheuliche romantische Musik, von einer Rhetorik des Orchesters, die Sehnsucht nach Bellini weckt. Ebenso die Meistersinger – gleiche Ursachen auch der Schwächen: Indiskretion der Mittel und Eintönigkeit der Effekte, aufdringliches Insistieren, offenbare Unaufrichtigkeit … Von Grund auf unkünstlerisch, so etwas.
Rundfrage des ‚Berliner Tageblatts‘ Es handelt sich darum, anläßlich des fünfundzwanzigsten Jahrestages von Wagners Tod die ‚führenden Künstler und Intellektuellen ganz Europas nach ihrer Meinung über den Einfluß Wagners, insbesondere in Frankreich‘ zu befragen. Ich antworte: ‚Ich verabscheue die Person und das Werk Wagners, diese leidenschaftliche Abneigung ist seit meiner Kindheit nur noch gewachsen. Dieses erstaunliche Genie erhebt weniger als es vernichtet. Es hat zahllosen Snobs, Literaten und Dummköpfen erlaubt zu meinen, sie liebten die Musik, und einigen Künstlern zu glauben, Genie läßt sich erlernen. Deutschland hat vielleicht nie etwas gleichzeitig so Großes und Barbarisches hervorgebracht.‘
Am 25. Jänner vor 117 Jahren spricht André Gide, als er zu Richard Wagner befragt wird, bereits vom Barbarischenund damit auch von André Gide der Werkkern erkannt, Jahrzehnte vor der Realisierung des Barbarischen in der Wirklichkeit —
Politik als große Opernregie wurde Markenzeichen deutscher Weltmission, in der sich jeder einen Platz an der Sonne sichern konnte, der bereit war, bedingungslos mitzuspielen. Der Gröwaz, der größte Wagnerkenner aller Zeiten, liefert bis heute die Rechtfertigung für Untergänge als imposante Götterdämmerungen – überzeugend verwirklicht von 1939 bis 1945 im Weltformat.
Auch zu Kaiser Wilhelms Zeiten lag schon der Gedanken nahe, Wagners Opern als reales Weltgeschehen mit dezenten Hinweisen auf die Ideologie des großen Musikmythologen zu etablieren – beispielsweise als Festungsanlage „Siegfriedlinie“ gegen die Kräfte des europäischen Westens im Ersten Weltkrieg.
Einen ganz eigentümlichen Typus heutige Wagnerbehuldigung […] Einerseits protestiert sie in Kassel vehement gegen antisemitische Äußerungen von Künstlern, um andererseits anschließend in festlicher Pelle nach Bayreuth zu pilgern und dort dem Radikalsten aller deutschen Antisemiten zu huldigen. Zu verstehen ist das nur, wenn man voraussetzt, dass […] jegliche historische Kenntnisse zum Werkschaffen von Wagner fehlen. Derartige Ahnungslosigkeit durch mangelnde Bildung kennzeichnet einen großen Teil heutige linker, grüner, roter und schwarzer Positionäre.
Die willentliche, intentionale Rebarbarisierung ist leider kein einzigartiger Unfall deutscher Geschichte. Wäre sie das, bräuchte man das Wissen um die Bedrohung nicht ständig wachzuhalten. Offenbar zwingt die innere Dynamik von Machtregimes, totalitär zu werden, alle Gesellschaften wenigstens einmal, hoffentlich nur einmal das Schicksal Deutschlands selber durchzustehen. Das ist ja bereits unübersehbar. Der deutschen Ideologie wird heute weltweit auch von kleineren Potentanten gehuldigt – in einem Ausmaß, dass demokratisch, liberal und rechtsstaatlich verfasste Gesellschaften weltweit nur noch eine rare Minderheit sind. Was tun? Wir Deutschen jedenfalls sollten das deutsche 20. Jahrhundert widerrufen und die von Nietzsche formulierte Aufgabe einer schweren Entdeutschung auf uns nehmen.
Es ist nicht verwunderlich, dies nur nebenher gesagt, daß das Attentat auf den Österreicher nicht gelang, lief es doch unter der wagnerisch-hitlerischen Parole „Unternehmen Walküre“, und ein Unternehmen mit einer übernommmenen Parole ist von Beginn an zum Scheitern verurteilt, einem solchen Unternehmen fehlt von Anfang an der absolute Wille zum Erfolg.
lange davor kommende Entwicklungen zu erahnen, zu erfüllen, was herrschaftlich gewünscht sein wird, und dementsprechend rechtzeitig zu programmieren, nicht nur zu erahnen, nicht nur zu erfühlen, sondern stets auch
Es gibt nun bereits viele Befürchtungen, was sich alles ändern wird, wenn es zu dieser identitärschwarzen Regierung denn kommen sollte, die Wiener Staatsoper braucht sich nicht zu fürchten, die Wiener Staatsoper wird nicht über Nacht ihr Programm ändern müssen, sie wird nicht gleich Körner in ihr Programm aufnehmen müssen, von einem Tag auf den anderen,
mit Richard Wagner hat die Wiener Staatsoper bereits und lange schon auch für solch eine Regierung das größte Programm aller Zeiten …
Bei Kleinkindern wird, vor allem wenn sie ein sogenanntes unanständiges Wort sagen, gleich gefragt, woher haben sie das bloß. Erziehungsberechtigte von Unmündigen sagen, wenn diese ein sogenanntes unanständiges Wort sagen, sofort, jedwede Schuld von sich weisend, von ihnen, ihren Erziehungsberechtigten, hätten sie das nicht …
Fast elf Jahre war Alice Weidel, also in der AfD, als
Weidel zitiert Ignazio Silone: „Wenn der Faschismus wiederkehrt, wird er nicht sagen: ‚Ich bin der Faschismus‘ Nein, er wird sagen: ‚Ich bin der Antifaschismus'“.
Als Zusammenfassung am Ende kann gesagt werden, die Partei dieser Kameradinnen und dieser Kameraden hat in diesen zwölf Jahren seit ihrer Gründung alles, was sie an Stoff brauchte, aus Österreich bekommen, besonders von einer Partei, und sie kann mittlerweile den Stoff derart in- und auswendig, daß sie sich mit Stolz erste Wiedergängerin auf ihren Ehrenschild schreiben darf,
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