„Menschen sind Scheiße und gehören eigentlich aus unserer freiheitlichen Welt entfernt.“

„Menschen sind Scheiße“. Das schrieb und wiederholt u.v.a.m. Akif Pirinçci. Wofür er nun eine Vorladung erhielt wegen Volksverhetzung. In Deutschland. „Aus unserer freiheitlichen Welt entfernt“ gehörten die Menschen, die ihm „Scheiße“…

Akif Pirinci - Menschen sind Scheiße - aus freiheitlicher Welt entferntUnd die „freiheitliche Welt“ springt Akif Pirinçci selbstverständlich gleich unterstützend und helfend bei. In Österreich. Nicht das erste Mal, wie gelesen werden kann, von He.-Chr. Strache aufwärtsAuf der Website „Unzensuriert“ der identitären Gemeinschaft, deren einzige namentlich ausgewiesene Kolumnistin NR Barbara Rosenkranz ist. Das kann gar nicht oft genug wiederholt werden, diese Kolumnistin wollte einmal Bundespräsidentin in Österreich werden; immerhin rund 15 Prozent wählten 2010 diese Kolumnistin.  Und diese Kolumnistin sitzt nach wie vor im österreichischen Parlament. Was er alles schrieb, um nun eine Vorladung wegen Volksverhetzung zu bekommen, steht ebenfalls in der Collage, ebenso die Schützenhilfe der „Unzensuriert“. Selbstverständlich schreibt sie nicht, worauf dieser Vorwurf der Volksverhetzung basiert. Dafür wird treubrav großspurig nachgeschrieben, seine „Werke“ werden von „Hollywood“  … Nun, es dürfte ein einziges Buch sein, genauer, ein Remake von dem Film „Die Tür“, dessen Grundlage ein Roman von ihm war … Aber es ist nicht das einzige Medium der identitären Gemein-Schaft, das rechte Zuneigung für diesen Menschen mit der aus dem Kloakenfaß gefüllten Hühnerfeder aufbringt, wie hier nachgelesen werden kann. Und stets wird die Wahrheit „aus unserer freiheitlichen Welt entfernt.“

„Aus unserer freiheitlichen Welt entfernt“ – Menschen, die „Scheiße [sind].“ Es kommt wohl nicht von ungefähr, daß Akif Pirinçci ausgerechnet diese Formulierung einfällt: „aus unserer freiheitlichen Welt.“ Auf der Scholle der Freiheitlichen wird auch nichts anderes gekannt, als die Entfernung, die Vertreibung. Lösungen sind das keine. Lösungen zu haben, bedeutet, arbeiten zu müssen, bedeutet, denken zu müssen, bedeutet, umsichtig sein müssen, bedeutet, sich umfassend zu informieren, bedeutet, einen Dialog führen zu müssen. Aber alles, was in der „freiheitlichen Welt“ faul mit „Überlegenheitsgefühl“ möglich ist, ist das, was Akif Pirinçci kann – nichts, nichts außer extrem vulgär zu schimpfen, nichts außer Menschen gegeneinander aufzuhussen. Und wer eine solche Partei wählt, wer in Österreich die freiheitliche Partei wählt, gibt keine Wahlstimme ab, sondern eine Aufhußstimme, bekennt mit seiner oder ihrer Aufhußstimme, an keinen Lösungen, die einer demokratischen und einer zivilisatorisch hochentwickelten Gesellschaft würdig wären, interessiert zu sein, wählt Unlösungen und Schlimmeres noch

PS Um dem Vorwurf gar nicht aufkommen zu lassen, muß klar und deutlich festgehalten werden, es wird hier nicht einmal ein Buchstabe gesetzt, um für den Islam zu sprechen, oder gar für Mohammed, mehr noch, kein Buchstabe wird hier je geschrieben für irgend eine Religion, aber das gesamte Alphabet aufgewendet für eine Aufklärung 1.0

100 Jahre Welt Krieg

In der Schule staunte das Kind, von einem einhundertjährigen Krieg zu hören. Einhundert Jahre, dem Kind unvorstellbar, daß ein Krieg einhundert Jahre dauern kann, das war für das Kind nicht zu verstehen, und auch, daß Menschen einen einhundertjährigen Krieg so einfach hinnehmen

Für Jahrzehnte aber vergaß das Kind, einst in der Schule von einem einhundertjährigen Krieg gelernt zu haben. Vielleicht deshalb, weil ein Leben zu bewältigen war, oder genauer, die einem Leben diktierten Auflagen … Nun, lange schon kein Kind mehr, alt, krank und hinfällig geworden, vor dem letzten Umzug in ein Zimmer ohne Aussicht und wohl auch weiter ohne Bequemlichkeit, ist zu hören – von dem höchsten leitenden Angestellten eines Organisierten Glaubens, ein dritter Weltkrieg sei mit verschiedenen parallel laufenden Konflikten zurzeit im Gange

Mit dieser Definition eines Weltkrieges ist nicht ein dritter Weltkrieg zurzeit im Gange, sondern, die Wahrheit ist,  seit einhundert Jahren ist auf der Welt Krieg. Ununterbrochen, das ist die Wirklichkeit, seit einhundert Jahren …

Seit 100 Jahren auf der Welt KriegWie seltsam kurzsichtig der Blick eines Mannes einer Organisation, die angeblich in Ewigkeiten denkt, und wie weitsichtig sah es ein anderer Mann vor bald einhundert Jahren. Blaise Cendrars war kein Prophet, kein Hellseher, also kein Scharlatan, aber als Schöpfer, als Phantast war sein Blick auf die Welt von einer realistischen Genauigkeit und Weitsichtigkeit, zu dem nur Menschen mit dieser begnadeten Schöpferkraft, Menschen der Phantasie imstande sind, nur wahren Schöpfern von Welten, die keine erfundenen Figuren sind, ist es gegeben, die Wirklichkeit realistisch zu sehen … Und vor seiner Aufzählung der Jahre, der Jahrzehnte, eines ganzen Jahrhunderts ohne Täuschung, ohne Selbsttäuschung und ohne Aussicht auf ein Enden des Mordens, vor diesem bitteren Gedicht, das die Wirklichkeit zu allen ungehört spricht, seit wann der Weltkrieg tatsächlich schon wütet, versteht plötzlich ein Mensch, was er als Kind nicht verstand, bitter, wie leicht unter Menschen ein Krieg einhundert Jahre dauern kann, wie schnell einhundert Jahre Welt im Krieg vergehen, wie leicht einhundert Jahre Krieg auf der Welt in dieser oder jener Region der Welt weggeredet und Leben in Frieden eingeredet werden können.

Es mutet soher auch gar nicht mehr seltsam an, daß der Mann aus einem Grätzel von Rom nur davon redet, es sei zurzeit ein Weltkrieg im Gange. Hätte er die Aufzählung von Blaise Cendrars vorgelesen und gefragt, in welchem Jahr seit 1914 gab es keine kriegerischen Konflikte auf dieser Welt, er hätte die Antwort geben müssen, in jedem Jahr seit 1914 gab es auf der Welt Krieg. Aber das hätte unweigerlich zur Folge haben müssen, daß die Menschen, die ihm in Redipuglia zuhörten, ihn augenblicklich hätten fragen müssen – wo warst du, Adam? Es wäre für ihn peinlich geworden, nicht für ihn als Menschen, sondern für ihn als höchsten Vertreter einer Organisation, vorbei wäre es gewesen,  mit seiner Glaubwürdigkeit, vorbei mit seinem Recht, für den Frieden zu reden, sein Appell für den Frieden in der Sekunde entlarvt als hohles Gerede … Denn. Gab es in den letzten einhundert Jahren einen kriegerischen Konflikt auf dieser Welt, in dem nicht irgend ein Gott in die Schlachten vorgeschickt wurde? Welcher Krieg kam je ohne religiöses Vokabular aus? In welchem Krieg wurden nicht Waffen geweiht? In welchem Krieg wurde nicht um den Sieg gebetet? Irgend ein Gott angefleht, den Feind zu vernichten? Waren nicht Angestellte von Organisierten Glauben mit religiösen Werkzeugen dabei, um die Kampfmoral zu befeuern? Den Kämpfenden das Sterben und Morden leicht zu machen? Ihnen predigend zu flüstern, Blut ist ihrem Gott sein Lieblingsgetränk und wer ihm reichlich davon zu trinken gibt, kann sich seiner Liebe und seinem Wohlgefallen … Dem Mann aus einem Grätzel in Rom wäre als Antwort nur geblieben, zu verstummen, sein Manuskript in den Ausschnitt seines Kleides zu stecken und augenblicklich die Bühne seiner Selbstbeweihräucherung und Werbeveranstaltung für seine Organisation im Eilschritt zu verlassen …

Das Kind versteht nicht, wie ein Krieg einhundert Jahre wüten kann, das ist dem Kind in der Schule noch unvorstellbar. Und nun versteht der alte Mensch nicht, wie kann, nach einhundert Jahren Krieg in der Welt, immer noch auf das Militär gesetzt werden, immer noch so kurzsichtig gedacht werden, das Militär könne irgend etwas dazu beitragen, daß es je heißen könnte, es je eine Aufzählung geben könnte, je ein Gedicht der Wirklichkeit, seit einhundert Jahren auf der Welt Frieden – Weltfrieden, und der Weltfrieden dauert an …

Eines aber weiß der alte Mensch, weder er noch irgend ein anderer Mensch, geht es im Stillstand, in dem bloß das Blut fließt, weiter wie bisher, wird je eine Aufzählung Der Weltfrieden im Vorausschau auf die nächsten einhundert Jahre und schon gar nicht im Jahr 2114 im Rückblick auf einhundert Jahre schreiben können, nur der Vorspruch zu solch einem Gedicht kann geschrieben werden, als unbedingte und prominente Voraussetzung unter vielen Voraussetzungen und Bedingungen dafür, je noch an eine solche Aufzählung nur denken zu können …

Der Weltfrieden

Als der Mensch durch Religionen sich nicht weiter mißbrauchen ließ …

 

 

Was NS-Kriegsverbrecher Alexander Löhr mit dem christlichen Islamgesetz zu tun hat

Alexander Löhr - Sie werden auferstehen

Christengemäße Wahrheit. Zum Generaloberst wurde er erst in der NS-Diktatur. Die NS-Diktatur wird aber vollständig ausgeblendet. Als wäre er nur für die österreichische … Als hätte es nie eine nationalistische Massenmorddiktatur gegeben …

Mit ihm ist ein praktisches und anschauliches Beispiel gegeben, daß die Botschaften des Organisierten Glaubens der römischen-katholischen Kirche über den Vorschriften des demokratischen Staates Österreich steht.

„Dem Verteidigungsministerium indes sind die Hände gebunden, wie es aus dem Büro von Minister Gerald Klug (SPÖ) hieß. Die Kirche schließt zwar direkt an die Stiftskaserne an, allerdings habe man gemäß Konkordat keinerlei Befugnis, etwas zu ändern.“

Die Gedenktafel für einen NS-Kriegsverbrecher¹ ist ein harmloses Beispiel. Aber wer kann garantieren, daß es in Österreich weiter so harmlos beim Ignorieren und Zuwiderhandeln staatlicher Vorschriften bleibt? Religionen sind schlafende Monster, und im Schlaf gebieren Monster allenthalben Ungeheuer …

Die christlich gebundenen Hände des StaatesWährend also der römisch-katholische Entwurf eines neuen Islamgesetzes² von den Gläubigen eines anderen Organisierten Glaubens abverlangen will, sich an die Vorschriften des Staates zu halten, gibt es kein dementsprechendes Gesetz, das von Gläubigen des Organisierten Glaubens des Christentums ebenfalls … Im Gegenteil, mit diesem Organisierten Glauben gibt es einen Vertrag. Ob es ein auf gleicher Augenhöhe abgeschlossener Vertrag³ ist, darf stark bezweifelt werden. Der Staat unterzeichnete diesen wohl knieend … Und vor diesem Organisierten Glauben kniet der österreichische Staat nach wie vor, während das Hauptquartier dieser Organisation in einem Grätzel von Rom in ihrem Katechismus* anweist:

„[d]er Bürger hat die Gewissenspflicht, die Vorschriften der staatlichen Autoritäten nicht zu befolgen, wenn diese Anordnungen den Weisungen des Evangeliums widersprechen.“

Im gottverursachten und gottgetriebenen Allmachtswahn meint also dieser Organisierte Glaube allen Bürgern und den nicht erwähnten Bürgerinnen die Nichtbefolgung staatlicher Vorschriften diktieren zu können, also nicht nur seinen Mitgliedern. Und diese potentielle Gefahr für einen demokratischen Staat, also auch für Österreich, wird in Österreich hingenommen, während zugleich einem anderen Organisierten Glauben …

PS Von einer derartigen Gedenktafel für einen Kriegsverbrecher in einer Kirche zu hören, hat jedoch nicht überrrascht. Es fielen dazu gleich andere sonderliche Dinge ein, die in Kirchen herumliegen, etwa eine Reliquie von Karl Habsburg – ebenfalls im Bereich des österreichischen Bundesheeres. Eine geschichtsverfälschende und gegen die Demokratie gerichtete Tafel auf dem Stephansplatz allerdings wurde entfernt. Aber es dauerte lange, bis endlich erreicht wurde, daß diese Tafel auf dem Stephansplatz endlich entfernt wurde, wie hier ebenfalls nachgelesen werden kann.

PPS Faschistische Denkmäler sind auch dem derzeitigen Papst attraktive Orte für werbewirksame Auftritte

¹ Alexander Löhr

² Islamgesetz

³ Konkordat

* Evangelium – Weisung

Einen ostmärkischen NS-Kriegsverbecher läßt NR Mölzer in seiner geführten ZZ verteidigen

Es ist gesinnungsgemäß recht stimmig, wenn, wie in der aktuellen Ausgabe 40, wieder einmal Richard-„Bin ein Ostmärker“-Melisch¹ einen Artikel schreibt, für die ZZ der identitären Gemein-Schaft, in der über das „Wiederbeleben des Faschismus“² nachgedacht wird, und auch über Kooperationen mit den „rechten Kräften Österreichs“. Diesmal schreibt von dem identitären Spitzenpersonal für die ZZ, die ohne dessen Beiträge nicht die „Zur Zeit“ wäre, Landesrat Gerhard Kurzmann und NR Wendelin Mölzer …

Um deren Beiträge soll es hier aber nicht gehen, sondern um einen über jenen „Ostmärker“, dessen Taten heute noch mit einer Gedenktafel gewürdigt werden.

Neben den Beiträgen des identitären Spitzenpersonals³ findet sich in der aktuellen Ausgabe eine Verteidigung von einem Kriegsverbrecher, nämlich von Alexander Löhr, verfaßt von Martin Pfeiffer, Schriftleiter der „Aula“. Eigentlich verwunderlich, daß NR Mölzer sich nicht ebenfalls Schriftleiter nennt, sondern nach wie vor Chefredakteur … Aber vielleicht kommt es zu einer Umbennung, wenn die Zeit dafür wieder unreif geworden sein wird.

Alexander Löhr - Martin Pfeiffer - NR MölzerEs ist gesinnungsgemäß recht stimmig, daß NR Mölzer einen Kriegsverbrecher verteidigen läßt. Als Chefredakteur ist er hauptverantwortlich dafür, wer beispielsweise verteidigt wird, wer nicht verteidigt wird, und als Abgeordneter im Parlament eines demokratischen Staates wiegt seine Verantwortung als Chefredakteur eines Magazins umso schwerer, was er, wie in der Ausgabe 3. Oktober 2014, verteidigen respektive nicht verteidigen läßt. Und es kommt hierbei auch noch entschieden auf das Wie an. Und dieses Wie des Schriftleiters ist eine gröbliche Verharmlosung der Geschichte. Es ist gesinnungsgemäß recht stimmig und entspricht ganz der gängigen identitären Praxis, einen Täter, im konkreten Fall einen Kriegsverbrecher, zum Opfer … Wobei die Frage zu stellen ist, wovon wurde Alexander Löhr ein Opfer? Ein Opfer seiner Taten, seiner Verbrechen?

Die gröbliche Verharmlosung der Geschichte kann mit einem Zitat aus der pfeifferischen Verteidigung belegt werden:

„Dabei schreckten sie nicht davor zurück, den General der österreichischen und deutschen Luftwaffe als ‚NS-Massenmörder‘ und ‚Kriegsverbrecher‘ zu diffamieren und ihm die verschiedensten Untaten in die Schuhe zu schieben. In einer in holpristem Deutsch verfaßten Presseaussendung des Grünen Klubs im Parlament behaupteten sie u.a., Löhr sei ‚an der Ermorderungen (sic!) von Partisanen am Balkan beteiligt‘ gewesen. Daß dieses Gesindel völkerrechtswidrig kämpfende Elemente waren und damit keinen Kombattantenstatus hatten, ist der Oberlehrerpartei wohl genauso unbekannt oder gleichgültig wie die Tatsache, daß Löhr von Titos Kommunistenbande abgeurteilt und getötet wurde.“

Ein rechtes Wort für Alexander Löhr in der ZZ von NR MölzerFür seine krude Verharmlosung der Geschichte muß Martin Pfeiffer mit größten Auslassungen arbeiten, er muß beispielsweise unerwähnt lassen die völkerrechtswidrige Bombardierung von Belgrad, oder, auch von Warschau … Ohne diese Auslassungen ist aber keine Ehrenrettung von Alexander Löhr zu haben … Vielleicht sind die Menschen, die etwa in Belgrad lebten und ermordet wurden, für den Schriftleiter auch bloßes …

Welcher Gesinnung die identitäre Gemein-Schaft seit Jahrzehnten treu ergeben ist, dafür findet sich in der pfeifferischen Löhr-Verteidigung auch ein Hinweis:

„Nun entdeckten giftgrüne Tugendwächter in der Wiener Stiftskirche eine Gedenktafel für Fliegergeneral Alexander Löhr. Diese war 1985 – in der Zeit der ersten freiheitlichen Regierungsbeteiligung unter Verteidigungsminister Friedhelm Frischenschlager – in der Stiftskaserne angebracht worden.“

Friedhelm-SS-Sturmbannführer-Major-Walter-Reder-Hand-Frischenschlager war es also, der die Gedenktafel …

Wendelin Mölzer - Pfeiffer LöhrEs möchte gar nicht darüber nachgedacht werden, sollte die identitäre Gemeinschaft je wieder in Regierungsverantwortung kommen, in welcher „Manier“ eines untergegangenen Deutschlands welche Denkmäler*, welche „Traditionspflege“, welche „Gedenktafeln“, welcher „Wahnsinn“, welch „geistige[r] Müll“ … Wähler und Wählerinnen sollten jedoch dringend darüber nachdenken, ehe sie wieder der identitären Gemein-Schaft ihr Stimmen … Was von dieser zu erwarten ist, auch darüber gibt Martin Pfeiffer mit seinen Unterstellungen und seiner Projektion recht offen Auskunft, wenn er schreibt:

„Daß Grüne nichts für Traditionspflege und das Andenken an die Gefallenen unseres Volkes übrig haben, ist hinlänglich bekannt. Sie betreiben lieber einseitige Vergangenheitsbewältigung mit dem Ziel, aus der eigenen Geschichte ein Verbrecheralbum zu machen und der autochthonen Bevölkerung den aufrechten Gang in gebückter Haltung zu verordnen. Am liebsten würden sie in DDR-Manier die Innenstädte mit Antifa-Gedenktafeln vollpflastern, wie das jahrelang in Graz der Fall war, bis FPÖ-Stadtrat Mario Eustacchio diesem Wahnsinn ein Ende gemacht und die Abbruchverfügung für diesen geistigen Müll erlassen hat.“

¹ „Bin ein Ostmärker“

² „Wiederbeleben des Faschismus“

³ Die ZZ des identitären NR Wendelin Mölzer

* Deserteursdenkmal: „Schandmal – Proletarisches Gedankengut übelster Sorte“

Islamgesetz – Ein römisch-katholischer Knüppelentwurf

Der Entwurf zum neuen Islamgesetz enthält Passagen, die es erlauben zu sagen, dieses Islamgesetz wird ein ein römisch-katholisches Knüppelgesetz gegen diese Weltanschauung sein.

Wie allein aus der Zusammenfassung in der Tageszeitung „Die Presse“

Vorrang staatliches Recht. Lehre, Einrichtungen und Gebräuche dürfen nicht im Widerspruch zu gesetzlichen Regelungen stehen. Gleichzeitig ist auch vorgeschrieben, dass eine islamische Religionsgesellschaft eine positive Grundeinstellung gegenüber Staat und Gesellschaft haben muss, es darf auch keine „gesetzwidrige Störung“ des Verhältnisses zu anderen Kirchen und Religionsgemeinschaften bestehen. Gibt es hier Probleme, kann die Anerkennung auch wieder entzogen werden.“

ersichtlich ist, wird von diesem Organisierten Glauben gesetzlich verlangt werden wollen, was vom Organisierten Glauben der römisch-katholischen Kirche nicht verlangt wird. Ganz im Gegenteil. Der römisch-katholische Katechismus weist die Nichtbefolgung staatlicher Vorschriften an, wenn …, wie nachgelesen werden kann in

Evangelium – Weisung zur Nichtbefolgung staatlicher Vorschriften

Bereits dieser Unterschied im Umgang mit Organisierten Glauben zeigt deutlich auf, wer diesen Entwurf diktierte, es war Gott mit Postadresse Vatikan, Rom, Grätzel I

PS Damit wollte aber in keiner Weise das Wort für einen Organisierten Glauben ergriffen werden. Sondern nur festgestellt werden, was dieser Entwurf ist, ein römisch-katholischer Versuch der Wahrung und Sicherung von Pfründen einer anderen Sekte, nämlich der Leitsekte in diesem Land … Eines ist dieser Entwurf mit Sicherheit nicht, ein Gesetzesentwurf eines säkularen Staates …

Gesetze eines tatsächlichen säkularen Staates sähen wohl entschieden anders aus.

„Islam im Zwielicht“ – Geht es noch verlogener, Barbara Coudenhove-Kalergi?

Religion im ZwielichtEine zweite Schalek wird Barbara Coudenhove-Kalergi nicht mehr werden, denn dafür fehlt der Gegenwart ein Karl Kraus. Und eine zweite Schalek muß heute auch nicht mehr als Figur auf eine Bühne gestellt werden. Es reicht, der kraus’schen Schalek zuzusehen und zuzuhören, und dabei an Barbara Coudenhove-Kalergi zu denken. Dazu muß geschrieben werden, das ist schlimmer als vor einhundert Jahren. Die kraus’sche Schalek befand sich bereits im Krieg, Barbara Coudenhove-Kalergi schreibt einen Krieg herbei, und das ist das Schlimme an dem Geschreibe von Barbara Coudenhove-Kalergi, einhundert Jahre später keine andere Antwort zu haben, als einen Krieg herbeireden zu wollen, keine andere Antwort zu haben, als die Aufgabe der Toleranz.

Und so etwas geht nie ohne Verlogenheit ab. Beinahe bei jedem Absatz des Artikels von ihr unter der Schlagzeile „Islam im Zwielicht“ in der Ausgabe vom 2. Oktober 2014 der Tageszeitung „Der Standard“ mußte augenblicklich gedacht werden, geht es noch verlogener? geht es noch falscher?

Es beginnt bereits mit der Schlagzeile. Richtig müßte diese lauten: Religion im Zwielicht.

Religion im Zwielicht.

Denn.

Die reflexartige Antwort des praktizierenden Katholiken Joe Biden, US-Vizepräsident, auf den mörderischen Terror der Wüstengottmordbande war:

„Wir werden sie bis zu den Toren der Hölle verfolgen, bis sie zur Rechenschaft gezogen werden. Denn die Hölle ist der Ort, wo sie sein werden.“

Ein Gott gegen einen anderen Gott. Eine Hölle gegen eine andere Hölle. Derart mittelalterlich wird auf beiden Seiten gedacht. Eigentlich schlimmer als im Mittelalter. Denn. Aus dem Mittelalter ging es in eine neue Zeit, in die Morgenröte, heute, so scheint es, geht es in ein Mittelalter, aber ohne Aussicht auf eine neue Zeit, keiner Morgenröte mehr entgegen.

Die Wüstengottmordbande wird wohl nicht anders zu stoppen sein, als mit Gewalt. Das ist wohl bitter wahr. Kurzfristig gedacht. Aber langfristig gedacht, gibt es eine Antwort. Eine Antwort, die Barbara Coudenhove-Kalergi nicht einfällt. Die einzige Antwort, und zwar die Entreligionisierung der Welt, die Herabstufung der Religionen zu gewöhnlichen Weltanschauungen, die Einreihung der Religionen unter die Abertausenden von Weltanschauungen, die es in der Menschenwelt gibt, endlich ohne weitere Bevorzugung der Religionen vor anderen Weltanschauungen, und was selbstverständlich ist, ohne Religionen, sind diese endlich gewöhnliche Weltanschauungen geworden, gegenüber anderen Weltanschauungen zu benachteiligen. Denn. Ohne Entreligionisierung der Welt wird es immer so weitergehen. Wenn die Wüstengottmordbande zerschlagen ist, verloren hat, ihre Attraktivität verloren haben wird, kommt wie das Amen im Gebet die nächste …

Und es geht bereits mit dem ersten Absatz weiter, den Barbara Coudenhove-Kalergi schreibt:

„Nie wieder Krieg. Lernen aus der Geschichte. Frieden schaffen ohne Waffen. Keine Gewalt. Jahrzehntelang war das so ziemlich der allgemeine Konsens in Europa.“

Geht es noch verlogener? Geht es noch falscher? In einem anderen Zusammenhang aber mit Österreich-Bezug wurde erst vor wenigen Tagen das Urteil von Paul Valéry zitiert, daß Geschichte nichts lehre … Nun, wenn Geschichte auch nichts lehrt, aber gelernt sollte sie werden und sein. Es mag der allgemeine Konsens zugetroffen haben, keine Gewalt, jedoch mit der Einschränkung, keine Gewalt in Europa. Keine Gewalt auf anderen Kontinenten, das war auch in Europa je kein allgemeiner Konsens. Oder, Konsens schon, aber kein Handeln danach. Ein Konsens von der Qualität wie eine allgemeine Feststellung, es regne heute, dabei sei Sonne angesagt gewesen, und mit einem Achselzucken ist die Feststellung wieder vergessen. Im Grunde, nicht einmal in Europa selbst, wird etwa an Jugoslawien gedacht. Ach, nie wieder Krieg, und weil das, so Barbara Coudenhove-Kalergi, jahrzehntelang allgemeiner Konsens in Europa gewesen sei, gibt es in Europa seit Jahrzehnten keine Waffenindustrie, werden in Europa seit Jahrzehnten keine äußerst lohnenden Geschäfte mehr mit Waffenverkäufen in alle Welt gemacht …

„Und der Friedenspräsident in Washington spricht vom Zerstören und Vernichten der Feinde. Die Gewalt, so Barack Obama, ist die einzige Sprache, die diese Mörder verstehen. In Deutschland hat sich Bundespräsident Joachim Gauck, seines Zeichens evangelischer Pfarrer, angesichts des Terrors für Waffengewalt ausgesprochen und sich damit den Zorn friedensbewegter Glaubensbrüder zugezogen.“

Vielleicht sollte irgendwer Barbara Coudenhove-Kalergi in einem persönlichen Gespräch endlich darüber aufklären, daß ein Präsident, der den Friedensnobelpreis erhielt, deshalb nicht zwangsläufig auch ein Friedenspräsident sein muß. Aber, das ist zu befürchten, weiß sie ohnehin zu genau. Das ist möglicherweise die höchste Verlogenheit in diesem ihrem Artikel. Wurde je anders als mit Waffengewalt Terror bekämpft?

„Freilich, eine wirkliche Alternative haben auch die überzeugten Pazifisten nicht anzubieten. Diplomatie? Überzeugungsarbeit? Eine politische Lösung? Verhandeln? Beten? Alles schon probiert, alles kein Erfolg. Wenn im Internet ein ums andere Mal Videos von Enthauptungen Andersstämmiger, Andersgläubiger, Andersdenkender auftauchen, verstummen die Argumente. Ratlosigkeit regiert.“

Das wird die Waffenindustrie der westlichen Gesellschaften freuen, zu lesen, der Pazifismus hat keine Alternative zur Gewalt anzubieten, der Pazifisimus ist keine Alternative zur Gewalt. Terror ist ein Verbrechen. Und in den Staaten Europas gibt es Strafgesetzbücher, nach denen Verbrechen verurteilt werden können. Das wird, ist zu hoffen, auch Barbara Coudenhove-Kalergi bekannt sein, daß es auch in Österreich ein Strafgesetzbuch gibt, nach dem Morde, Gewaltverbrechen jedweder Art bestraft werden können. Ein Mörder ist ein Mörder, eine Gewaltverbrecherin ist eine Gewaltverbrecherin, und das Strafausmaß ist rechtsstaatlich festgelegt. Das ist mehr als ausreichend. Der Rechtsstaat mit seinem Strafgesetzbuch ist ausreichend. Sollte und muß Grund genug sein, gelassen auch an die Verbrechen von Menschen heranzugehen, die für ihre eigene Entschuldigung und Entlastung, einen Gott oder einen Allah oder irgendeine andere erfundene Figur vorschicken, ihre Verbrechen im Namen und im Auftrag einer erfundenen Figur ausführen. Und übrigens, auch für Verbrecherinnen, die Stimmen hören, hat der Rechtsstaat Gesetze vorgesehen, was also mit rechtsabnormen Gesetzesbrecherinnen zu geschehen hat.

„Ratlosigkeit regiert“, schreibt sie. Wären von den Enthauptungen nicht Menschen aus westlichen Gesellschaften betroffen gewesen, sondern ausschließlich Menschen beispielsweise aus dem Irak, aus Syrien, würde nicht „Ratlosigkeit“ regieren, sondern „Gleichgültigkeit“.

„Darüber hinaus hat das Wüten der islamistischen Fanatiker auch den Islam als solchen ins Zwielicht gerückt. Seit neuestem ist der in Deutschland lebende ägyptische Autor Hamed Abdel-Samad in aller Munde, der mit seinem Buch Der islamische Faschismus einen Bestseller gelandet hat und seither in alle Talkshows eingeladen wird. Abdel-Samad war einmal Mitglied der Muslimbrüder und ist heute Atheist. Seine einigermaßen beunruhigende These: Der Islamismus weist Parallelen zum Nationalsozialismus auf und ist mit Demokratie nicht vereinbar. Die meisten Muslime seien zwar friedliche Menschen, aber die Idee – oder in Abdel-Samads Worten: „das Virus“ – des Jihad, des Kampfes gegen alle Ungläubigen, die Überlegenheit des eigenen Glaubens über alle anderen und das Streben nach Errichtung eines Gottesstaates, gehe bis auf den Propheten Mohammed zurück.“

„Lernen aus der Geschichte“, schreibt sie. Dabei scheint sie Geschichte nicht einmal gelernt zu haben. Huch, eine „beunruhigende These“. Denn. Heinrich Himmler sah bereits, wie ähnlich der Islam seiner Weltanschauung sei, oder, Carl Gustav Jung befand schon 1939, Hitler sei wie Mohammed, wie hier bereits mit weiteren entsprechenden Zitaten festgehalten wurde in He.-Chr. Strache fleht Innenministerin verzweifelt an, an seiner Statt konsequent durchzugreifen. Beunruhigend ist also nicht die These, sondern die Tatsache, daß Mordphantasien auch in Österreich verbreitet werden, beispielsweise aber auf einer Website von einer Partei, die für nach aktuellen Meinungsumfragen für jeden vierten Wahlberechtigten in Österreich eine wählbare

„Für die westlichen Gesellschaften stellt sich nun zunehmend die Frage, wie viel Toleranz hier angebracht ist und wo sie endet. Sind nur Taten strafbar oder schon Gedanken an strafbare Taten? Österreich möchte das Logo des „Islamischen Staates“ verbieten. Aber dieses beinhaltet den ersten Satz des islamischen Glaubensbekenntnisses. Kann man das Credo einer Weltreligion verbieten? Was ist noch Islam und was ist schon Islamismus? Kann man Geistlichen vorschreiben, was sie predigen dürfen? Nicht nur unsere Antikriegsüberzeugung ist auf einmal ins Wanken geraten, sondern auch unsere Vorstellung von Religionsfreiheit.“

Wegen einer Wüstengottmordbande die Frage nach der Toleranz zu stellen, das ist beunruhigend. Wegen einer Wüstengottmordbande, die verschwinden wird, wie die nächste kommen wird, wenn es zu keiner Entreligionisierung der Welt kommt, sich einen totalitären Gedankenkontrollstaat zu überlegen, das ist beunruhigend.  Der Hauptfigur von Mohammed sei gedankt, daß in die Hakenkreuzfahne nicht das Credo einer anderen Weltreligion eingeschrieben ist: „Ich bin der Herr, Dein Gott.“ Es gäbe dann wohl kein Verbotsgesetz in Österreich. Und die Fahne wehte von Rathäusern, Kirchtürmen … Andreas Laun etwa wird ihr zustimmen, es könne einem Angestellten eines Organisierten Glaubens nicht vorgeschrieben werden, was er … Wegen einer Wüstengottmordbande gerate die Antikriegsüberzeugung ins Wanken, das ist beunruhigend. Wegen einer Wüstengottmordbande gerate auch die Vorstellung von Religionsfreiheit ins Wanken, das ist beunruhigend. Aber Barbara Coudenhove-Kalergi kann beruhigt werden, wenn beispielsweise in Kroatien, in diesem christlich dominierten Land, „Bringt sie alle um“ skandiert wird, dann wankt die Vorstellung der Religionsfreiheit nicht, da ist die Vorstellung der Religionsfreiheit ein Fels, auf dem die Kirche ihre …

Und im letzten Absatz schreibt sie:

„Einen Trost freilich gibt es: Auch die katholische Kirche war einmal totalitär, organisierte Kreuzzüge und verbrannte Ketzer. Inzwischen sind Kirche und demokratischer Staat kompatibel. Der Islam in Europa, hoffen viele, wird den gleichen Weg gehen. Millionen Muslime arbeiten daran.“

Ob das christabendländische Europa, das in Österreich vor allem eine Partei auf ihre Fahne geschrieben hat, so kompatibel ist mit einem demokratischen und säkularen Staat, um sich trösten zu können? Dazu muß aber fest weggschaut werden, um sich trösten zu können. Wird allein an das Potential der Gewalt und Blutrünstigkeit gedacht, das die Schreibstaffel und Kommentarstaffel auf der Website … Einen Trost freilich gibt es jetzt schon nicht, wenn ein richtiger Vergleich angestellt wird. Die Wüstengottmordbande ist nicht mit der katholischen Kirche zu vergleichen, sondern mit anderen Mördern und Verbrecherinnen, deren Hauptfigur einen christlichen Namen bekommen hat, und in Afrika morden, christliche Massaker verüben, heute und nicht irgendwann in der Vergangenheit …

PS Zu dieser Wüstengottmordbande wurde hier bereits einiges geschrieben, für jene, die es interessiert, eine Zusammenstellung